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..." Am nächsten Tage

Aus einem altenSesundheits- katechismus" für die Schule.

Der fierr Reichsunterrichtsminister hat in deutsche Abitur machen. Ich traf sie ün nächsten VDA ftin""ei? Monaten Z°?be"u-t'es - ft von^ ChapÜitepec. "si- waren^inzwischen gebildete

beurteilen vermag.

Viele Anregungen zu rechter Feierabendgestaltung vermag der Landlehrer auch durch seine Schularbeit

eigentlich in einem Glashaus stehen und vor Wind und Wetter an Gedanken, Worten und menschlichen

Goethe beobachtet seine Studenten.

Oer Auszug der Jenenser Studenten im Sommer 1792.

Im Juli 1792 gärte es in der Jenenser Studen­tenschaft. Unter dem Eindruck des Umsturzes in Frankreich erließen die thüringischen Staaten strenge Disziplinarvorschriften für ihre Landesuniversität, die u. a. studentische Zweikämpfe und Studenten- orden verboten. Um bei Durchführung dieser Or­donnanzen Ruhe und Ordnung in Jena zu sichern, hatte die Regierung von Sachsen-Weimar eine Kompanie Jäger und Husaren nach der Universi­tätsstadt entsandt. Die Studentenschaft beantroorkv«; dieseBesetzung" mit dem Beschluß, Jena zu ver­lassen und sich auf kurmainzischem Gebiet in der Nähe von Erfurt niederzulassen.

Der Staatsminister von Goethe nahm am 19 Juli 1792 Veranlassung, dem Regenten von Erfurt, dem bischöflichen Koadjutor Freiherrn von Dalberg, über den Ausmarsch der Jenenser Studenten nachfolgenden interessanten Brief zu schreiben, der erstmalig im Jahre 1878 in dem Grenzboten" veröffentlicht worden ist:

Es geht, wie man vernimmt, eine Anzahl in Jena Studirender, die mit den Anstalten, welche mnn dort zu Sicherung der öffentlichen Ruhe zu treffen für nöthig gefunden, unzufrieden sind, nut dem Gedanken um/sich für den Augenblick von der Akademie zu entfernen und nach Erfurt und ande­ren Orten zu ziehen, um von dorther gleichsam als von einem monte sacro mit den patribus zu ka­pitulieren und sich beliebige Konditionen zu machen. Man ist keineswegs gesonnen, diejenigen auszuhal»

Oie Schule im deutschen Keierabendwerk Don Oskar G. Foerster.

Wirkungen oder Erfolge sehen will. Befähigt zu Höchstleistungen wird es in der Schule meist die Leistungsmitte halten, denn es ist feinen Neigungen zu Sport, praktischer Arbeit oder stundenlangem Spiel ebenso unterlegen wie feinen Schul Interessen. Es schafft sich in natürlicher Abwechslung das Gleichgewicht, das nötig ist, um Geist und Körper gleichmäßig zu entwickeln. Das Kind ist leicht erzieh­bar, es braucht die Außenwelt zur Bestätigung feiner Person und wird sich ihr immer unterzuord­nen wissen, auch dann wenn es scheinbar bockt oder nicht gehorcht. Wird das Kind älter, so bleibt sein Leben und seine Laufbahn immer im Kontakt mit eben dieser notwendigen Außenwelt. Ob es nun studiert oder handwerklich arbeitet, stets wird der erwählte Beruf in unmittelbarer Auswirkung öffentlich" fein. Dieser Typ Mensch hat das Talent, ebenso schnell aufzunehmen wie abzugeben, denn die Verarbeitung eines Stoffes erfolgt bei ihm mit unaeheurer Schnelligkeit. Seine Freuden find nicht tief, haben keine Stille, ebenso wie seine Enttäu­schungen und Schmerzen ohne nachwirkende Grübe­leienerledigt" werden.

