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Geschichten aus aller Welt

Betörung des Urwaldes. Der Wald hat ihn mit

Zeitschriften.

,2) i e Kun st", die führende illustrierte Mo-

(Verlag F. Bruckmann, AG., München) bringt in

Schlaraffenlandes geschwelgt hat. Er Wort und Klang haben sie an mich weitergegeben, rhörter Faulenzer. So unausdenkbar Das Buch ist ihren Händen entfallen, und das

den Hans Thoma einst für den Musttjaal eines i st o ck erhielt em Münchener Privathauses gemalt hatte, und der nun kalische Chemie in der Stuttgarter Staatsgalerie der Oeffentlichkoit «Aachen.

Lied ist verklungen, lange, lange schon. Die Liebe zu ihren Büchern habe ich aus ihren Schattenherzen

seine Frucht- und Gewürzschiffe, duften noch seine Magazine, blitzen noch die Goldtore der arabischen Bauten.

Unter meinen Ahnen lebten Dichter und Musiker.

scheu keramischen Werkstätten.

3n anderer Weise wirkte die deutsche Zement­industrie anregend und befruchtend auf die B a u - i n d u st r i e, und zwar zunächst vor allem des H o ch b a u s. Die schon hervorgehobene ständige Steigerung der Güte der Zemente in bezug aus ihre mechanische Festigkeit wirkte sich vor allem bei der Entwicklung des Eisenbetonbaues aus. Großtaten deutscher Jngenieurtechnik zeugen von den Erfolgen dieser glücklichen Verbindung. In der ganzen Welt sind die kühnen und künstlerisch dabei schönen, Bauten deutscher Brücken gerühmt Mit dem Aufschwung des deutschen Wirtschaftslebens feit 1933 hat die allenthalben einsetzende Belebung des Baumarktes die Produktion 1)0^61:11961:5tunft= baustoffe außerordentlich gesteigert. Ganz besonders

Zurück bis in die Urzeit reichen sie, zurück bis in das Reich des Urvaters, der vielleicht in den Ge-

Auslande.

Die Reichsregierung selbst und die führenden in­dustriellen Organisationen sind bemüht, den Ab­schluß von Kompensationsgeschäften auch ihrerseits nach Möglichkeit zu fördern. So ist soeben zwischen der bulgarischen Regierung und einer deutschen Abordnung ein Vertrag endgültig abge­schlossen worden, auf Grund dessen Bulgarien deutsche Jndustrieerzeugnisse im Gesamtwert von etwa 19 Millionen Mark übernimmt und dafür Tabak neuer Ernten im gleichen Werte lie­fert. Die deutschen Jndustrielieferungen, an denen 42 deutsche Jndustriefirmen beteiligt sind, bestehen u. a. aus Telephonapparaten, Stahl und Guß­röhren, Lokomotiven, Eisenbahnsicherungsanlagen und Weichen, Automobilen, optischen Geräten und Maschinen verschiedener Art. Die Abwicklung dieses großen Kompensationsgeschäftes wird fünf Jahre dauern; doch sollen die deutschen Lieferungen schon innerhalb eines Zeitraumes von zwei Jahren er­folgen. .

Aber auch abgesehen von diesen Kompensatwns- aeschäften, deren Zahl sehr bald zunehmen dürfte, sind die Bemühungen um eine Steigerung des deut­schen Exports nicht ohne Erfolg geblieben. So teilte z. B. die Demag, der bekannte westdeutsche Ma­schinenbaukonzern, soeben in ihrem Aufsichtsrats­bericht mit, daß im Auslandgeschäft neuerdings eine Besserung eingetreten sei. Die Gesellschaft habe in den letzten Monaten Auslandaufträge im Werte von über 2 Millionen Mark hereingenommen. Die AEG. hat mehrfach bedeutende japanische Aufträge auf Lieferung großer Turbinen erhalten, von denen ein Teil nach der Mandschurei gehen soll. Ferner wird berichtet, daß sich der Warenaus­tausch mit Brasilien auf Grund der neuen Vereinbarungen belebt habe, und daß die Bezah- lung der deutschen Ausfuhrförderungen durch die

sie und verbarg sie in seiner grünen Wildnis. Sie wollten von der Welt nichts wissen und verstanden die Windsprache der dunklen Forste, die Geheimnisse der Winter und die Fabeln der Waldsommermächte.

