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Heiken der Berufsausbildung auf eigene Faust zu spannt, n regeln versuchen. Der Hauptausschuß wird daher Kolonien

Schristleiiergeseh und kirchliche Blätter

Alter Zunstbrauch wird lebendig.

und Mieter, die von den Reichszuschüssen Gebrauch

Die Opern-Äorstellung im Aießener Giadttheater.

Nachdem die mit großer Spannung verfolgte Spionage­geschichte Z/B 518" gestern beendigt worden ist, nimmt heute ein neues großes Nomanwerk in täglichen Fort­setzungen seinen Anfang im Gießener Anzeiger. Oie Verfasserin Gert Nothberg ist den Lesern in bester Erinnerung. Ihr neuer Noman erscheint unter dem Titel

kann es nicht geduldet werden, daß irgendwelche Einrichtungen geschaffen werden, die die Angelegen-

der Deutschen Presse heute mitteilt, ist über die kirchlichen Blätter zu sagen, daß ihr amtlicher Cha­rakter immer dann zu bejahen ist, wenn der Schrift­leiter Angehöriger der evangelischen oder katboli- schen Geistlichkeit ist, der kraft seines amtlichen Wir­kungskreises als Schriftleiter tätig ist. Also auch pfarr-amtliche Blätter sind darum amtlich. Schrift­leiter dieser Art und an diesen kirchlichen Blättern sind daher nicht eintragungspflichtig.

wird man die ohne Zwischenhandel von Afrika nach Deutschland eingeführten, von deutschen Far­mern gebauten Produkte betrachten; verschiedene Erzproben, Rohedelsteine, Edelhölzer usw. lassen erkennen, was Afrika an mannigfachen Werten auf­zuweisen hat. Jagdtrophäen, Gehörne, Riesenschild­kröten, Felle, präparierte Tierköpfe (Warzenschwein, Flußpferd), stimmungsvolle Bilder des Afrikamalers W. Stephan (Gießen), schöne kultische Schnitze- reien der Eingeborenenvölker, Gebrauchsgegenstände

siserne Sparsamkeit die Durchführung großzügiger Urbeitsbeschaffungsmaßnahmen zu ermöglichen, und Damit letztlich dem wirtschaftlichen Leben Offenbachs nie erforderlichen Impulse zuzuführen und eine Zinschaltung der Erwerbslosen in den Wirtschafts- vrozeß durchzusetzen.

So wurden allein in der Stadtratssitzung im Vkovember vorigen Jahres rund 900 OOO Mark ge­mäß den Anträgen der Stadtverwaltung für Ar- »eitsbeschaffungsmaßnahmen bewilligt. Roch frisch n der Erinnerung sind die Anträge des kommissa- -ischen Oberbürgermeisters in der letzten Stadtrats- itzung des Jahres 1933, die wieder beachtliche Ar- oeitsprozesse in Gang setzten.

Zweifellos hat sich die Tätigkeit der neuen Stadt­verwaltung in der Amtszeit von Dr. S ch ö n h a l s l^um Vorteil für die Stadt Offenbach ausgewirkt. Sine hier überzeugende Sprache spricht der Ver­gleich der Ziffern der Offenbacher Wohlfahrts- strwerbslosen aus dem April und Dezember des 'Jahres 1933, der eine Abnahme der Wohlfahrts­erwerbslosen von 24 v. H. erkennen läßt.

Durch die Ernennung zum Oberregierungsrat tritt Bürgermeister Dr. S ch ö n h a l s in die eigentliche Laufbahn seines Werdeganges als Staatsbeamter wieder ein. Von Gießen kommend, nach erfolg- -eichen Referendar- und Affesfor-Examina (1923 und 1.927) und erfolgtem Uebertritt in den Staatsdienst, zuletzt in Offenbach am Finanzamt-Stadt tätig, 1931 tium Regierungsrat ernannt, führt den Oberbürger- -neifter nun fein Weg nach seinem Wirken in Ö^enbach 32jährig wieder in seine Vaterstadt zurück.

