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Wirtschaft.

Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Auch in dieser Berichtswoche erfuhr das Geschäft am Frankfurter Getrerdegroßmarkt infolge des wei­ter geringen Angebots keine Ausweitung, während die Nachfrage in den einzelnen Körnerfrüchten und für Futtermittel unverändert stark blieb. Das An­gebot in Getreide blieb auf der ganzen Linie klein.

Nach der Geschäftsstille in den letzten Wochen hat auf dem Weizen markt eine beachtliche Be­lebung eingesetzt. Die früher vorgekauften Bestände beginnen sich etwas zu lichten, so daß die Mühlen wieder als Käufer auftreten. Infolge des kleinen Angebots konnte die Nachfrage der Mühlen nicht immer ganz befriedigt werden. Mit der bevorstehen­den Beendigung der Feldarbeiten wird eine Besse­rung des Weizenangebots erwartet.

Das Roggenangebot war verschwindend klein, während die Nachfrage dringend blieb. So­weit Angebot oorlag, wurde es zu Festpreisen glatt ausgenommen. Nicht nur die kleinen Mühlen, son­dern auch die Großmühlen bekundeten lebhaften Bedarf, dem zumeist nicht genügt werden tonnte.

Bei nahezu fehlendem Angebot wird Hafer von allen Seiten dringend gesucht. Die Abgabe von Ha­fer seitens der Landwirtschaft wurde vielfach davon abhängig gemacht, wenn im Tausch dafür Kleie geliefert wurde. Vereinzelt sollen derartige Geschäfte auch zustande gekommen sein.

F u t t e r g e r st e ist überhaupt nicht am Markt. Für B r a u g e r st e , für die am Frankfurter Markt in dieser Woche die amtliche Notiz erstmals ausgenommen wurde und sich auf 195 bis 200 Mark per Tonne stellte, zeigte sich im hiesigen Ge­biet nur wenig Interesse.

Am Kraftfuttermittelmarkt erfolgten auch in dieser Woche keine Zuteilungen der Oel- mühlen, so daß die starke Nachfrage nicht befriedigt wurde. Auch in Mühlenabfällen blieb die Nachfrage bei fast fehlendem Angebot sehr stark.

Das Mehlgeschäst liegt im ganzen wieder sehr ruhig, insbesondere Roggenmehl ist stark ver­nachlässigt. Für Weizenmehl ist der Abruf normal.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. In der abgelaufenen Berichtswoche machte sich seitens der Metzger im Einkauf von Fleisch starke Zurückhaltung bemerkbar. Das Geschäft nahm in­folgedessen auf den meisten Märkten einen ruhigen Verlauf, um so mehr, als die Zufuhren überwie­gend etwas stärker waren.

Am Großoiehmarkt standen 1496 gegen 1469 Tiere zum Verkauf. Nach ruhigem Geschäfts­gang verblieb etwas Ueberstand (82 Stück). Be­merkenswert war, daß die Qualitäten allgemein eine Besserung aufwiesen, so daß die letzten Preise ziemlich unverändert blieben. Die Spitzenpreise für Bullen und Kühe lagen sogar um 1 RM. höher, für mittlere und geringe Tiere gaben die Preise jedoch mit Ausnahme von Bullen etwas nach.

Das Kälbergeschäft nahm einen sehr ruhi­gen Verlauf, wobei der bevorstehende Eintopfsonn­tag von Einfluß war, da das Interesse sich mehr dem Schafmarkte zuwandte. Der um 160 auf 1435 Stück erhöhte Zutrieb konnte daher nur zu ermä­ßigten Preisen geräumt werden. Für gute Kälber konnten sich die Preise halten.

Der S ch a f m a r k t hatte gute Nachfrage, der wesentlich erhöhte Zutrieb (614 gegen 359) wurde nahezu geräumt. Wenn die Preise keine Besserung aufwiesen, so lag dies daran, daß die' Tiere infolge des Regens vielfach naß ankamen.

