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Auch Mlny verhaftet.

Seine Teilnahme an der Bluttat von Marseille eingestanden.

Paris, 16. Okt. (DNB.) Der seit vier Tagen im Walde von Fontainebleau gesuchte Sylvester Malny, der bei seiner ersten Festnahme im Zu­sammenhang mit dem Marseiller Anschlag den Gendarmen wieder entwichen war, ist am Montagnachmittag auf der Landstraße am Aus­gang der Stadt Melun fe st genommen worden. Er erklärte, daß er umhergeirrt sei und in Straßen- graben geschlafen habe. Er habe seitvierTagen nichts gegessen und sei am Ende seiner Kräfte. Man fand bei ihm 700 Franks und einen Kompaß. Malny hatte sich am Montag früh in Melun einen neuen Mantel und eine Mütze gekauft. Zum Ver­hängnis sollte ihm aber werden, daß er am Aus­gang der Ortschaft Melun in einem Caf6 eine Tasse Kaffee trank. Er machte sich nämlich dadurch verdächtig, daß er ein viel zu hohes Trinkgeld, nämlich 2.50 Franks, gab. Dies fiel anderen Gästen auf, und sie benachrichtigten die Po­lizei, die rechtzeitig erschien, um Malny festzunehmen. Malny hat im Laufe der Vernehmung, die bis in die späten Nachtstunden dauerte, gestanden, mit den übrigen Verhafteten den Anschlag gegen König Alexander vorbereitet zu haben. Malny soll in Wirklichkeit Kralz heißen und 1908 in Koprionco geboren sein.

Lemery französischer Justizmmister.

Paris, 15. Okt. (DNB.) Ministerpräsident Doumergue hat dem Präsidenten der Republik eine Verordnung zur Unterschrift oorgelegt, durch die Senator Lemery an Stelle des Senators CH6ron zum Justizminister ernannt wird.

Der neue Justizminister gehört der radikal- sozialistischen Senatsgruppe an. Er kommt von denfranzösischen Sozialisten", die sich von den internationalen Sozialisten unterscheiden. Lemery ist seiner politischen Ueberzeugung nach ein be­zeichnender Vertreter der Senatsmehrheit, oie in der radikalsozialistischen Gruppe zusammen­gefaßt ist. Jnnerpolitisch ist er gemäßigt links ein­gestellt. In sozialen Fragen denkt er konservativ und außenpolitisch huldigt er einem unnachgiebigen Nationalismus. Senator Lemery, der im 60. Lebensjahr steht, ist Vizepräsident des Auswärtigen Ausschusses des Senats. Er gehört zu den regelmäßigen Mitarbeitern der nationalistischen ZeitungLiberty", einem Blatt, das sich durch besonders starken Ton gegen Deutsch­land hervortut. Lemery wurde auf der Insel Mar­tinique geboren. Er vertritt diese Insel im Senat. Lemery wählte den Rechtsanwaltsberuf. 1906 wurde er in die Kammer und 1920 in den Senat gewählt. Im Kriegskabinett Clömenceau war er Unterstaatssekretär für Ueberseetransport, Handelsmarine und später für Handel. Lemery hat sich als Sachverständiger auf den verschiedensten Arbeitsgebieten auch durch Veröffentlichungen her­vorgetan.

Landesleiter Pirro gegen die marxistische Hetze Saarbrücken, 15.Okt. (DNB.) In Massen­kundgebungen der Deutschen Front wurde ein Aufruf des Landesleiters Pirro ver­lesen, der angesichts der ungeheuerlichen Angriffe und gemeinen Verleumdungen der separatistischen Presse zur klaren Trennung der Fron­ten aufforderte und an jeden Saarländer den Appell richtete, zwischen sich und den Vaterlands­verrätern im Saargebiet einen Trennungsstrich zu setzen. In dem Aufruf Pirros heißt es u. a.:

Der Königsmord in Marseille, dem auch der französische Außenminister Barthou zum Opfer gefallen ist, diese ungeheuerliche Bluttat, die in der gesamten gesitteten Welt maßlose Empörung ausgelöst hat, wird von den traurigen Helden der Frei-Hetz-Front skrupellos für i hr e dunklen Zwecke ausgenutzt. Diese Verleumder be­haupten, daß der entsetzliche Mord das Werk Deutschlands sei. Sie behaupten, daß dieser Mord der Reichsregierung genehm komme, daß Deutsch­land hinter den Mördern stände. Das wahre Ant­litz der Frei-Hetz-Front ist die Fratze der Nieder­tracht, des Verrats, der Verleumdung, der Gemein­heit, der Gewissenlosigkeit. Jetzt scheiden s i ch endgültig die Fronten. Auf der einen Seiten stehen die anständigen Deutschen, und auf der anderen Seite stehen Niedertracht und Ver­leumdung, steht der unbändige Haß gegen alles, was deutsch ist. Dieselben gewissenlosen Hetzer, die offen zum Krieg gegen Deutschland und das deutsche Volk hetzen, geben vor, die Rechte des Arbeiters zu schützen. Ihr blinder Haß gegen die deutsche Regierung bedroht ein gan­zes Volk, bedroht damit Existenz und Leben aller deutschen Arbeiter. Der Status quo wäre die Mör­derzentrale Deutschlands, der Status quo wäre der ewige Kriegsherd zwischen den Völkern Europas. Der Aufruf schließt mit der Aufforderung:Heraus aus der Kriegshetzerfront! Heraus aus der Front der Verleumder am eigenen Bruder!"

Oie Abstimmungsgerichte im Saargebietnehmen ihre Tätigkeit«»?

Saarbrücken, 15. Okt. (DNB.) Die im Saar­gebiet eingerichteten neutralen Abstim­mungsgerichte werden in diesen Tagen ihre regelmäßige Tätigkeit aufnehmen. Die neutralen Richter weilen schon seit Anfang September im Saargebiet. Bis jetzt ergab sich jedoch noch keine Notwendigkeit, ihre Arbeit zu festen Ter­minen anzusetzen, da bisher nur wenige und gering­fügige Fälle Vorlagen. Es hat sich wieder einmal erwiesen, daß die Behauptungen des Präsidenten der Regierungskommission über die Disziplinlosig­keit der Saarbevölkerung, auf die hin die neutralen Gerichte überhaupt erst eingerichtet wurden, nicht stichhaltig waren. Der unbeugsame Wille der saardeutschen Bevölkerung zur strikten Innehaltung von Disziplin und Ordnung war von vornherein fest entschlossen, alles zu unterlassen, was eine gerecht­fertigte Aburteilung durch die Abstimmungsgerichte nach sich ziehen könnte. Man wird den separatisti­schen Elementen des Saargebietes überlassen müssen, die Daseinsberechtigung der Abstimmungsgerichte zu rechtfertigen.

Die Bezeichnung0er Führer".

Berlin, 16. Okt. (DNB.) Der Stabsleiter der obersten Leitung der PO., Dr. Ley, hat folgende Anordnung erlassen:

Die BezeichnungDer Führer" war für uns Natlonalsozialisten immer ein unantastbarer Begriff.

Heute ist der Führer der NSDAP, der Führer des gesamten Volkes und damit ist dieser Begriff staats- und weltpolitisch eindeutig festgelegt, -öd) ordne da­her f ü r d i e o b e r st e L e i t u n g d e r P O- am daß kein politischer Leiter, ganz gleich in welcher Stellung innerhalb der Partei oder einer der angeschlossenen Organisationen er tätig[ t t, D a s WortFühre r", auch nicht in Verbindung mrt einem anderen Wort, für s i ch verwen en

bagfür die Deutsche Arbeitsfront orbne id) an, daß ab sofort für meine Person die Bezeich­nungFührer der Deut chen Arbeitsfront nich t mehr gebraucht werden darf Meine Dienst­bezeichnung istS t a b s l e i t e r d e r P O. Auch in organisatorischer Hinsicht ist einebesondere Be­zeichnung nicht nötig, da meine -Lahgfeit für die DAF. lediglich eine Fortsetzung der Arbeit der NSDAP, ist. Das gleiche gilt für die Leiter der anderen Gliederungen der Partei und aller wei­

teren Organisationen.