Die Beförderung zum Oberregierungsrat und die Berufung nach Gießen, die einem Wunsche Dr. Schönhals entgegenkam, dürfen zweifellos als eine Anerkennung der in Offenbach geleisteten Arbeit «nckefprochen werden.

Die Offenbarer Einwohnerschaft schließt sich wohl qanz dieser Anerkennung an und ruft Dr. Schön- yals ein ehrlichesGlück auf!" und herzlichesHeil Hitler!" zu.

Oberregierungsrat Dr. S ch ö n h a l s ist gebore­ner Gießener. S"in Vater, der Reichsbahnzug- i:ül)rer Heinrich Schönhals, roohnt hier in der Dammstraße. Oberregierungsrat Dr. S ch ö n b a l s Jt 32 Jahre alt, er hat die hiesige Oberrealschule besucht, dann an der Universität Gießen studiert, iieine Referendarprüfung am hiesigen Amtsgericht nbqelegt und die Assessorprüfung in Darmstadt be­standen. Vor seinem Eintritt in die öffentliche Der- iwaltung ist er auch einige Zeit als Syndikus in Weilburg tätia gewesen. Er ist verheiratet mit einer Tochter des Bahnspediteurs Lyncker von hier.

<5d)u(feiern am Neich^ar ndunasiaa.

Die Minifterialabteilung für Bildungswefen, Kul- ttus, Kunst und Volkstum hat an die Direktionen Der höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichts- canstalten und die Kreis- und Stadtschulämter sol-

ggenbe Verfügung erlassen:

Am 18. Januar jährt sich zum 63. Mal die Wie­derkehr des Tages der Reichsgründung. Das durch Len Sieg der nationalen Revolution geeinte deut- stsche Volk gedenkt an diesem Tage mit Bewunde- runfl und mit unerschütterlichem Vertrauen auf Deutschlands glückliche Zukunft des Meisterwerks Bismarcks. Es gilt, die Bedeutung des Tages be­sonders unserer Jugend näherzubringen.

Wir ordnen daher an, daß an diesem Tage in cnllen Schulen Veranstaltungen abgehalten werden, in denen in feierlicher Umrahmung auf die Bedeu­tung dieses Tages hingewiesen wird. Im Anschluß hieran ist der Schulunterricht zu schließen.

Ringshausen.

«Schutz des religiösen BekenntniffeS in den Schulen.

** Eine Achtzigjährige. Morgen, Mitt­woch, 17. Januar, feiert in geistiger Frische unsere Mitbürgerin Frau Philipp Otto Wwe., Kaiser- allee 9, ihren 80. Geburtstag.

♦♦ Eine Versammlung der Arbeits­fron t u n d der R S B O., in der über das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit berichtet werden soll, ist für morgen, Mittwoch abend für Gießen geplant. Als Redner ist der Gaubetriebszellemnspek- teur Pg. Goebel, Derbandsleiter des Deutschen Arbeiterverbandes der öffentlichen Betriebe, vorge­sehen. Näheres über die Versammlung ist bis zur Stunde noch nicht bekannt geworden.

Girr rierreir Roma« vor» heute au in der Keimatzettuns

^Diese von nationalsozialistischem Wirtschaftswol- kl',»- nTfo (Ämtanotibor

Aufgeklärter Brand in Gelnhaar.

Die Ermittlungen über den in der Nacht zum 10. Januar bei dem Landwirt Karl Kroll in Gelnhaar ausgebrochenen Brand, über den wir bereits berichteten, führten inzwischen zur restlosen Aufklärung. Die bereits am ersten Tage gegen die Eheleute Kröll gehegten Verdachtsgrunde haben sich derart verdichtet, daß sie in Untersuchungshaft genommen werden konnten. Der angeblich ausge­führte Wurstdiebstahl fand jetzt nach der Festnahme der Eheleute Kröll auch insofern seine Aufklärung, als man die Wurst innerhalb des Krollschen An­wesens im Mist vergraben oorfand.

Klektro-Gas-Hront in Sieben.

