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Liedertafel und Volksgesang.

Oie Keimzellen der Musikkultur im deutschen Volke.

Don Professor Or. h. t. Georg Schumann, Direktor der Berliner Singakademie, Meister der Zeiterfchen Liedertafel.

Im Januar feiert die ä l t e st e deutsche Liedertafel, nach ihrem Begründer, dem Goethefreund Zelter die Zeltersche Lieder­tafel genannt, den 125. Jahrestag ihres Be­stehens.

Wenn wir des Tages der Gründung der Zelter- schen Liedertafel gedenken, so hat das eine tief­gehende Berechtigung, denn nach dem Muster dieser Vereinigung haben sich in ganz Deutschland alle bestehenden Liedertafeln und Männer-Gesangvereine gebildet, so daß die Zeltersche Liedertafel zur Keim­zelle dieses Zweiges der deutschen Musikkultur ge­worden ist. Man muß bedenken: in jeder noch so kleinen deutschen Stadt, ja noch so kleinem Dorf gibt es irgend einen Männergesangverein, der die Musikliebhaber und Sangesfreunde des Or­tes zur Pflege des Volksliedes und C h o r l i e d e s zusammenfaßt. In einem solchen Ausmaße und in dieser Kulturhöhe existieren der-

Oie NS.-Volkswohlfahrt

Aber noch eine tiefere Bedeutung hatte die Grün­dung der Zelter-Tafel. Preußen befand sich nach den demütigenden Ereignissen von 1806/07 im Zustande tiefster Erniedrigung. ,^Das Land war ein Raub der Verarmung', wie es in demAufruf an mein Volk" vom 17. März 1813 heißt. Die Gründung der Liedertafel ist ein Glied in der Kette jener Be­mühungen, sich emporzuraffen zu neuem kräftigen Leben. Aehnlich den heutigen Zeiten und Bestrebun­gen sollte sie den patriotischen Sinn und die Liebe für das Vaterland stärken helfen. Als Gründunas- tag hatte Zelter ursprünglich den 23. Dezember 1809, den Tag der Rückkehr des Königs von der Flucht nach Ostpreußen vorgesehen. Auch dies be­weist die Verbundenheit der Zelter-Tafel mit den patriotischen Ereignissen dieser Jahre, und in den damals entworfenen Satzungen heißt es noch be­stimmter:Die Liedertafel sieht sich als eine Stif­tung an, welche die ersehnte Zurückkunft des König­lichen Hauses feiert und verewigt." So sind auch die ersten Gesänge der Tafel auf diesen patriotischen Inhalt gestimmt. Und so hat es die Tafel in den 125 Jahren ihres Bestehens gehalten und von diesem

Geiste der Treue und Liebe zum Vaterland ist sie auch heute noch beseelt.

Man muß bedeyken, daß die traulichen Abende der Zelterschen Liedertafel im Laufe einer Zeit­spanne, die mehr als ein Jahrhundert umfaßt, ohne Unterbrechung, trotz Perioden fruchtbarer Bedräng­nisse, trotz schrecklicher Kriegsnot und Hemmungen aller Art stattgefunden haben. Im neuen Deutsche land wird auch sie der alte Baustein zu dem Funda­ment der im deutschen Volke tief verwurzellen Musik­kultur bleiben.

Die Zeltersche Liedertafel ist nicht öffentlich her­vorgetreten, es war nicht chr Zweck, Konzerte zu veranstalten. Treu die Traditionen, wie sie von ihrem Stifter aufgestellt sind, weiter zu pflegen, ist ihr alleiniger Sinn. Sie bildet eine Oase in dem stürmenden Leben der Neuzeit, und die wenigen Gäste, die gelegentlich an den Tafeln teilnehmen, verspüren dort noch etwas von dem Hauch Goethe- scher und Zelterscher Zeiten. Der dritte Ders von Goethes GedichtIn allen guten Stunden" wird als Sinnspruch für die Zelter-Tafel und Singaka­demie auch für künftige Zeiten Geltung haben:

Wer lebt in unferm Kreise Und lebt nicht selig drin, Genießt die freie Weise, Und treuen Brudersinn? So bleibt durch alle Zeiten Herz Herzen zugekehrt, Von keinen Kleinigkeiten Wird unser Bund gestört."

ein Aufgabenkreis für jeden.

artige Vereine wohl nur in Deutschland und den Ländern deutscher Zunge: Solche Dilettanten-Orga- nisationen haben aber ihre befruchtende Wirkung auch auf das Ausland ausgeübt.

