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Heue WähmngsboWast Roosevelts
Eine Goldreserve des Staates.-Oer Weg zu einem neuen Dollar.
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Großen, dessen Geburtstag
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Regierung soll ferner die Berechtigung erhalten, Goldmünzen zu Barren umzuschmelzen. Eine Rückkehr zur Goldausgabe ist nach dem neuen Gesetz nicht beabsichtigt. Rur falls die Vereinigten Staaten eine passive Handelsbilanz haben sollten, wird die sog. Handelsspanne durch Verschiffung von Goldbarren ausgeglichen werden. Das Eintreten dieser Notwendigkeit hält man jedoch für wenig wahrscheinlich.
Roosevelt ersucht den Kongreß ferner um die Vollmacht, den Goldgehalt des Dollars zwischen 60 und 50 v. H., anstatt wie bisher zwischen 100 und 50 v. H. herabsetzen zu können. Diese Maßnahme soll der Bevölkerung zeigen, daß die Devalvation des früheren Golddollars nicht über 60 v. H. und nicht unter 50 v. H. betragen soll. Es soll ferner hierdurch erreicht werden, daß sich die Preise im Inland stabilisieren und daß der Gehaltsempfänger ein genaues Bild seiner Finanzlage bekommt. Der Dollarwert kann also künftig im Inlande nur innerhalb einer Spanne von 10 v. H. schwanken, bis Roosevelt die endgültige Devalvation vollzogen hat. Wann und zu welchem Kurs er dies tun wird, ist nach wie vor unbekannt. Aus dem durch die Einziehung des Goldes aus dem Besitz der Bundesbanken zu erwartenden Gewinn, den Roosevelt je nach der Höhe des
genau so die Pflicht für das Vaterland zu erfüllen, wie es Hermann Göring getan habe. Nach diesen Worten fiel die Hülle von der Marmortafel, die folgende Inschrift trägt: „Hier wurde am 12. Januar 1893 Reichsminister Hauptmann a. D. Hermann Göring geboren, der erfolgreiche Kampfflie- oer im Weltkrieg und einer der ersten Kampfer Adolf Hitlers, des siegreichen Führers der deutschen Freiheitsbewegung." — Mit dem von der SA.- Etandartenkapelle gespielten Horst-Wessel-Lied fand ider feierliche Akt sein Ende.
Am 24. Januar Weihe der neuen Mahnen der Hitlerjugend.
seinen Werken die ganze barocke Lebensfülle und zugleich den südlichen Charme eines Menschenschlages, dem die Besonderheit der österreichischen Landschaft und Kultur ein charakteristisches Gepräge verliehen haben. In den letzten Jahren lebte dieser seltsame Mann mit dem berühmt gewordenen wallenden Bart in Schwabing, dem klassischen Viertel der unsterblichen Münchener Boheme. Er gehörte zu den fruchtbarsten Schriftstellern, die aus dem reichen Kulturboden Oesterreichs hervorgegangen waren. Er machte sämtliche literarischen „Moden" mit, aber nur, um sie bald wieder abzustreifen, wenn er ihren Ideengehalt erschöpft hatte. Er hat eine fast unzählbare Menge kritischer Essays, Romane, Novellen, Dramen geschrieben. Auf der Bühne hatten seine Lustspiele „Das Konzerts, „Die Kinder", „Krampus", „Der Star" viel Glück.
Hermann Bahr wurde am 19. Juli 1863 in Linz an der Donau geboren, studierte zunächst Jura, ging dann auf Reisen und widmete sich, zurückgekehrt, ganz der Literatur. Er machte viele Wandlungen durch und hat so ziemlich alle „Strömungen" einer Zeit mit Begeisterung verfochten und wieder verworfen. Seine Lebenslust, sein Temperament und seine Arbeitskraft waren außerordentlich. Von seinen späteren Büchern seien hier noch die verschiedenen „Tagebücher", „Selbstbildnis", „Der inwendige ©arten'7 und der Roman „Oester- reich in Ewigkeit" genannt.
Erstaufführungen in Anwesenheit des Kanzlers. — Propagandistische Auswertung abgelehnt.
