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>fl;nftigt durch die vermehrte Nachfrage nach Woh-
Wie segensreich die Ehestandsdarlehensscheine auch in unserem engeren Heimatgebiete geworden sind, kann man aus einigen amtlichen Ziffern erkennen, die uns auf Anfrage an der zuständigen Stelle mitgeteilt wurden.
In der Stadl Gießen wurden in der Zeit vom 31. August 1933 bis seht 187 Anträge auf Gewährung von Ehestandsdarlehensscheinen mit einem Gesamtbetrag von 114 200 Mark bewilligt, für das Gebiet des Kreises Gießen wurden 189 Anträge mit einem Gesamtbetrag von 96 900 Mark genehmigt. Insgesamt ergaben sich also bisher für Stadt und Kreis Gießen 376 genehmigte Anträge mit einem Gesamtbetrag von 211100 Mark.
Diese Beihilfe aus Reichsmitteln wird den Bewerbern um die Ehestandsdarlehensscheine nicht in Bargeld in die Hand gegeben, sondern in Gestalt von Bedarfsdeckung sscheinen gewährt, die den liefernden Geschäftsinhabern und Handwerksmeistern an Geldesstatt ausgehändigt werden. Die Geschäftsleute legen dann die Bedarfsdeckungsscheine beim Finanzamt vor und erhalten dort ihr Geld. Auf diese Weise ist eine mißbräuchliche Verwendung der Scheine ausgeschlossen. Bei diesem Verfahren haben durch die bis jetzt bewilligten 376 Anträge zahlreiche Geschäftsleute und Handwerker in der Stadt Gießen und in den verschiedensten Orten des Kreises bisher sehr bedeutsamen Nutzen für ihr Unternehmen gehabt.
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falten, wegen Mangels an ausreichenden Geld- i iitMn aber nicht zu ihrem Ziele kommen konnten,
Der Men der Lhestandsdarlehensscheine in Siadi und Kreis Gießen.
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ijuoe diese großzügige und weitblickende soziale .' yl maßnahme der Reichsregierung mit Freuden «Ec2ßt, denn nunmehr war den jungen Leuten die Mlüichkeit geboten, unter den günstigen Bedin- ;upen der Ehestandsdarlehensscheine den Bund j 'i r Leben zu schließen. Zu gleicher Zeit wurde c'nd eine Umschichtung in der Arbeit erzielt, denn njidlben Grundsätzen des Ehestandsdarlehenssystems Qrüfm die sür diese Scheine in Betracht kommenden Nial^genossinnen, wenn sie beruflich tätig sind, aus llirre'i Arbeitsverhältnis ausscheiden, um einer ti arlrlichen Arbeitskraft die Stätte des Schaffens f riliaeben. Der Arbeitsmarkt wurde weiterhin
«n und die hierdurch ausgelöste verstärkte ^mungsbautätigkeit. Mit gleicher Genugtuung !Ul«e dieser Teil ms nationalsozialistischen Aufbau- pMiamms von weiten Teilen der Wirtschaft, die km h-r Warenlieferung auf dem Gebiete der Haus-
!S?kanntlich hat die nationalsozialistische Regierung di eine besonders bedeutsame Maßnahme ihrer o.al- und Bevölkerungspolitik, wie ihres großen rlntsbeschaffungsprogramms durch das Gesetz iipr 1. Juni 1933 die Gewährung von Ehe- f aidsdarl eh ens schein en eingeführt. Von jungen Paaren, die zum Teil schon seit langer ach der Gründung eines eigenen Hausstandes
ft ntsgründung interessiert sind, willkommen ge- h tßn, denn hierdurch eröffnete sich eine sehr schnell wlir dat gewordene erfreuliche Belebung des 2Birb [ajoiölebens.
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1Z300 graue und 18600 rosa Gesund- hettsstammbücher für Gießen.
Gesundheitsbogen für drei Altersstufen. - Zweck und Bedeutung des Gesundheitsstammbuches.
Jil den nächsten Tagen werden die im Auftrage x 3 imtes für Volksgesundheit der NSDAP, her- w fierten Gesundheitsstammbücher zur Ausgabe c'itr^n. Durch unseren Berliner E. C.°Mitarbeiter ömm wir bereits heute interessante Einzelheiten eri[f<rym über den
■werf und die Vedeulung des Gesundheits- slammbuches.
