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Nr. 242 Drittes Matt
Glehener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberheffen)
Dienstag, lb. Oktober 1934
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Einweihung eines Heims für den Arbeitsdienst.
Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger
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h ließ seine Guthaben bei mir meist viele Monate tejen, bis er das Geld brauchen konnte. In der ;rjlationszeit bat ich ihn, sein Guthaben nicht bei in stehen zu lassen wegen der raschen Geldentwer-
Wenn die Arbeiten hier abgeschlossen seien, sei Vorsorge getroffen, daß das Gebäude der wandernden Jugend zur Verfügung gestellt werde, die, anknüp-
Das beginnt wie ein Sensationsdrama und endet (sehr happy) ungefähr wie ein Schwank; — das übrige, so in der Mitte, könnte beinahe ein Volks-
der der Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge jede erdenkliche Unterstützung angedeihen ließ. Die SA. und zahlreiche Verbände werden diese Sammlung wirksam unterstützen.
Im Reiche Adolf Hitlers ist endlich wieder das Band der Treue und Dankbarkeit mit unseren gefallenen Helden geknüpft, das solange in den Jahren der Schmach zerrissen war. Keine Ver
tauschten sie wehmütige Erinnerungen an die Heimat aus, in der heute das hohe Fest begangen wurde. Um diese Erinnerungen noch gegenwärtiger werden zu lassen, zeigten sie sich gegenseitig Briefe und Bilder ihrer Angehörigen und bekannten in England. Unter den Photographien, die Cummins Kamerad aus seiner Brieftasche nahm, befand sich auch die eines hübschen jungen Mädchens, und als Cummins das Bild in Hänö
tung. Das war die einzige Zeit, in der er ein Bankkonto hatte. Er ließ sich bei der Deutschen Bank in Darmstadt ein Konto einrichten. Da er aber eine unüberwindliche Abneigung dagegen hatte, so etwas wie Zahlungsaufträge selbst zu unterschreiben, beauftragte er G u n d o l f, die Unterschrift „Stefan George" unter den Auftrag zu setzen. Er sagte, Gun- dolf könne seinen Namen so schreiben, daß er selbst später nicht wüßte, ob er oder Gundolf die Unterschrift geleistet hätte Aber die Bank wußte es: er bekam den Brief zurück mit der lakonischen Bemerkung: „Wir bitten um eigenhändige Unterschrift". Das war ihm doch zu dumm, er gab das Bankkonto auf und hat sich niemals wieder eins geben lassen. Auch als er nach dem Tode seines Vaters seine Erbschaft antrat, hatte er kein Bankkonto nötig. Das Geld in „sicheren Werten" anzulegen, das war ihm zu bürgerlich. Er verwendete es lieber für Reisen. Als später die Inflation kam, sagte er mir einmal: „Ich habe damals das Geld sicherer und besser angelegt als wenn ich es auf die Bank gegeben hätte."
Bondi wendet sich auch gegen die häufig vertretene Auffassung, daß Stefan George nur von einem kleinen Kreis Auserwählter habe verstanden werden wollen und daß er nichts getan habe, sein Schaffen auch breiteren Schichten nahezubringen. „Das Heilige zu profanieren ist Frevel; dennoch sind Heiligtümer der Menge nicht verschlossen, sondern allen zugänglich, die sie mit Ehrfurcht aufsuchen. ; Genau so war es nicht Georges Absicht, seine Kunst ! seinem Volk zu verschließen, das er heiß geliebt hat und im Geistigen zu führen wünschte. Nur verabscheute er jede Profanierung, daher konnte er seine ßefer nicht suchen, sondern mußte von ihnen gesucht werden. Aber es ist ein Irrtum, zu glauben, daß er je gewünscht hat, sein Werk der Öffentlichkeit zu entziehen."
Stefan George, persönlich.
Aus den Erinnerungen seines Verlegers.