Anläßlich der Anwesenheit des Reichskanzlers bei Erstaufführungen in Theatern und Filmtheatern ist in der Oeffentlichkeit verschiedentlich der Eindruck erweckt worden, daß allein aus der Tatsache des Besuches solcher Veranstaltungen Rückschlüsse auf den Wert der zur Vorführung gelangen- den Stücke gezogen werden mühten, was dann vielfach auch propagandistisch dementsprechend ausgewertet worden ist. Von zuständiger Stelle wird darauf hingewiesen, daß derartige Folgerungen völ-
liner Arzt Dr. Genter gegen das Urteil des Lübecker Landgerichts vom 19. Juni 1933 eingelegte Revision. Damit ist der Angeklagte wegen fahrlässiger Körperverletzung in drei Fällen rechtskräftig zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Dr. Genter wurde am 31. Mai 1930 auf Veranlassung des Elternausschusses der C a l m e t t e- Geschädigten und mit Genehmigung des lübeckischen Senats nach Lübeck gerufen. Ihm wurden 34 Säuglinge übergeben, die bereits versehentlich mit virulenten Tuberkelbazillen geimpft waren. Das Gericht sah auf Grund der Sachverständigengutachten als erwiesen an, daß durch die Behandlung des Angeklagten bei drei dieser Kinder Abszeßbildungen durch infizierte Jnjektionsübertragungen des von
Am 24. Januar, dem Todestag des Hitlerjungen Herbert N o r k u s, veranstaltet die Reichsjugend- ßührung eine große Weihe v o n 340 B a n n - ßahnen, die an diesem Tage sämtlichen Bannen Bier Hitlerjugend verliehen werden. Die Feier besinnt am 24. Januar, 19 Uhr, in der Pots da m e r «Garnisonkirche mit einem Drgeljpiel über das Lied „Unsere Fahne flattert uns voran". Dann hält der Reichsjugendführer die Wecherede. Nach der Fahnenweihe eine Minute Schweigen an lder Gruft Friedrichs des Großen, dessen Geburtstag mif den gleichen Tag fällt. Ein Orgelspiel leitet zum Deutschlandlied über, worauf der Ausmarsch der Fahnen erfolgt. Im Lustgarten findet dann em Vorbeimarsch der 340 geweihten Fahnen am Neichsjugendführer statt. Dann werden die Fahnen mach Schloß Sanssouci gebracht, wo sie für idie Nacht aufbewahrt werden. Am 25. Januar ist morgens gemeinsames Essen, dann folgt der Marsch »er Fahnenabteilung zum Langen Stall. Don hort werden sie in die Standorte gebracht.
Hitlerjugend und englische Pfadfinder.
London, 16.Jan. (DNB. Funkspruch.) Ober- «ebietsführer Karl Nabersberg, Leiter der Ab- Reilung „Ausland" in der Reichsjugendführung, der -ich zur privaten Fühlungnahme mit den englischen Jugendorganisationen hier aufhält, hat mit dem internationalen Kommissar der Pfadfinderbe- roegung, Martin, und dem Oberkommissar der Bewegung, Lord H a m p t o n , Unterredungen über die Förderung der Beziehungen zwischen den Jugendorganisationen Deutschlands und Großbritanniens geführt. Die Erörterungen waren auf beiden Seiten von dem Wunsche beseelt, ein gedeihliches Verhältnis anzubahnen. Zu diesem Zwecke sind Besuche von Vertretern der Pfadfinderbewegung in Deutschland sowie die Beteiligung von Vertretern der Hitlerjugend an I Führerlagern in Großbritannien in Aussicht genommen. Der Besuch Nabersbergs in London dient außerdem der Berichtigung irrtümlicher Auffassungen über die Ausbildungsziele der Hitlerjugend.
Herriot wird ausgepfiffen.
Paris, 15. Jan. (DNB.) Edouard Herriot, der wegen seiner Politik erst kürzlich in Marseille nusgepfiffen worden war, mußte sich nun in Cam- br a i vor der wütenden Volksmenge durch mehrere Polizeibeamte schützen lassen. Herriot wollte persön- ! ich die Kandidatur eines Parteifreundes für einen reigewordenen Kammersitz unterstützen. Als er auf bem Marktplatz von Cambrai anlangte, ertönten aus der Menge gellende Pfiffe und Rufe .Nieder, mit Herriot und Stavisky! Die Menge soll eine drohende Haltung angenommen und den Kraftwagen des früheren Ministerprä- iibenten f a ft umgeworfen haben. Herriot konnte nur unter dem Schutze der Gendarmerie durch einen kleinen Nebeneingang das Gebäude erreichen.
