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Schiffbarmachung der Lahn und n damit zusammenhängenden Möglichkeiten zu

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kannt geworden war.

Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger

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ien.

80, Blumenkohl, Endivien 10 bis bis 35 Pf.

das Stück 40 bis 80, Salat 25, 25, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10

Bornotizen

Ganz unverhofft hat gestern nachmittag der Herr Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger der Burg Gleiberg einen Besuch abgestattet. Zu seiner Begrüßung wehte vom Turm die Hakenkreuzfahne, die Bevölkerung von Krofdorf-Gleiberg aufmerksam machend, daß ein besonderes Ereignis bevorstehe. Auf dem Burghof hatten sich der Vorstand des Gleibergvereins und die politische Leitung der Ortsgruppe Krofdorf-Gleiberg versammelt, als gegen 15 Uhr die Autokolonne des Herrn Reichs­statthalters in Begleitung des Herrn Landrats G r i l l o (Wetzlar) und zahlreicher Herren der Gau- und Kreisleitung eintraf.

Ein Chauffeur aus Holzheim fuhr auf der Nach- haufefahrt in feinem Heimatdorf einen Passanten an, der seinen schweren Verletzungen erlag. Die Be­weisaufnahme ergab, daß der Angeklagte einmal nicht abblendete und zum anderen zu schnell ge­fahren ist. Das Urteil lautete auf vier Monate Gefängnis, während der Staatsanwalt sieben Monate beantragte.

besonders am Herzen liege und daß in der nächsten Zeit wichtige Besprechungen und Beschlüsse auf die­sem Gebiet bevorständen. Weiterhin beschäftigte sich der Herr Reichsstatthalter mit der Frage der der Lahn und mit den

grüßte die zahlreich unter ihren RSBO.-Fahnen versammelte Belegschaft der Hütte, die Vertreter der angeschlossenen Erzgruben und vor allem die Vertreter der NSDAP, und der Arbeitsfront, vor­an der Reichsstatthalter und Gauleiter Spren­ger, der sich bei den Männern der Arbeit schon immer am heimischsten gefühlt habe. Er dankte es Adolf Hitler, daß der heutige Tag als neuer Markstein in der Geschichte der Gesellschaft möglich wurde. Sodann gab er einige technische Erläute­rungen zu dem neuerstellten, mit den modernsten Mitteln der Technik erbauten Hochofen.

Oer Arbeiterratsvorsihende Haibach begrüßte die anwesenden alten Veteranen, welche 50 und 60 Jahre dem Werk gedient haben. Der Betriebsführung rief er zu, das Werk zum Nutzen der deutschen Arbeiterschaft zu führen. Es gehe nicht um überlebte Privilegien einer Schicht, es gehe heute um das Wohl des ganzen Volkes.

terer Arbeitsbeschaffung.

Nach etwa zweistündigem Aufenthalt verließ der Herr Reichsstatthalter mit seiner Begleitung die Burg, lebhaft und herzlich begrüßt von alt und

Reichsstatthatter Sprenger bei neuer Arbeitsbeschaffung.

Bei Buderus in Wetzlar wird ein weiterer Hochofen angeblafen.

Anschließend versammelten sich die Teilnehmer im Luxemburger Zimmer zu einer Tasse Kaffee und einem Glase Bier, womit die offizielle Besichtigung des Gleibergs ihren Abschluß fand. Hierbei ergriff

Landrat Grillo Wetzlar

Ministerialrat Ringshausen in Niederkleen.