D Gesundhettsstammbuch ist in drei Abschnitte wqmli'oert. Der „Gesundheitsbogen A (Säuglings- Er S lileinfinbesalter)" soll alle Angaben über den GichÄheitszustand des Kindes bis zum 6 H Lebensjahre enthalten. Eine besondere Rlll'^k gibt Auskunft über den Verlauf der S.lihllimgerschaft und die Geburt (Erkrankungen der Dlluhnr um diese Zeit; ob das Kind mit der Mutter- brltiftiober durch die Flasche aufgezogen wurde). LMilie Fragen befassen sich mit der häuslichen Urnpung, in der das Kind aufwächst. Der „Gesund- t>e itibogen B (Entwicklunasalter vom 6." b'3 18. Lebensjahre) behandelt das schert lichtige Kind. Wie im Bogen A wird auch l)iefc Les Wissenswerte über die körperliche Ent- tnvdling verzeichnet und weiterhin die etwaigen Arlllssverhältnisse über Erwerbsarbeit vor der Sllihilintlassung, ob der Schüler als Hilfsarbeiter tüii'igiwar, und vieles andere mehr. Der „Gefund- heiii bi ogen C ( E r w a ch s e n e n a l t e r vom 19. bii-la5. Lebensjahre)" umfaßt den Gefund- heililchstand und die sozialen Verhältnisse des Oe- suicid! iitsstammbuchinhabers. Neben dem körper-
lichen Befund werden die Berufsart, die Arbeitsstätte, das Einkommen, die Sozialversicherung, die soziale Lage der Familie (ob geordnet, gefährdet oder aufgelöst) sowie die Wohnungsverhältnisse genau registriert.
Wie unser Berliner E. C.°Mitarbeiter weiter erfährt, werden die Gesundheitsstammbücher jeweils für das männliche Geschlecht in grauer und für das weibliche in rosa Farbe ausgegeben, so daß
für die Stadt Gießen rund 17 300 graue und rund 18 600 rosa Gesundheitsstammbücher zur Ausgabe gelangen
müßten, wenn alle Einwohner unserer Stadt mit einem Gesundheitsstammbuch versehen werden sollen. Das Amt für Volksgesundheit der NSDAP, will ein Dokument schaffen, welches künftighin namentlich für die Jugendlichen äußerst wertvoll werden wird. Es soll so kommen, daß der Eintritt in die HI., den BdM., weiterhin die Aufnahme als Lehrling in einen privaten oder kommunalen Betrieb immer von der Vorlage des Gefundheits- ftarnrnbuches abhängig gemacht werden soll.
Interessant ist, daß der Arzt aus dem Gesundheitsstammbuch die gesundheitsfürsorgerischen und volkspflegerischen Maßnahmen ablesen kann, die für die erbbiologische Forschung sehr wichtig sind. Das durch eine S i p p s ch a s t s t a f e l zur Ahnenforschung vervollständigte Gesundheitsstammbuch wird jedenfalls auf dem Wege des Gesundheitswesens wertvolle Dienste leisten.
Ämgjuristen-Schulungslager aus dem Gleiberg.
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Oki den Iungjuristen sprach Professor Dr. Jung (IHrjurg) über das Thema:
Rasse und Recht.
2e Redner ging aus von dem Beispiel der MIiEmatik, die grundsätzlich für alle Völker gleich ist L frn Gegensatz zu der Allgemeingültigkeit der Wirschaften in diesem Sinne wies die geschicht- liäh Schule unter Savigny auf die geschichtlichen und ?elischen Bedingungen des Rechts hin. Diese zei|i.s!i sich noch am meisten bei dem Gewohnheits- reiiq.iDas Recht ist eine soziale Schöpfung. Zweierlei Bringungen sind wesentlich: Wirtschaftlich-ftoff- lickibi.md geistig-seelische. Zu jenen gehört etwa die Fft^ml der Wirtschaftsstufe einer Gemeinschaft. Gei- ftinigx lischer Art dagegen ist das völkische, geschicht- liäh Schicksal. Für die germanischen Völker kenn- zeiiiastmd ist die Ablehnung des äußeren sozialen 3fa:;5. Diese wird ausgewogen durch freiwillige Biliitrigen (Treueverhältnisse) und Bluts-, sowie GM^szusammenhänge. Daraus folgen geringe 3e*irt Ibefugniffe. Daher wurde von jeher in Deutsch- laiin.! :auf die Sozialpolitik großer Wert gelegt. Scg:n: Tacitus berichtet erstaunt, in wie günstiger ßcm ' ie Hörigen seien. Daher kommt aber auch die stanrlk Weschästigung mit der Innenpolitik. Für die Bllsüsmsammenhänge ist es bedeutsam, daß man im aUllgroainen Volksgenossen heiratet. So ist das ganze Mil iiiteinanber verwandt. Unter den verschiedenen raliftien Bestandteilen überwiegt durchaus die .ior- dis Ä unb die sälische Rasse. Von den drei großen zusicmnengehörigen Gruppen der Slawen, Kelten