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Montag, IS.Zanuar 195^

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Nr. 12 Zweites Blatt

links

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Abb.3 Die obige Stammtafel als Stammbaum

ehelichung, der Todestag und Todesort, sowie der Berus angegeben werden. Soweit irgend möglich.

alters in

nahmen des kunstgeschichtlichen Seminars der Unt

Eines besonderen Hinweises bedürfen auch neben

auuenicuiiai m ueii uiaueituen aus uuuiwu ------ ---------- z r < na s.- ___

Kunstvereins, stets etwas zu kurz gekommen ist und dem populäreren Braunschweiger tproen öte eigen» im besonderen Werke aus der klassischen Zeit so artig stilisierten Hildesheimer Tragflguren. In sch -

gut wie gar nicht berücksichtigt worden sind.

gestellt worden.

versität Marburg: ein c M ,

wertes Unternehmen, zumal die Bildhauerei im allgemeinen in den bisherigen Ausstellungen des

tung beschränken, sondern muß auch die B i o l o - gie in den Bereich der Forschung ziehen. So sind zum mindesten die Todesursache emzutragen, da sie wertvolle Rückschlüsse auf die Gesundheit und damit auf die Erbanlage zulassen. Außerdem müssen auch die Eigenschaften der Vorfahren erforscht wer-

bisweilen unheimlich verzerrtes Echo hervor. Das Sinken des Wasserspiegels hat bereits wichtige Reste aus dem Leben des frühesten Höhlenmenschen frei- gelegt: Primitive Werkzeuge, Gefäße, Knochen, Ge­räte* aus Eisen und Bronze. Die Funde gestatten eine recht lebendige Vorstellung vom Leben und von den Gebräuchen dieser Menschen. Auch auf die Gebeine mancher Tiere, die. schon lange in England ausgestorben sind, wie der Hyäne, des Rhinozeros, des Höhlenbären ist man gestoßen.

Abb. 1 Schema einer Ahnentafel. 1- Probandus (der auf seine Ahnen hin zu Prüfende); 2, 3 = Eltern, 47 - Großeltern; 815 = Urgroßeltern; 1631 = Ururgroßeltern.

angewöhnen, die richtige Bezeichnung zu wählen und die Aufstellung seiner Vorfahren stets als

daher ein (dcuui uci «öiuhuk, uuq |wu, i ur,i, . « «n;.

der, der gerade die Ehe eingehen will, sich mit sei- Verhältnisse schon Zlemlich viel. Mit «.A r « « r < r I r /TS /Ti . 5 /. ! .f. £ - Of_ « a Xav 97 a m Ott höl* 'KOrirthrPtl 1 II

©er Unterschied.

Im Hause des Feldmarschalls M o l t k e, in der eine angeregte Gesellschaft mit Musik und Gesprä­chen gepflegt wurde, war die Rede von dem Ur­sprung des Menschengeschlechtes. Man erörterte die damals durch Darwin so aktuell gewordene Frage, wie groß die Unterschiede zwischen Tier und Mensch seien' Schließlich wurde auch Moltke selbst nach seiner Meinung befragt, der bisher stumm dage- sessen und nur lange Züge aus seiner Pfeife getan hatte. Die Gesellschaft wollte wissen, welcher Unter­schied zwischen Mensch und Tier ihm am bezeich­nendsten erscheine. Worauf die Antwort erfolgte: Kein Tier raucht!"

Auf den Spuren des engli'chen Höhlenmenschen.

