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sammeln und zu konservieren, um auf diese Weise schon Vorsorge für das kommende W i n- terhalfswerk zu treffen. Die Hochelheimer hat­ten den Ruf zum Sammeln aber auch richtig ver­standen. Korbweise wurden die Kirschen zusammen­getragen und das Ergebnis war sehr reichlich. Eine emsige Tätigkeit der Frauen setzte nun ein. Die Früchte mußten gereinigt, entstielt und zum Teil gemahlen werden. Ein Teil wurde ganz in Büchsen gefüllt, der größte Teil aber zu Marmelade ver­kocht. Ueber 100 Büchsen Kirschen und Stachelbee­ren und ca. 2,5 Zentner Marmelade konnten berei­tet und sollen der NSV. für das kommende Winter- hilfwerk zur Verfügung gestellt werden. Möge die Tat der NSV. Hochelheim, die auch ein Bekenntnis zur Idee des Führers darstellt, bei der reichen Obst- ernte, die in diesem Jahr zu erwarten ist, überall Nachahmung finden.

in einem südslawischen Bergwerk.

In dem Kohlenbergwerk Wofchka bei Zajetschar fanden drei Bergleute durch schlagende Wet­ter den Tod, während drei schwer verletzt wurden. Das Unglück ereignete sich 300 Meter unter Tage in einem Augenblick, als 23 Dynamitpatronen, die in Sprenglöchern untergebracht worden waren, zur

Elbing aus in See gegangen waren, sind nach neunmonatiger Fahrt in Rio de Janeiro eingetroffen.

wieder einmal ein Seeungeheuer in Schottland.

Ein seltsames, zehn Meter langes Seeungeheuer ist bei Dünnet Head anderschottischenNord- küste an Land geschwemmt worden. Der Kopf des Tieres ist nach Aussagen der Finder groß und flach, und der Hals weift eine A r t Mähne auf. Der Umfang des Rumpfes soll etwa 55 Zentimeter be­

855 erfaßt und tödlich verletzt.

3n einem Segelboot von (Elbing nach Rio de Janeiro.

Die deutschen Segler Grapentin Arendt, die in einem winzigen Segelboot

6.40:

8.40: Rat-

Daten für Dienstag, 17. Juli.

1917: Unabhängigkeitserklärung Finnlands; 1918: Erschießung des Zaren Nikolaus II. in Je­katerinburg (geboren 1868); 1924: der italienische Politiker Ricciotti Garibaldi in Rom gestorben (ge­boren 1847).

Kirchliche Nachrichten.

Mittwoch, den 18. Juli.

Gießen. 20.15 Uhr: Predigt. Hungen. 6.15: Messe.

Donnerstag, den 19. Juli.

Gießen. 17 Uhr: Beichte; 20.15: Predigt. ».

Freitag, den 20. Juli.

Gießen. 17 Uhr: Beichte; 20.15: Predigt.

Dienstag, 17. Juli.

5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.20 bis Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische schlüge für Küche und Haus. 11.50: Sozialdienst.

Explosion gebracht werden sollten. Da die elektrische Anlage des Bergwerks versagt hatte, setzten die Bergleute die Zündschnüre durch Papier­fackeln in Brand. Trotzdem eine vorherige Luft­analyse ein negatives Ergebnis hatte, war plötzlich das gefährliche Methangas im Stollen, der in ein einziges Flammen meer verwan­delt wurde. Die Bergleute stürzten mit brennen­den Kleidern dem Ausgang zu, doch nur drei von ihnen konnten sich schwer verletzt retten.

Rundsunkprogramm.

12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittags­konzert III. 14.30: Nachrichten. 14.40: Stunde der Frau: Weibliche Pioniere. 15.35: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Als der Urahn die Urahne nahm. Eine Sprachplauderei zwischen Hans Heimpel und Studienrat L. Witzel. 17.45: Kleine Unterhaltung. Klaviermusik von Chopin. 18: Schü­ler wünschen sich einen Beruf! Ein Zwiegespräch zwischen einem Lehrer und einem Berufsberater. 18.15: Aus Wirtschaft und Arbeit. Kurzberichte. 18.25: Italienischer Sprachunterricht. 18.50: Griff ins Heute. 19: Jungarbeiter angepackt. Ein Singen und Künden von Arbeit und Kraft. 19.30: Lieder­stunde. 20: Nachrichten. 20.10: Süddeutsche Blas­musik. 22: Kleine Unterhaltung. 22.20: Nachrichten.

