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I Gereke bekanntlich ebenfalls zu 2Vr Jahren Gefäng« de^Dorsitz^nd e "zunächst^mi^dem ersten ^Anklag^ * erfolgte die Verurteilung
gebung.
Ein ORofettfeflfgug in Berlin.
blieben. , r „ . .
Des Rätsels Lösung ist ebenfalls tn dem „Jubiläum" zu suchen, das die Kommunisten am Samstag feiern konnten. Der schwere Sabotageakt der Kommunisten fand aus die elektrische Fernleitung bei Gratweih in Steiermark statt. Dadurch wurde nicht nur die Wiener Stadtversorgung, sondern, auch die Versorgung der Stadt Graz für einige Zeit unterbrochen.
Politischer Mord in Wien.
In Wien drangen drei unbekannte Männer in die Wohnung des Herrn Cornelius Zimmer in der Himmelpfortgasse ein und verletzten Zimmer durch Revolverschüsse schwer. Zimmer starb auf der Stelle; die drei Männer entkamen u n - e r k a n n t. Da Zimmer als Nationalsozialist seit Jahren bekannt war, nimmt die Polizei an, daß es sich hierbei um einen politischen Mord handelt. Die polizeilichen Ermittlungen haben bisher noch zu keiner Klärung geführt.
Zeder Volksgenosse einmal Kleine garten- und Eigenheimbefiher!
Staatssekretär Feder auf der Berliner Werbekundgebung der Kleingärtner und Kleinsiedler.
Im Rahmen des Festes der deutschen Rase sand am Sonntagnachmittag auf dem Tempelhofer Feld eine Werbekundgebung des Reichsbun- des der Kleingärtner und Kleinsied, l e r Deutschlands statt. Vor der für die Kundgebung aufgebauten Fahnentribüne strömten in acht Zügen die zu einer einheitlichen Organisation zusammengefaßten Kleingärter und Kleinsiedler zusammen. Die Teilnehmerzahl betrug rund 150 000. Der Führer des Reichsbundes der Kleingärtner und Kleinsiedler Deutschlands, Dr. Kammler, sprach seine Freude darüber aus, Vertreter des Reiches, der Länder, der Stadt, der SA., SS., des Reichsnährstandes, des Reichsheimstättenamtes, der NSV. sowie der befreundeten Verbände und Organisationen begrüßen zu können. Er sehe darin eine Anerkennung der deutschen Kleingärtner- und Kleinsiedlerbe- wegung und der vom Reichsbund geleisteten Arbeit. Reichskommiffar Staatssekretär Feder
komplex, der dem Angeklagten Betrug im Zusammenhang mit der Zeitschrift „T> i e L and- gemeinde" zur Last legt. Das Gericht sei zu dem Ergebnis gelangt, daß sich Dr. Gerede das Eigentum der Zeitschrift durch eine Reihe von Täuschungen in der Hauptsache dem Vorstand des Landgemeindeverbandes gegenüber angeeignet hat. Dr. Gereke fei (Eigentümer ber Zeitschrift geworden, habe dies aber durch 25 e - trug erreicht. Es fei nicht zu widerlegen, daß Dr. Gereke 480 000 Mark für die Gründung einer Zeitung erhalten habe. Dr. Gereke erklärte er habe das Geld mit Zustimmung des Geldgebers anderweitig ver- wandt. Wenn das Geld aber einmal anderwel- tig verwandt worden sei, habe keine re chftl l ch e Begründung für einen An s p r u ch aeaenüber dem Hindenburg-Kurato- rium bestanden, das Geld zuruckzuoerlangen. Wenn Dr. Gereke in diesem Punkte straftrechtlich gefehlt habe, würde er dennoch unter den Schutz der Amnestie fallen, wenn ihn darin nur politische Gesichtspunkte geleitet hätten. Das sei aber nicht der Fall und Gereke habe bestraft werden müssen. Zu dem Strafmaß erklärte der Vorsitzende, von einem Ehrverlust habe das Gericht abgesehen weil der Angeklagte nicht aus schnöder Gewinnsucht und übertriebenem politischen Ehrgeiz um seiner Person willen gehandelt habe. Die Strafe habe aber Nicht gering sein können, weil Dr. Gereke e i n e n g r o - ßen Vertrauensbruch Leuten gegenüber begangen habe, die ein Recht auf seine Ehrlichkeit gehabt hätten. ~ m e
Zum Schluß der Sitzung erklärte Dr. Gereke, daß er gegen das Urteil Revision emlegen werde. In der ersten Instanz wurde Dr.