Ihr Wissen ist zu mir gedrungen. Einer von ihnen

schillernden Augen verführt. Nie hat einer wieder von ihm gehört. Er sank in die Verschollenheit.

überströmenden Fluß ihr Nachfahre bin ich, der das Bild verschenkt und den Wein getrunken hat.

In den sechziger Jahren hing einer von ihnen die Großwildbüchse um und fuhr nach Afrika: er erlegte Löwen und Elefanten. Die Wilden schossen nach ihm mit dem Giftpfeil. Auch ich fuhr nach Afrika

ist ebenfalls besonders dadurch ermöglicht morgen, daß im Austausch brasilianischer Kaffee, Kakao, Tabak, Häute usw. nach Deutschland importiert werden. Die Ausdehnungsmöglichkeiten für diesen Kompen­sationsverkehr sind noch außerordentlich groß. Ge­nehmigungen für solche Gegenseitigkeitsgeschäfte werden in vereinfachtem Verfahren und mit größt­möglicher Beschleunigung erteilt werden.

Pach den Ermittlungen der Forschungsstelle für den Handel haben sich die Umsätze des deut­schen Großhandels im ersten Halbjahr 1934 beträchtlich erhöht. Das steht zum Teil in Zusam­menhang mit der Steigerung der Einzel­handelsumsätze. Außerdem hat der Groß­handel aber auch seine Lagerhaltung erweitert. Als Grund hierfür wird angeführt, daß die Käufer mehr und mehr dazu übergehen, bessere Qua­litäten zu bevorzugen, so daß die Läger dieser veränderten Bedarfs- und Geschmacksrichtung ange­paßt werden mußten. Bemerkenswert ist ferner die Tatsache, daß ein erheblicher Teil der früheren Lebensmittelumsätze der Konsumvereine und der Warenhäuser auf den Fachhandel übergegangen ist. Auch die Belieferung der Arbeitsdienstlager ver-

So gestaltet und geartet waren die Männer hinter mir. Ihre Leiber sind Asche und Salz geworden, aus ihrem Lebensstosf keimten andere Wesenheiten, Kreaturen, Pflanzen und Bäume. In mich aber schlossen sie ein ihr ewiges Gleichnis, das Sinnbild ihre beständigen Wiederkunft, das ich verwalte und weitergebe.

Alles in allem. Gedanke in Gedanke, Ahnung in Ahnung, Bild in Bild, Blut in Blut. Der Vater ist im Sohne.

Sie sind in mir, so rote ich war in ihnen. Ich lebte, weil sie da waren, und sie sind da, weil ich lebe. Ich bin auf sie gestellt im Guten und im Bösen, in Erlösung oder Untergang.

zugänglich gemacht ist. Aus dem der Wohnkultur gewidmeten Teil beider Hefte sticht vor allem die ausführliche und auch für den Laien durch viele Abbildungen, Grundrisse und Zahlenangaben auf­schlußreiche Besprechung der Deutschen Siedlungs­ausstellung in München hervor. Hier sehen wir Häuser, die auch dem schmalen Geldbeutel das Ziel eines Eigenheimes beträchtlich näherrücken. Möbel von Richard Münch, geschmackvolle Beleuchtung« körper von Haegele, neuartige Gartenmöbel oex* vollständigen den reichen Inhalt dieser Hefte, mit denen die sorgfältig geleitete Zeitschrift ihren 35.Jayr-

-------- - ) I ich denke an ihn. In meinem Weltbild fahren noch sie hierauf, und ihre Geisterfüße straucheln über - - - ' * ~ ......... ' ' '

zahllose eingeebnete Gräber.

