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Diensttracht zur Verfügung gestellt. Für diese Zwecke sollen in erster Linie Mitglieder der Frauenschaft berücksichtigt werden.

Eingliederung des Stahlhelmfrauen­bundes in das Deutsche Irauenwerk.

Berlin, 16. Nov. (DNB.) Zwischen der Führe­rin der NS.-Frauenschaft und des Deutschen Frauen- Werkes und dem Beauftragten des Bundesamtes des NS.-Deutschen Frontkämpferbundes (Stahlhelm) wurden nachstehende Vereinbarungen getroffen:

1. Der Stahlhelm-Frauenbund wird mit seinen Gliederungen in das Deutsche Frauenwerk eingefügt. Als bestehende Gruppen werden die angesehen, die bereits vor dem 2 8. Juni 19 3 4 aktiv gearbeitet haben. Damit hat die Reichsführung der NS.-Frauenschaft und des Deutschen Frauen­werkes die oberste Führung über den Stahlhelm- Frauenbund übernommen.

2. Der Stahlhelm-Frauenbund gliedert sich in die Gaue des Deutschen Frauenwerkes ein, die den poli­tischen Gauen der NSDAP, entsprechen.

3. Die Landesführerinnen des Stahlhelm-Frauen­bundes setzen sich mit den Gauführerinnen des Deut­schen Frauenwerkes in Verbindung und treffen im gegenseitigen Einvernehmen die für die gemeinsame Arbeit notwendigen Anordnungen.

4. Neubildungen von Ortsgruppen des Stahlhelm- Frauenbundes und Neuaufnahmen in bestehende Ortsgruppen des Stahlhelm-Frauenbundes kommen künftig nicht mehr in Frage, auch nicht nach dem 1. Januar 1935.

5. Den Frauen des Stahlhelm-Frauenbundes ist ein Uebertritt in die NS.-Frauenschaft als Einzel­mitglied möglich; ein Zwang darf hierbei keineswegs ausgeübt werden.

Oie neuen Mntenbankfcheine.

DNB. Berlin, 16. Nov. Verschiedene Anfragen über die angekündigte Ausgabe neuer Ren­te n b a n k s ch e i n e über 50 Rentenmark neben Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß es sich bei dieser Neuausgabe nicht um eine Aus­weitung des Rentenbankscheinumlaufs handelt. Die Neuausgabe erfolgt lediglich, um die alten, verbrauchten Rentenbankscheine, die noch im Umlauf sind, durch neue verbesserte Schei zu ersetzen. Am 31. Okt. 1934 betrug der Umlauf an Rentenbankscheinen 408 893 362 Mk. Don den ursprünglich umlaufenden 2 080178 583 Mk. sind bis zum 31. Okt. 1934 1 671285 221 Mk. aus dem Verkehr gezogen worden. Die noch umlaufenden Rentenbankscheine sind durch die nach wie vor bestehende dingliche Belastung der Landwirtschaft mit der Rentenbankgrundschuld in f)öt)e von 2 Milliarden Feingoldmark voll ge­sichert.

Deutsch-japanische parallelen.

Botschafter Nagai über das neue Deutschland.

Tokio, 16. Nov. (DNB.) Der japanische Bot­schafter in Berlin, Nagai, der zur Zeit in Tokio weilt, erklärte einem Pressevertreter, daß das 23er» bältnis zwischen dem Deutschen Reich und Japan sehr freundschaftlich sei. Das sei in erster Linie darauf zurückzuführen, daß beide Staa­ten national und wirtschaftlich viel Gemeinsames hätten. Auch die internationale Lage der beiden Länder habe viel Aehnlichkeit mit­einander Die Annäherung zwischen Frankreich und der Sowjetunion und zwischen Italien und Frankreich seien Versuche, Deutschland zu isolieren. Er glaube nicht an die Rückkehr Deutschlands in den Völkerbund. Die Deutschen verlangten unter Füh­rung des Volkskanzlers Hitler die Gleichberech- t i g u n g. In diesem Punkt kenne Deutschland keine Kompromisse. In der deutschen Forderung auf Gleichberechtigung und Japans Forderung auf Gleichberechtigung zur See sei viel Aehnlichkeit vorhanden. Die inner- politische Lage in Deutschland sei vollständig st a b i l i s i e r t. Er sei Zuschauer beim Reichs­parteitag in Nürnberg gewesen, wo das junge Deutschland marschiert, und wo ein neuer Gei st i m W a ch s e n begriffen sei. Die deutsche Regierung werde auch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten sieg­reich überwinden.

