Liedertafel und Volksgesang.
Oie Keimzellen der Musikkultur im deutschen Volke.
Don Professor Or. h. t. Georg Schumann, Direktor der Berliner Singakademie, Meister der Zeiterfchen Liedertafel.
Im Januar feiert die ä l t e st e deutsche Liedertafel, nach ihrem Begründer, dem Goethefreund Zelter die Zeltersche Liedertafel genannt, den 125. Jahrestag ihres Bestehens.
Wenn wir des Tages der Gründung der Zelter- schen Liedertafel gedenken, so hat das eine tiefgehende Berechtigung, denn nach dem Muster dieser Vereinigung haben sich in ganz Deutschland alle bestehenden Liedertafeln und Männer-Gesangvereine gebildet, so daß die Zeltersche Liedertafel zur Keimzelle dieses Zweiges der deutschen Musikkultur geworden ist. Man muß bedenken: in jeder noch so kleinen deutschen Stadt, ja noch so kleinem Dorf gibt es irgend einen Männergesangverein, der die Musikliebhaber und Sangesfreunde des Ortes zur Pflege des Volksliedes und C h o r l i e d e s zusammenfaßt. In einem solchen Ausmaße und in dieser Kulturhöhe existieren der-
Oie NS.-Volkswohlfahrt —
Aber noch eine tiefere Bedeutung hatte die Gründung der Zelter-Tafel. Preußen befand sich nach den demütigenden Ereignissen von 1806/07 im Zustande tiefster Erniedrigung. ,^Das Land war ein Raub der Verarmung', wie es in dem „Aufruf an mein Volk" vom 17. März 1813 heißt. Die Gründung der Liedertafel ist ein Glied in der Kette jener Bemühungen, sich emporzuraffen zu neuem kräftigen Leben. Aehnlich den heutigen Zeiten und Bestrebungen sollte sie den patriotischen Sinn und die Liebe für das Vaterland stärken helfen. Als Gründunas- tag hatte Zelter ursprünglich den 23. Dezember 1809, den Tag der Rückkehr des Königs von der Flucht nach Ostpreußen vorgesehen. Auch dies beweist die Verbundenheit der Zelter-Tafel mit den patriotischen Ereignissen dieser Jahre, und in den damals entworfenen Satzungen heißt es noch bestimmter: „Die Liedertafel sieht sich als eine Stiftung an, welche die ersehnte Zurückkunft des Königlichen Hauses feiert und verewigt." So sind auch die ersten Gesänge der Tafel auf diesen patriotischen Inhalt gestimmt. Und so hat es die Tafel in den 125 Jahren ihres Bestehens gehalten und von diesem
Geiste der Treue und Liebe zum Vaterland ist sie auch heute noch beseelt.
Man muß bedeyken, daß die traulichen Abende der Zelterschen Liedertafel im Laufe einer Zeitspanne, die mehr als ein Jahrhundert umfaßt, ohne Unterbrechung, trotz Perioden fruchtbarer Bedrängnisse, trotz schrecklicher Kriegsnot und Hemmungen aller Art stattgefunden haben. Im neuen Deutsche land wird auch sie der alte Baustein zu dem Fundament der im deutschen Volke tief verwurzellen Musikkultur bleiben.
Die Zeltersche Liedertafel ist nicht öffentlich hervorgetreten, es war nicht chr Zweck, Konzerte zu veranstalten. Treu die Traditionen, wie sie von ihrem Stifter aufgestellt sind, weiter zu pflegen, ist ihr alleiniger Sinn. Sie bildet eine Oase in dem stürmenden Leben der Neuzeit, und die wenigen Gäste, die gelegentlich an den Tafeln teilnehmen, verspüren dort noch etwas von dem Hauch Goethe- scher und Zelterscher Zeiten. Der dritte Ders von Goethes Gedicht „In allen guten Stunden" wird als Sinnspruch für die Zelter-Tafel und Singakademie auch für künftige Zeiten Geltung haben:
„Wer lebt in unferm Kreise Und lebt nicht selig drin, Genießt die freie Weise, Und treuen Brudersinn? So bleibt durch alle Zeiten Herz Herzen zugekehrt, Von keinen Kleinigkeiten Wird unser Bund gestört."
ein Aufgabenkreis für jeden.
artige Vereine wohl nur in Deutschland und den Ländern deutscher Zunge: Solche Dilettanten-Orga- nisationen haben aber ihre befruchtende Wirkung auch auf das Ausland ausgeübt.