Die Zeltersche Liedertafel besteht heute noch in gleicher Weise wie zur Zeit ihrer Gründung und, was besonders wertvoll erscheint: sie pflegt ihre al­ten Traditionen genau in derselben Art wie im Laufe des, vergangenen Jahrhunderts. Während die meisten Liedertafeln zu konzertgebenden Gesangver­einen geworden sind, ist die Zeltersche Liedertafel die Vereinigung von musikliebenden Männern ge­blieben, die sie war, welche nach alter Sitte ihre Lieder eben bei der Tafel, bei einem Glas ed­len Weines in echt E. T. A. Hoffmannscher Stim­mung, von echt kameradschaftlichem Geiste beseelt, singen. Sie pflegen die Lieder ihres alten Bestan­oes genau in derselben Form wie ehedem. Nicht einen Gesangverein im heutigen Sinne wollte Zel­ter gründen, sondern eine Tafelrunde König Ar­tus' Tafelrunde schwebte ihm wohl vor von gleichgesinnten Freunden, die, verschieden in ihrem Beruf und in ihrer Stellung, einig waren in idealer Gesinnung, patriotischer Betätigung, glühender Va­terlandsliebe und Liebe zum Gesang. Als die Zel­tertafel im Jahre 1809 begründet wurde, gab es noch keine Männerchor-Literatur. DieTäfler" schrieben sich ihre Chöre selbst und schufen auch die textliche Unterlage dazu. So war jeder der Täfler zur Hebung des Bestandes verpflichtet, und selbst die gelegentlichen Gäste hatten sich dieser Sitte au fügen. Am meisten hat Karl Friedrich Zelter selbst beigetragen, und sein Freund Goethe und auch Schiller, Körner, Brentano, von A r- m i n, Ernst Moritz Arndt u. a. beschenkten die Zelter-Tafel mit eigens für die Tafel geschriebenen Gedichten, so Goethe mit den berühmten Liedern Ergo bibamus", (das die Zelter-Tafel im Origi­nalmanuskript besitzt), ,Jn allen guten Stunden", Die heiligen drei Könige",Solang man nüchtern ist". Schiller mitFreude, schöner Götterfunke", Nimmer, das glaubt mir, erscheinen die Götter allein" und vielen anderen. Nach dem im Jahre 1818 zuerst gedruckten Tertbuche besaß die Tafel bereits 300 eigene Lieder. Der Sinn dieser Lieder­tafel ist in einem Vorwort zu diesem Textbuch in folgenden Worten trefflich charakterisiert:Bei Wein- und Tischgesellschaft allmonatlich an einem Dienstagabend nach der Singakademie und zwar aus guter Absicht, um die Zeit des Vollmondes mit heiterer Freude Gesang auszuüben." Auch heute be­steht die Zeltersche Liedertafel wie ehedem aus 25 Herren, die sich einmal in vier Wochen zur Tafel Derfnmmeln.

Wenn Zelter heute erwachte, er könnte wie einst den Platz des Meisters in der Mitte der Tafel ein» nehmen; er fände vor sich die alten geschriebenen, dickleibigen P a rt i t u r b ä n d e, er ergriffe als Taktstock den Hammer, der an seinen Baumeister- beruf erinnert, und er tränke aus dem blinkenden herrlichen, von Schinkel entworfenen Bronzepokal, der schon 1813 zu Ehren des früh durch den Tod entrissenen Mitgliedes, des Augenarztes und Kom­ponisten vonInteger vitae. Dr. Ferdinand Flemming, gestiftet wurde, mit edlem Rhein­wein den Täflern den Willkommengruß zu.

Wirtschaft.

