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Fahnenweihe der Ortsgruppe Gießen-Aord

mich, sondern alles für Deutschland!" (Anhaltender

heilen und -schädlinge erteilen die zuständigen Haupt- stellen für Pflanzenschutz, deren Anschriften im Merkblatt Nr. 4 angegeben sind.

** Kutscheroerein Gießen. Man berichtet uns: Der Kutscherverein Gießen hielt am vorigen Samstag eine Hauptversammlung ab, um den

Sichere die Zukunst des Volkes, so sicherst du dich. Tritt ein in die 7!S. - Dolkswohlfahrt.

Kundgebung der Deutschen Arbeitsfront in Frankfurt. Gaubetriebszellenleiter Becker über den Durchbruch der sozialen Ehre des deutschen Arbeiters.

Frankfurt a. M., 14. Ian. (LPD.) Die Ver­kündung des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit führte ganz spontan zur Einberufung einer Massenkundgebung der Deutschen Arbeitsfront, die am Sonntagnachmittag im Hippo­drom stattfand. Der große Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, als unter den Klängen der SA.-Kapelle die Fahnenabordnungen der NSBO. einzogen.

Von der Versammlung stürmisch begrüßt, ergriff der Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront und Gaubetriebszellenleiter

pg. Becker

starker Beifall.)

Krerspropagandaleiier Schmelz hielt die Weiherede. Er erinnerte an die Zeit nach 1918, in der das Volk losgelöst gewesen sei von Volkstum und Heimat, der Landesverrat als Ehren­sache gegolten habe und der Bruderzwist die Meu­chen trennte. Die Not, die über Deutschland gekom­men sei, sei Lohn für böse Tat gewesen. In aller Not aber sei doch die Sehnsucht erwacht nach einem einigen Volksganzen, der Führer habe die Parolen gegeben und dem Volke den Glauben an seine eigene Kraft wieder geschenkt. So wie die ersten Christen ihr Leben für ihren Glauben zu geben bereit gewesen seien, so müsse auch der Na­tionalsozialist 'für seinen Glauben leben und sterben können. Der Nationalsozialismus lebe nur durch ^^Di^Fahne der Nationalsozialisten bedürfe der Tradition nicht. Die Fahne habe aber die Kraft zum Opfer gegeben, zu einer Zeit, m der alles zu versinken drohte. Nun aber stehe man um die Fahne geschart, vereint im Glauben an Blut, Lo­den und Rasse, im Glauben an die Zukunft. Das Bekenntnis und der Schwur zur Fahne muffe ge­halten werden. In diesem Sinne nur könne die Fahne geweiht werden.

Der Amtswalter fei ein politischer Soldat. Er habe dafür zu sorgen, daß der Nationalsozialis­mus die Kraft der Zukunft bleibe.

Ortsgruppenleitei- pg. Thomas > hielt die Begrüßungsansprache, hieß besonders die < im Auftrage der Kreisleitung erschienenen Pg- I Kreispropagandaleiter Schmelz und B a r t h o l o- I mäus sowie die Vertreter der SS. und SA. Herz- i lich willkommen. Der Redner führte sodann weiter aus:Wenn wir heute unsere Fahnenweihe abhal­ten, so kann ich nicht umhin einen kleinen Rück- ; blick zu geben auf den Werdegang der Ortsgruppe , Gießen-Nord. Am 1. Januar 1933 wurde aus der i Sektion Nord die Ortsgruppe Gießen-Nord gegrun- i bet, mit den Zellen Heuchelheim und Wieseck, die Mitte 1933 zu selbständigen Ortsgruppen erhoben wurden. Betrug die Mitgliederzahl am 1. Januar 1933 nur 123, so stieg sie doch sehr schnell und be­lief sich bei der Sperre auf über 380 Parteigenossen und Parteianwärter. An verschiedenen Veranstaltun­gen nahm die Ortsgruppe teil und zwar am Gau­amtswalterappell am 13. Mai 1933, am Reichspar­teitag in Nürnberg am 1. und 2. September 1933, am Gauparteitag am 23. und 24. September 1933. Auch an der Wiedersehensfeier am 8. und 9. No­vember 1933 nahmen zwei Kämpfer der Ortsgruppe teil. Das Jahr 1933 war für die NSDAP, ein Jahr bes Kampfes und des Sieges und für die Orts­gruppe ein Jahr schwerer Aufbauarbeit. Die Amts­walter haben in unermüdlichem Fleiß diese Arbeit geleistet. Ich spreche ihnen meinen Dank aus und fordere sie auf, auch weiterhin ihre Pflicht zu tun. Gerade die heutige Verpflichtung der Amtswalter und die Weihe unserer Fahne legt uns die Verpflich­tung auf, weiter zu arbeiten im Sinne unseres Füh­rers Adolf Hitler!" Mit einem dreifachenSieg- , Heil" auf den Führer schloß der Redner seine bei» fällig aufgenommene Ansprache.