Ein Festtag für Ungarn.

Fünfzehn Jahre vom Kommunisienterror befreit.

DNB. Budapest, 16. Nov. Aus Anlaß der 15jährigen Wiederkehr des Tages, an dem der Reichsoerweser und Admiral Horthy an der Spitze der in Szegedin gebildeten nationalen un­garischen Armee in Budapest einzog und d i e Kommunistenherrschaft in Ungarn brach, fand am Freitag auf der historischen Gene­ralwiese eine Parade statt. Der R e i ch s Ver­weser nahm, begleitet vom Ministerpräsidenten und Honoed-Minister G ö m b ö s den Vorbeimarsch ab. Auf der Ehrentribüne hatten u. a. das ganze Idiplomatifche Korps und die Militärattaches der «auswärtigen Mächte Platz genommen. Bei strahlen- >dem Sonnenwetter bot die Parade ein ungewöhnlich farbenprächtiges Bild. Die Truppen machten einen .ausgezeichneten Eindruck. Die vieltausendköpfige Menge begrüßte den Reichsverweser mit nicht .endenwollendem stürmischem Jubel. Der Tag wird roon der ganzen Nation zur Erinnerung an die Befreiung Ungarns von der kommunistischen Herr- fschaft gefeiert. Während seit dem Vertrage von Trianon Ungarn im Zeichen der Trauer nur halb- imast flaggt, zeigt sich heute die ganze Stadt i m »ollen Flaggen schmuck. Alle Aemter und «Schulen sind geschlossen. In allen Arbeitsstätten rruht pünktlich um 11 Uhr die Arbeit auf fünf Minuten.

Die Presse feiert den Reichsverweser Horthy «als den Führer der Nation, der das Land von

dem Gift der kommuni ft ischen Idee gerettet und durch seine Energie und seinen Mut Ungarn wieder sich selbst zurückgegeben habe. Der staatsmännischen Persönlichkeit des Reichsver­wesers sei es zu verdanken, daß Ungarn heute wieder in hohem Ansehen stehe und Ruhe und Ordnung im Lande herrschen. Der Stolz der Nation über die ungarische Wehrmacht kommt in vielen Blättern zum Ausdruck.

Der Führer und Reichskanzler hat an den Reichsverweser folgendes Telegramm gerichtet:

Zu dem Tage, an dem Sie vor 15 Jahren an der Spitze der nationalen Armee in Budapest als Befreier einzogen und damit den Grundstein zum Wiederausbau Ungarns legten, bitte ich Eurer Durchlaucht, meine und des deutschen Volkes warm empfundene Glückwünsche und den Ausdruck aufrichtiger Freundschaft entgegennehmen zu wollen."

Kleine politische Rachrichten.

Das WochenblattDer B l i tz", das völlig un­wahre Behauptungen über den Kardinal Faul­haber verbreitet hatte, ist auf Veranlassung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propa­ganda wegen Verunglimpfung des Kar­dinals Faulhaber und Störung des konfessionellen Friedens auf drei Monate verboten worden.

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Der Präsident der Republik, Lebrun, eröffnete in Paris die Internationale Luftfahrts- a u s st e l l u n g, die neben Frankreich beachtliche Ausstellungen Deutschlands, Englands, Ita­liens, Rußlands, Polens, der Tschechoslowakei und der Vereinigten Staaten umfaßt. Präsident Lebrun besichtigte mit eingehendem Interesse auch die deutsche Abteilung, die ihm von Botschafter K ö st e r gezeigt wurde. Als Ingenieur bewies der

Sterbende Romantik am Lanate Grande.

