Einzelbild herunterladen

Wirtschaft

Daten für Samstag, 15.Sevtember.

1834: der Geschichtsschreiber Heinrich v. Treitschke in Dresden geboren (gestorben 1896); 1882: der Unterseebootführer Otto Weddigen in Herford ge­boren (gestorben 1915); 1926: der Philosoph Ru­dolf Eucken in Jena gestorben (geboren 1846); 1933: Göring eröffnet den Preußischen Staatsrat.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen.

Daten für Sonntag, 16. September.

1736: der Glasbläser Daniel Fahrenheit im Hang gestorben (geboren 1686); 1836: der Chirurg Ernst v. Bergmann in Rufen in Livland geboren (gestorben 1907); 1920: Rückkehr des Abstim­mungsgebietes in Ost- und Westpreußen unter deut­scher Verwaltung.

ten, welche sich In die Anordnungen, die man zum allgemeinen Besten räthlich glaubt, nicht fügen wollen, und wird sie in Frieden ziehen lassen, um so mehr, da die Akademie nur durch diese Krise gewinnen kann, indem sie rohe und unruhige Sub­jekte los wird, und so kann ihr dieser sonst unan­genehme Vorfall zum Nutzen gereichen. Ich werde durch die Herren Geheimräte veranlaßt, Ew. Erz­bischöflichen Gnaden hiervon einige Nachricht zu ertdeilen und halte es selbst um so mehr für Pflicht, als ich vermuthen kann, daß es denenselben ange­nehm sein dürste, die Ankunft dieser Emigranten zum Voraus zu erfahren ...

Am 19. Juli 1792 kurz nach der Mittagsstunde begab sich Endesunterzeichneter in das Gartenhaus des Kriegssekretär Mayern, um die Ankunft der wandernden Studenten (in Weimar) zu beobachten. Er sand den Schlagbaum des Kugelthors niederge­lassen, der Adjutant hielt vor demselben zu Pferde, zwei Husaren an der Seite der Brücke gegen die Mühle zu. Man sah viele Menschen .die Chaussee herunterkommen; es waren Weimaraner, welche die Neugierde den jungen Abenteurern entgegengeführt hatte. Die nachfolgenden Studenten konnte man weil sie auch ohne Ordnung giengen, von dem Trupp nicht eher unterscheiden, der vor ihnen her nach der Stadt eilte, als bis sie auf der Mitte der Brücke Halt machten und, wie es mir schien, stutzig und mißtrauisch das versperrte Thor, die ins Gewehr getretene Wache, den Adjutanten und die Husaren onsahen. Sie blieben jedoch ohne Schein von Be- rathschlagung einige Minuten stehen, endlich setzten

sich dle vordersten In Bewegung, kamen herunter, begrüßten den Adjutanten, der ihnen den Weg an- zeigt, den sie zu nehmen hatten. Die Husaren ritten gegen das Gerberthor zu und die Studenten folgten chnen. Es war ein Einziger dabei zu Pferde der den Zug anführte, nachdem ungefähr ihrer dreißig als Avantgarde vorausgegangen waren. Sie suchten nunmehr ihrem Marsch Ansehen zu geben. Drei oder vier giengen Arm in Arm nebeneinander, einige, die nebenher giengen, bemichten sich vergebens, die Glie­der in Ordnung zu bringen und eine langsam an­ständige Bewegung einzuleiten. Sie waren meisten- cheils sauber gekleidet, theils in sehr kurzen Jäck­chen, theils in sehr langen Ueberröcken. Meist hat­ten sie Säbel und Hirschfänaer Überhängen, und ein Theil trug Stöcke. Wenige hatten Pistolen im Gür­tel. Sie gingen alle still und man dürfte wohl sagen verdrießlich, keinen Ausdruck von Frechheit oder Wildheit bemerkte ich. Man schätzt den Zug gegen dreihundert, ob ich gleich niemand gesprochen habe, der sie gezählt hatte. Es folgten einige offene Fuhr­werke zu zwei bis drei Studenten. Sodann etwa zehn Leiterwägen mit Koffern, jedoch nicht schwer beluden. So ging der Zug, wie ich höre, ruhig den angewiesenen Weg bis zum Erfurter Thor hin­aus.