Nach einem feinen Vorspruch hielt der

komm Beigeordnete pg.Barcho'omäus eine begeisterte Ansprache, in der er u. a. folgendes ausführte:

Im Jahre 1930 habe Adolf Hitler vor dem Reichs­gericht als Zeuge erscheinen müssen, er sei gefragt worden, ob er die Macht im Staate tatsächlich auf legale Weise erobern wolle, und er habe damals antworten können mit dem Satze, daß das regie­rende System der beste Wegbereiter für den Natio­nalsozialismus sei. Der Führer habe die Entwicklung und auch den Zeitpunkt mit mathematischer Ge­nauigkeit vorausgesehen, zu dem das System mit seiner Kunst fertig werde und er die Macht über­nehmen müsse. Bald jähre sich nun der Tag, an dem Adolf Hitler die Macht im Staate übernommen habe. Man erinnere sich noch sehr wohl der Zeit, da die erste Fahne der Nationalsozialisten in Gie­ßen geweiht worden sei. Das sei eine Zeit gewesen, in der man noch um jedes Mitglied habe kämpfen müssen. Allmählich seien aber doch der Glaube und bas Vertrauen zu ber Bewegung unb zu ihrem Führer in bie breiten Massen getragen worden.

Der Führer habe den jüngsten Reichsparteitag mit Recht als denSieg des Glaubens" be­zeichnen dürfen.

Der Kampf um Glaube und Vertrauen des Volkes zur Bewegung sei hart gewesen. Jedes Dorf habe errungen werden müssen, oft von wenigen SA.» Leuten nur, die mehr als einmal einem Saal voll von Kommunisten, einer hassenden Menge gegen­überstanden, die das Werden des neuen Reiches mit allen Mitteln verhindern wollte. Da habe der nationalsozialistische Kämpfer alles Persönliche ab» streifen müssen und nur dem Neuen leben dürfen. Es habe überall versucht werden müssen, Menschen 3u gewinnen; da aber, wo man einmal Fuß gefaßt habe, sei die Bewegung durchgedrungen. So seien Blocks, Zellen und Ortsgruppen gewachsen.

Aber noch habe man lange Zeil keine Fahne gehabt. Und wenn sie ans geopferten Groschen beschafft gewesen sei, so habe man erst noch einen ganze« Kerl gebraucht, der sie trug.

Heute weihe man nun eine neue Fahne, für die schon Hunderte von Kämpfern ihr Leben ließen, für die schon mancher Gehorsam gelernt habe. Alle jene, die heute zu dieser Fahne stehen, müßten mit­helfen, daß all das überwunden werde, was über­wunden werden müsse.

Man könne nicht innerhalb von drei oder vier Monaten Nationalsozialist werden. Nationalsozialist sein, bedeute neu geboren werden. In der Jugend sei der neue Geist unverfälscht lebendig. In der HI. frage man heute nicht mehr nach demAlten" und ob es ihm recht fei; der Junge stehe einfach bei der Hitler-Jugend. Die Jugend werde die echten Nationalsozialisten geben.

wer allzusehr am Alten hange, könne nicht in den Reihen der NSDAP, stehen.

neuen Richtlinien entbrechend die ouhrerschast zu bilden. Unter Zustimmung der Versammlung wurde der seitherige VorsitzendeHch. ch au s sau er zum Bereinssuhrer ernannt und durch den mit ber Gleichschaltung beauftragten 3eUenleiter $9-0» de r bestätigt. Pg. Roder berichtete eingehend über die Gleichschaltung und die von Deutschland begehrte Gleichberechtigung. Er forderte die An wesenden auf, sich geschlossen Hinter' d»- Reglerung und deren Führer zu stellen, damit das Ä'el ernncht werde. Mit einem Sieg-Heil auf den Volkstanz er Adolf Hitler fand die Versammlung ihren Ab­schluß. Zugunsten der Winterhilfe konnte em Be­trag abgeliefert werden.

