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Neue Zeugen im Gereke-Prozeß

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Durch die Steuerpfändung in der Fürstlich Pleßschen Verwaltung ist die Verwaltung am Ende der vergangenen Woche nicht in der Lage gewesen, die Löhne für die Arbeiter voll auszuzahlen. Die Belegschaft mußte sich mit einem geringen Lohnvorschuß begnügen. Die Betriebsräte der Pleßschen Betriebe sind beim schlesischen Wojwodschaftsamt vorstellig geworden und haben um sofortige Abhilfe gebeten.

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Bis zum Donnerstag nachmittag haben 13 Staaten einschließlich Italien und Ungarn dem amerikanischen Staatsdepartement amtlich mitgeteilt, daß sie nicht gewillt sind, die am 15. Juni fälligen Krieasschulden- raten zu zahlen. Insgesamt hanoelt es sich um

streifen das Hoheitsabzeichen der NSDAP, und im unteren Mützenstreifen die schwarzweißrote Kokarde.

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Der preußische Ministerpräsident hat den Prof. Dr. V a h l e n zum Ministerialdirektor er­nannt. Damit ist Professor Vahlen, der bisher die Leitung der Hochs chulabteilung des preußischen Kultusministeriums kommissarisch inne hatte, endgültig zum Leiter dieser Abteilung er­nannt. Prof. Otto von Knrsell und Oberregie­rungsrat Zier old wurden zu Ministerialräten ernannt.

3. Alle japanfeindlichen Organisa- ionen und Gesellschaften, die direkt

Auslandsdeutschtum im Kampf.

Zeigt an den VOA.-Sammeltagen eure Verbundenheit mit den auslands- deutschen Volksgenossen.

Der Präsident der Reichsmusikkammer Dr. R i ch. Strauß hat Reichserziehungsminister R u st sei­nen Besuch abgestattet. Bei dieser Gelegenheit wur­den die grundsätzlichen Fragen der Musikerzie­hung in den Schulen eingehend erörtert.

Der Fall Kuramoio.

Lebend aufgefunden. Tokio fordert Untersuchung.

London, 15. Juni. (DRB.) Wie Reuter aus Nan­king meldet, befindet sich der japanische Vizekonsul Ku- ramoto am Leben. Er wurde hier bei den Grä­bern der Mingdynastie aufgefunden. Die Berliner chinesische Gesandtschaft teilt mit, daß nach einem Bericht der Behörden in Nanking Kuramoto kör­perlich und geistig vollkommen ge­sund sei. Man nehme an, Kuramoto habe sich ent ernt, um wegen eines Zerwürfnisses mit dem dortigen japanischen Generalkonsul Selb st mord ^Der^lapanische Außenminister hat den General­konsul in Nanking angewiesen, der chinesischen Re- aieruna eine neue Note zuzustellen. In dieser Note heißt es, die japanische Regierung habe v o n der Auffindung Kuramotos Kennt­nis genommen. Sie stehe auf dem Stand­punkt, daß die geheimnisvolle Angelegenheit nur durch eine objektive Untersuchung, die die chinesische BehK-de zu führen verpflichtet sei, geklar werden könne. Die japanische Regierung schlage folgendes D°l. Klärung der Gründe und Ursachen der An- oele'aenheit Äuramoto und Untersuchung darüber, in welcher Weise chinesische Staatsangehörige m bC2. Falls E der chinesischen Behördeander^ln- gelegenheit Beteiligte festgenommen werden, mus sen diese streng bestraft werden.

von Hindenburg angerufen, und Dr. Gereke habe am Telefon zu ihm gesagt:Ich habe die 480 000 RM. auf 500 000 RM. aus eigenen Mitteln abgerunde t." Die Zeugin übergibt dem Gericht ein Notizbuch. Es befindet sich in die­sem Buch unter dem Datum des 20. Februar 1932 eine Notiz:480 000 RM." Der Oberstaatsanwalt erklärt dazu, daß gerade an diesem Tage in dem Notizbuch eine Radierung zu bemerken sei. Hierauf beschlagnahmt der Vorsitzende das Buch und erklärt, es werde sich durch eine chemische Untersuchung nachweisen lassen, was ausradiert worden sei.