Am Schweinemarkt hielt sich die Be­schickung mit 4488 (4498) im Rahmen der Nach­frage, lediglich gute Qualitäten sind weiterhin nur ungenügend zugeführt. Nach mittelmäßigem Ge­schäft und bei ziemlich unveränderten Preisen (nur geringe Tiere bröckelten etwas ab) wurde der Markt fast ausverkauft.

Frankfurter Börse.

Nlillagsbörse: Aktien vernachlässigt.

Frankfurt a. M., 16. Noo. Die Börse war weiterhin außerordentlich still. Die allgemeine Lage wies gegenüber gestern kaum Unterschiede auf. Für Renten bestand eher wieder Kaufinteresse, wobei die erneute Ablehnung jeder Währungsentwertung durch den Reichsbankpräsidenten mitsprach, mäh­rend an den Aktienmärkten die Stimmung lustlos blieb und die Kurse infolge kleiner Verkäufe zu­meist nachgaben. Infolge der anhaltenden Teil­nahmslosigkeit der Privatkundschaft blieb das Ge- schäft wiederum sehr klein. Nach Festsetzung der ersten Kurse machte sich dann immerhin einige Wi­derstandskraft geltend. Der Bericht des Konjunktur­instituts über die weiter lebhafte Investitionstätig­keit, der starke Rückgang der Feierschichten an der Ruhr und die 70prozentige Steigerung der Roh­

eisengewinnung gegenüber dem Vorjahre fanden etwas Beachtung, auch die aktive Handelsbilanz wirkte noch etwas nach. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, hielten sich die Rückgänge innerhalb eines Prozentes.

Don chemischen Werten lagen Farbenindustrie und Deutsche Erdöl knapp behauptet, während Elek­troaktien zumeist schwächer tendierten, besonders Felten mit minus 2 v. H. Gesfürel, Schuckert und Rhein. Elektro gaben je 0,75 v. H. nach, Siemens lagen unverändert. Am Montanmarkt lagen die Anfangskurse ebenfalls von 0,25 bis 0,50 v. H. leich­ter, nur Harpener blieben gut behauptet. Etwas niedriger eröffneten noch u. a. Daimler, Südd. Zucker, Cement Heidelberg, AKU. und Hapag, wo­gegen Reichsbank 0,50 v. H. anzogen. Braubank ex Dividende lagen behauptet, auch Nordd. Lloyd und Deutsche Linoleum hielten sich unverändert.

Am Rentenmarkt standen erneut späte Reichs­schuldbuchforderungen mit plus 0,40 v. H. im Vor­dergrund, Stahlverein-Bonds gewannen 0,13 v. H., Kommunal-Umschuldung, Zinsvergütungsscheine und Altbesitz waren etwa behauptet.

Im weiteren Verlaufe blieb das Geschäft ziem­lich klein, die Kurse konnten sich auf dem Anfangs­niveau zumeist gut behaupten, vereinzelt ergaben sich auch leichte Besserungen von 0,13 bis 0,25 v. H. Scheideanstalt 'kamen zunächst mit 209,25 um 2,50 v. H. fester zur Notiz, gingen aber später um 1 v. H. zurück. Farbenindustrie blieben zu 136,25 behauptet.

Am Rentenmarkt konnten sich Stahloerein-Bonds bei etwas lebhafteren Umsätzen auf 85,50 (84,75) befestigen, auch Altbesitz und Zinsvergütungsscheine zogen bis 0,25 v. H. an, während späte Schuldbuch­forderungen und Kommunal-Umschuldung unver­ändert lagen. Am Pfandbriefmarkt blieben Gold­pfandbriefe und Kommunal-Obligationen zumeist unverändert, Liquidationspfandbriefe zogen verein­zelt von 0,25 bis 0,50 v. H. an. Staatsanleihen und Auslandsrenten lagen ruhig.

Tagesgeld war zu 3,75 v. H. etwas leichter.

Abendbörse: behauptet.