Venedigs Wafferpaläste sind in Gefahr!

etnSarfen Zinssatz zu leisten. Die bulgarische Regie­rung schlägt vor, eine neue Grundlage zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen zu schaffen.

Aus aller Welt.

10 Pf. für die Rolle gekauft hatte, im Hausierhandel zu 20 und 25 Pf. weiterverkauft. Maß­gebend für die Höhe der Strafe war die Tatsache, daß durch das Hausieren von Tür zu Tür d i e Hamsterpsychose wie ein infizierendes Gift weitergetragen werde. Da es sich um die Frage des Durchhaltens und damit um eine L e

Präsident Lebrun besonderes Interesse für die Mo­toren, und als ehemaliger Kriegskampfflieger war Dr. Köster besonders in der Lage, ihm Erläute­rungen zu den neuen deutschen Motoren zu geben. Der Präsident ließ sich vor allem den neuen Schwer­ölmotor, der in dem Junkers-FlugzeugJu 52" ein­gebaut ist, zeigen.

Der mit der Kabinettsbildung in Belgien beauf­tragte Außenminister I a s p a r hat dem König seinen Auftrag zurückgegeben. Daraufhin wurde der ehemalige Ministerpräsident T h e u n i s vom König beauftragt, die ergebnislos gebliebenen Ver­handlungen Jafpars wieder aufzunehmen. Theunis erklärte, daß er fein möglichstes tun werde, um feine Mission zu erfüllen, daß aber feine Aufgabe nicht einfach sei.

amte leichte Schußverletzungen erlitten. Die vier Verbrecher wurden schließlich überwältigt und

Wer kennt noch Katharina Michailowna, die ungekrönte Zarin, deren Lebensbericht manchen Roman an Spannung übertrifft? Als vor zehn Jahren der Karneval in Nizza den Höhe­punkt erreicht hatte, beteten in der russischen Ka­pelle die Popen um das Seelenheil der sterbenden Katharina Michailowna, einer Frau, die viel Segen auf Rußland gebracht und die nun, fern der ae- liebten Heimat, nach einem entsagungsreichen Le­bensabend ihre Augen für immer schloß.

Als Alexander II. den Thron von Moskau be­stieg, atmete das geistige Rußland auf, es hoffte auf eine Zeit der Freiheit und des Fortschritts und hatte nach allem, was man von dem neuen Zaren wußte, durchaus Grund zu solchen Erwartungen. Alexander war ein schöner Mann, groß, breit­schultrig, aber durchaus proportioniert. Seine Ehe mit der Zarin Marie war nicht glücklich. Die Zarin war lungenkrank und siechte fast zwanzig Jahre dahin. Der Zar lernte auf einem Hofball die Prin­zessin Alexandra Dolgoruky kennen, eine Frau von außerordentlicher Schönheit, dazu eine glühende russische Patriotin mit freiheitlichen An­schauungen, die auf Alexander einen günstigen Einfluß auszuüben verstand. Die großen sozialen Reformen von 1860 entstammen ihrer Anregung und Förderung. Die sehr stolze Familie der Prin­zessin sah den rein platonischen Bund der Prinzessin mit dem Zaren nicht gern und setzte es durch, daß sie die Frau eines Generals wurde, dessen Garni­son Warschau war.

Der Zufall wollte es, daß der Zar bei einer Feier die Schwester Alexandras kennen lernte, die siebzehnjährige Prinzessin Katharina Michai­lowna. Er verliebte sich in das Mädchen, das noch schöner war, als ihre Schwester, auch die Prinzessin liebte den Zaren vom ersten Tage an, ließ sich je­doch nichts merken, sondern reifte nach Italien. Alexander reifte ihr nach, erklärte sich ihr, wurde aber abgewiesen. Als er sie 1867 in Paris aufsuchen wollte, wurde ein Attentat gegen ihn verübt, das jedoch mißlang. Angesichts der abgewendeten Todesgefahr gab die Prinzessin ihren Widerstand dem Zaren gegenüber auf. Der Einfluß, den die

Wettervoraussage.

