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zelne in den Dienst der Gemeinschaft der Nation. Als das Volk im ganzen sich der Gefahr bewußt wurde, die der Gemeinschaft und damit jedem ein­zelnen galt, da erstand in ihm neu der Begriff der Kameradschaft, da erlebte die Nation Kameradschaft.

In seiner ganzen eindringlichen Kraft aber erfuhr draußen im Feuer der Frontsoldat das, was eigentlich in ihrem tiefsten Sinne Kameradschaft bedeutet. Soldaten und Kameraden, diese Begriffe gehören ganz eng zusammen, Soldat sein, ohne Ka­merad zu sein, ist im Feuer der Schlachten unmög­lich. Woran der einzelne früher vielleicht nie ge­dacht hätte, das wurde hier in dem unerbittlichen Ernst der Front zu einer Selbstverständlichkeit: Einsatz des Lebens, Einsatz wirtschaftlicher, mensch­licher, sonstiger Vorteile, Opfer des Letzten für den andern, Opfer auch dann, wenn es für den Augen­blick schier unvernünftig schien, Opfer oft nur um 'des Opfers selbst willen.

Wenn in den Großkampftagen vor Verdun, in Flandern oder an der Somme die Essenträger zurückgeschickt worden waren, um Verpflegung und Post, um Munition und Meldungen zu holen für die Kameraden, die in den Erdlöchern der vorder­sten Stellung unter grauenhaftestem Feuer aushiel­ten, welche Macht der Erde wäre imstande gewesen, diese Männner durch die Hölle des Sperrfeuers in den fast sicheren Tod zurückzusenden zu ihren Kame­raden nach vorne, wenn sie selbst es nicht gewollt hätten? Me Strafen der härtesten Disziplin reichten nicht an Das Schwere heran, das sie auf dem Weg nach vorn erwartete. Wie kann den Mann, der rm Begriff ist, in eine Stellung zu gehen, in der ihm tausend Tode drohen, noch die Drohung mit der Todesstrafe schrecken können? Und dennoch gingen sie vor mit einer ruhigen Selbstverständlichkeit, ob­wohl sie ganz genau wußten, wohin sie gingen und daß sie besonderes Glück haben würden, wenn sie heil bis zu ihren Kameraden kommen würden. Sie gingen vor, weil sie wußten, wie sehr die Kamera­den vorne warteten auf das, was sie zu bringen hatten. Weil sie wußten, daß die Kameraden vorne ihnen vertrauten genau so, wie sie sich auf die Ka­meraden unbedingt verlassen konnten. Sie wußten, daß, wenn ihnen etwas zustößt, ihre Kameraden alles versuchen würden, was nur menschenmöglich ist, ihnen zu helfen. Wieviele haben ihr Leben ge­lassen, als sie schwerverwundete Kameraden zu ber­gen sich bemühten, die zwischen den Gräben im Drahtverhau oder im Feuerbereich des Feindes lagen und um Hilfe riefen!

Wie hätte die Front ihre Aufgabe erfüllen kön­nen, wenn nicht jeder einzelne Mann, wenn nicht jeder Truppenteil sich fest darauf verlassen konnte, daß die Nachbartruppen rechts und links ihre Auf­gabe mit gleicher Selbstverständlichkeit erfüllen würden bis zum letzten Mann. Tagelang hielten sie im furchtbarsten Feuer aus, weil sie wußten, den anderen ging es ähnlich so, weil sie wußten, daß es auf ihr Aushalten ankam, damit die Kame­raden ihre Pflicht erfüllen, damit die Front ihr Ziel erreichen kann. Und wenn die Gruppe zu­sammengepfercht im Erdloch hockte, abgesperrt von der Welt und von allen anderen durch rasendes Trommelfeuer, gepeinigt von Durst und Hunger, weil neue Verpflegung nicht herankommen konnte, dann wurde dennoch die letzte Feldflasche nicht an­gerührt, damit ihr Inhalt noch Verwundete laben konnte. Und wenn dann noch einer irgendwo eine letzte Zigarette fand, so war das ein Schatz, der mit Selbstverständlichkeit zwischen allen geteilt wurde, jeder bekam einen Zug, keiner wurde über­sehen. Und diese kleineKippe" einer schlechten Pfennias-Zigarette war vielleicht für jeden in dieser Lage der größte denkbare Genuß. Der letzte Bissen Brot, der letzte Schluck aus der Feldflasche wurde zwischen denen, die ganz vorne lagen, geteilt.