Devalvationskurses auf zwischen, 3,4 und 4,2 Milliarden Dollar beziffert, soll ein Ausgleichsfonds von 2 Milliarden Dollar gebildet werden. Dieser Fonds soll zur Stabilisierung des Dollars auf den Weltmärkten sowie zur Stützung der Regie- rungsobliqationen dienen, falls diese von Spekulanten auf den Markt geworfen werden. Der Präsident betonte, daß er eine „gesunde Währung" mit so gut wie beständiger Kaufkraft anstrebe und keine Inflation beabsichtige. Er brauche den Spielraum zwischen 60 und 50 v. H., um von Zeit zu Zeit die Währung entsprechend den Preisverhältnissen regulieren zu können.
Die Botschaft Roosevelts wird als grundlegender Bruch mit der bisherigen Tradition betrachtet, da der Staatfortan allein das Geldwesen kontrolliert und sogar die Geschäfte per Notenbanken, soweit sie sich auf den Handel mit Devisen beziehen, zum größten Teil übernimmt. Man begrüßt den Vorfchlag Roosevelts als Schritt zur Stabilisierung des Dollars und damit zur Beseitigung der gegenwärtigen starken Unsicherheit über den Wert des Dollars. Befriedigung herrscht ferner darüber, daß Roosevelt dem Gold die alte Hauptaufgabe des Ausgleichs der Spitzen im internationalen Handelsverkehr zurückgeben will, und daß er eine den gegenwärtigen Bedürfnissen angepaßte Gvldpvlitik verfolgt, die im größten Umfang den derzeitigen Stand der Dinge legalisiert. Nach dem geplanten Gesetz werde ein neuer Dollar geschaffen, der gegen früher um 4 0 v. H. entwertet sei, und den der Präsident seinerseits, wenn man bem neuen Stand als „hundert" bezeichnet, um weitere 16% v. H. entwerten kann.
lig abwegig sind. Der Reichskanzler befuebt Theater- und Filmvorführungen lediglich in der Absicht, die dort vorgeführten Stücke kennen zu lernen, und will durch diesen Besuch keineswegs eine Anerkennung des Dorgeführten zum Ausdruck bringen.
„Abend der Frankfurter Presse".
Der am Samstag, den 20. Januar, 20 Uhr, in sämtlichen Räumen des Frankfurter Zoo veranstaltete „Abend der Frankfurter Presse" soll nicht nur eine Fortführung der früheren Pressefeste, sondern vor allem auch Ausdruck des neuen Wollens der Presse sein, mit dem der nunmehr staatlich anerkannte Stand der Presse erfüllt ist. Darüber hin-^ aus wird das Fest weiten Schichten der Bevölkerung Gelegenheit bieten, mit den Führern der Partei, den Spitzen der Behörden und mit der gesamten Presse einige Stunden gefellig zusammen zu sein. Auch sollen die sozialen Einrichtungen des Reichsverbandes der Deutschen Presse unterstützt werden. Träger der Veranstaltung ist neben dem Verein Frankfurter Presse e. V. der neugeschaffene, unter Führung des Gaupresseamtsleiters Pg. W o w e r i e s stehende Landesverband Rhein-Main im Reichsverband der deutschen Presse. Aus dem reichhaltigen Programm, das auch den Tanz zu feinem Recht kommen läßt, fei das eigentliche Konzert unserer Gießener Reichswehrkapelle unter Leitung von Dbermufihneifter Krauße erwähnt, ferner die erste öffentliche Vorführung Jörg Magers elektro-akustifcher Orgel. Ansprachen werden der Vorsitzende des Reichsverbandes, Hauptmann a. D. Weiß und der Führer des Landesverbandes Pg. Woweries halten.
Tenor Franz Völker bei Adolf Hiller als Gast.
Franz V ö l k e r, der aus Neu-Isenburg stammende bekannte Frankfurter Tenor, der zur Zeit in der Berliner Staatsoper gastiert, war dieser Tage vom Führer Adolf Hitler zum einfachen Mittagessen geloben. Tags darauf war Franz Völker ©ast bei Ministerpräsident © ö r i n g zu dessen 41. Geburtstag.
päischen Sendern noch bestehenden Unstimmigkeiten, soweit sie nicht bereits berichtigt worden sind, beseitigen.