I. W. v. Goethe."

Die Studenten kehrten am 23. Juli aus ihrem Exil in Nohra nach Jena zurück, nachdem die Re­gierung den Abzug der Truppen und eine unpar­teiische Untersuchung vorhergegangener Zwischen­fälle in Jena zugesagt hatte.

lerem, spater jedoch ruhigem Geschäft geräumt. Die Preise gingen um etwa 1 bis 2 Mark zurück, gute Kälber blieben unverändert.

Das Geschäft am Schweinemarkt nahm trotz etwas stärkerer Beschickung (4852 gegen 4778) einen mittelmäßigen Verlauf, es verblieb bei un- veränderten Preisen nur mäßiger Ueberstand.

Hämmel wurden bei gut gehaltenen Preisen und ruhigem Handel geräumt, der Auftrieb war um 20 Stück auf 183 erhöht.

Am Schafmarkt lagen geringe Schafe emp­findlich niedriger, wogegen beste und mittlere ihren vorwöchigen Preisstand behaupteten. Nach mittle­rem bis ruhigen Handel wurde der um 47 auf 125 Stück erhöhte Zutrieb etwa geräumt.

Frankfurter Börse.

rNillagsbörfe: ruhig, aber fteundllch.

Frankfurt a. M., Die Börse hatte angesichts einer ganzen Reihe günstiger Wirtschaftsnachrichten einen durchaus freundlichen Grundton, die Umsatz- tätigkeit hielt sich aber nach wie vor in engen Gren­zen, da die Zurückhaltung von Kundschaft und Ku­lisse fortbestand. Lediglich einige Spezialpapiere be­gegneten etwas größerem Interesse. Obschon beson­ders für den Montanmarkt die meisten Anregun­gen vorlagen verwiesen sei hierbei auf die 70 v. H. höhere Roheisengewinnung gegenüber dem Vorjahr, auf den guten Hoesch-Abschluß und den mexikanischen Rährenauftrag für Deutschland lag dieser Markt ziemlich vernachlässigt bei unein­heitlicher Kursbildung.

Während Harpener 1 und Mansfelder Verbau 0,13 v. H. anzogen, gaben Mannesmann 0,90 und Stahl- verein sowie die meisten übrigen Werte um 0,25 d. H. nach. Auch Chemiepapiere lagen ungleichmäßig. Farbenindustrie weiter vernachlässigt bei 145,25 (145,40), ferner Rütgerswerke 0,13 o. H. niedriger. Metallgesellschaft gaben auf eine weniger optimi­stische Verwaltungsäußerung in der Dividenden- frage 0,75 v. H. nach, andererseits waren Scheide- anftalt 1,5 v. H. fester, wobei die Nachricht über Gewinnung einer Ersatzgoldlegierung etwas stimu­liert haben dürfte. Am Elektromarkt büßten Sie­mens 1,50, Gesfürel und AEG. je 0,50, Licht & Kraft 0,25 v. H. ein, wogegen Betula 0,90, Elektr. Liefe­rungen 0,50 v. H. und Schuckert 0,75 v. H. gewan­nen. Schiffahrtswerte konnten sich etwas erholen, Hapag plus 0,25 v. H., Nordd. Lloyd plus 0,90 v. H. (Fernen! Heidelberg waren erneut kräftig höher ge­sucht und zunnächst ohne Notiz. Die Sanierungsoor­schläge für Zellstoff Waldhof im Verhältnis 2:1 bil­deten keine Ueberraschung; Waldhof notierten etwa 48 (47,75). Im einzelnen eröffneten u. a. Reichs­bankanteile 1 o. H., AG. für Verkehr und Kunstseide Aku je 0,25 v. H. niedriger.

