getroffen worden, als das Schiff noch im Hafen von Wefermünde lag. Er gab an, zu dieser Tat von dem Reeder Friedrich Kuhr angestiftet worden zu sein. Der Dampfer war von der Eigentümerin, der Firma Kohlenberg & Putz, mit 180 000 Mark und 1000 Pfund Sterling versichert. Diese Versicherung war durchaus ausreichend. Trotzdem hat Kuhr den Dampfer, der ihm gar nicht gehörte, noch mit weiteren 40 000 Mark für sich persönlich versichert. Diese Versicherung trug schon die Absicht des Betruges in sich. Skoerup waren für das Versenken des Dampfers 10 000 Mark und eine Anstellung auf einem in Hamburg für Rechnung Kuhrs im Bau befindlichen Fischdampfer versprochen worden. Kuhr hat schließlich unter dem Druck des Beweismaterials gleichfalls ein volles Geständnis abgelegt.
Hinrichtung eines Mörderpaares in Neuruppin.
Im Hof des Strafgefängnisses Neuruppin wurden der Landarbeiter Otto K u h r t und die Landwirtsehefrau Frieda Schenk aus Grüneberg (Mark) durch den Scharfrichter Grübler aus Magdeburg h i n g e r i ch t e t. Kuhrt war wegen Mordes an dem Landwirt Schenk vom Schwurgericht Neuruppin zum Tode verurteilt worden. Frau Schenk hatte mit dem Knecht ein Liebesverhältnis unterhalten und ihn zu der Mordtat angestiftet. Am Abend des 21. Dezember 1933 hatte Kuhrt seinen Dienstherren aus der Wohnung gelockt und ihn mit einem Jagdgewehr aus dem Hinterhalt erschossen, als er in die Hoftür trat.
Ueberschwemmungen, Neuschnee und „Blulregen" in Oberitalien.
Die anhaltenden Regenfälle der letzten Tage haben es mit sich gebracht, daß in Oberitalien sämtliche Flüsse Hochwasser führen und an vielen Stellen über ihre Ufer getreten sind. Weite Strecken der Po-Ebene sind überschwemmt. Die Schäden sind sehr groß. In Stoffoli umspülten die Wassermassen bedrohlich eine Ansiedlung. Die 14 Bewohner mußten mit Vieh und Habe von der Miliz mit Kähnen aus ihren Häusern geholt werden. In der Nähe von Ferrara ist das Wasser auf 500 Hektar Breite in das neue, urbar gemachte Gebiet eingedrungen und hat dort verheerende Verwüstungen angerichtet. Im Alpengebiet Oberitaliens ist allenthalben Neuschnee gefallen. In den Bergen hat der anhaltende Sturm an vielen Orten Lawinen gelöst. Stellenweise bemerkte man auch wieder die seltsame Erscheinung des sogenannten „B lut" - Regens, der Dörfer, Bäume und Sträucher rot färbt. Er ist vermutlich auf eine Vermengung der Regentropfen mit rotem Sand zurückzuführen, der im afrikanischen Wüstengebiet durch den Sturm aufgewirbelt worden ist.
Drei Todesopfer eines Lawinenunglücks im Allgäu.
Wie aus Oberstdorf gemeldet wird, unternahmen 13 Herren und Damen im kleinen Walsertal eine Skipartie auf die etwa 1700 Meter hohe Kugern- spitze. Etwa 100 Meter unter dem Gipfel brach eine Lawine los, die drei der Teilnehmer, zwei Herren und eine Dame, etwa 400 Meter in hie Tiefe r i ß. Wenig später gelang es, die zwei Herren zu bergen; sie waren bereits tot. Die verunglückte Dame konnte noch nicht gefunden werden, jedoch besteht kein Zweifel, daß auch sie getötet wurde. Die Namen der Verunglückten sind noch nicht bekannt.
Papageienkrankheit in Leipzig.
Das städtische Presseamt Leipzig teilt mit: Wie schon 1930, 1932 und 1933 sind auch jetzt wieder einige Fälle von Papageienkrankheit in Leipzig aufgetreten. Es handelt sich um drei Er- krankungs- und drei Verdachtsfälle. Zwei Erkran- kungsfälle sind tödlich verlaufen. Die Erkrankungen lassen sich auf die Berührung von Wellensittichen zurückführen, die von einem Leipziger Privatzüchter stammen. Diese Zucht erscheint als Ausgangsquelle der Krankheit. Es sind sofort sämtliche Maßnahmen getroffen worden, die eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern geeignet sind.