Oie Aufnahmesperre

zur OAF. aufgehoben.

DNB Berlin, 15. Okt. Der Stabsleiter der PO. und Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, erläßt nachstehenden Aufruf:

Die Deutsche Arbeitsfront hat am 1. Oktober 1934 ihre organisatorische Gemein­schaftsform vollendet und in Vollzug gesetzt. Wirtschaftsführer und Gefolgschaften der Betriebe sind in einer gemeinsamen Organisation organisiert. Außer Deutschland hat kein Land der Erde eine derartige Gemeinschaftsgesinnung bekundet. Diese gewaltigste Demonstration der nationalen und sozialen Solidarität bedeutet Erfüllung einer Jahr­hunderte alten Sehnsucht aller Schaffenden. Nur durch den genial gestaltenden Willen des Führers Adolf Hitler wurden die Voraussetzungen geschaffen, welche die Entwicklung zu solcher Großtat ermög-

lichten. Seiner der werdenden Deutschen Arbeits­front gegebenen Schutz- und Schirmherrschaft ist es zu verdanken, daß das große Werk in kurzer Zeit gelingen konnte. Nun beginnt die zweite Phase der Entwicklung, welche den restlosen Ausbau der Reichsberufsgemeinschaf, te n und der Reichsberufsgruppen zum Ziel hat. Zur Mitarbeit an dieser gewaltigen Aufbauarbeit rufe ich alle Schaffenden in Stadt und Land auf und ordne an, daß vom heutigen Tage, dem 15. Oktober 1934, die Mitgliederaufnaymesperre zur DAF. aufgehoben ist. Alle Voksgenossen, welche in die Gemeinschaft aller Schaffenden ausgenommen werden wollen, haben wieder Gelegenheit, dies bei den Verwaltungsstellen der DAF. zu beantragen.

Eine Bekanntmachung des Ehefs des Stabes.

Berlin, 15. Ott. (DNB.) Der Chef des Stabes der SA. sieht sich, um böswilligen Gerüchten ent­gegenzutreten, veranlaßt, folgendes bekanntzugeben:

Im Verordnungsblatt der Obersten SA.-Führung Nr. 29 vom 13. August 1934 habe ick grund­sätzlich verboten, das sich S A.- Dienst­stellen dazu hergeben, Empfehlungen an Firunenundderen Erzeugnisse zu geben, und habe ferner angeordnet, daß überall dort, wo geschäftliche Bindung en mit irgend­welchen Firmen bestehen, diese sofort zu lösen sind. Diese meine grundsätzliche Einstellung ist bezüglich der Fabrikate der S t u r m - Z i g a r e t- tenfabrik in Dresden in böswilliger Weise so ausgelegt worden, als ob die Sturm-Zigaretten­fabrik mit der Röhm-Revolte zu tun ge­habt hätte und von der SA. boykottiert werden müßte. Es ist weder das eine richtig, noch das andere gewollt. Die Sturm-Zigaretten­fabrik ist für die SA. ein reines Privat- unternehmen w i e jede andere Firma auch.

An die deutschen Erzieher zur Woche des Buches.

Ein Aufruf des Beichsleiters des 7!SLB., Staatsminister Schemm.

DNB. Bayreuth, 15. Okt. Der Reichsleiter des NSLB., Staatsminiister Hans Schemm, hat zur Woche des Buches folgenden Aufruf an die deutschen Erzieher erlassen:

An die deutschen Erzieher zur Woche des Buches!