Oie Einführung des neuen Landrates in Marburg.

LPD. Marburg, 15. Juli. In Gegenwart der Vertreter der Reichs-, Staats- und Kommunalbehör- den, des Gauleiters Weinrich, der Parteigliede­rungen, Berufsgruppen ufw. wird Regierungsprä­sident v. Mombart am heutigen Montag den kommissarischen Landrat des Kreises Marburg, Pg. Kreisleiter Krawielizki,in sein Amt einführen. Der neue Landrat stammt aus einem alten Bauern­geschlecht und wurde am 26. November 1900 in Vandsburg (Westpr.) geboren. Er kam in seinem 8. Lebensjahr nach Marburg, besuchte hier das Real­gymnasium und wurde 1918 zum Ersatzbataillon der 11. Jäger eingezogen. Bei Waffenstillstand be­fand er sich in einem Rekrutendepot an der fran­zösisch-belgischen Grenze, meldete sich nach dem Rück­marsch zum Freikorps Hindenburg und gehörte in diesem Verband zur Wachttruppe des Großen Haupt­quartiers in Kolberg. Nach seiner Entlassung gehörte er bis zum Jahre 1922 dem Jungdo an, studierte in Marburg und Berlin Rechtswissenschaft, beteiligte sich 1920 als Zeitfreiwilliger an der Niederschla­gung des roten Aufstandes in Thüringen und trat im Jahre 1925 der NSDAP, bei. Seine organisato­rischen Fähigkeiten wurden von der Gauleitung da­durch anerkannt, daß sie ihn am 1. Februar 1933 zum Gauschatzmeister berief

Reichsbahn-Güterkrastverkehrslinie Marburg-Treysa eröffnet.

LPD. Marburg, 14. Juli. In Anwesenheit der Vertreter sämtlicher im Bereiche der Reichsbahn­direktion Kassel erscheinenden Zeitungen wurde die Güterkraft-Verkehrslinie MarburgTreysa, die zu­nächst eine ganze Reihe von abseits der Bahn lie­genden Orten berührt und dann von Kirchhain aus längs der Main-Weser-Bahn verläuft, durch Reichs­bahndirektionspräsident Martin ihrer Bestim­

mung übergeben. Wie Reichsbahnrat Klöbe u. a. in einem Vortrag ausführte, find jetzt bei der Eisen­bahndirektion Kassel insgesamt 31 Güterkraftwagen- linien mit 1954 km Streckenlänge in Betrieb, und 78 Orte mit etwa 40 000 Einwohnern durch den Einsatz des Kraftwagens an die Schiene an ge­schlossen worden. Jrn Laufe des nächsten Jahres werden voraussichtlich noch weitere 20 bis 25 Güter­kraftwagenlinien in Betrieb genommen werden können.

Festnahme zweier Einbrecher.

LPD. Frankfurt«. M., 14. Juli. Wegen fort­gesetzter Einbrüche und Felddiebstähle wurden ein 25jähriger und ein 27jähriger Mann aus Höchst sestgenommen. Schon seit geraumer Zeit erfolgten in den westlichen Vororten Einbrüche in Wasserhäuschen und Läden, ohne daß die Täter eine Spur hinterließen. In der Hauptsache wurden Zi­garren, Zigaretten, Photoapparate und Uhren ge­stohlen. Aber auch Felddiebstähle wurden in grö­ßerem Umfange ausgeführt, so daß die Diebe ihren ganzen Bedarf an Gemüse auf diese Art decken konnten. Vorgefundene Milchkannen deuten darauf hin, daß sie auch Liebhaber für billige Milch wa­ren. Es ist zu vermuten, daß noch weit mehr Per­sonen bei den Diebstählen beteiligt waren. Dahin­gehende Ermittlungen sind noch im Gange. Mit der Festnahme der beiden und der Aufklärung der zahl­reichen Einbrüche ist eine Bande dingfest gemacht worden, die im letzten Jahr wesentlich zur Unsicher­heit der westlichen Vororte beigetragen hat.