Zeigt die Entwicklung des Außenlebendigey die ständige Beeinflussung von außen, den Immert

der Deutschen Schul e" an einem Sonntag veranstalten kann. Die Veranstal­tung findet Sonntag, 16. September, statt. Nachstehend schildert ein junger deutscher Schulmann Eindrücke von vierjähriger Tä­tigkeit in Latein-Amerika.

Blauer Himme1,Lärm undWafferflulen

Schulmeister in Llebersee Bilder aus deutschen Schulen in Latein-Amerika.

Don Dr. Gerhard Hagenmeyer.

notwendigen Austausch mit der Umgebung, so finden wir in dem innenlebendigen Menschen das absolute Gegenteil. Von Kindheit an in sich gekehrt, scheu und abgewandt, schwer lernend und noch schwerer der Außenwelt erschließbar, scheint solch ein Kind oft geistig und körperlich zurückgeblieben. Sein Gärungs­prozeß, seine Möglichkeit, das Aufgenommene in die Sprache zu übersetzen, dauert lange und ist mit größten innerlichen Schwierigkeiten verbunden. Ein Gegenstand, eine Puppe, ein Hund, ein Mensch wird geliebt mit einer erschreckenden Intensität und einer beglückenden Dauer. Dieses Kind wird sich nicht allein mit Sehen und Hören begnügen, es wird jedes Ding in unmittelbare Beziehung zu seinem Ich" bringen. Alles wird unter strengster Kritik geprüft und erhält nur Wert durch die fühlbare Verwandtschaft mit dem eigenen Wesen. Wir finden den innenlebendigen Typ häufiger bei Frauen als bei Männern und bei letzteren eigentlich nur bei künstlerisch veranlagten Menschen, gleich, ob sichtbar schaffend oder nicht. Die innenlebendige Frau ist eines jener feinfühligen, seelisch belasteten Geschöpfe, bei denen man immer das Gefühl hat, daß sie

Landstreicher, Schulmeister, Bretterbuden.

Ich will nicht reden von den großen Schulen in Buenos Aires ober den bedeutenden Seminaren und Internaten in Südbrasilien; wer kennt den Da­seinskampf der kleinen Dorfschulen, derPikaden- schulen", die zu Hunderten sich mühsam in der Em- samkeit durchschlagen? Am Grenzfluß von Para­guay und Argentinien, am Parana, saß ich em paar Tage in einem Wirtshaus, da kam einer hergewan­dert, schon Monate unterwegs, Viehhüter, Hühner­züchter und augenblicklich ohne Beschäftigung.Aber da draußen, eine Stunde weg, haben mich die Bauern gefragt, ob ich nicht ihr Schulmeister wer­den will, gegen freie Kost und Wohnung. Aber er wollte abwarten, ob sich nicht noch was Besseres, eine richtige Arbeit für einen Mann, bot ... Zu einer Lehrertagung in Blumenau kam einer acht Tage durch den Wald geritten, hatte noch nie elek­trisches Licht gesehen und schlief nachts auf feinem Sattel, weil er ein Bett nicht vertragen konnte Wie manche ärmliche Bretterbude in einer armen Sied­lung in Brasilien ober Paraguay trägt nicht doch die rührende AufschriftDeutsche Schule", und wer gerade etwas besser mit der Feder ist, oder auch manchmal, wer sich mit der Hacke nicht anstrengen mag, schwingt darin das Zepter. Bei Wolgadeutschen in einem argentinischen Dorf traf ich einen Sieben­bürger Sachsen als Lehrer, oft leiht auch der Pfarrer seine letzten Kräfte. In Mühe und Arbeit wird doch Niveau gehalten, und das deutsche Volkstum hat viele stille Helden auf halbvergessenen Außenposten. Denkt die Heimat daran und hilft mit?