un:dGermanen sind die letzteren der Urheimat noch am o ochsten geblieben. So sind wir Deut- fcti)ir unter den heute maßgeblichen V slöll« r n das älteste. Bei den Italienern ist de irr.lutszusammenhang mit dem Grundstein der Gl^.i Alt-Roms zerrissen. Den Sinn der deutschen G milchte mit ihrem ewigen Wechsel von Blüte und öttol hat Carlyle aus dem rücksichtslosen Ringen unrbm Gewissensentscheid hergeleitet, Dostojewsky ähürlc aus dem ewigen Protest gegen die Uniformität it Leu römischen Weltreichs, der Papstherrschaft und dellrT-ldmächte. Im Rechtsleben ist die tiefste Ver- annfc.mg des Anlagemäßigen gegeben in den ethi- fd)iiei Grundlagen. Alle erheblicheren sittlichen For- henm.ien sind auch solche des Rechts. Die sittlichen 9^r Stillungen sind bei allen Völkern verschieden. Milloi loenke etwa an die Vorstellung und den Inhalt deüsl.luttertums. In der Hilflosigkeit des Kindes Heilig! hie letzte Quelle des sittlichen Gemeinschafts- lebtais1 Es gilt den höchsten Wert in der Wertord- nwiri tu finden. Die antike Haltung ist vorwiegend äst ihrch, die christlich-germanische ethisch bestimmt. Diäe^ichtsanwendung ist kein dialektisches Spiel, ein ReÜchM mit Begriffen, wie Leibniz gemeint hat. Oetnbi in der Urteilsfindung gilt es, die sittlichen OrSuiiNngen unsres Wesens zum Ausdruck zu bringen.
Pg. Referendar Dr. S ch u n ck hielt einen Vortrag über
Vodenrecht.
Ausgehend von Punkt 17 des Programms zeigte er die tiefen Schäden des sozialen Lebens durch die Bodenspekulation. Diese ist ihrem Wesen nach ein Schmarotzen auf fremder Arbeit. Der Wucher wird möglich durch den freien Grundmarkt, d. h. den Verzicht der Oeffentlichkeit, das Gesetz von Angebot und Nachfrage zu regulieren und die Preisbildung zum Segen des Ganzen und dessen, der den Boden als Heim- und Erzeugungsstätte braucht, zu meistern. So entsteht die Möglichkeit für den Boden- verkäufer, Preise zu fordern, die über dem Ertrage liegen und sich so ohne eigene Leistung Teile des Arbeitsertrages des Bodenkäufers durch „Vorverträge" anzueignen. Besonders deutlich ist dies, wenn Restkaufgeldhypotheken stehen bleiben. Die ständige Bodenpreissteigerung beruhte einerseits auf dem Monopolcharakter des Bodens, andererseits auf dem Bevölkerungswachstum und auf dem Hypotheken- rccht. Auf der Grundlage der Vollbelastungsmöglichkeit wird der Kreis der Mitbewerber beim Kauf auch auf fast völlig Mittellose ausgedehnt und diese in die für Unerfahrene sehr gefährliche Spekulation hineing"rissen. Das Ziel heißt Niedrighaltung bzw. Stabilisierung der Bodenpreise. Von den von der Bodenreformbewegung unter Damaschke empfohlenen Mitteln erscheinen geeignet die Einführung eines Einheitswertes, der gleichzeitig für die Steuer, die (begrenzte) Belastungsmöglichkeit und etwaige Enteignungen gilt, die Einführung eines Vorverkaufsrechtes der öffentlichen Hand und, jedenfalls grundsätzlich, die Bodenvorratswirtschaft der Gemeinden. Diese erfordert aber erhebliche Mittel. Verfehlt ist dagegen die Wertzuwachssteuer, da die Behauptung, sie vermöchte die Preise nie zu erhöhen, falsch ist. So wirkt die ja doch stets geringe Wertzuwachssteuer wie eine Beteiligung der Oeffentlichkeit am Raube des Ertrags der ehrlichen, selbständigen und unselbständigen Arbeit (Ruhland). Segensreich war das Wirken Damaschkes bei der Heimstättengesetzgebung. Neuerdings ist durch das Wohnsiedelungsgesetz von 1933 den Ländern das Recht gegeben, für „Wohnsiedelungsgebiete" sämtliche Käufe genehmigungspflichtig zu machen.
Auch bei der Landwirtschaft beruht das Problem auf den Unterschied zwischen Ertrags- und gemeinen Wert. Der Unterschied entsteht aus ähnlichen Gründen wie sonst. DarrS hat die Frage auf eine höhere Ebene gehoben, dadurch, daß er die uralte indogermanische Verbindung von Sachen- und Familienrecht unter dem Gesichtspunkt der Rassepolitik wieder aufnahm. Daraus ergeben sich die Vorschriften des Reichserbhofgesetzes über Die Größe, das Anerbenrecht, die Unveräußerlichkeit und Unbelastbarkeit des Erbhofs und die Bestimmungen über die Gefchwister-Ausstattung.
