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Die Verkehrswerbung im Rhem-Rain-Gebiei.

den Verband gestellt worden seien, restlos er­füllt würden und daß es

der Führung gelingen werde, jenes höchste Ziel

Bedeutsame Reden auf der Wiesbadener Tagung.

zu erreichen, daß unser Gebiet in Deutschland und in der ganzen Welt bekannt wird, und daß

Lpd. Wiesbaden, 15. März. Der Rhein- Mainische Verkehrsverband hielt im Kur­haus feine erste öffentliche Sitzung ab. Besondere Bedeutung erhielt die Tagung durch die Anwesen­heit des Gauleiters Sprenger.

Nach Eröffnung der Sitzung durch den Verbands- sührer des Rhein-Mainischen Verkehrsverbandes Trefz sprach Oberbürgermeister Schulte (Wies­baden) einige kurze Begrühungsworte. Mit besonde­rem Dank begrüßte er den Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger, dessen Initiative in erster Linie die Gründung des Rhein-Mainischen Verkehrs­verbandes zu danken sei. Reichsstatthalter Spren­ger habe sich neben seinen anderweitigen großen Aufgaben das Ziel gesteckt, den rhein-mainischen Wirtschaftsverkehr zu einer lebensfähigen, kraftvollen Gesamtorganisation zusammenzufassen und ihn nach Beseitigung der bisher trennenden Landesgrenzen zu einem bedeutsamen Faktor im rhein-mainischen Wirtschaftskörper zu machen.

Verbandsführer pg. Trefz berichtete dann über Organisationund Auf­gaben des Verkehrsverbanües. Er be­tonte, daß die nationalsozialistische Regierung sich in größerem Maße um den Fremdenverkehr kümmere, ol's dies in den früheren Zeiten der Fall gewesen fei. Habe doch der größte Propagandist, den zurzeit unser kleiner Planet aufzuweisen habe, Reichsmmi- fter Dr. Goebbels, selbst die Führung und För­derung des Fremdenverkehrs in -bie Hand genommen. Durch das Gesetz zur Hebung des Fremdenverkehrs vom 23. Juni 1933 fei Deutschland aufgeteilt wor­ben in Verkehrsgebiete. Die Verk^hrsoerbände und der Bäder-Verband seien dann mit einer gemein­samen Spitze im Bund deutscher Verkehrsverbände und Bäder zusammengefaßt worden, dessen Bundes­präsident Staatsminister Esser (München) ist. Es wurden 24 Landesoerkehrsverbände gebildet, deren Führung größtenteils in den Händen alter natio- nalsozialistlscher Kämpfer liegt. Nur der könne ja für die Heimat werben, der sie kenne. Und wer sollte sie besser kennen gelernt haben, als der National­sozialist, der jahrlang als Redner durch die deut­schen Gaue gezogen sei.

Der Rhein-Mainische Verband wurde gebildet aus den beiden früheren Verbänden: Nassauischer Der- kehrsverband und Hessischer Verkehrsverband. Sein Vorstand besteht neben dem Verbandssührer Pg. Trefz aus den beiden früheren Leitern des Nasi säuischen und des Hessischen Landesverbandes. Er umfaßt die Führer sämtlicher Gebiets- und Fach- ausfchüsse und die Führer des Handels und der Industrie des Rhein-Main-Gebietes. Zu dem Ver­band gehören die Gebietsausschüsse Tau­nus, Westerwald, Lahn, Frankfurt, Rheinhessen- Nord, Rheinhessen-Süd Oberhessen-Wetter- ou, Oberhessen - Vogelsberg, Odenwald- Bergstraße. Don den Fachausschüssen seien erwähnt: Werbeausschuß, Bäderausschuß, Straßenausschuß, Luftverkehrsausschuß, Schiffahrtsausschuß, Kraftver­kehrs-, Fahrplan- und Tarisausschuß und der Histo­rische Ausschuß.