Hauseinsturz in Syrien. — 27 Tote, 12 Schwerverletzte.
Wie aus Beirut (Syrien) berichtet wird, ist dort auf dem Kanonenplatz ein altes Haus eingestürzt, in dem sich ein Hotel und ein Cafe befanden. Bisher hat man aus den Trümmern 27 Tote hervorgezogen. 12 Schwerverletzte wurden dem Krankenhaus zugeführt. Die Bergungsarbeiten sind mit Hilfe von Militär fast beendet. M?n rechnet nicht mehr damit, weitere Opfer unter den Trümmern zu finden.
49 Leichen aas bett, Zerstörer „Tomotsuru" geborgen.
Wie Reuter aus Tokio meldet, konnten aus dem Wrak des gekenterten japanischen Zerstörers „To- motfuru" bisher insgesamt 49 Leichen geborgen werden. Man hat jetzt jede Hoffnung aufgegeben, den Rest der Besatzung noch lebend zu bergen, so daß sich die Gesamtzahl der Ueberlebenden, die 13 beträgt, nicht mehr erhöhen dürfte.
französisches Auto stürzt in einen Teich. — Drei Insassen ertrunken.
Ein mit fünf Personen besetzter Kraftwagen stürzte bei Limoges in einen Teich. Drei Insassen ertranken.
Unbekannte Bilderstürmer im frankfurter Stadel.
Im Frankfurter Städel wurde dieser Tage ein wertvolles Gemälde von einem Unbekannten schwer beschädigt. Das Bild stellt fünf Nymphen dar, die einen Mann ins Wasser ziehen. Das Gemälde, das im zweiten Stock des Museums untergebracht war, weist einen Riß auf, der sich von der Mitte des Bildes bis zum untersten Rand hin- Zieht.
Ein drittes Todesopfer des Niersteiner Liebesdramas.
Die Liebestragödie in Nierstein hat ein drittes Todesopfer gefordert. Georg Jtzstein, der, wie bereits gemeldet, feine Geliebte und deren Mutter erschossen und sich selbst einen Schuß in den Kopf beigebracht hatte, ist jetzt im Krankenhaus zu Mainz seinen Verletzungen erlegen.
Trauerkundgebung
für die Toten von Karsten-Eentrum.
In Beuthen versammelten sich auf dem großen Hof der Grubenanlage, von deren drei Förder- türmen die halbmast gesetzten Fahnen des Dritten Reiches flatterten, die Abordnungen der SA., SS., NSBO. und des Arbeitsdienstes, der Schutzpolizei, des Zolldienstes und zahlreicher nationalsozialistischer Organisationen aus ganz Oberschlesien. Nach Musikvorträgen bestieg Oberpräsident Brückner die Rednertribüne, die aus Grubenholz gezimmert war und die Form eines mit Kohlenblöcken umschichteten Pfeilereinganges hatte. Umflorte Grubenlichter schmückten die Zimmerung, deren schwarz
Vildung des Sachverständigenbeirats und derSachverständigen- ausschüste nach dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit.
Berlin, 14. März. (DNB.) Amtlich. Die vom Reichsarbeitsminister unter dem 10. März erlassene 2. Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit enthält neben den Bestimmungen über die Bestellung der Vertrauensmänner auch die näheren Vorschriften über die Errichtung des Sachoerständigenbeirats und der Sach- verständigen-Ausschüsse. Zur Unterrichtung und Beratung stehen den Treuhändern der Arbeit zwei Sachverständigengremien zur Verfügung. Handelt es sich um allgemeine oder grundsätzliche Fragen, so berufen die Treuhänder der Arbeit den Sachverständigenbeirat. Zu ihrer Beratung im Einzelfall können die Treuhänder der Arbeit Sachverständigenausschüsse berufen. Der Sachverständigenbeirat ist also eine st ä n d i g e Organisation, während die Sachverständigenausschüsse von Fall zu Fall gebildet werden können. Der Sachverständigenbeirat setzt sich aus Angehörigen der verschiedensten Wirtschaftszweige zusammen und repräsentiert so die Gesamtwirtschaft des jeweiligen Wirtschaftsgebietes beim Treuhänder der Arbeit, während die Sachverständigenausschüsse nach vornehmlich fachlichen Gesichtspunkten zu bilden sind.
Oie Aufgaben des Gachverständigenbeirais.