Der Rentenmarkt lag im ganzen freundlich. Reichsaltbesitz 96,50 (96,40), späte Reichsschuldbuch- forderungen 94,40 bis 94,50, Zinsvergütungsscheine lagen gut behauptet, dagegen Kommunal-Umschul- dungsanleihe schwächer. Von fremden Werten ten­dierten Mexikaner.und Ungarn bei kleinen Verän­derungen uneinheitlich.

Im Verlaufe setzten sich am Aktienmarkt bei aller­dings weiter kleinem Geschäft überwiegend leichte Erhöhungen von 0,25 bis 0,50 v. H. durch. Stärker erhöht waren Zellstoff Aschaffenburg, die bis 67

, nach anfangs 65,75 notierten. Ferner kamen Ce- - ment Heidelberg mit 116,50 um 1,50 v. H. fester l zum Kurs, andererseits verloren Lahmeyer 1.50 i v. H., Ilse Genuß 1 v. H.

Auch am Rentenmarkt zogen die variablen Pa- I Piere eine Nuance an, Altbesitz 96,65, späte Reichs- i schuldbuchforderungen 94,50 Geld. Der Pfandbrief- markt lag bei sehr kleinem Geschäft meist gut be- - hauptet, auch Stadt- und Staatsanleihen wiesen ° keine größeren Veränderungen auf. Etwas größeres ! Geschäft entwickelte sich im Freiverkehr für einige : russische Werte bei höheren Kursen. Warschau gegen 1 Wien 10 bis 10,75, Russen gegen Südwest 3 bis 1 3,25 v. H.

Am Geldmarkt war Tagesgeld zu 3,25 v. H. zum : Medio etwas gesucht.

Abendbörse: freundlich.

Anschließend an den Mittagsschlußverkehr lag auch die Abendbörse freundlich, wenn auch die Um- sätze kein größeres Ausmaß erreichten.

Der Aktienmarkt zeigte gegen den Berliner Schluß zumeist gut behauptete, teilweise auch mäßig höhere Kurse. Etwas schwächer lagen Bemberg ( 0,50 v. H.). Der Verlauf brachte keine Aende- rungen.

Der Rentenmarkt verkehrte gleichfalls in freund­licher Haltung, allerdings war auch hier der Um­satz klein. Interesse fanden Altbesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen mit je plus 0,13 v. H. Lebhafteres Geschäft hatten im freien Markt wieder Russenwerte und Warschau-Wiener zu 11,50. Rus- sen-Südwest galten 3,50 Geld, 1902er Russen 1,55 bis 1,60, Gulden-Russen 1,55. Auch industrielle Ge­nußrechte blieben beachtet und behauptet. Am Kassa­markt notierten Feinmechanik Jetter mit 56,75 um 1,25 v. H. fester. Großbankaktien blieben unverän­dert bis auf OO-Bank, die 0,25 v. H. verloren. Am Auslandsrentenmarkt erreichten 4 v. H. Schweizer Bundesbahn von 1912 mit plus 0,50 v. H. die 200-Grenze, 3,50 v. H. do. 186,50 (186).

U. a. notierten: Altbesitz 96,75, 6 v. H. Stahlver­ein 78,75, Commerzbank 67,50, vv-Bank 71,25, Dresdner Bank 74,50, Reichsbank 152,75, Gelsenkir- chen 60,50, Harpener 105,25, Phönix 47,13, Rhein- stahl 90, AKU. 67,50, Bekula 147,75, Bemberg 69,50, Chade Lit. A bis C 217,50, Daimler 48,13, Scheideanstalt 217, IG. Farben 145,40, Gesfürel 112, Holzmann 78,75, Junghans 56, Metallgesell­schaft 93,50, Schuckert 95,50, Siemens 148,50, Aschaf­fenburger Zell 66,50, Reichsbahn-Vorzugsaktien 112,13, Nordd. Lloyd 29, Anatolier Eisenbahn 37,90.

Mainzer Getreidemarkt.

