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184. Jahrgang

Eichener Anzeiger

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OerVölker-un-srat lädt Deutschland zurTeilnahme

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an den Genfer Beratungen über die Gaarfrage ein

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wieder nach Genf zu locken

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Hochverräterische Umtriebe der Saarseparatisten

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Infolge der fast 50 Prozent betragenden Ent»

gen Wirtschaftsangriff gegen sie und ihre alten Absatzräume vorzutragen. Fast kein Land der Erde blieb davon ausgenommen.

Der Zwang liegt in der jährlich fast um eine Million Köpfe sich vermehrenden Bevölke­rung und in der Absperrung klimatisch günstiger Länder gegen die Aufnahme des Nachwuchsüberschusses. Die Mittel bestehen in der Verarbeitung der Roh stosse, die im eige­nen Lande, oder aus denin Verryaltung genom­menen Festlandsgebieten" oder schließlich im Aus­tausch mit anderen Ländern gewonnen werden. Zu den ersteren gehört vorwiegend Seide, vom Festland kommen Kohle (6 bis 7 Milliarden Tonnen Mindest­vorrat), Eisen, Kupfer, Blei, Gold, Silber, Salz, Schwefel usw., sowie bedeutende landwirtschaftliche Rohstoffe, während vornehmlich Wolle, Baumwolle und Erdöl aus Fremdgebieten stammen. Eine sorg­sam aufgebaute chemische Industrie sorgt für weitere Beschaffung eigener Rohstoffe, die fehlen, wie z. B. des Stickstoffdüngers, um die Einfuhr nach Möglich­keit zu beschränken.

Unter starker Unterstützung des Staates sind die einzelnen Industriezweige entwickelt und verein­heitlicht, eine große Reihe von Außenhandelssach­verständigen bereist die Länder zur Aufspürung neuer Handelsmöglichkeiten, unterstützt von groß­zügigen Werbeeinrichtungen, und Prüfungsausschüsse überwachen die Güte der Ausfuhrwaren aller Art, die zunächst aus billigem Schund bestanden, aber immer mehr zu Qualitätserzeugnis»

würde sie lediglich Erwägungen über das ent­scheidende deutsche Interesse am Saargebiet an­stellen. Line Teilnahme an einer solchen neutra­len Kommission würde keineswegs die Wieder­aufnahme unserer Mitarbeit in Genf bedeuten.

Die Deutsche Zeitung bezeichnet die Gen­fer Einladung als französischen Köder. Deutschland sei weder in der Lage, einen der Saar nachteiligen Ratsbeschluß durch Stimmenthaltung zu sanktionieren, noch auch den in Genf vertretenen Mächten mit einem Nein die Möglichkeit zu geben, sich später hinter dieses Nein zu verstecken und zu sagen: Deutschland habe ja das Zustandekommen eines Saarbeschlusses verhindert, da alle Ratsbe­schlüsse einstimmig gefaßt werden müssen.

Diek r e u z z e i t u n g" weist darauf hin. daß besonders die Saardeutschen das »fair play des Völkerbundsregimet und seiner französischen Hintermänner täglich am eigenen Leibe spürten. Wir würden auch von Berlin aus auf das peinlichste beobachten können, ob die in Genf führenden Mächte bei ihrer Entscheidung das »fair play gelten lassen und die Verträge respektierten.

DerL o k a l a n z e i g e r" sagt, der Rat habe jetzt die beste Gelegenheit, den Beweis zu erbringen,

G l a d b a ch , 15. Ian. (DNB.) Im Anschluß an die Urteilsverkündung im G l a d b a ch e r 93 o l k s v e r - einsprozeß hatte der Polizeipräsident die In»

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3unft 26 der Tagesordnung erst in den letzten Sagen der Tagung stattfinden wird, der deutschen Regierung, wenn sie es wünschen sollte, in jedem Lall noch Zeit bleibt, sich hier vertreten zu lassen.

Der Präsident schlägt vor, die Erklärung des Ber- Ueters Frankreichs in das Sitzungsprotokoll auf- mnehmen und dieses durch den Generalsekretär der eutschen Regierung übermitteln zu Dssen. Gleichzeitig schlägt er vor, die Diskussion über iesen Punkt bis zum Ende der Woche zu v e r - a g e n.

Baron Aloisi (Italien) schlägt vor, ein Tele - ramm n ach Berlin zu schicken und den Sag der Debatte fe st zusetzen, sobald Me deutsche Antwort im Sekretariat einge- : angen sein wird.