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Infolge eines Fehlers ist leider ein Irrtum unter­laufen. Die Opern-Vorftellung amch. 17

nuar, beginnt nicht, wie irrtümlich angegeben, um I 19 Uhr, sondern um 19.30 U h r. I

Das Opern-Ensemble des Hessischen Landesthea­ters gastiert in dieser Spielzeit erstmalig und bringt < die Oper:Mona Lisa" von Mar von Schillings zur Ausführung. Das Hessische Landestheater, das diese Oper anläßlich des Todes dieses bedeutenden deutschen Musikers neu einstudiert und ausgestattet als Gedächtnisfeier aufführte, konnte bei Publikum und Presse damit einen tiefen Eindruck hinterlassen. Bericht der Kriminalpolizeiste' ?e Gießen

** Ehrung von Hausangestellten, bei mehr als 20jähriger Dienstzeit, erfolgt alljährlich, so auch dieses Jahr wieder zu Ostern durch das H e s- ische Rote Kreuz (Landesverein vom Roten Kreuz und Alice-Frauenverein). In Betracht kom­men weibliche und männliche Hausangestellte, die bei derselben in Hessen wohnenden Familie länger als 20 Jahre hindurch ununterbrochen treu gedient haben, sofern nicht schon von anderer Seite aus gleichem Anlaß Dienstauszeichnungen verliehen wur­den. Die Verleihung der Ehrengabe ist durch Ver­mittlung desjenigen Zweigvereins des Hessischen Roten Kreuzes, zu dessen Bezirk der Dienstort ge­hört, zu beantragen. Der Antrag erfolgt durch die Dienstherrschaft; Name, Alter, Heimatort der Haus­angestellten, Tag des Diensteintritts und Art der Dienstleitstung (Köchin, Kindermädchen usw.), Name und Stand der Dienstherrschaft müssen aus dem Antrag ersichtlich sein. Eine Bescheinigung der Orts­polizeibehörde über die Richtigkeit der Angaben ist beizufügen. Meldeschluß: 1. Februar. Hausange­stellte, die überwiegend in der Landwirtschaft be­schäftigt sind, kommen nicht in Betracht, da deren Auszeichnung durch die Landwirtschaftskammer er­folgt.

** Schädlingsbekämpfung i m Win­ter ist vielfach leichter durchzuführen als im Som­mer. Ist eine Schneedecke vorhanden, fo lassen sich an den Spuren der auch bei Frost auf Nahrungs­suche gehenden Tiere die befahrenen Baue der Feld­mäuse und Kaninchen leicht erkennen. Die Kanin­chen schaden in dieser Zeit hauptsächlich durch Be­nagen der Obstbäume. Ihre Bekämpfung wird durch das Räucherverfahren unter Verwendung von Räucherpatronen in geeigneten Räucherapparaten durchgeführt. Die Raupennester, besonders des Goldafters und des Baumweißlings, müssen jetzt von den Obstbäumen entfernt werden. Der Apfel­blattsauger, die Kirschblütenmotte, sowie die im Ei­oder Raupenzustand überwinterten Motten- oder Wicklerarten (z. B. Gespinnstmotte, Apfel- und Pflaumenwickler) werden durch Spritzung der Bäume mit Obstbaumkarbolineum bekämpft. Beim kauf verlange man ausdrücklich ein Obstbaumkarbo­lineum, das den Normen des Deutschen Pflanzen­schutzdienstes entspricht. Folgende Flug- und Merk­blätter der Biologischen Reichsanstalt behandeln die in dieser Jahreszeit wichtigsten Schädlinge und Krankheiten: Merkblatt Nr. 3: Mittel zur Bekämp- fung schädlicher Nagetiere; Flugblatt Nr. 6: Schäd­liche Spinnerraupen; Nr. 7: Kaninchenplage; Nr. 13:

- Feldmäuse; Nr. 50: Motten- und Wicklerraupen; Nr. 70: Baumweißling; Nr. 90: Apfelblattsauger; i Nr. 98: Wühlmaus. Auskünfte über Pflanzenkram.

Borrrotizen.