2Ntt den benachbarten Verkehrsverbänden, so namentlich mit Württemberg-Vaden und Nord- bayern, find Arbeitsgemeinschaften gebildet wor­den. Als Werbemaßnahmen für das kommende Jahr find in Aussicht genommen die Heraus­gabe eines Faltblatt-Prospektes, der in einer Auflage von 100 000 Exemplaren an 550 Reise­büros in Deutschland versandt wird. Dazu kom­men Gebietsfaltblattprosvekle für die einzelnen Gebiete auf Grund der Initiative der einzelnen Gebietsausschüsse.

Besonders zu erwähnen ist die bereits einaeleitete großzügige Werbung für die Bergstraße, für eine rheinische Burgenreise und die Beteiligung amFest der Reise" in Berlin u. a. Mit besonderem Inter­esse wurde die Mitteilung des Verbandsführers aus­genommen, daß der Verband in der glücklichen Lage sei, 9 0 Prozent der Gesamteinnahmen von jährlich e f m a 5 0 000 Markfür pro- duktlve Ausgaben zu verwenden, weil sämtliche Mitarbeiter ehrenamtlich tätig seien.

Gauleiter Sprenger

sprach dann zunächst dem Verbandssührer Dank und Anerkennung aus für die Sachkenntnis und Intensivität, mit der dieser an die Organisation des Rhein-Mainischen Berbandes herangetreten sei. In seinen weiteren Ausführungen wies Gauleiter Sprenger besonders darauf hin. daß im natio­nalsozialistischen Deutschland G'ebietseinhei- t e n geschaffen worden seien. Daher müsse auch in unserem Gebiet Einheit, keine Zweiheit, herrschen. Die frühere Rvalität der einzelnen Städte habe keinen Platz mehr. Wer in eine Organisation ein­tritt, betonte Gauleiter Sprenger, muß zunächst einen Teil seines Selbst aufgeben im gemeinsamen Interesse.

Das ganze Rheln-MalnGebiel läuft in Wirt­schaft, Kultur und Verkehr ebenso wie in der Politik in einem gemeinsamen Mittelpunkt zu­sammen. Daher ist es eine Selbstverständlichkeit, daß dafür Sorge getragen wird, daß kein Schreibtisch dazwischen steht. Wir haben die Verpflichtung, auf der einheitlichen rhein-mai­nischen Grundlage auch unseren Verkehrsver­band zusammenzufassen. Bei dieser einheitlichen Zusammenfassung hat jeder die Möglichkeit,

lokal für sich das höchste herauszuholen und es In verstärktem Maße durch den Gesamlver- band nutzbar zu machen. Die lokale Führung hat sich vor allem darauf zu werfen, daß sie das Beste macht, was in den örtlichen Inter­essen liegt, um dann im Zusammenslehen mit der Einheit den bestmöglichen Erfolg herauszu­holen. Die Zusammenarbeit ist gewährleistet am Rhein und nach dem Süden.

Der Gauleiter warf bann die Frage auf, ob wir in unserem Verband nicht verpflichtet seien, etwas ganz Besonderes zu tun. Ich bin der Auf­fassung, sagte er, daß in der heutigen Zeit etwas Außergewöhnliches gemacht werden muß. Denn es ist außergewöhnlich, daß in einem so kleinen Raum eine solche Fülle von guten Bädern zusammenliegt. Ist doch soeben wieder in Ems eine Quelle erbohrt worden, die weit über die Güte der bisherigen Quelle hinausgeht. Wiesbaden, Nauheim, Ems, und darum herum rankt sich der Kranz der kleinen Bäder! Wir haben die Verpflichtung, die­sen Schatz zu heben und diese Propaganda in die Welt hinauszutragen. Das Vertrauen, das Deutschlands Aufstieg im Auslande hervorgerufen hat, muß ausgewertet werden. Bei den auslän­dischen Gästen müsse für Deutschland geworben werden.

