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Halbe Ordnung im Oonauraum
Wnö-öptttök
des Winterhilsswerks 1934/35
ausstrebt.
Groß-Gerau, 15. Off. (LPD.) Lin entsetz.
haben und die sie auch den n°uen Herren in Prag,
treffen in Groh-Gerau bereits tot, ihr 2U a n n
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schen klagten auch Wendel und Heinrich Rödner über heftige Beschwerden. In den frühen Morgenstunden des Sonntag wurde nochmals der Arzt gerufen, der die sofortige Ueberführung ins Stadtkranfenhaus Groh-Gerau anordnete. Zuerst wurden die Eheleute Vlumenschein nach Groh-Gerau befördert. Die junge Frau war bei ihrem Ein-
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Ungarn" — empor, und aus 1 die 13 unglücklichen Treuesten der Treuen, ine einer
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Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, von dem Ableben unseres lieben, treuen, unvergeßlichen Regimentskameraden
Herrn Ludwig Kinzenbach
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Beerdigung Mittwoch, den 17. Oktober,
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qleiche Not ein sicheres Unterpfand der Freundschaft und der weitgehenden Interessengemeinschaft. Die Zeit soll für uns beide arbeiten und die wirtschaftlichen Möglichkeiten von deutscher Seite sind auf die Dauer wichtiger als jede andere Kombination. Nur erbebt der ungarische Boden heute fühlbar unter dem Rückschlag der österreichischen Ereignisse, und man barf den Staatsmännern in Budapest schon glauben, wenn sie mit allen Zungen der lieber» redung einer deutsch - italienischen Verständigung über Oesterreich das Wort reden. Daß Oesterreich deutsches Land ist, leugnet hier niemand, ja, man vertraut durchaus darauf, daß Deutschland sich ganz naturgemäß im Umfang des überhaupt Möglichen durchsetzen wird. Allein der offene internationale Konflik t um dieser Frage willen, wie er diesen Sommer mit italienischem und eventuell tschechischem Einmarsch in Oesterreich drohte, fürchtet man hier über alles. Denn wenn die außerdeutschen Machte einer deutsch-österreichischen Lösung erst einmal mit der Waffe in der Hand entgegentreten würden, dann hätte, so fürchtet man, auch des kleinen Ungarns letzte Stunde geschlagen. Von großen Hoffnungen auf Frankreich ist Ungarn seit Barthous Fruhjahrs- reden in Bukarest und Belgrad gründlich geheilt, und sein Interesse für die deutsch-polnische Verständigung ist ungleich größer wie der Glaube an einen italienisch-französischen Ausgleich. So wartet dieses mannhafte und ungückliche Volk mit zusammengebls- jenen Zähnen auf die Wendung zum Besseren und sieht dabei auf Deutschlands nationale Wiedergeburt mit einer Sympathie, die gewiß egoistisch, aber zugleich auch menschlich tief verankert ist.
ÄAm 14. Oktober ist unerwartet unser lieber Kamerad Ludwig Kinzenbach Verwaltungsinspektor zur großen Armee abberufen worden. Wir verlieren in ihm ein treues Mitglied, dessen kameradschaftliches Wesen ihm ein ehrendes Andenken sichert. Reichstreubund ehemal. Berufssoldaten, Ortsgr. Gießen. Antreten zur Beerdigung: Mittwoch, den 17- Oktober, 14.15 Uhr, Ecke Dammstraße- " alltorstraße. Anzug - Bundesanzug. 604sD
Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot. für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. IX. 34: 10 600. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Eine ganze Familie vergifiei.
Bier Todesopfer'.
sich immer wieder betont das heilige Losungswort: des verstorbenen Grafen Apponyi „szabadzag" — die Freiheit! ' ' " ‘
Am Sonntag ist unser treuer Mitkämpfer
Ludwig Kinzenbach
zur großen Armee abberufen worben. Wir trauern um den Kameraden, der uns unvergessen bleibt
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Luftschutz
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haus. Als letzter wurde der 51jährige Familienvater Wendel Rödner nach Groß-Gerau gebracht. Er hatte sich mehrmals erbrochen, fo daß bei ihm das Gift anscheinend langsamer wirkte. Sein Zustand wurde jedoch immer schlechter, so daß man auch mit seinem Ableben rechnen muhte. Vis zum Abend rang er noch mit dem Tode, gegen 19.45 Ahr hatte auch er ausgelitten.
Raubmord in Mainz.