I Niederkleen, 14. März. Am Sonntag stattete Ministerialrat Ringshausen unserem Dorfe einen Besuch ab, um den Mädchen und Burschen, die an der bekannten Schau Hessischer Trachten in Gießen, Darmstadt, Worms, Mainz und Frankfurt mitgewirkt haben, eine Erinne­rungsgabe zu überreichen. Gegen 10,30 Uhr traf Ministerialrat Ringshausen, begleitet von dem Heimatdichter Heß, dem Verfasser des Dolksstückes Gesang und Tanz" im Hessischen Volksleben und dem Reiseleiter der Trachtengruppen, Herrn Ste^ nicke vor der Schule ein. In der Schule hatten sich die Teilnehmer der Reise unter Führung des Lei­ters der Niederkleener Trachtengruppe Wilhelm Schupp mit ihren Eltern, Ortsbürgermeister Ohly, stellvertretender Stützpunktleiter Braun, Lehrer Bergheimer und andere emgefunden. Das Niederkleener Jungvolk und die Schulmädchen standen im Schulhof Spalier. Im festlich geschmück­ten Schulsaal hieß Ortsbürgermeister Ohly den Gast im Namen der Gemeinde herzlich willkommen und begrüßte den Besuch als ein Zeichen der Ver­bindung über vorläufig noch trennende Landes-

Mchsstatthaller Sprenger aus dem Gleiberg

Eingehende Besichtigung der Burg und ihrer neuen Einrichtungen. Besprechung von wirtschaftlichen Fragen.

Achtung!

Am Samstag Brotfammlung des Jungvolks. Gebt Brot für die Armen!

Dir holen das Brot am Freitag und Samstag!

Wir bitten um möglichst frisches Brot! helft dieNot lindern! Das Gießener Jungvolk.

die ganze Ruine hat, erklärte Lehrer Praß die I einzelnen Teile der leider 1646 zerstörten Bauten, gab einen baugeschichtlichen Rückblick, sowie eine kurze Uebersicht über die wechselvolle Geschichte des Gleibergs von der Karolingerzeit bis zur Zerstö­rung im 30jährigen Krieg. Der Herr Reichs- statthalter bekundete durch allerlei Fragen sein Interesse an der Ruine, die er in ihren einzelnen Teilen, soweit sie noch erhalten sind, eingehend be­sichtigte. Er ließ es sich auch nicht nehmen, den 31 Meter hohen, 142stufigen Bergfried mit seinem Ge-

Winter ade!

Mit diesem gestrengen, eisigkalten Herrn scheidet nun auch endgültig die Not des Frierens. Aber den­ken wir noch einmal zurück: Wem verdanken wir es eigentlich, daß wir und unsere ärmsten Volks­genossen das bitternisreiche Regiment des Winters so gut überstanden haben? Gewiß im Sinne unse­res Führers hielten wir in treuer Kameradschaft alle zueinander, opferten und halfen wir, wo wir nur konnten. Aber da war auch mancher, der wirk­lich nicht wußte, wie er sein Scherflein zum Kampf gegen den rauhen Winter beisteuern sollte. Kam ihm da nicht die große Reichswinterbilfe- Lotterie der NSDAP, in freundschaftlichster Weise entgegen? Sie gab ihm ja nicht nur eine Anweisung zum vaterländischen Helfen, sie schenkte ihm auch Freude in der spannenden Aussicht des Gewinnes, und noch viel mehr, sie sorgte unmittel-

LPD. Wetzlar, 14. März. Die Stadt Wetzlar stand heute im Flagaenschmuck. Es war eine be­sondere Gelegenheit festlich zu begehen, denn im Eisen- und Erzgebiet an der Lahn und Dill wurde ein neuer Hochofen nach mehrjährigem Still st and angeblasen. Schon in früherer Zeit war die Wiederingangsetzung eines Hochofens keine alltägliche Begebenheit, da der Hochofen 10 bis 15 Jahre ununterbrochen in Betrieb bleibt. Um so mehr ist ein solcher Vorgang heute von Be- beutung, da alles dem einen Ziele zustrebt, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Auch in diesem Falle ist es nur der nationalsozialistischen Regie­rung zu danken, daß im Zuge der tatkräftigen Arbeitsbeschaffung die Gießereien überall eine Be­lebung erfahren und erhöhter Roheisenbedarf besteht.