Kreis Wetzlar

O Hochelheim, 15. Juli. Eine überaus reiche Kirschenernte ist der Gemeinde Hochelheim in diesem Jahre beschießen. Die Bäume hängen derart voll, daß wohl kaum alle Früchte verwertet werden können. Die NS.-Frauenschaft Hochel­heim hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, Kir­schen, auch Johannis- und Stachelbeeren im Ort zu

Wettervoraussage.

Das Hochdruckgebiet, das sich von der Biskaya über Frankre-s nach Deutschland erstreckt, hat sich noch verstärkt. Sein Einfluß wird sich in den näch­sten Tagen geltend machen, so daß mit vorwiegend heiterem und trockenem Wetter zu rechnen ist, wo­bei die Temperaturen tagsüber kräftig ansteigen.

Aussichten für Dienstag: Heiter, zeit­weise auch wolkig, sehr warm und trocken.

Aussichten für Mittwoch: Keine wesent­liche Aenderung der Wetterlage.

Lufttemperaturen am 15. Juli: mittags 23,9 Grad Celsius, abends 17,8 Grad; am 16. Juli: morgens 16,7 Grad. Maximum 24,9 Grad, Minimum 12,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. Juli: abends 21,4 Grad; am 16. Juli: morgens 17,7 Grad. Niederschläge 1,5 mm. Sonnen­scheindauer 5,9 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: I. V.: Dr. Fr. W. Lange, für den übrigen Teil: J.D.: H.L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. DA. VI. 34: 10100. Druck und Verlag: Brühl'sche Univerfitäts - Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

lichen Handlung bestand in dem Wersen bren - nender Stofsbälle. Hierdurch sing das Tempelgebäude Feuer und brannte so schnell nie­der, daß sich nur wenige der Gottesdienstbe­sucher unversehrt in Sicherheit bringen konnten. 30 Personen verbrannten, während 40 schwere Verletzungen erlitten.

Schwere Explosion in einer Tiroler Kirche.

In Mösern bei Seefeld (Tirol) wurde durch die Explosion eines Sprengkörpers in einer Kirche der Altar und d i e Kircheneinrichtung zerstört, sowie ein zwei Quadratmeter großes Loch in die Kirchenmauer gerissen. Die Decke der Kirche ist teilweise eingestürzt.

Die deutsche Himalaya-Expedition 7500 Meter hoch.

Die deutsche Himalaya-Expedition ist bis zu 7500 Meter vorgedrungen bei ihrem Angriff auf den noch unbezwungenen Nanga Parbat, einen der höchsten Gipfel der Erde.

Nachrichten über Sven hedin.

In Tokio ist eine Meldung aus Urumtschi ein- aegangen, wonach Sven Hedin und seine Begleiter sich in Sicherheit befinden. Der englische Gene­ralkonsul in Kaschgar hat den englischen Gesandten in Peking verständigt, daß Sven Hedin seine Forschungsarbeit fortzusetzen gedenkt. Die chinesischen Provinzbehörden haben Sven Hedin ihre Unterstützung zugesagt. Sven Hedin hat die chinesischen Behörden gebeten. Überall hin die Nach­richt zu verbreiten, daß ihm nichts passiert fei.

Au weit aus dem Zug gelehnt.

Die Reichsbahndirektion Nürnberg teilt mit: Am Samstag, 14. Juli, 12.45 Uhr, wurden bei einem Sonderzug der Hitlerjugend zwischen Schwein­furt und Bergreinfeld zwei Hitlerjungen, die sich zu weit aus dem Zuge hinauslehnten, von der Lokomotive des begegnenden Perfonenzuges

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Gießen, den 13. Juli 1934.

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