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Wirtschaft

Oberhessen

Landkreis Gietzen.

Vraune Besse-Standewoche Vuhbach

S.Mpori

Am

Handwerkertag

pb Butzbach, 15. Juli. Auf den Dichtertag am Mittwoch folgte am vergangenen Donnerstag der

Tag des Handels und der Industrie, an dem nach einem gemeinsamen Mittagessen im kleinen Saal desHessischen Hofes" eine Ver­sammlung stattfand. Namens des hiesigen Or­ganisationsausschusses begrüßte Dr. Todt die Gäste, worauf der Gauwirtschaftsberater Dr. Eck­hardt einen längeren Vortrag über die derzei­tigen wirtschaftlichen Verhältnisse usw. hielt. Als­dann fand eine Besichtigung verschiedener hiesiger Betriebe, u. a. der Schuhfabrik Rumpf & Sohn, Bamaq-Meguin statt. Am Abend fand im H esu scheu Hofsaal bei äußerst starkem Andrang die Auffüh­rung des Dolksschauspiels vom verstorbenen Rektor August StorchDie Hüttenberger" statt.

Sonntag der

Tag des nationalen Gedankens

fand nach Empfang der auswärtigen Gäste mittags 12.15 Uhr auf dem Marktplatz eine

Kundgebung für die Handwerker statt, die von Kreisamtsleiter Pg. D i l l e n b u r - g e r eröffnet wurde. Weiterhin sprachen Gauamts­leiter Becker-Frankfurt a. M. sowie Gaupropa­gandaleiter Eisendrauth - Frankfurt a. JJL, deren Ausführungen mit großem Beifall ausgenom­men wurden. Das VolksschauspielDie Hutten­berger" wurde nach Anhörung der Rede des Füh­rers am Abend wiederholt.

Am Samstag, dem

Tag des Arbeiters

gingen die Frankfurter Germanen mit ein Drittel Bootslänge durchs Ziel.

Das 27. Mönturnfest.

Gießener Turner erfolgreich.

Mit über 400 Meldungen aus nahezu allen Städten der Gaue 12, 13 und 16 erreichte das 27. Rhön-Turnfest auf der Wasserkuppe vollauf wieder die Beteiligungsziffer der Vorkriegsiahre. Bei schönster Witterung gelangten die Kampfe m neun Stunden zum Austrag. Sowohl die Einzel- wie die Meisterschaftskämpfe nahmen einen span- nenden Verlauf, bei teilweise für ein Bergfest sehr guten Leistungen. So durchlief Werner Po nt ow iTurnaem. Fulda) die 100 Meter in 11,1 Sekunden. Den Staatspreis der 4 X 100-Meter-Staffel sicherte sich die Polizei Hanau. Sieger tm Dlerkampf der Oberstufe wurde Heinz Herrmann, Turnverein 1846 Gießen (Grenadier 2./JR. 15) Im Drerkampf der Turner-Unterstufe konnte K. S t r ack (To. 1846) mit 98 Punkten den 2. Platz und im Dreikamp der Turnerinnen Erika Röhmig vom Mannerturn- verein Gießen ebenfalls einen 2. Platz belegen. Ueber weitere Erfolge Gießener Teilnehmer werden wir noch berichten.

Oie Deutschen Hochschul-Meister- schasten in Frankfurt a. M.

Der erste Tag.

mehr oder weniger Verletzte zu verzeichnen sind, die zusätzlich die deutsche Volkswirtschaft mit ihren Rentenansprüchen belasten, während sie zugleich einen Verlust an Arbeitskraft und Produktivität be­deuten, errechnet sich der materielle Schaden der deutschen Wirtschaft durch Derkehrsunfälle auf etwa 1 Milliarde Mark pro Jahr.