Zum Schluß gab der Gauleiter seiner Ueber- zeugung Ausdruck, daß die Anforderungen, die an

durch die Güle, Reinheit und Klarheit unserer Verkehrspolitik das rhein-mainlsche Verkehrsge­biet Hessen-Nassau wieder zu der Geltung ge­bracht wird, die ihm gebührt.

Starker Beifall bekundete die Begeisterung der Versammlung für die ihr vom Gauleiter Spren­ger gestellten Ziele.

Verbandssührer Trriz

dankte dem Gauleiter und wies in seinen Schluß­worten besonders auf die politische Bedeutung der Verkehrswerbung hin. Besonders wichtig sei es, die Lust am Reisen zu fördern. Das Rei- s e n sei heute in Deutschland nicht mehr ein Luxus, auch nicht mehr nur Erholung, sondern natio­nale Pflicht. Ueber unserer Werbung stehe nicht mehr das WortVerdienst", sondern das Wort Dienft am Volke".

Größer als unsere lokalen Interessen seien die Interessen des Gesamtverkehrsgebietes, größer aber als diese sei das Interesse des gesamten deutschen Volkes und Valerlrmdes.

Deshalb nicht Rhein-Main, nicht Rheinland, nicht Württemberg, nicht Baden, sondern Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt!

Mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel- Lied und einem dreifachen Sieg-Heil auf Führer und Volk schloß die Sitzung.

Der Rat freier deutscher Bauern.

Erste Sitzung des Landesbauernrats der Landesbauernschast Hessen-Nassau.

LPD. Frankfurt a. M., 16. März. Im Sitzungssaal der Landesbauernschaft Hessen-Nassau war heute erstmalig der Landesbauernrat der L a n d e s b a u e r n s ch a f t Hessen-Nassau zusammengetreten.

Mit dem erstmaligen Zusammentritt des Lan­desbauernrats der Landesbauernschaft Hessen- Nassau hat ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Neuaufbaues und der Neugliederung des rhein- mainischen Bauerntums begonnen. Dem Landes­bauernrat gehören an: der landwirtschaftliche Gaufachberater, die landwirtschaftlichen Abschnitts­fachberater und die landwirtschaftlichen Kreisfach­berater des agrarpolitischen Apparats der NSDAP., der Landesbauernführer, der Landesobmann und die Kreisbauernführer und schließlich die vier Haupt­abteilungsleiter des Verwaltungsamtes der Lan­desbauernschaft. Neben den Landesbauernrat tritt der Landesbauernthing. Er fetzt sich zusam­men aus den Mitgliedern des Landesbauernrats, der Kreisobmänner, der Bezirksbauernführer und solcher Persönlichkeiten im Bereich einer Landes­bauernschaft, die der Landesbauernführer in Wür­digung ihrer unmittelbar geleisteten Arbeit am Bauerngedanken dem Reichsbauernführer vorschlägt und von diesem bestätigt erhält. Landesbauernrat

und Landesbauernthing stehen unter Führung des Landesbauernführers. Ihm zur Seite stehen für beide Einrichtungen gemeinsam ein Sprecher, welcher die Versammlungen leitet, und ein Geschäftsführer. Zum Sprecher beider Ein­richtungen wurde der LKF. des Kreises Alsfeld, Pg. Geiß, zum Geschäftsführer der Stabsleiter des Landesbauernführers, Pg. Schönheit, be­stimmt.

Landesbauernführer Dr. Wagner eröffnete die Sitzung. Der Landesbauernrat habe den Zweck, über alle Dinge, die die Landesbauernschaft und ihre Aufgaben angeben, offen zu sprechen. Hier habe jeder einzelne, der als Mitglied berufen wurde, Gelegenheit, offen, freimütig und unverhohlen über die Dinge, die ihn bewegen und die ihm nicht rich­tig erscheinen, seine Meinung zu sagen.

