184. Jahrgang
Nr iZ Erstes Blatt 184. Jahrgang Montag, 5. Januar W54
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Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
In seiner Rede zeichnete der Führer, ausgehend
der man
nichts, das ist die Parole unseres fanatischen Kampfes gewesen. Damals durften wir nicht in den Fehler des Weltkrieges verfallen und im letzten Augenblick schwach werden, damals mußte sich die Bewegung in ihrer absoluten Härte bewähren, und es konnte für sie nur eines geben: Den Sieg! Angreifen, immer wieder angrerfen und nicht zur Ruhe kommen lassen. Der denkwürdige lippische Wahlkampf, der die Entscheidung in dem gigantischen Ringen herbeigeführt Habe, habe vor aller Welt den Beweis erbracht, daß die nationalsozialistische Bewegung nicht geschlagen, sondern stärker denn je st and. Damals sei der 30. Januar und damit ein neuer Abschluß der deutschen Geschichte eingeleitet morben. ..Wenn ich heute, nach fast einem Jahr, vor die Ration trete, dann kann ich dem deutschen Volk ins Auge blicken. Ich habe damals nichts Unmögliches versprochen. Ich habe vier Jahre Zeit gefordert. Ein Jahr davon ist verflossen, ein Jahr der größten Umwälzungen 'n Deutschland, aber auch ein Jahr der größten Sammlung der deutschen Kraft, ein Jahr größter Entschlüsse und auch größter, sehr großer Erfolge. Das, was vor zwei Jahren niemand von unseren Gegnern für möglich gehalten hat, das, was ich Ihnen so oft prophezeit habe, ist einge
Allein ich rechne nicht mit den Jahren 1934 und 1935. Ich rechne mit d e r ewigen Qualitätun- seres Volkes. Entscheidend ist, daß die Gesetzgebung nicht erfolgt, um der Erhaltung einer Regierung zu dienen, sonder nur um der G e l - tung eines Volkes, seinem Bestehen und sei-
Garant und Führer des Dolles aus dem Wege in eine große deutsche Zukunst.
troffen: Ich habe den Marxismus zertrümmert, das Zentrum dazu und die bürgerlichen Parteien ebenfalls (Stürmischer Beifall.) Deutschland ist aus den Klauen dieser Parteien erlöst
Die deutsche Nation hat nun, wie ich hoffe, für lange, lange Zeit den Weg zu einer weltanschaulichen Einigung gefunden. Ich bin mir auch klar darüber, daß dieser Prozeß nicht im Jahre 1934 oder 1935 abgeschlossen werden wird, denn wir haben diese Parteien beseitigt, in der Ueber- zeugung, daß alles, was in der Welt großes geschaffen wird, nur aus dem Wert der Persönlichkeit kommt, daß ober das par- lamentarisch demokratische System die Persönlichkeitswerte vernichtete oder nicht zur Geltung kommen tieß. Dieses System hat zehn Jahre die Qualität der Persönlichkeit vernichtet und zu einem unbrauchbaren Begriff der Masse gemacht. Ls ist klar, daß wir selbst dabei die Leidtragenden waren und daß wir I a h r e b e n ö - tigen werden, um auch in unserem Volke wieder Führer heranzubilden.
Jahre. Es ist von einem System befreit worden, das Selbstsucht und Eigennutz kannte. Der Deutsche gilt wieder etwas in Deutschland. Eine Gemeinschaft bildete sich wieder, die ihren sichtbaren Ausdruck fand in einem politischen Willen. Wir sind wieder ein deutsches Volk geworden. Was wäre aus diesem deutschen Volk geworden — so möchte man heute fragen — wenn diese Gemeinschaft vor 20 Jahren bestanden hätte oder vor 15 Jahren durchgeführt worden wäre. Auch auf außenpolitischem Gebiet stehen wir heute anders dar als in dem Zeitpunkt, in dem ich diese Regierung übernommen habe. Wenn ich auf dieses Jahr zurückblicke, dann kann ich sagen:
Langsam sind wir wieder im Begriff, uns den internationalen Respekt zu erwerben. Gewiß, allzuviel Liebe ist wohl nicht dabei, allein, im menschlichen Leben muß man oft um der Achtung willen auf die Liebe verzichten. 7Nin- destens im Völkerleben ist es so. Es ist jedenfalls nützlicher, geachtet zu werden, als starkes
Rach 15jährigem heroischem Kampfe sei die Bewegung zur Beherrscherin der Ration geworden. In diesem Kampfe habe das Jahr 1932 mit seinen 13 Wahlschlachten und sei-
Volk, denn geliebt zu werden als Schwächling. Wenn wir unser Volk wieder zur höhe emporführen wollen, dann können wir es nur, wenn wir ihm die Gleichberechtigung in der Welt sichern. G^eichesRecht und gleiche Ehre, das sind die beiden Gesichtspunkte, die ich seit dem 30. Januar 1933 fanatisch verfolgt habe. (Stürmischer Beifall.) Ich bin ber Heber- Beugung, daß nur a u f dieser Basis ein wirklicher völkerfrieden entstehen kann, nicht, in dem man einen Teil der Völker zu Heloten und Sklaven stempelt und anderen Rechte gibt, die ihnen nicht zukommen. Wir wollen keinem Volk an seinem Recht rütteln, kein Volk in seinen Lebensmöglichkeiten beschränken, kein Volk unterdrücken, unterwerfen, unterjochen. Aber die Welt muh auch aufhören, u n s zu unterdrücken. Sie mögen zur Kenntnis nehmen, daß die Zeit nicht mehr da ist, das deutsche Volk zu unterdrücken, zu unterjochen und zu entehren und daß diese Zeit auch niemals wiederkehrt. (Stürmischer Beifall.) Damit kommen wir einem wirklichen Frieden der Welt näher, als wenn wir reden und verhandeln, dabei aber es an der Achtung vor dem anderen fehlen lassen. Ich habe die große Hoffnung, daß auch die anderen Völker allmählich verstehen werden, daß eine wirkliche Freundschaft nur dann entstehen kann, wenn sie gleichberechtigte Staaten umfaßt, aber nie entstehen wird auf der Basis der Unterdrückung. Das deutsche Volk kann heute wirklich mit Stolz bekennen, daß es diese Politik verstanden hat. Der Tag des 12. November wird ein Ruhmesblatt in seiner Geschichte fein. Es ist an diesem Tage geschlossen eingetreten für seine Ehre, für seine Freiheit, für sein gleiches Recht, und damit für die Zukunft feines Le»
DerWrer spricht am Gedenktag der lippeschenLandtagswahlen
Ein Rückblick auf ein Jahr inner- und außenpolitischer Erfolge am Tage des Auttakts der nationalsozialistischen Revolution.