Im Hohen Dom der alten Bischofsstadt Mainz wurde am 57. Todestag Wilhelm Emmanuel von Kettelers in einer Gedenkstunde für den sozialen Bischof eine K e t t e l e r l e u ch t e geweiht, die vom katholischen Werkvolk Deutschlands gestiftet worden ist. Nach dem Einzug der Pilger aus dem Ruhrgebiet, dem Saargebiet und aus Süddeutschland in den Dom nahm Bischof Dr. H u g o - Mainz die Weihe der Kettelerleuchte vor und, nachdem sie am Grabe Kettelers in der Marienkapelle Aufstellung gefunden hatte, entzündete der Mainzer Oberhirte ihre Flamme, die nun ständig brennen wird, an dem Licht der Grubenlampen der anwesenden Knappen aus dem Ruhrgebiet. Der Gottesdienst, in dem Bischof Dr. Hugo eine Ansprache und Domkapitular Lenhart die Festprediqt hielt, wurde um die Mitternachtsstunde mit einer großen Lichterprozession über den Liebfrauenplatz und den Markt mit einem Tedeum abgeschlossen.
Das Ergebnis des 20. Deutschen Bundesschießens.
Das 20. Deutsche Bundesschießen in Leipzig fand am Sonntagmittag mit der Slegerverkundlgung seinen Abschluß. Dabei wurden u a. folgende Ergebnisse bekannt gegeben: Deutscher V undesmeister im Feldschiehen und Standschießen wurde Adolf Bi o h l i g !.un„ Berlin mit 963 Ringen. Deutscher Bundesmeister für Kleinkaliberschießen wurde Franz Meiler aus St. Pölten mit 853 Ringen. Pi- stolenmeisterschützen des 20. ^desschie- ßens wurden der Weltmeister Torsten U l l m a n n, Waeresoe (Schweden) mit 535 Ringen und Dr. Z. W. Schneider (Schweiz) mit 522 Ringen. Mannschaftskampf für fünf Waffen 1. Schützengilde der Hauptstadt Berll n mit 1082 Ringen, 2. Leipziger Schutzengesellschaft von 1443 mit 1060 Ringen, 3 Kgl. p.rwlllgierte Haupt- schützengesellschaft München mit 1047 Ringen. Der Oppelner Rathausturm teilweise eingestürzt.
Arn Sonntagabend stürzte der Oberteil des 60 Meter hohen Oppelner Rathausturmes, der in den letzten Tagen wegen Bauarbeiten versteif t werden mußte, ein. Der Turm brach zw nächst in sich zusammen und fiel dann nach d e r Sü d w e st s e i t e um. Ein Teil der Trunnner stürzte auf die Straße. Zum Glück sind Menschenleben nicht zu Schaden gekommen. Lediglich einige Schaufenster in der nächsten Umgebung wurden zertrümmert. Einige Minuten vorher hatte em Auto mit Ausflüglern die Unfallstelle passiert. Die Polize und die Feuerwehr nahmen sofort Absperrungen vor.
Autobusunglück im Elsaß.
Bei einem mit 30 Personen besetzten Autoomni- bus aus Schlettstadt versagten bet Der Heimkehr von einem Ausfluge die Brem- fen. In rasender Fahrt rollte der Wagen die ab. schüssige Straße hinunter. Die meisten Fahrgaste versuchten, sich durch Abspringen zu retten. Dabei wurde 1 8 P e r s o n e n s ch w e r v e r letzt. Eine Frau ist ihren Verletzungen bereits im Kran- kenhaus erlegen. Dem Wagenführer gelang es schließlich, den Wagen m einen flachen Straßen qraben zu steuern, wobei der Wagen umsturzte. Alle Insassen, die nicht abgesprungen waren, b l i e b e n u n v e r l e tz t.