Deutsches Buch und deutsche Erzieher gehören von jeher zusammen. Wieviele Bücher sind durch besinnliche Dichter, durch schaffende Forscher aus dem Lehrerstande geschaffen worden und in unser Volk hineingegangen! Wieviele deutsche Dichter und Gelehrte sind aus deutschen Lehrerfamilien herausgewachsen, welch ein Strom guter Bücher floß jahraus jahrein in die deutschen Schulhäuser aller Schulgattungen, in die Studierstuben deutscher Erzieher.

Sie selbst haben in größter materieller Not sich immer ein Buch vom Munde a b g e s p a r t, wie einst der Führer in seinen Wie­ner Jahren, weil sie die unerschöpflichen Werte kennen,die im deutschen Buch, im Gedächt­nis der Nation beschlossen liegen und die geweckt werden sollen zu neuem Leben.

Dem will auch die Woche des Buches dienen. Für uns Erzieher weitet sich die Woche zum

Jahr, zur ständigen Arbeit an und mit dem deutschen Buch. Aber auch uns soll und muß die Woche des Buches ein neuer Appell fein, nicht zu erlahmen in unserer Arbeit für die Kulturgüter unseres Volkes, die im Buche aufbewahrt sind. Arbeitet darum mit den örtlichen Ausschüssen, die die Buchwoche durchführen. Sprecht in Lehrerbundsversammlungen über die Aufgabe des Buches, über Buch und Volk, über Jugend und Buch. Sorgt dafür, daß kein Weihnachts- feft im deutschen Lehrerhaus ohne Buch bleibt!

Führt die Jugend, die Euch anvertraut ist, zum deutschen Jugendbuch, dem die Reichsamtsleitung durch die heute errichtete Dietrich- Eckart - Bücherei und Dietrich - Eckart - Stiftung auf den neuen Wegen dienen soll.

Durch Euren Einsatz für das Buch, dem Ausdruck und Niederschlag deutschen Geistes, deutscher Seele, deutschen Blutes, baut Ihr mit am Jom» bau deutscher Volkheit, am großen Werk unseres großen Führers.

Heil Hitler! Gez.: Schemm."

Oie NG.-Kulturgemein-e eröffnet ihre Winterarbeit in Hessen. Alfred Bosenberg spricht in Büffelsheim vor 15 OOO Betriebsangehörigen der Opel-Werksgemeinschast.

LPD. Rüsselsheim, 15. Okt. In einer ge­waltigen Kundgebung vor 15000 Angehöri­gen der Opel-Werke hat Reichsleiter Alfred Rosenberg die Winterarbeit der NS.-Kultur- gemeinbe, die aus dem Zusammenschluß derDeut­schen Bühne" mit dem Kampfbund für deutsche Kultur entstanden und in den Rahmen der NS.- GemeinschaftKraft durch Freude" eingegliedert ist, begonnen. Erstmalig wurde der Versuch ge­macht, die deutsche Kultur hineinzutragen in die Arbeitsstätten des schaffenden Menschen. Deutlich wurde damit zum Ausdruck gebracht, daß Kultur Freude und Anregung den Männern und Frauen geben soll, die Tag für Tag ihr Werk für Deutsch­land verrichten, für die jede freie Abendstunde aber eine Feier sein soll. Das ist das Ziel der NS.- Kulturgemeinde.