Der Präsident ist der Meinung, daß man das Da- mm der Debatte unter Vorbehalt auf das Ende . ieser Woche sestsetzen und unter Umständen ab- : adern kann, sobald die deutsche Antwort eingetrof- aen ist.

Die Vorschläge des Präsidenten werden ange­nommen.

Oer Köder verfängt nicht.

Berlin, 16. Jan. (DRV. Funkspruch.) Die Reichsregierung hat eine Entscheidung über Ne Einladung des Völkerbundsrats zur Teilnahme cn den Saarverhandlungen noch nicht getrof- i e n. Wie die Morgenblätter jedoch übereinstimmend t erichten. dürfte die deutsche Antwort negativ -usfallen, da feit dem deutschen Austritt aus dem Völkerbund eine grundfähliche Aenderung in dessen paltung nicht eingetreten ist. durch die etwaige eutjche Teilnahme aber ein gefährlicher Vräzedenzfall geschaffen worden wäre. Die Reichsregierung hat keinen Anlaß, dem völ- !«rbund die Verantwortung für die Regelung der Saarfrage abzunehmen.

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Ausdruck gebracht, wie er die saarlandtsche Justiz­verwaltung gegen die deutschgesinnte Bevölkerung auszubauen gedenke.

Das deutsche Volk an der Saar muß gegen dieses dunkle Treiben der Hintermänner Frankreichs vor aller Welt schärfst en s protestieren. Es ist unglaublich, daß einige wenige Verbrecher das Schicksal eines Volkes von 800 000 Menschen auch nur im geringsten beeinflussen. Sind doch die mei­sten dieser Dunkelmänner, wie vor allem auch Matz Braun, n i ch t e i n m a l g e b o r e n e S a a r l a n - der undabstimmungsberechtigt. Cs wäre allerhöchste Zeit, daß der Völkerbund das schänd­liche Treiben solcher Elemente unterbinden wurde.

Landesverräterische Umtriebe Rechtanwatt ThormannS enthüllt.

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langen. Das allein wäre uns ein überzeugender Beweis. . o

DieSaarbrücker Landeszeitung" schreibt: So bedauerlich es auch an sich vom Stand­punkt des Saargebietes aus ist, daß bei den außer­ordentlich wichtigen Beratungen in Genf die Reichs­regierung nicht vertreten sein wird, so sehr sollten andererseits die übrigen Mächte Verständnis aufbringen für die grundsätzliche Hal­tung Deutschlands. Hätte man dem deutschen Stand­punkt in der Abrüstungsfrage mehr Rech­nung getragen, als es leider geschehen ist, so wäre die Sachlage heute eine andere. Daß sie nun so ver­fahren ist, daran sind schließlich in erster Linie die Mächte schuld, die Deutschland in der Ab­rüstungsfrage zum Austritt aus dem Völ­kerbund gezwungen haben.

Die nationalsozialistischeS a a r f r o n t" tritt für eine Ablehnung der Einladung durch Deutschland ein.

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schutzhaftnahme des Hauptverteidi­gers von Professor Dessauer angeordnet,I Infolge der fast 50 Prozent betragenden Ent» da eine Haussuchung stark belastendes Material wertung des Pen, der Verwendung neuester über landesoerräterische Umtriebe Dr. Maschinenarten, bei fehlender Belastung durch so- Thor manns zutage gefördert habe. Man hatte ziale Arbeiterfürsorge, und durch den vollen Ein- Stenogrammdlöcke gefunden, aus denen sich die engen satz der außerordentlich niedrig ent- Beziehungen zu dem Pazifisten Friedrich Wilhelm lohnten Arbeitskräfte werden auch Quali- r ft e r in Paris ergaben. Dr. Thormann hat zu- tätswaren zu erstaunlich billigen Prei- nächst engere Beziehungen zu Förster geleugnet. Als s e n hergestellt. (Ein japanischer Textilarbeiter z. B. man ihm aber die Übersetzungen der Briefe vorhielt, verdient 9 bis 10 Pf. je Stunde.) Männer, Frauen mußte er sie zugeben. Er betonte dabei, seine poli- und Kinder arbeiten bei gänzlicher Bedürsnislosig- tjschen Anschauungen hätten sich genau mit b e r feit 60 Stunden in der Woche, nach Möglichkeit offiziellen Politik der Zentrums- in Doppelschicht, bei zwei Feiertagen im Monat, partei gedeckt, und die damalige offizielle Zen- so daß an Lohnkosten auf die Fertigerzeugnisse nur trumspartei sei auchvon Professor Förster ein Bruchteil der europäischen entfällt.

