Samstag, 15. Dezember 1934
1295 Erstes Blatt
184. Jahrgang
Partei - Staat
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antwortungsbewußt und ernst Lenker und Steuer-
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Xag ehrenamtlich im Dienste des Winter- hilsswerkes des deutschen Volkes. Heber den Erfolg
!gewissen, daß uns dies nicht in den Schoß g ey 11len ist. Wir haben es uns verdienen müiifii und verdient durch das Werk der inne» leit» Aufrichtung, das wir an uns vollzog« ^aben und durch die Solidarität, zu der wir un:i5!(i'aufarbeiteten. Indem wir uns selbst h a l- f e in :aben wir die Umwelt überzeugt, daß wir nick H f erben können. Aber es kommt noch auf et- wans anderes an. Deutschland vertrat in der Saar« franq: non vornherein eine gerechte Sache, aber es irrat sie nicht allein mit Festigkeit, fon* bertnaud) mit Klugheit und Mäßigung. Al-!i Fankreich Miene machte, die Kriegsmaschine nnffliLdhbeln, nahm ein rascher Entschluß zweifels- fretic Friedensbereitschaft dem Gegner die Dor-
Das Ergebnis des „Tages der Rationalen Solidarität".
Berlin, 14. Dez. (DNB.) Das Reichspropagandaministerium teilt mit:
Das Ergebnis des „Tages der nationalen Solidarität" liegt nunmehr abgeschlossen vor. Von überall her sind im Laufe dieser Woche noch Spenden eingegangen, so daß sich das endgültige Ergebnis auf 3 874 834.16 Mark [teilt. Dies ist ein Erfolg, der seinesgleichen sucht. Mit Stolz und Freude kann das deutsche Volk auf diese Leistung blicken. Opfergeist und Solidaritätsgefühl haben eine Schlacht gewinnen helfen. Die Kameradschaft des ganzen deutschen Volkes ist durch die Tat erhärtet worden. Tausende führender Persönlichkeiten hatten sich an diesem Tage in den Dienst der großen Sache als
Die Frage des Verhältnisses zwischen Staat und Partei ist an sich überhaupt keine Frage, da die Männer der Partei und die des Staates meistenteils dieselben sind. Die starken Potenzen der Partei sind in den Staat dirigiert worden, um ihn zu befehligen. Das macht'die Partei nicht überflüssig, sondern gibt ihr erst den eigentlichen Wert. Sie ist ja unser O r - den, aus dem die künftigen Führer des Staates hervorgehen. Es wäre also Wahnsinn, die Partei oder einzelne Gliederungen aufzulösen, wie es ebenso Unsinn wäre, in einem rein katholischen Land die katholische Kirche aufzulösen, weil es dort ja nur Katholiken gäbe. Die Partei sorgt nicht nur dafür, daß alle Volksgenossen Nationalsozialisten sind, sondern auch, daß sie für alle Zukunft Nationalsozialisten bleiben. (Stürmische Zustimmung.) Da wir unsere Kraft aus der Partei schöpfen und sie dann für den Staat einsetzen, fühlen wir uns selbst zunächst als Parteigenossen und dann als Staatsmänner. Die Partei gibt uns Menschen, mit denen wir führen, und der Staat gibt uns die Mittel, die wir zur Führung der Menschen ansetzen. Diese Mittel sind zwar tot, wir können sie aber eben durch die Menschen verlebendigen. Es darf auch außerhalb der Partei keinen zweiten politischen Willensfaktor geben.
Partei und Wehrmacht sind die beiden Sauten, auf denen der Staat ruht. Ebenso wie die Partei eifersüchtig darüber wacht, daß niemand außerhalb von ihr Politik macht, ebenso muß die Wehrmacht eifersüchtig daraus achten, daß niemand außer ihr selbst die Waffen führt. Es ist kindisch und lächerlich, wenn das Emigrantentum aus der Tatsache, daß sich die
wände aus der Hand. Die Wirkung war sofort spürbar. Sie förderte den Gang der Verhandlungen in Rom und erlaubte Frankreich, nun auch seinerseits jene Geste der Friedfertigkeit zu machen, die die öffentliche Meinung der Welt dringend von ihm wünschte.