Geheimrat Or. Wilhelm v. Opel

als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Adam Opel AG. begrüßte Reichsleiter Alfred Rosenberg, Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger und Reichs­amtsleiter Dr. Stang. Er gab seiner besonderen Freude darüber Ausdruck, daß diese erste große Werkskundgebung, der weitere in allen deutschen Werken demnächst folgen sollen, zusammenfalle mit der Eröffnung des vierten Winterhalbjahres der Opel-Werk-Hochschule. Kultur und Arbeit gehörten zusammen. Kultur in weitestem Sinne sei auch Qualitätsarbeit, sei Höherentwicklung. Eine Arbeiterschaft wie die deutsche, deren reiche geistige und kulturelle Entwicklung durch ihr Kulturwerk höher entwickelt werden soll, werde stets auch eine Qualitätsarbeit erzielen, damit aber gleichzeitig die schärfste Waffe schmieden, um gegenüber der gan­zen Welt nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch in Vorteil zu kommen. Durch eine solche Kulturarbeit würden alle Trennungsstriche zwi­schen dem Arbeiter der Stirn und der Faust aus­geglichen. Sie würden zusammengeführt und würden bei erwachter Erkenntnis den Gemein­schaftsgeist mehr und mehr festigen. Diese Kultur­arbeit werde zur stärksten deutschen Volksgemeinschaft führen. Das aber sei letzter Wunsch und innigstes Sehnen all unserer Arbeit, treu unserem Grundsatz: Alles für Deutsch­land.

BeichSstatthatter Gauleiter Sprenger begrüßte sodann Reichsleiter Alfted Rosenberg und verband damit seinen Dank an die Opel-ÄZerks- gemeinschaft, insbesondere an die WerksHoch­schule, die vorbildliche Arbeit geleistet habe zur Weiterentwicklung deutscher Kultur überhaupt. Auch in den Jahren des Kampfes habe es ganz klar vor ihm gestanden: nur wenn es gelinge. Den deutschen Menschen z u deutscher Lebensart und zu deutscherKulturzurückzujühren, könne

das Hochziel des Nationalsozialismus erreicht wer­den. In den Opelwerken sei das kulturelle Wollen des deutschen Arbeiters immer schon besonders deutlich gewesen. Ueberall müsse sich nun der Ge­danke durchsetzen, daß Kulturträger nicht mehr eine abgeschlossene Schicht spießiger Denkungsart sei, das Volk vielmehr, das Träger her volitifchen Macht sei, solle auch die Kultur fortentwickeln.

Beichsleiter Alfred Bosenberg

führte dann u. a. aus: am 1. Mai 1933, dem ersten Feiertag der nationalen Arbeit, hat der Führer in plastischer Form dargelegt, wie die nationalsozia- listische Bewegung sich zum deutschen Menschen und zum deutschen Arbeiter gestellt hat. Der Begriff der Arbeit wurde aus einem Versuch, das Volk zu schei­den, zu einem Begriff der Pflicht und der Ehre für alle. Man mag über den Sozialismus als Theorie sagen was man will, entscheidend ist die Tat, die aus einer bestimmten Gesinnung folgt. Und hier glaube ich sagen zu können, daß die Einrichtung des Freiwilligen Arbeitsdienstes die erste wirkliche sozialistische Tat gewesen ist. Wir hoffen, daß einmal die Zeit kommt, da die in unseren Großstädten noch so zahlreich vorhandenen Mutter­söhnchen auch in diese harte Arbeitsschule kommen um zu begreifen, was Arbeit ist und was Arbeit bedeutet. Um diese Durchführung der nationalsozia­listischen Idee wirklich einschätzen zu können, muß hervorgehoben werden, daß der Deutsche Arbeits- dienst vor allen Dingen eine Kulturtat ist weil er von einer neuen Gesinnung seinen Anfang nimmt. Der Klassenkampf der letzten 70 Jahre war eine politische, eine wirtschaftliche und eine weltanschauliche Tatsache, mit der man fick auseinanderzusetzen hatte. Hier standen sich in er­bittertem Kampf schließlich Weltanschauungen gegen­über, die in Form machtpolitischer Gebilde erbittert um die Seele Deutschlands gerungen haben Das Verhängnis für Deutschland war, daß die Führer des Marxismus in einem Minderwertigkeitsgefühl immer nach oben tauchten, nicht in einer bewußten Gleichberechtigung ober Überlegenheit, sondern in dem inneren Bewußtsein, daß die da droben wirk- lich mehr waren und daß man deshalb gegen sie Kämpfe zu führen habe. Wichtig ist, daß die nativ- nalsozialistische Bewegung in dem deutschen K u l t u r g u t st e h t, daß sie die Sehnsucht in den Herzen aller Deutschen, aller Stände zu wecken sucht damit die Stunde, die sie frei sind von schwerer Arbeit, verschönt wird durch die Werke jener die hoch über uns einmal Schöpfungen der einigen Dichtung und Tonkunst gegeben haben. Der Ge- danke, daß der Mensch mehr braucht als die Arbeit, daß er mehr braucht, als den Verdienst den diese Arbeit einbringt, dieser Gedanke muß Ge­meingut werden. Und wir müssen diese Sehnsucht in uns stärken, daß nach der Arbeit diese deutsche schas­