in seiner ZeitschriftDie Zeit" voll und ganz und Die Erfolge zeigen sich in den ungeheuer­te r st ü tz t worden. Einem Kartellbruder in Oester- lichen Unterbietungen auf f a ft allen reich schrieb Dr. Thormann anfangs 1932 u. a.: Er Märkten und in fast allen Waren zu arbeite zur Zeit in einem Komitee, in dem auch aus- einem oft nur einen Bruchteil des deutschen be- geprägte kommuni st ische Intellektuelle tragenden Preise. Das uns benachbarte Holland vertreten sind, mit an der Bekämpfung d e s vergab an Japan einen großen Röhren a u f - drohenden Faschismus. trag anstatt an das rheinisch-westfälische Industrie-

_______ gebiet und kauft Glühbirnenzu einem unter den eigenen Herstellungskosten liegenden Preise.

Oie japanische Industrie stößt

nach Mitteleuropa vor. ÄnroaVÄ

Ein- Ausfuhrz-ntral- in Wien? W ab« natüdi^ md)t

Wien, 15. Ian. (DNB.) Die japanische Regie- japanische Waren aus zu Preisen, für die sie in rung hat die Absicht, eine japanische Aus- England nicht einmal herzustellen sind, geschweige fuhrzentrale für Mitteleuropa in denn zu verkaufen. Die Japaner haben jetzt in W i e n zu gründen. Das Institut soll von den ersten London eine Ausstellung ihrer W a - japanischen Ausfuhrfirmen finanziert werden und r e n eröffnet, die von Interessenten aller Länder die Unterstützung der amtlichen japanischen Stellen besucht wird. Hier findet man Waren, die als eng- genießen. Die Presse weist darauf hin, daß es sich (ische Produkte das vier- bis fünffache von dein hierbei um ein für den mitteleuropäischen Wirt- kosten würden, was die Japaner dafür fordern. Es schaftsraum höchst bedeutungsvolles Ereignis Han- handelt sich dabei, wie Fachleute berichten, keines» dele. Das japanische Dumping mache sich wegs um billige Artikel, sogenannte Stapelware, bereits in Mitteleuropa fühlbar. Die japanische In- sondern die japanische Industrie verfolgt sichtbar dustrie biete ihre Waren zu Preisen an, mit denen das Bestreben, den Anreiz, den der billige Preis die mitteleuropäische Produktion nicht konkur- an und für sich schon bietet, durch Qualität noch zu rieren könne. Auf dem Balkan und d e r verstärken. Nun die Preise. Für ein Dutzend Her- Tschechoslowakei mache sich die japanische rensocken in mittlerer Qualität werden 2,6 Schil- Konkurrenz bereits deutlich bemerkbar. ling verlangt, daß sind nach deutscher Währung

i rund 2 Mark, schlechtere Socken findet man für

Saarbrücken, 16. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die Saarbrücker Morgenblätter lehnen die Ein­ladung des Völkerbundsrates an Deutschland nach­drücklichst ab. Die Saarbrücker Zeitung schreibt: Man soll in Genf nicht erwarten, daß die Bevölkerung in der Annahme des französischen Vorschlages durch den Rat schon einen Beweis für die Loyalität des Völkerbundes in der Saarfrage sieht. Diesen Optimismus verbieten uns die Erfah­rungen gerade der letzten Zeit. Uns ist längst jedes Vertrauen zum Völkerbund zer­stört, und wenn es wiederkehren soll, dann muß man uns zunächst beweisen, daß wir Grund dazu haben. Eine unverbindliche Einladung beweist uns nichts. Der einzige unverbind­liche Beweis wäre gerade dadurch zu führen, daß man in Genf ohne Teilnahme Deutschlands die Be­ratungen fo führt, und solche Beschlüsse saht, wie es Objektivität und Loyalität ver-

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Genf, 15. Jan. (DNB.) Das Dölkerbunds- ekretariat gibt folgendes Kommunigue be­gannt:

Der Rat hat im Verlauf feiner Geheimsitzung :eute Vormittag beschlossen, der deutschen Re- . i e r u n g .durch Vermittlung des deutschen Kan­als in Genf folgenden Auszug aus dem Protokoll feiner heutigen Sitzung zu übermitteln, der sich mit der Besprechung des Punk­ts 26 feiner Tagesordnung befaßt: Saargebiet, orbereitenbe Maßnahmen, die im Hinblick auf die Solfsabftimmung zu treffen find.