Man war gegenseitig auf sich angewiesen, auf Tod und Leben, und man hielt die Kameradschaft auf Tod und Leben. Nur auf ihr, auf dieser in der größten Not und Gefahr eisenhart geschweißten Kameradschaft, auf dieser Sicherheit, mit der sich ein jeder auf den anderen verlassen konnte bis zum letzten, stand die Front. Stand sie besonders in den letzten Jahren des Krieges zu einer Zeit, da keine Macht der Welt stärkere Mittel aufzuwenden hatte als die Gefahren, unter denen der Soldat der Front ständig stand und bis zum letzten Tage selbst­verständlich seine Pflicht erfüllte.

Wehe der Truppe, in der diese Kameradschaft zu Bruch ging! Wehe der Nation, in der diese Kame­radschaft zwischen Heimat und Front verloren ging! Nichts hat verheerender auf die Kampfkraft unserer Truppen gewirkt, als die Zustände, die in den letzten Jahren in manchen Gebieten der Etappe ein­rissen, wo Leute, die vor den Gefahren der Front sicher waren, gut lebten und alles hatten, was der Frontsoldat vorne entbehren mußte. Als im Novem­ber 1918 jene Etappe die Kameradschaft der Front gegenüber vergaß, da erst brachen Teile der Front zusammen. Als in dieser Zeit gewisse Kreise der Heimat die Kameradschaft der Nation zerstörten, da brach das Reich zusammen. Der Verrat an der Kameradschaft der Nation war die Ursache des furchtbaren Niederganges unseres Volkes, der schwe­ren Jahre, die das deutsche Volk von nun an durch- zumachen hatte.

Diejenigen aber, die die echte tiefe Kameradschaft der Front erlebt hatten, wurden nicht müde in den Jahren des Niederganges, sie blieben zusam­men undkämpften,bis dieserGeist der Front siegreich wurde im Volk. Das Dritte Reich ist geboren aus dem Geiste der Front. Es ruht mit allen seinen Wurzeln in dem Wesen der echten Kameradschaft. Der Geist der Kameradschaft, wie ihn die vorderste Front kannte, soll und muß Gei st und Wes en der ganzen Nation werden. Das Deutsche Reich ist von Gefahren um­geben und steht im schwersten Lebenskampf. Es muß sich durchsetzen gegen starke, mächtige und unser Wesen tief hassende Gegner. In diesem Kampf um seine Lebensgrundlage und um sein Lebensrecht muß das ganze Volk zusammen st ehen in festester Kameradschaft. Derjenige, dem es besser geht im wirtschaftlichen Leben soll abgeben von dem, was er hat, an den anderen, der noch Not leidet.Abgeben nicht von seinem Ueberfluß, sondern mehr. Erst durch und im Opfer erweist sich die echte Kameradschaft. Das ist der Sinn des großen Winterhilfswerks der Nation, zu dem der Führer, der Frontsoldat Adolf Hitler, das ganze deutsche Volk aufgerufen hat. Die alten Frontkämpfer, die selbst gespürt und er­lebt haben, was die Kameradschaft in der größten Not bedeutet, werden diesem Ruf ihres Kameraden und Führers, als erste unter allen folgen. Sie, die in schwersten Augenblicken Kameradschaft bis aufs äußerste erlebt haben, die der Kameradschaft der anderen heute ihr Leben verdanken, werden sich auch jetzt in vorderster Front dafür einsetzen, daß die einstige Kameradschaft der Front heute zur vor­bildlichen Kameradschaft der ganzen Nation wird.