Es ist zwar richtig, daß diese eine Milliardeun­ter die Leute" kommt, aber es ist falsch, hierin allein einen. Segen sehen zu wollen: praktisch han­delt es sich um eine Milliarde jährlichen Substanzverlust, denn eben diese Milliarde, die jährlich nur dazu aufgewendet werden muß, um wieder gut zu machen, was vorher schon da war, könnte in sehr viel nutzbringenderer Weise so in­vestiert werden, daß aus ihr eine neue zusätz­liche Mehrung des Sozialproduktes erwächst Der ganze Kapitalbildungsprozeß, der die Sparkasseneinlagen Deutschlands 1933 um eine Mil­liarde erhöhte, ist also praktisch nur dazu gefördert worden, um selbstverständlich im Rahmen der volkswirtschaftlichen Wertbeziehung betrachtet die Verkehrssünden desselben Jahres zu bezahlen.

Als Ergebnis läßt sich somit sagen: ohne Rücksicht

In Frankfurt nahmen am Samstag die Deutschen Hochschul-Meisterschaften ihren Anfang. In der gro­ßen Kampfbahn des Stadions tummelten sich vom frühen Morgen an die Le i cht a t h le ie n zu ihren Vorkämpfen. Erfreulicherweise hatte sich auch Welt- rekordmann Sievert eingefunden. Der erste Tag brachte bereits acht Entscheidungen bei durchweg guten Ergebnissen. Die Schwimmer schufen i tn ihren ersten Entscheidungen gleich eine ganzeReihe von neuen Bestleistungen in der Lagenstaffel Wie den die vier ersten Mannschaften sämtlich unter dem alten Rekord. Leider vermißte nmn hier die Sprm ' ier Viebahn und Zlegler, die abgesagt hatten. Die

Gießener Zungruderer auf der Limburger Regatta erfolgreich. Am Samstag und Sonntag starteten die Jung­mannen der GRG. und die Junioren der Renn­gemeinschaft Gießen bei der Limburger Regatta. Im Taunuspreis (1. Jumorachter) trafen fie < auf den in seiner Klasse ungeschlagenen Achter der - Frankfurter Rudergesellschaft Germania (Schuler , des Gießener Ruderlehrers B r a h m) und auf die - ebenfalls in ihrer Klaffe unbesiegten Fungmannen von Köln 77. Gleich vom Start entwickel^ s ch em harter Bord-an-Bordkampf, der unter wechselnder Führung bis 1500 Meter ging. Hier machte sich die größere Routine der Germanialeute geltend, und mit einer guten Länge Vorsprung muß en sich Köln 77 und Gießen, die beide erbittert um den zweiten Platz kämpften, geWagen bekennen 6 Der 3. Iungmannvierer wurde eine zahme Angelegenheit für die Jungmannen der GRG. E Meister, H. Becker, L. Schmidt, Fr. M e i st e r , St.: tz. Loh I-egt-n überlegen mit drei Längen gegen den Limburger RV. 1895.

einem erbitterten Rennen gestaltete stch der Lahnjungmannvierer am Sonntag. Gie­ßen 1877 hatte den Herausforderungsprels zum dritten Male und damit endgültig zu gewinnen. Der Wetzlarer Ruderklub von 1880 brannte darauf, die erlittene Niederlage vom Dorsonntag du Eom- gieren. Auf Startplatz 1 Gießen 77, 2 Wetzlar 3 Limburger RV. gingen die Boote ab..Wetzlar -og mächtig los und konnte sich bis zur Jmbig (1000 Meter) einen Vorsprung von einer Lange sichern. Ein energischer Mittelfpurt der Ebener brachte beide Boote auf gleiche Hohe. Die 1500- Meter-Linie passierte Gießen mit einer Lange vor Wetzlar und mit fünf Langen vor Limburg- Trotz erbitterten Vorstößen des überaus kräftigen Wetz­larer Vierers blieb bis ins Ziel der gleiche Abstand. Die Gießener Jungmannen haben damit den Preis endgültig in ihren Besitz gebracht.

Im 3 Achter stellten stch die Senioren der

en und Schlesien.

Herabsetzung des Zinssatzes für Hypothekendarlehen. Der Derwaltunasrat der Städtischen Sparkasse Darmstadt hat den Zins­satz für Hypothekendarlehen um ein weiteres % Pro­zent auf 4% Prozent herabgesetzt.