Die Arbeiten für die künftige einh eitl i ch e Regelung der Einfuhr sind beendet. Mi­nisterialdirektor Sarnow hat die Grundzüge vor den Vertretern der Presse eingehend erläutert. Das Ziel der Neuregelung besteht darin, die deutsche Ein­uhr in Ueberein st immung mit d en Zah- ungsmöglichkeiten zu bringen. Alle Em- uhrwaren unterliegen künftig der Kontrolle der leberwachungs st eilen, die für alle Im­portgeschäfte Devisenbescheinigungen auszustellen haben. Nur wer im Besitz einer solchen Beschei­nigung ist, kann künftig damit rechnen, daß ihm bie Bezahlung der eingeführten Waren ermöglicht wird. Die Freigrenze ist auf 10 Reichsmark herabgesetzt worden. In erster Linie muß bei der Erteilung der Devisenbescheinigungen natürlich die Export­wirtschaft berücksichtigt werden, denn die Der- orgung der Ausfuhrindustrien mit den erforder- ichen Rohstoffen und Halbfabrikaten soll unter allen Umständen sichergestellt werden. Aber Ministerial­direktor Sarnow hat ausdrücklich betont, daß ganz allgemein das größtmögliche Maß an Sicherheit fürdieBezahlung jeder notwendigen Einfuhr geschaffen werden soll. Der privaten Initiative ver­bleibt trotz des Uebergangs der Hauptverantwor­tung für die künftige Gestaltung des Außenhandels auf die Ueberwachungsbehörden noch ein weites Betätigungsfeld auch in der Exportwirtschaft. Es liegt vor allem auf dem Gebiete des Abschlusses von Kompensationsgeschäften mit dem

Auch nach mir senden die fernen Urwälder ihre leidenschaftlichen Lockungen aus. Sie atmen zu mir über die Meere. In meine Schlafträume senden sie ihre seltsamen Bilder, ihre Blütenflammen und Abenteuer.

Ein anderer der bleichen Ahnenreihe war Kauf­mann im Auslande. Die schlanken Türme der ara­bischen Moscheen warfen ihren dünnen, langen Schatten über sein Haus. Er handelte mit Tabak, Feigen und Rosinen. Seine Schiffe lagen im Hafen.

Es ist lange her. Die Schiffe sind gescheitert, die Früchte verzehrt, der Tabak wurde von Matrosen und Herren in allen vier Winden geschmaucht. Aber

nüssen eines C , war ein unerhörter Faulenzer.

war sein Müßiggang, daß noch ein reiches Erbe auf

in der blauen Glut des Mittags, im Zauberlicht der Nacht.

Ich liebe das Meer und die Schiffe.

Andere bestellten ihr fruchtbares Feld. Sie säten Weizen und Roggen, Mais und Lupinen. Dies alles liebe ich. Tiere zogen sie auf, Esel, Kühe und Pferde. Die Vögel nisteten bei ihnen, und das Wild kam bis an ihre gastliche Siedlung.

All dies liebe ich.

Viele Vorväter lebten im Wald. Der Wald nährte

Gchattenzug her Väter Von Friedrich Schnack.

aber stellt das Riesenwerk der deutschen Reichs, auto st raßen höchste Anforderungen. Zwar wurde schon früh die prinzipielle Bedeutung der Betonstraßenbauten für die Entwicklung des zuneh­menden Kraftwagenverkehrs auch in Deutschland erkannt; es fehlte aber an der notwendigen Ent- chlußkraft. Daneben waren noch viele konstruktive Fragen unklar verblieben und hemmten die Qmt= Wicklung. Nun aber ist durch die Pläne der Reichs- autostraßen ein unerhört kraftvoller Slnftofe gegeben worden, und mit größter Energie werden die Wege

dod)fd)u!nad)rid)fen.

Am 16. September begeht der Botaniker Professor Dr. Gottfried B e r t h o Id von ver ° 'ität Gö11inge.n seinen 80. Gebu r ... seit 1926 entrichtete Gelehrte gehört oer .in«-r Gesellschaft d°r W^enschaften an.^

Rus °uf d-n Lehrstuhl für Ml

gefunden werden, um die deutsche Betonstraße aus bestem deutschen Material zu bauen. 5)an= beit es sich doch nicht allein um Probleme der Un­tergrundbeschaffenheit, sondern vor allem auch um die Schaffung bestgeeigneter Zemente von hoher mechanischer Festigkeit, Beständigkeit gegen Witte- rungseinflüffe usw. Hier wiederum ist die deutsche Erde uns gnädig gesinnt, denn Deutschland verfügt in der reichen Auswahl feiner Gesteine und Sedi­mentlagerstätten über alles, was der Straßenbau­meister für den idealen Beton benötigt.

mich aus ihrem Blut.

Nichts geht verloren, was einmal war.

Botaniker und Zoologen, aus gleichem Saft, trieben sich durch die Jahrhunderte. Bildschnitzer und Weinbauern am Main spiegelten sich im vor­

schaffte dem Großhandel erhöhte Umsätze. Diese und andere Ursachen wirkten sich dahin aus, daß die Umsätze der Nahrungsmittelgrobhandlungen im Monat Juni d. I. um ein volles Drittel höher als im entsprechenden Vorjahrsmonat waren. Große Umsatzsteigerungen wurden ferner im Tuchgroß. handel und im Baustoffhandel erzielt.