'IX'

irtschastliche Belebung

in den Städten Hamburg und Bremen

Neben Bremen, bas vor allem als Einfuhr­hafen für Baumwolle in Betracht kommt, ist H a m - bürg die größte der deutschen Hansestädte, als Handels- und Industriestadt unter dem neuen Re­gime auf dem Wege des Wiederaufstiegs. Schon daß die Arbeitslosenziffer zurückgeht, ist beispielhaft. Als der Führer die Regierung über­nahm, zählte Hamburg 160 000 Arbeitslose. Die In­dustrien mußten sich immer mehr einschränken. Aber seitdem sind über40v. H. derArbeitslosen wieder beschäftigt worden. Das ist um so anerkennenswerter, als Hamburg, der Haupthafen Deutschlands, infolge der Störungen und der Schrumpfung des Handels zwischen den Ländern ganz besonders hart getroffen worden ist. Man hat in Hamburg zielbewußt damit begonnen, sich auch wirtschaftlich zu sanieren. Das bei der Macht­übernahme Vorgefundene D e f i z i t von über sechzig Millionen Mark wurde durch Einsparungen auf 28 Millionen Mark heruntergedrückt. Die alten G ä n g e v i e r t e l sind niedergerissen, und am 1. Dezember wird mit dem Aufbau der neuen Häuser begonnen. Gerade diese Gänge- viertel waren nicht nur der Unterschlupf von Ver­brechern, sondern wurden auch von den Aermsten als Wohnstätten benutzt. Nichts aber ist deprimieren­der als das Wohnen in Elendsquartieren.

Der Wiederbelebung der hamburgischen I n d u ° strie entspricht nur teilweise die des Handels. Aber auch hierfür sind die Aussichten gut, die vor allem das enalisch-deutsche Zahlunas- ob tommen dem einzelnen Exporteur und Im­porteur wieder Bewegungsfreiheit gibt und ihn von den Sprüngen des Amtsschimmels befreit. Da­her ist dieses Abkommen gerade in Hamburg, wo

vielfältige Handelsbeziehungen zu England vor. Händen sind, mit besonderer Freude begrüßt worden. Der Aufschwung zeigt sich auch im Schiffsver­kehr. Im September war der W a r e n e i n g a n g in Hamburg mit 1 077 000 Tonnen um 43 000 Ton­nen höher als im August, während er im September 1933 nur 941000 Tonnen betrug. Der Waren- a u s g a n g betrug für Hamburg im September 1934 562 000 Tonnen gegen 541 000 im September 1933. Schon darin zeigt sich der Aufschwung, der übrigens auch die zweite Hansestadt Bremen erfaßt hat,' da dort der Wareneingang 254 000 Tonnen betrug gegen 191 000 im Jahre 1933 und der Warenausgang 347 000 Tonnen gegen 200 000 lm Jahre 1933. Trotz der großen Absatzschwierig­keiten ist also der Warenoersand erheblich gestiegen, am stärksten in Bremen. Die Steigerung in Ham­burg betrifft neben Rohstoffen auch wichtige Fertig­waren wie Metallwaren, Chemikalien und Maschi­nen. In Bremen sind die höheren Zahlen durch erhöhte Kohlenverschiffungen erreicht worden. Für Bremen ist besonders wichtig, aber auch in zweiter Linie für Hamburg, daß die Ver­einigten Staaten beabsichtigen, eine halbe Million Baumwollballen gegen deut­sche Waren einzutauschen, denn der Rückgang des Baumwollversandes der USA. zwingt zu einer Abhilfe, weil der Baumwollbestand zu Anfang August bereits 10 Millionen Ballen betrug, dazu kommt die diesjährige Ernte von 9,6 Millionen und die voraussichtliche nächste Ernte von 11,8 Millionen Ballen. Eine Belebung des amerikanischen Tausch­geschäftes würde naturgemäß die der ganzen Hanse­städte nach sich ziehen.

Feierliche Vereidigung des Reichsbauernrates auf den Führer.