* Einigung zwischen d-r chilenischen und der europäischen Stick st off -In­dustrie. Die in den letzten Monaten zwischen der chilenischen und der europäischen Stickstoff-Jndustrig geführten Verhandlungen haben nunmehr in Paris zu einer Einigung geführt. Die europäische Dele- . gation unter Führung des Präsidenten der euro- päi chen Stickstoff - Konvention, Geh.-Rat Dr. H. ,! Schmitz, und die chilenische Delegation unter Führung seiner Excellenz des Botschafters Don Enrique Villigaz haben, getragen von ber lieber- zeugung, daß die Schwierigkeiten in der Weltwirt­schaft nur durch aufbauende Zusammenarbeit be­seitigt werden können, einen Weg gesunden, auf dem die anfangs unlösbar scheinenden Hemmnisse überwunden wurden. Einzelne noch offene Fragen sollen in anschließenden Besprechungen behandelt werden.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a.M., 16.Juli. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Doraustrieb: 1390 Rinder (362 Ochsen, 129 Bullen 380 Kühe, 519 Färsen), 623 Kälber, 12 Schafe, 39 Hammel 4251 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 22 bis 34 Mark, Bullen 22 bis 30, Kühe 12 bis 30, Färsen (Kalbinnen) 22 bis 34, Kälber 20 bis 44, Hammel 28 bis 34, Schweine al) fette Speckschweme über ; 350 Pfund Lebendgewicht 51, a2) Fettschweine über i 300 Pfund 45, sonstige 40 bis 48 Mark. -- Markt . verlauf: Rinder. Kälber, Hämmel und Schafe ruhig, - Schweine mittelmäßig.

* Nidda, 16. Juli. Dieser Tage fanden sich hier auf dem Bienenstände des Lehrers i. R» R u n k, des ,Schriftleiters der Reichsfachschaft Imker, Lan- qruppe HessenDie Biene", 40 Bienenzüchter aus den Kreisen Büdingen, Friedberg und Schotten zu einem K ö n i g i n z u ch t l e h r g a n g ein. Den theoretischen Teil hatten der Gaufuhrer für Ober- dessen Lehrer Braun, Rodheim v. d. Hoh, und der Geschäftsführer der Wanderversammlung der Imker Deutscher Zunge, Pfarrer i. R. A t s ch, Bad- Nauheim, übernommen. Den Teilnehmern wurde gezeigt, wie man aus einem Bienenhalter zu einem Bienen z ü ch t e r wird, wenn man den Bienen die Erneuerung der Königin nicht selber überlaßt, sondern sie nach dem Willen des Züchters leitet. Durch Lichtbilder wurden die Vorträge unterstützt. Zu der Tagung hatte sich ferner eingefunden: der Landesqruppenführer von Hessen, Reichsbahnober­inspektor Vogelsang, Kassel, der Fachberater für Südhessen Seydel, Traisa bei Darmstadt, die Gauführer Berndt für Kurhesfen und We­nig für Nassau, die Kreisgruppenführer Mann- Büdingen und Bodenbender - Gießen, der Ob­mann für Königinzucht, H u p f e l d - Altenritte und der Großimker Haufe» Kassel. Die Landesgruppe Hessen, die seit mehr als fünfzig Jahren das Ge-

Die Kreditverschuldung der Wirtschaft beläuft sich laut Statistisches Reichsamt gegenwärtig auf rund 85 Milliarden RM. Dies ist der Gesamtbetrag aller derjenigen Kreditverbindlichkeiten, die die Trager der öffentlichen und privaten Wirtschaft tn der Form von Schuldverschreibungen, Hypotheken und kurzfri- K Bankkrediten aufgenommen haben. Die Be- ng, die diese Kreditverschuldung wirtschaftlich hat, ergibt sich aus den Zusammenhängen, die zwi­schen ihr und den wirtschaftlichen Vorgängen au der Güterseite bestehen. Mit wachsender Kapitalm- tensität von Erzeugung und Verbrauch geht in der modernen Wirtschaft der Umfang der einzelnen An­lagen sowie der Vorräte über das Maß hmaus, das aus dem Eigenvermögen des einzelnen Wirtschaft­lers finanziert werden kann, W also zunehmen­dem Maße Versorgung mit Kredit voraus. Der soziale Aufbau der Bevölkerung bringt es mit sich, W ber einzelne Vorsorge für len Verbrauch emer späteren Zukunft durch Ansammlung von Geldbetra- 9 Die Kreditverschuldung ist im ganzen niedriger, als in der Vorkriegszeit. Ihre Belastung wird aber wegen des hohen Anteils der Auslands- und den kurzfristigen Schulden stärker empfunden, die Ende 1933 fnit 19 Prozent bzw. 28 Prozent an dem Ge-

