ßr. 242 Zweites Blatt
GietzenerAnzetger (General-Anzetger für Vberheffen)
Dienstag, (5. Ottober (934
Politik im Ameisenhaufen
O.JlXfpOTt
kammern zu bauen. Das macht sie so gut, daß selbst
und der sich
radezu von „Politik" sprechen. Da gibt es wohlvorbereitete Kriege zwischen zwei feindlichen Ameisen-
Auch das zweite Pflichtspiel konnten die Männerturner siegreich gestalten. Diesmal war Tv. Hochelheim ihr Gegner, dem sie sich auf dessen Platz stellen mußten. Die Mtv.-Elf, die gegenüber dem ersten Spiel etwas verstärkt, aber noch nicht komplett, antrat, siegte nach einem schönen Kampf verdient mit 9:4. Leider wurde ihr faires Spiel oft unterbrochen. Für einige Zeit mußte sogar der Gießener Mittelstürmer aussetzen, da er von einem Gegner sehr hart angegangen wurde. Trotzdem konnten es die Platzbesitzer nicht verhindern, daß sich die technisch besseren Männerturner immer wieder durchsetzten. In regelmäßigen Abständen schos-
und Krofdorf in Rodheim. Krofdorf hat Anstoß ging sofort zum Angriff über, der jedoch von Verteidigung abgewehrt wurde. Rodheim kann
Turn- und Gportgemeinde Rodheim a. d. B eber.
Rodheim a. d. V. — Krofdorf 7 :0.
Zum fälligen Verbandsspiel trafen sich Rodheim
mehr in seine Hälfte zurück. Hier war es in erster Linie die zielbewußte Aufbauarbeit der Läuferreihe, die den gegnerischen Sturm nicht zur Entfaltung kommen ließ und auch noch genügend Zeit hatte, den eigenen Sturm immer wieder nach vorn zu werfen. Der Sturm spielte auch heute sehr zerfahren und konnte von den vielen gebotenen Chancen nur drei ausnutzen. Die Marburger spielten einen zweckmäßigen, auf Erfolg eingestellten Handball und hatten in ihren Außenstürmern ihre gefährlichste Waffe, die aber bei der gut arbeitenden Gießener Hintermannschaft auf großen Widerstand stieß. Das Spiel, von Schiedsrichter Bauern- f ch u b (Wetzlar) einwandfrei geleitet, endete somit mit einem verdienten 5:3-Siege für die Männerturner. 1
floaten, bei denen es um die Eroberung bestimmter Jagdgebiete geht, da werden richtige „Sklavenzüge" veranstaltet, bei denen z. B. aus anderen Ameisenstaaten die Brut geraubt wird, um sie zu „Sklaven" aufzuziehen. Aber auch „redliches Handwerk" wird vom Ameisenstaat gepflegt und gefördert, beispielsweise die Gärtnerei. Die tropische Blattschneideameise zerkaut abgeschnittene Blattstücke zu einem Brei und pflanzt Pilze darauf, die nicht nur eifrig gedüngt und gejätet werden, sondern die sogar kultiviert, indem die Pilzfäden regelmäßig abgebissen werden. Auf diese Weise entstehen Anschwellungen der Pilze, von denen sich die Ameise nährt.
Auch die „V i e h z u ch t" ist bekanntlich bei den Ameisen sehr beliebt. Als Haustiere werden vor allem Blattläuse gehalten, die ihrer süßen Ausscheidungen wegen sorgsam gepflegt und vor Feinden geschützt werden. Zwischen den oben erwähnten Blattschneideameisen und einer anderen
Tv. Dorlar I — Tv. Staufenberg I 18:0.
Die Platzbesitzer befanden sich wieder in großer Form und fertigten den Gegner mit diesem nicht alltäglichen Resultat überlegen ab. Bei den Gästen ist die stets unverdrossene Spielweise zu loben, die sie trotz der hohen Niederlage an den Tag legten. Dorlar hat mit diesem Spiel, dem dritten, bereits 50 Tore geschossen, ein Beweis für die gute Arbeit des Sturmes.
To. Alsfeld I — Tv. Burggemünben 4:3 (3:0).