Abendbörse: still.

rend Bekula etwas abbröckelten.

Tagesgeld war etwas gefragt und bei 3,50 v. H. um 0,50 v. H. erhöht.

geben, insbesondere dürfen keine unreifen Tiere an den Markt kommen, und auch die ausgemästeten Schweine müssen gleichmäßig dem Markt zugeführt werden.

daß dauerhafte Erfolge nur eintreten können, wenn alle am Absatz beteiligten Kreise Hand in Hand ar­beiten. Dazu gehört vor allem eine Marktbelie­fe r u n g , die dem tatsächlichen Bedarf ungefähr entspricht. Eine derart sprung­hafte Ueberbeschickung, wie sie jetzt in Berlin festzu­stellen war, ist sinnlos. Damit fügt sich jeher Land­wirt nur selbst schwersten Schaden zu. Ein einleuch­tender Grund für einen solchen überstürzten Verkauf I

Unbegründete Unruhe am Gchwememartt

An den Schweinemärkten macht sich feit einigen Tagen eine gewisse Unruhe bemerkbar, die nicht ohne weiteres begründet ist. Insbesondere hat sich das letzthin in Berlin gezeigt, wo dem Schweine­markt 11 000 Schweine zugeführt wurden, während der normale Bedarf nur etwa 9000 Stück beträgt. Wie derLandwirtschaftlichen Wochenschau" dazu von zuständiger Stelle erklärt wird, ist bei den Maßnahmen zur Ordnung der landwirtschaftlichen Märkte immer wieder daraus hingewiesen worden,

Am Aktienmarkt waren Farben um 0,90 v. H., Scheideanstalt um 3 v. H. gedrückt. Relativ gut gehalten waren Elektrowerte, besonders Tarif­papiere. Elektrische Lieferungen gewannen 2,75 o. H., Bekula 0,65 v. H., Gesfürel 0,25 v. H. Sie­mens & Schuckert sowie AEG. kaum verändert. Montanwerte bröckelten trotz der günstigen Eisen­marktberichte ab. Es verloren Harpener 0,50 v. H., Mansfeld 0,25 v. H. Rheinstahl 1,25 v. H., Ilse Genuß 0,65 v. H., fester waren Phönix (plus 0,25 v. H.), Rhein. Braunkohlen (plus 0L0 v. H.). Von Schisfahrtswerten gewannen Hapag zirka 1 v. H., Lloyd 0,65 o. H. Im einzelnen gaben Reichsbank 1,25 v. H., Daimler 0,25 v. H. Aku 0,25 v. H. und besonders Bemberg auf ungünstige Abfchluherörte- rungen 2,65 v. H. nach, Dt. Linoleum gewannen 0,50 v. H., Westdeutsche Kaufhof (norm. Tietz) 0,25

v. H.

Im Verlauf blieb das Geschäft an allen Märkten still. Bei kleinen Umsätzen konnten sich am Ren­tenmarkte dennoch Altbesitz und späte Reichsschuld­buchforderungen bis 0,25 v. H. befestigen, Neu-

lenuer vsrunu iur tunen uiuieii uuki [luiäikii vtrnuui - r------° , ,, <hc

unreifer Tiere ist nicht vorhanden. Wir. haben in i besitz dagegen zunächst weitere minus 15 Pf-, spa- Deutschland genug Futtermittel, um unsere | ter wieder auf 19,05 v. H. erholt. Staats- und Lan- Schweine ordnungsgemäß auszumästen. Es sind im ^eranlelhen lagen nifjig. waren ver-

Augenblick auch nicht zu viel Schweine vorhanden, nachlasiigt und durchweg 0,25 o S). niedriger Gold- wenn nur mit der bei der Dezemberzählung fest- Pfandbriefe waren eher angeboten und gaben bis 0,5 gestellten übermäßigen Vermehrung der Nachzucht v. H. nach. Liquidationspfandbriefe behauptet, Korn- Schluß gemacht wird. Die Landwirte müssen in munalobligattonen tagen Zumeist unDeranbert. Von zweifacher Hinsicht größere Disziplin üben: Einmal Aktien waren Farben um 0,38 v. H., Reichsbank um darf es keine über st ürzte Ablieferung 1,50 v. H., Rheinbraun um 0,75 v. H. befestigt, wah-