Revolution bis der Ruf erschallt: Deutschland er- wache! Die Bühne erhellt sich nach und nach, der Badenweiler Marsch ertönt, es folgt der Einzug von SA. SS., Hitlerjugend und BDM. preisen die neue Zeit, die Bühne ist völlia erhellt, die Mu­sik setzt ein, und es ertönt das Lied: Bruder aus Zechen und Gruben. Alle Berufsstände marschieren ein und geloben im Sprechchor dem Volk mit Herz und Hand zu dienen. Die Berufsstände treten dann einzeln aus und schildern ihre Berufstätigkeit, die

Austrieb der industriellen Tätigkeit in deutschen Wirtschaftsgebieten.

Der wirtschaftliche Auftrieb, wie er seit Anfang 1933 zu beobachten ist, hat alle Wirtschaftsgruppen und -zweige erfaßt. In welchem Grade die einzel» j nen Gebiete an diesem Auftrieb beteiligt sind, zeigt eine Untersuchung des Statistischen Reichsamtes. Von Januar bis November 1933 ist die Gesamtzahl der geleisteten Stunden im Verhältnis zur Beschaf- tigungskapazität am stärksten in Mitteldeutschland gestiegen. Es folgen Hessen, Schlesien, Berlin* Brandenburg und Südwestdeutschland. Derhaltms- mäßig am geringsten war die Belebung in Sachsen! und Rheinland-Westfalen. Um die Jahreswende 1933/34 ist die Beschäftigung in allen Bezirken zurückgegangen, indes war der Rückgang bereits im Manat Februar im ganzen so gut wie aus­geglichen. Im Monat März hat sich der Austrieb in allen Wirtschaftsgebieten verstärkt fortgesetzt. Im Vergleich zum Durchschnitt des Jahres 1932 ist dis Aufwärtsbewegung am stärksten in Hessen und Mitteldeutschland, am geringsten in Sach­

wiegend abgenommen.

Die Ausfuhr war mit 339 Millionen Mark etwas höher als im Vormonat. Dieses Ergebnis ist inso­fern bemerkenswert, als die Ausfuhr in fast allen Vorjahren von Mai zu Juni wehr oder weniger stark zurückgegangen ist. Gestiegen ist tm 3um die Ausfuhr von Fertigwaren sowie von Lebensmit­teln. Die Ausfuhr von Rohstoffen war e was nied­riger als im Mai. Die Handelsbilanz schließt. im Juni mit einem Einfuhrüberschuß von 38 Millio­nen gegenüber 42 Millionen Mark tm Mai ad. Im Juni des vergangenen Jahres war sie mit 28 Mil- Il°5m fr°t e n % albjahr 1 9 3 4 betrugen die Einfuhr 2302 Millionen Mark, tue Ausfuhr 2086 Millionen Mark. Es ergibt sich somit handelsbilanz- mäßig ein Ueberschuß der Wareneinfuhr über die Warenausfuhr von 216 Millionen Mark. Gegen­über dem ersten Halbjahr 1933 ist die Umfuhr dem Wert nach um 10 v. H. gestiegen. Die Ausfuhr war dem Wert nach um rund 12 vH. geringer als im ersten Halbjahr 1933. Zum weitaus größten Teil entfällt diese Verminderung auf den Rückgang der Preise, die im Durchschnitt um 10 v. H. unter Vorjahrsniveau lagen. ,

Oie Kreditverschuldung der Wirtschaft.

biet vom Neckar bis zur Weser umfaßt, ist durch die Eingliederung der Bienenzucht in den Reichsnähr­stand leider getrennt worden; Kurhesfen und Wal­deck wurden Der Bauernkammer Kassel, Nassau und der Volksstaat Hessen der Bauernkammer Frank- furt unterstellt. Es war wohl die letzte gemeinsame Tagung des Verbandes der Hessischen Imker. Viel­leicht aber findet sich doch ein Weg, der wieder zur Vereinigung führt.