Beide Gegner lieferten sich einen ausgeglichenen Kampf, der in der ersten Hälft« die Platzbesitzer zu drei Torerfolgen kommen ließ. Die Gäste gingen leer aus. Nach der Pause sah man das umgekehrte Bild, nachdem die Gäste nunmehr das Spiel beherrschten. Trotz guter Leistungen konnten sie aber den Ausgleich nicht mehr erreichen.
I Tv. Homberg I — Tv. Romrod I 0:4 (0:2).
’ Das Spiel war jederzeit fair und wurde von Romrod verdient gewonnen. Die Mannschaft hatte sich bereits bis zur Pause einen Vorsprung herausgearbeitet, den sie nach dem Wechsel verdoppelte.
SA.-Sportfest in Mainzlar.
fen sie 9 Tore. Die Platzmannschaft kämpfte bis zum Schluß und lag sogar die letzten sieben Minuten ständig vor dem Tor der Mtver, die sich schon auf ihren Lorbeeren ausruhten.
Mv. Gießen Jgd. — Tv. Cong-Göns 3gb. 7:5 (2:4).
Die Jugend des Männerturnvereins weilte am Sonntag in Lang-Göns, um das fällige Verbands- spiel gegen die dortige Jugend auszutragen. Dis körperlich unterlegenen Gießener wurden von Lang- Göns in den ersten zehn Minuten glatt überrumpelt und es hieß 3:0 für Lang-Göns. Bis zur Halbzeit hatten sich die Mtver Jungens auf 4:2 für Lang-Göns heraufgearbeitet. Nach Seitenwechsel setzte sich das bessere technische Können der Gießener durch. Sie rissen das Spiel nun vollkommen an sich und konnten am Schluß als Sieger mit 7:5 Toren den Platz verlassen. Die Jugend führt in der Tabelle mit 6 Punkten aus drei Spielen mit einem Tvrherhältnis von 37:6.
Handball im San XII Lahn-Dillkreis.
Kreisklasse 1:
Tv. Hochelheim I — Tv. Hörnsheim I 3:2 (1:1) abgebrochen.
Das Spiel brachte den erwarteten harten Kampf, 3ümal es sich um einen sog. Lokalkampf handelte. Der Kampf war ziemlich ausgeglichen, obwohl dis Platzbesitzer die etwas bessere Mannschaft stellten. Leider mußte das Spiel Mitte der zweiten Halbzeit infolge Spielunfähigkeit des Platzes abgebrochen werden.
To. Cich I — Tv. Albach I 4:5 (3:2).
Auch in diesem Spiel machten sich die Unbilden der Witterung stark bemerkbar und stellten an die Spieler hohe Anforderungen. Der erwartete knappe Sieg der Gäste traf ein, obwohl sich beide Mannschaften gleichwertig waren. Die Gäste konnten während des Spieles, hauptsächlich nach dem Wechsel eine leichte Überlegenheit herausarbeiten, die zum knappen Sieg ausreichte.
Kreisklasse II:
I Politik im Ameisenhaufen
Der Laie ist meist der Meinung, daß die Bienen
Oie Gemeinschaft als Urform alles Lebendigen.
Von £r. W. Richter.
tammern äu bauen. Las macht sie fo gut, daß selbst trat das erste Mal auf den Plan. Sie spielte in nad) mathematischer Berechnung keine bessere Raum- Gießen gegen 1900 1. Jugend und unterlag mit und Materialausnutzung möglich ist. Diese Bau- dem für sie recht beachtlichen Resultat von 2:1 fünft wird aber nur nebenbei betrieben, die Haupt- Toren.
Die einfachste Form der Gemeinschaft im Tier- reich haben wir in der Tierehe vor uns — wir alle kennen ja aus eigener Anschauung oder aus
r d-n staat-biw-nden Insekten di- ..klügsten" zu schweigen von den oft geradezu heroischen Taten, feieiL teuere Forschungen haben aber ergeben daß 3U denen die Mutterliebe das Tier in feiner "^n.^l9en<3 ber Mmeifen noch erheblich Fürsorge für die Jungen befähigt. Also auch dieser ist: in chrem Staatswesen kann man ge- Keimzelle des Staates, die Familie, findet sich in allen ihren Formen und Erscheinungen im Tierreich wieder — darüber hinaus aber sind gewisse Tierarten auch dazu befähigt, richtige „Staats- wesen" zu entwickeln, über deren Aufbau und Funktion uns gerade die modernste Forschung immer erstaunlichere Einzelheiten berichtet.