In der Aussprache wurden die wichtigsten agrar- politischen Fragen eingehend behandelt. Im Vorder­gründe standen dabei die Fragen der Regelung der Schweinemärkte, der Fleisch- und Viehmärkte und der Pferdemärkte, deren Bereinigung in Angriff ge­nommen wird. Weiterhin wurden Fragen des länd­lichen Genossenschaftswesens, der Entschuldung usw. behandelt.

Aus aller Well.

Verheerende Feuersbrunst in einem bosnischen Dorf. vom reichen Grundbesitzer zum Bettler.

Nach einer Meldung derPrawda" wurde das Dorf Sonja in Bosnien von einer verheerenden Feuersbrunst heimgesucht. 80 Häuser sind dem Brand, der sich infolge starken Sturms schnell ausbreiten konnte, zum Opfer gefallen. Die Ein­wohner mußten dem Feuer tatenlos zusehen, da die Löschgeräte sich in so schlechtem Zustand befan­den, daß sie nicht verwendet werden konnten. Erst als Militär eintraf, konnte man systematisch gegen das Feuer ankämpfen. Das Rote Kreuz hat Hilfsmaßnahmen für die Obdachlosen eingeleitet. Ein reicher Grundbesitzer wurde durch den Brand zum Bettler. Er verlor fünf Häuser und außerdem 360 000 Golddinare, die er in seiner Wohnung ver­steckt hatte. Wie diePrawda" weiter meldet, wurde das Dorf Surftchia bei Belgrad zu gleicher Zeit an sechs verschiedenen Stellen von Verbrechern angezündet. Diese wollten den Brand zu Plün­derungen und Einbrüchen benutzen. Ein Feuerwehr­mann wurde auf offener Straße überfallen und verletzt. Der Bevölkerung gelang es jedoch, den Brand zu löschen und die Plünderer zu vertreiben. Die Bevölkerung des Dorfs ist zum großen Teil schwäbischer Herkunft.

Neuer feiler der Heilsarmee in Deutschland.

Der bisherige Ebefsekretär der Heilsarmee in Deutschland Oberst Franz S t a n k u w e i t ist zum Leiter der Heilsarmee in Deutschland ernannt worden. Oberst Stcmkuweit stammt aus Tilsit, steht im 60. Lebensjahr und ist feit 1897 Heilsarmeeoffizier in Deutschland. Seit August 1933 bekleidet Oberst Stankuweit das Amt des zweiten Leiters, den Cheffekretärposten am Haupt- ouartier in Berlin. Als Kriegsteilnehmer hat Oberst Stankuweit sich das Eiserne Kreuz erworben.

hauseinstnrz in einem badischen Dorf. Ein Toter, zwei Schwerverletzte.

In dem badischen Dorf Nieder-Schlettenbach er­eignete sich ein E i n st u r z u n g l ü ck. Ein im Umbau befindliches altes Fachwerkhaus stürzte während der Arbeiten ein. Dabei wurde ein 48- jähriger Hilfsarbeiter, Vater von drei Kindern, auf

der Stelle getötet. Der Sohn des die Arbeiten ausführenden Baumeisters erlitt einen schweren Schädelbruch und schwere innere Quetschungen, so daß er in Lebensgefahr schwebt. Ein zweiter Sohn des Baumeisters trug schwere komplizierte Knochenbrüche davon. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt.

Sieben Schiffbrüchige kurz vor der Rettung ertrunken.

Ein englisches Tankschiff entdeckte am Freitag­abend auf der Höhe des irischen Hafens Queens­town ein Rettungsboot, in dem sich die 12köpfige Besatzung eines gesunkenen belgischen Dampfers befand. Als das Tankschiff beidrehte und Strickleitern heruntergelassen wurden, legten sich die Schiffbrüchigen alle über eine Seite des Bootes und brachten es zum Kentern. Infolge der Dunkelheit und der außerordentlich stürmischen See konnten nur fünf Mann gerettet werden, die anderen sieben ertranken: unter ihnen befand sich auch der Kapitän des belgischen Schiffes. Als das Boot von dem englischen Tanker gesichtet wurde, hatten die Schiffbrüchigen bereits eine 19« stündige Irrfahrt hinter sich.