Eine Gruppe von englischen Altertums-Forschern ist nach der berühmten Wookey-Höhle bei Somer- setshire aufgebrochen, um dort nach den Spuren des englischen Höhlenmenschen zu suchen. Bis heute ist diese Stätte dem Zugriff der Wissenschaft verborgen geblieben. Run aber, nachdem sich der Wasserspiegel des Axe-Flusses andauernd gesenkt hat, kommen die Dokumente der frühesten Epoche der Geschichte des englischen Menschen an das Tageslicht. Die Wookey- Höhle ist eines der großen Naturwunder Englands. Mehr als 150 Meter tief in den Mendip-Bergen ist ein fast unübersehbares Gewirr von schmalen Gängen, ein Labyrinth, aus dem die Tropfstein­massen hervorleuchten, während den Eindringling sonst schwärzeste Finsternis umgibt. Selbst das ge­ringste Flüstern ri^ft ein vielfach gebrochenes und

Overhessischer Kunstverem

1. Jahres-Ausstellung: Deutsche Plastik des Mittelalters.

Ahnentafel und Stammbaum.

Aufgaben der Famil»enforschung im neuen Staat. - Wie fertigt man eine Ahnenta el an?

Don Ernst-August Steinmann, Gießen.

birgt außerdem f.pkl Neue- 'und auch fofort

d Dieser Bericht konnte naturgemäß nur einen Auszug und Ueberblick geben. Wer sich eingehend in die schöne Sammlung vertieft wird, auch als Laie, Genuß und Gewinn und vielfältige Anregung davon haben. '

Generationen.

Daraus ergeben sich für ihn eine Reihe höchst wichtiger Pflichten, mithin Fragen, deren Beant­wortung von jedem Menschen zumindest vor der Eheschließung verlangt werden muß. Ehe ist nämlich höchste Verantwortung vor der Zukunft. Nietzsche sagt sogar:Ehe nenne ich den Willen zu zwei, das dritte zu schaffen, das höher ist als die zwei." Daher ist es wohl als erstes eine Selbstver­ständlichkeit, zu verlangen, daß jeder nur mit einem gesunden Körper in die Ehe tritt. Ein durch Alko- yolmißbrauch (Keimgift!) und Geschlechtskrankheiten verwüsteter Körper ist nicht imstande, das Erbgut unbeschädigt und unverändert weiterzugeben. Ebenso erfordert die Rücksicht auf die Kinder als das kom­mende Geschlecht eine entsprechende Auswahl des

Ahnentafel bezeichnen.

Da in der Folgezeit bei vielen Gelegenheiten der einzelne seine Ahnentafel wird vorlegen müssen, die Familienforschung also auch aus praktischen Gründen erforderlich wird, soll im Folgenden eine kurze Anleitung hierfür gegeben werden. Zweck­mäßig setzt man auf einen doppelseitigen Bogen unten in der Mitte seinen Namen und darüber den Namen des Vaters und rechts den der

nen großen Ausnahmen findet man ferner die Grab­mal-Gestalten des Kuno von Falkenstein und feiner Gemahlin (Lich), die den Lesern derHeimat im Bild" aus einer Veröffentlichung im letzten Jahrgang wohl noch in Erinnerung sein werden

Eine prachtvolle Porträtgalerie von stellenweise verblüffend modernem Charakter vereinigt gleich am Eingang eine Anzahl großenteils wenig bekann­ter Bildwerke aus Nördlingen, Ulm, Nürnberg und Freiburg. Aus dem Würzburger Kreis findet man Riemenschneider mit Adam, Eva, der Heiligen Elisabeth, auch einer Figurengruppe vom Rothen­burger Blutaltar, den unsere Leser ebenfalls aus Heimat im Bild" (27, 1931) kennen Don Stoß durfte das bekannteste Werk, derenglische Gruß , nicht fehlen. Einen Figurenreigen von klassischer Linienführung, aus der Hochblüte deutscher mittel­alterlicher Plastik, bilden die anschließenden Gestal­ten vom Straßburger Münster Ueberaus reich, mit besonders schönen und charaktervollen Holz­plastiken (Sibylle, Ptolemäus, Quintilian) ist das Ulmer Münster vertreten. Zum Schluß seien noch zwei hervorragende Aufnahmen aus der Marbur­ger Elisabethkirche erwähnt: die Hände der Pietä und der Ausschnitt vom Heinrichsgrab mit Dem photographisch ungemein reizvoll und lebendig er­faßten Spiel von Licht und Schatten über der