Direktor (Sorschlüter

von den Buderusschen Eisenwerken, das technische Vorstandsmitglied der Gesellschaft, be-

Gefahr laufen will, Reisekosten nutzlos aufzu­wenden, muß Samstags vorsprechen. An anderen Tagen ist der Besuch nur nach besonderer Anmel- düng und Einladung möglich.

** Sitzung des Provinzialausschusses. Am Samstag, 17. März, 8.30 Uhr, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen statt mit folgender Tages- ordnung: 1. Klage des Bezirksfürsorgeverbandes Landkreis Eschwege gegen den Landesfürsorgeoer- band Hessen, vertreten durch den Bezirksfürsorge­verband Kreis Alsfeld, wegen Erstattung von Für­sorgekosten für Johann Nunn aus Wiesbaden. 2. Klage des Bezirksfürforgeverbandes Kreis Als-

Tageskalender f ü r Donnerstag: Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung. Lichtspielhaus, Bahn­hofstraße:Mutter und Kind". Astoria-Lichtspiele Seltersweg:Frauengefängnis". Hotel Hinden­burg", 20.15 Uhr, Wiederholung des Wünschelruten- Vortrags.

Stadttheater Gießen: Morgen Abend die Operette:Der verlorene Walzer", nach dem Tonfilm:Zwei Herzen im Dreivierteltakt". Musik von Robert Stolz. (Siehe heutige Anzeige.)

selb gegen ben Bezirksfürsorgeverbanb Kreis Schot­ten auf Ersatz von Fürsorgerosten für Karl Bourree Ehefrau, Elisabethe, geb. Günther, aus Laubach.

** Straßensperrung. Wegen ber Aus­führung von Kanalisations- unb Wasserleitungs­arbeiten ist biß Provinzialstraße Alten-Buseck Großen-Buseck vom 14. März ab auf die Dauer von zwei Wochen gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Rödgens-Trohe.

EPH. Noch kein Einheitsgesangbuch. Es geht das Gerücht, daß innerhalb der Deutschen Evangelischen Kirche einEinheitsgesangbuch" für das Reich im Erscheinen begriffen sei. Dies Gerücht ist unbegründet. Von der Schaffung eines Reicks­einheitsgesangbuches in nächster Zeit ist bisher offiziell nichts verlautet. Das wird besonders die diesjährigen Konfirmanden interessieren, die sich also ruhig ein neues hessisches Gesangbuch anschaffen können.

Schöffengericht Gießen

Vor den Schranken des Gerichts stand gestern wegen Diebstahls im Rückfall ein Mann aus Wetz­lar, zur Zeit hier in Untersuchungshaft. Der Ange­klagte hatte vor dem Postamt in Bad-Nauheim ein Fahrrad gestohlen, das ihm aber sofort wieder ab­genommen werden konnte. In der Hauptoerhand­lung war er geständig. Nachdem der Vertreter der Anklage zwei Jahre Gefängnis beantragt

grenzen hinweg.