Goslar, 16. Nov. (DNB.) Im großen Saal der Kaiserpfalz fand die feierliche 23ereibigung des Reichsbauernrats und des nationalsozialistischen Führerkorps im Reichsnährstand auf den Führer statt. Der Reichsbauernführer strich noch einmal das Wichtigste über Wesen und Bedeutung und Aufgabe des Reichsbauernrates heraus, der den grundsätzlichen, nationalsozialistischen Gedanken­gängen entstamme. Nach einer außerordentlich klaren Formulierung des grundsätzlich Verschiedenen und Neuen in der nationalsozialistischen Auffassung hob der Reichsbauernführer dann das Aufgabenge­biet des Reichsbauernrates heraus, der aus der Kampftruppe des agrarpolitischen Apparates als eine Auslese innerhalb der Landbe­völkerung, die ihre Führerbegabung auf einem durch und durch antiliberalen Grundsatz unter Be­weis gestellt hatte, erwachse. Alle Führung sei im­mer eine Fragedes Charaktersund des Könnens, nicht eine Frage des intellektuellen Wissens. Der Reichsbauernrat habe den alten Kampfgeist des agrarpolitischen Sturmbataillons der NSDAP, in einer Sondereinrichtung zu erhalten, damit künftig die Führung des deutschen Bauerntums im Geiste dieser Kampfgemeinschaft weitergeführt werde. Da­mit dieser Geist in jedem Mitglied des Reichs- bauernrates über dem Kleinkram des Alltags er­halten bleibe, gebe ich den Mitgliedern jetzt und für alle Zukunft einen Richtspruch mit, nach dem sie sich stets ausrichten können und ihr Tun und Handeln zu überprüfen vermögen.Handle als Deutscher st e t s so, daß dich dein Volk als Vorbild erwählen kann!"

Stehend hörten die Mitglieder des Reichsbauern­rates dann die abschließenden Worte des Reichs­bauernführers, mit denen er ihnen sagte, daß der Mann, der sie gelehrt habe, für die Gesetze des Blutes zu kämpfen, und der sie in diesen Kampf geführt habe, Adolf Hitler, nun auch der gesetzlich anerkannte Führerdes gan­ze n Volkes fei, auf den sie nun den E i d der Treue und des Gehorsams bis zum Tode leisten sollten. Wie ein Mann erhoben die

Mitglieder des Reichsbauernrates die Schwurhand und sprachen Satz für Satz dem Reichsbauernführer die Worte des feierlichen Schwures nach:Wir schwören dir Adolf Hitler Treue und Tapferkeit. Wir versprechen dir und den von dir bestimmten Vorgesetzten Gehorsam bis in den Tod so wahr uns Gott helfe."

Vauemland

Bürgschaft des Friedens.

Der Reichsbauernführer empfängt die ausländischen Abordnungen.

Goslar, 16. Nov. (DNB.) Am Freitag empfing der Reichsbauernführer die in Goslar weilenden Bauernführer Englands, Polens, Frankreichs, Un­garns, Dänemark, Norwegens, der Tschechoslowakei, Lettlands sowie den Vertreter des Internationalen Arbeitsamtes in Genf. Der Reichsbauernführer führte aus, in Goslar werde der Versuch unternom­men, die völlig desorganisierte Wirtschaft, die ja nicht nur in Deutschland, sondern auch in ganz Europa sich in Schwierigkeiten befände, auf einem neuen Weg in Ordnung zu bringen. Das könne nur geschehen, wenn man sich auf die Grund­lage stelle, die unsere Vorfahren als solche betrach­tet hätten: auf die Agrarbafis. Jedes Land müsse die Fragen nach seiner Eigenart lösen. Der Reichsbauernführer wies dann auf die Zusammenarbeit mit Polen hin, die be­reits bewiesen habe, daß man dasselbe wolle, wenn auch auf verschiedenen Wegen. Durch eine solche Aussprache bekomme man Verständnis für die gesamte Lage und aus diesem könne man zu einem neuen wirtschaftlichen Prinzip kommen, aus dem sich der Friede ergebe, der heute d i e dringlichste Aufgabe in Europa fei. Ge­rade die Bauern Europas fetzten in jeder kriegeri­schen Entwicklung nicht nur das Leben, sondern alles ein: denn die Kriegsfurie gehe anders über die Höfe und landwirtschaftlichen Betriebe hinweg, als über Städte, Berufe und Stände, die nicht mit dem Lande verwurzelt feien.