„George war vielleicht der stolzeste, aber zugleich auch der am wenigsten eitle der Menschen." Mit diesen Worten tritt Georg Bondi in einem in seinem Verlag erschienenen kleinen Bändchen dem Ruf entgegen, der den Dichter bisweilen in die Nähe anmaßender Beweihräucherung oder literatenhaiten LRinkels bringen zu können glaubte, ohne seine hohe gestalt damit jedoch in Wirklichkeit anzutasten. Londi ist ein durchaus berufener Kronzeuge. Schon in Jahre 1897 hat er Stefan George kennen ge- Itrnt, dessen Name nur in einem kleinen Kreis Ein- g weihter genannt wurde und dessen Dichtungen bumals nur als Privatdrucke in sehr geringer Äuf- Icqe verbreitet waren. In Georg Bondi hat der lichter einen Verleger gefunden, der aus innerlicher Übereinstimmung mit dem hier wirkenden Geist das Leben Stefan Georges bis ans Ende begleitete und M nem Werk den Weg in die Öffentlichkeit bahnen I)o (f. Das Verhältnis zwischen den beiden ist eines diir schönen Beispiele vertrauensvoller und großzügi- g-ir Zusammenarbeit von Dichter und Verleger, das in deutschen Geistesleben gottlob auch inmitten einer nüchtern auf ihren Vorteil bedachten Zeit nie» irnls verloren gegangen ist.
Am 2 0. und 21. Oktober wird der Volks- bund Deutsche K r i e g s g r ä b e r f ü r s o r g e im ganzen Deutschen Reich eine Straßen- und Haussammlung durchführen, die ihm von der Reichsleitung der NSDAP., Reichsschatzmeister Schwarz, mit Schreiben vom 9. August 1934 bewilligt wurde, besonders auch im Hinblick auf den Wunsch des verstorbenen Herrn Reichspräsidenten,
Arn Ausgrabungsfeld: Dr. Richter (mit dem Hut in der Hand) erklärt. Links von ihm Ministerialrat Ringshaufen; — rechts: Gaupreffeamtsleiter
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Einschränkungen, meist nicht ungern mitangesehen. Der Regisseur Viktor Janson hat die ebenfalls große Chance, die sich aus der oben angedeuteten Mischung ergab, seinerseits wacker ausgenutzt und nicht nur die sozialen Gegensätze der beiden Parteien wirkungsvoll aufgemacht, sondern auch eine bekömmliche Mischung von Spannung, Humor, Gemüt und Satire zustandegebracht, dazu ein Ensemble begabter Schauspieler eingesetzt: Hans S ö h n k e r vor allem, der den sympathischen jungen Mann mit der großen Karriere spielt und fast vergessen läßt, daß er von der Operette herkommt. Camilla Horn wirkt am vorteilhaftesten und überzeugendsten in den Szenen, wo sie sich „ganz klein" macht und ganz natürlich gibt. Zwei hübsche volksstückmäßige Chargen sieht man von Jakob Tiedtke und der verstorbenen Hansi Niese; gut sind auch Steinbeck, Meyerinck und die vergnügte Trude H e st e r b e r g. — Im Beiprogramm gibt es „Berg- und Eiswanderungen in der Marmolata" zu sehen und die „Freischütz"- Ouvertüre von einem französischen Orchester zu hören. Außerdem bringt das Lichtspielhaus einen Vorspann zu dem historischen Film „Schwarzer Jäger Johanna" und die neue Wochenschau.
Liedeinlagen nach der bekannten Melodie „Das Märchen vom Glück", die ja von jeher in allen Tonarten und Variationen beim Film gesungen, gespielt und getanzt wird. Die rauhe Wirklichkeit dürfte in manchen nicht unwesentlichen Einzelheiten doch erheblich anders aussehen, aber darauf kam es ja der Terra diesmal nicht an. Hier sollte — nach einem Volksstück von Möller und L o - r e n z — gezeigt werden, wie einer sehr Glück macht, und das wird, mit gewissen Vorbehalten und
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Die große Chance."
Zn ein Bild verliebt.