* Humboldt-Deutz-Motoren AG., Köln. Betriebseröffnung in Oberursel. Nach monatelangen Verhandlungen wurde erreicht, daß die Hurnboldt-Deutz-Motoren AG., Köln, das seit Jahren stilliegende Werk in Oberursel wieder er­öffnet. Entgegen der früheren Absicht, in Oberursel nur eine Teilfabrikation wieder aufzunehmen, wird ab April 1934 mit einer Belegschaft von zunächst 70 Mann die Fabrikation eines Spezial-Klein­motors begonnen. Die spätere Belegschaftserhöhung soll der Absatzlage entsprechend vorgenommen werden.

frankfurter Börse.

ZUitfagsbörfe eher schwächer.

Frankfurt a. M., 15. Januar. Zum Wochen­beginn setzte die Börse unter dem Drucke weiterer Realisationen eher schwächer ein. Die Kursrück­gänge hielten sich durchweg in bescheidenem Aus­maße, da das Publikum zumeist an seinem Besitz festhält und die Verkäufe nicht drängend waren. Besondere Anregungen lagen nicht vor, es sei beim, baß verschiebens Dioibenbenerwägungen veröffent­licht würben.

Das Hauptgeschäft ber Börse entwickelte sich roieber am Renten markt, wo aüerbings Reichsmark-Obligationen unb Dollar-Bonds 0,25 bis 0,50 v. H. verloren. Auch Reichsanleihen bröckel­ten bei ruhigen Umsätzen ab, so Neubesitz um 20 Pfennig, Altbesitzanleihe unb späte Reichsfchuld- buchforoerungen um je 0,13 v. H. Stahlverein- Bonbs gaben 1,13 v. H. nach.

Die Abendbörse eröffnete mangels Anregungen unb infolge Fehlens von Kundenorbers in sehr stiller Haltung unb erfuhr auch späterhin keine Be­lebung. Die Stimmung war behauptet unb bie Berliner Schlußkurse im großen unb ganzen ziem­lich unoeränbert. Einige Umsätze verzeichnete ber Rentenmarkt, wo Altbesitz allerbings 0,25 v. H. nachgaben, währenb Neubesitz mit 19,05 unb späte Reichsschuldbuchforderungen mit etwa 94,50 v. H. unoeränbert lagen. Von Aktien bröckelten Reichs­bankanteile unb Akkumulatoren je 0,75 v. H. ab, Stahlverein, Klöckner sowie IG. Farben waren gut behauptet. Scheibeanstalt setzten ihren Rückgang um 1 v. H. fort. Auf den übrigen Marktgebieten herrschte Geschäftsstille.

Im weiteren Verlaufe traten keine Veränderun­gen ein. U a. notierten: Neubesitzanleihe 19,05, Alt­besitzanleihe 98,40, Schutzgebietsanleihe 9,70, Reichs­bank 167, Gelsenkirchen 58, Harpener 87, Klöckner 57,50, Rheinstahl 86,50, Stahlverein 38,25 Akku­mulatoren 176,25, Bekulo 121,50, Scheibeanstalt 166, Licht 6- Kraft 100,25, IG. Farben 124,13, Holzmann 67,50, Schuckert 102,25, Reichsbahn-VA. 110,50, Norbbeutscher Lloyb 29,65. Nachbörse: Far­ben 124,13 v. H., Altbesitz 98,40.

»rrniu mDcbntfC.