Die Fahne sei nur ein äußeres Zeichen. Der Träger aber müsse dieses Zeichen als sein ureigen» stets halten. Und jeder, der zu dieser Fahne stehen wolle, müsse Träger der Idee dieses Symbols sein. Wer zu Recht neben der Fahne stehen wolle, müsse bereit sein, alles äußerliche abzulegen, müsse dem Kameraden neben »hm in das Auge sehen, ob er nun Arbeiter, Bauer, Student oder Geschäftsmann sei. Da dürfe es keinen Unterschied mehr geben. Was in der geistigen Haltung morsch sei, werde hinweggejagt wie von einem Sturmwind. Wo die Fahne sei, müsse die Idee sein und weitergetragen werden. Die Fahne sei ein Heiliges, ein Zeichen der Jugend und der Zukunft. Da müsse jeder Bruder sein wollen unter der Parole:Nichts für

LwerveNk«

HL.-Schulungs-Lehrgang in Lich.

* Lich, 15. Jan. Am Samstag und Sonntag tra­fen sich in Lich die Führer des Unterbannes 111/116, um in einem Lehrgang ausgebildet zu

Dtt'am Samstag um 15 Uhr eintreffenden Füh­rer wurden sofort in ihre Quartiere überwiesen. Um 16 Uhr traten sie am HJ.-Heim an, wo die Schu­lung innerhalb drei Gruppen abgehalten wurde^ Die erste Gruppe führte Unterbannfuhrer S ch r e i b e r, der über Aufbau der HI. und über die Geschichte der HI. sprach. Die zweite Gruppe leitete Unterbann- chulungsleiter Hörning, der über die Ausgestal­tung der Heimabende sprach. Die dritte Gruppe führten Gefolgschaftsführer W. Schmidt; und Unterbannadjutant Hansen, die über Volkssport referierten. Am Abend traten bie Führer wieder am Heim an, um von Unterbannpressewart S t e i g e r einen interessanten Dortrag über das ThemaWas ist Nationalsozialismus" zu hören. In einer regen Aussprache saßen die jungen Führer noch lange bei» ammen. .. .

Der Sonntagmorgen wurde mit einem Weckruf des Spielmannszuges begonnen. Im HJ.-Heim wurde die Schulung für die nächsten Wochen durch­gesprochen. Nach dem Mittagessen trat bie gesamte Gefolgschaft Lich mit den Führern des Unterbannes an und jeder Kameradschafts- und Scharführer üble mit einer Gruppe. Den Abschluß des Lehr­ganges bildete ein Marsch durch die Stadt unter Mitwirkung des Spielmannszuges.

Reich an neuem Wissen kehrten bie Hitler-Jungen wieder in ihre Standorte zurück. Der Unterbann III/116 dankt den Bürgern von Lich herzlich für die freundliche Aufnahme und Bewirtung.

