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einen Schilling das Dutzend oder 70 Pfennigen. Denselben Preis halten weiße Kindersocken Ebenso gibt es Pullover für einen Schilling das Stück, Khakihemden mit Reißverschluß 2,6 Schilling. Eine Kravatte kostet 4'/r Pence. Unterhemden werden mit 7,7 Schilling das Dutzend verkauft. Es handelt sich dabei wohlgemerkt nicht um Engrospreise, son­dern es sind dies die Kleinverkausspretse, in denen für den Kleinhändler ein Nutzen von min­destens 35 v. H. enthalten ist. Stark ist auch die japanische Konkurrenz in Porzellanwaren und Haushaltsgeschirr Hier handelt es sich aber um ausgesprochen englische Artikel, also um japanische Imitation englischer Waren Phantastisch sind die japanischen Nachahmungen von handgemalten italienischen Möbel stücken. Ein kleiner Rauchtisch aus Japan kostet nur 6,6 Schilling, das italienische Original etwa das fünf- bis sechsfache. Wie stark die japanische Konkurrenz in elektri­schen Glühbirnen tn England heute schon ist, beweisen die Einfuhrziffern. Die Einfuhr nach Eng­land betrug im Jahre 1928 rund 5xlt Millionen Lampen. Im Jahre 1932 führte Japan 57 Millio­nen Lampen in England ein, und in den ersten Monaten des Jahres 1933 bereits 45 Millionen Stück.

Der stille, bescheiden auftretende Japaner ist ein allzu gelehriger Schüler der Jndustrievölker der alten Welt gewesen. Heute arbeitet er nach den aller- neuesten Methoden, und sein Ueberseehandel schreitet von Erfolg zu Erfolg, weil er sich nach einer aus­gezeichneten Marktbeobachtung orientiert. In wieviel Jahrzehnten wird sich der Ring geschlossen haben, den der Siegeszug der Industrialisierung über die nördliche gemäßigte Zone der Welt vollführt? Rußland macht die größten Anstrengungen zu seiner Industrialisierung. Werden es die Japaner sein, die das letzte Bindeglied in China Herstellen? Und werden bei dieser Aufgabe die Industriestaaten der Alten Welt und das nunmehr bereits überindu­strialisierte Nordamerika untätig beiseite stehen müssen?

So wird nicht immer genügend beachtet, daß i n Asien erheblich mehr als eine Milliarde Menschen wohnen gegenüber nur knapp einer halben Mil­liarde in Europa. Allerdings ist Asien wegen der kulturellen Rückständigkeit und Bedürfnislosig­keit seiner Bewohner heute noch bei weitem nicht für so große Mengen von Waren aller Art auf­nahmefähig wie Europa. Aber die Bedeutung der asiatischen Märkte wird ständig wachsen, und es werden dort in Zukunft sehr viel mehr industrielle Erzeugnisse als heute ab­gesetzt werden können Die Japaner haben das feit langem erkannt, und sie versuchen daher in erster Linie diese sehr entwicklungsfähigen Märkte für ihre Industrie zu erobern. In wie erstaunlichem Maße ihnen dies bereits gelungen ist, dafür liefert die wirtschaftliche Entwicklung Niederländisch- Indiens ein sehr beachtenswertes Beispiel.