Von den Mitgliedern des Beirats muß daher verlangt werden, daß sie mit allen sozialen und wirtschaftlichen Fragen der Wirtschaft des betreffenden Treuhänderbezirks vertraut find. Vom Sachverständigenbeirat werden daher in der Regel die Anregungen und Vorschläge in allen das Wirtschaftsleben des betreffenden Bezirks berührenden grundsätzlichen Fragen ausgehen. In dem Sachverständigenbeirat besitzt der Treuhänder der Arbeit ein Instrument, das es ihm ermöglicht, sich ständig über alle sozialen und wirtschaftlichen Vorkommnisse in den verschiedenen Wirtschaftszweigen zu unterrichten.
Oie Zusammensetzung des Gachverständigenbeirais.
Damit die Gewähr besteht, daß sich der Sachverständigenbeirat aus einer Auslese der besten und brauchbarsten Kräfte zusammensetzt, und um andererseits den Treuhändern der Arbeit die Auswahl dieser Kräfte nach Möglichkeit zu erleichtern, ist der Deutschen Arbeitsfront die Verpflichtung auferlegt worden, den Treuhändern der 'Arbeit eine Vorschlagsliste zu übermitteln. Zur Vorbereitung dieser Vorschlagsliste legen die Treuhänder der Arbeit der Deutschen Arbeitsfront zunächst ein Verzeichnis derjenigen Wirtschaftszweige vor, aus denen sie die Mitglieder des Sachverständigenbeirates zu berufen beabsichtigen. In dem Verzeichnis können Wirtschaftszweige von untergeordneter Bedeutung zu einer Gruppe zusammengefaßt werden.
ausgeschlagene Krone mit der Hakenkreuzfahne und den Symbolen des Bergbaues, Schlägel und Hammer, geziert war. Oberpräsident Brückner gedachte des Opfers der Toten und grüßte die Angehörigen als Vertreter des Führers. Ehrende Worte richtete der Oberpräsident an die tapfere Rettungsmannschaft, die mit ihrer Opferbereitschaft und Hingabe ein leuchtendes Vorbild nationalsozialistischen Handelns gegeben habe. — Staatsrat Schuhmann überbrachte die Grüße Dr. Leys.
Kunst und Wissenschaft.
Der Oberammergauer Petrus-Darsteller f-
Der Petrus - Darsteller der Oberammergauer Passionsspiele von 1930, der Bildhauer Peter Rendl, der auch für die bevorstehenden Jubiläumsspiele als Petrus gewählt war, ist nach kurzer Krankheit gestorben. Er hatte in den Passionsspielen von 1890 und 1900 den Jünger Johannes verkörpert. Verheiratet war er mit einer Tochter des früheren Chriftus-Darftellers Joseph Mayr.
Landwirte, beschafft euch Saatgut für den Flachsbau!
Der Zeitungsdienst des Reichsnährstands schreibt: Um die Einfuhr fremder Rohstoffe sowie ausländischer Oelsaaten und Futtermittel zu verringern, und um einer übersteigerten Getreideerzeugung entgegenzuwirken, hat die Reichsregierung der deutschen Landwirtschaft die große Aufgabe gestellt, durch eine gesunde Verteilung d e r landwirtschaftlichen Kulturfrüchte dieses Ziel zu erreichen. Jetzt bei der Zusammenstellung des Bestellungsplanes muß sich jeder Landwirt entscheiden, welche Feldfrüchte er neu anbauen und in die Fruchtfolge aufnehmen will. Dabei kann er den Flachs nicht unbeachtet lassen; denn dieser alten deutschen Kultur- und Faserpflanze ist im Rahmen der Regierungsmaßnahmen insofern eine besondere Aufgabe zugewiesen, als sie ganz besonders geeignet und berufen ist, die ausländische Rohstoff- und Oelsaateneinfuhr zu vermindern. Bei der jetzigen Markt- und Preislage für Flachs und vor allem durch die Flachsbau st ützungsaktion der Reichsregierung, die durch Presse und Rundfunk eingehend behandelt wurde, sichert der Flachsbau dem Anbauer bei Durchschnittserträgen eine Rente, die der des Weizenanbaues gleichkommt und sie bei guten Erträgen erheblich übersteigt. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß der Flachs a l s Vorfrucht beachtliche Vorteile bietet und geeignet ist, Lücken, die durch Auswintern des Getreides entstanden sind, auszufüllen.