Zwischen einem kräftigen oftatlantischen und einem russischen Hochdruckgebiet spielt sich vornehm­lich über Südwesteuropa lebhafte Wirbeltätigkeit ab. Wenn wir auch bei der gegebenen Druckvertei­lung durch die Alpenkette vor stärkerer Nieder­schlagstätigkeit, wie sie vornehmlich Ober-Italien aufzuweisen hat, geschützt sind, so sind doch auch bei uns geringfügige Niederschläge nicht ausgeschlos­sen; im übrigen wird sich die jetzige Witterung vor­erst nur wenig ändern.

Aussichten für Sonntag: Vielfach dunstig oder neblig, auch sonst überwiegend bewölkt, aber nur geringe Niederschlagsneigung, Tagestempera­turen um 5 Grad Celsius, noch überwiegend nörd-

ins Gefängnis gebracht.

Kunst und Wissenschaft.

Der Kältetechniker Geh. Rat von Linde f.

Geheimrat Dr. Dr.-Jng. e. h. Karl v. Linde, Professor an der Technischen Hochschule in Mün­chen und Erfinder der Ammoniakeismaschine ist, 92 Jahre alt, in München g e ft o r b e n. Karl von Linde wurde 1842 in Berndorf in Oberfranken ge­boren. 1868 wurde er Professor in München. Er erfand 1875 die Ammoniakeismaschine. 1879 grün­dete er die Gesellschaft für Lindes Eismaschinen AG. in Wiesbaden, fand 1895 ein einfaches Ver­fahren zur Herstellung flüssiger Luft und 1902 ein solches zur Herstellung von flüssigem Sauerstoff aus der Luft. 1909 schuf er ein Verfahren, aus Wasser- stoffgas mit Hilfe der Tiefkühlung reinen Wasser­stoff abzuscheiden. Seit 1925 ist ihm auch die Zer­legung von Koksofengas durch Tiefkühlung in Was­serstoff, Methan, Kohlenoxyd und Stickstoff geglückt. Auch um die Gewinnung der Edelgase aus der Luft hat sich der Verstorbene große Verdienste erworben.

Zeppelinverkehr Japan - Amerika?

Gewisse japanisch-mandschurische kreise beabsich­tigen die Gründung einer Pazifik-Lus t- fahrtsgesellschaft mit einem Stammkapital von 20 Millionen Pen. Zweck dieser Gesellschaft soll sein, einen Zeppelin-Luftverkehrzwi- schen der Westküste Amerikas und Ja­pan über den Stillen Ozean zu eröffnen. Zunächst ist beabsichtigt, ein Luftschiff für den regelmäßigen Verkehr zwischen Tokio und hsinking, der Haupt­stadt des mandschurischen Kaiserreiches, einzusehen. Der Dienst auf der Pazifiklinie wird von drei Zeppelin-Luftschiffen versehen werden und zwar werden die Luftschiffe von Japan über die Hawai-Jnseln nach Amerika verkehren, eventl. sollen auch Singapore und die Südsee-Jnseln von den Luftschiffen angelaufen werden.

Gefängnis für Nutznießer der Garnpsqchose.

Leipzig, 16. Nov. (DNB.) Dorn Amtsgericht Leipzig wurde der 49jährige Paul Auch wegen Preistreiberei zu drei Monaten Ge­fängnis verurteilt. Der Angeklagte hatte Rol­len Garn, die er kurz zuvor vom Grossisten zu

Katarina Michailowna, die ungekrönte Zarin

Das Schicksal einer schönen und ehrgeizigen Frau.