Niederländisch-Jndien zählt etwa 60 Millionen Einwohner, also nicht viel weniger als das heutige Deutsche Reich. Ihre Kaufkraft ist zwar gegenwärtig noch ziemlich gering, und sie ist durch die Welt­wirtschaftskrise infolge des Preisoerfalls der wich­tigsten kolonialen Erzeugnisse noch erheblich ge­schwächt worden. Die Gesamteinfuhr Niederländisch- Jndiens betrug im Jahre 1929 rund 1166 Millionen holländischer Gulden, im Jahre 1932 dagegen nur noch 409 Millionen Gulden, und im Jahre 1933 hat sie sich nochmals beträchtlich vermindert. Aber der Anteil Japans an dieser Einfuhr, der im Jahre 1928 erst 9,7 o. H. betrug, war schon im Jahre 1931 aus 17 v. H. gestiegen. Im Jahre 1932 l)at Japan mehr Waren nach Niederländisch- Jndien importiert als Holland, England und Deutschland zusammen. Kein europä­isches Land ist dieser Konkurrenz inbezug auf die Billigkeit seiner Exportwaren gewachsen. Dabei ist die Anpassungsfähigkeit der Japaner an die Be­dürfnisse und den Geschmack dieser Völker erstaun­lich groß, vielleicht gerade deshalb, weil die Japaner selbst noch em junges Kulturvolk sind. In jedem Fall zeigt das unaufhaltsame Vordringen der japa­nischen Exportindustrien auf dem niederländisch­indischen Markt, daß sie im Begriff sind, auf allen asiatischen Märkten, auf denen ähnliche Verhältnisse herrschen wie in Niederländisch-Jndien, die europä­ischen Konkurrenten völlig zurückzudrängen.

Was das auch für Deutschland bedeutet, zeigt schon die Tatsache, daß die deutsche Ausfuhr nach Niederländisch-Jndien, die im Jahre 1929 noch einen Wert von 115 Millionen Gulden repräsen­tierte, im Jahre 1932 auf 26 Millionen Gulden zu- sammengeschrumpft war. Der Anteil Deutschlands an der Gesamteinfuhr dieses Landes ist in derselben Zeit, in der der japanische von 9,7 auf 17 Prozent stieg, von 10 auf 6,6 Prozent gesunken. Die deut­schen Export-Organisationen, so z. B der Hansadund und die deutsch-niederländische Handelskammer im Haaa, haben sich daher in letzter Zeit eingehend mit der Fraae beschäftigt, wie der Einfluß Japans aus dem niederländisch-indischen Markte, aber auch auf den übrigen asiatischen Märkten, die wie oben schon erwähnt wurde, mehr als eine Milliarde Menschen umfassen, wieder zurückgedrängt werden kann. Zweifellos werden dabei die Beziehun­gen zu China und zu den Chinesen eine wich­tige Rolle spielen. In ganz Ostasien liegt nämlich b e r Zwischenhandel, d. h. der unmittelbare Verkehr mit den Konsumenten in den-nden der chinesischen Händler. Der europäische wie der japanische Exporteur ist darauf angewiesen, seine Waren bei den chinesischen Händlern abzu­setzen. Von diesen hängt es also in hohem Maße ab, welche Waren sie bei den Eingeborenen pro­pagieren und welche Waren sie beim Einkauf be­vorzugen zu müssen glauben

Die holländischeHandelsvereemging Batavia" hat in einem ihrer letzten Jahresberichte darauf hin­gewiesen, daß der europäische Jrnporthandel immer mehr den Kontakt mit dem fast überall in Ostasien maßgebenden chinesischen Zwischenhandel verlo­ren habe und daß immer engere Verbindungen zu der japanischen Industrie eingegangen feien. Es wird dort ferner mitgeteilt, daß sich selbst der in e u r o p ä ischen Händen liegende Jrnporthandel Niederländisch-Jndiens gezwungen sieht, vielfach ja­panische Waren anstatt europäischer einzuführen, und so selbst zum Schrittmacher der japanischen Wirtschaftsexpansion wird. Es dürfte daher nicht leicht sein, die ostasiatischen Märkte für den europä- ifdjen Export zurück zu erobern. Eine gut organi­sierte Propaganda für europäische und insbe- sondere für deutsche Qualitätswaren wird aber bei einem Teile der Konsumenten in Niederländisch-Jn- dien der freilich heute erst knapp 10 Prozent der Bevölkerung umfaßt einen geeigneten Boden finden Noch wichtiger ist jedoch die Wiederauf- nähme engerer Beziehungen zu dem chinesischen Zwischenhandel. Diese zu fordern und in großzügiger Weise für deutsche Wa­ren auf allen ostasiatischen Märkten zu werden, wird eine der wichtigsten Aufgaben der künftigen deutschen Exportpropaganda sein.