Mafsigli (Frankreich) erinnert daran, daß i nter Nummer 26 der Tagesordnung die Frage der vorbereitenden Maßnahmen für die Saarabstim- nung enthalten ist. Aus Gründen, für die der Rat : icht verantwortlich ist, bleibt der Sitz desdeut - ichen Delegierten imRat in diesem Augen- Itlick leer. Da Deutschland noch für zwei Jahre Nitglied des Völkerbundsrates ist, sendet das Sekre- □riat regelmäßig die Dokumente, die den Rat be- Iceffen, nach Berlin. Die deutsche Regierung ist also darüber unterrichtet, daß diese Diskussion über die 'Volksabstimmung im Saargebiet vor dem Rat jrattfinöen wird. Die französische Regie- i u n g, in Berücksichtigung der Bedeutung, die sie ben späteren Erwägungen über diese Frage beimißt, hätte lebhaft gewünscht, daß die deutsche Regierung ! hre Aufmerksamkeit ausdrücklich auf die Tatsache i »richtet hätte, daß die Debatte über diesen Punkt während dieser Ratstagung ftattfinben wird. Aus Gründen der Loyalität und des fair play, welche He Mitglieder des Rats ohne Zweifel billigen wer­den, wünscht die französische Regierung, daß die Aufmerksamkeit der deutschen Regierung auf d i e - ^en Punkt der Tagesordnung gelenkt - Diri) und daß, da die Diskussion über diesen

§ 5

Saarbrücken, 15. Jan. (DNB.) Je näher die Behandlung der Saarfrage im Völkerbundsrat heranrückt, umso emsiger wird bas Treiben ber saarländisch-separatistischen und auto- n o m i st i s ch e n F r e u n d e. Die Gegner des deut- chen Gedankens haben schon drei D e n k s ch r i f - t e n verschiedener Gruppen und Kreise nach Genf gesandt, ohne auch nur den geringsten Bruchteil der Bevölkerung hinter sich zu haben. Der Separatist und Führer der Sozialdemokraten im (Saargebiet Matz Braun hat in den letzten Wochen sowohl in Genf als in Paris und London Vor­stöße im Sinne d e s separatistischen Ge­dankens unternommen. Die Separatisten wollen einmal in Genf erreichen, daß die S a a r a b ft i m= mung, die nach dem Versailler Vertrag spätestens im Januar 1935 erfolgen muß, auf mehrere Jahre verschoben wird. Zum anderen sollen verschiedene Mitglieder der Saarre- g i e r u n g, die den Separatisten nicht aktiv genug gegen die deutsche Saarbevol- f erung vorgehen, entfernt werden. An Deren Stelle soll in ' erster Linie der marxistische Rechts-

- ~ ~ : aus Saarbrücken treten.

Das Echo im Saargebiei.

Kein hinlängliche,- Vertrauensbeweis für die Objektivität des Völkerbundes.

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Wenn die Preise niedrig sind, dann freut sich der Konsument. Die Freude des Herstellers von Waren an niedrigen Preisen ist verständlicherweise be= deutend geringer, namentlich dann, wenn die Preise sich einem Punkt nähern, wo sie die Kosten nicht (Süittiüficic uttö entschiedene Ablehnung bes Versuchs, Deutschlunb burch bie Hintertür ^^rgreeubeen'be95n ^erbrau^ers ber Waren am nu» ö 1 1 . - brigen Preis in bitteres Leib. Denn auch sein Da­

sein hängt bavon ab, baß bie Warenpreise einen Verbienst abwerfen. Unmittelbar ober mittelbar ist .,. , , , jeber einzelner Volksgenosse an erzielten Verbien-

daß er zu einer wirklichen neutralen |ten jateressiert unb bavon abhängig. Was es be- Entfcheibung in ber Saarfrage fähig fei, in- tz^tet, durch Preisunterbietungen erschüttert zu bem er zunächst einmal g eg e n. b l e u u m o g - werben, bas bekommen jetzt bie europäischen Jnbu- lichen Zu st änbe einschreite, bie sich m ^rielänber unb Amerika burch bie japanische biesem, ihm burch bas Versailler Diktat anvertrauten Konkurrenz zu spüren.

Lanb entwickelt hätten. 953er um bie Jahrhunbertwenbe darauf hinwies.