Fiireine freie Abstimmung im Gaargebiet

Die Pleite

der Abstimmungsfälfcher.

85% der Streichungsanträge abgelehnt.

(Saerbrücfen, 16. Nov. (DNB.) Die Abstirn- mungskommission machte am Freitag genauere Angaben über die Zahl der bei ihr eingelaufenen Einsprüche gegen die vorläufige Lifte der Ab­stimmungsberechtigten. Die Gesamtzahl der Ein­sprüche belaufe sich auf 107 145. Davon sind etwa die Hälfte als berechtigt anerkannt worden. 28 258 Einsprüche bezweckten die Berich­tigung geringfügiger Fehler in den aufgestellten Listen, die fast ausschließlich gutgeheißen wurden. 32 000 Einsprüche lauteten auf Neueintra - gung in die Liften; davon wurden 5 6 v. H. an­erkannt. Bemerkenswert ist, daß von den 46 000 Anträgen auf Streichung nur 15 v. H. gutgeheißen wurden. Bei den rest­lichen 85 v. H. handelte es sich um die planmä­ßigen Sabotgeversuche der Abstim- mungsfälscher in den Reihen der Separati­sten. Besonders aufschlußreiche Arbeit haben die Abstimmungsfälscher im Kreise Merzig geleistet, wo sie 3343 Anträge auf Streichung stellten, wovon nur 78 berechtigt waren.

bischöfliche Anweisung für die Geistlichen im Gaargebiet.

Saarbrücken, 16. Nov. (DNB.) Die Bi­schöfe von Trier und Speyer haben fol­gende Verfügung erlassen:

Alle Geistliche werden angewiesen, im Geiste der Reichskonkordats sich jedes öffentlichen Auftretens in politischen Versamm­lungen im Saargebiet zu enthalten. Auch auf der Kanzel und in der katholisch-kirchli- scheu Vereinstätigkeit ist die gleiche Zurückhaltung geboten. Diese Anweisung gilt auch für alle fremden im Saargebiet s i ch aushal- tenden Priester. Diese Priester sollen es ver­meiden, auf der Kanzel politische Zeitungen, Zeit­schriften oder Bücher zu empfehlen. Was wir durch

diese Anweisung vermeiden wollen und müssen, ist die Hineintragung der Politik in die Kirche und Seelsorge. Unsere Anweisung berührt nicht die sittliche Pflicht der Liebe zum a n- ge stammten Volkstum und der Treue zum Vaterland. Diese Liebe und Treue sind vielmehr nach der katholischen Lehre sittliche Tugenden. Die Priester wie auch die Laien mö­gen nicht vergessen, die ernste und wichtige Frage der A b st i m m u n g im Gebete und Opfer dem allgütigen und allgerechten Gott zu empfehlen.

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Die Katholiken des Saargebietes, fo schreibt die katholische Landeszeitung, nehme diese An­weisung ihrer Oberhirten mit großer Genug­tuung und der selbstverständlichen Ehrerbietung hin, die sie der kirchlichen Autorität schulden. Sie sind überzeugt, daß diese Disziplinarmaßnahme notwendig war und dem Frieden und der Seel­sorge dient, aber nicht minder auch i m I n t e r e s s e von Vaterland und wahrer Volksge­meinschaft liegt.

Evening AewS" schüttelt Herrn Knox ab.