Es hat so den Anschein, daß nach zwanzig Jahren zum ersten Mal wieder der Gei st des Friedens auf den festlichen Wochen des Dezember liegt. Es ist die höchste Zeit, denn die Erinnerung an den Krieg verblaßt langsam. Deshalb tun die, die seinen Schrecken kennen, gut, daß sie sich jetzt in Bewegung setzen, um sich zu verständigen und Widerstrebende zur Verständigung zu zwingen. Dies wird die große Aufgabe sein, wenn nach der Entspannung, der wir uns jetzt erfreuen, in der Behandlung der anderen drängenden Fragen, der Abrüstung, des Ostpakts, der Mitgliedschaft im Völkerbund, neue Spannungen entstehen werden.
Go kann es nichtweiier gehen!
Ein ernstes Wort an alte Kraftfahrer!
Berlin, 14. Dez. (DNB.) Der K o r p s f ü h - rer des NSKK., Obergruppenführer Hühnlein, erläßt, wie die NSK. berichtet, an die deutschen Kraftfahrer folgenden Aufruf:
Kein Tag vergeht, ohne daß die Presse nicht über Kraftfahrzeugunfälle schwerster Art zu berichten weiß. Nebel, Rutschasphalt und glatte Landstraßen erfordern eben mehr, als das „Auch- Fahren-Können" des den Führerschein besitzenden Anfängers. Ein Kraftfahrzeug zu fuhren ist eine ernste und im Sinne der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft doppelt verantwortungsvolle Aufgabe. Nur der Fahrer wird ihr gerecht werden können, der durch die Praxis gelernt hat, Lenker oder Steuerrad auch im
Beifall.) 2UH der vollkommenen Machtübernahme begann bann die Evolution.
Wir haben den echt deutschen Zug, der geradezu ein Erbübel ist, verspürt, die großen Erfolge über den kleinen Nachteilen und Miß- st ä nd e n, die diese Erfolge mit sich bringen, z u vergessen. Wir lassen es nicht zu, daß man von der Vergangenheit alles sieht, was gut war, um gleichzeitig an der Gegenwart nur alles das zu sehen, was schlecht ist. Das ist unfair, und wir stellen dem die Wahrheit und die Durchschlagskraft der Tatsachen gegenüber. Man sagt z. B., auch der nationalsozialistische Staat nehme ja hohe Steuern. Ja, aber es kommt darauf an, was die Regierung mit dem, was sie einnimmt, anfängt! (Stürmischer Beifall.) Haben unsere Vorgänger ihre Einnahmen vergeudet und vertan, so haben wir damit die Arbeit angekurbelt und die Organisation des Arbeitsdienstes aufgebaut! (Erneuter Beifall.) Wir überlassen dem deutschen Volk das Urteil darüber, was es für dienlicher hält. Wir haben jetzt zweimal ein Winterhilfswerk organisiert: es ist festzustellen, daß die Meckerer dieses Werk im vorigen Jahr noch als eine grandiose Leistung betrachteten. Diesmal nehmen sie es schon als eine Selbstverständlichkeit hin und fragen nur, warum nicht noch mehr geleistet wird. Es hat sich also nicht unsere Art geändert, sondern die
Wehrmacht als Armee nach eigenem Willen aus dem politischen Diskussionsstoff des Alltages heraushält. Spekulationen über ein konträres Verhältnis zwischen Wehrmacht und Hafionat- soziatismus herzuteiten versucht. Die Wehrmacht hat mit Begeisterung dem Führer nicht nur für sein Regime, sondern auch für seine Person den Treueid abgelegt. Zwischen den Politikern und den Soldaten des Dritten Reiches besteht nicht nur Kameradschaft, sondern ein tiefes und herzliches freun dschafttichesverhättnis. Armee, Staat, Partei und Volk find heute ein untrennbares Ganzes; sie können nicht mehr voneinander geschieden werden.