üanfrtreie

T Wieseck, 15.Jan. Der hiesige Obst- und Gartenbauverein hielt am Sonntag eine außerordentliche Generalversammlung ab, die im Zeichen der Gleichschaltung stand. Der Ver­einsobmann Lehrer B e p p l e r wies in längeren Ausführungen auf die veränderten Zeitverhältnisse hin und gab seiner Freude Ausdruck, daß ber Ver­ein aus der früher geübten parteipolitischen Neu­tralität heraustreten und sich voll und ganz hinter die zur Ganzheit der Staatsidee gewordene NSDAP, stellen könne. Nicht jeder könne in den braunen Kolonnen marschieren, Pflicht ber Obst- unb Gartenbauer sei es, SA.-Dienste auf dem ihnen anvertrauten Stück Scholle zum Wohle des Vater­landes zu leisten. Die Gleichschaltung nahm darauf der Landwirtschaftliche Ortsfachberater H. Roden- hausen vor. Im Auftrage der Hessen-Nassauischen Bauernkammer ernannte er den seitherigen Vor­sitzenden zum Vereinsführer, zu dessen Stellvertreter Reichsbahnbeamten Jak. Bernhardt, . zum Schriftführer Reichsbahnassistent K. R a u s ch. Durch den neuen Führer wurde noch Aug. Lotz zum Rechner und Baumwart L. Haas als Fachberater für Fragen des Obstbaues in den Beirat des Ver­eins berufen. Den Höhepunkt der Tagung bildete ein Vortrag des Vereinsführers über das Thema Beerenobstbau im Hausgarte n". Der Redner führte u. a. aus: Die Harmonie des Gar­tens erfordere, daß neben Gemüsen auch Blumen und Obstarten gebaut würden. Hierbei das richtige Verhältnis zu finden, um den Haushalt das Jabr über versorgen zu können, sei die Kunst des Lieb­habergärtners. Erdbeeren gehörten in jeden Haus­garten, da zu deren Kultur keine besonderen Kennt­nisse nötig seien und der Ertrag auch schon im Jahr nach der Pflanzung einsetze. Stachel- und Johan­nisbeeren sollten mehr als Halbhoch- und Hoch­stämme gepflanzt werden. Bei dem Anbau von Himbeeren, die in keinem Garten fehlen sollten, komme nur die neue SortePreußen" in Frage. Die oft gestellte Frage, ob Brombeeren in dem Hausgarten Platz finden sollten, wurde, richtige Sortenwahl vorausgesetzt, für größere Verhältnisse bejaht. Ausführlich wurden Pflanzvorbereitungen, Pflegemaßnahmen und Schädlingsbekämpfung be­handelt und bei der Düngung den sehr vernachlässig­ten Düngemitteln Kalk und Superphosphat das Wort geredet. Eine stattliche Anzahl vorzüglicher Lichtbilder ergänzten die Darlegungen in bester Weise. In ber anschließenben regen Aussprache würbe noch manche Frage aus ber Mitte der Ver­sammlung geklärt. Der Vereinsführer forderte die Anwesenden auf, schon jetzt durch richtige Baum­pflege und sachgemäße Düngung die nötigen Vor­bereitungen für die geplante O b st a u s st e l l u n g im Herbst zu treffen. Nachdem noch verschiedene innere Vereinsangelegenheiten besprochen worden waren und eine Verlosung von Sauerkirschhalb­stämmen und Meisennisthöhlen stattgefunden hatte, wurde die schön verlaufene Tagung mit einem dreifachenSieg-Heil", in das die Teilnehmer be­geistert einstimmten, geschlossen.

* Großen-Buseck, 15. Jan. Der hiesige Ziegenzuchtverein hielt dieser Tage bei Mitglied W Wagner seine Generalversammlung ! ab. Der Vorsitzende, Sattlermeister S ch e l d , be» , grüßte bie Mitglieder und gab in kurzen Ausfüh- ! runqen einen Bericht über das abgelaufene Ge- . fchäftsjahr, dem zu entnehmen war, daß der 93er- . ein auch im Sabre 1933 sehr gute Erfolge erzielte. . Von allen besuchten Märkten und Prämiierungen : konnten die Tiere der Mitglieder preisgekrönt beim® . kehren. 16 I., 18 II., 12 III. Preise und 9 An- > erfennungen, sowie ein la-Preis für Ortssammlung auf der Tierschau in Lich waren der Lohn der Züchter. Die Mutterlämmer erhielten auf dem j Prämiierungsmarkt in Gießen 8 I. und II. Preise, i Dem Rechner W. Wagner I. wurde Entlastung . erteilt. Der 1. Vorsitzende, Sattlermeister Scheld, ; be ar übte den erschien-nen Ortsqruppenleiter ber NSDAP, Pg. Karl Pfeiffer, unb teilt" mit, daß der Gesamtvorstand zum Zwecke ber Gleich­schaltung des Vereins feine Aemter nieberlege. D"r Ortsaruppenleit"r Pfeiffer ernannte ium 1. Füh­rer Sattlermeister S cb e l d, zum S^llvertret-r Heinrich Harbach VIII., ,ium Schriftführer K. Schwalb, zum Rechner W. Wagner I. Als Beisitzer und Berater wurden solaend- Mitglieder bestimmt: H. Wagner XVIII., W. Scheld III., ' Otto Weis, Ehristcmh Scheid VI. und H. 1 Scheid VII. Zum Stallwart wurde Wilhelm : Pfeiffer bestimmt. Ferner wurde beschlossen, das 25iährige Bestehen des Vereins mit einer Lokalschau ' und Prämiierung in schlichter Weise iu feiern. Nach i längerer Aussprache über Zucht unb Milchleistungen 1 d"r Ziegen schloß ber 93ereinsfübrer mit einem ..Sieg-Heil" auf bie Führer des Reiches bie Ver­sammlung.