DerTäter verhaftet. - Er erbeutete 442 Mk.
Mainz, 15. Okt. (LPD.) Gestern abend wurde im hause Schillerplah 3 das 68jährige Fräulein Katharina Grau von dem 32jährigen Fran; Becker aus Gonsenheim bei Mainz erdrosselt. Der Täler, der die Geldtasche seines Opfers mit 442,50 Mark raubte, konnte dank der Geistesgegenwart einiger Einwohner des Hauses v e r « haftet werden, noch bevor er das Haus verlassen hatte. Die polizeilichen Ermittlungen find noch nicht abgeschlossen.
IV*.
Mannhaftes Ungarn.
Don unserem Or. Cl.-Sonderkorrespondenien (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)
B u d a p e st, Oktober 1934.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine geliebte Frau, unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin undlante Anna Bieker, geb.Weigel
nach kurzem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 58 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu rufen.
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Bukarest und Belgrad gegenüber durchhalten wollen. Nicht Macht vor Recht will die ungarische Revision, sondern Rettung aus der ohnmächtigen Isolierung zur Ueberwindung des krassesten Unrechts. Als erster Bundesgenosse batte sich seit Jahren Mussolinis Italien den Unaarn angeboten, und Gömbös tat alles, darin mit Bethlen völlig einig, um die faschistische Freundschaft zu vertiefen. Jedoch ... _ u ,
Italien bedeutet eine wirkliche Hilfe gegen die Kleine starb kurz darauf. Der 22jährige Heinrich R ö d - Entente, der Frankreichs Schutz nach wie vor zu- n c r, ^er aj5 nächster nach Groß-Gerau transpor- gesichert ist, nur in Verbindung mit dem großen i (ierf routbe (onnfe noch selbst zum Auto gehen. Deutschland. , , unb ' Dabei klagte er über heftige Halsschmerzen. Auch er
Inzwischen tauchte an der Seite des Reichsverwesers Kommandanten Horthy ei
Mann auf, der zwar das Land vom®ru finanziellen Not auch nicht von heute auf morgen erlöste, aber als erster wagte, aus Unglück und Armut einen schrittweisen Weg nach oorw zu gTtfufÖ™ mfen'KmtÄnär U s/ne seit zwei Jahren stark gefestigte Au onta verweist ihn zwangsläufig auf eine °nUjeudale Löiuna der sozial ausschlaggebenden a g r a r i sch e n ^raae Kampf den Fideikommissen, Kampf den mißbrauchen in der überalterten K°m,tat-°erw°.- tung lautet heute die offizielle @ombo5parole.
Dieser energische Realist scheint mehr Vertrauen in hpn Kossuthpatriotisrnus der Bauern, Offiziere Lnb Stubenten 3U haben, als in die Fortsetzung eines hochfeudalen Systems, dem die ideellen und materiellen Grundlagen weitgehend verloren gegangen sind. Für die Richtigkeit einer neuen Boden- aefetzgebung spricht die Tatsache daß der mächtigste Großgrundbesitz gar nicht in den heutigen engen Staatsgrenzen, sondern d r ub e n i n Sie be n- b ü r g e n u s w. lag. Schwierig wird für die beabsichtigte verschleierte Enteignungsak wn allerdings der politische Widerstand des Adels sein. Außerdem besteht die nicht zu unterschätzende Gefahr, daß der Staat selbst durch die Notwendigkeit ausgedehnter Keldentschadigungen das Land noch tiefer in die Abhängigkeit vom internationalen Bankkapital hineinführt, aus der es so lange schon verzweifelt her-
Wir kennen aus der Wiener Operette und nicht minder aus der feudalen Wirklichkeit der Vorkriegszeit den Ungarn nur als den Herrn, den reichen und harten Inhaber aller Macht, den hochgestellten Aristokraten. Und ganz gewiß hatten auch Hor- t h y s wehrhafte Scharen, als sie genau vor fünfzehn Jahren in Budapest einzogen und das rote Regime schonungslos auskehrten, wenig Demokratisches an sich. Wie der gewaltige Graf Tisza vor der Katastrophe, so regierte neben dem Reichsverweser ein Jahrzehnt lang der hagere und elegante Graf Stephan Bethlen, dem eine ergebene Zeitung auch dieser Tage noch zu seinem 60. Geburtstag in fetter Überschrift bescheinigt, er sei „das Schicksal Ungarns". Und doch erfüllte sich mit erbarmungsloser ökonomischer Gesetzmäßigkeit das Los der Grafenherrschaft, und statt zurück zum legitimistischen Thronesglanz, ging der Weg der adligen Gutsbesitzer rettungslos zur kapitalistischen Verschuldung.