30 Tote bei einem Tempelbrand in Südindien.
In einem Tempel in Südindien kam es w ährend des Gottesdienstes zu einer furcht, baren Brandkatastrophe. Ein Teil der gottesdienst-
Berlin, 14. Juli (DNB.) Der Herr Reichspräsident Generalfeldmarschall von H i n d e n - bürg hat den Generalleutnant Geyer, Ches des Stabes des Gruppenkommandos II, mit dem 1. August 1934 zum Kommandeur der 5. Division und Befehlshaber im Wehr- kreis V ernannt. , .
Der neue Divisionskommandeur ist 1882 m Stuttgart geboren, trat 1900 als Fahnenjunker beim Grenadier-Regiment Königin Olga in Stuttgart em, war als Leutnant mehrere Jahre beim 1. Seebataillon in Kiel mit Auslandskommando, anschließend zur Kriegsakademie und Generalstab kommandiert und wurde am 2. August 1914 Hauptmann im Generalstab. Er war dann meist in der Operationsabteilung der OHL., außerdem als Kompanie- und Bataillonsführer beim Infanterie-Regiment 33, dann als Generalstabsoffizier der 199. Infanterie- Division tätig. Nach dem Krieg gehörte er em halbes Jahr der Waffenstillstandskommisston m Spa an, war dann drei Jahre im Reichswehrministerium, zwischen 1922 und 1928 als Kompaniechef und Bataillonskommandeur beim Infanterie- Regiment 13 in Stuttgart und Ludwigsburg sowie in mehreren Generalstabsstellungen beim Stabe der 5. Division in Stuttgart. 1928 wurde er Abtei- lunqschef im Reichswehrministerium, 1931 Regimentskommandeur des 17. J -R. in Braunschweig, 1932 Jnfanterieführer V in Kassel 1933 Chef des Stabes des Gruppenkommandos II m Kassel, 1934 Generalleutnant.
Oie badische Landeskirche in derlieichs- kirche eingegiiederk.
Berlin, 14.Juli. (DNB.) Die badische Landeskirche hat in Gegenwart des Rechtswalters der beut (hen evangelischen Kirche und unter ausdrücklicher Zustimmung des Landesbischofs Dr. Kühlwein ihre Rechte auf die Reichs- kirche übertragen. Wie bei jeder Eingliederung wurde auch hier grundsätzlich und kirchengesetzlich festgelegt, daß das Bekenntnis und das geschichtlich gewordene Eigenleben des badischen Kirchengebiete sder besonderen Betreuung durch die Reichskirchenführung versichert ist. Die Eingliederung der badischen Landeskirche ist deshalb von Bedeutung, weil sie nach der p f a l z l ° schen Landeskirche die zweite Kirche Suddeutschlands ist, die nunmehr in dem großen evangelischen Einigungswerke aufgeht. Das stetige Vorwärtsschreiten dieses Werkes wird von den breiten Massen des Kirchenvolkes getragen, deren freu diges Bekenntnis zur deutschen Einheit auch aus kirchlichem Gebiet die mannigfaltigen Schwierigkeiten der Entwicklung überwinden hüft. Mit Dem großen evangelischen Einigungswerk marschiert auch die zunehmende Befriedung des kirchlichen Lebens. Vier Monate Gefängnis für Hermes.
Kommunistische „Jubiläumsfeier" in Oesterreich.
Wien und Graz durch Sabotageakt auf die elektrische Fernleitung eine Zeitlang ohne Strom.-Kommunistische „Festversammlung " durch Pol,ze, gesprengt.