Jahren mehr Unheil angerichtet als Ebbe und Flut und die Stürme in all den Jahrhunderten vorher, da die historische Gondel noch die unangefochtene Gebieterin der venekianischen Gewässer war. Sie haben nicht allein geholfen, die Fundamente zu un­terwaschen, sondern die durch sie aufgewühlten Ge­wässer schäumen bis an die Veranden hinauf und lassen das Gemäuer nicht mehr zum Trocknen kom­men, so daß es überall fault und bröckelt. Dabei sind die Besitzer der Paläste, deren Ahnen einen großen Teil des Welthandels in den Händen hatten, heute nicht mehr in der Laae, die kostspieli­gen Reparaturen vornehmen zu lassen; dazu müßte man nämlich die Gebäude trockenlegen, was unge­heure Summen verschlingen würde fünf Bauten am Canäle Grande wurden unlängst einer Ausbesse­rung unterworfen, welche die Stadt Venedig über acht Millionen Mark kostete.

Erschrocken über diesen allgemeinen Verfall haben jetzt die Bewohner des großen Kanals energisch beantragt, für Venedig den Motorboot­verkehr überhaupt zu verbieten und die romantische Gondel wieder in ihre alten Rechte einzusetzen, em Verlangen, mit dem sie kaum durchdringen dürften I die unerbittliche Zeit schreitet über jede Roman­tik hinweg.

men erhalten hätte.

Der Plan Melikows stieß bei der näheren Um­gebung des Zaren auf heftigsten Widerstand. Der Zar brachte zwar den Mut auf, den Krönungsukas zu unterschreiben, beschloß aber, gleich nach der Krö­nung abzudanken und sich mit Katharina ins Privat­leben zurückzuziehen. Das Schicksal wollte es anders. Am nächsten Tage nach der Unterzeichnung wollte der Zar Der Parade eines Garderegiments beiwoh­nen, Melikow riet ab, doch vergebens. Kaum hatte der Wagen den Palast verlassen, als ihn zwei Bomben trafen. Katharina schloß ihrem sterben­den Gatten die Augen. Erst eine Stunde später er­schien die übrige Familie. Das erste, was der Thron­folger tat, als er das Sterbezimmer feines Vaters betrat, war, den unterschriebenen Krönungs» u k a s an der Flamme einer der Totenkerzen zu Der­brennen. Katharina zog sich nach Nizza zurück, wo sie noch vierzig Jahre in strenger Abgeschiedenheit lebte, ehe der Tod sie erlöste.

Langsam beginnt Venedigs schimmernde Roman- ! tik zu versickern. Schon ist es durch Mussolini, : der einen neuen Fahrdamm vom F e st l a n d her zu der Lagunenstadt legen ließ, dem Autover­kehr zugänglich gemacht worden, während es bis dahin nur den schmalen Schienenstrang von Mestre : her gab. Und immer mehr der alten Paläste wer­den von ihren Besitzern zu lächerlich billigen Preisen in Amerika und England ausgeboten, ohne dabei auf Gegenliebe 3u stoßen man hat nämlich zur Zeit weder in Amerika noch in Eng­land das Geld zu der Lebenshaltung, die zu diesen Prachtbauten unbedingt gehört, und schließlich ist es nicht jedermanns Sache, sich niederzulassen in einer Stadt, die fast nur Wasserstraßen besitzt.

Dazu aber kommt, daß etwas Unheimli- ch e s mit diesen Palästen vor sich geht. Ein Komitee von Architekten, das damit beauftragt war, die Fundamente der Paläste am Canale Grande in Ve­nedig zu untersuchen, hat soeben einen Bericht er­stattet; der das Schlimmste für die einzigartige Ver­kehrsader befürchten läßt. Die Fundamente vieler dieser Prachtbauten, die bekanntlich auf Pfählen stehen, bedürfen sofortiger Erneuerung oder doch umfaffenber Reparaturen; die Motorboote und! Dampfpinassen nämlich, deren man jetzt schon 900 zählt, haben, so künden die Architekten, in zwanzig,

Prinzessin auf den Zaren ausübte, war für feine Frage des Durchhaltens und damit um eine Le- Regierung non großem Gegen und (Erfolg. Katha-1 b e n s f r a g e des ganzen Volkes handele, muffe rina schenkte ihrem Gatten vier Knaben, die er zu gegen derartige Volksschadlmge unnachsichtig Prinzen machte eingeschntten werden. Erschwerend kam hm-