Ein Zeichen des Vertrauens zur Stabilität der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse ist die stetige Zunahme der Sparkassenem. lagen. Diese betrugen im Juni d. I. insgesamt 11,67 Milliarden Mark und übertrafen damit wie. der den vor der Kreditkrise des Jahres 1931 er­reichten Höchststand von 11,23 Milliarden Mark. Diese Krise kann also jetzt als überwunden ange- sehen werden. Auch in dem soeben veröffentlichten Geschäftsbericht des Sparkassen- und Girooerbandes Hessen-Nassau wird betont, daß die schweren Rückschläge der Sparkassen in den Jahren 1931 und 1932 im letzten Jahre nahezu wieder ausgeglichen werden konnten. Die Landeskreditkasse Kassel hat auf Grund der günstigen Entwicklung der Spar­kasseneinlagen einen Sonderkredit von 1 Million Mark zur Förderung von Handwerkern und Klein- gewerbetreibenden zur Verfügung stellen können.

Die günstige Lage der M o n t a n i n b u ft rh spiegelt sich in dem Abschluß und Jahresbericht der Hoesch - Köln-Neuessen-AG. für Bergbau und Hüt- tenbetrieb wieder. Dieser große Montankonzern hat seinen Rohgewinn im letzten Jahre von 11,4 auf 14,9 Millionen Mark und seinen Reingewinn von 0,94 auf 1,53 Millionen Mark gesteigert. In dem Bericht wird darauf hingewiesen, daß in den Mo­naten Juli und August d. I. eine weitere Geschäfts- belebung sowohl bei den Bergwerken als auch bet den Hüttenwerken eingetreten ist. Die gute Eisen- konjunktur im Verein mit der Einschränkung der ausländischen Erzbezüge kommt auch dem deutschen Eisensteinbergbau an Lahn und Dill sowie in Oberhessen zugute. Dieser konnte im Monat August seinen Absatz von rund 59 000 auf mehr als 65 000 Tonnen und feine Belegschaft von 2141 auf 2265 Mann erhöhen. Die Förderung hat jetzt wieder 55 v. H. der Höchstleistung des Jahres 1927 erreicht.

die Jubiläumsfeier in Gegenwart der höchsten Ver« treter feines Fürstentums und der indischen Reaje- rung unter dem in Indien bei solchen Anlässen üblichen Pomp und Prunk durch eine eigenartige Zeremonie eingeleitet: der Herrscher des Landes bestieg vor den Augen seines in Ehrfurcht er- schauernden Volkes, das allerdings vorher ara- wöhnifch noch einmal die amtlich geeichten Gewicht; kontrolliert hatte, eine goldene Waagschale... Unb die Armen konnten zufrieden sein! Denn ihr recht gut genährter Landesvater hat ein Lebendgewicht, das in Gold einer Summe von 230 000 Mark in deutschem Gelde gleichkommt. Wohl noch nie ist der Ausschlag des berühmtenZüngleins an der Waage" mit lauterem Freudengebrüll begrüßt wor­den als bei dieser Gelegenheit!

Ausbruch mit grüner Seife.

A. Washington.

Dieser Tage machten drei Insassen aus dem Stoddard-Gefängnis bei Blomsfield (Montana) einen Fluchtversuch aus ihrer Zelle, der in der Ge­schichte der Gefängnisausbrüche wohl einzigartig dastehen dürfte. Sie hatten festgestellt, daß die Gü­ter ihrer Zellenfenster gerade so dicht nebeneinaxv der in die Mauer eingelassen waren, daß sich ein nackter und mit grütjer Seife geglätteter mensch­licher Körper noch hindurchzwängen kann. Es ge­lang ihnen, sich in der Gefängniswäscherei einige Pfund grüner Seife zubesorgen". In der nächsten Nacht schon zogen sie sich splitternackt aus, rieben ihre Körper ganz mit Seife ein und gelangten auch glücklich in diesem Zustande durch die Fenstergitter nach draußen. Da einer von ihnen sich aber in­folge seiner Körperglätte nicht halten konnte und in den Gefängnishof stürzte, wo er mit Arm- und Beinbrüchen liegenblieb, wurde der Fluchtversuch von den Wärtern entdeckt und die Verfolgung der beiden anderen sofort ausgenommen, die inzwischen ^be^je^^fmauer^ntfommet^roareiL^la^^iel^

bei Berlin. .. .