lieber die erste Vernehmung Dr. Gerekes wurde der Kölner Regierungspräsident Diels, der da­malige Letter der Geheimen Staats­polizei, als Zeuge gehört. Regierungspräsident Diels bekundet, daß er auf Anweisung seiner vor­gesetzten Behörde Dr. Gereke in seinem Amt ab­geholt hätte. Weder er noch Gereke hätten gewußt, um was es sich handle. In einem Hotel habe man bis spät in die Nacht hinein gewartet, bis dann der frühere Minister von Keuoell und Ministerial­rat a. D. Schellen das Material mitgebracht hätten. Die gefälschten Belege für angeblich aus­gegebene Beträge wurden vorgelegt. Trotz der schwerwiegenden Argumente verhielt sich Dr. Gereke sehr ablehnend. Wir hielten ihm vor, so fuhr Diels fort, daß er das Geld für sich selbst verwendet hätte. Darauf erwiderte Dr. Gereke: Nein, nicht für mich, sondern für politische Zwecke. Gereke gab auch zu verstehen, daß er über verschiedene Sachen nicht sprechen könne. Er verlangte, mit hohen poli­tischen Persönlichkeiten Rücksprache nehmen zu dürfen, was ihm aber verweigert wurde.

Staatsanwaltschaftsrat Dr. M i t t e l b a ch erklärt, Dr. Gereke habe bei der Vernehmung auf die gegen ihn gerichteten Vorwürfe gar nichts öder sehr wenig gesagt. Er habe weder bestimmt abgestritten, noch bestimmt zugegeben.

V M 8;n6®rf°(9 d-r Pfingsttagung d°- sHniPo ^am3 und Trier hat die Blicke des erneät Außendeutschtum hingelenkt und Hunderttausende für die volksdeutsche x JlL9eroonnen' ®ie ist nun die Lage des Außen- fon^ru^h ?iex volksdeutsche Arbeit gelten n oLöas Außendeutschtum entlud sich in fast allen Landern die Wut über die deutsche Erhebung oer Zorn darüber, daß das deutsche Volk wieder zu stmer Art und Kraft zurückfand. In zahlreichen Avalen 9mgen die Regierungen gegenihr" Deutschtum als Faustpfand vor mit der Begrün- x .9' die Erneuerung der deutschen Nationbe-

*igene Land. Fast überall wurde das Deutschtum Gegenstand der Hetze und des Bonkott- elsers geflüchteter Emigranten und solcher Kreise, Ole eine günstige Gelegenheit zu finden glaubten, sich wirtschaftlicher Konkurrenten auf eine bequeme Art entledigen zu können.

Die Lage des Deutschtums in staatlichen deutschen Randgebieten wie in Oesterreich, im Saar - g e b i e t und Danzi g ist hinreichend bekannt. In Danzig hat es die nationalsozialistische Regierung verstanden, volks- und wirtschaftspolitisch einen dei- Ipielh-aften Ausgleich mit dem Polentum anzubah- nen, der beweist, was guter Wille und Achtung vor den Rechten fremden Volkstums vermögen. Aber >chon im halbstaatlichen autonomen Gebilde des M e m e l l'a n d e s haben sich die litauischen Macht­haber mit offenem Rechtsbruch über internationale Vertrage hmweggesetzt, den Landtag entrechtet, deutsche Beamte verjagt und schwere Eingriffe in Ms völkische Leben und die Selbstverwaltung der Deutschen unternommen. U. a. haben sie sogar unter öer Angabe, staatsfeindliches Schrifttum auszurot­ten, deutsche Bücher und Schriften jeglicher Art, Schulbücher usw. beschlagnahmt und vernichtet mit der deutlichen Tendenz das Außendeutschtum hier vom Mutterlande abzufchnüren und geistig verküm­mern zu lassen. In Lettland ist man dabei, die deutsche Schulautonomie zu beseitigen. Daß aber eine lettländischedeutsche" Staatsschule die Gefahr mit sich bringt, die Schulkinder dem deutschen Geist zu entfremden, weiß man von hundert anderen Beispielen her.