Geheimrat Professor Dr. O 11 hieß d.e Erschiene­nen namens des Kunstvereins willkommen und führte in seiner Eröffnungsansprache u a. folgen­des aus: Der Verein, der heute ferne Pforten für die erste Ausstellung des neuen Jahres öffnet ist

sondern nur gesunde Menschen mit g e f ü n b e m Erbgut. Daher darf man nicht bei Der Prüfung des oder der Erwählten stehen bleiben, jonbern muß sich unbebingt auch bereu Familie näyer an­sehen. Hier ist nämlich ähnliches Erbgut in ver- schiebenen Verbinbungen vorhanben, so baß sich wohl bestehenbe Schüben in ber Erbmasse aufzeigen, wenngleich sie bei ber Einzelperson nicht sichtbar sind. Die Erklärung hierfür haben uns die Der- erbungsgesetze gebracht. Danach wissen wir, daß manche (gute und schlechte, erwünschte und uner­wünschte) Eigenschaften überdeckt und unbemerkt von Generation zu Generation wandern können, bis sie bei einer richtigen Kreuzung zum Vorschein kom­men. Das Letztere ist am leichtesten bei Ver­wandtenehen der Fall. Daher sind diese immer bedenklich und stets von vorneherein abzulehnen,

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Abb. 2. Schema einer Stammtafel. 1 = Stammvater; 2 -- Kinder; 3 = Enkel; 4 -- Urenkel;

5 = Ururenkel.

u. a.), Kinderzahl und die geistigen Eigenschaften (Ausbildung!) der Ahnen zu ermitteln versucht.

Und wenn man noch em Uebriges tun will, so ist auch das Sammeln ber Lichtbilber ber Vor­fahren etwa in Paßbilbgröße sehr empfehlenswert. Die in ber richtigen Anorbnung ber Ahnentafel auf­geklebt werben können. Eifrige unb gewissenhafte Forscher können ben Kreis ihrer Forschungen auch über ihre bireften Vorfahren hinaus auf bie ge­samte Derwanbschaft ausbehnen (unb so bas Ma­terial zur Ausstellung einer Stammtafel ober auch

Zeitschriften

DieDeutsche Zeitschrift" (Verlag Callwey, München) hat ihr Januarheft zum großen Teil dem deutschen Humor Vorbehalten. Und zwar ist es süddeutscher Volkshumor, der in den gebotenen Erzählungen in mancherlei Prägung uns die Man­nigfaltigkeit des deutschen Wesens vor Augen'stellt. Zwei Geschichten von Julius Kreis aus dem Mün­chener Volksleben mit elf Zeichnungen des Ver­fassers zaubern mit wenigen treffsicheren Strichen die echtesten Typen des Urmünchners vor uns hin. Die tiefste und feinste Art des süddeutschen Humors macht uns Josef Hofmiller in einem seiner geistvollen Essais über Jean Paul bewußt. Auch die anderen Beiträge des Heftes geben Veranlassung, über menschliche Unzulänglichkeiten, Fehlmeinungen und Irrwege nachzudenken. So zeigt beispielsweise Leon» Hard Achner in einer volkswirtschaftlichen Betrach­tungVom Werte des Menschen", daßMenschen­ökonomie", d. h. Wirtschaften und Haushalten mit der menschlichen Arbeitskraft, die pflegliche physische und moralische Behandlung dieses organischen Volks­kapitals, die wichtigste volksbiologische Aufgabe ist. Zu nennen sind noch Aufsätze über Stefan George von Henry von Heiseier, über Theaterkritik von Hanns Braun, über dieAngelsächsische Revolution" von Michael Freund, ferner Buch- und Filmberichte.