Tageskalender für Dienstag: Stadttheater, 20 bis 22 Uhr,Der betrogene Kadi" undDie Nürnberger Puppe". Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die Himmelsflotte". Gewerbe-Verein, 20 Uhr,Hin- denburg", Hauptversammlung. Evang. Stadt­mission, Löberstraße, 10.15 und 20.30 Uhr, Bibelkurs und Volksmissionsoorträge.

Der Goethebund gibt im heutigen An- zeigenteil bekannt, daß die für heute, Dienstag, vor­gesehene Vortragsveranstaltung ausfällt.

Aus Der provinütalbuuphioDt

Oberregierungsrat Dr. Schönhals.

Wie am Samstag berichtet, ist der Oberbürger­meister von Offenbach a. M., Regierungsrat Dr. Heinrich S ch ö n h a l s , zum Oberregierungsrat bei Her Provinzialdirektion Oberhessen in Gießen er­nannt worden. _ ...

Anläßlich des Scheidens des Herrn Dr. Schon- H a l s von dem Amte des Offenbacher Oberbürger­meisters gibt dieOffenbacher Zeitung" einen Ruck- »lick auf das Wirken von Oberbürgermeister Dr. S ch ö n h a l s vom 28. März vorigen Jahres an, nn dem er mit den Dienstgeschäften des Offen- nacber Oberbürgermeisters beauftragt wurde, bis liu feiner jetzigen Versetzung nach Gießen Die Offenbacher Zeitung" erinnert m ihrem Rückblick aus das Wirken von Dr. S ch ö n h a l s u. a. an Die Annahme feines Ersparnisantrages durch den Offenbacher Stadtrat, durch den eine Zuruckftufung Der Gehälter bestimmter Beamtengruppen vollzogen und eine jährliche Ersparnis von 62 000 Mark er- 7eicht wurde. Dann schreibt das Blatt weiter: Die Damit erreichte Angleichung der Gehalter war rüher trotz entsprechender Verfügungen des Kreis- amtes von der marxistischen Stadtverwaltung unter­assen und damit die erforderliche Ersparnis sabo- : iert worden. Im gleichen aufbauenden Sinne wie Vieser erste Antrag, erfolgten dann die weiteren Maßnahmen der Stadtverwaltung. Immer und überall trat der unbeugsame Wille zutage, durch

männer ein Los zu kaufen. Er gewann einen 500- Mark-Preis und konnte in feiner Familie, die eine Reihe Bedürftiger aufwies, unendlich viel Gutes tiften. In Potsdam war es ein Büroangestellter, der mit einem Hundert-Mark-Gewinn seiner krank darniederliegenden Frau Erleichterung und Freude chenken konnte. Immer wieder stellte es sich her­aus, wieviel Segen auch am Einzelnen diese Stra- zenlotterie stiftet, die doch für die Gesamtheit ge­dacht ist. Hier erfüllt sich so recht das alte Sprich­wort: Tu' Gutes und dir wird Gutes getan!

Bildung eines Hauptausschuffes für Berufserzlehung

Auf Anordnung des Parteigenossen Dr. Ley ist in der Deutschen Arbeitsfront das Amt der Aus­bildung geschaffen worden. Dieses Amt gliedert sich in zwei Gruppen' Die erste Gruppe hat sich mit der weltanschaulichen Schulung und mit Fragen der Allgemeinbildung zu befassen. Die zweite Gruppe soll vorwiegend der Berufsausbildung die­nen. Um dieser letzteren Aufgabe gerecht zu werden, hat der Präsident des Rhein-Mainischen Jndustrie- und Handelstages, Sitz Frankfurt a. M., Treu­händer der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen, Dr. L ü e r, im engsten Einvernehmen mit der Deutschen Arbeitsfront für den Bezirk des Rhein- Mainischen Industrie- und Handelstages denHaupt- ausschuß für Berufserziehung" ins Leben gerufen. Damit für den Erfolg der Tätigkeit dieses Aus­schusses eine sichere Grundlage geschaffen wird,