Hierauf ergriff Ministerialrat Ringshausen das Wort zu längeren Ausführungen. Er begrüßte zunächst die Teilnehmer der Fahrt und erinnerte sie an die schönen Stunden, die sie zusammen ver­lebten. In herzlichen Worten dankte er für ihre Bereitschaft zur Mitwirkung und besonders dem Heimatdichter Heß für seine unermüdliche Arbeit bei den zahlreichen Proben und Aufführungen. Er hoffe, daß sie wieder bereit seien, wenn es gelte, hessisches Volksleben in die Stadt zu tragen und so mitzuwirken an der großen Aufgabe, Verständ­nis zwischen Stadt und Land zu wecken. Das Ziel sei, alle Deutschen in Stadt und Land einander näher zu bringen, um dadurch die Einigkeit zu fördern, lieber den persönlichen Erfolg des Augen­blickes hinaus würden sich die Auswirkungen ihrer Volksbildungsarbeit erst später, aber sicher zeigen und der deutschen Jugend, für die wir sorgen und wirken, als unser Erbe deutscher Einigkeit weiter- reichen. Er betonte die Notwendigkeit, daß diese Arbeit vom Lande, dem deutschen Boden und seinen Menschen als einem unerschöpflichen Speicher sich immer wieder verjüngender deutscher Volkskraft ausgehen müsse. Der Sieg über die Nöte der Gegenwart werde bei rastoser treuer Arbeit an diesem großen Ziel auch hier nicht ausbleiben. Ein seltenes Beispiel dieses Strebens habe uns das Schicksal in unserem Führer Adolf Hitler gegeben. Ministerialrat Ringshausen schloß seine tief­gründigen Ausführungen mit einem dreifachen Sieg-Heil!" auf unseren Volkskanzler Adolf Hitler, das von den Versammelten begeistert ausgenommen wurde. Jedem einzelnen der Teilnehmer überreichte er hierauf ein künstlerisches wertvolles Erinne­rungs-Diplom an die Hessenfahrt, dazu die Zeit­schrift des Reichsbundes für Volkstum und Heimat, die ein Bild ber Gesamtgruppe enthält unb schließ­lich als Zeichen persönlichen Dankes sein Bilb mit eigenhändiger Unterschrift. Wilhelm Schupp ver­sicherte im Namen ber Teilnehmer ihre Bereitschaft, an einer geplanten neuen Fahrt mitzuwirken. Hier­auf ließ sich Ministerialrat Ringshausen bie Eltern ber Fahrtteilnehmer vorstellen unb wechselte mit ihnen im persönlichen Gespräch noch herzliche Worte ber Derbunbenheit. Eine Gruppenaufnahme ,VV1;U|4 ...... _______Jber Teilnehmer, Arm in Arm mit ihrem Führer,

jung, nachdem sehr schnell ber Besuch bes Herrn Ministerialrat Ringshausen, unb ben Eltern beendete Reichsstatthalters in Krofdorf unb Gleiberg be- ben fast enstünbigen Besuch, ber in seiner Herzlich- 'ket als ein Zeichen ber Derbunbenheit ber Regie­rung mit bem Landvolk gewertet werden darf.

freien Männern gemacht. Es war schon immer das Ziel Adolf Hitlers, ben deutschen Men­schen zu erlösen, wieder frei und stolz zu machen. Nur dieser deutsche Mensch wird auch den Wert ber Arbeit heben, er wirb bie Arbeit ver­lebendigen, und die Erzeugnisse der verlebendigten Arbeit werden ihren Weg finden in die Heimat unb in die Welt.

Wir stehen vor dem Beginn der neuen A r - b e i t s s ch l a ch t. Am 21. März wird der Führer sie eröffnen und zwar wiederum an einer neuen, bedeutsamen Reichsautobahnstrecke.

Der plan der Reichsregierung, zwei Millionen Menschen neu in Arbeit zu bringen, soll unb muß hier überboten werden. Wir wollen durch­stoßen unb die Geißel der Arbeitslosigkeit aus­rotten.

Bedeutsame Ausführungen machte der Reichs­statthalter über den Sinn des Gesetzes zum Schutze der nationalen Arbeit, das am 1. Mai in Kraft tritt:Der Wirtschaftsfüh­rer wird künftig vor allem der Reichsregie- rungunb Adolf Hitler verantwortlich sein. Er hat sein Unternehmen so zu führen, daß es zum Nutzen des ganzen deutschen Vol- k e s unb zu feinem Segen arbeitet. Das bedingt, daß jede Pflichtverletzung in dieser Richtung sofort geahndet wird, denn wer gegen die Gesetze des Volkes verstoßt, muß politisch unb wirtschaftlich tot fein. Das Gesetz bringt aber ein Zweites: Im Be­trieb stehen Betriebsführer und Beleg­schaft in gleichem Maße als freie Manuel