Frankfurt a. M., 15. Jan. Durch die Deffnung ber Mainschiffahrt hat sich Srotgetreibeangebot etwas verstärkt, bie Preise biteben jedoch unver- änbert. Im allgemeinen war bas Geschäft sehr ruhig, zumal vom Mehlgeschäft her jebe Anregung

fehlt. Am Hafermarkt bestand nach guten Weiß- unb Gelbhafer zu Saatzwecken einige $Jind)frage. Kraft­futtermittel waren reichlich angeboten unb im Preise weiter etwas gebrückt. Es notierten ((Betreibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen 197,00, Roggen 172,50 bis 173,50, Brau- gerate 177,50 bis 180,00, Hafer 146,00 bis 149,00, Weizenmehl Spez. 0 mit Austauschweizen 29,10 bis 29,65, bo. ohne Austauschweizen 27,60 bis 28,15, Roggenmehl 0 bis 60 Prozent 23,50 bis 24,00, bo. fübb' Spez. 0 24,00, Weizenkleie 10,85, Roggenkleie 10,65, Weizenfuttermehl 11,90 bis 12,00, Soyafchrot mit Monopolzuschlag 15,35, Palmkuchen m. M. 15,65, Erdnußkuchen mit Monopolzuschlag 16,55 bis 17,15, Treber 17,65 bis 17,75, Trockenschnitzel 10,25 bis 10,40, Weizen- unb Roggenstroh brahtgepreßt 2,20 bis 2,30, bo. gebünbett 2,00 bis 2,10, Heu fubb. 7,00.

Frankfurter Schlachtrnehrnartt.

Frankfurt a. M., 15. Jan. Auftrieb: Rinber insgesamt 1398 (gegen 1539 am letzten Montags­markt), barunter befanben sich 438 Ochsen, 106 Bullen, 449 Kühe unb 405 Färsen. Kälber 580 (466), Schafe 182 (194), darunter 120 Hämmel, Schweine 3718 (4276). Notiert wurde pro ein Zent- ner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 31 bis 32, b) 27 bis 30, c) 24 bis 26, d) 20 bis 23. Bullen a) 29 bis 30, b) 26 bis 28, c) 24 bis 25, d) 22 bis

23. Kühe a) 7 bis 28, b) 24 bis 26, c) 18 bis 27,

d) 12 bis 17. Färsen a) 31 bis 32, b) 29 bis 30,

c) 26 bis 28, d) 22 bis 25 Kälber a) 40 bis 42,

b) 33 bis 39, c) 28, bis 32, d) 22 bis 27. Hämmel bl) Stallmast 29 bis 30, c) mittlere 26 bis 28, d) geringere 23 bis 25. Schafe f) mittlere 23 bis 24, g) geringe 20 bis 21. Schweine a) 48 bis 51, b) 47 bis 50, c) 46 bis 50, d) 44 bis 49, e) 40 bis 46, g) Sauen 37 bis 44. Im Preisvergleich zum letzten Montagsmarkt lagen Ochsen, Färsen und Schweine bis 1 Mark höher, Kälber und Hämmel gewannen 1 bis 2 Mark, Bullen und Kühe biteben unverändert. Marktverkauf: Rinder schleppend, Ueberstand. Kälber langsam, Schafe ruhig, geräumt. Schweine schleppend, Ueberstand. Fleischgroßmarkt. Beschickung: 650 Viertel Rindfleisch, 20 ganze Käl- ber, 3 ganze Hämmel, 218 Schweinehälften. Preis für ein Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 48 bis 52, II 45 bis 50. Bullen- fleisch 47 bis 52. Kuhfleisch II 35 bis 40, III 24 bis 30. Kalbfleisch II 60 bis 70, III 52 bis 60. Hammel- fleisch 60 bis 65, Schaffleisch nicht notiert, Schweine- fleisch I 65 bis 70. Geschäftsgang des Fleischgroß, marftes: ruhig.

Mainzer Schweinemarkt.

Mainz, 15. Jan. Austrieb 766 Schweine. Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: b) 49 bis 52, c) 47 bis 52, d) 46 bis 51. Markt- verlauf: schleppend, Ueberstand.