Hat schon die Natur in so reichlicher Weise der deutschen Silikatindustrie ihre Rohstoffe beschert, so haben erfolgreiche Bemühungen der deutschen Che­miker und der Ingenieure der Groß-Technologie über die natürlichen Reichtümer hinaus auch noch Produkte anderer Industriezweige für diese Silikat- industrie nutzbar gemacht. Deutscher Erfindergeist hat z. B. die Verwertbarkeit der in der Eisenindu­strie abfallenden Hochofenschlacken für die Herstellung von Zementen erkannt. Eine bedeutende Sonderindustrie, die H ü 1t e n 3 e m e n t e, gründet sich auf diese Erkenntnis. In anderen, mit Hilfe der wissenschaftlichen Forschung entwickelten Spezial- stoffen, bietet die chemische Industrie eint über­wältigende Fülle von neuen Anre­gungen und Möglichkeiten zur Herstel­lung besonders gearteter Gläser und keramischer Kunststoffe. Es sei hier nur auf die wundervollen Farben hingewiesen, die heute der deutsche Glas- techniker seinen Produkten durch Einführung von Selen, von seltenen Erden, Edelmetallfarben wie Goldrubin, Calmiumgelb usw. zu geben vermag. In keinem Lande ist durch die innige Zusammen­wirkung der chemischen Großindustrie mit der Silikatindustrie eine so außerordentliche Mannig­faltigkeit der Produkte entwickelt worden, wie ge­rade' in den deutschen Glasfabriken und den deut-

Wirtschaftliche Umschau.

Der Neue plan. Ein deutsch-bulgarisches Tauschgeschäft. Hebung des »rutschen Exports. Steigerung der Großhandelsumsähe. Die Sparkassen >aben die Kreditkrise überwunden. - Der Montan-Zndustrie geht es besser.

Was soll man aber erst zu dem Reichtum Deutschlands an nutzbaren Tonen und insbeson­dere auch an edlen Porzellanerden sagen. Es ist wohl angebracht, zu erklären, daß der deut­sche Boden eigentlich für alle keramischen Zwecke ausgezeichnetes Material in genügenden Mengen bietet. Von den Lagerstätten in Sachsen erwäh­nen wir als die wichtigsten vor allem die ausge­dehnten Felder bei Halle a. d. Saale und bei Mei­ßen, woher die ersten echten Porzellanerden stamm­ten. Die edlen Tonvorkommen der Keramik sind als einzelne Typen für besondere Verwendung reich­lich verbreitet, so die Klinkertone, die Tone für Steingut und Steinzeug, die große Gruppe der Tone für feuerfeste Steine und Gefäße und bergt Besonders Mitteldeutschland birgt eine über­wältigende Fülle solcher verschiedenartigster guter Spezialtone, von denen nur herausgegriffen seien die ausgezeichneten hochfeuerfesten Tone von Groß-Almerode in Oberhessen, die be­sonders für Glashäfen verwendet werden, dann die West er wälder Tone, die demKrug- und Kannenbäckerlande" feinen Charakter geben, dann die Schamottetone in Neurode in Schlesien, die berühmten Kacheltone von Velten bei Berlin für die Ofenkachelindustrie usw.

Für die Rohstoffe der deutschen Zement­industrie ist auch gut gesorgt. Benötigt werden vor allem tonhaltige Kalke und Mergel, wie solche z. B. in der süddeutschen Wellenkalk-Formation in der Nähe von Heidelberg sich finden. Hier hat sich bei Leimen, Wiesloch usw. infolgedessen eine ausgedehnte bodenständige Zementindustrie ent­wickeln können. Der Schwäbische Jura gab mit seinen reichentwickelten Kalksteinen vor allem im Tale der Blau und der Ach die gesuchten Roh­stoffe in unermeßlicher Fülle. Ähnlich sind die Kalke der Kreideformation in der Münste r s ch en Bucht, sowie am Teutoburger Wald Die Rohstoffquelle für die Zementindustrie der dortigen. Auch im Weserberalande, sowie im südlichen Hannover findet sich eine reichentwickelte Ze­mentindustrie, vor allem nahe Hannover, bei Höx­ter uff. Mergel der Muschelkalkformation für Ze- »mentfabriten finden sich dann vor allem in Thü­ringen, sowie in der geologisch so interessanten Insel" der Kalkformation von Rüdersdorf

Und wohin ich sie führe, dorthin werde ich ge- ührt sein. Ich habe sie alle, die Glänzenden und )ie Dunkeln, bis hierher getragen, bis in meine .......... .....,_____ .... ~

leichten und schweren Jahre. Erlitten und erduldet, , Prochnow. Mit Staunen erkennen wir an diesem geliebt und geehrt habe ich ihre tausend fernen1 - x;« nr^.m-ikerM

Vaterschaften.