Die Liebe auf den ersten Blick hat schon oft Menschen zusammengeführt, die im Vertrauen auf ihre Empfindungen bei ihrer ersten Begegnung alle Widerstände überwanden, die sich ihrer Verbindung zunächst in den Weg stellten. Stanley Ernest Cummins aber, der kürzlich in London mit Mary Rogers vor den Traualtar trat, entschied sich für diese Liebe schon geraume Zeit, bevor er feiner Braut überhaupt begegnet war; allein ihr Bild, das ihm ein Zufall an einem Ort zwanzigtaufend Kilometer von London entfernt vor Augen führte, hatte ihn zu diesem Entschluß geführt. Vor drei Jahren war es, an einem Weihnachtsabend, den Cummins mit einem Kameraden im Polizeipräsidium von Shanghai verbrachte, wo er ange- stellt ist. Die beiden Beamten hatten an diesem Abend Wachdienst, und während sie auf die hell- erleuchteten Straßen der Fremdenstadt hinabsahen.
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Aeichsstatthalter und Gauleiter Sprenger (im Fordergrund) mit Ministerialrat Ringshausen «rechts neben ihm) und Dr. Richter (im Bilde rechts) vor dem „Jakob-Sprenger-Haus".
o-on dem Denkmalspfleger Dr. Richter einen Belicht über den Stand des Glaubergmuse- n m s und die weiteren Ausgrabungen entgegen. Nach der Besichtigung des Museums wurden Runter Führung von Dr. R i ch t e r die Ausgrabungen in Augenschein genommen, wobei sich Reichs- atthalter Sprenger wegen einer Fußver- r Atzung die Beteiligung leider versagen mußte. Dr.
dichter führte die Besucher u a. zu den Resten einer f (reigelegten römischen Schmelzofenanlage, wies auf : liie Maurerreste der einstigen Reichsburg hin, erläuterte an den Wänden eines Suchgrabens die Ab- ligerung der verschiedenen Zeitperioden und zeigte md) die vorgefundenen Knochenreste und Toten- !l)äbel.
Rach der Führung fand man sich zu kurzer Mit- Ingspaufe in der Unterkunft des Außenzuges der Lrbeitsbienftgruppe Bübingen ein. Reichsftatthal-
I litt Sprenger erschien ebenfalls.
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Entschluß, nur dieses Mädchen und kein anderes auf der ganzen Welt zu heiraten. Er bat feinen Kameraden, ihm Namen und Anschrift des Mädchens zu verraten, und am selben Abend noch schrieb er an Mary Rogers in London, daß er sie liebe. Mit Hangen und Bangen wartete er auf ihre Antwort, die nicht unfreundlich war, und Brief um Brief wanderte nun von Shanghai nach London und von hier aus in das Reich der Mitte. Eine herzliche Freundschaft entwickelte sich alsbald zwischen den beiden jungen Menschen. Als Cummins nach drei Jahren den sehnlichst erwarteten Heimaturlaub erhielt, schickte er sofort ein Kabeltelegramm an „seine Braut" Mary Rogers, in dem er mit- teilte, daß er nunmehr komme, um sie zu heiraten. Würde bei einer persönlichen Begegnung der ganze romantische Liebestraum zu Ende sein? Cummins war seiner Sache ganz sicher. Er trat unbefangen der Geliebten gegenüber und wiederholte seine Werbung. Mary Rogers hat feinen Antrag nicht zurückgewiesen, und diese Liebesgeschichte endet rote im Märchen: sie heirateten sich und sind sehr glücklich!
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Ehret die Heldengräber!
Opfert am 20. und 21. Oktober.
Die verräterische Wochenschau.