Der nationalsozialistische Staat ist bemüht, der ; Freizeitgestaltung des schaffenden deutschen Men­schen einen neuen Sinn und neue Inhalte zu geben. Im Feierabendwerk der NS.-Gememschaft Kraft durch Freude" wird versucht, alle Volksgenossen zu den Gütern der nationalen Kultur und des deutschen Volkstums zu führen und in ihrer Pflege alle Schichten des Volkes zu einen. Bei der Durchführung dieses großen Planes wird die deutsche Schule und ihre Lehrerschaft wertvolle Mit­arbeit leisten können. Denn das Feierabendwerk gründet sich nicht allein auf soziale und kulturelle, sondern auch auf volkspädagogische Voraussetzungen. In der Erkenntnis dieses Sachverhaltes hat das Amt für Ausbildung in der Gemeinschaftstraft durch Freude" Richtlinien für die Verbesserung der Allgemeinbildung im Rahmen der Freizeitgestaltung herausgegeben, nach denen alle Gauschulungsleiter aufgefordert werden, die Erwachsenenschulung aus eine pädagogisch einwandfreie Linie zu bringen. Zur Erreichung dieses Zieles wird die Mitarbeit befähig ter Beruf'serzieher verlangt, die vom ^tionalsozi - Wischen Lehrerbund ausgewahlt werden sollen, vin Kursen und Lehrgängen werden besonders die Ar­beitslosen geschult werden. Die Berufs- und meinbilbunfl in diesen Kursen soll in die Tages- und Berufsschulen gelegt werden. Vorgesehen sind zu­nächst Lehrgänge in deutscher Literatur Gesc^chtt, Geographie, Geopolitik, Englisch, Französisch, Buch­führung und Kurzschrift.

Neben dieser mehr der Berufs- ^^.^or^üdung dienenden Arbeit aber erfordert auch du-auf Volks­tumspflege und Erneuerung des geistigen Volks­lebens gerichtete Freizeitgestaltung die tatkräftige Unterstützung durch Schule und Lehrerschaft. Die völkische Schule, in besonderem Maße die deutsche Land schule, ist heute zu einer Statte der ge st aen Heimat emporgewachsen. Die Dorfschule stellt das Kulturzentrum des deutschen Dorfes dar, von dem aus wahre, der Heimat und ihren Menschen dienende Volksbildung das geistige Leben ,m Dorfe mit neuem Sinn und Ziel erfüllt. Der Landlehrer ist der natürliche Begründer und Führer der dörf­lichen Kulturgemeinschaft. , .

Auch der Feierabend der Landmenschen bedar neuer Inhalte. Die Erneuerung des heimatlichen Brauchtums gehört zu den wesentlichsten Aufgaben dörflicher Kultur- und Heimatpflege. Deutscher Glaube und echter Bauerngeist lebt in vielen alten Landvolksitten, wie sie besonders mit den dörflichen Festen verknüpft find. Der Tanz um den Maibaum, die lodernden Feuer der Sonnenwende, die heimat­lichen Erntebräuche - das find Feierstunden, die in der Verbundenheit des bäuerlichen Menschen mit Scholle und Heimat ihren Sinn finden und der Eigenart und Gesetzmäßigkeit eines, naturnahen und einfachen Lebens würdig find.

In vielen Schulen sammeln sich heute schon an den Abenden die Männer und Frauen des Dorfes zu gemeinsamer Pflege des Volksliedes. S i n g t r e i f c und Laienspielgruppen, begründet und ge­leitet von Landlehrern, verschönen die dörflichen Feste mit ihren Darbietungen, an den arbeitsfreien Nachmittagen und den Sonntagen sammelt sich die Dorsjugend auf den Wiesen und Spielplätzen zu Volkstänzen und allerlei alten Wettspielen. Topf- schlagen, Ringelstechen. Eierlauf, diese scherzhaften Dorfspiele, die zugleich auch eine volkstümliche Art guter Leibesübungen darstellen, wandern von der Schule wieder hinaus in die gesamte Dorfjugend