Kußball -Ergebnisse der Kreisklaffen aus dem Bezirk Gießen-Oitt.
1. Kreisklasse: Leihgestern — Heuchelheim 2:3; Lollar — Wieseck 5:4; VfB. II — Lich 3:1; Großen-Buseck — 1900 II 6:0; Krofdorf — Grünberg 4:5; Büblingshausen — Nauborn 4:0; Naunheim II — Tg. Wetzlar 0:3;- Wetzlar II — Werdorf 3:2; Holzhausen — Albshausen 4:1; Spfr. Wetzlar — Aßlar 1:0 abgebrochen.
2. Kreisklasse: VfB. III — Wißmar 1:0; 1900 III — Alten-Buseck 3:2; Steinberg II — Steinbach 5:2; Garbenteich — Wieseck II 4:3; Lich II — Lollar II 2:4; Rodheim — Krofdorf II 7:0; Erda — Kinzenbach 2:3; Vetzberg — Frankenbach (Frankenbach nicht angetreten); Werdorf II — Leun II 1:4; Bechlingen — Oberndorf 2:9; Oberbiel — Braunfels 4:1; Aßlar II — Hermannstein 2:3.
Sportverein 1920 Lollar.
Collar I — wieseck I 5:4.
Trotz des schlechten Wetters hatte sich eine stattliche Anzahl Zuschauer auf dem Sportplatz eingefunden, um Zeuge 'dieses Kampfes zu fein. Es war ein Kampf bis zur letzten Minute, aus dem Lollar als verdienter Sieger hervorging. Lollars 1. Mannschaft spielte in einer Aufstellung, die sich als gut bewährte, und dies auch in den nächsten Spielen beweisen soll. Einige Spieler sollten sich ganz besonders bemühen, im Training zu erscheinen, dann wird es auch an den noch schwachen Punkten besser. Schiedsrichter H. R ü s p e l e r leitete das harte aber faire Spiel sehr gut. Die 2. Mannschaft kehrte mit einem 4:2-Sieg von Lich nach Hause.
„FC. Teutonia" Watzenborn-Steinberg
Die 2. Mannschaft glich die Scharte vom vergangenen Sonntag wieder aus und siegte gegen Steinbachs erste auf eigenem Platze 5:2. Sie brachte sich damit in die Spitzengruppe der Tabelle.
Eine neu zusammengestellte Jugendmannschaft
Am Samstag und am Sonntag fand in unserem ‘ Ort das bereits erwähnte Sportfest des Sturm- ' bannes 1/116 statt. Bereits am Samstagabend ab 19 Uhr trafen die Stürme in Mainzlar ein und bezogen Privatquartiere in den Orten Mainzlar, Dauvringen und Staufenberg. Nach Ausgabe der Quartierzettel fand in der Mitte des Dorfes und anschließend im Saalbau Müller ein Konzert statt, das durch den Musiktrupp ausgeführt wurde. Um 22 Uhr war Zapfenstreich.
Am Sonntagfrüh wurde durch den Spielmannstrupp geweckt. Anschließend wurde am hiesigen Kriegerdenkmal unserer gefallenen Helden gedacht. Nach einer kurzen Ansprache des Sturmbannführers F a u l st i ch - Allendorf und nach der Kranzniederlegung spielte die Kapelle das Lied vom guten Mlv. Gießen II — Tv. Hochelheim II 9:4 (5:2). ! Kameraden. Hiernach ging es trotz des schlechten Wetters in schneidigem Marschtempo nach dem Sportgelände am Bahnhof Mainzlar, um dort in friedlichem Wettkampf die Kräfte zu messen. Am Vormittag wurden die Mannschaftskämpfe aus- getragen, während am Nachmittag die Einzelwettkämpfe stattfanden. Trotz des strömenden Regens
zunächst nicht finden, konnte aber nach kurzem Hin und Her das erste Tor schießen. Durch diesen Erfolg angefeuert gingen die Einheimischen aus sich heraus und konnten bis Halbzeit noch zwei Erfolge buchen. In der zweiten Hälfte ist Rodheim weiter überlegen und bald hieß es 7:0. Krofdorf gibt nun alles her, um wenigstens zum Ehrentreffer zu kommen, jedoch die sicher arbeitende Hintermannschaft der Rod- heimer vereitelte jeden Erfolg.