Der Minister legte am Schluß seiner Rede das Bekenntnis zur deutschen Friedensbereitschaft ab und unterstrich die deutsche Forderung nach Gleichberechtigung, von der alle Völker einen Vorteil hätten. Wir sind keine Radaumacher und keine nationalistischen Chauvinisten, sondern Freunde unseres Volkes und können nicht schweigend Zusehen, daß man durch die Hetze einer ausländischen Rüstungspresse einen ganzen Erdteil in einen neuen Krieg hineinzureden versucht. Es ist kein Zufall, daß die Frontsoldaten sich überall der Frage der Verständigung der Völker annehmen.
Abschließend gedachte Reichsminister Dr. Goebbels, während sich die im Saal versammelten Parteigenossen von den Plätzen erhoben, des Führers und der großen Verantwortung, die er mit Kraft und Liebe zum Volk für uns alle trägt. Ihm dienend, rief Dr. Goebbels aus, wollen wir auch dein künftigen Jahr mit Zuversicht, Vertrauen und Hoffnung entgegengehen nach der Parole: Führer, befiehl, wir folgen!
Advent der Politik.
Or zwanzig Jahren! Das erste Weih- n m dti5 f e ft im Kriege naht. Als das feld- nu Millionenheer im August hinausgezogen war, im es, Weihnachten find wir wieder zu ) 1 il e. Bei Mutter, Frau und Kind, im fried- ichei Beruf. Einen schweren, aber kurzen Waffen- cm hatten die politischen und wirtschaftlichen
Ein Zahl des Aufbaus im nationalsozialistischen Staat.
Dr. Goebbels zieht in einer großen Gportpalast-Rede die Bilanz des Jahres 1934
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
ALen! dem Sturmbefehl ihrer Führer nicht ge- l)DMdM sondern nach Hause gehen. Aber die oe- laaipil Festung Deutschland, in der Hunger und 93»ha umgehen, ist keine Stätte religiöser Er- I)eund menschlicher Gefühle. Das fünfte Weih- naihlSLst seit dem Ausbruch des Krieges ist fast nouh chlimmer, als jene ersten drei, über denen me:mo:ien5 der große Sinn des gemeinsamen Opfers füjö hnd und Heimat stand.---
Ü biJOer die Hoffnung: das nächste Jahr! Aber n t» i) lange wird Deutschlands Kindern keine WLihLchten beschieden sein, wie sie sie aus den Errungen der Eltern und aus Liedern ersehnen. 19:19.20. 21. Unter dem Zahlenrausch der wachsendem f I a t i o n lauert die Not und die Vernich- turn g :«s kleinen, noch verbliebenen Wohlstands. Die Gkimlheit des bevorstehenden Ruhreinmar- fckic lähmt alle aufsteigende Lebensfreude. Die nü.i'fjtrne Umrechnung der Währungsstabilisierung laß ft sen meisten gerade so viel, um das Dasein zu: frften. Die Weihnachtstage werden fast schon traiöinonett zu Krisen in Regierung und P lliroa ment. Langsam steigt vor der Jugend das (Bdlfpciift aussichtsloser Zukunft auf. „Es gibt zwanzig, Mionen Deutsche zu viel", hat Clemenceau ge| q Was wird aus mir werden, fragen die ytüücnten in den Hörsälen und die aus der Schule uttiC ündheit Entlassenen. Aus dem verarmten ßcurl, strömen die Menschen in Massen in die Gkwiäöte, die unter der Last der zunehmenden ArM -losigkeit moralisch und finanziell zusammen- b0ieu. Jeder Winter ist ein Schrecken. Rvltü und ohnmächtig begnügen sich die Reüc: mden damit, wieder einmal festzustellen,
gerieten und Statistiker aller Länder voraus- . Jetzt liegen die Armeen nach ruhmreichen : egn, aber ohne d i e große Entschei- b Oll, in den nassen Gräben Flanderns, teilen mitt !sn Ratten die sumpfigen Unterstände in der Swmnenieberung, richten sich in den klingenden Kmklihlen der Champagne ein, leben wie Biber ini du Wäldern der Ardennen und Vogesen und w jirtn in den weiten Ebenen des Ostens bang auf bei russischen Winter, der schon die ersten Schneesti Irn. vorausschickt. Sie und die Heimat wissen es jetzt, sas Weihnachtsfest wird nicht so sein wie sonst, «enüs ist kein „Friedenaus Erde n". Wie la tiguwird es noch währen? Niemand ahnt es, daß noch »reimal die immer neue Hoffnung enttäuscht «Ad! baß noch dreimal das deutsche Familienfest dup^iSehnsucht, Trauer und Tod überschattet werde Oi iird.---
] Bii? r Jahre später. Die Waffen sind nieber- ge jec die Heere in die Heimat zurückgekehrt. Aber Äslistkein Frieden, weder außen, noch innen.