Und also sagte Laotse voll Weisheit:Der Sohn ist älter als der Vater!"

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Tom sucht den Seehundöfloh.

(uy) Sydney.

Tom Bicker war trotz seiner Sammelleidenschaft Zeit seines Lebens ein gutmütiger Mann. Aber von seiner Sammlung darf heute niemand mehr spre­chen, feit er aus Dublin zurück ist.

Was er sammelte? Flöhe! Er hatte die größte Flohsammlung der Welt: Menschenflöhe, Hühner­flöhe, Hundeflöhe, Tigerflöhe, Elefantenflöhe alles hatte er schon. Da schrieb ihm ein guter Freund jedenfalls hielt er ihn bis dahin für einen solchen er habe aus der Arktis etwas ganz besonderes erhalten: einen Seehundsfloh nämlich. Rot, knallrot, feiten und dick. Ein Eskimo habe ihn mitgebracht, und er halte ihn jetzt für feinen I Freund Tom Bicker bereit.

Tom schnürte sofort fein Ränzlein und fuhr nach Dublin, wo dieser Freund mit dem Seehundsfloh lebte. AustralienDublin, das ist eine lange Fahrt, und dann noch wegen eines Flohs ...

Immerhin wenn es noch ein Seehundsfloh gewesen wäre! Aber als Bicker aufgeregt und ner­vös das Glas mit dem Floh zur Hand nahm, stutzte er. Der Floh sah aus wie ein Menschenfloh. Nur war er eben rot. Doch als er ihn unter das Mikroskop spannte, sah er, daß die rote Farbe nur aufgemalt war. Ein Tobsuchtsanfall, Bruch der Freundschaft und eine Schadenersatzklage wegen der überflüssigen Reisekosten das sind nun die Fol­gen. Und alles nur wegen eines dummen Flohs.

Der Maharadscha läßt sich wiegen.

() Kalkutta.

Dieser Tage feierte der Maharadscha von Gondal 1 sein fünfzigjähriges Reaierungsjubiläum. Zur Feier - dieses Ereignisses versprach er, an die ärmsten ; seiner Untertanen soviel reines Wölb zu verteilen,

Ich lebte nicht ohne sie, die hinter mir herziehen, ein unendlich langer, geduldiger Schattenchor, den nur das geistige Auge erschaut. Sie haben ihr -Blut, das nicht im Staub der Erde verrollt, nicht ver­rollen durste, traft eines unbegreiflichen Lebens- aeheimnisses, weitergegeben durch die Legion der Leiber an mich. ,

Hinter mir steht die Gestalt meines Vaters, der schon lange zu den Schlafenden hinabstieg; aber sein Gesicht leuchtet noch hell, wenn auch müde und weltabgewandt. Ich sehe ihn noch im klaren Tag t xvi|jcn i|i ö wandeln Hinter ihm dunkelt meines Vaters Vater : ging übers Meer und verfiel der Behexung und doch ihn sah ich nie von Gesicht, und daher ist! Betörung des Urwaldes. Der Wald hat ihn mit fein Leib wie Luft vor mir, umsäumt von einem tausend wilden Augen eingeschlungen, mit tausend gedachten Umriß, und sein Gesicht ist leer, denn ich, -i«- n^hor

kann kein Erlebnis aus diesem unbestimmten Ant­litz herauslesen. Und weiter hinter ihm taucht auf die Vision des dritten Vaters, ein bildhafter Geist, aufgerufen von mir und bezeichnet, als schon wie eine Sage aus dem Dunkel des eigenen Stammes. Und so einer nach dem anderen, der lebte und ent­schwand in den Wind der Vergänglichkeit, verweht, vergangen, aufgelöst.