Der Nihilismus erhob indessen immer zu, daß der Angeklagte erst in der Zeit der Ham- kühner sein Haupt, bis General Melikow vom | sterpsychose den Garnhandel ausgenommen hatte. Zaren die Vollmacht erhielt, mit äußerster Strenge vier amerikanische TNenschenräuber von der Polizei und Rücksichtslosigkeit gegen die Nihilisten vorzu-, überrascht und unschädlich gemacht.

gehen, und es schien^ als ob es gelungen wäre, ihre | 2Ius Darien in Connecticut (USA.) wird berichtet, Kraft zu brechen. Der Zar, der wohl wußte, daß b . .ne @rup M e n s ch e n r ä u b e r, die das es mit der gewaltsamen Nlederwerfunxg allem eines wohlhabenden Schiffahrtsagenten namens nicht getan war, bemühte sich, d>- Mißwirtschast m Westheim überfiel, um dessen zwölfjährigen der Verwaltung zu bekämpfen und schaffte sich da- 3U entführen, eine recht unangenehme lieber- burcf) in ihr viele Feinde. Die Zarin. Marie |[$unq erlebte. Da die Familie vor einigen Tagen war 1880 ihrem Leiden erlegen Em halbes Jahr Drohbriefe erhalten hatte, hatten sich in dem Hause Darauf heiratete er Katharina, sie erhielt den Titel , V Geheimpolizisten verborgen. Vier Mitglieder einer Prinzessin Z"rewska, mußte&er'' ber Bande trafen in einem Kraftwagen ein und xCr H?fetikette gehorchend, bei ^^^'chEeiten h nter , gingen fejn Polizist in Sicht war, ohne weiteres den Großfürstinnen emhergehen. General Melikow £ %, [o5 $n bie|em Augenblick öffnete sich

legte dem Zaren einen Plan politischer Reformen unb Banditen sahen sich sechs schuß-

vor und gleichzeitig einen Entwurf eines Krönung^ i bereiten Revolvern gegenüber. Es entwickelte sich Zeremoniells für die Zarin, die anzuerkennen sich . . (& ® f b « Verlauf zwei Be-

gewiß das russische Volk bereitfinden würde, wenn es >e,n »11 o c r x g m pT, in ueHen zxuuuj vorher die großen in Aussicht genommenen Refor-

Die ägyptische Presse, einschließlich der Wafd- Blätter, begrüßt Erklärungen des neuen Minister­präsidenten Nessim Pascha, wonach die Auf­hebung der 1930 eingesetzten Verfassung und damit die Auflösung des Parlaments, ferner die Inkraftsetzung der alten Verfas­sung von 1923 unmittelbar bevorstehe und an­schließend Neuwahlen geplant seien.

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Der spanische Außenminister Samper und Kriegsminister Hidalgo sind z u r ü ck g e t r e - t e n. Der Grund zum Rücktritt sind die Angriffe, die das Parlament wegen ihrer nachgiebigen Hal­tung gegenüber den revolutionären Elementen im Sommer dieses Jahres gegen sie gerichtet hatte.

Bulgarien wendet sich mit einer Denkschrift über die wirtschaftliche und finanzielle Lage an die aus­ländischen Besitzer bulgarischer Wertpapiere und an den Völkerbund, um darzutun, daß es für Bul­garien ein Ding d e r Unmöglichkeit fei, Zinszahlungen ins Ausland zu dem ver-

liche und östliche Winde.

Aussichten für Montag: Im wesentlichen Fortdauer des bestehenden Witterungscharakters, doch wieder etwas kälter.

Lufttemperaturen am 16. November: mittags 5,2 Grad Celsius, abends 5,9 Grad; am 17. November: morgens 6,6 Grad. Maximum 7,0 Grad, Minimum 3,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. November: abends 5,2 Grad; am 17. November: morgens 5,2 Grad Celsius.

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