U rhlber Selbstzerfleischuna kämpfen Deutsche q lifliin Deutsche. Wird Spartakus
DNB. Berlin, 15. Dez. Bereits Stunden vor Beginn der (Bautagung am Freitag begann der Anmarsch der Massen aus allen Berliner Stadtteilen zum Sportpalast. Don den Wänden und Rängen der riesigen Halle grüßten die Banner der Bewe- aung. Gegen 20 Uhr marschiert eine Abteilung des Arbeitsdienstes mit Fahnen und geschulterten Spaten in den Raum. Wenige Minuten vor 20.30 Uhr erscheint der Berliner (Bauleiter, Pg. Dr. Goebbels, von stürmischem Beifall empfangen.
Dr. Goebbels •
betonte, daß es einem alten Brauch der Berliner Bewegung entspreche, wenn sie sich am Ende eines Jahres zu einem (Bautag zusammenfinde, um Rück- chau zu halten auf die vergangenen zwölf Monate.. Ein verlorener Krieg und eine verlorene Revolution, dazu die furchtbaren wirtschaftlichen, sozialen und völkischen Folgen erfordern von uns eine ganz besondere Disziplin in der Erfassung unserer nationalpolitischen Probleme und Aufgaben. Es konnte uns auch nur damit möglich fein, die Schicksalsproben der vergangenen Zeit an Ende auch zu be- tehen, denn es war eine Schicksalsprüfung, mit der wir erweisen mußten und konnten, daß wir durch persönliche Erfahrung zum Letzten gereift sind. Konnte man im vorigen Jahr den Heroismus in Kämpfe und Vormärschen zeigen, so muhte in diesem Jahr der Heroismus in einem entsagungsvollen Sichhingeben an d i e Aufgaben des Alltags gezeigt werden. Das ist derselbe Unterschied, der zwischen den Taten des Kriegsjahres 1914 und denen der letzten Kriegsjahre' besteht. Niemand wird die Soldaten in den Schützengräben der Champagne als weniger mutig und männlich bezeichnen wollen als etwa jene Kriegsfreiwilligen, die bei Langemarck mit dem Deutschlandliede dem Feinde entgegenstürmten. Nur fordert das ent- agungsvolle Opfer des Heroismus mehr Charakterstärke. Im Vormarsch kämpfend kann der Soldat nicht nur Taten vollbringen, sondern eine Taten werden auch mit Ruhm umkränzt. Im Schützengraben kämpfend aber muß er Heroismus beweisen, ohne daß das Auge des Laien das ruhmvolle Verhalten ohne weiteres erkennt.