Auch im Abendbörsenverkehr blieb die Umsatz­tätigkeit sehr klein. Die Kurse lagen im ganzen gegen Den Mittagsschluß wenig verändert. Farben­industrie fanden etwas Interesse und zogen ins­gesamt 0,40 v. H. an. Am Montanmarkt gaben Harpener noch 0,75 v. H., Klöckner 0,13 v. H. und Rheinstahl 0,25 v. H. nach. Knapp gehalten lagen auch die meisten Elektroaktien, nur Gesfürel konnten sich um 0,25 v. H. erhöhen. Von sonstigen Werten lagen Moenus-Maschinen 0,50 v. H. fester, Reichs­bankanteile 0,50 v. H. leichter.

Am Rentenmarkt erhielt sich einige Nachfrage nach späten Reichsschuldbuchforderungen 97,40 bis 97,50, auch Stahlverein-Bonds waren mit 85,40 bis 85,65 wieder fester, während im übrigen die Kurse bei kleinsten Umsätzen behauptet lagen. Don Stadt- anleihen kamen 6 (7) v. H. Frankfurt von 1926 nach Pause mit 86,25 (87) zur Notiz, 6 (6) o H. Frank­furt wertbest. von 1926 lagen mit 85,90 0,40 v. H. fester. Von fremden Werten gaben 3,50 v. H. Schweizer Bundesbahn um 0,50 v. H. auf 168,50 nach, oierprozentige blieben mit 179 unverändert.

11. a. notierten: Altbesitz 103,65, 6 v. H. Stahl­verein 85,40 bis 85,65. 5,50 v. H. Frankfurter-Hypo- theken-Bank-Liquidation 93,40, 5 v. H. innere Mexi­kaner 4,65, Reichsbank 142,50, Gelsenkirchen 55,50, Harpener 101,25, Kali Aschersleben 108,50, Klöckner 70,65, Rheinstahl 86,75, AKU. 57,75, Bekula 139, Conti Gummi 131,50, Daimler 44, Scheideanstalt 208, Licht und Kraft 116,25, IG. Farben 136 bis 136,25, Gesfürel 105, Metallgesellschaft 80, Moenus 76,50, Schuckert 91, Kaufhof 30,25, Zellstoff Wald­hof 45, Reichsbahn-VA. 113,40, Hapag 26,50, Lloyd 28,75.

Frankfurter Obff- und Gemüsemarkk.

Frankfurt a. M., 16. Nov. Der Gemüse- markt hatte reichliches Angebot. Nach unbefrie­digender Nachfrage verblieben Ueberstände in Wir­sing, Weißkraut, Eskarol und Feldsalat. Spinat war etwas besser gefragt. Preise weiterhin sehr gedrückt. U. a. notierten: Blumenkohl 15 bis 38, Eskarol 4 bis 8, Feldsalat, groß, 15 bis 20, klein 50, Gewür­ze!, großes Bündel, 20 bis 30, Karotten 3 bis 5, Kartoffeln, gelbe, per 50 Kilogramm, 3,40 bis 3,60, Kopfsalat 4 bis 8, Meerrettich 20 bis 25, Römisch­kohl 5 bis 6, Rosenkohl 14 bis 16, Rote Rüben 3 bis 4, Rotkraut 5% bis 7, Sellerie, je nach Größe, 8 bis 30, Spinat 4 bis 6, Schwarzwurzel 15 bis 20, Tomaten, Freiland, 15 bis 25, do. Treib­haus 40 bis 45, Weißkraut 23/< bis 3, Wirsing 3 bis 4, Weiße Rüben 3 bis 5, Zwiebeln 6 bis 6%.