Kreis Schotten.

rl. G e d e r n , 14. Juli. Im Bergwirtshaus tagte der Bezirk Gedern des N S L B. und ferne Fachschaft Volksschule. Herr Blum- Burkhards sprach über das ThemaKoloniale Ge­schichte und Aufgabe". Auch in unserer Schule gilt es den kolonialen Gedanken neu au beleben und zu pflegen. Die Fachschaft Volksschule behandelte in einem Vortrag von Herrn E i t e l - Gedern aus KriecksNationalpolitische Erziehung" die Haupt­stückeNationalsozialismus",Familie" undBeruf . Nationalsozialismus ist nicht Programm, sondern Bewegung aus den Triebkräften des Volkstums. Er will neu schaffen auf allen Kulturgebieten und be­sonders der Erziehung neue feste Grundlagen geben. Der Charaktermensch, der Willensmensch, der hel­dische Mensch ist das Ziel. Die Familie ist not- wendige Urform des Menschenlebens. Sie wieder- erschaffen heißt Sinn und Ordnung in das völkische Leben bringen und den Grundstein für alle Erzie­hung setzen. Beruf ist nicht nur Quelle des Untet- Halts, sondern auch Mittel der Kräfteentfaltung zum Dienst am Ganzen. Berufsnot ist Dolksnot.

Kreis Alsielv.

Oer deutsche Außenhandel im Juni und im 1. Halbjahr 1934.

Die Außenhandelsumsätze haben sich in Ein- und Ausfuhr im Juni kaum verändert. Die Einfuhr war mit 377 Millionen Mark um etwa 2 Millw- nen Mark geringer als im Vormonat. Mengen- mäßig hat fie etwas stärker abgenommen ( 3 v. H.), da der Durchschnittswert gestiegen ist. Im Gegensatz zu der Gesamtentwicklung ergeben sich bei der Einfuhr der einzelnen Warengruppen und Warenarten zum Teil beträchtliche Veränderungen. Während die Rohstoffeinfuhr um rund 14 Millionen Mark gesunken ist, hat die Einfuhr von Lebensmit- teln um 8 Millionen Mark und die Einfuhr von Fertigwaren um 3 Millionen Mark zugenommen. Vermindert war die Einfuhr in der Hauptsache bei den von Einkaufsverboten erfaßten Waren, näm­lich Wolle, Baumwolle, Häute und Kupfer, bei denen Rückgänge von 10 bis 40 v. H. cingetreten sind. Auf anderen Rohstoffgebieten war die Einfuhr höher als im Vormonat. Die Steigerung der Le­bensmitteleinfuhr ist zum Teil jahreszeitlich be­dingt. Die Erhöhung der Fertigwarenausfuhr fin­det dagegen in ber Saisontendenz ^me Begrün­dung. Soweit sich jetzt schon feststellen laßt, hat im Juni die. Einfuhr aus den Ueberfeelandern über-

mit zum Aufbau tätig sein soll. Sodann setzt der ganze Chor ein, und singt das von Frau Pfarrer Steiner, Hausen bei Gießen gedichtete und von ihrem Mann komponierte Lied:Dir mein Deutschland!" Zum Schlüsse dankte Bürgermeister Dr. Scheller allen, die zum Gelingen der Brau­nen Messe und der Ständewoche beigetragen haben, insbesondere unserem Heimatdichter Gg. H e ßder die Ausgestaltung der Ständewoche wesentlich ge­leitet habe.

auf die Lage im konkreten Fall bedeutet das S t r a - henbauprogramm der Regierung auch eine großartige Maßnahmezur Minde- rung der Unfallschäden im Verkehr. Es fördert damit die Einsparung an Ersatzaufwand und wirkt somit positiv auf die deutsche Kapitalbildung ein. Aber auch im praktischen Einzelfall wird sich an jeder Straße eine Stelle finden, deren Unfall- Häufigkeit bekannt oder feststellbar ist und deren Umbau, würde auch sonst nichts für die wirtschaft­liche Würdigkeit einer Neuverlegung sprechen, allein schon im Hinblick auf die Einsparung an Schaden- kosten notwendig erscheint.