Die hier zusammengeslellte Auswahl aus dem riesigen Stoffkreis ist hoch zu loben. Das Marbur­ger Institut hat, worauf kürzlich hingewiesen wer­den konnte, die größte Photosammlung auf kunst- geschichtlichen Gebiet in Deutschland. Was aus dem großen Material hier gezeigt wird, ist so beschaffen, daß dem Beschauer zwar durch diese Ausstellung eine Kunstreise durch das schöne Deutschland nicht etwa erspart wird, daß er vielmehr recht eigentlich dazu angeregt wird, die plastischen Meisterwerke unserer mittelalterlichen Kunst an Ort und Stelle au zusuchen und im Original auf sich wirken zu las­sen. Es sind aus diesem Spezialgebiet die erlauch­testen Namen vertreten von Bamberg bis Straß­burg von Würzburg bis Lübeck. Und es versteht sich von selbst, daß die Kunst unserer engeren Hei­mat die mittelrheinische Plastik mit ihren schönsten Stücken besonders ausführlich berücksichtigt wurde.

Die Anordnung des Stoffes erfolgte weniger nach kunstgeschichtlich-chronologischen Gesichtspunkten, als nach Stoffkreisen, nach Landschaften und nach Einzelthemen. So findet man an ber Ruckwand des Saales Kreuzigungen und Pieta-Gruppen. Neben einem Nürnberger, einem Naumburger und etwa dem berühmten Riemenschneiberschen Kruzifixus (um 1500) findet man in dieser Serie em'ge der fein­sten Stücke aus unserem Gebiet: die frühe Madonna (11. Jahrhundert) aus dem Frankfurter Liebieghaus, ben Friedberger Kruzifixus, der vielen noch aus der Marburger Ausstellung religiöser Kunst m Erinne­rung sein wird, die Schottener Madonna unterm Kreuz und die bekannte Wetzlarer Pieta.

Die Plastik des Marburger Elisabethschremes (1236 bis 1249) findet man in vorzüglichen Bei- [pielen charakterisiert; gleich darunter figürliche Ausschnitte aus dem Tympanon des Straßburger

eines Stammbaums sammeln). In der Regel be­schränkt man sich jedoch zur Herstellung einer Ahnentafel und auch der besseren Uebersicht wegen auf die direkten Vorfahren. m £

Bei den noch lebenden Ahnen wird die Beschaf­fung des erforderlichen Materials kaum Schwierig- feiten bereiten. Beschwerlicher wird die Sache, wenn es sich um die schon verstorbenen Vorfahren handelt. Hier müssen alte Verwandte (ober alte Dorf genos­sen) einspringen, alte Urkunben, alte Familienbücher (Gebet- unb Gesangbücher), Kaufbriefe, Grabsteine, Stanbesamtsakten (seit 1875!), Kirchenbücher und dergleichen befragt werben. Gerabe in ben Kir­chenbüchern haben wir eine wertvolle unb sehr zuverlässige Funbgrube für alle historischen Be­gebenheiten unserer Familiengeschichte.

So schwierig bie Ausarbeitung einer Ahnentafel auf ben ersten Blick erscheinen mag, so leicht wird man alle Schwierigkeiten bei einigermaßen guten

wieder Wege zu neuen Zielen aufzeigt. Gerade m unserer Jugend muß der Wille zur Familien- forschung geweckt werden. Bei ihnen fließen noch die Quellen am reichlichsten und die schon verschütte­ten können oft mit Leichtigkeit wieder von neuem erschlossen werden. Mit dieser Zielsetzung für unsere Jugend erfüllen wir aber auch die wichtigste Auf­gabe im neuen Staat: Das Bewußtsein der Ver­antwortung für ein gesundes Volk und eine reine Rasse in Kopf und Herz jedes Volksgenossen ein- zuhämmern, und ganz besonders in Köpfen und Herzen der Jugend als der Trägerin der Zukunft.