Der Lehrer ist zumeist auch der Verwalter der D o r f b ü d) e r e i, die bei derGestaltung des Feier­abends im Dorfe eine überaus wichtige Rolle spielt. An den langen Winterabenden, die der Dorfmensch nicht durch Kino- oder Theaterbesuche ausfullen kann, ist neben der Zeitung das Buch die einzige Unterhaltung. Die Auswahl und Zusam­menstellung solcher Bücher wird am besten der Landlehrer übernehmen können, der, selbst im bäuerlichen Lebenskreis verwurzelt, Eigenart und seelische Gestalt des Landmenschen am sichersten zu

uÄw' bat nirgend-- * ihrer p^nlle leben. Jede Familie kann durch die m

ÖSKSsSÄ (Brüche Lieder und Geschichten aus alter Zeit ge­sammelt', die wiederum der Anfertigung ^ner Dorf - chronik nutzbar gemacht werden können. In zahl­reichen Dörfern und Kleinstädten sind in der letzten Zeit auchH ö r g e m e i n d e n" entstanden, die in der Schule zusammenkommen und die Darbietungen des Rundfunkts hören. ,

In Stadt und Land vermag die Schule auch durch die Pflege der Zusammenarbeit mit den Eltern zur Freizeitgestaltung beizutragen. Die Elternabende und die Veranstaltungen der Klas­senelterngemeinschaften, wie sie heute bereits in

Ein großes Wohnhaus im alten Kolonialstil ( meterdicke Mauern, Jnnenhof mit Blumen und 1 einem Brunnen in der Mitte, ein Säulenumgang < für die Regenzeit, die Klassenzimmer tm Viereck 1 drum herum, mit Tür und Fenster nach innen die Straßenfront nur eine breite Fläche mit em paar hohen vergitterten Fenstern das ist die Deutsche Schule in Südamerika. Wenn wir Besuch : bekamen, stellte er sich zuerst in die Mitte des Ho- j fes, blickte verzweifelt nach allen vier Seiten, hielt sich die Ohren zu und fragte uns nachher, ob wir in dem Lärm nicht verrückt würden. Denn alle Türen waren natürlich offen für Licht und Luft, und wenn auf der einen Seite gesungen, auf der anderen oorgetragen und auf der dritten geschimpft wurde, war es in der Tat der reinste Lärmzirkus. Dafür gab es keine Treppen zu steigen, und der blaue Himmel lachte von überall herein. In per Regenzeit allerdings hatten wir manche ungewollte Ferienstunde, denn die Straßen konnten zu solchen Flüssen anschwellen, daß kein Mensch drüber konnte und wir warten mußten, bis die Fluten sich ge­mäßigt hatten.

Kostbare Kinder.

Die Sorge der Familien um die kostbaren Sprößlinge war mehr als liebevoll. Ich traute meinen Äugen nicht in den ersten Tagen, als ich bemerken mußte, daß um 10 Uhr alle Danke im Hof besetzt waren mit kleinen kupferfarbenen india­nischen Dienstmädchen, die, kaum klingelte es zur Pause, auf ihre Schützlinge losftürmten und ihnen Apfelsinensaft, Butterbrote und andere Stärkungs­mittel verabreichten. Und um 12 standen sie wieder vor der Tür, schüchtern und barfüßig, nahmen die : Schulmappen ihrer jungen Herrn in Empfang und zogen die Kleinen an der Hand nach Haufe.

Fortschritt in Mexiko.

. Wir hatten drei Jungen mit dem Einjährigen t nach Mexiko entlassen, dort wollten sie vollends das

Zwei Entwicklungswege.

Ein Beitrag zur Erziehung und Erkenntnis des Kindes.

Bon Greta Marie Gerber.

Schon in der frühesten Kindheit unterscheidet sich der außenlebendige Typ vom innenlebendigen wesentlich und läßt uns frühzeitig die aeiftige und körperliche Entwicklung des Heranwachsens ahnen. Den außenlebendigen Typ stellt jenes Kind dar, das aufgeweckt, hellhörig, fast schon vom ersten Kinderschritt an der Welt zugekehrt alles aufnimmt, alles hört, verarbeitet, und bald sichtbar reprodu­ziert. Es lernt früh laufen, sprechen, es sieht in immer wacher Beobachtung, welchen Nutzen es ziehen, welchen Schaden es anrichten kann, wo seine Vorteile liegen, wo seine Nachteile. Es ist ebenso fähig zum Guten wie zum Bösen. Es hilft mit eben derselben Bereitwilligket, wie es mit seinen Alters­gefährten einen dummen Streich ausführt Haupt­sache bleibt in beiden Fällen die immer sprung­bereite Aktivität, die sich äußert, die sich entladet,