Der VDA. im Dienste des Winterhilfswerkes.
Der Volksbund für bas Deutschtum im Auslände hat feine gesamte Organisation in den Dienst des Winterhilfswerkes gestellt um zu bekunden, daß der Kampf gegen Hunger und Kalte der Kampf des gesamten Hundert-Millionen-Volkes der Deutschen ist. Der erste Sammeltag findet am 26. Januar statt. Der zweite Sammeltag am 23. Februar. Gesammelt wird von Schülern und Schülerinnen. Die Unterrichtsministerien haben die Schulleiter angewiesen, ben Sammlern an diesen Tagen freizugeben. Die Sammlungen stehen im Zeichen der Kornblume, des historischen Symbols des volksdeutschen Kampfes im alten Oesterreich. Das ganze deutsche Volk soll an diesen Tagen die Kornblume tragen und sich durch sie bekennen zur Schicksalsgemeinschaft des deutschen Hundert-Millionen-Volkes.
Eine arme Witwe opfert für bas Winterhilfswerk.
Wenn das W i n t e r h i l f s w e r k immer wieder zu neuen Opfern mahnt, dann fagt wohl mancher, er habe fchon genug getan. Und dennoch stehen uns noch viele lange Winterwochen bevor, in denen viele Millionen von Bedürftigen versorgt werden müssen. Diejenigen, die glauben, schon genug getan zu haben, mögen sich ein Beispiel nehmen an einer armen Witwe, über die ein Blockwart des Winterhilfswerkes berichtet. Er hatte versehentlich bei den ersten Sammlungen auch bei ihr gelautet. Sie klagte ihm ihr Leid, da sie selber schon von anderen Leuten unterstützt wurde und nur eine geringe Rente bezog. Dennoch ließ sie den Helfer nicht weitergehen, ohne ihm als Opfer ein Geldstück und einige Kleidungsstücke zu geben. Außerdem hat sie sich daraufhin bei Krankenhäusern als Blutspenderin gemeldet, um auf diese Weise Geld zu verdienen. Diese Einnahmen gibt sie dem Winterhilfswerk, da sie sonst kein Bargeld besitzt. Das ist wahrer Opfergeist!
Branb des Leipziger Sendeturms.
Am Sonntagabend geriet der obere Teil eines der beiden etwa 125 Meter hohen Sendetürme des Leipziger Senders in Brand. Das Feuer trat in etwa 100 Meter Hohe auf. Durch den starken Wind wurde die Ausbreitung der Flammen zunächst außerordentlich begünstigt. Den Feuerwehren gelang es jedoch im Verein mit bem technischen Personal des Großsenders, der Flammen, namentlich mit Hilfe von Trockenlöschern, Herr zu werden. Gegen 23 Uhr war der Brand gelöscht. Auch der Sendebetrieb konnte wieder ausgenommen werden. Der Brand ist durch Entzündung einer statischen Entladetrommel entstanden. Die bisherigen Feststellungen über den Brand am Leipziger Sende-
fehlbares Vortragsstück gerne gehört. Außer den erwähnten Opern hat Schillings den symphonischen Prolog „Oedipus" und die Musik zu Goethes „Faust" (1. Teil) veröffentlicht.
Die äußere Laufbahn des Komponisten Schillings begann nach den Bayreuther L-hrjahren mit einem Ruf nach Stuttgart, wo er von 1908 bis 1918 als Generalmusikdirektor die Württemberg^ Hopper betreute. Don 1919 bis 1928 wirkte Schillings als Intendant an der Berliner Staatsoper-, feme Tätigkeit endete dort nach einem heftigen Konflikt mit dem damaligen preußischen Kultusminister Dr. Becker. 1930 wurde Schillings zum Vorsitzenden der Genossenschaft deutscher Tonsetzer gewählt, nachdem ihm schon 1928 die künstlerische Ceitung des von dieser Genossenschaft eingerichteten Filmmusik- Studios übertragen worden war. Eine besondere Ehrung wurde ihm zuteil, als er 1932 mit großer Mehrheit zum Präsidenten der Akademie der K ü n st e gewählt wurde, nachdem Max L te b er - mann seine Wiederwahl abgelehnt hatte. Im Zusammenhänge mit dem großen politischen Beamtenwechsel im März 1933 wurde Schillings die Intendanz der Städtischen Oper in Berlin Übertragern 1932 erhielt er ben vom preußischen Staat 192/ gegründeten Beethovenpreis. Schillings war übrigens mit der bekannten Sängerin Barbara K e m p verheiratet, die als erste Vertreterin der Titelrolle „Mona Lisa" einen ganz ungewöhnlichen Erfolg hatte und noch immer als die glänzendste Vertreterin dieser Partie angesehen werden darf.