Handball im Männerturnverein (OT ).
Mlv. Gießen I — Tuspo. Marburg I 5:3 (2:2).
Die 1. Handballmannschaft des Männerturnvereins Gießen trug am vergangenen Sonntag in Marburg gegen den dortigen Turn- und Sportverein das fällige Verbandsfpiel aus. Die Mtver konnten auf dem gefährlichen Gelände einen verdienten Sieg erringen und somit zwei wertvolle Punkte mit nach Hause bringen. Das Spiel litt sehr unter dem nassen und schlüpfrigen Boden. In der ersten Halbzeit waren sich beide Mannschaften gleichwertig. Nach Seitenwechsel wurde das Spiel schneller, die Mtver drängten ihren Gegner immer
wurden recht beachtliche Leistungen erzielt. Am Abend fand man sich bei Gastwirt Müller zu einem schlichten kameradschaftlichen Beisammensein ein.
Die ersten Sieger:
Mannschaftskampf: Schar Ruttershausen (Sturm 2/116); Kugelstoßen: Willi Will, Sturm 2;
Eine einfachere Form des Gemeinschaftslebens der Tiere bildet die Herde; in freier Wildbahn ist eine solche Herde die fest geschlossene Vereinigung zahlreicher Tiere, die ihrem Führer — meist dem klügsten und kräftigsten Tier der Herde — blindlings gehorcht, einen ausgezeichnet funktionierenden Nachtdienst organisiert und in Fällen der Gefahr sich gemeinsam verteidigt. Andere Gemeinschaften finden wir zeitweise bei den Zugvögeln, bei Fischzügen usw.; hierbei handelt es sich um die Bildung von Gemeinschaften zu einem bestimmten Zweck, nach dessen Erreichung sich die Vereinigung der Tiere wieder auflöst.
Der Stundenplan beratenen.
Weit über die ersten Urformen des Gemeinschaftslebens hinaus geht die einzigartige Organisation des B i e n e n st a a t e s. Hier herrscht ein „Gemeinsinn", der den menschlichen weit übertrifft: besteht doch das Volk aus weiblichen Tieren, die auf eigene Nachkommenschaft verzichten, um ihre Kräfte für die Aufzucht der Brut der Königin, die das einzige fortpflanzungsfähige Weibchen ist, zu verwenden. Auch die männlichen „Drohne n" werden der Allgemeinheit geopfert, sie dürfen nur ihren Daseinszweck erfüllen, nämlich die Königin befruchten und gehen dann durch Verhungern oder durch den Giftstachel ihrer Volksgenossen zugrunde.
lieber diese schon seit langem bekannten Tatsachen hinaus hat gerade die jüngste Forschung eine Fülle von Einzelheiten aus dem Bienenstaatsl'eben feststellen können, die teilweise eine geradezu verblüffende Ähnlichkeit mit menschlichen Verhältnissen zeigen. So konnte der deutsche Forscher Prof. Rösch einen ganz genauen „Stundenplan" der Bienen fest- stellen, nach dem das Leben jedes arbeitenden Mitgliedes des Bienenstaates in strenger Gesetzmäßigkeit abläuft. Die ersten 3 Tage des Lebens der Arbeiterin sind dem Zellenputzen gewidmet, die nächsten dem Fütternder alten Brut mit Blütenstaub und Honig. Die junge Brut kann diese feste Nahrung noch nicht vertragen, sie muß mit einem nahrungsstoffhaltigen Saft, den die Speicheldrüsen der Bienen liefern, „gestillt" werden. Das kann aber die junge Brutpflegerin noch nicht, erst vom sechsten Lebenstage ab geben ihre Drüsen die nötige „Muttermilch" her. Dann widmet sie sich bis zum zehnten Tage dieser Aufgabe. Dazu gehört noch die Reinigung der Brut und Hilfe beim Verpuppen und Ausschlüpfen. Außerdem muß die Temperatur auf etwa 35 Grad Celsius gehalten werden; dazu ist es bei kühlem Wetter nötig, daß die Brutpflegerinnen eng gedrängt auf den Brutzellen sitzen.