Nach über neunwöchiger Verhandlung wurde rrn Prozeß gegen den früheren Reichsernährungsmlni- fter Dr. Hermes folgendes Urteil verkündet:
Der Angeklagte wird wegen Untreue ju vier Monaten Gefängnis verurteilt, die durch die Untersuchungshaft verbüßt sind. Im übrigen wird der Angeklagte freigesprochen. Die Kosten des Verfahrens werden Dr. Hermes auf- E^Jn der Begründung des Urteils ging der Vor- fibenbe auf bie Schwierigkeiten ein, Die bie Durchführung bes Verfahrens erschwert hätten. Zwei wichtige Personen hätten bem Gericht nicht zur Berfüauna qeftanben, barunter vor allem ber da- malige Präsident ber Preußenkasse, Dr. Kle p - per ber ins Auslanb geflüchtet sei. Zur Rationalisierung bes lanbwirtschaftlichen Genossenschaftswesens seien vom Reich, vom preußischen Staat und von der Preußenkasse zusammen 75 Mill. Mark zur Derfüauna gestellt worden. Davon erhielt die Vereinigung der deutschen christlichen Bauernvereine,
aßte.
Das Linienschiff „Hesse n" lief am Samstag in den Hafen von Bergen (Norwegen) ein.
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Vor dem deutschen Konsulat in Ph iladelpHia kam es zu deutschfeindlichen Kundgebungen. Die Polizei schritt sofort ein, trieb die Menge auseinander und nahm drei Männer und drei Frauen fest. Später versuchte bie Volksmenge bie Festgenommenen ber Polizei auf bem Wege zum Rathaus zu entreißen. Es kam zu einem erbitterten Handgemenge. Erst berittene Polizei konnte die Ordnung wiederherftellen.
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Der Sowjetbotschafter in Paris, Dowga- le m f Ci, ist an Darmkrebs gestorben. Dowgalewski, der der Vater des franzöfijch-ruffifchen Nichtangriffspaktes ist, bekleidete den Pariser Posten feit 1928, nachdem er vorher die Belange seines Landes in Japan wahrgenommen hatte. Er stand im 49. Lebensjahr. *
Vizekanzler S t a r h e m b e r g ist mit dem Flugzeug nach Italien geflogen. Es heißt, daß der Vizekanzler zuerst in Venedig Aufenthalt nehmen wird. Dann soll ein Zusammentreffen mit Mussolini und Unterstaatssekretär Suvich ftattfmben.
Aus alter Welt.
Fahnenweihe der Langemarck- Stürmer.
Im Lichthof des Zeughauses wurde am Sonntagvormittag eine Fahne der Ortsgruppe Berlin des ehemaligen 26. Reservekorps, des sog. Grünen Korps, geweiht. Kaum 100 Mann umfaßt diese Ortsgruppe; es sind die letzten U e b e r l e b e nden jener todesmutigen blutjungen Kämpfer, die am 21. Oktober 1914 zum ersten Sturm auf Langemarck antraten. Exzellenz Freiherr von Matter, der letzte kommandierende Gene- ral des 26. Reservekorps, weihte vor den überlebenden ßangemartf «(Stürmern und Vertretern der Behörden, der Partei und der nahestehenden Verbände inmitten der Fahnenabordnungen der Studentenschaft, der NS.-Kriegsopferversorgung und des Kyffhäuserbundes die Fahne mit der Mahnung, eingedenk des Spruches zu sein: Wer auf Die deutsche Fahne schwört, hat nichts mehr was ihm selbst gehört. Der Ortsgruppensuhrer Pg.Dier- g u tz gelobte, daß die Fahne immerbar beim Führer stehen werbe. Anschließend fanb ein Helden- gebenfen am Ehrenmal statt.
Kelleler-Gedenkfeier im Mainzer Dom.