sende Menschheit versorgt wird mit den Gaben aller jener, die so Großes für unser Deutschland schufen. Es schafft jede große Zeit ihre Symbole. Die Pyra­miden in Aegypten, sie zeugen uns von einem Herr- scherwillen tyrannischer Pharaonen. Der Dom von Köln ist ein Symbol des mittelalterlichen Schöpfens, das Haus der Deutschen Arbeit aber soll das Symbol des Willens des 20. Jahrhundert fein. Hier sollen sich alle jene versammeln, die sämtliche kleinen bürgerlichen Minderwertigkeitskomplexe ab- gestreift haben,

Wir erleben heute, daß der deutsche A r b e i- t e r mehr gefeiert und geliebt wird als jemals ein König in der deutschen Geschichte. Das ist die Wie­derherstellung der Ehre der gesamten deutschen Ar­beiterschaft. Sie hat daher alle Ursache wegzuwerfen, was ihr falsche Propheten einmal sagten, und hinter dem Führer Adolf Hitler zu marschieren. Wenn diese innere Anerkennung zu dem Begriff von Arbeit und Gemeinsamkeit, wenn die innere Kampfbereit­schaft, dem Führer zu folgen, lebendige Wur» 3 e l in allen Millionen g e s ch l a g e n hat. Dann werden alle Schaffenden auch zugleich die Träger der deutschen Kultur, des deutschen Wesensgutes, des deutschen Charakters werden. In der nervigen Hand des deutschen Arbeiters liegt das Schicksal Deutschlands, die Freiheit und soziale Gerechtigkeit als Erfüllung der Sehnsucht unserer Zeit. Dieses Deutschland stellt für uns heute dar den ersten echten deutschen Nationalstaat.

Mit einer Darbietung des Landessymphonieorche- sters wurde diese erste Kulturkundgebung in einem deutschen industriellen Werk beschlossen. Der Anfang für die umfassende Winterarbeit der NS.-Kulturge- meinde ist damit gemacht.

Eine schändliche Tai.

lebendig mit Benzin begossen und angezündet.

Riga, 15. Okt. (DNB.) Die Leichenöffnung bei dem ermordeten griechisch-katholischen Erzbischof Johann Pommer hat jetzt einwandfrei ergeben, daß der Erzbischof zwar durch die Revolverschüsse töd­lich verwundet worden ist, jedoch noch lebend mit Benzin und Petroleum be­gossen und angezündet wurde. Man hat in der Lunge Kohleteilchen gesunden, die beweisen, daß der Erzbischof noch gelebt hat, als Feuer angelegt wurde.

Die feierliche Uebersührung des ermordeten Erz­bischofs in die Rigaer russische Kathedrale fand Sonntag unter Beteiligung der gesamten griechisch- katholischen Geistlichkeit Lettlands statt. Annähernd 80 000 Einwohner bildeten für den Trauerzug Spalier.

Aus aller Wett.

Führerschule

der Deutschen Aerzkeschaft am Tollense-See.