Mainz, 14. Sept. Bei ruhiger Allgemein­tendenz und kleinem Geschäft notierten (Groß­handelspreise per 100 kg loko Mainz) in RM.: Weizen 20,60, Roggen 16,60, Hafer 16,00 ab Sta­tion, Braugerste 19,50 bis 20,25, Jndustriegerste 18,75 bis 19,00, Malzkeime 15,50 bis 15,75, Weizen­kleie 10,50, Roggenkleie 9,72, Biertreber 17,00, Soyaschrot 12,80.

Frankfurter Buttermarkt.

Frankfurt a. M., 14. Sept. Die Anlieferungen in deutscher Butter bleiben infolge des Rückgangs der Milchzufuhren recht knapp. Auch hier findet ein Ausgleich durch genügende Zufuhren von aus­ländischer Butter statt. Die Nachfrage des Publi­kums ist klein und kann voll beftiedigt werden. Die Preise blieben unverändert.

Die Großhandelsverkaufspreise an den Klein­handel lauten wie folgt: Deutsche Markenbutter 145, feine deutsche Molkereibutter 142 bis 143, deutsche Molkereibutter 138 bis 140, Landbutter 125 bis 130, Holländer 145 bis 146, andere aus­ländische Butter etwa 140 bis 145 RM. pro 50 kg.

Frankfurter Eiermarkt.

F r a n k f u r t a. M., 14. Sept. Während noch an­fangs der Woche in deutschen Eiern genügend Ange­bot vorhanden war, zeigte sich am Wochenschluß etwas stärkere Knappheit, die jedock nicht ins Ge­wicht fiel, da dem ausreichende Anlieferungen aus­ländischer Eier gegenüberstanden, und zwar aus Holland, Belgien, Dänemark und dem Balkan. Da­neben ist die Nachfrage des Konsums wieder sehr klein geworden, so daß die vorhandenen Bestände vollkommen für den Bedarf ausreichen. Die Preise erfuhren gegen die Vorwoche keine Veränderung.

Es notierten in Pf. pro Stück frei Frankfurt a. M. im Großhandel an den Einzelhandel: Deutsche Markeneier Kl. S 11, Kl. A 10V<, Kl. B 9V2, Kl. C 83/4, Kl. D 8. Holländer Kl. S. IOV2, Kl. A 10, Kl. B 9V2, Kl. C 8V2 bis 9. Flandern Kl. S 10V«, Kl. A 93/4, Kl. B 9V«, Kl. C 8V2. Danen Kl. S 10V«, Kl. A 93/4, Kl. B 9*/4, Kl. C 8V2. Rumänen und Jugoslawen 8/4 bis 9, Bulgaren 8V< bis 91/«.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 16. September. 16. nach Trinitatis.