Am Sonntag, ber bem Hilfswerk „Mutter unb Kinb" als Tag ber beutschen Rose geroibmet ist, zog ein großer farbenprächtiger Festzug burch bie Straßen ber Reichshauptstadt, von Tausenden freudig begrüßt. Sinn dieses Festzuges war, die Rose im deut- schenKulturleben darzustellen. An der Spitze unb am Schluß des Zuges marschierten SA.-Ka- pellen. Gegen tausend Männer, Frauen, und Kinder wirkten mit, vorwiegend Junggärtner und Blumenbinderinnen. Den Festzug eröffnete eine Gruppe von Germanen. Prunkwagen mit Sinnbildern 'ber verschiedenen Jahrhunderte folgten. Die „M inne« bürg" umgaben Damen vom Ballett ber (Staats« aper, die vor dem Schloß und vor der Reichskanzlei eine Tanzpantomime aufführten. Den Glanzpunkt des Zuges bildete wohl der Wagen von „Mutter und Kind". Vor unb hinter ihm schritten kleine Mädchen, mit Rosen geschmückt. Auf dem Wagen saß unter einem Thronhimmel von ‘ *' glückliche Mutter mit einer Schar von
»taten Dersöhnungswerkes aus der Zeit Bismarcks, hat weit über die Grenzen Deutschlands hinaus Anerkennung und Nachahmung gefunden. Entstanden aus kleinen Anfängen ist das Reichsversicherungsamt im Laufe der vergangenen Jahrzehnte Infolge der wiederholten Erweiterung feines Wirkungskreises zu einer großen Behörde von hohem Ansehen angewachsen. Die Ausgestaltung der Gesetze über Sozialversicherung, mit deren Erlaß der deutsche Gesetzgeber völli- ges Neuland betreten hatte, war mehr als bei anderen Gesetzen Sache der zu ihrer Durchführung berufenen Behörden. Durch die von wahrem ( sozialem Empfinden durchdrungene ; Auslegung und Handhabung dieser Ge- ; setze hat das Reichsoersicherungsamt in seiner doppelten Eigenschaft als höchstes Gericht und als oberste Verwaltungsbehörde des Reiches in Sachen der Sozialversicherung sich unvergängliche Verdien st e erworben und vornehmlich dazu beigetragen, daß die deutsche Sozialversicherung sich im Laufe der Jahre das Vertrauen der Arbeiterschaft und der Betriebsführer erwarb. Wenn dem Reichsversicherungsamt jetzt mit der Uebertragung von Aufgaben, die bisher das Reichsarbeitsminfterium, die Landesversiche- rungsämter und andere Behörden erfüllten, e i n neuer bedeutender Wirkungskreis an- vertraut wird, so ist dies die schönste Anerkennung, die das Reich einer langjährigen, treuen und erfolgreichen Arbeit aussprechen konnte. Mit dieser Anerkennung verbinde ich den Dank des Reich e s und den Wunsch, daß die Arbeit des Reichsversicherungsamtes auch in seinem neuen größeren Wirkungsbereiche von nachhaltigem Erfolg gekrönt fein unb bem beutschen Volk auch fernerhin zum Segen gerechen möge. Mit freunblichem Gruß! gez. von Hinbenburg.
Präsibent Dr. e. h. Schaeffer bankte im Schlußwort für bie zahlreichen schriftlichen unb münblichen Glückwünsche. Er teilte mit, baß ber Führer bem Amt sein Bild mit Unterschrift, gewibmet habe. Ferner gab er bekannt, baß bie rechts- unb wirtschaftswissenfchafliche Fakultät ber Universität Tübingen bem Direktor bes Amtes Prof. Dr. D e r f ch bie Würbe eines D r. r e r. pol. e. h. verliehen hat. Die Feier schloß mit bem Deutschland unb bem Horst-Wessel-Lied.
Handelskammerpräsident piehsch als Führer der Hauptgruppe 5 der Wirtschaft zurückgetreten.
Berlin, 14. Juli. (DNB.) Der Präsident der Handelskammer in München, Pietzsch, hat den Wunsch geäußert, von seinem A m t a l s F u h ° r er der Hauptgruppe 5 ber Wl r ts cha ft befreit zu werden. Reichswirtschaftsminifter Schmitt hat diesem Wunsch im Einvernehmen mit dem Stellvertreter des Führers der Wirtschaft, Graf von der Goltz, entsprochen.