Am Obstmarkt war das Angebot in Aepfeln, Birnen und Nüssen sehr stark. Nach schönen Früch­ten blieb die Nachfrage noch befriedigend, sonst war sie ungenügend. Preise für gute Auslese ge­halten, im übrigen weiter rückläufig. 11. a. notier­ten: Ananas bis 90, Aepfel I 12 bis 15, II 8

bis 10, Wirtschaftsäpfel 6 bis 8, Goldparmänen T 12 bis 15, Boskop I 12 bis 14, Renette I 10 bis 13, II 8 bis 9, Schafsnase 6 bis 8, Apfelsinen, Kiste 176, 200, 216 und 252 Stück, 20 bis 23 Mk., Tafelbir­nen I 12 bis 15, II 7 bis 10, Kochbirnen 4 bis 5, Feigen, 25 Kilogramm Sack, 8,25 bis 8,50, Hasel­nüsse, rund, 32 bis 33, lang 33 bis 36 ital, Kasta­nien 10 bis 15, Mandarinen 16 bis 20 span., Trauben 45 bis 75 holl., do. Steige, ca. 10 Kilo­gramm, 4,50 bis 5,25 span., Walnüsse 25 bis 30, 32 bis 38 rumän., 27 russ.

Frankfurter Vultermarkl.

Frankfurt a. M., 16. Nov. Am Buttermarkt übersteigt die Nachfrage weit das Angebot. Hollän­dische und dänische Butter ist ebenso wie deutsche Butter nur in kleinen Mengen am Markt. Die An­lieferungen der Molkereien aus dem hiesigen Ge­biet sind ebenfalls klein, so daß das vorhandene Angebot schlank untergebracht wurde. Die Preise für deutsche Butter blieben unverändert, ebenso dänische, während für holländische Butter in der Spitze etwas höhere Preise verlangt wurden. Es notierten in Mark pro 50 Kilogramm frei Frank­furt a. M.: Deutsche Markenbutter 145 bis 148, feine deutsche Molkereibutter 143 bis 145, deutsche Molkereibutter 140 bis 142, Landbutter 130 bis 140, dänische Butter 145 bis 148, holländische But­ter 145 bis 150.

Frankfurter Vermarkt.

Frankfurt a. M., 16. Nov. Die Zufuhren an frischen Eiern waren auch in dieser Woche außer­ordentlich knapp, deutsche Frischeier fehlen vollkom­men. Daneben kamen auch von Holland und Däne­mark nur unzureichende Angebote herein. Lediglich Rumänen, Jugoslawen und Bulgaren standen eben­so wie deutsche Kühlhauseier reichlicher zur Der« sügung. Der Verkauf an den Konsum war bei un­veränderten Preisen gut. In nächster Zeit erwartet man jedoch wieder größere Anlieferungen, zumal die Junghennenproduktion im Steigen begriffen ist. Es notierten in Pf. pro Stück frei Frankfurt am Main: Deutsche Kühlhauseier Kl. S 11% bis 11%, Kl. A 10% bis 11, Kl. B 10% bis 10%, Kl. C 9% bis 9%, Kl. D 9. Ausländische Frischeier: Bulgaren 10% bis 11%, Jugoslawen 10% bis 11%, Rumänen 9% bis 101/».

Mainzer Getreidemarkf.

Mainz, 16. Nov. Es notierten (Großhandels­preise je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen 21, Roggen 17, Hafer 16,70 ab Station, Braugerste 20 bis 20,75, Industriegerfte 19,75 bis 20, Malzkeime 16 bis 16,50, Weizenkleie 10,72 (Mühlenpreis), Roggenkleie 9,96 (Mühlenpreis), Weizenfuttermehl 13,65 bis 13,75, Biertreber 17 bis 17,25, Sojaschrot 13 nom. (Fabrikpreis). Tendenz: (Betreibe und Futtermittel fest bei knappem Angebot.

Aus aller Welt.

Ohne Führerschein am Steuer. Drei Mädchen überfahren.