Die Zeltersche Liedertafel besteht heute noch in gleicher Weise wie zur Zeit ihrer Gründung und, was besonders wertvoll erscheint: sie pflegt ihre alten Traditionen genau in derselben Art wie im Laufe des, vergangenen Jahrhunderts. Während die meisten Liedertafeln zu konzertgebenden Gesangvereinen geworden sind, ist die Zeltersche Liedertafel die Vereinigung von musikliebenden Männern geblieben, die sie war, welche nach alter Sitte ihre Lieder eben bei der Tafel, bei einem Glas edlen Weines in echt E. T. A. Hoffmannscher Stimmung, von echt kameradschaftlichem Geiste beseelt, singen. Sie pflegen die Lieder ihres alten Bestanoes genau in derselben Form wie ehedem. Nicht einen Gesangverein im heutigen Sinne wollte Zelter gründen, sondern eine Tafelrunde — König Artus' Tafelrunde schwebte ihm wohl vor — von gleichgesinnten Freunden, die, verschieden in ihrem Beruf und in ihrer Stellung, einig waren in idealer Gesinnung, patriotischer Betätigung, glühender Vaterlandsliebe und Liebe zum Gesang. Als die Zeltertafel im Jahre 1809 begründet wurde, gab es noch keine Männerchor-Literatur. Die „Täfler" schrieben sich ihre Chöre selbst und schufen auch die textliche Unterlage dazu. So war jeder der Täfler zur Hebung des Bestandes verpflichtet, und selbst die gelegentlichen Gäste hatten sich dieser Sitte au fügen. Am meisten hat Karl Friedrich Zelter selbst beigetragen, und sein Freund Goethe und auch Schiller, Körner, Brentano, von A r- m i n, Ernst Moritz Arndt u. a. beschenkten die Zelter-Tafel mit eigens für die Tafel geschriebenen Gedichten, so Goethe mit den berühmten Liedern „Ergo bibamus", (das die Zelter-Tafel im Originalmanuskript besitzt), ,Jn allen guten Stunden", „Die heiligen drei Könige", „Solang man nüchtern ist". Schiller mit „Freude, schöner Götterfunke", „Nimmer, das glaubt mir, erscheinen die Götter allein" und vielen anderen. Nach dem im Jahre 1818 zuerst gedruckten Tertbuche besaß die Tafel bereits 300 eigene Lieder. Der Sinn dieser Liedertafel ist in einem Vorwort zu diesem Textbuch in folgenden Worten trefflich charakterisiert: „Bei Wein- und Tischgesellschaft allmonatlich an einem Dienstagabend nach der Singakademie und zwar aus guter Absicht, um die Zeit des Vollmondes mit heiterer Freude Gesang auszuüben." Auch heute besteht die Zeltersche Liedertafel wie ehedem aus 25 Herren, die sich einmal in vier Wochen zur Tafel Derfnmmeln.
Wenn Zelter heute erwachte, er könnte wie einst den Platz des Meisters in der Mitte der Tafel ein» nehmen; er fände vor sich die alten geschriebenen, dickleibigen P a rt i t u r b ä n d e, er ergriffe als Taktstock den Hammer, der an seinen Baumeister- beruf erinnert, und er tränke aus dem blinkenden herrlichen, von Schinkel entworfenen Bronzepokal, der schon 1813 zu Ehren des früh durch den Tod entrissenen Mitgliedes, des Augenarztes und Komponisten von „Integer vitae“. Dr. Ferdinand Flemming, gestiftet wurde, mit edlem Rheinwein den Täflern den Willkommengruß zu.