Alle erschaue ich, diese luftzarten, Mythenhaften Vaterhäupter, die eine Kette bilden, eine empfind­liche Reihe, deren Sicherheit schon ein fremder Ge­danke zu stören vermag. Sie spinnen einen riesen­haften Seelenfaden zu mir, eine dünne Linie von Atomen. Streng versenke ich mich in ihre Betrach­tung. Aus dem Dunkel der Vergessenheit ziehe ich

Sie hatten ihre Erlebnisse und Träume, Leiden­schaften und Ahnungen, Hemmungen und Triebe, Einsamkeiten und Gedanken, Kühnheit und Eigen­sinn, Heldentum und Weichlichkeit, Stolz und Trauer, Gut und Böse: all diese Kräfte und 2lber= j fräfte waren ihr Teil. Der Geist der Sippe, des gang beschließt. .. ~

Stammes, des Geschlechtes mischte und kochte die - 1934 23kr eS

Kräfte in iealidiem Blut. tur und Technik . Septemberyeft ihm. znerreqaqr

$ ------ «kicher Bezugspreis 2,50 RM., Preis des Einzelhefter

1 RM. Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichter- felde lieber unser Wissen von den Quellen der Entartung von Mensch und Volk berichtet Professor Dr. Gaupp. An Hand vieler Beispiele und prächtiger Abbildungen von Schmetterlingen, Schnecken unö Säugetieren behandelt Dr. Karl Henke dieHaupt- formen der Zeichnungsmuster bei den Tieren". Aon besonderer Eigenart ist ein mit vielen hervorragen­den Ausnahmen geschmückter AustatzDer Langusten­schwanz als statisches Kunstwerk" von Dr. Oskar

Jene wieder mit den entschlossenen Mienen ' geschöpft, und die Leidenschaft zur Musik befeuerte hausten in wilden nördlichen Ländern, in der Nach-:J- :t rof1 barschaft der Geysire und Jslandvulkane, die jahr­hundertelang kochten und schäumten. Ihre Weiber waren stark wie Riesinnen.

Ich liebe die tobenden Vulkane.

Andere waren Fischer, die mit dem Wurfspeer den Lachs stachen und an den Ufern der Gewässer hausten. Durch ihre Abende rauschte der Schilfwind.

Ich liebe den Fischfang.

Der eine zog mit dem Segler aus grunumbuschter Bucht hinaus in die Einsamkeit des hohen Meexes^

bildhaften Beispiel, wie die große Baumeisterm Natur bei großen Tierkörpern besondere Bauformt angewandt hat, die wir bei großen Bauten Menschenhand wiederfinden.Die Ursachen btt u gleichen Verteilung des Fischreichtums der meere" untersucht Professor Dr. Ernst Schulze M legt dar, wodurch der auffallende Fischreichtuni __ Die KUN?r , Oie ,uyrenve mujirterie *jko= Polarmeere zu erklären ist. Dem Photofreuno natssch'vift für Malerei, Plastik und Wohnkultur! den die reizvollen Leicabilder vom Kampf e' (Verlag F. Bruckmann, AG., München) bringt in Bienenwolfs mit einer Honigbiene Anregung ihren beiden letzten Heften (August, September , ähnlichen Aufnahmen geben. Das neue W ' in 1934) eine umfassende Uebersicht über die Inter- i seiner inhaltlich wertvollen Vielseitigkeit u nationale Kunstausstellung in Venedig aus der seiner hervorragenden bilderreichen Auspa Feder von Ulrich Chvistoffel mit zahlreichen Bild-! wieder eine Glanzleistung.Der Naturforscher Wiedergaben, darunter u. a. Thoma, Fauerbach, ! jedem Naturfreund warm empfohlen weroen. Leibi, Böcklin, Courbet und Renoir. Die Große Münchener Kunstausstellung bespricht, ebenfalls an Hand zahlreicher Abbildungen, Dr. Bruno Kroll. Wilhelm Pinders neuem Blauen BuchDeutsche Barokplastik" ist ein für die Eigenart des Münche­

ner Kunstgelehrten bezeichnender Abschnitt entnom- versität G men, dazu sehr schöne Abbildungen von Werken der seit lk von Donner, Zürn, Feuchtmayer u. a. Schließlich " s. .. .

sei noch erwähnt die Besprechung eines Wandfrieses, , Professor Dr. H. U l i ch von den Hans Thoma einst für den Musiksaal eines istock erhielt einen Rus auf den ^eyrpu^ Münchener Privathauses gemalt hatte, und der nun kalische Chemie an der Technischen 5)oan >