DieGermania erklärt es liege jetzt an ber ba5 Dolk ber Japaner feit 800 Jahren in Gegenseite, ben Beweis für bie immer roieber für Volksschulen erzogen war, baß basPreußen bes sich in Anspruch genommene Neutralität unbOb- ästens" mit zähem Willen unb roeitblirfenber Vor- jektivität zu erbringen. DleV o s s i s ch e Z ei- Ausschau ben machtpolitischen Plan verfolge, bie tun g" äußert, es liege nicht m ber oeutschen Ab- Rohstoffe bes benachbarten Festlanbes ber Ver­ficht, bem Völkerbunb feine schwerwiegende Derant- orbeitung burch seine fleißige unb bebürfnislofe wortung burch Rückkehr an ben Natstisch zu er- Bevölkerung zuzuführen, wurde mitleidig belächelt, leichtern. DieD A Z. sagt, der Völkerbund sei ^Ille Kulturstaaten gaben ben Sendlingen bes lern» nach ben Bestimmungen bes Versailler Diktats Der begierigen, raumhungrigen unb entsagungsstarken Treuhänber des Saargebietes, und es Hege an roiUig Gelegenheit, alle ihre in Jahrhunder- ihm, dieser Aufgabe gemäß zu verfahren. Eine gewonnenen Erkenntnisse in Wissenschaft und

deutsche Mitwirkung sei dabei keineswegs erforber- Technik, in Organisation unb Betrieb, Verkehr und lich. Wenn der Völkerbund eine aus neutra- Absatz, Kriegsausrüstung und Waffengebrauch, kurz len Persönlichkeiten z u f ।a m m e n g e | e Q = au| a[(en Gebieten des Lebens, mühelos zu über- te Abstimmungskommis f i o n ernennt, Dann nehmen, zu stapeln, zu ordnen und auf die eigenen schafft er damit auch die notwendige Voraussetzung Verhältnisse umzuformen.

für eine ruhige Vorbereitung der Abstimmung selbst. Nachdem Japan in kühnen Kriegen die Erweite» Wird er dieser selbstverständlichen Verpflichtung rung be5 noch nicht völlig ausgenutzten Sinnen» nicht gerecht, bann wird Deutschland, gestutzt auf ^aurns durch den Sprung auf das Fest - die klaren vertraglichen Verpflichtungen, zur rechten h a n b unb durch die Nutzbarmachung der reichen Zeit feine Stimme erheben. hier befindlichen Rohstoffquellen geglückt war,

benutzte es nach sorgsamer Vorbereitung den gün­stigsten Augenblick des allgemeinen Niederbruchs der alten Industrieländer, um einen gewalti-

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Ur. 15 Erster Blatt 184. Jahrgang Dienstag, 16. Januar 1934

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infolge höherer Gewalt nützige Anzeigen sowie em»

===S General-Anzeiger iir Gberhessen

achten Anzeiger Gießen Vereins- u.Tageskalektder

zraniMm'main 1168° Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Steindruckerei«.Lange in Sichen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7 im T-xtt-il 12 Rpf. j- mm

Auch Öie berliner Presse lehnt die Genfer Uufforberung einmütig ab. DerD ö l k i s ch e Beo­bachter" sagt, Deutschland hat keinen Anlaß, tii *

üurch einen Präzedenzfall der gegnerischen Propa-, anwalt Dr. Sender --------

canba das Argument in die Hand zu spielen, daß Sender hat schon in mehreren marxistischen Kund- roir unseren Schritt vom 14. Oktober v 3s. be» acbungcn, bie im Gegensatz zu den deutschen Veran- ü.auern. Er war notwendig un d f o l gen ch - ita(tunqen von der Saarregierung erlaubt sind, zum i i a Genf ist eine Institution des Versailler Diktates -.....-

mnb bittere Erfahrungen haben bewiesen, baß bort iieine Politik getrieben wirb, bie bem ^rieben, der Ehre und der Gleichberechtigung entspricht.

Das Genfer Rumpfparlament hat aber jet$t diebesteGelegenheit.zu beweisen, daß die Herren gewillt find, loyal, sauber und anständig eine Sache zur Erledigung zu bringen, von der die ganze Welt weih, daß die Entscheidung hundertprozentig zugunsten Deutsch- tands ausfallen wird. Eine andere Situation würde eintreten, falls vom Völkerbunde der Be­schluß gefaßt wird, eine Sachverständi­ge n - A b st i m m u n g s k o m m i ff i o n ein­zusehen, an der sich ebenfalls französische Sach­verständige beteiligen würden. Falls dann die Reichsregierung die Frage einer Beteili­gung an einer solchen Abst im­mun g s k o m m i s s i o n prüfen wird, jo

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