Wirtschaft.
Abendbörse: still.
rend Bekula etwas abbröckelten.
Tagesgeld war etwas gefragt und bei 3,50 v. H. um 0,50 v. H. erhöht.
geben, insbesondere dürfen keine unreifen Tiere an den Markt kommen, und auch die ausgemästeten Schweine müssen gleichmäßig dem Markt zugeführt werden.
daß dauerhafte Erfolge nur eintreten können, wenn alle am Absatz beteiligten Kreise Hand in Hand arbeiten. Dazu gehört vor allem eine Marktbeliefe r u n g , die dem tatsächlichen Bedarf ungefähr entspricht. Eine derart sprunghafte Ueberbeschickung, wie sie jetzt in Berlin festzustellen war, ist sinnlos. Damit fügt sich jeher Landwirt nur selbst schwersten Schaden zu. Ein einleuchtender Grund für einen solchen überstürzten Verkauf I
Unbegründete Unruhe am Gchwememartt
An den Schweinemärkten macht sich feit einigen Tagen eine gewisse Unruhe bemerkbar, die nicht ohne weiteres begründet ist. Insbesondere hat sich das letzthin in Berlin gezeigt, wo dem Schweinemarkt 11 000 Schweine zugeführt wurden, während der normale Bedarf nur etwa 9000 Stück beträgt. Wie der „Landwirtschaftlichen Wochenschau" dazu von zuständiger Stelle erklärt wird, ist bei den Maßnahmen zur Ordnung der landwirtschaftlichen Märkte immer wieder daraus hingewiesen worden,
Am Aktienmarkt waren Farben um 0,90 v. H., Scheideanstalt um 3 v. H. gedrückt. Relativ gut gehalten waren Elektrowerte, besonders Tarifpapiere. Elektrische Lieferungen gewannen 2,75 o. H., Bekula 0,65 v. H., Gesfürel 0,25 v. H. Siemens & Schuckert sowie AEG. kaum verändert. Montanwerte bröckelten trotz der günstigen Eisenmarktberichte ab. Es verloren Harpener 0,50 v. H., Mansfeld 0,25 v. H. Rheinstahl 1,25 v. H., Ilse Genuß 0,65 v. H., fester waren Phönix (plus 0,25 v. H.), Rhein. Braunkohlen (plus 0L0 v. H.). Von Schisfahrtswerten gewannen Hapag zirka 1 v. H., Lloyd 0,65 o. H. Im einzelnen gaben Reichsbank 1,25 v. H., Daimler 0,25 v. H. Aku 0,25 v. H. und besonders Bemberg auf ungünstige Abfchluherörte- rungen 2,65 v. H. nach, Dt. Linoleum gewannen 0,50 v. H., Westdeutsche Kaufhof (norm. Tietz) 0,25
v. H.
Im Verlauf blieb das Geschäft an allen Märkten still. Bei kleinen Umsätzen konnten sich am Rentenmarkte dennoch Altbesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen bis 0,25 v. H. befestigen, Neu-
lenuer vsrunu iur tunen uiuieii uuki [luiäikii vtrnuui - r------° , ,, <hc
unreifer Tiere ist nicht vorhanden. Wir. haben in i besitz dagegen zunächst weitere minus 15 Pf-, spa- Deutschland genug Futtermittel, um unsere | ter wieder auf 19,05 v. H. erholt. Staats- und Lan- Schweine ordnungsgemäß auszumästen. Es sind im ^eranlelhen lagen nifjig. waren ver-
Augenblick auch nicht zu viel Schweine vorhanden, nachlasiigt und durchweg 0,25 o S). niedriger Gold- wenn nur mit der bei der Dezemberzählung fest- Pfandbriefe waren eher angeboten und gaben bis 0,5 gestellten übermäßigen Vermehrung der Nachzucht v. H. nach. Liquidationspfandbriefe behauptet, Korn- Schluß gemacht wird. Die Landwirte müssen in munalobligattonen tagen Zumeist unDeranbert. Von zweifacher Hinsicht größere Disziplin üben: Einmal Aktien waren Farben um 0,38 v. H., Reichsbank um darf es keine über st ürzte Ablieferung 1,50 v. H., Rheinbraun um 0,75 v. H. befestigt, wah-
* Humboldt-Deutz-Motoren AG., Köln. Betriebseröffnung in Oberursel. Nach monatelangen Verhandlungen wurde erreicht, daß die Hurnboldt-Deutz-Motoren AG., Köln, das seit Jahren stilliegende Werk in Oberursel wieder eröffnet. Entgegen der früheren Absicht, in Oberursel nur eine Teilfabrikation wieder aufzunehmen, wird ab April 1934 mit einer Belegschaft von zunächst 70 Mann die Fabrikation eines Spezial-Kleinmotors begonnen. Die spätere Belegschaftserhöhung soll der Absatzlage entsprechend vorgenommen werden.