In P o l e n sind trotz der politischen Annäherung immer wieder Uebergriffe zu verzeichnen. Wir sind von einem erträglichen Zustand in der Behandlung der deutschen Volksgruppe noch meilenweit entfernt.

währt anscheinend lange, ehe der neue Geist einer Staatsführung durchdringt bis zu den unte­ren Instanzen. So ist vor allen Dingen das deut- che Minderheiten-Schulwefen in Oberschlesien durch terroristischen Druck auf die Eltern gerade in letzter Zeit systematisch bedrängt worden und bedarf stärk-

Der Reichsjugendsührer ruft zur Kiuder-LaudverfKilkuug auf.

Berlin, 12. Juni. Der Reichsjugendführer hat zur Aktion der Kinder-Landverschickung einen Auf­ruf erlassen, in dem es heißt: Als oberstes Gesetz und oberste Richtschnur unserer Arbeit an der deut­schen Jugend gilt für uns der Kampf für die B e - seitigung der Arbeitslosigkeit unter den Jungarbeitern und eine vorbildliche Gesund­heitspflege. Unsere Gesundheitspflege, deren Grundlage die Reihenuntersuchung durch HJ.-Aerzte bilden, geht von dem Grundsatz aus, daß die Ge­sunderhaltung der gesunden Jugend die Grundlage dieser sozialen Arbeit fein muß. Wir haben in der Kimder-Landverschickung, die wir mit der NSV. zusammen durchführen, ein Mittel ge­sunden, durch das nicht nur die erholungsbedürftige Jugend die nötige Ausspannung findet, sondern das den Stadtkindern auch die Lebensbedingungen des Bauern, den deutschen Heimatboden und echtes, blutmäßiges an Hof und Scholle ge­bundenes Volkstum erleben läßt. 70 000 Kinder hat das Soziale Amt der RIF. im letzten Jahre ver­schicken können. In diesem Jahr muß es gelingen, mehr als 300000 erholungsbedürftige Jungen und Mädel aus dem Häufermeer der Großstädte hinaus aufs Land zu bringen. Deut­scher Bauer, unser Ruf geht an dich, an der lebendigen Zukunft von Volk und Staat mitzu­schaffen. Indem du deutscher Jugend die Möglich­keit körperlicher Erholung und Stählung verschaffst, wirkst du mit am Bau der Zukunft des Reiches.

Aufnahmesperre im 7!S -Zuristenbund

Berlin, 14. Jan. (DNB.) Auf Anordnung des Reichsführers des NS.-Juristenbundes und der Deut­schen Rechtsfront wird zum 1. August 19'34 für die genannten Organisationen eine Aufnahme- sperre anberaumt. Nach diesem Zeitpunkt ist die Aufnahme nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Reichsführung des BNSDJ. möglich, wenn Verein­barungen mit anderen Organisationen bisher den Eintritt nkfjt gestatteten. Für den jungen Nach­wuchs wird eine besondere Regelung getroffen, wonach Gerichtsreferendare, Negierungsreferendare und junge Wirtschaftsrechtler ab 1. August 1934 nur ausgenommen werben können, wenn sie späte- stens ein halbes Jahr nach dem Be­stehen ihres ersten Examens (Referendar­examen, Diplomvolkswirtexamen) ein Aufnahme- gefuch abgeben. Junge Rechtspfleger können vom 1. August ab nur ausgenommen werden, wenn sie spätestens ein halbes Jahr nach Zulassung zur Rechtspflegerlaufbahn ein Aufnahmegesuch abgeben.

Sven hedin in hsinkiang.

Sven Hedin hat das Ziel feiner Expedition in China erreicht. Er ist in Urumtschi in der Provinz Hsinkiang eingetroffen. Die übrigen Mitglieder der Expedition und die Kraftwagen befinden sich in Lop-Nor. In einigen Tagen beabsichtigt Sven Hedin die Rückreise nach Schweden anzu­treten. Die Aufgabe der Expedition bestand darin, Untersuchungen darüber anzustellen, ob der Bau einer Kraftwagenstraße zur Verbindung Urumtschis mit dem eigentlichen China möglich ist.