Das französische Indochina-Zlngzeng ans dem Rückflug Mischen Hon und Pans abgestürzt und verbrannt.

Oer Generalgouverneur pasquier und neun weitere Passagiere in den flammen umgekommen.

Paris, 15. Jan. (DNB.) Das französische Groß­flugzeugSmaragd", das auf dem Rück­flug von Jndochina nach Paris am 2Hon- tag kurz nach 18 Uhr in Lyon g c ff artet war. ist kurz nach 21 Uhr in unmittelbarer Rahe von Corbigny im Departement Rlevre in Osifrank- reich in Flammen abgestürzt. An Bord des Flugzeugs waren der Generalgouverneur von Indo­china, pasquier, der Direktor der französischen Handelsluftfahrt, Chaumier mit Gattin, der französische Konsul von Damaskus, Larrieneu, vier hohe Beamte der französischen Luftfahrtgesell­schaftAiro France" und eine Ordonnanz.

Der letzte in Paris aufgefangene Funkspruch v o n B o r d des Flugzeuges stammt von 19.19 Uhr. Darin heißt es, daß der Apparat in etwa 600 Meter höhe in einen schweren Schnee sturm ge­raten fei. Um 20.45 Uhr sahen die Bewohner von Corbigny, wie eine Maschine in Flammen gehüllt ab­stürzte. Sie versuchten den Insassen Hilfe zu brin­gen. Es war aber unmöglich, an das brennende Flugzeug heranzukommen. Sämtliche Insassen sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, so­daß eine Erkennung schwer möglich ist. DerSma­ragd" befand sich auf seinem ersten größeren Flug, der ihn von Paris nach Saigon geführt hat. Das Flugzeug war am Montagmorgen in Athen gestartet und hafte mit Zwischenlandungen in Italien und

Marseille Lyon erreicht, von dort war es kurz nach 18 Uhr nach Paris aufgeffiegen. Der bei dem Ab­sturz ums Leben gekommene Generalgouver­neur von Jndochina wurde 1928 auf diesen Posten ernannt. Seit dem Jahre 1898 war er in Indochina. Er ist besonders gegen die kommunisti­schen Umtriebe in Indochina mit großer Energie vorgegangen.

Das Unglück Hal nach den letzten Meldungen zehn Todesopfer gefordert. Der französische Luft- f a h r rn i n i st e r hat sich in Begleitung des Unfer- staafssekrefärs feines Ministeriums sofort nach Be- kannfwerden des Unglücks im Kraftwagen nach Eor- bigny begeben. Alle für das französische Afrika- geschwader vorgesehenen Empfänge sind abgesagt worden.

Sie Urfdcfte der Katastrophe

Heber die eigentliche Ursache der Katastrophe von Corbigny hat man bis zur Stunde noch keine genauen Anhaltspunkte. Immerhin ist eine Meldung desMatin" bemerkenswert, nach der das Flugzeug Smaragd", als es niedrig flog, gegen eine Hochspannungsleitung gestoßen fein könnte. Denn im Augenblick des Unglücks sei in Cor- bigny plötzlich das Licht erloschen. Ein vom Luftfahrtministerium eingesetzter Untersuchungsaus­schuß ist bereits nach der Unglücksftäfte unterwegs.

Schweres Erdbeben in Indien.

Zahlreiche Todesopfer. Panik in Kalkutta. Beträchtliche Sachschäden

Kalkutta. 15. Januar. (DRV.) In ganz Indien wurde heute ein starkes Erdbeben verspürt. Rachdem es zuerst schien, als ob keine Opfer zu beklagen seien, wird nunmehr gemeldet, daß in der ostlndischen Stadt Jamalpur der Bahn­hof infolge der Erdstöße eingestürzt ist. Mehrere Personen, darunter Frauen und Kinder, sind u m s Leben gekommen. Das Erdbeben, das auch in Kalkutta verspürt wurde, hatte seinen Hauptherd anscheinend in der Provinz Bihar nordwestlich von Kalkutta. In Patna am Ganges wurden adjtper- sonen getötet, während die Stadt Gaya in der Provinz Bihar neun Todesopfer zu ver­zeichnen halte. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört.