frankfurter Börse.
ZUitfagsbörfe eher schwächer.
Frankfurt a. M., 15. Januar. Zum Wochenbeginn setzte die Börse unter dem Drucke weiterer Realisationen eher schwächer ein. Die Kursrückgänge hielten sich durchweg in bescheidenem Ausmaße, da das Publikum zumeist an seinem Besitz festhält und die Verkäufe nicht drängend waren. Besondere Anregungen lagen nicht vor, es sei beim, baß verschiebens Dioibenbenerwägungen veröffentlicht würben.
Das Hauptgeschäft ber Börse entwickelte sich roieber am Renten markt, wo aüerbings Reichsmark-Obligationen unb Dollar-Bonds 0,25 bis 0,50 v. H. verloren. Auch Reichsanleihen bröckelten bei ruhigen Umsätzen ab, so Neubesitz um 20 Pfennig, Altbesitzanleihe unb späte Reichsfchuld- buchforoerungen um je 0,13 v. H. Stahlverein- Bonbs gaben 1,13 v. H. nach.
Die Abendbörse eröffnete mangels Anregungen unb infolge Fehlens von Kundenorbers in sehr stiller Haltung unb erfuhr auch späterhin keine Belebung. Die Stimmung war behauptet unb bie Berliner Schlußkurse im großen unb ganzen ziemlich unoeränbert. Einige Umsätze verzeichnete ber Rentenmarkt, wo Altbesitz allerbings 0,25 v. H. nachgaben, währenb Neubesitz mit 19,05 unb späte Reichsschuldbuchforderungen mit etwa 94,50 v. H. unoeränbert lagen. Von Aktien bröckelten Reichsbankanteile unb Akkumulatoren je 0,75 v. H. ab, Stahlverein, Klöckner sowie IG. Farben waren gut behauptet. Scheibeanstalt setzten ihren Rückgang um 1 v. H. fort. Auf den übrigen Marktgebieten herrschte Geschäftsstille.
Im weiteren Verlaufe traten keine Veränderungen ein. U a. notierten: Neubesitzanleihe 19,05, Altbesitzanleihe 98,40, Schutzgebietsanleihe 9,70, Reichsbank 167, Gelsenkirchen 58, Harpener 87, Klöckner 57,50, Rheinstahl 86,50, Stahlverein 38,25 Akkumulatoren 176,25, Bekulo 121,50, Scheibeanstalt 166, Licht 6- Kraft 100,25, IG. Farben 124,13, Holzmann 67,50, Schuckert 102,25, Reichsbahn-VA. 110,50, Norbbeutscher Lloyb 29,65. Nachbörse: Farben 124,13 v. H., Altbesitz 98,40.
»rrniu mDcbntfC.