Gießen. Sladlkirche. 8 Uhr: Pfarrvikar Balz: zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Matthäusgemeinde; 9.30: Pfarrvikar Balz; Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus- und Markus- gemeinde; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfarrvikar Balz. Iohanneskirche. 8: Pfr. Bech- tolsheimer; zugleich Christenlehre für die Neuton- firmierten der Lukasgemeinde; 9.30: Pfr. Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld; 20: Bibelbesvrechuna im Johannessaal; Pft. Anthes. Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfr. Anthes; 10: Kinderkirche für die Lutherge« meinde; Pfr. Anthes. petruskapelle. 9.30: Pfr. Trapp; 10.45: Kinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfr- Trapp. Gemeindefaal (Liebigftraße 56). 14: Taubstummengottesdienst; Pfr. Bechtolsheimer. Diefeck. 9.30: Gottesdienst; 10.45: Christen- lehre. Allen-Vvfeck. 10: Gottesdienst; 13: Ehrt- stenlehre. Grohen-Bufeck. 10.30: Gottesdienst; 11.30: Christenlehre. Oppenrod. 8.30: Gottes­dienst mit Feier des hl. Abendmahls; 8.15: Beichte. Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; Kollekte für die ev. Gemeinden Oesterreichs; 11: Christenlehre (Fest der deutschen Schule). Kirchberg. 10: Got­tesdienst; 11: Christenlehre für die männliche Ju­gend. Lollar. 20: Kleinkinderschule. Treis an der Lumda. 10: Hauptgottesdienst. klein- Linden. 9: Gottesdienst; hl. Abendmahl für die Jungverheirateten; 11: Kindergottesdienst. Wat­zenborn-Steinberg. 10: Kirchweihgottesdienst. 11: Kinderfestgottesdienst. Garbenteich. 10: Gottes­dienst. Haufen. 13: Gottesdienst. Langsdorf. 10: Christenlehre; 11: Hauptgottesdienst; Eröff­nungsfeier der Konfirmandenzeit. Bettenhaufen. 13.30: Hauptgottesdienst; Eröffnungsfeier der Kon­firmandenzeit. Hungen. 9.45: Gottesdienst, sodann Vorbereitung und Feier des hl. Abendmals; 19.30: Abendmahlsgottesdienst; 21: Frauenhilfe. Langd. 13: Gottesdienst. Wirberg. 9.30: Gottesdienst; Kollekte. Veitsberg. 10.45: Gottesdienst und Christenlehre; Kollekte. Harbach. 12.30: Gottes­dienst und Christenlehre; Kollekte. Ober-Gleen. 8.45: Kindergottesdienst; 9: Feierlicher Eröffnungs­gottesdienst des Konfirmandenunterrichts; 10.10: Letzte Christenlehre; feierliche Entlassung der Chri­stenlehrpflichtigen des Jahres 1932. Kirtorf. 13: Hauptgottesdienst; 14.10: Letzte Christenlehre; feierliche Entlassung der Christenlehrpflichtiaen des Jahres 1932; 14.30: Kindergottesdienst. Albach. 12.30. Steinbach. 10.

katholische Gemeinden.

Samstag, den 15. September.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, 16. Sevt. 17. Sonntag nach Pfingsten.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommu­nion der Kinder; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 14.30: Andacht. Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Vortrag und Andacht. Lich. 10: Hochamt mit Predigt; A): Vortrag und Andacht. Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt.

Mittwoch, den 19. September.

Hungen. 6.15 Uhr: Messe.

Neuapostolifche Gemeinden Gießen.

'Händelsttaße 1 und Ederstrahe 13.

Gottesdienste:

Sonntags 9.30 und 16 Uhr. Mittwochs: 20.30 Uhr.

Oeffentlicher Sonntagsdienst.

Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01.

Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Tele­fon 02.

Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.

Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr.

Sanitätskolonne: Telefon 2500.

Aerzte : Dr. Malech, Dr. Mehl.

Zahnarzt: Dr. Schüttler.

Apotheke: Hirsch-Apotheke.

Wochenbericht

vom Frankfurter Vroduktenmarkt.

Nachdem nun auch am Frankfurter Getreide- großmarkt die für das Reichsgebiet einheitlich fest- gefetzten Naturalgewichte für Getreide in Kraft ge= isttzt sind und die Zu- und Abschläge für Getreide unö Futtermittel hinsichtlich der Qualitätsabwei­chungen festgelegt wurden, ist der erste Abschnitt der Ernteverwertung im Gange.

Am Weizen markt zeigte sich umsangreiches Angebot, während die entsprechende Aufnahme fehlte, da die Mühlen allgemein über Raummangel infolge großer Bestände klagen. Hinzu kam, daß sich das Weizenmehlgeschäft in sehr engen Grenzen hält. Im Rahmen der festgesetzten Preise erfolgten nur hier und da kleine Käufe.

Für Roggen waren die Absatzverhältnisse we­sentlich günstiger. Zwar ist bei den Großmühlen Roggen ebenfalls nur schwer unterzubringen, dafür sind aber die Klein- und Mittelmühlen für den laufenden Bedarf gern Aufnehmer, wobei diese Mühlengruppe in der letzten Zeit an neuen Roggenmehlverkäufen wesentlichen Anteil hatten.