* Siehe auch Gießener Anzeiger vom 6., 11. und 13. Oktober.
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(em rassischen Menschenschlag keine Spur von sutz- > Nation an die sozialen weronoerungen ringsum w 1 v u ... . < A < m 1
licher Weichheit hat Unter den bunten Mützen ober auf der Hand liegt, hat Ministerpräsident Gömbös liches Unglück ereignete sich im benachbarten W a l-
dem Kossuthbarett mit der Reiherfeder da und dort heute auch einen anderen, höchst fähigen und ziel- l e r st ä d t e n. Eine aus vier Kopsen bestehende
ein Gesicht mit besonders edel geschnittenen Zügen, bewußten neuen Mann herangezogen, den Führer a m।\je erkrankte nach dem Genuß von Voh-
ein Auge von hellstem Mannesfeuer. Machtvoll *• S‘J h n n A M ' " " '' n".....<4...-..-
steigen im festlichen Raum die getragenen Klange des ,Olsten ald weg a magyart" — ,,@ott segne die
„Lange schlägt den Ungarn schon des Himmels Hand ... Soll er fröhlich, traurig sein? Er weiß es nicht." Diese Klage des großen Freiheitsdichters P e t ö f i ist nach kurzen Jahrzehnten des Glanzes und der Herrschaft von neuem grausame Wirklichkeit geworden. Denn eine unendliche Schwermut liegt ütfcr diesem wunderschönen Land. Allein, heute wie vor hundert oder vierhundert Jahren hat sie die Magyaren nicht niederzudrücken vermocht. Ihr Fatalismus behält feinen merkwürdig aktiven Einschlag, und eine tadellose Haltung bietet dem unerträglichen und unbegreiflichen Schicksal Trotz. Seit neuestem ist der 6. O k t 0 b e r 1 8 4 9, an dem in der Festung Arad 13 revolutionäre ungarische Generäle von den Oester- reichern erschossen wurden, unter die staatlichen Feiertage aufgenommen; nicht gerade zur Freude der Habsburger Legitimisten. Dieses aus Schmerz und Stolz gemischte vaterländische Gedenken begeht die nationale Studentenschaft mit einem Aufmarsch und anschließender Trauerzeremonie. Der militärischen Zucht durch den Zwangsspruch von Trianon entwöhnt und doch geborene Soldaten, ziehen die Studenten mit ihren Fahnen unter den ...... m .
Klängen der Janitscharenmusik schweigend auf, mit | In feinem Kampf, dessen außenpolitische Bedeu- etner ungezwungenen Jünglingsanmut, die bei die- j jung im Sinn einer Annäherung der ungarischen fern rassischen Menschenschlag keine Spur von süß- j Nation an die sozialen Veränderungen ringsum
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'13 unglücklichen Treuesten der Treuen, die einer , eben erst die auswärtige Vertretung Ungarns | Die Familie Wendel Bodner ah am g-
rnenschüchen Staatsräson zum Opfer fielen, hebt! bei der Genfer Välkerbundstaaung in Nachfolge abend Do h n e n f a l a l. kurz darauf erkrankte die . _•------—:Qniitnncmnrt- verstorbenen Grafen Apponyi anver- 26jährige, verheiratete Tochter Lina y l u m e n -
s tr^ In dVr Tat ^at" sich Eckhardt, auf den mit | f d> e i n. Sie klagte über heftige Leibschmerzen, so dem Regierungschef auch das junge Ungarn bafo ihr THann, der ebenfalls 26jährige Adam B lu- gewisse Hoffnungen setzt, ebenso geschickt und mutig! schein, sich veranlaßt sah, die Gemeinde- für die »rotze Sache der Revision qetolaaen, rote. Hilfeleistung zu holen, üluf dem Nach-
wurde auch er MhNch uon einem hes- Generationen hinroea das Festhalten an der alterjhgen llnroahste.n befallen. Daraufhin enstchlotz man probten staatsrechtlichen Linie, mit der die Ungarn. sich, den Arzt zu rufen. Trotz feiner Hilfe verfchlech- in Wien vor dem Krieg ihre Stellung gehalten terte sich der Zustand bei den Erkrankten. Jnzwi-
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