Aus aller Welt.

Furchtbares Explosionsunglück bei Reval.

7 Offiziersanwärter tot, 22 verletzt.

Auf dem Schießplatz der estnischen Offiziersschule bei Reval ereignete sich ein schweres E x p l o sivnsunglück. Ein Offiziersanwärter hatte eine leichte Mine gefunden, die noch aus dem Kriege stammte. Als er sie seinen Kameraden zeigte, explo­dierte die Mine in seinen Händen. Fünf Offiziers­anwärter wurden sofort getötet, zwei ft a r b e n unmittelbar nach der Einlieferung ins Krankenhaus. 22 Offiziersanwärter wurden durch die Explosion verletzt, vier davon so schwer, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird.

Schüsse In der Sowjetgesandtschaft in helsingfors.

Ein Engländer namens Herman Wilhelm Brown fragte in Helfingfors in der forojetruffi- fcfjen Gesandtschaft nach dem Gesandten Stein. Als ihm mitgeteilt wurde, daß der Gesandte nicht anwesend sei, zog Brown einen Revolver und gab Ziellos etwa zehn bis zwanzig Schüsse ab. Zwei Gesandtschaftsbeamte erlitten leichte Verletzun­gen. Dann richtete Brown die Waffe gegen sich selbst und brachte sich leichte Verletzungen bei. Brown, der im Jahre 1909 geboren ist, war im Jahre 1920 mit seiner Familie nach Finnland ge- kommen. In seiner Wohnung hatte Brown einen Brief zurückgelafsen, aus dem die Gründe zu feiner Tat hervorgehen. Es handelt sich wohl um einen Vergeltungsakt, da fein Onkel und feine Tante in Sowjetrußland ermordet und ihr Vermögen be­schlagnahmt worden sein soll. Wie dem Brief weiter zu entnehmen ist, mißbilligt es Brown, daß die europäischen Staaten und besonders Großbritan­nien die Beziehungen zu Sowjetrußland aufrecht erhalten.

Serbin, 14. Juni. (DNB.) Am Donnerstag drehte es sich im Gereke-Prozeß um die Frage, ob die Behauptung des Angeklagten stimme, er habe chon vor der Hindenburgwahl eine Summe von rund einer halben Million für die Gründung einer Hindenburg-Zeitung erhalten. Diese Summe will Dr. Gereke für andere politische Zwecke ausgegeben haben, so daß er sich für berechtigt hielt, diesen Betrag später aus den eingegangenen Hin­denburg-Wahlgeldern wieder abzuzweigen. Als Zeugin für die Richtigkeit dieser Behauptung erklärt ein Fräulein Margarethe Sprung, in deren Haushalt Dr. Gereke und der Mitangeklagte Freygang wohnten, daß Dr. Gereke im Februar 1932 ihr eine dicke Aktenmappe übergeben habe mit der Weisung, das darin befindliche Geld sofort zur Bank zu bringen. Auf ihre Erwiderung, laß die Bank doch schon geschlossen fei, habe ihr Dr. Gereke die Mappe hingelegt mit den Worten: Machen Sie damit, was Sie wollen, ich muß jetzt wegfahren." Zn ihrem Erstaunen, habe sie dann, als sie die Tasche öffnete, darin 480 000 R M. in Sch einen gefunden. Sie habe dann das Geld in eine Matratze eingenäht. Nach ünf bis sechs Tagen sei Dr. Gereke von einer dienstlichen Reise zurückgekommen und »verlangte von ihr das Geld. Sie trennte darauf die Matratze auf und stellte zu ihrer Bestürzung fest, daß nur noch 470 000 R M. darin waren. Dr. Gereke, der es sehr eilig hatte, nahm diesen Betrag und uhr damit fort. Nach gründlicher Durchsuchung and die Zeugin dann noch oie restlichen 10 000 RM. mb fuhr Dr. Gereke nach dem Reichstag nach. Dort ah sie ihn im Gespräch mit dem inzwischen durch Selbstmord geendeten deutschnationalen Abgeord­neten Oberfohren und zwölf anderen Herren tehen. Als sie Dr. Gereke die fehlenden 10 000 RM. übergab, sagte Dr. Gereke zu den Herren: Hier ist auch der Rest." Mit diesen Worten habe er das Geld Dr. Oberfohren überreicht. Am gleichen Abend, so bekundet die Zeugin weiter, habe Oberst