Stündlich laufen neue ernste Rachrichten über das große Erdbeben ein, das 211 ontagnad)mittag weite Teile Indiens schwer heimgefucht hat. Der gewaltige Erdstoß dauerte etwa drei Minuten lang. Die Eingeborenen behaupteten, noch keinen so lan­gen Erdstoß erlebt zu haben. Die Zahl der Toten ist noch nicht abzusehen, da die Berichte aus den abgelegenen Landesteilen nur langsam ein­laufen. Der angerichtete Sachschaden ist sehr groß.

In Kalkutta selbst brach eine große Panik aus, als der erste Erdstoß verspürt wurde. Die Arbeiter und Angestellten flüchteten aus den Fabrik- und Büroräumen auf die Straßen, um sich in Sicherheit Zu bringen. Es kam zu einem wilden Gedränge, bei dem Hunderte von Personen verletzt wurden. Die Leute sammelten sich in den Parks und auf den Plätzen. Starke Polizeikräfte mußten die Ruhe auf­recht erhalten. Die Telegraphen- und Fernsprechlei­tungen wurden teilweise unterbrochen. Mehrere Bauten, darunter die Türme der katholischen Kirche und das Gebäude des Obergerichts, wurden beschä­digt. Ein soeben in dem Obergericht eröffnetes Be-

rufungsverfahren über ein Todesurteil gegen den Terroristen M a j u m b a r mußte unterbrochen wer­den. Erst als das Erdbeben vorüber war, wurde die Sitzung wieder ausgenommen, worauf das Todes­urteil bestätigt wurde. Die Gebäude der Jmperial- bank und des Hauptpostamtes bekamen Riffe. Manche Häuser gerieten ins Wanken. Das Erdbeben brach aus wenige Sekunden nachdem der indische Vizekönig in Begleitung seiner Gemahlin auf dem Howah-Bahnhof eingetroffen war. Sie konnten je­doch ihre Reise ungestört sortsetzen. Auch in Bombay wurden leichte Erschütterungen verspürt. Bisher sind jedoch keine Todesfälle oder schwere Schäden aus Bombay gemeldet. Eine der schwersten Folgen war der Einsturz des Bahnhofsgebäudes in einem etwa 480 Kilometer von Jamalpur entfernten Ort. Unter den Getöteten befinden sich Frau und Kinder des englischen Direktors der Eifenbahnwerkstätte, die unter den Trümmern begraben wurden. Auch in Travancur in Südindien wurden zwei Frauen durch herabstürzendes Gestein getötet.

Noch keine endgültigen Berlustziffern.

Bombay, 16. Jan. (DNB.) Nach den hier ein­gegangenen Meldungen über das große Erdbeben spricht man von 2 5 Toten und mehr als 200 Verletzten. Man befürchtet jedoch, daß die tat­sächliche Zahl der Opfer bei weitem höher sein wird. Von der Katastrophe sind besonders die Städte Benares, Lucknew, Fatehpur, Jamalpur und Patna heimgesucht. In Patna sind 90 Personen ins Kran­kenhaus eingeliefert. Zahlreiche Tote liegen noch unter den Trümmern. In Gawnpur sind 3 0 0 H ä u - ser einge stürzt. 7000 andere Häuser bekamen Risse. In Kalkutta konnten mehrere Gefangene bei der durch das Erdbeben entstandenen Panik aus dem Gefängnis entkommen. Sie sprangen über das Gitter. Nur einem gelang die Flucht.

Goslar toiri) Sitz des Reichsnährstands.