Mannheimer Getreidebörse

Mannheim, 15. Januar. Weizen (inländischer, 76/77 kg, frei Mannheim) 19,95 bis 20 Mark, per Januar Bezirk 9 19,20, Bezirk 10 19,40, Bezirk 11 19,70 (ruhig); Sommerweizen (80 kg) 20,10 bis 20,30; Roggen (süddeutscher, 72/73 kg, frei Mannheim) 17 bis 17,20, per Januar Bezirk 9 16,40, Bezirk 8 16,10 (ruhig); Hafer (inländischer) 14,75 bis 15 (fest); Sommergerste (inländische, Ausstichware über Notiz) 18 bis 19 (ruhig); Gerste (Pfälzer, Ausstichware über Notiz) 18 bis 19; Futtergerste (inländische) 17,25 bis 17,50; Mais (La Plata, im Sack) 20; Erdnußkuchen (prompt) 16,75 bis 17; Sojaschrot (prompt) 15 bis 15,25; Rapskuchen 14,50; Palmkuchen 15,50 bis 15,75; Kokoskuchen 17,50; Sesamkuchen 17; Ma^- keime 14,50; Rohmelasse 8,50; Leinkuchen 17,25 bis 17,50; Biertreber (getrocknet, mit Sack) 17,75; Trockenschnitzel (ab Fabrik) 10; Stefsenschnitzel 8,50; Wiesenheu (loses) 6,60 bis 7 (fest), Rotkleeheu 6,80 bis 7,20 (fest); Luzernekleeheu 8,20 (fest); Stroh, Preßstroh, Roggen-Weizen 2, Hafer-Gerste 1,80 bis 2 (fest); geb. Stroh, Roggen-Weizen 1,40 bis 160, Hafer-Gerste 1,20 bis 1,40 (fest); Weizenmehl (Spe­zial 0, mit Austauschweizen) per Januar 29,40, per Februar 29,70, per März 30 (ruhig); Weizenmehl (Spezial 0, aus Jnlandweizen) per Januar 27,90, per Februar 28,20, per März 28,50 (ruhig); Roggen­mehl (norddeutsches, 70/60 o. H., (prompt) 22,50 bis 23,50; Roggenmehl (pfälzisches und süddeutsches, prompt) 23,25 bis 24,25 (stetig); Weizenkleie (feine, mit Sack) 10,75, (grobe, mit Sack) 11,25 (stetig); Roggenkleie 10,50 bis 11,50 (stetig); Weizenfutter- weh' 12 (stetig); Roggenfuttermehl 11,50 bis 11,75 (stetig); Weizennachmehl 15,50 (stetig); Weizennach- mehl IV B 16,50 Mark.

Wieder ein zerrissenes Beh.

LPD. Montabaur, 15.Jan. Ende der ver­gangenen Woche wurde in der Nähe der Fasanerie bei Holler wieder ein Reh ohne Kopf auf- gefunden. Den vorhandenen Spuren nach zu schließen hat offenbar ein schwerer Kampf mit einem anderen Tier ob Fuchs ober Luchs ist bisher, wie in den verschiedenen gleichen Fällen in hiesiger Gegend und im Hessischen, noch nicht festgestellt stattgefunden.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Sie hinter den Papiere» angeführten Ziffern geben öle Hohe der zuletzt veichlostenen Dividende an Relchsbankdiskont 4 o r) Lombardzinsfuß 5 v H

frrannur jji

21er i.

Vranriur o. .0

Berlin

frrant'ur u. 1h

Sern

turs

Gchlußt. Abend* börsr

Schluß- fure

Schluß! Dliltaa- börfe

(^chluv- furt

Schlup. Abend- börs

Gchiuß- lurs

iHchlußk.

Uli tag» börse

Schluv- ture

<5d)lubi. Abend- bflri.

tSchiuv- iure

(Schluß? Ulinafr börse

'Oatum

13-L

15-1

13-1

15-1.

Oatum

13-1

15.L

13-1.

15.1.

Oatum

13-1.

15-1.

13-1.

15.1-

6% Deutsche Reichsanleihe v 1927 6% ebem 7% Dt Reichsanl d. 1929 5H% Duung-Anleihe oon 1930 Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mit

AuSlos.-Rechten

Desgl obnr Auslol.-Rechte ...

