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Nationalsozialistischer Gauparteitag in Köln

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alten Kämpfer zusammenholen, daß wir ihnen immer erneut klarmachen, daß der Kampf weitergehen muß. Wir müssen immer wie­der das Symbol des Opfers und des Kampfes Herausstellen. All' das Ringen, der ganze Aufbau von heute bedeutet ja nichts anderes als Kampf. Jede Revolution hat große Gefahren. Die eine ist die, daß sie in einen Rauschzustand verfällt und zu­letzt in einen Blutrausch ausartet, die andere die, daß sie im Puritanertum Ausdruck findet. Ich glaube heute bereits sagen zu können, daß einst die Geschichte vermerken wird, daß das Größte an

Adolf Hitler war, daß er seine Gefolgschaft zwi« s ch e n d l e s e n Gefahren hindurchführte und daß er sie trotz der größten Umwälzungen unverfälscht i n d i e Gegenwart hin» ü- r gebracht hat. Wir können heute sagen, daß diese Gefahren vorbei sind. Die Bewegung muß hart >5^' . de.r Führer muß hart sein. Wenn er von

Selbstdisziplin spricht, so ist das kein Moralpredi» gen, sondern ein Erkennen, daß er die Bewegung seiner Männer davor bewahren muß, daß sie letz­ten Endes in einen Rausch verfallen und die Dinge nicht mehr sehen, wie sie sind. Die Gefahr ist vor­bei, denn den Höhepunkt haben wir am 30. Juni erlebt. Und ebenso glaube ich, daß die Gefahr, daß wir Mönche und Asketen werden, vorbei ist Wir bleiben uns selbst treu. Wir wollen nicht mehr scheinen, als wir sind, und wollen auch nicht von uns sagen lassen:Die Höhenluft bekam ihnen nicht."

Abteilungen der nationalsozialistischen Formationen mit ihren Fahnen eingefunden. Besonders feierlich gestaltete sich der Einzug der Blutfahne. Justizmi­nister Dr. Frank hielt eine tiefempfundene Weihe­rede, in der er Theodor von der Pfordten zum Heros des deutschen Rechtslebens erklärte und dann ein Treuebekenntnis der nationalsozialistischen deut­schen Juristen zum neuen Staat ablegte und das Versprechen leistete, daß die deutschen Juristen sich immer nur als Kameraden und als Die- n er des deutschen Rechtes fühlen und nie­mals in Standesdünkel oder Berufsstolz zurücksin­ken wollen. Darauf sank die Hülle von der Gedenk­tafel, die das Hoheitszeichen und die Inschrift trägt: Theodor von der Pfordten fiel am 9. November 1923." Dann trat die Blutfahne vor, während die Musik das Lied vom guten Kameraden spielte. Mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied schloß die eindrucksvolle Weihestunde.

erobert, wir durchtränken ihn mit unserem Geist, und er ruht auf den starken Schultern der Partei. Sie muß ihre besten Männer in den Staat hineinschick en, damit sie auch im Staate für die Durchsetzung des Volkes mit natio­nalsozialistischem Geist sorgen.

Wir müssen den anderen Vorbild sein. Das Volk wird uns nur die Liebe entgegenbringen, die wir ihm geben. Alle sind wir Mitglieder eines großen Ordens des Nationalsozialismus, über uns steht ein streng geordnetes Führerkorps, und wir alle sind Kadetten der neuen Zeit. Wir werden auf die nach uns kommende Generation dieselbe poli­tische Tradition vererben, wie die militärischen Ka­detten und Offiziere auf die nachfolgenden Gene­rationen der preußischen Armee ihr Erbe weiterge­geben haben. Auf euren Schultern, meine Parteige­nossen, ist die Nation aufgebaut. Und wenn eure Schultern nachgeben, dann bricht das deutsche Ge­bäude in sich zusammen. Deshalb wollen wir mutig und unbeirrt den Sorgen und Gefahren ins Auge sehen. Das Volk schaut auf uns. Wennwir stark bleiben, bleibt das Volk stark. Ungeheuer viel hat sich in diesen beiden letzten Jahren in Deutschland geändert durch ungeheure Opfer an Gut und Leben. Man kann in Deutschland wieder sicher leben und seines Lebens froh werden. Es lohnt sich, zu sparen, zu arbeiten, eine Familie zu gründen und Kinder zu haben. Es lohnt sich, Idealen nach­zugehen und an Deutschland und seine Zukunft zu glauben. Es lohnt sich, den Sorgen wieder ins Auge zu sehen und gegen sie zu kämpfen. Am Ende steht der große Sieg und die herrliche Auf­erstehung unseres Volkes." (Stürmischer, nicht enden­wollender Beifall.)