OerGeneralstab des Bauerntums" zieht aufs Land

Berlin, 15. Januar. (DNB.) Die Führer des deutschen Bauerntums haben immer wieder darauf hingewiesen, daß derGeneralstab des Bauern- tumes" aufs Land gehöre. Man war nach die­sem grundsätzlichen Entschluß, den Reichsnährstand aus der Reichshauptstadt herauszunehmen, sich auch darüber im klaren, daß nur eine kleinere Stadt im Herzen des alten Reiches der sächsi­schen Kaiser in Frage kommen könne. Die Wahl ist auf Goslar gefallen, der Stadt, von der einst mit die stärksten Antriebe zur Kolonisation und Be­siedlung des deutschen Ostens ausgegangen sind. Die nationalsozialistische Bauernpolitik hat fid) ja eben­falls als eines ihrer wichtigsten Ziele die Stärkung und Befestigung des deutschen Bauerntumes im Osten des Reiches gesetzt. Der neue Standort der bäuerliche Selbstverwaltung beherbergt eindrucks­vollste Denkmäler der alten deutschen Geschichte. In Goslar steht die Kaiserpfalz, der größte erhaltene Profanbau romanischer Zeit. Der Stadt­kern ist noch fast unversehrt in der Form des 16. Jahrhunderts erhalten, die verschiedenen Kirchen stammen fast alle aus der Zeit der romanischen Kunstepoche. Die sächsischen und fränkischen Kaiser, vor allem Heinrich III. und Heinrich IV., hoben häufig in Goslar residiert. Wiederholt sind in Gos­lar von ihnen die großen Reichsversammlungen abgehalten worden Wann die Ueberfieblung des Reichsstandes nach Goslar vorgenommen wird, steht noch nicht fest. Für den sehr umfangreichen Organismus stehen keinerlei geeignete Räume in Goslar zur Verfügung, so daß neue Gebäude er­richtet werden müssen, ein Umstand, der auch für die Arbeitsbeschaffung nicht unwesentlich ist.

Oie Deutsche Landwirtschastögesettschast in den Reichsnährstand einqegliedert.

Berlin, 15. Jan. (DNB.) Im Zuge der vom Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft verordneten Eingliederung von Verbänden in den Reichsnährstand wird auch die Deutsche Landwirt- schaftsgesellschaft (DLG.) in den Reichsnährstand ein­gegliedert. Um keine Verzögerung in den Arbeiten oer Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft eintreten zu lassen, hat der Reichsbauernführer den Reichs­kommissar Kreisbauernsührer Freiherrn von

Kanne, mit der Durchführung der Eingliederung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft beauftragt. Die Vorbereitungen für die in diesem Jahr i n Erfurt stattfindende Wanderausstellung der DLG. erleiden durch die Neuorganisation keine Unterbrechung.

öle Kahne 0er Bauern ist das Hakenkreuzbanner.

Berlin, 15. Jan. (DNB.) Reichsbauernführer N. Walter Darrö hat folgende Anordnung an sämtliche Gliederungen des Reichsnährstandes er* lassen: Nachdem nunmehr die Einigung des deutschen Landvolkes im Reichsnährstand Tatsache geworden ist, ordne ich als Ausdruck dieser Tatsache und zum Zeichen unserer Verbundenheit mit der Bewegung Adolf Hitlers als desjenigen Mannes, dem das Landvolk seine endliche Einigung und wirtschaftliche Freiheit verdankt, an:

Soweit in den Untergliederungen des Reichsnähr­standes Fahnen oder fahnenähnliche Symbole gewünscht werden, dürfen diese nur die Fahne der deutschen Freiheitsbewegung, das Hakenkreuzbanner der NSDAP., fein. Als äußeres Zeichen der Zugehörigkeit zum Reichs­nährstand erhalten diese Fahnen die Fahnen- spitzedesReichsnährstandes. Damit wird das öffentliche Zeigen von anderen Fahnen oder Symbolen von feiten der Untergliederungen des Reichsnährstandes mit Wirkung vom 14. Januar 1934 hiermit verboten. Die alten Fahnen und Symbole der jetzt auf­gelösten oder emgeglieberten Verbände, ebenso wie die Kampffeldzeichen der Bauerner- Hebung bis zum Jahre 1933 werden vom Lan- desbauernführer in eine hierfür zu bestimmende und einzurichtende Ehrenhalle überführt.