Am Tollense-See bei Neubrandenburg in Meck­lenburg ist ein großes Werk der Deutschen Aerzte- schäft im Entstehen begriffen, eine Führerschule für den ärztlichen Nachwuchs, der dort in allen staatspolitisch wichtigen Fragen wie in Fragen der Bevölkerungspolitik und Rassenpflege erzogen und unterwiesen werden soll. Der große Plan zum Werk, das Dr. D e u s ch l - München seine Entstehung verdankt, kam durch das Richtfest der verschiedenen Neubauten seiner Verwirklichung einen wichtigen Schritt näher. An der Feier nah­men inmitten der Arbeiterschaft Vertreter der Par­tei und Regierung teil, u. a. Reichsstatthalter Pg. Hildebrandt und Stabsleiter Martin Bor­mann.

58. Versammlung Deutscher Philologen und Schulmänner in Trier.

Vom 2 7. bis 31. Oktober findet in Trier die 58. Versammlung der deutschen Philologen und Schulmänner statt, deren Leitung die Reichsleitung des Nationalsozialistischen Lehrerbundes mit ihren Fachschaften übernommen hat. Zu der feierlichen Eröffnung des Kongresses am 28. Oktober werden u. a. Reichserziehungsminister Rust und Reichs­leiter Stäatsminifter Schemm erwartet. Univer- sitätsvrofessor Ernst K r i e ck (Heidelberg) wird in der Festrede über die deutschen Aufgaben und die Erziehung sprechen. Am Abend des 28. Oktober findet eine große Kundgebung statt, in der Gau­leiter Staatsrat Simon (Koblenz) das Wort neh­men wird. An den folgenden Tagen werden vor­mittags in Gruppen- und Fachsitzungen, nachmittags in Vollversammlungen annähernd 100 Professoren, unter ihnen auch eine Anzahl aus den deutsch­sprachigen Nachbarländern Oesterreich, der Schweiz usw. grundsätzliche Aufgaben und engere Fach­fragen erörtern, und die deutschen Schulmänner über die neuesten Forschungsergebnisse und Auf­gaben der Erziehungswissenschaften unterrichten.

Aus der Arbeit der Hitler-Jugend.

Der Stellvertreter des Gauleiters der Pfalz, Pg. Leiser, besichtigte das Haus der Gebiets­führung der Hitler-Jugend in Wiesbaden, wobei er sich anerkennend über Einrichtung und Arbeits­leistung aussprach. Im Anschluß daran stattete er der GebietsführerschuleChristian Groß­mann" bei Eltville einen Besuch ab und zeigte leb­haftes Interesse an der Arbeit der Lehrgänge.

Im Stabe des Gebietes Hessen-Nassau der Hitler- Jugend wurde mit Wirkung vom 1. Oktober d. I. die Dienststelle eines Politischen Amtes ein­gerichtet.

Im Hause der Gebietsführung in Wiesbaden fand eine Tagung der Bann- und Jungbannführer sowie x<xt neuen Geldverwalter statt, ferner wurden hort Tagungen der Adjutanten, der 2tbteilungsleiter I (Organisation), III (Sozialamt), P (Presse und Pro» paganda), S (Schulung) und E (Ertüchtigung) ab­gehalten, die im wesentlichen die Arbeit des Winter­halbjahres behandelten.

In Darmstadt fand das Gebietssportfest des Jungvolks statt, das 3000 Pimpfe be­stritten.

Die AktionH e imb es cha ffu n g" hat überall einen guten Erfolg zu verzeichnen. Parteidienststel­len und Behörden haben sich anerkennenswert in den Dienst der guten Sache gestellt.

Früher Dinier in Amerika.

Der Winter scheint in diesem Jahre in Ame­rika sehr früh beginnen zu wollen. Im nördlichen Teile des an der Ostküste der Vereinigten Staaten gelegenen Staates Maine kam es zu schweren Schneefällen. Ein Schneesturm fegte über das Land und überzog die Felder mit einer Schnee­decke von 37 Zentimeter. Annähernd 200 Tele­graphenstangen wurden vom Sturm umgeworfen und über hundert elektrische Leitungen zerstört. Dutzende von Bäumen wurden entwurzelt. Vielfach waren die Getreideernte und die Kartoffeln noch nicht eingefahren, als das Schneewetter hereinbrach.