Die Direktion der städtischen Werke gibt im heu­tigen Anzeigenteil in einer Bekanntmachung Kennt­nis von einer für morgen, Mittwoch nachmittag in die Gastwirtschaft von Faul st ich, Bahnhofstraße, einberufenen Versammlung, in der die Gründung der Elektro- Gas-Front und der Elektro- Gos-Gemeinlchosten statt, mden soll. Zu dieser Versammlung wird uns von der Jndustrie- und Handelskammer Gießen noch folgendes gefchne-

I« einer Verfügung an die Direktionen der höhe- rren Schulen, der gewerblichen Unterrichtsanstalten -und die Kreis- und Stadtschulämter hat die Ml- misterialabteilung für Bildungswesen, Kultus. Kunst iund Volkstum folgendes angeordnet:

Auf Betreiben der freien Schulgefellfchaften find in den vergangenen Jahren an Stelle der Kon­firmation und der Erstkommunion Jugendweihen veranstaltet worden, denen ein Jugendunterncht D°Z)an9roir die Bestrebungen dieser Organisationen entschieden ablehnen, bringen wir hiermit die Er­wartung zum Ausdruck, daß stch Lehrer und Lehre­rinnen der uns unterstellten Schulen an derartigen Veranstaltungen und an den Vorbereitungen hierzu nicht beteiligen. R l n g s h a u s e n.

Oer Deutsche verläßt einen Deutschen nicht in der Not.

Diese alte Weisheit bewahrheitet sich auch wieder­um bei dem Winterhilfswerk des deutschen Volkes das mit dem neuen Jahr durch die all überall, m sed-r deutschen Stadt und auf dem Lande ge pi-lte Pitrnfepn lotterte des Winierhllss- werks einen neuen Auftrieb gefunden hat. Aller­orten merkt man, daß mit beni genügen Opfer des Einzelnen von 50 Pfennigen für emen Lo^rief zugleich eine große Glücksmoglichkeü geboten ift. 3n Berlin machte ein 17jährigerErwerbsloser siut seiner M.utter einen Spaziergang. Die Mutter vermilaßte ihn, doch auch einmal bei einem der grauen Glucks-

und Büchern zusammengetragen war und hier nun feinen tieferen Sinn, die Verpflichtung der Jung­gesellen zu ernster Arbeit, offenbarte. Mit der Frei­sprechung war gleichzeitig die Aufnahme in den Gesellenstand verbunden. Die neuen Gesellen wurden von dem Altgesellen Mohr im Kreise der Gesellen willkommen geheißen. Gleichzeitig erhielt, nachdem die Gesellenbriefe verteilt worden waren, jeder der Beteiligten eine Tabakspfeife mit dem dazu gehörigen Päckchen Tabak. Sodann nahmen die jungen Gesellen mit am Gesellentisch Platz.

Durch den Vorsitzenden der Handwerkskammer Gießen, Pg. Stühler, wurden den jungen Ge­sellen herzliche Glückwünsche übermittelt und gleich­zeitig einem der jungen Gesellen als Anerkennung für seine mitSehr gut" bestandene Gesellenprüfung eine Schrift des Hessischen Handwerkskammerpräsi­denten überreicht. Die Junggesellen überreichten dem Jnnungssührer ein schönes und praktisches Geschenk. Kollege Ruhl hielt im weiteren Verlaufe des Abends eine kurze Ansprache, in der er die Jung­gesellen aufforderte, nach altem Brauch sich auch in der Welt umzusehen und durch Arbeit bei ver­schiedenen Meistern ihr Wissen zu erweitern. Aus dem Kreise der Jnnungssührer sprach Herr Albin K l e i n in ähnlichem Sinne.