Für das heutige Schulwesen ist die Befolgung hygienischer Vorsichtsmaßregeln eine Selbstverständ­lichkeit jedoch dürfen wir andererseits nicht an- 1 nehmen, daß man in früheren Zeiten auf diesem 1 Gebiet völlig nachlässig gewesen sei. Wir besitzen aufschlußreiche Dokumente über die Einrichtung eines Hygiene-Unterrichts, der um die Wende des 18 zum 19. Jahrhundert an manchen Schulen er­probt worden ist. Ein im Jahre 1792 erschienener Gesundheitskatechismus des Leibmedikus der Gräfin Juliane Wilhelmine Luise von Schaum­burg-Lippe, Dr. Bernhardt Faust, liefert uns dafür einen Beweis. In verschiedenen Schulord­nungen wurde ausdrücklich eine Berücksichtigung der Gesundheitslehre gefordert; so heißt es z. B. in der Ordnung für die Stadtschulen von Darmstadt aus dem Jahre 1802:Mit der Lektion der Natur­lehre ist abwechselnd Gesundheitslehre, doch haupt­sächlich nur in diätischer Rücksicht, zu verbinden... Nach den verschiedenen Jahreszeiten, und bei be­sonderen Veranlassungen, wird der Lehrer das Nötige vorzunehmen wissen, z. B. im Sommer vom Baden und von der Vorsicht dabei, gegen den Monat August von der Derkältung, bei großer Kälte von den Vorsichtsmaßregeln gegen das Er­frieren der Glieder, und von den Mitteilungen zu deren Wiederherstellung ufw. reden, auch muß er in jedem halben Jahr die Wiederbelebungsmittel der Ertrunkenen, Erstickten und anderer. Schein­toter vortragen, und sind dazu Struves Tabellen aus dem Schulfonds anzuschaffen und aufzuhangen. Außerdem wird sich der Lehrer zur angelegenen Pflicht machen, die Jugend für den Glauben an Scharfrichter, Quacksalber und Marktschreier, über­haupt für die Torheit derjenigen zu verwahren, die in Krankheiten immer ihr Vertrauen am liebsten auf solche Personen setzen, die am wenigsten Beruf dazu haben."

Fausts Gesundheitskatechismus war nun das

Auswirkungen geschützt werden müßten. Das, was diese Frau am tiefsten angeht, wird niemand hören ihre Sehnsüchte, Freuden und Leiden macht sie am liebsten mit sich allein ab, und selbst Schmerzen sind oft bei der völligen Einkehr zu sich selbst von einer Süße und Kraft, daß aus ihnen schon neue Stärken geboren werden können. Sie braucht äußer­lich keine allzu große Beweglichkeit, denn ihr inner­licher Verbrennungsprozeß ist ständig im Gange und nimmt sie so vollkommen in Anspruch, daß sie ihre seelische Kräfteausgabe nur mit körperlicher Ruhe wieder aufholen kann. Sie wird wenige in ihrem Leben lieben, aber diese wenigen mit eben derselben Tiefe und Unvergänglichkeit, mit der sie einst als Kind ihre Puppe, ihre Glaskugel, ihren Hund geliebt hat. Sie ist eine Künstlerin des Allein­seins, Denn sie ist im Grunde in der menschlichen Gesellschaft mit ihren Gedanken ebenso allein, als wenn niemand bei ihr ist. Sie kann sich immer beschäftigen beschäftigen in sich selbst, mit sich selbst, denn sie bespiegelt mit derselben Eitelkeit, Freude ober Trauer ihr Inneres wie eine andere Frau ihre äußere Fassade. Sie entwickelt sich aus sich selbst heraus, lernt, arbeitet, greift an, zersetzt und löst die Dinge nach eigensten Gesetzen in steter

3ugeni> und Hochschule.