ster Unterstützung. In der Tschechoslowakei ist die Lage der 3Vr Millionen Deutschen gekenn­zeichnet durch völlige Unterdrückung des nationalen Lebens unter dem Vorwande einer Bekämvfung staatsfeindlicher Bestrebungen, durch das Verbot der nationalen deutschen Parteien, die Verfolgung und Einkerkerung ihrer Führer, Denunziationen der deutschen" Sozialdemokratie, weitgehende Verbote deutscher Bücher und Druckschriften, Einengung des deutschen Schulwesens, vor allem aber katastrophale Verarmung hunderttausender deutscher Volksgenos­sen in den Industrie- und Hausindustriegebieten, das sind die Kennzeichen der Lage.

In Südtirol ist seit Amtsantritt des neuen Präfekten eine Verschärfung des deutschfeindlichen Kurses festzustellen. Verschickungen, sogar von Geist­lichen, sind an der Tagesordnung. Hier trifft der Zwang allerdings auf einen Menschenschlag, der mit diesen Mitteln nicht zu entdeutschen ist. In Jugoslawien sind immer noch Behinderungen und Einschränkungen des deutschen Kulturlebens, Eingriffe in das deutsche Schulwesen und politische Verfolgungen festzustellen, die sich besonders gegen die Betätigung des Schwäbisch-Deutschen Kultur­bundes richten. Aehnlich ist die Lage in Rumä­nien, wo das Deutschtum sich zwar eine besonders umfangreichen jüdischen Boykott- und politischen Hetze zu erwehren hat, dafür aber sich einer gewis­sen Anerkennung bei den jungen rumänischen natio­nalistischen Kreisen zu erfreuen beginnt. Das hier auf höchster Stufe stehende deutsche Schulwesen ist aber wirtschaftlich auf das Aeußerste bedroht und vegetiert gewissermaßen von der Hand in den Mund. In Ungarn, dem klassischen Lande der Ent­nationalisierungspolitik, dessen chauvinistische Kreise auch nach dem Kriege nichts hinzugelernt haben, ist eine neue Abmachung über das Schulwesen getrof­fen, wo deren Erfolge abzuwarten sind. Die Zwangs-Namensmagyarisierung kennzeichnet ge­wisse Methoden, wie sie auch in der Schule und in der Kulturpolitik angewandt werden.

Ueberall in Europa, darüber hinaus inUeber« fee, kämpft das deutsche Volk in enger seelischer Verbundenheit mit dem Mutterlande und seinem nationalen Aufstiege um seinen Bestand, vor allem um die deutsche Erziehung seiner Ju­gend. Die Opfer, die diese Deutschen an der Außenfront täglich für ihr Deutschtum bringen, müssen im deutschen Mutterland erwidert wer­den durch ein volksdeutsches Opfer zur Stärkung der deutscken Front im Ausland. Des­halb ruft der VDA. zu einer selbstverständlichen Pflichterfüllung auf, wenn er am 16. und 17. Juni an zwei großen Opfertagen an das deutsche Ge­wissen appelliert.

Eröffnung desIniernationalen Landwirtschastskongresses in Budapest.