setzung in der Richtung nach Italien (Venedig) finden.

Einweihung einer häkle im Innlalgebiek.

Auf dem Hochriß im Jnntalgebiet wurde eine vom Reichsbahn-Turn- und Sportverein Freimann erbaute Hütte eingeweiht. Der Weiheakt er­hielt eine besondere Note durch die Anwesenheit des Generaldirektors der Deutschen Reichsbahngesell­schaft. Dr. Dorpmüller. Außerdem waren alle überlebenden Teilnehmer der Nanga-Parbat-Expe- dition erschienen. Reichsbahnrat Staufer dankte allen, die am Bau dieses 1160 Meter hoch gelege­nen Hauses mitgewirkt haben.

rNarine-HI. rettet zwei Menschen vorm Ertrinken.

Die Marine-HI. des Bannes 229 (Neuß) hat auf ihrer Kutterfahrt von Mannheim nach Neuß, in der Nähe von Worms, zwei junge Menschen dem nassenTod entrissen. Diese waren mit ihrem Paddelboot im Sturm gekentert. Er gelang den Marine-Jungen, die Verunglückten, die vollkommen erschöpft waren, zu retten.

llSA.-Verbrecher unter sich. Drei Gangsters mit Maschinengewehren erschossen.

Im Süden von New Jersey wurden drei Gang­sters t o t aufgefunden. Die Leichen waren von zahl­reichen Kugeln durchbohrt. Allem Anschein nach sind die Ermordeten bei der T e i l u n g i h r er Beute mit Spießgesellen in Streit geraten. Man hat sie dann wohl an eine entlegene Stelle gelockt und an­scheinend mit Maschinengewehren auf sie gefeuert Der Kugelhagel war so dicht, daß von Bäumen und Sträuchern am Tatort zahlreiche Zweige abgerissen wurden.

Hochwasserschäden in Mittelitalien.

Die Hochwasserwelle der Flüsse im mittel­italienischen Küstengebiet an der Adria ist nunmehr verebbt. Die Schäden in den Provinzen Pascara und Chieti sind beträchtlich. Verluste an Menschen­leben sind jedoch nicht zu beklagen. Die Eisenbahn­linien PascaraRom und AnconaBari waren zeitweise unterbrochen. So stürzte die Brücke über den Fluß Foro in dem Augenblick ein, als ein Schnellzug sie gerade passiert hatte. Der letzte Wagen, der Speisewagen, hing einen Augenblick lang mit der letzten Achse im Leeren, ohne daß jedoch ein Unglück geschah. Die Wiesen längs der Flußtäler sind größtenteils verschlammt. Die Zahl der Obdachlosen ist beträchtlich.

dem Zapfenstreich und dem Fahnenausmarsch die Veranstaltung ihr Ende.

Wenn ivir stark bleiben, bleibt das Volk stark"