Neben einer sachgemäßen und sorgfältigen Anbautechnik ist die Verwendung e r st k l a s s i - gen Saatgutes erste Voraussetzung. In Deutschland haben sich die deutschen Flachszuchtsorten. Eckendorfer Frühflachs, Mathis Edelflachs, Sorauer Feinflachs, Daros I und II, ganz besonders bewährt, sie sollten stets in erster Linie ausgesät werden. Nur wenn deutsche Zuchtsaaten nicht zu haben sind, kann auf die gut akklimatisierten Absaaten ausländischer Sorten und Herkünfte zurückgegriffen werden. Wenn diese den an gutes Saatgut gestellten Anforderungen entsprechen, sind Rückschläge im Ertrage nicht zu befürchten. Für die
Wirtschaftszweige, für die durch reichsgesetzliche Regelung eine ständische Gliederung durchgeführt ist, wie z. B. für den Reichsnährstand, sind stets als besondere Wirtschaftszweige zu führen. Für die ihr von den Treuhändern der Arbeit bezeichneten Wirtschaftszweige hat die Deutsche Arbeitsfront ihr als Sachverständige geeignet erscheinende Persönlichkeiten vorzuschlagen, und zwar je Wirtschaftszweig fünf Betriebsführer und Gefolg - fchaftsangehörige (Arbeiter und Angestellte). Die Treuhänder der Arbeit können aus besonderen Gründen für einzelne Wirtschaftszweige auch die Benennung einer größeren Anzahl von Sachverständigen Vorschlägen. Als Gefolgschaftsangehörige sollen in erster Linie Vertrauensmänner in Vorschlag gebracht werden. Die Vorschlagslisten haben Gültigkeit für die Dauer eines Jahres (1. Mai bis 30. April). Aus den von der Deutschen Arbeitsfront in Vorschlag gebrachten Personen hat der Treuhänder der Arbeit d r e i v i e r t e l der Mitglieder des Sachverständigenbeirates zu entnehmen ; ein Viertel kann er frei, d. h. ohne Vorschlag berufen. Der Sachverftändigen- beirat muß erstmalig spätestens bis zum 30. Juni einberufen werden. Die Mitgliederzahl des Sach- verständigenbeirates soll 16 nicht übersteigen.
lieber diese gesetzlich vorgesehene Begrenzung der Mitgliederhöchstzahl hinaus besteht für den Treuhänder der Arbeit hinsichtlich der Zusammensetzung des Beirates keinerlei Bindung. Wenn es sich auch im allgemeinen empfehlen wird, die Sachverständigen möglich st in gleicher Anzahl den Betriebsführern und Gefolgschaftsangehörigen zu entnehmen, und auch bei den letzteren Arbeiter und Angestellte tunlichst in angemessener Weise zu berücksichtigen, so hat der Gesetzgeber doch bewußt darauf verzichtet, in dieser Hinsicht bindende Vorschriften für den Treuhänder der Arbeit zu erlassen. Das hat seinen guten Grund darin, daß der Sachverständigenbeirat lediglich B e r a t u n g s o r g a n des Treuhänders der Arbeit sein soll, dem also keine irgendwelche Abstimmungen erfordernde Entscheidungen obliegen und bei dessen Zusammensetzung daher auch keine Paritätsgrundsätze zu berücksichtigen sind. Der Treuhänder der Arbeit ist daher auch in der Lage, den Sachverständigenbeirat der tatsächlichen Wirtschafts st ruktur seines Bezirks soweit wie möglich anzupassen. Er braucht daher z. B. nicht peinlich darauf zu achten, daß bei der Zusammensetzung des Sachverftändigen- beirats etwa das StäLkeverhältnis der einzelnen Wirtschaftszweige untereinander rein zahlenmäßig unter allen Umständen gewahrt ist. Vielmehr kann er einzelne Wirtschaftszweige oder auch innerhalb eines Wirtschaftszweiges etwaige Großbetriebe, ihrer überragenden Bedeutung entsprechend, im Sachoerständigenbeirat berücksichtigen, insbesondere für den einen ober anderen Wirtschaftszweig, wenn ihm dies geboten erscheint, auch mehrere Sachverständige bestimmen.
Beschaffung dzw. Sicherstellung der für die Aussaat benötigten Leinsaatmenge ist es jetzt h ö ch st e Zeit, da bei dem erhöhten Interesse für den Anbau des Flachses die Bestände sowohl der genannten Zuchtsorten als auch der daraus entstammenden Original- und Absaaten sowie der übrigen brauchbaren Saatpartien bereits stark gelichtet sind. Die Deutsche Flachsbau-Gesellschaft m. b. H., Berlin SW 19, Krausenstraße 25 bis 28, gibt bereitwilligst über alle Saatgut- und Flachsbaufragen Auskunft.