Budapest, 14. Juni. (DNB.) Im Prunksaal der Akademie der Wissenschaft fand die Eröffnung des Internationalen Landwirtschaftskongreffes durch den Präsidenten Marquis de Vogu 6 (Frank­reich) im Beisein des Reichsverwesers von H o r t h y statt. Sämtliche Mitglieder der ungari­schen Regierung waren erschienen, ferner die Erz- Herzöge Joseph, Alfred und Joseph-Franz, das Diplomatische Korps, der finnische Ackerbauminister I u t i l i a, der österreichische Bundeskanzler Dr. Dollfuß und der österreichische Sicherheitsmini­ster Major Fey. Marquis de Vogue hielt die Er­öffnungsrede, an die sich Vorträge des ungarischen Ackerbauministers Sallay, des Bundeskanzlers Dr. Dollfuß u. a. anschlossen.

Im Namen der deutschen Abordnung sprach der Vizeprczsldept des Internationalen Aqrar- kvmilees Dr. Winter. Das deutsche Bauerntum habe den einzigen Wunsch, mit den Bauern aller Lander zusammen zu arbeiten, damit die zusammengebrochene europäische Wirtschaft in letz­ter Stunde wieder aufgerichtet werden könne. Das Ziel der in Deutschland geschaffenen Marktre - g e l u n g ist es, unser eigenes Bauerntum auf eine gefunbe Berechnungs-grundlage zu stellen dadurch, daß man ihm den volkswirtschaftlich gerechten und nicht den Spekulationspreis verschafft, wodurch un­seren agrarischen Nachbarländern die Möglichkeit des Absatzes ihrer Erzeugnisse zu gerechten Preisen gegeben wird. Wir wollen damit bewußt den Ver­such machen, den Lebensstandard des eu­ropäischen Bauern zu heben, um Europa de n Weizenstandard zu erhalten. Ist der Lebensstandard der Agrarländer erst einmal geho­ben, so können die Industrieländer Europas wieder leben. Die Folge wird erhöhte Rohstoffeinfuhr fein, wodurch auch der überseeische Warenaustausch in Gang gesetzt werden kann. Es entsteht also ein Kreislauf auf der Grundlage der Verständigung des Bauerntums, der eine Wiederaufrichtuna der Wirtschaft der Welt ermöglicht. Die Grundlage'einer derartigen Politik muß aber die durch die Natur gegebene raumpolitische wirtschaftliche Lage der ver­schiedenen Staaten zueinander sein. Die natür­liche Erzeugungsstätte muß sich dem naturgegebenen Markte zuwenden, unb der Absatz muß die Erzeugung führen, nicht umgekehrt.

eine Summe von 477 Millionen Dollar. Litauen und Südslawien haben bisher noch keine Mitteilung gemacht. Finnland ist das einzige Land, das die Zahlung leistet.

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Nach einer Mitteilung des königlich siamesischen Konsulats in Köln, wird der König von Siam voraussichtlich vom 2. bis 25. Juli in Deutsch­land bleiben. Die Reise geht von Berlin aus über Dresden, Leipzig, Nürnberg, München, Oberammer­gau, Stuttgart, Heidelberg, Frankfurt a. M., Köln und anschließend weiter nach Brüssel.

Kunst unb Wissenschaft.

Aljechin wieder Schachweltmeister.

Am Donnerstag ging in Berlin das nun nahezu 11 Wochen währende Ringen um die Schach» Weltmeisterschaft zu Ende. Der Weltmeister, klar in Führung liegend, benötigte nur noch einen halben Punkt, den er in der 26. Partie, der letzten des Wettkampfes, Donnerstag abend erzielte. In einem Damengambit kam der Weltmeister durch sehr geschicktes Spiel leicht in Vorteil. Nach dem Damentausch behielt er einen Mehrbauern, hatte aber offenbar keine große Lust, die Partie auf Ge­winn zu spielen. Dieser wäre allerdings auch nur nach äußerst schwerem Kampfe möglicherweise zu erzielen gewesen. Die Partie endete 'demnach früh- zeitig unentschieden. Dr. Aljechin bot das remis an, welches der deutsche Meister B o g o l j u- b o w im 28. Zuge annahm. Dem Endspiel in der Krolloper wohnte auch Reichsjustizkommissar Dr. Frank bei, der als großer Förderer des Schach­spieles bekannt ist. Dr. Frank beglückwünschte Schachweltmeister Dr. Aljechin und unterhielt sich noch längere Zeit mit ihm und Bogoljubow über die nächsten in Aussicht genommenen großen Schachkämpfe.