Reichsminister Nr. Goebbels knüpfte an an das Wort Moeller van den Brucks Wir mußten den Krieg verlieren, um die Revo­lution zu gewinnen". Hätten wir den Krieg gewon­nen, dann wären wir vielleicht nicht so tief an die Wurzel unseres Volkstums vorgedrungen. Erft die allgemeine große Not hat uns auch die Urquelle unserer Kraft wiederfinden lassen. Wir haben es nicht vergessen, daß Deutschland einmal am Rande des Abgrundes gestanden hat, und wir wollen, daß das deutsche Volk auch nicht vergißt, daß w i r das Land vom Abgrund zurückgeriffey haben. Unser Werk zu werten hat nur der das Recht, der selbst daran mitgearbeitet hat. Wenn wir allein die Kraft hatten, Ordnung zu schaffen, dann haben auch wir allein die Kraft, Ordnung zu erhalten. Fehler zu machen, ist das souveräne Vor­recht all der Menschen, die Überhaupt etwas t u n. Nur diejenigen, die gar nichts tun, können auch keine Fehler machen. Wenn heute Ueberkluge meinen, wir hätten jetzt wenig Devisen und Roh­stoffvorräte, und es fei schwer, über diese Schwierig­keiten Hinwegzukommen, dann müssen wir sagen: Wir haben wenig Devisen und Rohstoffe, weil du dich nicht beizeiten gegen die Regierungen gewehrt hast, die Deutschland in diese aberwitzige Ver­schuldung hineinstürzten.

Die Partei ist die Quelle unsererKraft. Die Partei ist nicht für ein paar Jahre oder Jahr­zehnte gearündet, sondern sie ist gegründet worden, um Deutschland für einige Jahrhunderte in Form zu bringen und ihm die Kraft zu geben, sich unter den anderen Völkern zu behaupten, sein nationales Leben zu verteidigen und seine natio­nalen Grenzen zu schützen. Wir haben den Staat

starker lutherischer Glaube und seine Bekenntnis- treue haben ihm gerade in den breiten Massen des evangelischen Kirchenoolkes den Ruf eines echten Seelsorgers verschafft. Hans Gollwitzer ist am 13. Januar 1896 in Erding (Oberbayern) als Sohn des Stadtsekretärs G. geboren. Neben anderen Auszeichnungen wurde ihm im Weltkriege das EK. I und II verliehen.

ßinc Ehrentafel

für Theodor von der pfordten.

München, 13. Oft. (DNB.) Die Münchener Juristentagung wurde am Samstag' mit der Enthüllung der Ehrentafel für den am 9. November 1923 vor der Feldherrnhalle gefallenen Rat am Obersten Landesgericht München, Theo­dor von der Pfordten, würdig abgeschlossen'. Zu der Feier, die im sinnvoll ausgeschmückten Licht­hof des Justizpalastes ftattfand, hatten sich auch

des Stahlhelms, der im NSDFB. (Stahlhelm) durch die Zustimmung unseres unvergeßlichen General­feldmarschalls und Ehrenmitglieds von Hinden­burg und durch die Zustimmung des Führers anerkannt worden fei, hätte sich bewußt und freu­dig in die große nationalsozialistische Bewegung eingegliedert.

Der Bundesführer erklärte, daß er diesen Weg vor Gott und seinem Gewissen gegangen sei, weil er diese klare notwendige Bahn als selbstver - stündliche Pflicht angesehen habe. Gewiß sei das Neue für viele überraschend gekommen. Aber mit hoher Freude könne er feftfteUen, daß gerade dem Frontsoldatentum im neuen Reich eine besondere Aufgabe zukomme, und daß er hier ein reiches Betätigungsfeld finde. Zu dieser Arbeit sei jeder von uns aufgerufen. Auch jetzt wie­der seien die Mitglieder des NSDFB. (Stahlhelm) aus dem echten Sozialismus des Frontsoldaten heraus bereit, den Kampf gegen die Not, gegen die Arbeitslosigkeit, gegen Hunger und Kälte, zu dem der Führer aufgerufen habe, kraftvoll zu führen. Bestimmend zu solchem Kampfe um die Ziele des Führers fei für die Mitglieder des NSDFB. (Stahl­helm) vor allem d i e T r e u e, die sie A d o l f H i t - l e r gelobt hätten. Diese Treue kenne keine Abschwächung und keine Unterschiede.

Zum Schluß übermittelte der ungarische Feld­marschall-Leutnant Graf Takach-Toloay die kameradschaftlichen Grüße der ungarischen Front­soldaten. Alte Armeemärsche und Soldatenlieder umrahmten die eindrucksvolle Kundgebung. Mit

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ein Fackelzug der Hitlerjugend stattgefunden hatten, wurde der Gauvarteitag am Samstagmorgen in der Messehalle Köln-Deutz feierlich eröffnet. Nach einer Begrüßung der Teilnehmer am Gauparteitag durch Bürgermeister S ch a l l e r umriß Gauleiter Grohe das Werden der NSDAP, und betonte, daß die Bewegung, die in ihrer Anfangszeit die Sammelstätte der Charaktere war, mehr und mehr

Aus aller Wett.