Die beste Sicherheit für ihn ist heimzukehren

London, 16. Nov. (DNB.)Saar-Wahn­sinn" ist das Urteil desEvening News" über die gestrige Unterhausaussprache zur Saarfrage. Das Blatt nennt den Vorschlag Lord M a r l e y s, die britische Regierung solle zwei Bataillone nach dem Saargebiet entsenden, dumm und gefährlich. Weder die Saarabstimmung, noch der Völkerbund selbst seien die Knochen eines britischen Grenadiers wert. Zu der vom Wortführer der Regierung, Lord Stanhope, ausgedrückten Besorgnis über die Sicherheit d o n Knox, der von Scotland Pards Geheimpolizisten bewacht werde, bemerktEvening News":Nach unserer Ansicht ist die angemessenste Weise, Knox von Schaden fernzuhalten, wenn man ihn auffordert, nach Hause zurückzukehren. Wenn dies nicht geschieht, so sollte ihm zumindest klargemacht wer­den, daß er ein Angestellter des Völker­

bund srates und daß niemand anders als dieser für ihn verantwortlich ist. Zu der vom Premierminister Anfang der Woche abgegebe­nen Erklärung, daß die britische Regierung feine Verantwortung für die Dormaligen britischen Offiziere trage, die vom Völkerbundsrat für die Saarpolizei rekrutiert werden, fragt das Blatt: In welcher Hinsicht ist Knox' Stellung von der dieser Polizisten verschieden?"

Oie studentische Erziehung.

Berlin, 16. Nov. (DNB.) Dr. med. Geh Wagner, der Beauftragte der Partei für Hoch, schulsragen, schreibt zum jüngsten Erlaß des Reichs. erziehungsminifters u. a.:

Durch die unter dem 14. November 1934 oom Reichserziehungsminifter an den Reichsführer der deutschen Studentenschaft gegebene Weisung find an den deutschen Hoch- und Fachschulen klare Der. hältnisse geschaffen worden. Die gesamte polj. tisch-weltanschauliche Erziehung ber Studentenschaft übernimmt in Zukunft aus. schließlich der NS D. -Studenten b und und damit die Verantwortung für diese Erziehung bie NSDAP. Der NSD.-Studentenbund ist eine Gliederung der Partei. Die örtliche. Hoch- und F a ch s ch u l g r u p p e n f ü h r er roerber auf Vorschlag bes Neichsamtsleiters bes Studentenbunbes vom zuständigen Gau. I e i t e r als Hoheitsträger der Partei ernannt. Die Richtlinien für ihre Arbeit erhalten sie vom Reichs, amtsleiter des NSD.-Studentenbundes.

Mit der gleichen Anweisung des Reichserziehungs- minifters, die dem Studentenbund ausdrücklich bie R?c^' mg ber Kameradschaftserziehung üp' ,t, erfolgt endlich auch eine Klärung dieser in dcn letzten Wochen so stark erörterten und um­strittenen Frage. Die diesbezügliche Verfügung des Studentenschaftsführers Feickert ist außer Kraft gesetzt. Es wird in Zukunft an jeder Hochschule wo notwendig auch an den Fachschulen ein Kameradschaftshaus des NSD. - Stu« bentenbunbes geben. Die staatlichen Käme« radfchaftshäufer kommen damit in Wegfall. In diesem Kameradschaftshaus des NSD.-Studenten- bundes sollen die Mitglieder des NSD.-Studenten- bundes und damit der Führernachwuchs im Gemeinschaftsgeist der NSDAP, geschult werden. Ob neben diesem Kameradschaftshaus des Stu- bentenbunbes von den Korporationen noch weitere Wohngemeinschaften errichtet werden, bleibt den Korporationen selb st über« lassen. Die NSDAP, lehnt es jedenfalls ab, einen Zwang in dieser Richtung auszuüben. Kor­porationen, die ihre bisherige Form derjenigen ber Wohngemeinschaft vorziehen, werden von ber NSDAP, nicht als zweitrangig angesehen werben; denn die Partei betrachtet die Kameradschaftser- ziehung innerhalb der Korporationen nicht als not­wendige Voraussetzung für nationalsozialistische Er­ziehung und Bewährung.

Berliner Kundgebung der 71(5. - Kriegsopserversorgung.