= Lich, 15. Jan. In einer von dem hiesigen - Ortsbauernführer I h r i n q einberufenen Dersamm- , hing fand eine Aussprache zwischen Verpächtern l und Pächtern über die Festsetzung der Pacht- - preise für 1933 statt. Nach' einem Vortrag des ' Kreisbauernführers D ö r r f ch u ck und eingehender Aussprache wurde zu einer Verständigung zwischen Pächtern und Verpächtern über bie jeweilige Hohe

Dieser Aufgabe seien bie Amtswalter, bie heute um bie Fahne geschart seien, durch ben Hanbschlag bes Ortsgruppenleiters, ber Bewegung unb ber 6 ah ne verpflichtet. Amtswalter sein heiße seine Pflicht restlos erfüllen. Der Amtswalter habe aber auch ba ür zu sorgen, baß ber Weg ber Bewegung u b e r alle Verständnislosen hinweg klar ge­führt werbe. An bie Stelle ber alten germanischen Sonnenräber sei bas Hakenkreuz gestellt worben als bas Zeichen, von dem bas Licht ausgehen müsse über das Deutschland in der Zukunft, Das Licht solle sich aber auch in alle Herzen senken und das Dritte Reich in allen Volksgenossen wahrhaft ma­chen. (Lebhafter Beifall!) Im Anschluß an die Weiherede wurden das Deutschland- und das Horst- Wessel-Lied gesungen.

Ortsgruppenleiter pg. Thomas

verlas hierauf die eingegangenen Mitgliedskarten und schickte der Verlesung folgende Worte voraus:

Wer in unsere Organisation eintritt, der muß innerlich Nationalsozialist sein. Wir brauchen nicht Menschen, die nur der Zufall zu uns spielt, mir brauchen Kämpfer, die sich voll und ganz jebcr3eit für die Partei einsetzen. Wir sind I« nicht für heute und morgen, sondern wir bauen den S aat für Jahrhunderte. Wir verbitten uns deshalb, daß Leute in unsere Organisation eintreten, um Natio­nalsozialisten vorzutäuschen. Wer nicht Disziplin hält wer nicht Tag unb Nacht opferfreudig der Partei zur Verfügung steht, den können wir nicht aufnehmen.

Ulan kann nicht mehr ober weniger National- foUaliff fein, fonbern man kann es nur ganz fein ober gar nicht.

Nachdem ber Männer - Quartett - VereinFroh­sinn" einige Lieber in vorzüglicher Weise zu Gehör gebracht hatte unb nachbem bie Kapelle mit ver­schiedenen weiteren musikalischen Darbietungen auf­gewartet hatte, gelangte durch die Theatergruppe des DHV. in eindrucksvoller Weise eine Szene 3ur Aufführung, die unter dem TitelSchlageters Heldentod" die letzten Stunden dieses Freiheits­kämpfers in erschütternder Weise schilderte.