Bietungen der Schule und den Vorträgen über die Heim fürdie

Ziele der neuen Erziehung, die dmch L Ztbttd hatte ^ein Wort Spanisch

hinterlassen.

Villa in Blüten.

Ich mußte weiter, und in Guadalajara ließ ich mich von einer gemütlichen Pferdedroschke vor das Schulhaus fahren. Hatte sich mein Mann verirrt? Vorstadt mit Blumen, Parks und Gärten, und ich ging noch einmal heraus, ehe ich klopfte; aber da standColegio Aleman, und es war eingehüllt in Blüten und Blätter, wie ich nie ein Schulgebäude gesehen hatte. Es war gerade Pause, dreißig kleine Mädchen kamen, knixten und gaben mir die Hand, ich kam mir vor wie der Chef des Weißen Hauses und lächelte huldvoll. Der Direktor war schon ein alter Kämpfer; er hatte sein Zimmer voll aztekischer Erinnerungen, war stolz auf die tadellose Einrich­tung seiner Schulräume und führte ein schneidiges Regiment.

Heim der Hitlerjugend.

Als ich nach Miraflores kam, der vornehmen Garten- und Villenftadt von Lima in Peru,Gringo- flores" sagen die Einheimischen gern, weil so viele Ausländer, Gringos, dort wohnen, war gerade Samstagnachmittag. Ich war zusammen mit einem neuen Lehrer, der eben frisch von Deutschland ge­kommen war und sich an seiner neuen Arbeitsstätte melden wollte. Nach langem Irren kamen wir hm, glaubten uns erst zu täuschen, weil daneben Tennis gespielt wurde, aber es war richtig, die Plätze ge­hörten mit dazu. Es mar ein neu gestrichenes, ele- qantes Haus, aber alles leer, nur cm fernes Ge- murmel im Dachftock ließ sich vernehmen. Wir krochen im Dunkeln über Hühnerleitern und streckten die Köpfe aus der Falltür da rannten Jungen mit Sieden und Zeltleinwand, ein würdiger Herr i bewegte einen Zollstock, ein Lehrer wachte mit > Luchsaugen.Kommen Sie ruff, hier entsteht em

heilig fei." '__ m , ,.

Von der Art des Buches geben einige Katechis- musfraqen und Antworten ein Bild. 171a. Sind Leckerbissen den Kindern schädlich? Ja, Leckerbissen, fette, teigige Mehl- oder Obstkuchen oder Back- um Zuckerwerk und alle süßen Sachen find den W dem sehr schädlich. 171b. Was schaben die SiM ketten? Sie sind nicht nur dem Körper ungeW sondern die Kinder werden dadurch auch zur Lecker« Hastigkeit verwöhnt, sie werden weichlich, empfin0' lich, eigensinnig, halsstarrig und selbstsüchtig. Alles soll ihnen süß sein und alles soll nach ihrem KopI gehen; und da in der Welt vieles sauer ist, uno vieles nicht nach ihrem Kops geht, so werden es mißmutige, mißvergnügte, unglückliche MenM"- 367 h. Wie könnte Die Obrigkeit an den mehrsien Orten Die ansteckenden Krankheiten und den unzähliger Menschen verhüten? Wenn sie die en ansteckenden Kranken an jedem Ort von der w - meinschaft der Gesunden in besondere, zu Diel Zweck errichtete Krankenhäuser absonderte; so wu den an diesen Oertern sich ansteckende Krankhe niemals verbreiten und das Leben unzayi g Menschen würde gerettet werden. .

Dr. Faust ist 1842 gestorben; sein Grab m Auae bürg trug später einen Denkstein mit der mung:Dem deutschen Manne, dem wa Freunde der Menschheit, dem Wohltäter der ZU» weiht diesen Stein die dankbare Schuljugend «o burgs".

Bezugnahme, Einnahme und Auslösung auf sich selbst und die wenigen, ihr nahestehenden Menschen.