Berlin, 16. Nov. (DNB.) Die NS.-Kriegs- opferoersorgung hatte zu einer Kundgebung einge­laden, auf der Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner, der selbst Schwerkriegsbeschädigter ist, und Der Kriegsopferführer Oberlindober spra­chen. Oberlindober erklärte, wenn von den 350 000 vor einem Jahr erwerbslosen Kriegsopfern heute nur noch 60 000 ohne Arbeit feien, so bedeute da; einen schönen Erfolg, es sei zu hoffen, daß in Jahresfrist auch der letzte, der gewillt fei, feine Familie selbst zu unterhalten, dazu in die Lage versetzt werde. Mit der Gesetzes­novelle im Juni dieses Jahres habe die Reichsregie- rung ihren Willen bewiesen, den Kriegsopfern zu helfen. Staatsminister Adolf Wagner führte u. a. aus, die Kriegsopferorganifation habe nicht nur eine materielle, sondern auch eine große geistige Aufgabe. Der Geist des Frontsoldaten - t u m 9 müsse seine Fortpflanzung in der deutschen Jugend finden. Die Frontsoldaten, die an der Front gelernt hätten, was Deutschtum und was Sozialis­mus heiße, müßten auch die fanatischsten Banner­träger der revolutionären nationalsozialistischen Idee sein. Man fei draußen gewesen, damit ein an­ständiges Deutschland leben könne, und dieses an­ständige Deutschland habe jetzt Adolf Hitler geschaf­fen. Wenn der alte Soldatengeist und der revolutio­näre Geist der nationalsozialistischen Bewegung blieben, dann könne die Welt uns nicht zwingen.

Geldbußen

zugunsten des Winterhilfswerks.

Berlin, 16. Nov. (DNB.) Geldbußen, die auf Grund einer Betriebsordnung wegen Verstoßes gegen die Ordnung oder die Sicherheit des Betriebes verhängt werden, find nach einer Ver­ordnung des Reichsarbeitsminifters ab 1. Dezember an bie Nationalsozialistische Volks- Wohlfahrt abzuführen. Sie flössen zwar auch bisher schon einer neutralen Stelle, der NS. - Ge­rne i n s ch a f tKraft durch Freude", zu, waren also nicht zum Besten der Gefolgschaft des Betriebes zu verwenden. Die neue Regelung sieht die Verwendung für die wohltätigen Zwecke der alle Volkskreise betreuenden nationalsozialistischen Volks- Wohlfahrt vor. Ihre Beträge sollen in erster Linie dem Winterhilfswerk zugute kommen. Be­triebsordnungen, die auf Grund der bisherigen Vor­schriften die Verwendung von Geldbußen zum Besten der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" vor­sahen, sind dahin abzuändern, daß die Ver­wendung dieser Bußen künftig zum Besten der NS. - Volkswohlfahrt zu erfolgen V*

NG.-Frauenschast und Rotes Rrcw-

Berlin, 16. Nov. (DNB.) Zwischen der Füh' rer'in der Deutschen Frauen und dein Präsidenten desDeutschenRotenKreu- zes ist ein Abkommen getroffen worden, danach übernimmt das Deutsche Rote Kreuz die A u sbil' düng der Mitglieder der NS. - Frauen- schäft entsprechend den Bestimmungen des Deut­schen Roten Kreuzes für die Aus- und Fortbildung der weiblichen Hilfskräfte. Im Dienst des Raten Kreuzes tragen die Mitglieder der Frauenschaft, die zu Hilfskräften des Roten Kreuzes ernannt find, die für die Hilfskräfte des Roten Kreuzes vorgeschne- bene Dienstkleidung mit den vorgeschriebenen Abzeichen. Für den Dienst im Roten Kreuz sind sie vom Dienst in der NS. -Frauenschasi von Fall zu Fall zu befreien.

Sollen Hilfskräfte des Roten Kreuzes im Dienste der Frauenschaft, Partei usw., z. & bei Aufmärschen oder ähnlichen Veranstaltungen Ver­wendung finden, so werden sie auf Anforderung von den zuständigen Organen des Roten Kreuzes un­ter Führung einerLeiterin vomRoten Kreuz in ihrer vorgeschriebenen