„Geistiges Wikingertum "
Im Rahmen der von der Gesellschaft für deutsche Bildung und dem Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht veranstalteten deutschen Abenden sprach Prof. Dr. Wilh. Pinder- München über das Thema „Vom geistigen Wikingertum unserer Kultur im Spiegel der neueren Kunstentwicklung". Prof. Pinder ging von den Fahrten und Taten der alten Wikinger und deren politischem Wirken aus und zeichnete die geistigen Anlagen dieses germanischen Volkes, ihr Streben in die Ferne und nach Abenteuern, ihr unruhiges, kühnes, männliches Wesen. Diesem Charakter aber entsprechen ähnliche Züge auf dem Gebiete des geistigen Lebens, und wir können hier im übertragenen Sinne von einem geistigen Wikinger- tum sprechen, das sich insbesondere in derKunst offenbart. Es äußert sich in seiner außerordentlichen Bewegtheit der Linien, wobei die Bewegung als solche betont wird im Gegensatz zu dem ruhenden Element anderer Kulturen. Dieser nordische Formenstrom zeigt sich in der reichen Ornamentik des Goldschmucks aus der Wikingerzeit. Wir finden ihn in ähnlicher Weife in den folgenden Jahrhunderten auf allen Gebieten der Kunst germanischer Künstler, ob wir an mittelalterliche Dome oder Schlösser des Barock, an Dürer, Leonardo, Rubens, Beethoven oder Bach denken. Die deutsche Kunst weist dabei dieses geistige Wikingertum in weit höherem Maße auf, als etwa die skandinavische. Aber Wandlung ist nicht Fortschritt. Wir Deutsche glauben nicht an den Fortschritt, vielmehr an den Vorsprung und fühlen uns der Zukunft verantwortlich. Wir wissen heute, daß nicht Künstler einen großen Stil schaffen, sondern daß er aus der Gemeinschaft erwächst. So glauben wir auch heute an eine neue deutsche Kunst und danken dies dem Führer des neuen Deutschlands.
Oie Mitgliedersperre der AGOAp. bleibt.
München, 14. Mär;. (DNB.) Der Reichs- fchahmeister der NSDAP, erläßt folgende Bekanntgabe: Aus gegebener Veranlassung wird hiermit zur Kenntnis gebracht, daß die derzeitige Mitgliedersperre in absehbarer Zeit nicht aufgehoben wird. Gesuche von Volksgenossen um Aufnahme in die Partei sind daher zwecklos.
Kleine politische Nachrichten.
Der Herr Reichspräsident empfing den deutschen Botschafter in London, von H o e s ch.
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Der südslawische Gesandte in Berlin, Balug- dschitsch, ist in Belgrad eingetroffen. Man
Oie Hauptaufgabe der Sachverständigenausschüsse dagegen liegt auf dem Gebiet der F e st s e tz u n g von Lohn- und Arbeitsbedingungen. Tarifordnungen oder Richtlinien für den Inhalt von Betriebsordnungen und Einzelarbeitsverträgen kann der Treuhänder der Arbeit oder sein Beauftragter nur nach vorheriger Beratung in einem Sachverftändigenausschuß festsetzen. Darüber hinaus steht es aber im Ermessen des Treuhänders der Arbeit, sich der Mithilfe des Sachverständigen-Aus- schusses zu bedienen, wenn ihm das im Einzelfalle geboten erscheint. Bei der Bildung von Sachver- ständigenausschüssen ist der Treuhänder der Arbeit an keine Vorschlagslisten gesetzlich gebunden, sondern kann die Sachverständigen aus den ihm geeignet erscheinenden Persönlichkeiten seines Bezirkes bestimmen, und zwar vornehmlich aus den Angehörigen des jeweils im Einzelfalle in Betracht kommenden Wirtschaftszweiges. Die Zahl der Mitglieder eines Sachverständigenausschusses soll acht nicht übersteigen. Die Sachverständigen sollen möglichst in gleicher Zahl aus Betriebsführern und Angehörigen der Gefolgschaft entnommen werden. Die Sachverständigen erhalten eine angemessene Entschädigung für den ihnen aus der Wahrnehmung ihrer Tätigkeit erwachsenden Verdienstausfall und Aufwand, sowie Ersatz der Fahrkosten.