Kunst und Wissenschaft.

Der neue Frankfurter Funkintendant stellt sich vor.

Der neue Intendant des Südwestdeutschen Rund­funks, Hanns Otto Fricke, nahm Gelegenheit, sich der Frankfurter Presse vorzustellen und sich darüber zu verbreiten, wie er sein neues Amt auf= zufassen gedenke. Er sehe seine Aufgabe darin, sich um die einzelnen Abteilungen des Rundfunks zu bekümmern. Zunächst müßten die Leistungen der einzelnen Abteilungen gesteigert werden. Er stimme mit seinem Vorgänger darin überein, daß die ein­zelnen Abteilungen wohl das Programm machen, der Intendant aber den Geist des Senders be­stimme. Dem Nachwuchsproblem werde er die größte Aufmerksamkeit schenken. Je volkstümlicher der Funk gestaltet werde, desto mehr neue Hörer könnten gewonnen und ein gewisses Mißtrauen, das aus den Kreisen der schlichten arbeitenden Be­völkerung dem Funk entgegengebracht werde, be­

seitigt werden. Weiter werde sich der neue Inten­dant die Heranbildung eines Reporternachwuchses besonders angelegen sein lassen. Intendant Dr. Fricke ist kein Freund der langfristigen Pro­grammgestaltung, sondern er möchte das Programm variabler gestaltet wissen. DieStunde der Nation" müsse so gestaltet werden, daß sie die einzelnen Landesteile einander näher bringt. Mit dem Star- system müsse Schluß gemacht werden. Er werde selbst auf die Suche gehen nach neuen Gesichtern und einen vollwertigen Nachwuchs heranziehen, wo er ihn finde. Zum Schluß bat Intendant Fricke die Presse um ihre wohlwollende Unterstützung.

Mussolini ehrt Ricarda huch.

Ricarda Huch, die in Heidelberg lebende Dich­terin, erhielt dieser Tage durch den italienischen Botschafter in Berlin ein Bild Mussolinis mit dessen eigenhändiger Unterschrift zugesandt, mit dem der italienische Regierungschef sie besonders als Verfasserin dreier meisterhafter Werke aus der neueren italienischen Geschichte auszeichnen will. Ricarda Huch, die sich von dem kürzlich erlittenen Unfall inzwischen erholt hat, begeht am 16. Juli ihren 70. Geburtstag.

Eine deutsche Komödie um den Grafen Zeppelin.

Eine deutsche Komödie um den Grafen Zeppelin nennt Harald Bra11 im Untertitel sein bühnen­sicheres WerkS e i n e E x z e l l e n z, der Narr", das im Preußischen Theater der Jugend in Berlin mit starkem Erfolg seine Erstaufführung erlebte. Der Verfasser gibt in acht Bildern einen Ausschnitt aus dem Leben des Grafen Zeppelin und zeigt darin den Kampf dieses unvergeßlichen Mannes. Mit dem Tage von Echterdingen findet das Stück feinen Höhepunkt. Es mutet wie ein Vorgang aus unseren Tagen an, wenn das ganze deutsche Volk fick zusammenfindet, um das, was es als gut erkannt hat,mit aller Kraft zu unterstützen, und wenn gerade die Geringsten und Aermften im Volk ihre Pfennige opfern, um das Werk zum Gelingen zu bringen. Aus dem um­fangreichen Personenverzeichnis ist vor allem Edu­ard von Win ter st ein hervorzuheben, der den Grafen in Maske und Spiel vortrefflich verkörpert. Ihm zur Seite standen Armand Zaepfel als Oberingenieur Dürr und Jakob Sinn als Pro­fessor Hergesell. Der langanhaltende Beifall galt nicht nur dem Verfasser, dem Intendanten H. Maisch , der das Stück in Szene gesetzt hat, und >den Dar­stellern, sondern mehr noch dem Lebenskampf und dem Werk des Grafen Zeppelin selbst, der gerade in den Tagen seines anscheinend größten Unglücks den Weg zum Herzen des deutschen Volkes fand.