Kunst und Wissenschaft.
Hermann Bahr t
In München ist der bekannte österreichische Schriststeller Hermann Bahr nach tanger schwerer Krankheit im Atter van 70 Jahren gestorben
Hermann Bahr, der sich schon durch die Eigen- art feiner äußeren Erscheinung sedem, der ihm begegnete, unauslöschlich einpragte, verkörpert m
Max von Schillings.
Zum Darmstädter Opern-Gastspiel „Mona Lisa".
Das erste Opern-Gaftspiel des Hessischen Landes- »Heaters in Darmstadt bringt mit der zweiaktigen Oper „Mona Lisa" von Max von Schillings, Buch von Beatrice Dovsky, das Werk eines modernen Komponisten und mit der Aufführung zugleich eine Gedenkfeier für den erst vor kurzer Zeit verstorbenen Komponisten. Schillings war am 19 April 1868 in Düren im Rheinland geboren. Sein öfterer Bruder Karl Georg ist der bekannte Zoolog- und Asrikasorscher dessen Buch ..MitBlitz- Ackt und Büchse" seinen Ruhm begründete. Ma; von Schillings studierte ursprünglich Jura doch □nben ausgeprägte musikalische Neigung unb -ße- gabung schon seiner Münchener UnwersiLszeit bald jL eiaentlichen Charakter; entscheidend war dann idie Begegnung des jungen Schillings Mit Richard Maaners Musik und das Erlebnis von Bayreuth. SchÜlings hat sich 'p°t°r, längst anerlannt und mit manchen Ehren ausgezeichnet, oft daran erinnert unb bavon erzählt, welchen ungemein tiefen Eindruck der „Parsifal" - beffen Erstaustuhrung er miterlebte — feiner Zeit Jüf ihn gemacht hat. Vach' "unb Wagner gaben bem ®ea iunb benii ®ir- len bes jungen Schillings bie entfche dende Richtung. Auch seine ersten eigenen musikalischen Werke be zeugen bas: das Musikdrama „Jngwelde fern (Erft- ring0von 1894, bann der bekannter gemorbene fpgter noch öfter aufgeführte „Pfeifertag 1899 unb iber , Moloch", nach einem bekannten Hebbelschen Motiv, aus bim Jahre 1906. 1915 kam der große unb bleibenbe Erfolg ber „M o na Lisa Von kleinen zahlreichen anberen kompositorischen Ardei te« - es gibt ba Orchester- unb Chorwerke, Lieber, Konzerte unb Kammermusiken - hatte das Melo- öram „Das Hexenlied" zu dem berühmten Gebicht von Wildenbruch einen außerordentlichen Erfolg mnb wirb noch immer als ein in feiner Wirkung um
türm haben folgendes ergeben: An bem Blitzableiterfeil, bas an einem der vier Eckpfeiler des Turmes herabgeführt ist, sind in der Nähe einer in das Blitzableiterfeil eingeschalteten Hochfrequenzdrossel Sprüherscheinungen aufgetreten, die den benachbarten Teil des Holzpfeilers zum Glimmen brachten.
Zwei Todesopfer eines Grubenunglückes in Oberfchlesien.
Auf ber Vereinigten Karften-Zentrum-Grube in Beuthen (OS.) ging im Flöz 15 eine Kohlenstrecke auf 8 Meter Länge zu Bruch. Zwei Bergleute, die die Stelle gerade passierten, wurden verschüt - t e t. Der Häuer Johann Czakon und der Fördermann Georg L e t h i k aus Beuthen konnten von den sofort eingesetzten Rettungsmannschaften nur als Leichen geborgen werden.
Van ber Cubbes Leiche beigeseht.