Auf ungewöhnliche Weise ist bie Mobriber Polizei einer Scheckfälscherbanbe auf bie Spur gekommen, von der die Bank von Spanien um nicht weniger als eine halbe Million Mark beschwindelt worden ist. Fünf Schecks waren eingelöst worden, deren Unterschriften, die auf den Namen der Marquise von Padierna lauteten, sich erst nachträglich als geschickte Fälschungen erwiesen Alle Nachfor- schungen der Polizei waren vergeblich, bis sich der Kassierer der Bank plötzlich mit der Behauptung auf einem Polizeirevier einfand, er habe den Mann, der ihm den ersten Scheck vorlegte, soeben in einem Kino wiedererkannt. Sogleich wurden ihm einige Beamten als Begleiter mitgegeben, um den Burschen dingfest zu machen, aber der Kassierer wies auf die Leinwand, über die eben die Wochenschau hinhuschte. „Dies ist der Mann!" Es handelte sich um einen Ausschnitt aus einer Zuschaueraufnahme vom Pferderennen in Barcelona, bei der sich der junge Graf von Villapadierna in der Begleitung eines Mannes befand, in dem die Detektive sofort einen bekannten Spitzbuben namens Mario Finizzio erkannten. Bei der Verhaftung gelang es, gleichzeitig noch einiger anderer Komplizen des Schwindlers habhaft zu werden.
Schlussel des nach dem Schirmherr Reichsstatthalter Sprenger benannten Hauses.
Oberstfeldmeister Sander übernahm das Heim lrV die Obhut des Arbeitsdienstes. Mit ihm dankten alle Arbeitsmänner dem Ehren - Gauarbeitsführer Reichsstatthalter Sprenger und dem oesten Arbeitskameraden Dr. Richter, dafür, baß sie biefer besonberen Arbeit bienen dürften.
Das „Sieg-Heil!" auf den Führer wurde be- geiftert aufgenommen. Zum Abschluß erklangen das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied.
Im Anschluß daran nahm Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger die Besichtigung der zweckmäßigen Unterkunft vor. Nach dieser Einweihung führten die Arbeitsmänner die zahlreichen Besucher durch das Grabungsgelände. Am Abend fand man sich in zwei Gasthäusern (Blaubergs zum ' schaftkichen Beisammensein ein, an dem
* (Blauberg, 13. Okt. An der Stätte der Ausgrabungen auf der nahegelegenen Burg G l a u b e r g sand am Samstag in Gegenwart des Reichsstatthalters Gauleiters Sprenger die Einweihung eines U n t e r k u n f t s h a u- ses für die Arbeitsbien st abteilungen statt, bie an den Ausgrabungen auf bem (Blauberg beteiligt ist. Reichsstatthalter (Bauleiter Sprenger erschien in Begleitung von Ministerialrat Rings- Hausen und Gaupresseamtsleiter W o w e r i e s. Ferner waren u. a. Gauinspekteur, Kreisleiter unb Kreisdirektor Klo st ermann, Oberbürgermeister Ritter, der Rektor der Universität, Professor D. Vornkamm, der Kanzler der Universität, Prof. Dr. H u m m e I, die Universitätsprofessoren Dr Rauch und Dr. Herzog, sämtlich aus Gießen, Sheisleiter Dr. Heiland (Büdingen) und Vertreter der Kreisämter Büdingen und Friedberg zugegen.
Im Glauberg-Mufeum begrüßte Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger die Gäste, fobann nahm er
Vor bem „Jakob - Sprenger -Haus, wie bie neue Unterkunft nach ihrem Förberer unb Schirmherrn ber Ausgrabungen benannt ist, hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunben, bie ben Reichsstatthalter unb (Bauleiter lebhaft begrüßten. Der Reichsstatthalter schritt bie Fronten ber SA. unb bes Arbeitsbienstes ab.
Gauleiter (Sprenger
hielt bann eine Ansprache unb erwähnte ben tiefen Einbruck, ben ber erste Vortrag bes Leiters ber Ausgrabungen, Dr. Richter, über bas Ziel ber Arbeiten auf ihn gemacht habe.
Am meisten interessiere ihn, so sagte der Reichs- statthalter, bie Tatsache, daß durch dieses Werk die tausendjährigen Beziehungen der Besied- lung freizulegen sind, und breiten Schichten des Volkes und besonders der Jugend vor Augen geführt werden kann, wie sehr wir bodenständig sind.