Sechs Bauern wegen Ehrlosigkeit die Dauerntätigkeit aberkannt.

Berlin, 15. Jan. (DNB.) Der Landesbauern- fuhrer von Rheden (Hannover) hat in einem Vortrag davon Mitteilung gemacht, daß sechs Bauern der Provinz Hannover wegen Ehrlosigkeit die Bauerntätigkeit aberkannt worden ist. Ihnen!

wurde bas Verfügungsrecht über ihren H o f entzogen unb zum Teil der Frau für ihre Kinder übertragen.

Die Einkommensteuer­veranlagung für 1933.

Berlin, 15. Jan. (DdZ.) Der Reichsfinanz, minifter weist im Anschluß an das Gesetz über die Einkornrnennsteuer für 1933 darauf hin, daß d i e Veranlagung im wesentlichen bis zum 30. Sep. tember 1934 beendet sein muß. Die Vordrucke zur Abgabe der Steuererklärung sollen dem Steuer­pflichtigen sofort, spätestens bis zum 2 0. Ia- nuar 1934 zugesandt werden Die Steuer» pflichtigen sollen in geeigneter Form darauf hin- gewiesen werden, daß die Steuererklärungsfrist a m 15. Februar 1934 abläuft, und daß eine Verlängerung nur in ganz besonderen Ausnahme­fällen in Frage kommt. Soweit früher bereits un­ter Vorbehalt des Widerrufes Fristverlängerung ge­währt worden ist, muß geprüft werden, ob die Ver­hältnisse eine Verkürzung der Frist gestat­ten. Die Steuerpflichtigen, deren Steuerabschnitt vor dem 1. Oktober 1933 geendet hat, sind bereits im Kalenderjahr 1933 zur Abgabe einer Steuererklärung aufgefordert worden. Die Veranlagung dieser Steuerpflichtigen soll nach Mög­lichkeit beschleunigt werden. Gegenüber Vorstellun­gen von Buchstellen landwirtschaftlicher Verbände, daß Landwirten durch die Abgabe einer Steuererklärung noch im Jahre 1933 steuerliche Nachteile erwachsen könnten, betont der Reichsfinanzminister, daß diese Befürchtung u n begründet sei. Für die Frage, welcher Steuer­abschnitt bei landwirtschaftlichen Einkünften maß­gebend ist, gelten die Bestimmungen des Rund- erlöstes vom 3. März 1933. Nachteile, die sich dar­aus für nichtbuchführende Gewerbetreibende, die zugleich einen landwirtschaftlichen Betrieb besitzen, ergeben, können erst bei der allgemeinen Steuer­reform beseitigt werden.*

Der Reichsfinanzminister hat bestimmt, daß die ursprünglich nach dem Stande vom 1. Januar 1934 geplante neue Einheitsbewertung der Betriebsvermögen hinausgeschoben wird. Die Verordnung besagt, daß die nächste Hauptfeststellung der Einheitswerte für das Be­triebsvermögen nicht nach dem Stande vom Be­ginn des 1. Januar 1934, sondern nach dem Stande vom Beginn des 1. Januar 1935 statt­findet.

Verlängerung der Schutzmaßnahmen für Hauswirte.

Berlin, 15. Jan. (VdZ.) Infolge des durch die Notverordnung vom Dezember 1931 den Mie­tern gegebenen außerordentlichen Kün - digungs rechtes waren viele Hausbesitzer in Schwierigkeiten geraten, da sie infolge zahlreicher Kündigungen behindert wurden, fällig wer­dende Verbindlichkeiten, namentlich aus Hypotheken, zu erfüllen. Es wurde deshalb gleich­zeitig eine Regelung getroffen, wonach die beson­deren Rechtsfolgen, die wegen Nichtzahlung oder nicht rechtzeitiger Zahlung für den Hausbesitzer ein­treten würden, als nicht ein getreten gel­ten, wenn der Vermieter oder Verpächter ohne sein Verschulden an der Zahlung infolge Kündigung behindert wird. Diese Regelung, die am 15. Januar 1934 abgelaufen wäre, ist durch ein von der Reichsregierung beschlossenes Gesetz um ein halbes Jahr bis zum 15.Juli 19 3 4 verlän­gert worden.