Oie Bekanntmachung der von den Treuhändern der Arbeit erlassenen Richtlinien und Tarifordnungen erfolgt im Reichsarbeits blatt. Im Reichsarbeitsministerium wird ein Register der Richtlinien und Tarifordnungen (T a r i f r e g i st e r) geführt und eine Sammlung der erlassenen Richtlinien und Tarifordnungen angelegt. Auf Verlangen wird eine schriftliche Auskunft über die Eintragungen in das Tarifregister kostenlos erteilt. Ferner haben die Treuhänder der Arbeit auf Verlangen kostenlos Auskunft über die von ihnen erlassenen Richtlinien und Tarifordnungen zu geben.
Für lohnstatistische Zwecke ist den Führern von Betrieben mit in der Regel mindestens 50 Beschäftigten die Verpflichtung auferlegt, zwei Abdrucke der Betriebsordnung dem Statistischen Reichsamt (Abteilung für Sozialstatistik) einzufenden, falls die Betriebsordnung die Hohe des Arbeitsentgeltes regelt. Auch in sonstigen Fällen können das Statistische Reichsamt wie die Treuhänder der Arbeit die Einreichung eines Abdruckes der Betriebsordnung verlangen.
In Ergänzung der Vorschrift des § 28 des Gesetzes bestimmt die Durchführungsverordnung, daß etwa verhängte Geldbußen zum Besten der NS.-G e m e i n sch a f t „Kraft durch Freude" zu verwenden sind.
nimmt an, daß seine Reise der freundschaftlichen Ausgestaltung der Beziehungen zwischen Deutschland und Südflawien gilt.
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Der ftanzösische Außenminister Barthou wird im April einen Besuch in Warschau abftatten.
Im polnischen Verordnungsblatt ist auf Grund des deutsch-polnischen Wirtschaftsabkommens eine Verfügung des Ministeramts erschienen, der zufolge die gegen Deutschland gerichtete Einfuhrver- botsliste mit Wirkung vom 15. März auf« gehoben wird.
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In Lettland hat der Präsident der Republik den Führer des Bauernbundes U l m a n i s mit der Bildung der neuen Regierung betraut, nach dem die Besprechungen aller bürgerlichen Parteien zu einer Einigung über ein gemeinsames Programm geführt hatten.
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Das Gesetz über die Einschränkung der Befugnis zum Uniformtragen wurde vom irischen Abgeordnetenhaus in dritter Lesung mit 77 gegen 61 Stimmen angenommen. Durch das Gesetz wird vor allem den Mitgliedern der oppositionellen „Vereinigten Irland-Partei" das Tragen von Blauhemden verboten.
Wettervoraussage.
Das kräftige Tief über den britischen Inseln mit Barometerständen von unter 965 Millimeter nimmt seinen Weg ostwärts und wird auch unseren Bezirk beeinflussen. Zunächst wird feucht-milde Luft vorgeschoben, die stärkere Bewölkung mit Regenfällen verursachen wird. Durch die später an der Rückseite aus höheren Breiten zufließende Ozeanluft nimmt dann das Wetter wechselhaften Charakter an, wobei die Niederschläge mehr in Schauern übergehen.
Aussichten für Freitag: Meist bewölkt und milder, zeitweise Niederschläge, südwestliche Winde.
Aussichten für Samstag: Unbeständig, wechselnd wolkig und Temperaturen schwankend, schauerartige Niederschläge.
Lufttemperaturen am 14. März: mittags 8,3 Grad Celsius, abends 4,8 Grad; am 15. März: morgens 5,4 Grad. Maximum 10,5 Grad, Minimum 4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. März: abends 4 Grad; am 15. März: morgens 3,7 Grad. — Niederschläge 0,6 mm. — Sonnenscheindauer 2 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den Übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. II. 34: 11 600. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.
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Frauen sehen die Hände aller aus als das Gesicht. Warum eigentlich? Altern die Hände etwa schneller? Ja — aber nur dann, wenn ihre Pflege vernachlässigt wird. Dabei kostet es doch wirklich wenig Mühe, die Hände nach der Hausarbeit und nach dem Waschen jedesmal mit Leokrem einzureiben. Das tut Wunder für die Haut! Die Hände bleiben sammetweich und zart: man kann ihr wahres Alter nicht erraten. Leokrem ist schon von 22 Psg. ab erhältlich.