*

Am Vormittag nahmen die Amtswalter geschlos­sen an dem Gottesdienst in der Stadtkirche teil.

das Wort zu seinem Referat über denDurch- bruch der sozialen Ehre des deutschen Arbeiters". Er ging aus von der französischen Revolution von 1789, die dem Liberalismus und damit dem marxistischen Gedanken Tor und Tür geöffnet habe. Unser Geschlecht habe in den letzten Zuckungen dieses liberalistischen Denkens gestanden, das das Einzelwesen in den Mittelpunkt alles Ge­schehens stellte. Der Grundsatz, die Welt als solche hat sich nach mir, dem Einzelwesen, zu richten, mußte selbstverständlich Folgerungen zeittgen, bie niemals im Interesse bes Volkes liegen konnten unb ben einzelnen Menschen auf ben Gedanken bringen, du hast das Recht, deine anderen Volks­genossen auszubeuten. In diesen Gedanken beweg­ten sich unsere Wirtschaftsführer bis zu dem Augen­blick, als die Nationalsozialisten den Verhältnissen einen Umschwung gaben. Man hatte jeben Begriff verloren für Blut unb Boden und dafür, daß die arbeitenden Kräfte Blut von unse­rem Blut und Volk von unserem Volke waren; der Mensch wurde nur als Ware angesehen. Hierzu kam als gefährlichste Gruppe die, die sich anmaßten, dem Arbeiter ein Führer zu sein und die ihm oorfpieaelten, seine Lage durch eine Ände­rung ber Verhältnisse bessern zu wollen. Sie buch­ten aber nicht daran, denn auch ber Marxismus stellte das Einzelwesen in den Mittelpunkt der Geichehnisse.

Zur Ehre des deutschen Arbeiters muß man an­erkennen. daß er in feiner großen Masse um ganz andere Dinge rang, als um die niederen Ziele, die ihm der Marxismus oorfpiegelte. Der deutsche Arbeiter kämpfte um den Platz, der ihm in der Nation gebührte.

Dies war auch einmal der Kampf der Arbeiter­führer, die den gewerkschaftlichen Gedanken in die schaffenden Massen des Volkes hineingetragen hat­ten. Der Kampf zwischen der Sozialdemokratie und den Gewerkschaften in den neunziger Jahren endete schließlich mit dem Sieg der Sozialdemokraten, die aus den Gewerkschaften ein Machtinstrument für ihre Zwecke formten. Unter Ausnutzung des Ovfer- geistes und des Opfermutes des schaffenden Men­schen arbeiteten die marxistischen Parteisekretäre lediglich für sich, bis diese Einstellung sie schließlich auch vernichtete.

Wenn die Beauftragten Adolf Hitlers die Ge­schicke in die Hand nahmen, so war dies nur ge­recht Weltgeschichte ist immer im Recht; Welt­geschichte wird diejenigen in die Versenkung schicken, die hineingehören, und diejenigen Kräfte zum Auf­stieg bringen, die eine Erlösung bedeuten. Heute kann man dem deutschen Arbeiter sagen:

Zum erstenmal, solange Völker bestehen, hat der deutsche Arbeiter durch Adolf Hiller ein Gesetz der sozialen Gerechtigkeit erhalten.

(Lebhafte Heilrufe) Darum ist es richtig, wenn Dr. Ley dieses Gesetz als ben Durchbruch der sozialen Gerechtigkeit bezeichnete. Wir wissen, daß in unserem Volke innere Werte vor­handen sind, die andere Völker nicht besitzen und : daß in unserem Wesen sich nichts anderes vollzieht, als das heiße Drängen des deutschen Blutes, das immer richtunggebend und bahnbrechend für andere Bölker gewesen ist. Das deutsche Volk war im Grund seines Wesens ein soziales Volk, wo

Am Sonntagabend vereinigte die Ortsgruppe Gießen-Nord der NSDAP, im Saale des Cafe Leib ihre Mitglieder und deren Angehörige, sowie zahlreiche Gäste zur Fahnenweihe der Orts­gruppe. Der Saal war überfüllt und schon vor dem pünklichen Beginn der Veranstaltung dicht besetzt. Ein abwechselungsreiches würdiges Programm füllte den Abend. Schneidige Musik, ausgeführt von Mit­gliedern der SA.-Reseroe-Kapelle 1/116, bildete den Auftakt. Unter den Klängen des Badenweiler Mar­sches wurde sodann die noch verhüllte Ortsgruppen­fahne eingebracht, während gleichzeitig die zu ver­pflichtenden Amtswalter einmarschierten.

der Sozialismus in reinster Form zum Durchbruch kommen konnte; alle anderen Völker haben ihre Kultur und Wirtschaft gestaltet nach deutschem Vorbild.