nen atmrauben^n 3a8ben '(Znbfieg eine uns zu dem 9rö6te* «sanken durchrmgen und u n.
SmiSW«. ’X »rs V.v:=ya |U* allein ein Volk retten kann, ober gar schaffen, wenn nicht diese großen Ziele vor uns
stehen. Und wenn sie auch erst für die kommenden Jahrzehnte und Jahrhunderte Erfolg haben, so müssen wir doch unsere Betrachtung hinlenken m die große deutsche Zukunft. Niemand auch, von den man sagt, daß er schon jetzt alles erreicht habe, wird zu einer Zukunft kommen. Die Menschen werden verfallen und verderben, wenn ihnen nichts mehr für die Zukunft zu tun übrig bleibt.
Aufgabe einer wirklichen Volksführung kann es nur sein, ein Volk a u f d e n r i ch t l g e n W e g zu bringen, auf den Weg, auf dem es dann durch einen unendlichen Fleiß, durch seine Arbeitskraft, durch seine Beharrlichkeit immer mehr dem Ziel seiner großen Aufgabe näherkommt. Ich möchte derGarantundderFührer des Volkes auf diesem Wege sein.
Ich habe die Uebergeugung, daß der Weg, den wir nun eingeschlagen haben, der richtige ist. Denn wenn wir das Ergebnis des eines Jahres überblicken, dann können wir heute mit Stolz sagen, daß wir schon vieles erreicht haben. I n n e n p o l i - tisch steht unser Volk anders da als vor einem
Lemgo, 14. Ian. (DRV.) Die Erinnerungsfeiern an den lippeschen Wahltag vom 15. Januar 1933, der der NSDAP, die Hälfte aller Stimmen gebracht hatte, standen am Sonntag auf ihrem Höhepunkt. Ganz Lippe schwelgte in Fahnen und Farben. Mittags fand eine große Parade in Detmold statt. Die Freude fand fast keine Grenzen. Am Nachmittag fuhr der Führer, der am Samstag von Berlin über Hannover in Lippe eingetroffen war, zuerst nach Schwalenberg, wo er von der Bevölkerung stürmisch begrüßt wurde. Dann ging die Fahrt weiter durch das östliche Lippische Land nach Lemgo. In einem Riesenzelt harrten dort Zehn- tausende des Führers, Hitlerjugend, Bund deutscher Mädchen, SS. und SA. bildeten Spalier. Der Führer ist vor dem Rathaus eingetroffen. Die Menschen durchbrechen das Spalier. Der Jubel kennt keine Grenzen. Der Führer begrüßt einzelne Bekannte. Dann meldet Gruppenführer Schepmann die zum Vorbeimarsch angetretene SA. Inzwischen find die Straßen von begeisterten Menschen überfüllt, daß es fast aussichtslos erscheint, mit dem Wagen durchzukommen. Zur Freude der. Zuschauer entschließt sich der Führer zu Fuß zum Schützenhaus zu gehen, wo das große Zelt aufgebaut worden ist. Dort erwartet ihn eine neue Ueberraschung: Abordnungen aus drei lippischen Städten übergeben dem Führer Ehrenbürgerbriefe. In seltsamer alten Tracht sind in einem Zimmer des Schutzen- hauses Bürger der lippischen Stadt Horn in alten, eroberten Rüstungen, Panzerhemden und mannshohen Schwertern angetreten. Interessiert erkundigt sich der Führer nach der Herkunft der Rüstungen. Dann geht es hinauf in das große Kundgebungszelt, das beim Eintreffen des Führers von minutenlangem Jubel durchbraust wird. Gauleiter Meyer kann mit Mühe die Ruhe in dem Riesenzelt schaffen. Dann gibt er dem Führer das Wort.
Der Führer spricht
nötig, um Popularität zu kämpfen, denn unsere Namen sind bereits in die deutsche Geschichte eingetragen. Wir müssen in großen Zeitrau m e n benfen, nicht für den Augenblick. Wir muffen
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parlamentarische Demokratie ein einbrucksvolles sich dieses Gesetz ausroirtt. Unb barum mußten Bild von der einzigartigen Entwicklung ber natio-j uns von den bisherigen Methoden abwenben und nalsozialistischen Bewegung, von ber Kraft unb 3 u bi e f e r g ef u n b e n © e e g e b u M 3 u - Folgerichtigkeit ihrer Jbee, von ben Gesetzen ihres, ruckkehren, wenn das Volk f r £ '
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Oben- Abmarsch der Fahnen des Kyffhäuferbundes. — Unten: Hindenburg schreitet bit 60n ber 2. Kompanie JR. 15 (Gießen) gestellte Ehrenkompanie der Reichswehr ab.
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