Generalleutnant Geyer Befehlshaber im Wehrkreis V.
werden dürfte und dessen Endziel die Wiederverwurzelung der deutschen Bevölkerung in der Heimaterde ist. Neue Garten st ä d t e sollen in Deutschland dort erstehen, wo es nach allgemeinpolitischen Gesichtspunkten notwendig und erwünscht ist und wo eine dauernde Existenzgrundlage gegeben ist. Die Zahl der Kleinsiedler beträgt zur Zeit etwa eine Million Volksgenossen. Dies ist, so fuhr der Staatssekretär fort, in meinen Augen noch viel zu wenig. Erst wenn jeder deutsche Volksgenosse Kleingarten - und Eigenheimbesitzer ist, wird unser höchstes Ziel erreicht sein. Der Redner schloß: „Unser Ziel soll sein, aus Deutschland einen blühenden ©arte n 3u machen mit einem in Frieden und Eintracht verbundenen Volk, das froh und freudig seiner Arbeit nachgeht, aber ebenso gewillt ist, die deutsche Scholle zu verteidigen gegen jeden Eingriff von außen. Heil Hitler!" Mit Dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied schloß die große Kund-
deren Präsident Dr. Hermes war, 3,5 Mill Mark. Für die Verwendung wurden von einem Reichs- taasausschuß besondere Richtlinien vorge- chrtebem Dr. Hermes habe behauptet, mit dem Damaligen Finanzminister Klepper ein besonderes Abkommen geschlossen zu haben, m bem Mevver von irgenbwelchen Bindungen oder von ber^Beachtung ber Richtlinien abgesehen habe. Maßaebenbe Persönlichkeiten seien sich aber harter klar gewesen, baß bie Richtlinien auch von der Bereinigung beachtet werben mußten. Wenn Dr. Hermes einen Teil der Mittel 3«
Qmptfen verwandte, ,o ganueue er Ium Nachteil seines Auftraggebers. Das Gericht halte es für erwiesen, baß Dr. Her- 500 Mark, bie zur Rationalisierung be-
big gemacht hat.
Nr. Gereke zu 2^ fahren Gefängnis verurteilt.
Berlin, 14. Juli. (DNB.) 3m Prozeß gegen ben früheren Reichskomnusiar ®r Ocrete ver- kündete noch etwa Diermonatiger Verhandlung der Vorsitzende der achten Straskammer des Berliner Landgerichtes, Landgerichtsdirektor Lempke, fol- genbes Urteil:
Dr Gereke wirb wegen Betruges m , „ff; ctäiien au 2 Vs Jahren Gefängnis nfr urteilt Ein Jahr brei Monate ber Unter- suchungshast werden ihm angerechnet. Der Haftbe- “m bleibt aus den bisherigen Gründen aufrecht- erhalten. Der Mitangeklagte Frey gang wurde freigesprochen.
Wien, 16. Juli. (DNB.) Amtlich. Aus einem umfangreichen Propagandamaterial, das den Sicherheitsbehörden in den letzten Tagen in die Hände iel, ist zu entnehmen, daß kommunistische Elemente und radikale Angehörige der Sozialdemokratischen Partei für den 15. Juli, dem Jahrestag der Revolte vom Jahre 1927 (Brand des Justizpalastes), Demonstrationen planten. Verschiedene Versuche zur Durch- ührung solcher Demonstrationen in geschlossenen Ortschaften wurden durch die Exekutive verhindert. Aus idiiesem Grunde unternahmen mehrere h u n - dertKommunistenund ehemalige Angehörige des aufgelösten republikanischen Schutzbundes den Versuch, in der Umgebung Wiens, in der Nähe von Kaltenleutgeben aus einer Wald wiese eine Versammlung abzuhalten, auf der aufreizende Reden gehalten wurden. Als zunächst eine aus zwei Mann beste- hende Ortspatrouille einschvitt, wurde ein Schutzmann tätlich angegriffen und durch einen Hieb aus den Kops erheblich verletzt. Eine zur Unterstützung herbei geeilte Gendarmeriepatromlle kam den Angegriffenen zu Hilfe. Die etwa tausend Mann zah enden Demonstranten, die mit H o 1 z k n u p p e l n , zumTeil a u ch mi t R e v o l ve r n b e w a f f- n e t waren, gingen gegen die Sicherheitsorgane vor unb versuchten, biese einzukresien. Die Patrouille, bie schließlich durch weitere Verstärkung aus acht Mann angewachsen war, gab fünf Schüsse ab, durch welche zwei Demonstranten tödlich und ein dritter schwer verletzt wurden. Der eine der Toten ist ein Kraftwagenmecham er- der andere Tote der Angestellte eines Arbeltskonstlm- vereins. Eine alsbald singetrostene weitere Gendarmerieverstärkung nahm die Verfolgung der De-
monstranten, die sich in die Wälder zurückgezogen hatten, auf und zerstreuten sie. Einer der Führer der Demonstranten befindet sich in Haft.