Frankfurt a. M., 15. Jan. Durch die Deffnung ber Mainschiffahrt hat sich Srotgetreibeangebot etwas verstärkt, bie Preise biteben jedoch unver- änbert. Im allgemeinen war bas Geschäft sehr ruhig, zumal vom Mehlgeschäft her jebe Anregung
fehlt. Am Hafermarkt bestand nach guten Weiß- unb Gelbhafer zu Saatzwecken einige $Jind)frage. Kraftfuttermittel waren reichlich angeboten unb im Preise weiter etwas gebrückt. Es notierten ((Betreibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen 197,00, Roggen 172,50 bis 173,50, Brau- gerate 177,50 bis 180,00, Hafer 146,00 bis 149,00, Weizenmehl Spez. 0 mit Austauschweizen 29,10 bis 29,65, bo. ohne Austauschweizen 27,60 bis 28,15, Roggenmehl 0 bis 60 Prozent 23,50 bis 24,00, bo. fübb' Spez. 0 24,00, Weizenkleie 10,85, Roggenkleie 10,65, Weizenfuttermehl 11,90 bis 12,00, Soyafchrot mit Monopolzuschlag 15,35, Palmkuchen m. M. 15,65, Erdnußkuchen mit Monopolzuschlag 16,55 bis 17,15, Treber 17,65 bis 17,75, Trockenschnitzel 10,25 bis 10,40, Weizen- unb Roggenstroh brahtgepreßt 2,20 bis 2,30, bo. gebünbett 2,00 bis 2,10, Heu fubb. 7,00.
Frankfurter Schlachtrnehrnartt.
Frankfurt a. M., 15. Jan. Auftrieb: Rinber insgesamt 1398 (gegen 1539 am letzten Montagsmarkt), barunter befanben sich 438 Ochsen, 106 Bullen, 449 Kühe unb 405 Färsen. Kälber 580 (466), Schafe 182 (194), darunter 120 Hämmel, Schweine 3718 (4276). Notiert wurde pro ein Zent- ner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 31 bis 32, b) 27 bis 30, c) 24 bis 26, d) 20 bis 23. Bullen a) 29 bis 30, b) 26 bis 28, c) 24 bis 25, d) 22 bis
23. Kühe a) 7 bis 28, b) 24 bis 26, c) 18 bis 27,
d) 12 bis 17. Färsen a) 31 bis 32, b) 29 bis 30,
c) 26 bis 28, d) 22 bis 25 Kälber a) 40 bis 42,
b) 33 bis 39, c) 28, bis 32, d) 22 bis 27. Hämmel bl) Stallmast 29 bis 30, c) mittlere 26 bis 28, d) geringere 23 bis 25. Schafe f) mittlere 23 bis 24, g) geringe 20 bis 21. Schweine a) 48 bis 51, b) 47 bis 50, c) 46 bis 50, d) 44 bis 49, e) 40 bis 46, g) Sauen 37 bis 44. Im Preisvergleich zum letzten Montagsmarkt lagen Ochsen, Färsen und Schweine bis 1 Mark höher, Kälber und Hämmel gewannen 1 bis 2 Mark, Bullen und Kühe biteben unverändert. Marktverkauf: Rinder schleppend, Ueberstand. Kälber langsam, Schafe ruhig, geräumt. Schweine schleppend, Ueberstand. Fleischgroßmarkt. Beschickung: 650 Viertel Rindfleisch, 20 ganze Käl- ber, 3 ganze Hämmel, 218 Schweinehälften. Preis für ein Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 48 bis 52, II 45 bis 50. Bullen- fleisch 47 bis 52. Kuhfleisch II 35 bis 40, III 24 bis 30. Kalbfleisch II 60 bis 70, III 52 bis 60. Hammel- fleisch 60 bis 65, Schaffleisch nicht notiert, Schweine- fleisch I 65 bis 70. Geschäftsgang des Fleischgroß, marftes: ruhig.
Mainzer Schweinemarkt.
Mainz, 15. Jan. Austrieb 766 Schweine. Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: b) 49 bis 52, c) 47 bis 52, d) 46 bis 51. Markt- verlauf: schleppend, Ueberstand.