6% ehern.6% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)

6% Hess Landesbank Darmstadt Gold R 12

6Vi% Hess Landes-Hypotheken- baut Darmstadt Liaui

Oberhessen Provinz-Anleihe mit Ausios.-Rechten

Deutsche Komm Sammelabl An.

leihe Serie 1 mit AuSlos..Rechten

6% ef)em 8% grants Hyp.-Bank

Goldpfe 15 unfünübar bie 1935

«% ehern 7% Franks Hup..Boni

Goldpfe 16 unkündbar bis 1936

V/i% ehern <yz% Franks Hyp.-

Bank-Liau.-Pfandbriese

6K,% ehern 4tz% Rheinische

Hyp.-Bank-Ltau.-Goldpfe

6% ehern 8% Pr Landespfand- brtefanftalt, Pfandbriefe R 19

8% ehcm 7% Pr Landespfanb- Briefanftalt, Pfandbriefe R. io

Gteuergutsch Senecbnunadfuri

*% Oenerrelchtjche Wölbten».

4,20% Oesterreichtsche Stlberrente 4% Ungarische Goldrente

4% Ungarische StaatSrente B. 1910

4Yt% deSgl. oon 1913

6% abgesl Aoldmexikaner oon 99 4% Türkische Zollanleihe oon 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

Serie,.....................

95,25 100

5,5

98,4 9,13

95,5

93,75

92

97

94

94

93

94,25

94

94 97

20 0,825 5,95

5,5 5,6

5,3

5,35

96,25

100

95,75

98,4

19,05

95

93,5

93,25

93,5

96,9

93,5

93,5

92,75

94

94

94

97

20,5 0,825

5,70

5,4

5,35

5,4

mo<o co o io io | ( r~ I 1 | r~ moinioioinin 1

cj a-. -T- to » 1 1 a> 1 r l 1 a> cn cr> -aioous * »io 1

- - co - - co <71 * - »mr- -

m o a>o> io o> ~o<nir

95.9

100,13

98,6 19,05

95

96,65

94

94 97

20

0,90 5,75 5,30 5,60

7,5

4% desgl. Serie II

6% Rumän. oereinh. Rente 0.1903 4 ^%Rumän.oereinh.Renteo. 1813 4% Rumänische oereinh. Rente 814% Anatolier

vamvurg-Amerika-Patet O

Hamburg-Südam. Dampfschiff O Hanja-Dainpsschiff O

Norddeutscher Lloyd .... O A.G. für Verkehrswesen Akt. O Berliner Handelsgesellschaft 4 Commerz, und Privat-Bank O Deutsche Bank unb Didconto-