In Wien setzte zehn Minuten vor Mitternacht plötzlich im ganzen Wiener Straßenbahnnetz b e~ elektrische Strom aus. Die Wagen ber Straßenbahn blieben auf b en Schienen stehen unb allenthalben bilbeten sich Menschen- gruppen, bie sich über bie möglichen Ursachen biefer Betriebsstillegung unterhielten. Gleichzeitig setzte ber Wiener Senber aus unb in sechs Wiener Gemeinbedezirken erlosch jebe Beleucht u n g. Der Wiener Senber konnte nach verhältnismäßig kurzer Zeit roieber in Betrieb genommen werben, währenb bie Straßenbahnen vorerst stromlos
wegen Betruges in einem Falle und, zwar wegen des Anklagekomplexes der Zeitschrift „Die Landgemeinde". Bezüglich des Anklageteiles Hindenburg- Ausschuß erfolgte die Einstellung des Verfahren- auf Grund der politischen Amnestie. Der jetzt frei- gesprochene Mitangeklagte Freygang hatte erstinstanzlich wegen Beihilfe zum Betrug vier Monate Gefängnis erhalten.
Kleine politische Nachrichten.
In Anwesenheit des Führers, seines Stellvertreters Rudolf Heß, des Reichsbauernführers DarrS sowie zahlreicher anderer Reichsleiter der Partei fanb, wie bie NSK. meldet, am Samstag in Berlin eineBes prechung der Gauleiter der NSDAP, statt, die sich mit agrarpolitischen und organisatorischen Fragen be-
erklärte, die Werbekundgebung betrachte er als spontanen Ausdruck des Willens, der Oeffentlichkeit zu zeigen, wie weite Kreise des Volkes von der Kleingartenbewegung schon ergriffen sind. In der unermüdlichen Sorgfalt, die die Kleingärtner ihren Garten widmen, bekunde sich die Liebe zur Heimaterde, der Wille zur Ordnung und das Erwachen der deutschen Rassenseele in ihrer Blut- und Erdverbundenheit; es liege darin zugleich ein Protest gegen Marxis- mus, Bolschewismus, Chaos, Unordnung und gegen das Hausen in Mietkasernen und Hinterhäusern. Dieses Streben sei für den Staatsmann von ganz besonderer Bedeutung. Er brauche diesen richtigen Instinkt nur richtig zu lenken, um die Großstadtbevölkerung wieder seßhaft zu machen und ihr das Heimatgefühl zurückzugeben. Der Redner wies auf feinen eigenen Garten am Fuße der Zugspitze hin, der ihm oft genug in den zermürbenden Kampfesjahren mit feinen Nutzpflanzen und seinem Blumenschmuck Ruhe und Erholung gewahrt ^t°r-b?n^^7°g^7n°S^d11.°n7-°-'; Rosen W Mutter mit einer ^ch°r die Hand, die einmal gls eine der entscheidenden lieblichen Kindern. Die Veranstaltung war Großtaten der Regierung unseres Führers gewertet, schönstem Sommerwetter begünstigt.