Voraussetzung ist freilich, daß die Enge des pn- vatwirtschaftlichen Denkens verschwindet, denn wenn auch z. B. eine Gemeinde keinen positiven Nutzen davon hat, daß der Verkehr, insbesondere der Fern- verkehr, auf ihren Straßen weniger Unfälle nach sich zieht, so müßte doch eben das Verantwort­lich k e i t s b e w u ß t s e i n der gesamten Volkswirtschaft und Volksgemein- schäft gegenüber genügen, um dennoch die ge­botenen Sicherheitsmaßnahmen durch SUaßenum- oder Neubau alsbald zu ergreifen. D. G. Scha.

statt der am Nachmittag im Kundgebung brachte. Zunächst sprach Ortsgruppen-

fand nach Empfang der Arbeitskameraden nachmit­tags ein Zug durch d i e Stadt und wei­terhin eine große Kundgebung in d e r F ejt - halle am Wetzlarertor statt, wobei Pg. G ob e l sprach. Abends schloß sich in der überfüllten Fest- Halle ein bunter Abend an, der einen vollen Erfolg hatte.

Als Abschluß der Ständewoche fand am heutigen

kiter Sorftaffeffor Schneider über den Derlau der Ständewoche: sie habe gehalten und gebracht und auch gezeigt, daß Großes geleistet werden könne. Und die ganze Veranstaltung wurde den Sinn verlieren, wenn nicht der Schluß gezogen würde, daß man auch ferner Zusammenhalten und zusammenstehen müsse. Er nahm Bezug aus den guten Besuch der Messe und die zurückliegenden Tage der Ständewoche, wo nacheinander ein Ser» russstand nach dem anderen vertreten gewestn fei- Alsdann übertrug er das Wort dem inzwischen in die Reichsbauernkammer berufenen

Kreisleiter Seipel Kauerbach v. d. H.

Dieser schilderte in längerer Ausführung seine verfönlichen Eindrücke von der Fahrt nach Berlin, und d e große Rede unseres Führers Adolf Hit en Er betonte, daß der Führer schwere Tage und Stunden durchlebt, daß man aber bei seinem Er- toe^ncn im Reichstag und während (einer großen Rede Ünb7dingt ben Eindruck gehabt habe, daß er überwunden gehabt hätte, was ihm durch die be» nbfiditiate Meuterei angetan worden sei. Das hJiHrfco mnrp föi imar ein Volk mit guten Charak- Ä keine einheitliche Ration. Be rach e man seine Geschichte, fo finbe man immer wo Uneinigkeiten, Zwietracht usw. ^e ^Bilduna eines geeinten deutschen Volkes ver» ä ndert hätten. Die Nationalsozialisten unter Fuh» ; nnn Mbolf Hitler würden aus dem deutschen müt» hn« Deutsche Reich und die Nation bildern Er mit den Worten: Nimmer wird da- Reich zerstöret, wenn ihr einig seid und treu.

Hieraus folgte dann das .

große Reit- und Fahrlurmer, järm» ! -Ää ILWÄb -MW.

Homberg, 13. Juli. Gestern abend fand im Saale von Helm eine Versammlung der Deutschen Arbeitsfront statt. Es sprachen der Kreisamtswalter der DAF. Pg.