Mannheimer Getreidebörse
Mannheim, 15. Januar. Weizen (inländischer, 76/77 kg, frei Mannheim) 19,95 bis 20 Mark, per Januar Bezirk 9 19,20, Bezirk 10 19,40, Bezirk 11 19,70 (ruhig); Sommerweizen (80 kg) 20,10 bis 20,30; Roggen (süddeutscher, 72/73 kg, frei Mannheim) 17 bis 17,20, per Januar Bezirk 9 16,40, Bezirk 8 16,10 (ruhig); Hafer (inländischer) 14,75 bis 15 (fest); Sommergerste (inländische, Ausstichware über Notiz) 18 bis 19 (ruhig); Gerste (Pfälzer, Ausstichware über Notiz) 18 bis 19; Futtergerste (inländische) 17,25 bis 17,50; Mais (La Plata, im Sack) 20; Erdnußkuchen (prompt) 16,75 bis 17; Sojaschrot (prompt) 15 bis 15,25; Rapskuchen 14,50; Palmkuchen 15,50 bis 15,75; Kokoskuchen 17,50; Sesamkuchen 17; Ma^- keime 14,50; Rohmelasse 8,50; Leinkuchen 17,25 bis 17,50; Biertreber (getrocknet, mit Sack) 17,75; Trockenschnitzel (ab Fabrik) 10; Stefsenschnitzel 8,50; Wiesenheu (loses) 6,60 bis 7 (fest), Rotkleeheu 6,80 bis 7,20 (fest); Luzernekleeheu 8,20 (fest); Stroh, Preßstroh, Roggen-Weizen 2, Hafer-Gerste 1,80 bis 2 (fest); geb. Stroh, Roggen-Weizen 1,40 bis 160, Hafer-Gerste 1,20 bis 1,40 (fest); Weizenmehl (Spezial 0, mit Austauschweizen) per Januar 29,40, per Februar 29,70, per März 30 (ruhig); Weizenmehl (Spezial 0, aus Jnlandweizen) per Januar 27,90, per Februar 28,20, per März 28,50 (ruhig); Roggenmehl (norddeutsches, 70/60 o. H., (prompt) 22,50 bis 23,50; Roggenmehl (pfälzisches und süddeutsches, prompt) 23,25 bis 24,25 (stetig); Weizenkleie (feine, mit Sack) 10,75, (grobe, mit Sack) 11,25 (stetig); Roggenkleie 10,50 bis 11,50 (stetig); Weizenfutter- weh' 12 (stetig); Roggenfuttermehl 11,50 bis 11,75 (stetig); Weizennachmehl 15,50 (stetig); Weizennach- mehl IV B 16,50 Mark.
Wieder ein zerrissenes Beh.
LPD. Montabaur, 15.Jan. Ende der vergangenen Woche wurde in der Nähe der Fasanerie bei Holler wieder ein Reh ohne Kopf auf- gefunden. Den vorhandenen Spuren nach zu schließen hat offenbar ein schwerer Kampf mit einem anderen Tier — ob Fuchs ober Luchs ist bisher, wie in den verschiedenen gleichen Fällen in hiesiger Gegend und im Hessischen, noch nicht festgestellt — stattgefunden.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Sie hinter den Papiere» angeführten Ziffern geben öle Hohe der zuletzt veichlostenen Dividende an — Relchsbankdiskont 4 o r) Lombardzinsfuß 5 v H
frrannur jji
21er i.
Vranriur o. .0
Berlin
frrant'ur u. 1h
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Gchlußt. Abend* börsr
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Schluß! Dliltaa- börfe
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Uli tag» börse
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'Oatum
13-L
15-1
13-1
15-1.
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13-1
15.L
13-1.
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Oatum
13-1.
15-1.
13-1.
15.1-
6% Deutsche Reichsanleihe v 1927 6% ebem 7% Dt Reichsanl d. 1929 5H% Duung-Anleihe oon 1930 Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mit
AuSlos.-Rechten
Desgl obnr Auslol.-Rechte ’ ...