Syndikus Röhr erinnerte in herzlicher Ansprache an alte Bräuche im Handwerk, die er noch in seiner Kindheit erlebt hatte, wies auf den Sinn handwerk­lichen Brauchtums hin, wies den praktischen Wert dieser Sitten auf und zog Vergleiche zur Jetztzeit. Er begrüßte besonders das Vorgehen der Kraftfahr­zeug-Innung. Der Innung gebühre Dank dafür, daß sie es unternahm, diese alten Sitten lebendig werden zu lassen, der Jugend mit gutem Beispiel voran­zugehen und Wege für die Zukunft zu zeigen. In weiteren Ausführungen schilderte der Redner die mannigfachen Schwierigkeiten, die der Gründung der Kraftfahrzeug-Innung entgegenftanben, und betonte, daß die Innung in Gießen eine der ersten Innungen des Kraftfahrzeughandwerks in ganz Deutschland fei. Es fei eine Freude gewesen, an der Schaffung dieser Innung mitarbeiten zu dürfen. Dank sei allen denen gesagt, die den Lehrlingen etwas lernten. Die jungen Gehilfen sollten sich aber dessen bewußt sein, daß sich in der Zukunft nur der Tüchtigste behaupten und nur jener Meister werden könne, der seine Meister­schaft unter Beweis zu stellen vermöge. Dem, der sich selbständig machen wolle, werde in dieser Hinsicht nichts geschenkt'. Die Arbeit müsse im Sinne der Fortentwicklung unseres deutschen Volkes und im Sinne der Gefolgschaft des Führers geleistet werden.

Nachdem man noch eine interessanteUmfrage (Junggeselle Mohr und Geselle Schmidt) nach altem Zunftgebrauch gehört, noch manches gemein­same Lied gesungen und Sieg-Heil auf die Führer des Reiches und der handwerklichen Organisation ausgebracht worden war, klang die denkwürdige 23er- anftaltung in einem gemütlichen Beisammensein aus.

wie die Finanzierung des über den Betrag der Zu­schüsse hinausgehenden Teiles der Kosten für Jn- standfetzungs- und Erneuerungsarbeiten erfolgen kann.

Die städtischen Werke, die Elektro- und Gas­installateure, sowie der Fachhandel werden sich an­läßlich dieser Kundgebung zusammenschließen, um den Hausbesitzern und Mietern Gelegenheit zu geben, auf beguemem Wege zeitgemäße Elektro- und Gaseinrichtungen zu schaffen.

Nur wenn alle in gemeinsamer Arbeit für das große Ziel des Wiederaufbaues der deutschen Wirt­schaft zusammenstehen, wird es möglich sein, das Programm der Regierung zu verwirklichen und die Arbeitslosigkeit zu beseitigen.

Deutschland braucht Kolonien!

Eine koloniale Werbewoche in Gießen.

Die Vereinigung für koloniale Wie- bergeroinnung, bie in ber kurzen Zeit ihres Bestehens bereits eine lebhafte Tätigkeit entfaltet hat, tritt in biefen Tagen mit einer Werbewoche für ben kolonialen Gebanken an die breiteste Öf­fentlichkeit. Der Verein hat sich vorgenommen, die geistige Verbindung des deutschen Menschen mit dem Kolonialgedanken in unserer Stadt wachzu­halten, damit, wenn dereinst der Kolonialgedanke im Kampfe um Deutschlands Behauptung in der Welt wieder mehr in den Vordergrund rücken kann, ber Boben vorbereitet ist.

Diesem Zweck bient auch die von der Vereinigung

in der Zeit vom 14 bis 21. Januar durchgeführte Werbewoche. Transparente, über die Straßen ge­spannt, machen darauf aufmerksam, daß wir unsere nicht vergessen dürfen. Interessante Aus­stellungen in verschiedenen zentral gelegenen Läden ermöglichen einen Blick in eine Welt, in der vor dem Kriege und auch heute nod). deutscher Geist

Die Kraftfahrzeug-Innung Gießen . vereinigte am Samstagabend im Restaurant Faul - st i ch ihre Mitglieder, die Gesellen und Lehrlinge des Mittwocy, 1/. xta- sgeruf5/ ferner die Jnnungsmeister verschiedener an­derer Handwerke und Gäste aus dem Kreise der ! Handwerkskammer zu einer Feier. Der Abend war der Ueberreidjung der Gesellenbriefe an die Junggesellen gewidmet. Die feierliche 1 Ueberreidjung geschah in der Form alten zünftigen Brauchtums, das lange Zeit verschüttet war und nun neue Form und neuen Inhalt erhalten soll.