unter oerf» der Regei will den, um sie für die Vererbungslehre verwertbar zu

man aber auch damit eine Ausstellung feiner Vor- machen. Besonders werden Körperbau Abnormi- wchr?L I koL:"sich"ndiich"?5'L" A "ÜnM' Ls ! Blindheit,"La^bstümmheit.' Epilepsie, Schwachsinn

dem Bamberger Dom sinket man außer dem be-1 damit an Sicherung seiner Existenz wesentlich ge- rühmten Reiter, Sibyllen, Propheten und dem wonnen. In der Nachkriegszeit machte der Verein Kaiserpaar auch einige stilgeschichtlich besonders, wiederholt schwere Krisen durch, eine der schwersten lehrreiche und reizvolle Ausschnitte aus dem Figu- in jüngster Zeit. Neben der Säule des Reichsver- renrelief des jüngsten Gerichts im Tympanon des' bandes der Kunstvereine steht. die Vereinigung der Fürstenportals, Interessant, ifL ein Vergleich mit, Zünftlerjueinem ».e Ichutz-dechand

________ _ _ ,i Epp gibt uns Zuversicht für ein gedeihliches Nebeneinanderarbeiten. Beiden Säulen ist eine Verfassung gegeben, die den Auf- gabenkreis so regelt, daß gegenseitige Storungen ausgeschlossen sind. Der Kunstverein wird störende Eingriffe in seine Angelegenheiten zukünftig mit Entschiedenheit abweisen. Der Stadt gebührt Dank für die dem Verein gewährte tatkräftige Unter­stützung. Ohne die tüchtige Arbeitskraft des Herrn Stadtbaurat G r a v e r t wäre der Kunstverein außerstande, seinen Aufgaben gerecht zu werden. Der Verein unterstützt in erster Linie die Künstler unserer Provinz, gibt ihnen Gelegenheit, ihre Werke hier auszustellen und Käufer zu finden. Wir be­kennen uns freudig zu den Zielen, die die weit­schauende Reichsregierung für die bildenden Künste gesteckt hat Aus dem deutschen Volk sind auf allen Gebieten kulturellen Fortschrittes die bedeutendsten Männer hervorgegangen. In unserem Volke schlum­mern Kräfte, die, in richtige Bahnen geleitet, eine sichere Gewähr dafür geben, daß germanische Kunst die Führung auf dem Erdball erringen kann und wird. Die heutige Ausstellung führt Werke deutscher Plastik aus dem Mittelalter vor; plastische Kunst ist bisher nur in Einzelstücken, nicht im Zusammen­hang eines Zeitalters ausgestellt worden. Die Licht­bilder sind mit einer seltenen Vollkommenheit her-

ständlichkeit werden zu lassen. Vorerst ist dazu not­wendig, daß der einzelne Mensch sich zur Erkennt­nis durchringt, daß sein eigenes Ich gemessen am Sein des ganzen Volkes ganz unbedeutend ist. Aber trotzdem muß sich jeder Klarheit über sein eigenes Leben verschaffen. Denn das steht fest: jede Gemein­schaft setzt sich aus einzelnen Jchs zusammen, und der Wert der Gemeinschaft steigt und fällt mit dem Wert der einzelnen Jchs. Das gilt nicht nur von den jeweilig ausgeübten körperlichen und geistigen Leistungen, sondern vor allem auch in erbbiologi­scher Hinsicht. So trägt das Ich die Verantwortung für das Wohl und Wehe der kommenden Geschlech­ter, denn es ist der Uebermittler der Erb­masse, die es selbst schicksalhaft empfangen hat. Seine körperliche und geistige Veranlagung, von seinen Vorfahren ohne sein Zutun empfangen, wir­ken sich wieder in seinen Kindern und Kindeskindern fort. Der Einzelne ist also nur ein Glied in der Kette der Geschlechter, ein Durchgangspunkt von