Die erfolgreich durchgeführten Arbeiten und die reichen Funde, die Dr. Richter gelungen feien, bewiesen die Richtigkeit seines (des Reichsstatthalters) damaligen Entschlusses der Förderung dieser Arbeiten. Und diese Arbeiten müßten weiter gefördert werden, wenn der (Blauberg in den Dienst des Volkstums gestellt werden solle. Er beglückwünsche den Gedanken, den Arbeitsdienst in den Dienst dieses Werkes gestellt zu haben. Er danke dem Arbeitsdienst, daß er mit der Tat eingesprungen sei. Es sei aber notwendig geworden, den Arbeitsmännern eine Unterkunft zu schaffen, in der sie vor Schäden der Gesundheit bewahrt blieben. Mit dem heutigen Tage solle das Museum zur Besichtigung freigegeben fein. Wenn die Mittel zu beschaffen seien, soll es erweitert werden.
(Er, ber Reichsstatthalter, halte nicht viel davon, wenn alle Funde in ein großes Zentralmuseum geschasst würden, es sei richtiger, sie an Ort und Stelle so auszubreiten, daß sie durch fachmännische Erklärung des Beschauers jedem Besucher die Anlage des Werkes verständlich machen.
Unser ganzer Stolz sei es, daß mit dem Bau eine Unterkunft geschaffen werden konnte für diejenigen, bie sich um bie Bergung ber Funbe bemühten, fenb an bie große Vergangenheit, ben Glauben
finden soll an die Gegenwart und den Mut schöpft, fortzuarbeiten für das Volk in die Zukunft hinein.
Mit dem Wunsche, daß der Leiter seine Arbeiten zu gutem Ende führen möge, übergab der Reichs- statthalter dem Denkmalspfleger Dr. Richter den Schlüssel des Heimes.
Dr. Richter dankte für das ihm erwiesene Vertrauen. Sein besonderer Dank galt den Männern des Arbeitsdienstes, die sich mit Hingabe unb Ver- ftänbnis als treue Helfer erwiesen hätten. Sie feien zu einem Gefühlsverhältnis an ber Arbeit gelangt, bas (Brunbbebingung zu solcher Arbeit sei unb bas nicht hoch genug eingeschätzt werben könne. Er gab feiner besonberen Freube barüber Ausdruck, daß durch die Unterstützung des Reichsstatthalters diesen Arbeitsdienstmännern gute Lebens- und Unterkunftsbedingungen geschaffen werden konnten. Mit dem Dank an bie Führung bes Arbeitsbienstes übergab er bem Führer ber Abteilung 225 ben
George war regelmäßig für mehrere Monate als (haft in Bonbis Haus, unb er erwies sich feines» c^egs als ber allzu feierliche unb abroeifenbe Mensch, fnr ben er häufig gehalten würbe. Er hatte sogar rnen ausgesprochenen Sinn für bie praktischen ringe bes Lebens, schätzte bie Drbnung bes Haus- h- lies unb sprach freubig ben Genüssen ber Tafel }L. In Fragen bes Weingeschmackes würbe seine H-nnerschast häufig angerufen, benn ber Nachkomme üseinischer Weingutsbauern verstanb sich auf einen gi ten Tropfen, unb als seine Gastgeber einmal einige Wochen ohne Köchin waren, erbot er sich al en Ernstes, bas Kochen mit zu übernehmen. In bv* Einstellung bes Dichters zu finanziellen Dingen w ... ... ........ .......... _
gewährt Bonbi einige reizvolle Einblicke: „Das nicht stück fein, allerbings mieberum mit operettenhaften Jihemienhafte aber ganz Unbürgerliche feines !ffie» seins zeigte sich auch in unseren geschäftlichen Bezie- otrgen. Niemals hat er von mir einen Vorschuß 6e~langt (obgleich er wußte, baß er ihn jeben Tag Jütte haben können.) Er tdar bebürfnislos in Bezug curf Bebürfnisse, bie mir Gelb zu befriebigen finb.