In Koblenz wurden in der Dunkelheit drei über die Straße gehende Mädchen von einem Personen­kraftwagen überfahren und teils schwer, teils leicht verletzt. Nach dem Unfall flüchtete der Kraftwagenführer mit seinem Fahrzeug, auf Grund der Personalbeschreibung gelang es jedoch der Polizei, den flüchtigen Fahrer zu ermitteln, wobei sich ergab, daß er keinen Führerschein be­faß und die Nummer an feinem Kraftwagen zu Unrecht führte. Die Insassen des Personenkraft­wagens hatten nach dem Unfall den Wagen ver­lassen und sich alsharmlose Passanten" unter die Leute gemischt, die sich um die verletzten Mädchen bemühten.

Raubmörder John verhaftet.

Der Raubmörder Kurt John, der, wie bereits gemelbet, den Kraftwagenbesitzer Pietsch aus Seioenberg (Oberlausitz) ermordet hat, ist von der sächsischen Gendarmerie verhaftet worden. John wurde von einem Arbeitsdienstmann im Walde bei Königswartha, Amtshauptmannschaft Bautzen, gesehen. Der Arbeitsdienstmann machte so­fort die Gendarmerie auf den Gesuchten aufmerk- jam; diese nahm sogleich zusammen mit der Kri- minalpolizeit die Verfolgung des Täters auf, der zu fliehen versuchte, so daß die Beamten auf den Flüchtenden mehrere Schüsse abgaben, die ihn je­doch nicht trafen. Da John einsah, daß jede weitere Flucht zwecklos sei, stellte er sich seinen Verfolgern. Er leistete keinerlei Widerstand und gab zu, der ge­suchte John zu fein. Der Raubmörder hat nach feiner Einlieferung in das Görlitzer Gerichtsge­fängnis einem Gendarmeriewachtmeister gegen­über ein umfassendes Geständnis abgelegt. Er er­klärte, die Tat allein ausgeführt zu haben. Als Grund für den Mord gab er an, er habe bei dem Ermordeten einen Geldbetrag in Höhe von 50 Mark vermutet, den er an sich habe bringen wollen. Bei feiner Vernehmung gab der Mörder weiterhin zu, daß er vor diesem Verbrechen einen anderen Mord geplant hatte.

Neun Jahre Zuchthaus für einen Revolverhelden.

Das Berliner Schwurgericht sprach den 30jähri- gen Rudolf H a l a m a, der auf der Geburtstags­feier feiner Frau feinen Schwiegervater durch Re- voloerfchüsfe tötete und zwei Personen ver­letzte, des vollendeten Totschlags in einem Falle und des versuchten in zwei weiteren Fällen für fchuldig und verurteilte ihn zu neun Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Das Gericht hielt dem Angeklagten zugute, daß er sich durch die unglücklichen Familienverhältnisse, in denen er lebte, in einer ständigen Aufregung be­fand. Andererseits glaubte es ihm aber wegen seiner persönlichen Rücksichtslosigkeit, seines krassen Egoismus und der Schwere der Folgen eine ganz nachdrückliche Strafe auferlegen zu müssen.

Angetrunkener Motorradfahrer fährt in eine SA.-Kolonne.

Der Motorradfahrer Hans Bartsch aus Dan­zig fuhr in einen von Danzig nach Langfuhr mar­schierenden SA.-Sturm hinein. 20 SA.-Männer wurden umgerissen, vier davon wurden mit er­heblichen Verletzungen (Gehirnerschütterungen, Wirbelsäulenverletzungen und Knöchelbrüchen) ins Krankenhaus eingeliefert. Das Motorrad überschlug sich bei dem Anprall. Der Motoradfahrer wurde

verhaftet. Der SA.-Sturm war, wie behördlicher- feite festgestellt worden ist, vorschriftsmäßig mit Schluß- und Seitenlichtern ausgerüstet.

Schwere Anwetterschäden in Italien.

Sechs Fischer ertrunken.

Gewaltige Regengüsse haben in Genua und längs der ligurischen Küste große Ueberschwemmun- g e n verursacht. Die Keller, Kaufläden und Waren­lager des tiefergelegenen Stadtteiles von Genua wurden unter Wasser gesetzt, Straßen und Plätze überschwemmt. In Gornigliano wurde eine Farben-

Mir alle helfen!