** Die Besuchs st unben bes Staats- m i n i ft e r i u m 5. Im jüngsten Amtsverkünbi- gungsblatt bes Kreises Gießen wirb barauf hin­gewiesen, baß bie Besuchsstunben bes Staatsmini­sters unb ber Ministerialabteilungen auf Sams­tags von 8.30 bis 13 Uhr festgesetzt finb. Wer nicht

folge zu besteigen, um ben wundervollen Blick in die in Sonnenschatten getauchte Heimatlandschaft zu genießen, deren hoher Reiz jeden Gleibergfreund immer wieder entzückt. Anschließend begab man sich in die Unterburg, zunächst ben historischen Räumen bes Nassauerbaues einen Besuch abstat- tenb, bie mit ihren bunten Wappenfenstern unb ber Vielgestaltigkeit ihrer Ausstattung joden Teilnehmer entzückten. Als Abschluß des Ganges, ber gerabezu bie geschichtliche Entwicklung ber Burg von Anbe­ginn bis zur Neuzeit blitzartig durch neun Jahr­hunderte hinburch vor Augen führte, gelangte man zuletzt in die jüngst für Schulungszwecke hergerich­teten Räume bes spätmittelalterlichen Albertus- b a u e s, beren gediegene Ausführung aufs beste traditionelle Vergangenheit mit den Ersorbernifsen ber Gegenwart verbindet. Der Herr Reichsstatthal­ter zollte wiederholt in anerkennenden Steuerungen ben geschmackvollen Arbeiten fein Lob.

Im Tagungsraum nahm Vorstanbsmitglieb

Edler von Graeve

bas Wort, um bie Notwenbigkeit, bas Entstehen unb Werben ber Umbauten zu skizzieren, wobei er ausführte, wie ber Gleibergverein im Zuge ber Zeit, ben gesteigerten Slnforberungen ber Gegen­wart Rechnung tragenb, sich weit über bie Gren­zen lokaler Bedeutung hinaus im Sinne ber kul­turellen Aufgaben betätigen will.

Der Gleibergverein strebe bas Ziel an, mit allen verfügbaren Kräften, sowie mit den ihm durch den Besitz der Burgruine verliehenen tra­ditionellen Gütern und räumlichen Möglich­keiten ein Mittelpunkt der heimat­kundlichen und n a t i o n a l s o z i a l i- stisch-weltanschaulichenErziehung unserer Landschaft zu werden.

So habe man keine bessere Verwendung der ohne­hin eine dringliche Reparatur erfordernden Räume vorfehen können, als sie dem neuen Staat dienst­bar zu machen, was in engster Zusammenarbeit mit der U n i v e r s i t ä t G i e ß e n, der Stu­dentenschaft und allen der Partei nahe­stehenden Organisationen geschehen solle. Es sei bei dem Umbau nicht nur an alles gedacht worden, was nötig ist, das Lager feinen Zweck erfüllen zu lassen, sondern darüber hinaus sei es auch gelun­gen, durch die handwerksmäßige Herstellung der gesamten Einrichtungen im Rahmen des Jugend­notwerkes ein Stück echter deutscher Kultur in alte ehrwürdige Räume der Burg hineinzustel- len. Mit der Bitte um weitgehende Unterstützung der Pläne des Vereins und mit der Einladung an ben Herrn Reichsstatthalter, zu ber nunmehr für Mai geplanten Einweihung bes Schulungsheimes gelegentlich eines studentischen Kurses zu erscheinen, schloß Rebner seine Ausführungen, worauf ber