Musik leitete ben Abenb ein. Der Jnnungssührer Aßmann hielt eine kurze Begrüßungsansprache unb hieß insbesonbere bie Vertreter der Hanbwerks- kammer und die Vertreter anderer Innungen herz­lich willkommen. Leider konnte Handwerkskammer- Präsident Fritz Müller (Darmstadt), Ehrenmitglied der Kraftfahrzeug-Innung, nicht an der Feier teil» nehmen. Er hatte brieflich beste Wünsche übermittelt. Auch der Altgeselle Mohr hielt eine kurze An- ' spräche, er richtete einen eindringlichen Appell an die jungen Gesellen und machte auf die Aufgaben in der Zukunft aufmerksam.

Der Führer der Handwerkskammer Gießen, Pg. Stühler, dankte der Innung im Namen der Handwerkskammer und der Jnnungssührer für bie ' Einlabung, übermittelte bie Glückwünsche des Hand- werkskammerpräsibenten. Ihm gelte es nachzueifern, bamit er mit Stolz auf bas Hanbwerk blicken könne. Die Junggesellen, die heute freigesprochen würden, seien die ersten, denen es nach altem Brauche ge­schehe. Jeder solle sich befleißigen, das Beste zu leisten Daß sich das Handwerk wieder emporarbeite, sei vaterländische Pflicht. Versäumtes müsse nach­geholt werden. Eine Mahnung ergehe besonders an die Jnnungsmeister. Jeder neue Lehrling bedeute eine Aufgabe. Leistung sei große Forderung. Das Ansehen des Meisters hänge vom Bestehen des Lehr­lings ab. Das Handwerk müsse sich seiner ständischen Aufgaben bewußt fein. Uns allen müsse aber der Führer Adolf Hitler als leuchtendes Beispiel vor

ermächtigt, überall dort einzuschreiten, wo sich gegen seine im nationalsozialistischen Geiste geführte Ziel- etzung Sonderbeftrebungen bemerkbar machen. Es ....... --- --7, , --- - , . - #r , -.

wird ausdrücklich betont, daß der Hauptausschutz1 Wertvolles schuf. Mit besonderer Aufmerksamkeit für Berufs-rziehung gleichbedeutend ist mit der ---"""

Gruppe II des Amtes für Ausbildung in der Deut­schen Arbeitsfront. Zum Leiter der Gruppe I, die durch Vorträge und Kurse die weltanschauliche und allgemeinbildende Schulung der Volksgenossen zu pflegen hat, wird Pg. Demmer ernannt.

machen wollen besondere Bedeutung dadurch, daß nach alter Zunftart, nach einem bestimmten Tex sie ben Interessenten darüber Aufklärung verschafft, mittelalterlicher Herkunft, ber aus allen Urkunden

Der Bezirksverband Hessen im Rhein-Main-Ver- band Deutsche Presse teilt mit: Nach Veröffentlichung .........-o------_ . - c ~ ,

ber Durchsührungsverorbnung zum Schriftleiter- aus natürlichstem Material hergestellt unb noch aeleh haben sich zahlreiche evangelische unb katho- vieles anbere ist in ben Schaufenstern zu sehen, tische Geistliche als verantwortliche Schriftleiter vor- Die Notwenbigkeit bes Besitzes von Kolonien wirb sorglich anqemelbet und vom Bezirksoerband auch in diesen kleinen Ausstellungen, insbesondere vom die Fragebogen erhalten. Wie der Reichsverband Wirtschaftlichen her, nachdrücklich vor Augen ge- ber Deutschen Pres e heute mitteilt, ist über bie führt. Die Vereinigung für koloniale Wiebergewm- nung verdient alle Anerkennung für ben starken Einsatz ihrer Kraft für den kolonialen Gedanken.

Im Mittelpunkt der Werbewoche steht eine große koloniale Kundgebung, die, wie aus ber heutigen Anzeige ersichtlich ift, am Donnerstag^ abenb im Cafe Leib ftattfinbet. Universitäts-Pro­fessor Dr. K. Hummel wirb bei bieser Kunb- gebung über bas Thema:Warum braucht Deutsch- lanb Kolonien?" sprechen. (Siehe heutige Anzeige.)