Nie nächsten Aufgaben der NGVO.

Weimar, 14. Jan. (VDZ.) Auf der Weimarer Tagung der NSBO. wurden durch Staatsrat Pg. Schuhmann als die Aufgaben der NSBO. für 1934 folgende vier Gesichtspunkte festgestellt:

1. Erfassung jedes Betriebes für die NSBO. und damit auch für die NSDAP, als Trägerin des neuen Staates;

2. straffe Zusammenfassung der Mit­glieder,

3. Schulung und Führerauslese;

4. die NSBO. ist tragender Pfeiler der Deutschen Arbeitsfront.

Die im Lande vereinzelt aufgetauchten Gerüchte, als ob die NSBO. verschwinden werde, da sie nach Bildung der Deutschen Arbeitsfront überflüssig ge­worden fei, sind absolut unsinnig und durchaus falsch.

Als nächste Veranstaltung ist die für den 25. Ja­nuar vorgesehene Tagung der Verbandsjugend. I eiter zu erwähnen, die im Beisein des Führers der Deutschen Arbeitsfront Dr. L e y und des Ju- gendführers Baldur von Schirach im ehe­maligen Preußischen Landtag stattfindet.

Oer Führer in Lippe.

® * r I * n ' 15 3an. (DNB.) Bei seinem Besuch in Lippe hat der Führer Gelegenheit genommen, Öen Arbeitsdienst zu besichtigen. Arn Sonn- tagoormittag wurde durch den Staatssekretär Hier! das Stammlager B o e f i n g f e l ö eröff­net und dabei die Gedenktafel eingeweiht, in der feftgehalten wird, daß an der Stelle, an der heute öas Lager steht, der Führer vor einem Jahr d e u Wahlkampf in Lippe eröffnet hat. Nach­mittags beim Eintreffen in Lemgo besichtigte der Führer die Abteilung des Lagers Boesingfeld, nach, dem er vorher mit dem Staatssekretär Hierl einige Fragen des Arbeitsdienstes besprochen hatte.

Bevor am Sonntag die große Kundgebung in Lemgo stattfand, weilte der Führer kurze Zeit in dem kleinen lippischen Ort Schwanenberg. Unter dem Jubel der zusammengeströmten Volks- massen schritt der Führer die Reihe der begeisterten Menge ab. In Lemgo fiel dem Bürgermeister Gräfe die Ehre zu, im Namen der Städte Lemgo, Det- mold und Bad Salzuflen die Ehrenbürqer- Briefe dem Führer au überreichen. Die Stadt Horn verlieh dem Führer die Ehrenmitgliedschaft der Schlachtschwertierer, die bisher nur dem Reichs­präsidenten von Hindenburg übereignet worden ist.

Enthüllung einer Gedenktafel am Geburtshause Hermann GönngS.

Arn Geburtshaus des preußischen Ministerpräsi­denten Hermann Göring in der nach ihm be­nannten Göring-Straße in Rosenheim (Oberbayern) wehten am Sonntag die Fahnen des neuen Reiches. Alle Rosenheimer SA.-Einheiten bezogen mit der Blutfahne des SA.-Sturmes II/4 aus dem Jahre 1923 den Platz vor dem Haufe. Hunderte von Ro- senheimern wohnten dem schlichten aber eindrucks- vollen Akt bei. Kreisleiter Kern richtete an die Versammelten eine Ansprache, in der er darauf hinwies, daß in diesem Hause einer der treuesten Mitkämpfer des Führers geboren wurde. An die- ser Stätte gelobe er im Namen seiner Kameraden,