Eine neue Hochalpenstrahe.

Im Beisein des österreichischen Bundespräsidenten M i k l a s und des Bundeskanzlers Schuschnigg wurde die Nordrampe der Großglockner-Hochalpen­straße bis zu ihrem in 2571 Meter Seehöhe auf der Edelweißspitze gelegenen höchsten Punkt dem Verkehr übergeben. Da die Südrampe jetzt auch völlig fertiggeftellt ist, fehlt nur noch ein kleines Verbindungsstück, das endgültig erst im Jahre 1935 dem Verkehr übergeben wird. Die neue Nord-Süd- Alpenverbindung wird daher im nächsten Jahre fertiggeftellt fein und außerdem noch durch den Ausbau der Plöckenpaßstraße eine direkte Fort-

DNB. Dresden, 14. Oft. Die Traditionsfeier anläßlich des zehnjährigen Bestehens der Ortsgruppe Dresden des NSDFB. (Stahlhelm), die am Samstag mit einer großen Kundgebung eingeleitet wurde, erhielt ihre besondere Bedeutung durch die Anwesenheit des Bundesführers des Stahlhelms, Reichs­arbeitsminister Franz S e l d t e, und des General­feldmarschalls von Mackensen. Die Stadt Dresden hatte reichen Flaggenschmuck angelegt. Auf seiner Fahrt vom Bahnhof durch die Stadt wurden dem greifen Feldmarschall von Mackensen herzliche Huldigungen von der Bevölkerung dargebracht. Auf dem Adolf-Hitler-Platz war eine Ehrenkompagme des NSDFB. ^Stahlhelm) aufmarfchiert. Nach dem Abschreiten der Front nahm der Generalfeldmar­schall mit der Bundesleitung vor dem Opernhaus den Vorbeimarsch entgegen und begab sich bann zu Fuß ins Hotel Bellevue. Hier fand anschließend ein Empfangstee statt, an dem eine Anzahl ge­ladener Gäste teilnahmen.

Abends veranstaltete der NSDFB. in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Zirkus Sarrafani eine große Kundgebung. Generalfeldmarschall von Mackensen wurde bei seinem Erscheinen mit stürmischen Heil!- und Hurra!-Rufen empfangen. Nach der Begrüßungsansprache des Landesführers Sachsen, Hauptmanns a. D. Hausse, hielt Reichs- arbeitsminifter Seldte eine Rede, in der er u. a. ausführte:

Als im Februar 1918 tiefe Nacht über Deutsch­land hereingebrochen war, da hätten sich deutsche Frontsoldaten zum Ziele gesetzt, ihrem Volke wieder einen festen S) alt zu geben, und den Kampf um die verlorene äußere und innere Frei­heit des Vaterlandes begonnen. Dieser Kampf hätte jedoch nur erfolgreich fein können, wenn die solda­tische Auffassung von Kameradschaft und Disziplin wieder Geltung haben würde. Diese Erkenntnis führte zur Gründung des Stahl­helms, Bund der Frontsoldaten. Poli­tiker allerdings seien die Stahlhelmkameraden nicht aeworden. Die große politische Bewegung habe Adolf Hitler geschaffen. Deshalb hätte es für den Stahlhelm kein Zögern gegeben, als der 30. Ja­nuar 1933 die Wendung brachte, dem Einen, der da gekommen fei, zu folgen und sich ihm zu unter­stellen. So seien 150 000 Scharnhorstjunaen in die HI. gegangen, 344 000 Kameraden des Wehrstah^ Helms und 400 000 Stahlhelmmänner hätten sich der SA. zur Verfügung gestellt. Der übrige Teil

((Ii Oer geistliche Kommissar für den A enngelischen Bischofssitz in München.