Außenlebendig oder innenlebendig zwei vor­herrschende Typen in der Vielfalt menschlicher Wesensart beide von gleicher Wichtigkeit in der Entwicklung der geistigen wie körperlichen Welt.

Großstadtleute geworden, und dann führten sie mich zu ihrer neuen Schule. Das war allerdings ganz anders, das war ja wie in Deutschland! Ein Riesen­ding mit Stockwerken und Korridoren, und alles ging von Stolz geschwellt umher: war doch nicht nur eine blitzblanke Turnhalle, nein, auch em über­wältigender Schwimmtank auf dem Schulgrundstück fertig geworden, und in kurzem sollte das große Schulfest gefeiert werden, zu dem die ganze Kolonie kam, mit Kind und Kegel und Junggesellen, um sich zu vergnügen und Geld im schlaffen Schulbeutel zu

Buch, das solchen Unterweisungen vor hundert Jahren am häufigsten zugrunde gelegt wurde; es bestand aus zwei Abteilungen:Von der Gesund­heit" undVon Krankheiten". Die sechzehn Ab- schnitte des ersten Teils enthielten 106 Fragen; sie handelten u. a. von der Gesundheit und ihren Kennzeichen, von der Wartung der kleinen Kinder, von der Luft, der Reinlichkeit, der Kleidung, den Wohnungen, vom Brot und den Speisen, dem Wein und Branntwein und dem Tabak. Die zweite Abteilung mit acht Abschnitten und 94 Fragen de- schästigt sich u. a. mit dem Verhalten m Krank- beiten und Fiebern, mit den ansteckenden Krank­heiten, dem Verhalten nach Krankheiten, den Schu­len. Dem Buche geht nach dem Entwurf ein Ge- dicht vorauf, dessen erste Sttophe lautete:Des Leibes warten und ihn nähren, / Das ist, o Schöp­fer, meine Pflicht. / Mutwillig feinen Bau ver- ehren, / Verbietet mir fein Unterricht. / 0 stehe mir mit Weisheit bei, / Daß diese Pflicht mir

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I meinte, er habe sich ganz gut mit ihnen unterhalten.

Osorno auf der Höhe.

Das sind die reichen Schulen, wie sie in den Städten stehen und von Bürgern und Kaufleuten unterhalten werden. Die schönste davon sah id) m Osorno in Südchile, ein Bau, der in ganz Süd­amerika Epoche machen wird durch seine kühne und moderne Konstruktion; weit ragt sein viereckiger weißer Turm über Die Dächer der Stadt. Eme große Tat derselben Stadt war vor zwei Jahren die Grün­dung einer landwirtschaftlichen deutschen Schule, zu der aus ganz Chile die Bauernsöhne kommen.

echtes Kulturgut enthalten, von Selbstbildung ausgehen können.

Was die Schule in ihren Elternabenden, Feier­stunden und sonstigen Elternveranstaltungen den Müttern und Vätern vor allem nahedringen mochte, ist jenes Wort Pestalozzis:Komntt laßt uns un­seren Kindern leben!" ßeben und Schaffen für die Kinder das muß wieder fdjonfter Sinn des Feierabends werden.-Im Kreise der Familie soll das deutsche Kind zum ersten Male die Seele feines Volkes erleben. Das deutsche Märchen und das Kinderlied erschließen ihm das Tor zum deut­schen Volkstum. Die deutsche Frau findet hier die schönsten Aufgaben 1^65 ^61361196^1^. 9as Kind bedarf in der Periode des Spiels nicht nur kindertümlicher, feine Anlagen fordernder Befchasti- gungsmittel, mit denen es sich selbst überlassen bleibt, sondern auch eines regen geistigen Verkehrs mit den Menschen seiner Umwelt, in dem die grund­legenden geistigen Funktionen sich entwickeln können. Für solche plan- und sinnvolle Beschäftigung mit TLSNLSM-L wm-ä®» Öen Eltern zugleich auch wertvolle Anregungen für anftaltungen. ________

die Gestaltung ihrer eigenen Freizeit. In den Dar-l