War das Jahr 1933 das Jahr der Offensive, so war 1934 das Jahr der Behauptung und des Ausbaues. Es ist uns auch in diesem Jahr keine Enttäuschung menschlicher und sachlicher Art erspart geblieben. Daß die Bewegung sich trotzdem behauptete und ihren Weg sortsehte nach dem Gesetz, nach dem sie angetreten war, ist ein Beweis dasür, daß sie auch in Zukunft, früher oder später, Krisen und Bedrohungen überwinden wird. Es war, innenpolitisch gesehen, unsere primärste Pflicht, die Revolution als Revolution zu beenden. Das ist manchem alten „Revo- luzzer" — und ich kann das auch verstehen — nicht so ganz recht gewesen. Aber schließlich sind ja Revolutionen immer nur Mittel zum Zweck. Wir haben eine Revolution gemacht, um an die Macht zu kommen, weil damit allein Deutschland zur Freiheit und zur inneren und äußeren Ehre kommen konnte. (Stürmischer
Art, in der ein allerdings verschwindender Teil des Volkes auf unsere Arbeit reagiert. Gewiß hatten wir auch Sorgen und Nöte im vergangenen Jahr. Es gab vieles zu ändern, zu klären, zu arbeiten. Aber auch die kleinste Kleinarbeit lohnt sich, gilt es doch eine Bewegung damit zu fördern, die Deutschland beherrscht.
Dr. Goebbels kam dann noch einmal auf den Kirchenkonflikt zu sprechen, den er schon in Trier behandelt hatte. Ich habe in meiner Trierer Rede darauf hingewiesen, so betonte Dr. Goebbels, daß in der Vergangenheit eine andere Praxis geübt worden ist als heute. Ich habe nicht festzustellen versucht, daß die katholischen Kirchenfürslen sich nicht gegen den Atheismus gewandt hätten, sondern nur, daß sie sich nicht gegen die Partei gewandt haben, ’ die die Ursache dessen war. Das ist ein kleiner Unterschied von sehr großem Belang. Mich interessiert, was die, die uns heute Heidentum vorwerfen, damals gegen Sozialdemokratie und Zentrum getan haben. Und da wird die Ernte sehr mager und dünn ausfallen, denn ich kann mich nicht erinnern, daß irgendwo in diesen Reihen ein flammendes Protestwort gegen diese Parteien erhoben worden wäre.
der Sammlung führender Persönlichkeiten vergesse daher niemand die Leistungen dieser unbekannten Helfer, die still und treu ihre freiwillig übernommene Pflicht erfüllen. Ohne i hr e Arbeit, ohne ihren Idealismus wäre das Winterhilfswerk des deutschen Volkes überhaupt nicht durchzuführen. Gerade ihnen gebührt daher auch zu dieser Stunde, da das endgültige Ergebnis des „Tages der nationalen Solidarität" bekanntgegeben wird, unser Dank. Schon immer hieß die Devise des Nationalsozialismus „Aus dem Volke für das Volk". Dieser Leitspruch hat am „Tage der nationalen Solidarität" seine glänzende Bestätigung gefunden. Solange Deutschland unter diesem Gedanken marschiert, wird es niemals, auch vor der größten Schwierigkeit nicht, zu kapitulieren brauchen. So wollen wir auf diesem Wege und in diesem Geiste weitergehen, Volk y Regierung in treuer Kameradschaft.
des Unfalls beste Wegbereiter. Wer nach durch- zechter Nacht das Steuer des sonst vom Berufsschofför gefahrenen Wagens selbst ergreift, um — und wie oft ist dies der Fall — nur vor dem anderen Geschlecht mit seinen Fahrkünsten zu prahlen, beweistt damit nicht etwa seine Forschheit, sondern einzig und allein sein mangelndes Verantwortungsgefühl. Beispiele dieser Art gibt es ohne Zahl. Auch das Ueberholen um jeden Preis gehört ebenso zu diesen Grundübeln, wie die Rücksichtslosigkeit der fehlenden Hilfsbereitschaft gegenüber anderen Wegebenutzern. Undisziplinierte Kraftfahrer sind die Schrittmacher für eine Wiederverschärfung der Verkehrsgesetze und die Saboteure des Fortschritts. Sie durch Euer Vorbild zu erziehen ober, wo dies Not tut, ihnen Gelegenheit zu einer Belehrung durch die Polizei zu geben, liegt an Euch, Ihr Kraftfahrer, die Ihr ver-
Augenblicke der Gefahr in jeder unvorhergesehenen Situation zu meistern. Unerfahrenheit, Leichtsinn, Alkohol und Renommiersucht sind meip
das!ß„i dieser Winter der schwerste sein werde, den nuM uu überstehen habe". Die Hoffnung auf die Läüstu. der „Weltwirtschaftskrise" ist die einzige (Ba!tti,Ii)ie sie dem Volke auf den Weihnachtstisch zu leg sti mben. Weihnachten 32 ist die Höhe des Elends
;ch... Deutschland steht vor der bolsche- stschen Revolution, wenn es nicht in letz il Stunde die Kraft findet, sich selbst zu helfen.