Am Hafermarkt bestand weiterhin rege Nach­frage, insbesondere nach gelbem Mittel- und leich­tem Weißhafer. Infolge des nur geringen Angebots blieb der Umsatz gering. Schwerer Hafer war in« jjolge^ber erhöhten Aufgelder ziemlich stark am

Futtergerste hatte ebenfalls nur minimales Angebot. Das kleine Futtergetreidegeschäft wird -auch vielfach darauf zurückgeführt, daß für die 'Großhändler noch keine Handelsspanne besteht.

Die Nachfrage nach Kraft futtermitteln, »besonders zur Lieferung für die Herbstmonate, er lfuhr eine sichtliche Belebung, die Hersteller gehen Ibereits wieder zu geringeren Zuteilungen über. Für 'Muhlennachfabrikate, also Kleie, wurden in die- !ser Woche die Höchstpreise festgesetzt, die merklich unter den Preisen vor dem Erlaß der Höchstpreis- Verordnung liegen. Da die Mühlen aber kaum -War« atz«eberl, hat sich das Geschäft noch nicht ent- 1 wickelt. Die Höchstpreise für Weizenkleie betragen lim Festpreisgebiet WXIII 10,30, für W XVI 10 50 Ifür Roggenkleie im Festpreisgebiet R XIII 9,48 und

Wochenbericht

00m Frankfurter Scklachtviebmarkt

Bei ruhigem Geschäftsgang zeigte der Frank- Mrter Schlachtviehmarkt in der abgelaufenen Woche Steine stärkeren Preisveränderungen. Die Zufuhren Waren zumeist etwas vermindert, oder bewegten sfich etwa auf der Höhe der Vorwoche. Die Nach­frage aus dem Konsum war in dieser Woche etwas schwächer. Die Metzger hielten in ihren Einkäufen istwas zurück.

Am Großviehmarkt standen insgesamt 11334 ( 241) Tiere zum Verkauf. Bei ruhigem Ge- ischäftsgang verblieb etwas Ueberstand. Mittlere lund geringe Ochsen, sowie Färsen konnten ihre greife um 1 bis 2 Mark verbessern, Kühe gaben l bis 2 Mark nach, während Bullen unverändert iolieben.

Am Kälb ermar kt wurde der Auftrieb von insgesamt 1565 (171) Stück nach anfangs mitt-

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H.,

Franour. u. Dl.

Her.

.Ttani ui ... Di.

Berlin

iVranf'urt a.Dc

Berlin

Schluß­kurs'

«SchlUßl. Abend- bSrse

Schluß­kurs

(schlußk. Mittag- börse

Schluß­kurs

Schluß?. Abend» börse

Schluß­kurs

Schluß?. Mitiag- börse

Schluß­kurs

Schluß,. Abend»

Schluß­kurs

Schluß?. Mittag-

Datum

13-9.

14.9.

13.9-'

14-9.

Datum

13.9.

| 14-9.

13.9.

14.9.

Datum

13-9-

| 149.

139.

14.9

! r'% Deutsche Reichsanleihe v. 192? '-o ef)em.7% Tl.Neichsanl. v. 1929 %% Young-Anleihe von 1930 .. deutsche Anl.-Ablös.-Schukd mit i AuSlos.-Rechten .............

94,75

94,75

95

95

4 0 desgl. eerie I> ......

g

8

_

_

Mansfelder Bergbau......

Kokswerke...............

Phönix Bergbau..........

Rheinische Braunkohlen ... Rheinslahl...............

Bereinigte Stahlwerke.....

Ltavi Minen ............

Kaliwerke Aschersleben.....

Kaliwerke Westeregeln.....

Kaliwerke Salzdetfurth ....

79,25

47,13

246

90

14,25

78 100,13 46,25 247

79

100,9

247

93,25

96,4

93

96-75

93

96,3

94

96,9

vereint». Rente v. 1903 ^.Oiumän.vereinh.Rentev.1913 9 "ercinh. Rente ..