und dessen Geschäftsführer Pg. Erb. Wahrend Pg. Erb über den geschäftlichen und organtfatori- schen Teil sprach, führte Pg. Hartmann u. a. folgendes aus: Die Deutsche Arbeitsfornt hat als erste und höchste Aufgabe den nationalsozialistischen Gedanken der Gemeinschaft in der breiten Masse des Volkes in die Tat umzusetzen. Sie hat die Verbände aufgelöst und an ihre Stelle die Reichs- betriebsgemeinschaften gesetzt, die sich auf der Be­triebsgemeinschaft aufbauen und die Aufgabe haben, Betriebsführer, Angestellte und Arbeiter in einer Gemeinschaft zusammenzuführen, damit die Menschen innerhalb dieser Gemeinschaft ihre In- teressen ausgleichen, sich aussprechen und erkennen, wo die eigenen Interessen diejenigen der Inter­essengemeinschaft verletzen. Nach dem ^"siosatz Gemeinnutz geht vor Eigennutz" hat die Betriebs- qemeinschaft klarzumachen, daß ihre eigenen In­teressen dort aufzuhören haben, wo das Interesse der Gemeinschaft beginnt. Die Deutsche Arbeits- front will die Menschen führen und erziehen und diese Menschen in ihrem eigenen ^teresse zur An­ständigkeit und zur echten Kameradschaft hinfuhren. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer wurde die Versammlung geschlossen.

ym S. ziajiei fRpnn-laer Viebahn und Ziegler, Oie aDgejagi yuutu.

SS ÄnVU'Trirm Lps > L ° k ° r hatten vom Freilichttheater B-fch ergriffen.

famtbetrag der Kreditverschuldung beteiligt waren. Eine der wichtigsten Besonderheiten der gegenwärti­gen Kreditverschuldung ist der hohe Anteil der An- taltstrebite. Fast zweidrittel der gesamten Kredit- Verschuldung sind durch Notenbanken, Banken, Spar­kassen, Bodenkreditinstitute und Versicherungen inanziert.

Demgegenüber hat die Schuldenverschreibung als Finanzierungsmittel der Kreditversorgung gegen­über der Vorkriegszeit an Bedeutung oerloreiu Wandlungen in der Form der Geldanlage des Pub­likums habe diese von der Vorkriegszeit weitgehend abweichenden Gliederung der Kreditverschuldung begründet. Sie wurde dadurch gefördert, daß dir Trager des Anstaltskredits die Anlage in bankmä­ßigen Kurzkrediten stärker als die Lage in Wert­papieren betonen.

5)0,65 die Abschlußfeier

Grohen-Linden, 14. Juli. Heute wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung der Alt- veteran Georg Müller zur letzten Ruhe bestattet. Unter Vorantritt einer Abteilung der Militärkapelle des Gießener Bataillons, der Kriegervereine von Großen-Linden und Leihgestern bewegte sich der große Trauerzug zum Friedhof, wo Pfarrer Ger­mer dem Verschiedenen einen würdigen Nachruf widmete. Die Kriegervereine legten Kränze nieder, während Ehrensalven über dem Grabe abgegeben wurden, und die Kapelle das Lied vom guten Ka­meraden spielte. Der letzte hier noch lebende 86jäh- rige Veteran von 1870/71, Ludwig Menges, ließ es sich nicht nehmen, am Grabe seines letzten Kame­raden einen Kranz niederzulegen.

* Hungen, 16. Juli. Auf der Straße Hungen- Inheiden ereignete sich gestern nachmittag em M o - torrabunfall, bei dem der Soziusfahrer Schön hals aus Hungen B e i n v e r I e tz u n ° gen, innere Verletzungen und eine ©e* Hirnerschütterung da von trug. Er wurde so­fort der Chirurgischen Klinik in Gießen zugefuhrt. Der Führer des Motorrades selbst erlitt nur leich­tere Verletzungen. Die Ursache des Unglücks ist noch m* Vum^"a d), 16.Juli. Der 60 Jahre alte Land­wirt Melchior Wißner fuhr am Samstaa mit einem Milchwagen durch eine Straße unseres Ortes. Plötzlich scheuten die Pferde vor einem aus entgegengesetzter Richtung kommenden Auto. Wiß- ner stürzte vom Wagen. Dabei erlitt er durch den Husschlaq eines Pferdes schwere Verletzun­gen a m U n t e r l e i b , die seine Ueberfuhrung m die Chirurgische Klinik nach Gießen erforderlich machten.

Kreis Büdingen.

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ÄÄuÄ» dort kurz zunächst den Niedergang nach Krieg und