Die Leiche bes am 10. Januar Hingerichteten Reichstagsbrandstifters Marinus van der Lübbe wurde in aller Stille unauffällig auf dem Leipziger Südfriedhvf beigesetzt. Zugegen waren außer Amtspersonen nur einige Anverwandte.
Zwei Todesurteile gegen kommunistische Mörder bestätigt.
Das Reichsgericht in Leipzig hat bie Revision der beiden 18 und 19 Jahre alten Kommunisten Willi Rachow und Otto W o i t h e verworfen. Damit ist das gegen sie ergangene Urteil des Schwurgerichts in Berlin rechtskräftig geworden, durch das sie wegen gemeinschaftlichen Mordes an dem Hitlerjungen Schmitzberg zum Tode verurteilt worden waren. Die beiden jungen Kommunisten hatten am 20. März vorigen Jahres ihr Opfer unter bem Vorwand, gemeinschaftlich auf die Rehjagd gehen zu wollen, in den Grünewald gelockt und dann in einer dichten Schonung über den Hausen geschossen. Hinterher war dann von den beiden Mördern ihre mit ungewöhnlicher Rohheit begangene Tat mit einer „Molle" (©las Bier) begossen worden.
Letztes Urteil im LalmetteProzeß.
ihm erfundenen Präparats eingetreten waren. Mit diesem Urteilsspruch wurde das gerichtliche Nachspiel zu der Lübecker Katastrophe abgeschlossen, bie, wie erinnerlich, von 241 erkrankten Säuglingen 86 Tobesopfer forberte.
Berlin—Las Palmas in 13V2 Stunden.
Im Rahmen bes umfangreichen Vorbereitungsprogramms für den Transatlantikbien st ber Deutschen Lufthansa nach Sübamerika, der am 3. Februar eröffnet wird, startete das Hein- kel-Schnellflugzeug H E 70 auf dem Tempelhofer Flughafen zu einem Fluge nach Las Palmas unb erreichte bereits nach acht Stunben 55 Minuten Sevilla. Der Weiterflug nach Las Palmas würbe am nächsten Morgen angetreten, wo bie H E 70 schon nach vier Stunden und 30 Minuten landen konnte. Damit ist die Entfernung Berlin—Las Palmas in 13 Stunden und 25 Minuten zurückgelegt worden. Für den Rückflug benötigte das Schnellflugzeug ber Deutschen Lufthansa 15 Stunben unb 38 Minuten. Diese außerordentliche Leistung, die erneut beweist, welchen Fortschritt dieser Flugzeugtyp darstellt, gelang ber bewährten Besatzung, bie aus dem Flugkapitän Untudjt und dem Flug- maschinisten-Funker Hecht besteht.
Schwere Aeberschwemmungen in Vritisch Guayana.
Die Regierung von Britisch-Guayana hat außerordentlich scharfe Notrnaßnahrnen zur Kontrolle der Lebensmittelpreise ergriffen: eine Folge der ferneren Schäden, die durch die neuerlichen lieber« schwemmungen der Ernte und dem Viehbestand zugefügt worden sind. Der Schaden wird auf 300 000 Pfund geschätzt. Beinahe die Hälfte der Ernte gilt als vernichtet. Die Gebiete an der Küste bilden einen großen See. Die Landstraßen sind vollkommen unbenutzbar, und die Eisenbahnlinien stehen unter Wasser. Tausende von Menschen haben ihre Wohnungen verlassen müssen. Verluste an Menschenleben sind bisher nicht zu beklagen, aber es besteht bie große Gefahr einer Hungersnot. Die Gesundheit des Volkes ist durck die zahllosen Tierkadaver bedroht. Drei Segelschiffe und acht Leichter find im Hafen von Georgetown ge-
Washington, 15. Jan. (DNB.) Präsident Roosevelt sandte dem Kongreß eine Botschaft, worin er diesen um eine zusätzliche Gesetzgebung zur Verbesserung des Finanz- unb Währungssystems ersuchte. Das Gesetz soll ber Bunbes - regierung bie Verfügung über alles gemünzte unb — Barrengolb, bas sich in den Vereinigten Staaten, befindet, geben. Die
fünfen.
Wirbelsturm auf Madagaskar.