4,25

7

4

37,65

25,4

4,25

7

4

37,9

6 9

4,1

37,75

25,5

4,13

38

26,65

... 0

... 0

. 10

247 89-65

14

'-esgl. ohne Auslos.-Rechte......

(% ehern.8°/o Hess. Volksstaat 1929 , lructzahlb. 102%) ....

93,5

90

93-75

90

93,75

93,6

Hamburg-Amerika-Paket .. . 0

.. 0

.. 0

90

40,25

14,13

90

40,4

14,13

V. Hell- Landesbank Darmstadt Gold R. 12.......

Hamburg-Südam. Dampfschiff. Ö

Hansa-Dampfschjff........... 0

.. 5

.. 5

129.5

128,5

129

128

129,5

129,5

129

129

¥*%. Hess. LandeS-Hypotheken.

Norddeutscher Lloyd .... 0

28,65

29

29

28,9

vy2

159

158,5

159-5

159

^mftabt Liaui.........

90,25

füt Verkehrswesen Akt. .. 0

71,75

71,5

71,5

72,5

Provinz-Anleihe mit

Berliner Handelsgesellschaft ... 4

96

96

96,25

I. G. Farben-Jndustrie ....

R

145,4

145.4

145

145,13

97,5

98

^0 NI merz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto-

67,25

67,5

67,25

67,5

Scheideanstalt ...;........

.. 9

216,5 91

217

92,25

putsche Komm. Sammelabl. Än>

Goldschmidt .............

.. 0

90,65

92.6

»leihe sene 1 mit Auslos.-Rechten

98,5

99,4

_

99,5

Gesellschaft................ 0

72,25

71,25

72,25

71,5

Rütgerswerke............

.. 0

42

42.13

42 L 25

42,25

ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank KGoldpfe. 15 unkündbar bis 1935

ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank «Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 5:i% ehern. 4yt% Franks. Hyp^

90,25

Dresdner Bank........... 0

Reichsbank ............ 12

74,5

153,5

74,5 152,75

74,5 153

74,5

153,5

Metallgesellschaft..........

.. 0

92,5

93,5

92,5

93,75

90,75

90,75

91

Philipp Holzmann.........

.. 0

79,75 115

78,75

117,5

79,5

78,75

90,5

90,5

90,75

A.E.G.................. 0

27,75

146,4

27,25

27,25

27,25

Zementwerk Heidelberg ....

.. 0

90,75

90,5

Bekula....... n

147,75

146,5

147,9

Cernentwerk Karlstadt.......

.. 0

127,5

127,5

*

1 5'2% ehern. 4'/t% Rheinische

AAr. Sieferungsgesellschaft... 6

102,75

101,75

102,5

102,25

Hyo.-Bank-Liau.-Goldpse.....

: 6 , ehern. 8% Pr. Landespfand.

90,65

90,75

Licht und Kraft ............. 6

116

115,5

116,25

115,75

Schultheis Patzenhofer .....

.. 0

113

112,5

Seitens Guilleaume......... 0

76,75

76

76,4

76,4

Aku (Allgemeine Kunstseide)

Bemberg.................

.. 0

_

67,5

67

67,65

nciefanstalt, Pfandbriefe R. 19

93

93

101,65

93

Gesellsch.f.Eleklr.Un Vernehmung. 5

112

112

112

112

.. 0

69,5

140,5

140

1 P ehern. 7% Pr. Landespfand. E'riefanRalt, Pfandbriefe R. 10

93

94

101,6

Rheinische eieftrtjiidl ......5

Schuckert L Co...............6

102,5

95,25

102,5

95,5

148,5

123

95,5

103

95,25

Zellstoff Waldhof ..........

Zellstoff Aschaffenburg .....

.. 0

.. 0

47,75

66

48

66,5

47,75

65,5

48

67

kituergutsch. Verrechnungskurs..