6% ehern.6% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)
6% Hess Landesbank Darmstadt Gold R 12
6Vi% Hess Landes-Hypotheken- baut Darmstadt Liaui
Oberhessen Provinz-Anleihe mit Ausios.-Rechten
Deutsche Komm Sammelabl An.
leihe Serie 1 mit AuSlos..Rechten
6% ef)em 8% grants Hyp.-Bank
Goldpfe 15 unfünübar bie 1935
«% ehern 7% Franks Hup..Boni
Goldpfe 16 unkündbar bis 1936
V/i% ehern <yz% Franks Hyp.-
Bank-Liau.-Pfandbriese
6K,% ehern 4tz% Rheinische
Hyp.-Bank-Ltau.-Goldpfe
6% ehern 8% Pr Landespfand- brtefanftalt, Pfandbriefe R 19
8% ehcm 7% Pr Landespfanb- Briefanftalt, Pfandbriefe R. io
Gteuergutsch Senecbnunadfuri
*% Oenerrelchtjche Wölbten».
4,20% Oesterreichtsche Stlberrente 4% Ungarische Goldrente
4% Ungarische StaatSrente B. 1910
4Yt% deSgl. oon 1913
6% abgesl Aoldmexikaner oon 99 4% Türkische Zollanleihe oon 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe
Serie,.....................
95,25 100
5,5
98,4 ■9,13
95,5
93,75
92
97
94
94
93
94,25
94
94 97
20 0,825 5,95
5,5 5,6
5,3
5,35
96,25
100
95,75
98,4
19,05
95
93,5
93,25
93,5
96,9
93,5
93,5
92,75
94
94
94
97
20,5 0,825
5,70
5,4
5,35
5,4
mo<o co o io io | ( r~ I 1 | r~ moinioioinin 1
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95.9
100,13
98,6 19,05
95
96,65
94
94 97
20
0,90 5,75 5,30 5,60
7,5
4% desgl. Serie II
6% Rumän. oereinh. Rente 0.1903 4 ^%Rumän.oereinh.Renteo. 1813 4% Rumänische oereinh. Rente 814% Anatolier
vamvurg-Amerika-Patet O
Hamburg-Südam. Dampfschiff O Hanja-Dainpsschiff O
Norddeutscher Lloyd .... O A.G. für Verkehrswesen Akt. O Berliner Handelsgesellschaft 4 Commerz, und Privat-Bank O Deutsche Bank unb Didconto-
Gesellschaft ........... o
Dresdner Bank ............. O
Reichsbank .............. 12
A.G.G....................o
Bekula ................... o
Elektr Lieferungsgesellschaft. 6
Licht und Kraft 6
'gelten & Guilleaume O
Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ..... 5
Schuckert &(£o.......... 6
Siemens L Halske............ 7
Lahmeyer L Eo. ............ 10
Buderus ......... o
Deutsche Erdöl ......... 4
Gelsenkirchener .............O
Harpener ............... o
Hoesch Eisen—Kdln-Neuessea .. O
Ilse Bergbau 6
Jlje Bergbau Genüsse .......6
Klöcknerwerke O
Mannesmann-Röhren........ O
5,5 4,10 6,45
3,5 27,25
27,5
29,13 64
17,75 51
57,5
61,5 167.75
26,5 21,75
90,5 19,75
54,5
89
93
101,75 145
73,5 •03,25
58
8,5
108,13 58
60,5
5,5 4,025
6,25
3,45
27
28,5
29,65 64,75
88
51,5
57 61
167
26,4 121,5 93,25 100,25
54 88,5
102,25
110
74 102,75
58
87
107,5
58,5 60
4 6,25 3,40 27.25
28,40
29,5 64,5
168,25
26,4 121.75
92 100,5 54,75 89.75
101,4
146 112,5
74,25
103 5S65
88,5 66,75
107,9
58
60 5
5,5 4,1
3,45 27,4
28,5
23
29,65 64.75
88,25 51,5
57 61,5 167,75
26,25 121,65
92 100,13 54,65 88,25
92,5 102,75 142,25 110,75
74,4
102 58,25 67.75
66 136,25 107,5 57,25
60,13
Mansfelder Bergbau ........ O
Kokswerke O
Phontr Bergbau ......... O