Nach einer Mitteilung des französischen Kolonial- Ministeriums wütete im Nordwesten von Madagaskar in der Nähe von Mananjary ein Wirbel- türm, der ungeheuren Schaden angerichtet hat und mehrere Todesopfer forderte. Der Wasserstand des Flusses Mananjary hat 15 Meter erreicht und damit den Höchststand von 1928 noch um zwei Meter übertroffen. Die in der Nähe bes Flusses gelegenen Besitzungen stehen unter Wasser, unb zahlreiche (Bebäube sind eingestürzt. Man hat bisher die Leichen von sieben (Eingeborenen gefunden; 15 andere werden noch vermißt, unb man befürchtet, baß sie entroeber von ben Wassermassen fortgeschwemmt wurden, ober unter ben Trümmern der eingestürzten Häuser begraben liegen.
Vulkan in den Anden in voller Tätigkeit.
Der 4700 Meter hohe Vulkan Tinauiri- r i c a in den Anden an der Grenze von Chile und Argentinien ist in voller Tätigkeit. Er speit Feuer, stößt Lavamassen aus, während starkes unterirdisches Getose die Umgegend erschüttert. Besiedelte Gebiete liegen nicht in ber Nähe.
Wettervoraussage.
Da sich ber Nordseewirbel in nordöstlicher Richtung fortbewegt und an feiner Rückseite kühlere Luft vorgedrungen ist, kann das Biskayahoch einen Vorstoß nach dem Festland machen und vorübergehend Beruhigung der Wetterlage herbeiführen. Bei westlichen Winden fließt allerdings noch vorwiegend ozeanische Luft zu, so daß wechselhafte Bewölkung erhalten bleibt, wenn es auch zeitweise etwas mehr aufklart. Die Temperaturen dürften in der nächsten Nacht bis etwas unter den Gefrierpunkt zurückgehen. Ein neues Tief bei Island kündet jedoch für später wieder Milderung und erneute Wetterverschlechterung an.
Aussichten für Mittwoch: Teils wechselnd-wolkig, teil aufklarend, Temperaturen nachts unter Null, meist trocken.
Aussichten für Donnerstag: Nach vorübergehender Wetterberuhigung wieder Verschlechterung, dabei milder und erneut Neigung zu Niederschlägen.
Lufttemperaturen am 15. Januar: mittags 7,3 Grad Celsius, abends 4,9 Grad; am 16. Januar: morgens 1,3 Grad. Maximum 7,6 Grad, Minimum 0,6 Grad.
Amtliche Winterfportnochrichten.
Vogelsberg. Hoherodskopf: Nebel, — 3 Grad, 35 bis 40 cm Schnee, Bruchharsch; Sportmög- lichkeit im Walde gut bis sehr gut.__________________.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedr. Wilh. Lange.
Verantwortlich für Politik Dr. Friedr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H. Thyriot: für den übrigen Teil Ernst Blumschein unb für den Anzeigenteil i. V.
Th Kümmel, sämtlich in Gießen. DA.: 11700
Aus oller Wett
Glatter Verlauf der Wellenumstettung
Bei der U m st e 11 u n g b e r 5Ö e 11 e n nach dem Luzerner Plan hat sich gezeigt, daß sich die zwilchen den europäischen Ländern hierfür getroffenen Vereinbarungen gut bewährt haben. Die den einzelnen Ländern zur Verfügung stehende Zeit non Mitternacht bis 3.30 Uhr hat im allgemeinen vusgereicht, um die Umstellung ihrer Sender für Die nachfolgenden Messungen durch die Brüsseler Meßstelle vorzubereiten. Die Mehrzahl der Sender vatte bei diesen Messungen eine weitgehende Genauigkeit in der Abstimmung ihrer Welle erreicht. Die deutschen Sender waren bei ben vorbereitenden Umstellungen frühzeitig auf dem Plan und Haben bei der Messung sehr gut abgeschnitten. Die Meßstelle des Reichspostzentralamts hat für |amt- i üche Sender die gleichen Messungen wie die Bruseier Meßstelle ausgeführt. Es ist bemerkenswert, 2aß sich die Messungen beider Stellen sogleich außerordentlich gut deckten, woraus zu schließen ist, laß bie Umstellung ber deutschen Sender mit großer Genauigkeit vor sich gegangen ist. Nochmalige Kontrollmessungen werden die bei ben euro-