Reichsstatthatter

in anerfennenben Worten feine Zufriebenheit über das Gesehene zum Ausdruck brachte und die ver­schiedenen Möglichkeiten der Verwertung des La­gers einer Betrachtung unterzog, bei der er aus seinen bisherigen reichen Erfahrungen auf diesem Gebiete wertvolle Fingerzeige geben konnte. Er zollte dem ernsten Streben des Gleibergvereins An­erkennung, und er sagte bem geschaffenen Werk feine Unterstützung zu. Es müsse nur vorerst über­legt werben, in welcher Weise bas Heim am frucht­barsten in ben Dienst ber neuen einsatzfvrbernben Zeit gestellt werben könne. Vor allem sei eine ein­heitliche Führung notwenbig, bie eigenverantwort­lich bie zu bewältigenden Aufgaben in bester Weife erfülle.

das Wort, um die schlechten Straßenver- hältnisse des Kreises Wetzlar zu schil­dern, welche Maßnahmen zur Verbesserung die Kreisverwaltung erwäge und in welcher Weise die Pläne des Reichsauto ft raßenbaues für unsere Gegend nutzbar gemacht werden könnten, lieber dieses Problem, sowie über die aktuelle Frage äs, ».s® - w

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e. ( _ n Er legte die Möglichkeiten dar, wie die wirtschaftlich

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hatte, erkannte das Gericht entsprechend diesem An­trag unter Anrechnung von einem Monat Unter­suchungshaft.

Eine zur Zeit in Untersuchungshaft befindliche Frau vertrieb Leibbinden und wollte in der Nähe von Friedberg einer Frau eine solche verkaufen. Die Frau lehnte ab und versprach, ihr Mitteilung zu machen, wenn sie eine Leibbinde zu kaufen be­absichtige. Die Angeklagte füllte aber ein Bestellfor­mular ihrer Firma mit dem Namen der Frau aus, um fo in den Besitz der Provision zu gelangen. Wegen Betrugs und schwerer Urkundenfälschung erkannte das Gericht auf sechs Wochen G e - f ä n g n i s.

Unter Ausschluß der Öffentlichkeit befaßte sich das Gericht mit einem Mädchen, deren Verlobten und einem Ehepaar aus Altenburg wegen versuch­ter Abtreibung. Das Gericht verurteilte die Ehe­leute zu je drei Monaten, den Verlobten wegen Beihilfe zum Versuch zu drei Wochen und das Mädchen ebenfalls zu drei Wochen Gefängnis.

dar für sofortige Unterstützung vieler Arbeitslosen, denen sie mit dem Lotterieoertrieb und der Los- Herstellung für einige Monate einen ausreichenden Verdienst gab.

Fast unsagbar glückliche Stunden schenkte diese wahre Lotterie des Herzens uns und unseren Freun- den uyd Brüdern ... WeM man schon allein an die 4 500 000 ausgezahlten Gewinne denkt, kann man sich oorstellen, wieviel Freude damit in deut­schen Familien gestiftet wurde!

Fast wehmütig mutet es uns in diesen Früh­lingstagen an, daß der wackere graue Glücks­mann, der so tapfer und immer heiteren Mutes den Feldzug gegen den Winter behauptete, aus dem Stadtbild verschwunden ist! Dank sei ihm, daß er uns mit den braunen Losbriefen durch graue, dunkle Wintertage in einen sonnigeren, blühenden Lenz führte!

Ein Volkstag für Innere Mission

EPH. Nachdem die Opferwilligkeit des deutschen Volkes im vergangenen Jahr auf mannigfache Weife in Anspruch genommen worden ist, hat nunmehr auch der Zentralausschuß für Innere Mission die Erlaubnis erhalten, am 15. April und an den Tagen vorher und nachher allgemeine Sammlungen au veranstalten, die im ganzen Reiche stattfinden fallen.

Dieser Sammeltag ist der erste seiner Art. Seine Erträge sollen der umfassenden Liebesarbeit der Inneren Mission, die sich um die Kranken, Krüp­pel, Blinden, Taubstummen und Epileptischen müht, gelten, aber auch den missionarischen Aufgaben, die gerade in der heutigen Zeit im Vordergrund der Arbeit stehen. In einem Gruhwort zum Volkstag der Inneren Mission nannte der Reichsbischof Müller die Innere Missionden Tatbeweis christlichen Glaubens im deutschen Volk".