Gesellschaft ........... o

Dresdner Bank ............. O

Reichsbank .............. 12

A.G.G....................o

Bekula ................... o

Elektr Lieferungsgesellschaft. 6

Licht und Kraft 6

'gelten & Guilleaume O

Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ..... 5

Schuckert &(£o.......... 6

Siemens L Halske............ 7

Lahmeyer L Eo. ............ 10

Buderus ......... o

Deutsche Erdöl ......... 4

Gelsenkirchener .............O

Harpener ............... o

Hoesch EisenKdln-Neuessea .. O

Ilse Bergbau 6

Jlje Bergbau Genüsse .......6

Klöcknerwerke O

Mannesmann-Röhren........ O

5,5 4,10 6,45

3,5 27,25

27,5

29,13 64

17,75 51

57,5

61,5 167.75

26,5 21,75

90,5 19,75

54,5

89

93

101,75 145

73,5 03,25

58

8,5

108,13 58

60,5

5,5 4,025

6,25

3,45

27

28,5

29,65 64,75

88

51,5

57 61

167

26,4 121,5 93,25 100,25

54 88,5

102,25

110

74 102,75

58

87

107,5

58,5 60

4 6,25 3,40 27.25

28,40

29,5 64,5

168,25

26,4 121.75

92 100,5 54,75 89.75

101,4

146 112,5

74,25

103 5S65

88,5 66,75

107,9

58

60 5

5,5 4,1

3,45 27,4

28,5

23

29,65 64.75

88,25 51,5

57 61,5 167,75

26,25 121,65

92 100,13 54,65 88,25

92,5 102,75 142,25 110,75

74,4

102 58,25 67.75

66 136,25 107,5 57,25

60,13

Mansfelder Bergbau ........ O

Kokswerke O

Phontr Bergbau ......... O

Rheinische Braunkohlen ..... IO

Rheinstahl O

Bereinigte Stahlwerke........ O

Ltavi Minen O

Kaliwerke Aschersleben........ 6

Kaliwerke Westeregeln........ 5

Kaliwerke Salzdetfurth .... 7VZ

Z. G. Karben-Industrie....... 7

Scheibeanstalt .............. V

Goldschmidt ............... O

Rütgerswerie ............... O

Metallgeiellschast............ O

Philipp Holzmann ........... O

Zementwerk Heidelberg ......O

Xementroetl Karlstadt......... O

Schultheis Patzenhvser ...... O

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg O

Zellstoff Waldhof ........... O

Zellstoff Aschaffenburg .......O

Dessauer Gas 7

Daimler Motoren ........... O

Deutsche Linoleum........... O

Orenstein & Koppel .......... O

Leonhard Tietz .......... O

Tbade 10

Aerumulatoren-ssabrkk........O

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Mainkraftwerke Höchst a,®L... 4

Süddeutscher Zucker .........8

28,25

45

197,25 "7,5

38

12

116

50,5

124,75 170

46,5

52,25 67

67,5 84

91

43

45,5 47,5 15,25

37,5 17.25

16,5

148,5 >78,75

152

20,75 70,5

190

27,25

45,75

198,5

86,5

38,25

11,75

112,25

114

152

124.13

166

48,75

52

66,5

67,5

84

91

42,25

43,25

47

33,9

36,75

47,75

16,75

151

176,25

150,5

21,13

70,5

188,5

28

87,4

45,5

198,5

87

38,13

12

124,4

52,5

66,5

E

93,25

42,9

47

113,75

37,65

47,65

59,5

16,5

149

176,75

153

21

188,5

27,75

86,13

45,75

198

86

38,25

11,5

113

113,5

151

124

48,5

52

66

67,5

92,5

42

42,5

47

113,9

36,65

48

59,75

16,75

147,75

177

150,65

21,5

188,5

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a M

Banknoten.

13-Januar

15- Januar

AMlI'ch'

Notierung ?rie

Amil'ch> Gei

'lotierun.

?nr

HelstngforA.. Wien

6,024

47,20

6,036

47,30

5,994

47,20

6,006

47.30

Prag .....

Budapest ...

12,46

12,48

12,455

12,475

öona .....

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ...

168,53

168,87

168,58

168.92

Oslo

68,33

68,47

68,03

68,17

Kopenhagen.

60,69

60,81

60,49

60,61

Stockholm

70,13

70,27

69,83

69,97

London . .

13,585

13,615

13,535

13,565

Buenos Aires

0,678

0,682

0,678

0,682

Reuvori

2,672

2,678

2,647

2,653

Brüssel.....

58,29

58,41

58,34

58.46

Italien.....

22,00

22,04

22,02

22.06

Paris ......

16,42

16,46

16.44

16.48

Schweiz ....

81,12

81,28

81,22

81,38

Spanien....

34,62

34,68

34,67

34,73

Danzig ....

81,47

81,63

81,52

81,68

Japan

0,811

0,813

0,806

0,808

Rio de Jan. .

0,226

0,228

0,226

0,228

.lugoflawieu.

5,664

5,676

5,664

5,676

Lissabon ....

12,39

12,41

12,34

12,36

33erHn, 15. Januar

Meld

Srlri

Amerikanische Noten..............

2,60

2,62

Belgische Noten ................

58.11

58,42

Gnglijche Noten .................

13 55

Holländische Noten ..............

168,16

168,84

Italienische Noten ..............

21,90

21,98

Norwegische Noten .............

67,86

68,14

Deutsch Oesterreich, i IOO Schwing

Rumänische Noten .............

Schwedische Noten...............

69,66

69,94

Schweizer Noten.................

81 04

81,36

Spanische Noten.................

34'53

34,67

Ungarische Note»