Nikolaus Schwarzkopf 50 Jahre all.

Der Reichsverband Deutscher Schriftsteller, Gau Hessen-Nassau, veranstaltet aus Anlaß des 50. Geburtstages des hessischen Dichters Nikolaus Schwarzkopf am Sonntag, 18. März, eine Feier zu Ehren des Dichters. Schwarzkopf wurde am 27. März 1884 in Urberach geboren. Mit den Handwerkern des Dorfes und ihrem Handwerk wurde er groß. Mit fünfzig ist er noch der gleiche unverbrauchte Natur- und Bauernbursch, wie da­mals, als er heranwuchs. Denn stets blieb er der heimischen Scholle verhaftet, so sehr, daß er ihr Dichter wurde. Und aus oem hessischen Boden, aus dem hessischen Blut wuchsen ihm seine Geschichten, seine Romane. Als Anerkennung für feine boden­ständige Kunst wurde ihm im Jahre 1930 der Georg-Büchner-Preis verliehen. Die Spatzengeschichte Flickdich" undRiesele", die Geschichte eines kleinen Pferdes, sind neben seinen Hauptrvmanen Greta Kunkel",Die Häfner aus dem Erbseneck", dem schonen Märchen aus der Wirklichkeit,Das Domkind" viel gelesen und viel verbreitet. Den Lesern des Gießener Anzeigers ist Schwarzkopf aus feinen Beiträgen im Feuilleton und im Fami­lienblatt feit langem gut bekannt.

Max v. Schillings in Frankfurt beigeseht.

Der bedeutende deutsche Komponist und weltbe­rühmte Dirigent Mar von Schillings, der im Vorjahre in Berlin starb, ist, wie ein Frankfurter Blatt meldet, in der Gruft der Familie von Bren­tano auf dem Frankfurter Hauptfriedhof beige» setzt worden. Die Beisetzuna erfolgte in aller Stille. Die Großmutter v. Schillings mütterlicher­seits entstammte der Familie von Brentano: aus diesem Grunde erfolgte auch die Beisetzung in der Familiengruft.

DieSammlung für deutsche Volkskunde" zieht um.

Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, wird die Sammlung für deutsche Volks­kunde, die bisher in den unzulänalichen Räumen des alten Palais von Ersatz in Berlin unterqe- bracht war, nunmehr endgültig in das Schloß Bel- spvue übersiedeln. Auf Anordnung des preußischen Finannninisters und des preußischen Ministers für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, wird der Mitteltrakt des Schlosses für die Aufnahme der Sammlung eingerichtet. Di^ Arbeiten sollen so gefördert werden, daß die Räume im Spätherbst 1934 ihrer neuen Bestimmung übergeben werden können.

Rio Grande do Sul feiert die deutsche Kolonisation.

Der brasilianische Bundesstaat Rio Grande do Sul veranstaltet in Sao Leopoldo eine große Aus­stellung, die die Entwicklung der deutschen Ko­lonisation in diesem Staate zeigen soll. Die Eröffnung findet am 13. April im Rahmen einer großen Gedenkfeier statt. Damit verbunden ist die Einweihung einer Zementstraße zwischen Sao Leo­poldo und Porto Alegre. Der deutsche Gesandte ist eingeladen worden, an der Eröffnungsfeier teil­zunehmen. Auch der Regierungschef hat feine An­wesenheit in einem Telegramm zuqefagt, in dem er die deutsche Kolonisation als besonders fruchtbar für die Entwicklung von Rio Grande bezeichnet.

Deutschlands Feinschmecker bevorzugen CLUB. Zahllose Raucher in allen Gauen des Reiches erkennen den Qualitäts-Unterschied und schätzen wahren Tabak-Wert. Deshalb ist CLUB eine der Meistgerauchten, denn alle die sie probierten rauchen nur noch CLUB 31

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