»Al Wnchen, 13. Oft. (DNB.) Mit der einst- ' seligen Verwaltung des Bischofssitzes in München lichsgtv i|f ]15 geistlicher Kommissar das Mitglied der Lan- d^node Pfarrer Hans Gollwitzer aus Mühl- flttf I. d oi am Inn betraut worden. Pfarrer Hans Goll- Wei ist auf Grund feiner Herkunft und bisherigen Prell' T.üx?eit ein hervorragender Kenner der Diafpora- aii ^temben. W ein aufrechter unb unerschrockener lOflr RAllfer, ber schon früh den Weg zum National- fclib.smus fand. Seine tiefe Frömmigkeit, sein

Wettervoraussage.

Die nunmehr über der Ostsee lagernde Störung hat sich erheblich vertieft unb wird ben Witterunas- charakter weiterhin recht unbeständig gestalten. An ihrer Rückseite fließen kühle ozeanische ßuftmaffen abwärts, bie wechselhaftes kühles Herbstwetter oer­anlassen. Oesters werben dabei noch teils unter lebhafter Luftbewegung schauerartige Niederschläge auftreten.

Aussichten für Dienstag: Unbeftänbig, wechselnb bewölkt mit oorübergehenber Aufheiterung, schauerartige Nieberschläge, kühler, lebhafte Luft­bewegung.'

Lufttemperaturen am 14. Oktober: mittags 13,1 Grab Celsius, abenbs 10 Grab: am 15. Oktober: morgens 6,7 Grab. Maximum 14,1 Grab, Minimum 6,6 Grab. (Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. Oktober: abenbs 11,4 Grab: am 15. Oktober: morgens 9,4 Grab Celsius. Nieberschläge 8,3 mm.

Hauptschriftleiker: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für Öen übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. IX. 34: 10 600. Druck und Verlag: Drühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerci

R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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müßigt sich für die Inhaber der Fettverbilligungs- jcheine bei Hergabe je eines Scheines auf 38 Pf. c Pfund. Somit beträgt der Preis der Margarine, >ie auf diese Scheine geliefert wird, genau f o ,iel, wie die Bezugsberechtigten bisher für >j e Haushaltsmargarine gezahlt haben. Diese Preisfestsetzung bedeutet eine Herab- etzung des Preises derjenigen Margarinesorte, )-ie für die Versorgung ber Bevölkerung von be° enberer Bebeutung ist, nämlich ber Konsumware im 3 Pf. je Pfunb. Außerbem wirb biefe Sorte nunmehr in einem Umfange hergestellt, baß sie in Zukunft überall ausreichend zur Ver­fügung stehen wirb. Um eine Verteuerung biefer Sorte auf anbere Weise zu vermeiden, ist zudem i e r b o t e n , daß die Abgabe ber Konsumware i o n der Bedingung abhängig gemacht nirb, andere Margarinesorten oder andere Äaren gleichzeitig abzunehmen. Verstöße gegen lieses Verbot sind unter hohe Strafe gestellt. (Geld- f rafe bis zu 100 000 Mark.)

Um dem Verbraucher Klarheit darüber zu ver- Ityaffen, welche Margarinesorte ihm angeboten Nirb, barf jeber herstellenbe Betrieb in jeber ber hrei genannten Sorten nur noch eine Marke Erstellen. Außerbem wirb aus ber Verpak- In n g kenntlich gemacht, ob es sich um Kon- V mroare, Mittelsorte ober Spitzensorte hanbelt. Mit Rücksicht auf bie noch oorhanbenen Bestäube von (inwickelpapier tritt biefe Bestimmung am 1. Ja­guar 1935 in Kraft.

Das für bie Versorgung ber minber- bemittelten Volksgenossen eingeführte settverbilligungssystem ist bahin abge- cibert worben, baß ber Awang zum Bezüge von foushaltsmargarine fortfällt unb jeber Pezugs- t rechtigte in Zukunft frei wählen kann, p er auf feinen Verbilligunasfchein Margarine c er Schmalz, Speck, Butter, Käse ober Del ver- tltigt beziehen will. Wünscht ber Bezugsberechtigte Margarine zu beziehen, so hat er bie Möglichkeit, d rch Vorlage eines Bestellscheines sich einen An­spruch auf Belieferung mit Konsummargarine sicher- jjteüen.