(k;Ihat die Kraft in sich gefunden, ab$M s och liegen die zwanzig vergangenen sreub- lofi-ti diafjre schwer auf Körper und Seele. Auch in diefkjVanzigste Weihnachtszeit sind wir bedrückt von Sair:eiunb umringt von Gefahren gegangen. Noch doi? n-nigen Tagen lag der Druck drohender außen- pomfcier Verwicklungen auf der Welt und vor all,irr:iuf Deutschland. Wer hätte mit frohem Herzen» Kerzen des Tannenbaumes anzünden kön- neiri,!i2nn er fürchten mußte, daß die bevorstehende Erhscheidung über das Schicksal des Shuilandes nach dem Willen eines übermächtig,^ Gegners auch d i e Entscheidung über K m ie,g und Frieden mitenthalten werde? Mist dl-m ersten Adventssonntag ist der Welt und UWE Nieder Hoffnung gegeben. Die Worte 93eirilmung, Frieden und Gerechtigkeit haben wieder KllLgibekommen. Ein sichtbares und vernehmliches Aüii'Tien beflügelt die Vorbereitungen zu dem Feist Ms allzulange nicht mehr das schönste^ der Ch.shmheit gewesen ist.
v*..r Sommlpr gestellt. Hunderttausende von
rab zu führen wißt. So wie bisher kann es nicht unbekannten Helfern arbeiten lag für
Krüger und Dr. Boltz (Tierärztliche Hochschule n, Berlin), Dr. vom Ende, Dr. Loos und Dr. ist IP u p p (Technische Hochschule Berlin).
a i|gnn Deutsche. Wird Spartakus Sieger vllioi? Diese bange Frage füllt die Wochen und IcAkDor Weihnachten. Wird Deutschland in Verra rib Chaos untergehen ober bie erwachenbe Pclsinuna aus Schmach und Schande zu einer ne vei. Ordnung führen? Als das erste Weihnachts- fesf (ine Krieg anbricht, liegen sich in der Reichs- i)aiip;:abt die verwilderten Truppen der bolschewi- stischc Revolution und die schnell zusammengerafftem hste soldatischer Treue und Zucht gegenüber. Diiü Mahnung des Tages ist zwar so stark, daß seUsslLie verhetzten roten Matrosen am Heiligen
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ontags und Feiertags ▼ für bie Mittagsnummer
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lichm: Anzeiger Gießen V w I • II gen, Bäder-, Unterrichts- u.
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i ratifurt am Main 11686 Druck und Verlag: Vrühl'sche UniverfitätZ-Vuch- uns Ztemdruckerei R. Lange in Giehen. Zchristlettung und Geschäftsstelle: Zchulftratze 7 Mengenabschlüsie Staffel 8 r
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Professoren mit dem SA-Eportabzeichen.
DNB. Berlin, 14. Dez. Reichsminister Rust hat aus Grund der SA.-Sportabzeichenbestimmungen führenden Professoren der Universität, der Tierärztlichen Hochschule und der Technischen Hochschule in Berlin das von diesen erworbene SA.-Sportabzeichen mit einer Ansprache überreicht, in der er bie Bebeutung tiefes erstmaligen a k - tiven Einsatzes der Hochschullehrer für bie Sache der Körpererziehung würdigte. Die Namen der Hochschullehrer sind: Professor Ritter von Niedermeyer, Professor Retz- lass, Professor Adrion, Dr. Banse und Dr. Orfmann (alle Universität Berlin), Professor


