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Noch vor hundert Jahren brachte der Postreiter
oder die Fahrpost die „neue Zeytung", freudig begrüßt von Fung und Alt, zu den wenigen Orten mit, die an der „Postroute" lagsn. Und diese Zeitungen kamen damals nicht täglich heraus, sie wurden mit der Hand geschrieben, gesetzt, gedruckt. Man kann in der Ge- schichte der Post von unserem großen Seneralpostmeister von Stephan, dem Schöpfer des Weltpostvereins, lesen, wie langsam im Grunde der Vertrieb der Zeitungen selbst nach 1870 noch vor sich ging. Wie stolz war er auf die Entwicklung seines „post.Zeitungsamtes"! Wenn dieser weitvorausschauende, aus Kleinem zu Großem erwachsene Mann, hätte erleben können, wie sich in unseren Tagen des Aufbruchs die Technik der Zeitungsherstellung und des Vertriebes entwickelt hat, er wurde selbst über die Ziffern lächeln, die ihm schon groß erschienen.
Denn die Technik hat den Schriftleitungen für das Nachrichtenwesen den Funkdienst, den Druckern für das Sehen und Drucken die schnellarbeitende Setzmaschine und Druck. Maschinen bis zur Schnelläufer-Votationsmaschine mit fast irrsinnigen Leistungsziffern (30000 Exemplare in der Stunde) zur Verfügung gestellt. Und der Vertrieb? Schnell, fahrende Züge, Triebwagen, Autos, Älihflugzeuge, Flugzeugstühpunkte auf hoher See und der Fernzeppelin ... immer neue Möglichkeiten stellen die Tageszeitungen zugunsten ihrer Leserschaft, zugunsten der Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Streuwirkung in ihren Dienst.
Obendrein folgen sie dem starkem Auftrieb der neuen großen Führung mit dem Willen zur vollen Leistung im Gefüge des neuen Werdens. Auch das hat Stephan, der urwüchsige Mann aus dem Volke, bei aller Sehergabe nicht ahnen können,- und doch war ihm klar, was seht in unserem nationalen und sozialistischen Volksstaat zu ganzer Wahrheit geworden ist:
Jeder Deutsche
ist Leser, Gefolgsmann, Freund einer Tageszeitung!