Weitere Vergünstigungen für den Reiseverkehr.

Die Deutsche Reichsbahn hat die Ausgabezeit der Winterurlaubskarten bis zum 30. April verlängert. Winterurlaubskarten werden also bis zum 30. April ausgegeben und gelten wie seither zwei Monate lang. Wird z. B. die Hinreise am 30. April angetreten, dann muß die Rückreise spä- teftens am 29. Juni 24 Uhr beendet sein.

In gleicher Weife werden die besonderen Ver­günstigungen von Gesellschaftsfahrten während der Winterszeit, die in unentgeltlicher Be­förderung eines weiteren Teilnehmers bestanden, ebenfalls bis zum 30. April verlängert. Es werden also bis zum 30. April bei Bezahlung für 12 bis 19 Erwachsene eine Freikarte, bei Bezahlung für 20 bis 39 Erwachsene zwei Freikarten, bei Bezahlung für 40 bis 99 Erwachsene drei Freikarten gewährt.

Gictzener Wochenmarktpreisc

* Gießen, 15. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,30 Mark, Kochbutter 1,10, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 8V2 bis 9, Wirsing (gelb), das Pfund 18, (grün) 20 bis 25, Weißkraut 12, Rotkraut 15, Gelbe Rüben 12, Rote Rüben 10, Spinat 25 bis 28, Unterkohlrabi 6 bis 8, Rosenkohl 35, Feldsalat 100 bis 120, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 35 bis 45, Schwarzwurzeln 25, Kartoffeln, das Pfund 3 bis 3V2 Pf., der Zent­ner 2,80 bis 3 Mark, Aepfel, das Pfund 15 bis 25 Pf., Birnen 12 bis 20, Suppenhühner 70 bis

führte bann u. a. aus: Deutsche Volksgenossen, Männer der Arbeit! Gerade euer Werk war für uns während der Jahre des Kampfes oft Symbol. Hier in Wetzlar war der Kampf schon 1924 entfacht. Wir erlebten es, daß ein Fabrikschlot um den anderen stillaelegt wurde. Wie es im Lahn- unb Dilltal aussah und wie es teilweise noch aussieht, weiß niemand besser als wir, die wir Woche um Woche hier waren. Wetzlar ist eines der sichtbarsten Bei­spiele des wirtschaftlichen und politischen Zerfalls, denn wenn ein Volk politisch zerfällt, zerfällt es auch wirtschaftlich. Die Wirtschaftsführer von ehe­dem glaubten, daß der Staat nur dann gehalten werden könne, wenn die Wirtschaft führe. Die Fol­gen waren zwangsläufig, denn die Gegenströmung der Arbeiterschaft, sich nicht unterdrücken zu lassen, wurde ausgelöst. Die Wirtschaftsführer von ehedem verbündeten sich geradezu mit dem Marxismus, sie wurden durch ihre Grundeinstellung die Väter'des Marxismus. Ein Volk kann sich nicht halten, wenn es keine politischen Führer hat. Die Wirtschaft ist eben nur ein Teil, wenn auch ein wichtiger Teil unseres Lebens. Der 30. Januar 1933 hat dem Volke die Augen geöffnet.

IDer die nationalsozialistischen Thesen nicht verstanden hatte, der hat sich durch die Taten der Regierung überzeugt. Seit wir einen Mann an der Spitze, einen willen, eine Führung haben, hat die Stabilisierung des ganzen Dolkslebens begonnen.

Die Arbeitsbeschaffung im letzten Jahre hat 2,6 Mil­lionen deutsche Menschen wieder zu selbständigen,

,ab in seiner Antwort zu erkennen, daß ihm das l u t 0 b a h n - und das Straßenproblem