Gegen Ende dieser Bruttätigkeit beginnt nun die Arbeiterin sich für den späteren „A u ß e n d i e n ft" vorzubereiten, indem sie Orientierungsflüge in die Umgebung macht. Einstweilen wird sie jedoch noch im Stock gebraucht. Da ist einmal die B a u a r - beit. Die Arbeitsbiene beginnt anstatt des nun versiegten Futtersaftes Wachs auszuscheiden,das sie zuKlümp-, chen knetet, um daraus die Kinderstuben und Vorrats-'
arbeit in dieser Zeit (10. bis 18. Tag) ist das Abnehmen des Futters, das die Sammler einbringen und die Verstauung in den Zellen. Außerdem wird noch der Stock von Bauabfällen, Leichen u. a. gesäubert. Die Ausflüge werden ausgedehnt, ohne daß die Biene jedoch Futter mitbringt. Bevor sie dazu zugelassen wird, muß sie noch einige Zeit Wacht- o i e n ft tun, und erst am 20. Tage wird die Bien« Sammlerin.
Simeifenart besteht übrigens eine seltsame Feindschaft, die auf eine raffinierte „Geschäftsverbindung" der letzteren mit der sogenannten Ameisen- pflanze zurückgeht. Diese Pflanze bietet bestimm- ten, harmlosen Ameisen geeignete Wohnräume in ihren hohlen Stengeln und stellt ihnen auch besonders beliebte Nahrungsstoffe zur Verfügung. Zum Dank dafür übernehmen die Pensionäre der Ameisenpflanzen deren Schutz vor ihren gefährlichen Artgenossen, den Blattschneideameisen, die in den Tropen oft genug ganze Wälder entlauben.
Die Arbeitsteilung hn SImeifenftaat ist bei weitem nicht so starr wie bei den Bienen; wie sehr eingehende Untersuchungen deutscher Zoologen in letzter Zeit gezeigt haben, erfolgt die Verteilung der Arbeit nicht nur unter Berücksichtigung von Körper- große und Alter der Ameisen, sondern sie scheint auch „psychologische" Momente — Arbeitstreue der Beschäftigten und Arbeitsdrang der Unbeschäftigten — zu berücksichtigen.
Trotz dieser erstaunlichen Eigenschaften der Ameisen müssen wir uns davor hüten, ihr „Staatsleben" unter allzu menschlichen Gesichtspunkten zu betrachten. Die geistigen Fähigkeiten der Ameisen sind keineswegs so hoch, wie ihre komplizierten Handlungen vermuten lassen, denn eine Ameise erkennt niemals die direkte Beziehung zwischen Mittel und Zweck, sondern handelt stets rein instinktmäßig. Wenn trotzdem ihr Leben und Treiben oft eine fo erstaunliche Ähnlichkeit mit menschlichen Verhältnissen aufweist, so zeigt uns dies mit aller Deutlichkeit, daß keineswegs nur der Kampf aller gegen alle, sondern auch die gegenseitige Hilfe zu einem der Grundprinzipien der Natur gehört. Auch in den Staaten der t Ameisen und Bienen gilt der einzelne nichts ohne seine Beziehungen zum großen Ganzen, der Gemeinschaft aller.
König veters Ankunft in Belgrad.
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Der elfjährige König Peter begrlifet bei feiner Ankunft auf dem Bahnhof in Belgrad die Generale der jugoslawischen Armee. Hinter König Peter seine Mutter, die Königin-Witwe Maria; rechts hinter dem König sein Onkel Prinz Paul Karageorgewitsch, der Vorsitzende des Regentschaftsrats.
Die Beisetmna Außenminister Barthvus
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M
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Der Sarg, der — mit der Trikolore bedeckt — auf einer Lafette ruht, wird zum Jnvalidendom gebracht. Daneben schreiten (beginnend mit dem Zweiten von vorn) der oberste Feldgeistliche der französischen Armee, der Rektor der Pariser Sorbonne, Kriegsminister Marschall PStain und ^dahinter Offiziere mit den Orden des Toten.