Wir alle geben!

Eintopfs pende!

fabrif durch Erdrutsch verschüttet. In Voltri hat das Hochwasser eine 7 Meter hohe Fabrikmauer zum Einsturz gebracht. Bei Rom richtete eine Wasserhose großen Schaden an. An der Nord­küste von Sardinien kenterten zwei Fischer­barken und gingen unter. Die sechs Insassen sind ertrunken.

Rundfunkprogramm.

Sonntag, 18. November.

6.35 Uhr: Hafenkonzert. 8.15: Nachrichten. 8.25: Gymnastik. 8.45: Choralblasen. 9: Katholische Mor­genfeier 9.45: Deutsches Schatzkästlein. Die Wel­tesche Pgdrasil. 10.15: Chorgefang. 11: Bekenntnisse der Zeit: Georg Stammler:3m Herzschlag der Dinge" 11.15: Hausmusik. 12: Mittagskonzert. I. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Kinderstunde. 14.30: Eine halbe Stunde Lettland. 15: Stunde des Lan­des. 15.25: Nachmittagskonzert. 17: Reichsbauern- tag 1934. Bauerntumsabend auf dem Osterfeld. 17.50: Jugendfunk. 18.10: Unterhaltungskonzert. 19: Reichsbauerntag 1934. Schlußsitzung des Kongresses im Kongreßzelt auf dem Osterfeld. Es spricht: Reichsbauernführer Walter Darre. 19.35: Sportbe­richt. 19.40: Waldmeister. Operette in 3 Akten von Johann Strauß. 21.30: 5. Meisterkonzert des Deut­schen Rundfunks. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrich­ten aus dem Sendebezirk. 22.30: Der Zeitfunk bringt den Sportspiegel des Sonntag. 22.30: Vom Deutschlandsender: Aus dem Sportpalast Berlin: Funkbericht vom Internationalen Eishockey.

Montag, 19. November.

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. 6.30: Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 7: Frühkonzert. 8.30 bis 8.45: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrich­ten. 15.15: Kinderstube. 15.30: Bücherfunk. 15.45: Jugendfunk. 16: Nachmittagskonzert. 18: Jugend­funk. Die Trommel ruft. 18.15: Bücher, die uns erwarten. 18.25: Neue deutsche Dichtung. 18.35: Aus Wald und Flur. 18.45: Unterhaltungskonzert. 19.45: Das Leben spricht! 20: Nachrichten. 20.10: Volk und Wirtschaft an der Saar 20.30: Bauern­zug. Ausfahrt und Rückkehr deutscher Bauern in die Heimat. 21.10: Neue Klaviermusik. 21.30: Tanz­musik. 22: Nachrichten 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Heitere Lieder. 23: Tanzmusik.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß». Schluß».

Stutz' Abend- Schluß- Mittag- kurs b8r(c fort b8rft

15.11. | 16.1b

16-11 -

15-11

26,75

26

26.5

o

Banknoten.

27,75

o

12,13

8

8

8,3

7.13

11,75

o 0

0 0

0

81,25

98,75

56,25

102,25

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71,5

72

115,5

70,65

71,65

26,5 24

0

0

12

0 0

0

6

6 0

Ü

80,4

98,5

55,5

101,25

81

98,5

56,75

102,5

73,65

26,13

139,4

98,5

116.4

70,5 104,75

99,25

91,25 134,75 118,65

69

71

143

27,4

1,2

7,5

26,25

139,5

99,5

116

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105,5

99

92,25

135,25

118

28,75

75,5

94

67,75

69

71

142,5

26,65

139,75

99,5

116,4

71,5 105,75

99,25

92. 25

135

118,75

69,75

71

142

28,75

75,25

93

67

28,75

75,5

94

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69,75

71

142

28,75

74,75

93,75

67

116,75

71

71,75

26,25

139

99

116,25

71

105

98,9

91

135,5 118,25

80,5 98,25

55,4 10?