Ministerpräsident Göring ehrt Richard Strauß.

Zu Ehren des Präsidenten der Reichsmusik- fammer, des Generalmusikdirektors Professor Dr. Richard Strauß, gab der preußische Minister­präsident General der Infanterie Göring im An­schluß an die Festvorstellung derAegyptischen Helena" in Berlin ein Essen in kleinerem Kreise, an dem u. a. teilnahmen die Gesandten von Griechenland, Dänemark, Ungarn und Rumänien, Operndirektor Dr. Furtwängler, Staatsschau- fpielerin Emmy Sonnemann und Hermine K ö r n e r. In herzlichen Worten feierte der Minister- Präsident den Jubilar als den großen Meister der deutschen Tonkunst, dessen Name solange in deut­schen Landen leben werde, als deutsche Musik ge­pflegt werde. Richard Strauß dankte ergriffen dem Ministerpräsidenten. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, in Göring nicht nur den großen Staatsmann, sondern auch den warmherzigen Menschen und Freund der Künstler erkannt zu haben.

Die Bücher des Monats Juni.

Im Rahmen der von der Reichsschrifttumsstelle -in Aussicht genommenen Propa gandaaktio- n e n, bie sich auf jeweils wechselnde Neuerschoi- nungen des Büchermarktes beziehen, hat das Propagandaministerium für den Monat Juni Sechs Bücher zum Zeitgeschehen" undSechs Bü­cher deutscher Dichtung" herausgestellt. DieSechs Bucher zum Zeitgeschehen" sind: Faber: Schippe, hacke, hoi: Goebbels: Vom Kaiserhof zur Reichs­kanzlei; Hagemann: Richelieus politisches Testa­ment; Schneider: Unsere Saar; Schwarz van Berk: Die sozialistische Auslese; Siege­rn a n n : Weltwende. DieBücher deutscher Dich­tung" sind: Linke: Ein Jahr rollt übers Gebirg; Euringer: Deutsche Passion; Nierentz-Ha- f e n : Wir bauen eine Straße; Schiest - Bent­lage: Unter den Eichen; Strauß: Der Engel- wirt; Tügel: St. Blehk oder Die große Verände­rung. Diese Buchauswahl soll keine Zensur be­deuten; die Beschränkung auf die geringe Anzahl ber Bücher geschieht deshalb, weil man sie für we­sentlich hält. Die Absicht ist, das Volk überhaupt erst einmal zum Lesen zu bringen.

oder indirekt mit dem Zwischenfall in Verbindung tehen und öffentlich oder geheim arbeiten, müssen a u f g e l ö ft werden.

Nie Rückgliederung des Saargebiets.

Berlin, 14. Iuni. (DRB.) Der Reichsminister des Innern teilt folgendes mit: Aus Kreisen der Saarbevölkerung sind wiederholt Anfragen an die zuständigen Stellen gerichtet worden, in welcher Meise die Rückgliederung des Saargebietes erfol­gen werde, hierzu ist festzustellen, daß das Säargebiet so zurückgegliedert wird, wie es auf Grund des Friedensdiktates von der Verwaltung der Länder ab­getrennt wurde. Der früher preußische Teil wird der Verwaltung des Landes Preu­ßen, der bayerische der des Landes Bayern entsprechend der früheren Grenze ohne Aende- r u n g eingegliedert werden.

Kleine politische Nachrichten.

Um die Einheit von Partei und Staat auch nach außen hin zu bekunden, hat der Reichs- minifter des Innern im Einverständnis mit dem Stellvertreter des Führers f ü r d i e u n f o r'm i e r- ten Reichsbeamten angeordnet, daß die Landeskokarde, die nach dem Uebergang der Landeshoheit auf das Reich ihre Bedeutung verlo­ren hat, durch das Hoheitszeichen der NSDAP, ersetzt wird. Die uniformierten Reichs­beamten tragen also künftig im oberen Mützen-