Adolf Hitler als ein vom Schicksal Berufener weckte, was im deutschen Volk schlummerte. Wir können heute diesem wirklich wunderbaren, großen Menschen und Führer gar nicht genug danken, daß er hierzu den Willen und den Glauben besessen hat.

Der wahre Sozialismus ist nichts anderes als Kameradschaftlichkeit und Verbun­denheit und daß der einzelne erkennt, nicht du allein bist maßgebend, sondern über deinem Leben steht das Volk und dieses Volkes Wohl ist oberstes Gesetz. Wenn das Einzelwesen dies erkennt, dann ist es selbstverständlich, daß das Wohl des einzelnen ganz von selbst besser wird. So mußte auch beim Umbruch ein Wirtschaftsführer gestaltet werden, der seine Ausgaben erfüllt im Interesse des ganzen Volkes, und zugleich der Arbeiter aus den Gedankengängen des Klassenkampfes befreit werden. Mit dem Durchbruch der sozialen Ehre und Gerech­tigkeit verbunden ist die wirtschaftliche Besserstellung des deutschen Arbeiteis.

Der Redner dankte dann den Bezirtsverbands- leitern, die in unermüdlicher Arbeit rnithalfen, das Werk des deutschen Arbeiters auszugestalten, und fuhr fort: Zum erstenmal wurde eine Lebensanschau­ung in das Volk getragen, die den Kampf als Vater aller Dinge ansieht. Marxismus und Liberalismus haben gegen viele Gesetze des Lebens verstoßen.

Wenn der einzelne bereit ist, für feine Ehre Blut und Leben einzufehen, wird damit auch der Aufstieg des Volkes die Folge fein. Dann ist es auch unmöglich, den Arbeiter auszubeuten und ihm etwas zuzumuten, was feine Ehre nicht vertragt.

Stolz und selbstbewußt, unantastbar an seiner Ehre jeden einzelnen in diesem Volk zu erziehen, das ist das Ziel unseres Führers, und die Aufgabe, die wir als Nationalsozialisten durchzuführen haben. So wie die französische Revolution für sich in Anspruch nahm, dem Liberalismus die Machtstellung in Volk und Wirtschaft geschaffen zu haben, so können wir als deutsches Volk heute für uns in Anspruch neh­men, daß wir durch das Gesetz der natio­nalen Arbeit Zukunftstore aufge­stoßen haben und damit eine Weltanschauung, die unserem Blut entspricht, in alle Völker hineintragen. An dieser sozialen Gerechtigkeit kann und wird fein Volk vorübergehen können. Wir haben damit den Grundstein gelegt als Volk und Geschlecht, einen Grundstein, der in seiner Bedeutung riesengroß nichts anderes darstellt als den Markstein eines neuen Zeit­alters.

3e schneller der einzelne sich in die Neuordnung einfühll, um so schneller wird das durchgeführt werden können, was zum Besten des Volkes und des einzelnen ist. Das Gesetz der nationalen Ar­beit muh von jedem einzelnen getragen und im Innern durchgeführt werden.

Wenn einst die braunen Soldaten in der Erde ruhen, wird ein junges Geschlecht sagen:Sie haben gehalten, was sie versprachen!" Wir werden auf­bauen die Grundlagen, die eine neue Zeit bedeuten. Dem deutschen Arbeiter soll eins werden: die Stel­lung, die er innehaben muß und die ihm gebührt inmitten der Nation. Die Arbeit soll fein bie Krone alles Lebens.

Telegramme.

Im Anschluß an die Rede gab der Kreisbetriebs» zellenleiter Wagner Telegramme bekannt, die an den F ü h r e r und Dr. Ley gesandt wurden und in denen der Dank für das neu geschaffene Gesetz und das Gelöbnis immerwährender Treue zum Ausdruck kamen.