Die Preisherabsetzung ber Konsumware bibeutet eine wesentliche Entlastung, insbe» stadere für die minderbemittelten Volksgenossen. T r Arbeitslose und Kurzarbeiter erhielt bisher a/f feine Fettkarte im Jahre 6 Kilogramm Haus- hcltsmargarine zu 38 Pfennig je Pfund und auf bi: Verbilligungsscheine bei Bezug von Margarine 6 Kilogramm zu einem Preise von 66 Pfennig ir.nus 25 Pfennig gleich 41 Pfennig je Pfund, also ir ganzen Margarine z u einem Durch- s a nittspreis von 39 V- Pfennig je Pfund. N-i n m e h r erhält der Bezugsberechtigte 1 2 | logramm z u einem Preise von 38 P' ennig. Das bedeutet also eine Verbilli - o n g von IV* Pfennig je Pfund. Wenn fee Bezugsberechtigte über die 12 Kilogramm hin- ni5 noch Margarine bezog, mußte er für diese bis- l)« 66 Pfennig je Pfund bezahlen. Nunmehr er* but er auch diese Margarine zu 63 Pfennig je Pund, also um 3 Pfennig je Pfund billiger.

□on Bedeutung ist die Herabsetzung des Preises cifi) für diejenigen minderbemittelten Volksgenossen, di nicht an der Verbilligungsaktion teilnahmen, erleid) ihre Einnahmen nicht wesentlich die der D!Augsberechtigten übersteigen. Für diese bedeutet fcb Herabsetzung um 3 Pfennig je Pfund also eben- sals eine Entlastung.

Kündigung des deuisch-ameri- lanischen Handelsvertrages.

Berlin, 13. Okt. (DNB.) Der deutsche Bot­schafter in Washington hat der Regierung ber Ver­engten Staaten mitgeteilt, baß bie beutsche Regie- Cuiog beabsichtigt, eine Aenderung ber Bestimmun- g?i des Artikels VII bes deutsch-amerikanischen Handelsvertrages herbeizuführen. Aufgrund dieser jfeteilunq endigt der Vertrag mit bem 13.0b tif-r 1935. Der beutsche Botschafter hat gleich­en ig mitgeteilt, daß die deutsche Regierung zu ö rhandlungen über bie künftige Oiftaltung ber beutsch-amerikanischen Handels- pejiehungen jeberzeit bereit ist.

!i ierzu erfahren wir: Die deutsche Regierung hat fid zu der Kündigung des Vertrages entschlossen, 5 di I ohne eine Wahrnehmung des Termins des jttDktober ber Vertrag noch zwei weitere !pcShre gelaufen wäre. Insofern trägt die ßii ibigung vor allem vorsorglichen Cha - ra!*t e r. Von deutscher Seite ist wiederholt be­im worden, daß ber beutsch-amerikanische Güter- ur.aufd) im Hinblick auf bie Entwickelung ber Er schastlichen Verhältnisse neu georbnet wer- m müsse Insbesondre sind die von der Reichs- igsrung als revisionsbedürftig bezeichneten Be- Ümmungen des Artikels VII in gewissen Teilen lu3) die in den letzten Jahren eingetretene Aende- in* der wirtschaftlichen Verhältnisse überholt. 'ÖjI ber anberen ©0te ergibt sich aus ber von ber 'R:i3)5regierung gewählten Form ber Künbigung, man auf beutscher Seite ben Vertrag als iMam 3 e s aufrechterhalten unb nur ge - se E i n z e 1 b e st i m mu n g e n der verän- 1) rl n Entwicklung anpaffen will.