101,6

94 101,65

Siemens L Halske............7

Lahmeyer L Co.............10

_

148,25 123

149,25

123

87,25

116,65

Dessauer GaS.............

Daimler Motoren..........

Deutsche Linoleum.........

Orenstein & Koppel........

Leonhard Tietz............

Chade ....................

Accu mulatoren-Fabrik......

.. 7

48,25

57,75

27

48,13

57,75

27,75

217,5

179

125,5

48 57,75 87,5 27,5

127,25

47,9

57,5

89,4

27,9

15 Oesterreichische Goldrente....

13% Oesterreichische Silberrente

1 13 Ungarische Goldrente.......

32,75

1,15

7,71

7,15

L1

7,9

7,4

32,5

1,2

7,9

7,4

1,05

7,9

7,45

Buderus ...................0

Deutsche Erdöl..............4

87,4

116

116,13

60,5

105,25

87,75

116,13

.. 0 .. 0 .. 0

1 '°l Ungarische Staatsrente v. 1910 [' % desgl. von 1913..........

*#11 abgest. Goldmexikaner von 99 [ Türkische Zollanleihe von 1911 ^erte$e Bagdadbahn-Anleihe

Gelsenkirchener..............0

Harpener.................0

60

104

59-5

104,25

60,4

105,5

.. 0

_

215,25

219

179

7,3

11,75

7,4

11,9

7,4

12

7,5

12,13

Hoesch EisenKöln-Neue ssen .. 0

Ilse Bergbau ...............6

Ilse Bergbau Genüsse........6

Klöcknerwerke ...............0

170,5 132

71,4

131

72 170,5 131,5 77,25 70,75

74,25

131,5

77,4

70,75

Conti-Gummi.............

Gritzner..................

. 0

.. 01

130,5

27,5 1 187!

130,65

27,75 1

78,51

130,13

27-651

130,5

27,5

8

8

77,4 71

Mainkraftwerke Höchst a.M..

vuooeuricher Zvaer.......

.. 8|

1871

Lombardzinsfuß 5 v. H.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

Banknoten.

13-September

14-September

Amtliche Dotierung

Geld | Srle>

Amtliche □iotierunr.

Geld

Eric

Buenos Sliter

0,666

0,670

0,666

0,670

Brüssel.....

58,545

58,665

58,545

58,665

Rio de Jan.

0,184

0.186

0,184

0,186

Sofia......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

55,39

55,51

55,39

55,51

Danzig.....

81,97

82,13

81,97

82,13

London .....

12,405

12,435

12,405

12,435

HelsingsorS..

5,475

5,485

5,475

5*485

Paris ......

16,50

16,54

16,50

16,54

Holland ...

169,73

170,07

169,73

17(LÖ7

Italien.....

21,55

21,59

21,54

21,58

Japan ......

Jugoslawien

0,741

5,714

0,743

5,726

0,743

5,714

0,745 5,726

LSlo..... ;

62,35

62,47

62,35

62,47

49,05

48,95

49,05

Lissabon....

Stockholm...

11,26

63,97

11,28

64,09

11,26

63,97

11,28

64,09

Schweiz ....

81,67

81,83

81,67

81,83

Spanien....

Prag.......

34,32

10,44

34,38

10,46

34,32

10,44

34,38

Budapest ...

10,46

Neuyork...

2,481

2,485 1

2,481

2,485

Berlin, 14-September

Geld

Brie'

Amerikanische Roten..............

2,433

2,453

Belgische Noten..................

58,385

58,625

Dänische Noten .................

55,24

55,46

Englische Noten .................

12,37

12,4)

Französische Noten...............

Holländische Noten..............

16,46

169,31

1M2

169 99

Italienische Noten................

21,42

21,50

62,43

Norwegische Noten ..........

62,19

Deutsch Oesterreich, A 100 Schilling Rumänische Noten.....

Schwedische Noten..............

63,80

64,08

81,81

34 32

Schweizer Noten.................

Spanische Rote».................

Ungarische Noten................

81,49 34J8