Im nationalsozialistischen Staat bedeutet der ein­zelne Mensch nichts, die Gemeinschaft, das Volk, alles, denn die nationalfozialistifche Weltanschauung ist gegründet aus dem Gedanken der Gemein- s ch a f t. Das Volk muß als solches erhalten werden wenn nötig, auch zu Lasten des nicht der Einzelmensch, sondern die durch Blut und Schicksal zusammengefügte Gemeinschaft die ur­sprüngliche und von Gott gewollte Gegebenheit ist. Das Volk und die Familie sind erst die Vor­aussetzungen für das Dasein eines Menschen, der nur als Glied einer solchen Gemeinschaft Daseins­berechtigung und Daseinsmöglichkeit hat. Das mag manchem als sehr hart erscheinen. Sicherlich ist auch noch eine gewaltige Erziehungsarbeit notwendig, um allen den Satz: Gemeinnutz geht vor Eigen­nutz als Richtschnur ihres Handelns zur Selbstver-

rgt außerdem soviel Neues und Schönes, deckt manche Unklarheiten in der Ent­wicklung einzelner Familienmitglieder auf, stärkt und festigt aber auch den Stolz auf die Ahnen.

Die Erforschung einer Familiengeschichte hat aber nur Erfolg und läßt das gesteckte Ziel erreichen, wenn mit Ernst und Eifer und genau systematisch Dorgegangen wird. Das beste Mittel hierzu sind Ahnentafel und Stammtafel (Stamm­baum), das heißt, sie geben den äußeren Rahmen für alle Ergebnisse der Familienforschung. Ein wesentlicher Unterschied zwischen Ahnentafel und Stammtafel (Stammbaum) ist darin zu sehen, daß die Ahnentafel alle (direkten) Vorfahren (soweit als möglich) einer Person enthält, während die Stamm­tafel die Nachkommen verzeichnet. Die Stammtafel ist eine tabellarische Darstellung aller von einem gemeinsamen Vorfahren abstammenden Glieder eines Geschlechts. Wird nun die Stammtafel (Ge­schlechtsverzweigung) in Baumform dargestellt, so spricht man von einem Stammbaum. (Von dem ' Mllngslehre^zur"besieren^Darstellung'der^natllrlichen d^^MÄer^ncht ausdie hi,w«e Beftach- Verwandtschaft und ber stammesgeschichtlichen Er- fnnh,,rn m1,Et n11ch b,ß ® 0 0'

forschung der Lebewesen zuerst benutzt.) Wenn nun ganz allgemein von Stammbaum gesprochen wird, wie das so häufig geschieht, so ergibt sich nach dem Vorhergesagten, daß die Angaben der Nachkommen eines Stammvaters, in Baumform dargestellt, dar-

Mutter. Darüber erscheinen dann die Namen der Großeltern, Urgroßeltern, Ururgroheltern usw. Stets ist jedoch daraus zu achten, daß die väterlichen Vorfahren links, die mütterlichen rechts erscheinen. Zweckmäßig ist es, die einzelnen Personen mit Zah­len zu versehen. Unter Ziffer 1 erscheint der Fa­milienforscher selbst. Ziffer 2 und 3 sind seine Eltern, 2 der Vater, 3 die Mutter. Da nun jeder Mensch 4 Großeltern hat, erscheinen unter 4 und 5 die Eltern des Vaters und unter 6 und 7 die der Mutter. In derselben Reihenfolge werden die 8 Urgroßeltern unter den Ziffern 8 bis 15 und weiter­hin die 16 Ururgroßeltern unter den Nummern 16 bis 31 zusammengestellt. Wer seine Ahnen soweit einwandfrei aufgefunden hat, kann darauf schon

wenn feststeht, daß unerwünschte und ungünstige sehr stolz sein. Er hat damitvier G^.^wnen Erbanlagen sich in der Familie befinden. Es ist (Eltern, Großeltern, Urgroßeltern und Ururg ß ' ' Gebot der Stunde, daß jeder, nicht nur eitern) zusammengebracht das ist für gewöhnliche

der, der gerade die Ehe eingehen will, sich mit sei- ' Verhältnisse schon Ziemlich viel. 1 nffßrbinas Mllen Uerwinden °Wer nämlich einmal begonnen n-n Vorfahren beschäftigen muh^Die Geschichte Angabe der Namens Borsahren ^'siwirkELich weitersorAen, weil j-L- Er-

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