72,75

144 115,5 70,75

71,75

27,5

1,15

7,6

7,13

7,85

7,05

7,3

11,75

4,25

6,9

3,9

33,8

27

1,2

7,5

7,25

7,13

12

8 4,3 6,8

4 33,5

8

4,5

6,8

4

33,5

4.3

6,95

3,9

.vran.iui ... -UL

Buderus

Deutsche Erdöl

Gelsenkirchener Harpener.................

Hoesch EisenKöln-Neuessen

Ilse Bergbau

Ilse Bergbau Genüsse Klöcknerwerke Mannesmann-Röhren

A.E.G......................

Bekula Elektt. LieferungSgesellschaft... 6 Licht und Kraft ............. g

Kelten & Guilleaume........ o

Gesellsch.f.Elektr.Unlernehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........5

SchuckertLCo.......... 6

Siemens L Halske..... 7 Lahmeyer L Eo.............*jo

4% Oesterretchische Goldrente.... 4,20% Oesterretchische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 AVi% desgl. von 1913..........

16% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 .4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie 1.....................

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe Der zuletzt beschlossenen Dividende an Relchsbankdiskont 4 o. H, Lombardzinsfuß 5 v. H.

Hamburg-Amerika-Paket Hamburg-Südam. Dampfschiff. Hansa-Dampfschiff...........

Norddeutscher Lloyd A G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz, und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................

Dresdner Bank ......

Retchsbank ........... :

Datum

4% desgl. Serie 11 ............

5% Rumän. vereinh. Rente v. I9c3

4Vr%Rumän.vereinh.Rentev.i913

4% Rumänische vereinh. Rente ..

214% Anatolier ...............

Franttun a.M.

Äerlin

Schluß- lurs

Schluß?. Abend­börse

Schluß- turü

Schluß!. Miitag- börle

Datum

15-11-

16-11-

15-11-

16-11-

Mansfelder Bergbau.......

.. 0

75,25

75,25

74,75

Kolswerle ...............

.. 0

91

90,75

Phönix Bergbau..........

.. 0

44,25

44

44,5

43,75

Rheinische Braunkohlen ....

Rheinstahl...............

. 10

213

212,25

213,5

213

.. 0

87,75

86 75

87,4

87

Bereinigte Stahlwerke......

.. 0

37 75

37,25

37,9

37,13

Ltavi Minen .............

.. 0

12

12

12,13

12

KaliwerkeMchersleben......

.. 6

109

109,25

109

Kaliwerke Westeregeln......

Kaliwerke Salzdetfurth.....

.. 6

109

109

109

iVi

149

149

148,25

148,75

I. G. Farben-Jnvustrie.....

.. 7

136,4

136,25

136,4

135,9

Scheideanstall.............

.. 9

207

208

Goldschmidt ..............

.. 0

88,25

87,5

88,25

88

Rütgerswerke .............

.. 0

37,4

37

93,9

93

Metallgesellschaft...........

. 0

80

80

80,5

80

Philipp Holzmann.........

Zementwerk Heidelberg ....

.. 0

74

73,75

74

73,75

.. o

109

108,75

Cementwerl Karlstadt.......

.. 0

134

134,25

Schultheis Patzenhofer

.. 0

100,5

100,13

Mu (Allgemeine Kunstseide)

.. 0

58,13

57,75

58,4

58

Beinberg................

.. 0

134,75

133,25

134,75

134

Zellstoff Waldhos ..........

.. 0

45,5

45

45,5

45,5

Zellstoff Aschaffenburg .....

.. 0

60,25

60,75

60,75

61,25

Dessauer Gas .............

.. 7

117,13

117,65

Daimler Mo Wien..........

.. 0

45

44

44,65

44,13

Deutsche Linoleum.........

.. 0

59,75

69

60

60

Orenstein & Koppel ........

.. 0

83,25

84

Leonhard Tieh ............