6er erste Emtopfsonntag 1934/35 in der Heichshaupistadt

Berlin, 14. DEL (DNB.) Das Winterhilfswerk ' -rins hat in diesem Jahre gute Vorarbeit geleistet. !! eit über 60 000 freiwillige Helfer Ifdrten in ben Vormittagsstunben treppauf Iriunnb, um an jeber Wohnungstür anzuklopfen uri bie kleine Spenbe entgegenzunehmen. In ben (Bittftättcn machte sich bas schlechte ®etter in tiB?i ad)er Hinsicht bemerkbar: Der Berliner blieb titi aufe unb hier fein Eintopfgericht: bagegen 1 torien die vielen F re m b e n, bie in Sonberzügen ir ber Reichshauptstabt kamen, nicht sehr lange 's:«en Straßen Herumlaufen, fonbern sie setzten \ lq bereits gegen Mittag in ein Lokal unb verzehr- i e: «ier ihr Eintopfgericht. Wie bie Gau führ ung I k; Winterhilfswerkes Berlin melbet, betrug um 21 1 Irr ib a 5 Ergebnis bes ersten Eintopfsonntags IilBerlin (bie Gaststätten stehen noch aus) 335000 IMü.k. Das ist günstiger als das Ergebnis des (Ütipffonntags im November 1933.

-Köln, 13. Okt. (DNB.) Nachdem bereits am i schloß. Wir kamen als Soldaten, hatten soldatisches ein Begrüßungsabend der alten Empfinden und kämpften wie Soldaten, weil wir öarde der NSDAP, des Gaues Köln-Aachen unb' in ihm alle Tugenben sahen, bie ein Solbat haben muß: Treue, Kamerabschaft unb Glauben. Heute gibt es Hunberttausenbe, bie ben Kampf nicht mehr fühlen unb beshalb glauben, er fei nicht ba. Es ist beshalb notroenbig, baß wir immer roieber b i e

die Erziehungsschule unseres Volkes zu Charakte­ren würbe. Nach ben vielfach burch stürmischen Bei­fall unterbrochenen Ausführungen des Gauleiters hielt Reichsleiter Alfred Rosenberg eine längere Rede, bie ebenfalls von Beifallsstürmen begleitet war. Am Nachmittag fand auf bem Neumarkt ein Jugendappell statt. 75000 Hitlerjungen und Jungvolk und 25 000 Mädel füllten den weiten Platz.

iieichsjugendfühi-e,' von Schirach

führte dabei u. a. aus: Ich mochte zuerst die vielen Zehntausende begrüßen, die in den letzten Monaten aus den Reihen der katholi-schen Ju­gendoerbände zu uns gekommen sind und nun hier durch ihr Erscheinen ein Bekenntnis oblegen zur Einheit der Jugend und damit der Einheit des Reiches. Nun steht Ihr ein paar Monate in unseren Reihen und wißt selbst, daß es sehr wohl möglich ist, innerhalb der Hitlerjugend der religiösen Ueberzeugung treu zu bleiben und doch gleichzeitig den großen Dienst an Deutschland zu tun. Wir meinen, wir seien keine schlechten Die­ner unseres Gottes, wenn wir unser ganzes Leben in den Dienst an Deutschland stellen. Das ist das, was unsere jungen Millionen heute in Deutschland aneinander bindet. Wir haben durch keinen Zwang und durch keine Macht, einzig und allein durch unse­ren Glauben und durch unseren Führer, alle Jugend in Deutschland in unseren Reihen geeint, wir wer­den auch den letzten kleinen Rest hinter unsere Fahne bringen. Nicht durch Gewalt, sondern durch Disziplin, durch das Beispiel unserer Zucht, durch das Beispiel unserer Kameradschaft.

Der Gauparteitag ber NSDAP. Köln - Aachen brachte am Sonntag bie beiben großen Reden des Reichsministers Dr. Goebbels und des Stabsleiters der PO. Dr. Ley als Höhepunkt und Abschluß des Gaukongresses.

Dr. Ley

führte u. a. aus: Unsere Bewegung ist die Ge­meinschaft der Treue, und wo könnte ich mehr von Kameradschaft und Treue reden als in diesem Saal, wo Sie mit mir zusammen diesen großen Kampf geführt haben unb wo wir bie Be- roegung aus ben bumpfen unb engen Gassen her­ausholten? Unbändiger Glaube war es, der uns beseelte, unb Treue war es, die uns zusammen-