Rheinische Braunkohlen ..... IO
Rheinstahl O
Bereinigte Stahlwerke........ O
Ltavi Minen O
Kaliwerke Aschersleben........ 6
Kaliwerke Westeregeln........ 5
Kaliwerke Salzdetfurth .... 7VZ
Z. G. Karben-Industrie....... 7
Scheibeanstalt .............. V
Goldschmidt ............... O
Rütgerswerie ............... O
Metallgeiellschast............ O
Philipp Holzmann ........... O
Zementwerk Heidelberg ......O
Xementroetl Karlstadt......... O
Schultheis Patzenhvser ...... O
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg O
Zellstoff Waldhof ........... O
Zellstoff Aschaffenburg .......O
Dessauer Gas 7
Daimler Motoren ........... O
Deutsche Linoleum........... O
Orenstein & Koppel .......... O
Leonhard Tietz .......... O
Tbade 10
Aerumulatoren-ssabrkk........O
Lonti»Gumm> O
Grttzne» . ............. O
Mainkraftwerke Höchst a,®L... 4
Süddeutscher Zucker .........8
28,25
45
197,25 "7,5
38
12
116
50,5
124,75 170
46,5
52,25 67
67,5 84
91
43
45,5 47,5 15,25
37,5 17.25
16,5
148,5 >78,75
152
20,75 70,5
190
27,25
45,75
198,5
86,5
38,25
11,75
112,25
114
152
124.13
166
48,75
52
66,5
67,5
84
91
42,25
43,25
47
33,9
36,75
47,75
16,75
151
176,25
150,5
21,13
70,5
188,5
28
87,4
45,5
198,5
87
38,13
12
124,4
52,5
66,5
E
93,25
42,9
47
113,75
37,65
47,65
59,5
16,5
149
176,75
153
21
188,5
27,75
86,13
45,75
198
86
38,25
11,5
113
113,5
151
124
48,5
52
66
67,5
92,5
42
42,5
47
113,9
36,65
48
59,75
16,75
147,75
177
150,65
21,5
188,5
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a M
Banknoten.
13-Januar
15- Januar
AMlI'ch'
Notierung ?rie
Amil'ch> Gei
'lotierun.
?nr
HelstngforA.. Wien
6,024
47,20
6,036
47,30
5,994
47,20
6,006
47.30
Prag .....
Budapest ...
12,46
12,48
12,455
12,475
—
—
—
—
öona .....
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ...
168,53
168,87
168,58
168.92
Oslo
68,33
68,47
68,03
68,17
Kopenhagen.
60,69
60,81
60,49
60,61
Stockholm
70,13
70,27
69,83
69,97
London . .
13,585
13,615
13,535
13,565
Buenos Aires
0,678
0,682
0,678
0,682
Reuvori
2,672
2,678
2,647
2,653
Brüssel.....
58,29
58,41
58,34
58.46
Italien.....
22,00
22,04
22,02
22.06
Paris ......
16,42
16,46
16.44
16.48
Schweiz ....
81,12
81,28
81,22
81,38
Spanien....
34,62
34,68
34,67
34,73
Danzig ....
81,47
81,63
81,52
81,68
Japan
0,811
0,813
0,806
0,808
Rio de Jan. .
0,226
0,228
0,226
0,228
.lugoflawieu.
5,664
5,676
5,664
5,676
Lissabon ....
12,39
12,41
12,34
12,36
33erHn, 15. Januar
Meld
Srlri
Amerikanische Noten..............
2,60
2,62
Belgische Noten ................
58.11
58,42
Gnglijche Noten .................
13 55
Holländische Noten ..............
168,16
168,84
Italienische Noten ..............
21,90
21,98
Norwegische Noten .............
67,86
68,14
Deutsch Oesterreich, i IOO Schwing
Rumänische Noten .............
—
—
Schwedische Noten...............
69,66
69,94
Schweizer Noten.................
81 04
81,36
Spanische Noten.................
34'53
34,67
Ungarische Note» ••••••••••••••••