.. 0

30,25

30,25

30,5

30,4

..10

216.5

217,9

217,25

Attumulatoren-Fabrik......

.. 0

160

160

160

Conti-Gummi.............

.. 0

133,13

131,5

132,75

131,75

Grttzner......... ------

.. 0

27,5

27

Mainkraftwerke Höchst a.M..

" i

83

82,5

184

Süddeutscher Zucker.......

.. 8

184,5

183,5

185

Jrannur. a. -Ul.

Öen.

Schluß- lurü

Schlußk. Abend- börse

Schluß- lurs

Schlußl. Mittag, börse

Datum

15.11

16-11-

15-11-

16-11-

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927

96,75

96,5

96,4

96,4

6% ehem.7% Dl. Reichsanl.v. 1929 5%% Doung-Anleihe von 1930 ..

95,1

95,4

95,5

95,5

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rechten .............

103,25

103,65

103,13

103,65

DeSgl. ohne Auslos.-Rechte......

6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929

96,25

96,25

96,25

(rückzahlb. 102%)............

96,25

6% Hess. Landesbank Darmstadt

Gold R. 12..................

93

93

93

93

6%% Hess. Lander-Hypotheken- bank Darmstadt Ltqui.........

93

Oberhessen Provinz-Anlethe mit

Auclo,.-Rechten ..

- -

Deutsche Komm. Sammelabl. An-

leihe Sene 1 mit Auslos.-Rechten

100,9

100,5

100,9

100,75

6% ehem. 8% Arants. Hyp.-Bank

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

92,75

92 75

'IT

92,75

6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936

92,75

92,75

_

92,75

6'/2% ehem. 454% Franks. Hyp..

Bank-Liqu.-Pfandbrtefe......

92.9

93,4

6/z% ehem. 4>/r% Rheinische Hyv.-Banr-Liqu.-Goldpfe. .

93,75

93,9

93,5

94

6% ehem. 8% Pr. Landespfand­briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

94,75

94-75

94,75

94,75

6% ehem. 7% Pr. Landespfand.

briefanstalt, Pfandbriefe R. 10

94,75

94-75

94 75

94,75

Steuergutsch. Verrechnungskurs.

102,5

102,65

102,5

102,65

15. November

16.November

Amtliche Meld

Notierung

25ric

Amtliche Notierung

Geld

Lrie

Buenos Atrer

0,629

0,633

0,629

0-633

Brüssel-----

58,17

58,29

58,17

58,29

Rio de Jan.

0,204

0,206

0.204

0-206

Sofia ......

3,047

3,053

3-047

3-053

Kopenhagen.

55,44

55,56

55-51

55-63

Danzig.....

81,07

81,23

81-02

81,18

London .....

12,415

12,445

12,435

12,465

Helsingfors..

5,485

16,38

5,495

5-485

5,495

Paris ......

16,42

16,38

16-42

Holland ...

168,10

168,44

168,10

168-44

Italien.....

21,30

21,34

21,30

21,34

Japan......

0,724

0,726

0,725

0,727

Jugoslawien

5,694

5,706

5,694

5-706

Lslo..... :

62,39

62,51

62-47

62,59

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon ....

11,28

11,30

11,285

11,305

Stockholm...

64,02

64,14

64-10

64,22

Schweiz ....

80,77

80,93

80,65

80-81

Spanien....

34,00

34,06

33,97

34-03

Prag.......

10,375

10,395

10,375

10,395

Budapest ...

Neuyork...

2,490

2,494

2.490

2,494

LerllnJ 6-November

Geld

'2toef

Amertkanyche Noten..............

2,441

2,461

Belgische Noten..................

57,91

58,15

Dänische Noten .................

55,31

55,53

Englische Noten .................

12,385

12,425

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

16,34

167,59

16,40

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

21,08

62,25

21J6

62,49

Deutsch Lesterreich, 4 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

63,87

64,13

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

' 33,86

34,00

Ungarische Noten................