Die Trümmer des ünMcks-Ms in Lansing.
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Ein Funkbild von dem niedergebrannten Hotel „Kern" in der nordamerikanischen Stadt Lansing, bei dessen Brand wenigstens 50 Hotelgäste und Angestellte den Tod gefunden haben.
Reisen in -er nördlichen Sahara.
Im Rahmen der Gefell schäft für Erd ° und Völkerkunde war gestern abend in der Neuen Aula der Universität wieder ein interessanter LichtbUder-Vortrag zu hören.
Professor Or. Walter Behrmann, Frankfurt
sprach, nach kurzer Einführung durch Professor Dr. K l u t e, in teils wissenschaftlichen, teils allgemein gehaltenen Ausführungen über feine Reisen durch die nördliche Sahara und über eine Exkursion durch Palästina. Der Redner wandte sich zunächst feinem speziellen Forschungsgebiet, der Kalkkrusten- bildung zu, die er in Palästina und im nördlichen Afrika vorgefunden hat. Er schilderte die Entstehuna dieser Kalkkrusten, die darauf zurückzuführen sei, daß bei Niederschlägen zur Regenzeit Kalk im Erdreich aufgelöst und zur Zeit der Sonnenstrahlung diese Feuchtigkeit wieder aus dem Erdreich kalkhallig heraufgehoben werde, an der Erdoberfläche verdunste, um als mehr oder weniger starke Schicht den im Wasser enthaltenen Kalk zurückzulassen. Der Vortragende verglich die in Palästina Vorgefundene Erscheinung mit gleichem Kalkkrustenvorkommen im nördlichen Afrika. Interessant war es zu hören, ^daß auch die Pyramiden von ähnlichen Kalkkrusten überzogen sind.
In seinen weiteren Ausführunaen wandte sich der Redner dann dem nördlichen Afrika, den Landschaften Tunis und Algerien zu und behandelte hierbei besonders die wirtschaftliche Nutzung des Landes durch den Menschen, die Verhältnisse, unter denen die Eingeborenen in diesen Breiten leben, schilderte Sitten und Gebräuche in kurzer Zusammenfassung und gab gleichzeitig ein anschauliches Stimmungsbild aus der Steppe, aus der Wüste und au5 den Ortschaften am Rande und in der nördlichen Sahara. Das Reifen, fo führte der Vortragende u. a. aus, gefckehe heute kaum mehr auf dem Kamel. Das Kamel als Reittier fei ausgestor- ben. Es arbeite nur noch als Lasttier. Das Reisen durch die Steppe und die Wüste im Auto fei viel bequemer und gestatte eingehendere Beobachtungen, weil der Reisende im Auto nicht fo vielen Strapazen ausgesetzt fei, wie auf dem Kamel. An Hand von Lichtbildern sah und hörte man von den Wohnsiedlungen der dortigen Eingeborenen, die zum Teil in Felsen gehauen, zum Teil aus Kalkstein — oft Stockwerke übereinander — errichtet sind. Neben den angesiedelten Eingeborenen wohnten aber auch etwa 7 000 000 Nomaden am nördlichen Rande der Sahara, die als Hirtenvölker ihr Leben fristen. Die Nomaden müssen immer den Herden folgen, müssen immer dorthin, wo Futter für das Vieh vorhanden ist. Tagsüber werde der Ruhe gepflegt. Erst zur Nachtzeit wechseln die Nomaden ihre Wohnplätze. Die Steppe fei um diese Zeit von einem vielfältigen Leben erfüllt. Entscheidend für das Leben in diesem Lande sei immer die Wasserfrage. Wo Wasser sei, entwickelte sich eine paradiesische Landschaft — die Oase. Wasservorkom
men werde an den Oasen künstlich durch Staudämme gehalten und systematisch der Oase zu- aelellet. Sicherlich müßte mancher Europäer seinen Vegrift von der Oase revidieren, denn diese seien nicht kleine Vegetationsinseln mit nur wenigen Palmen, sondern oft Landschaften von riesigem Ausmaß. In mancher Oase seien bis zu 300 000 Dattelpalmen angepflanzt. Es handle sich also hier um große Wälder. In Afrika gebe es übrigens kein ausgesprochenes Bodenrecht, wohl aber ein durch Jahrtausende hindurch feftgelegtes Wasserrecht. Die Berieselung der Oase mit Wasser vollziehe sich in klarer Gesetzmäßigkeit.
Interessant war es zu hören, daß die Dattel in den seltensten Fällen als Frucht, so wie wir sie kennen, gegessen wird, vielmehr werden aus der Dattel etwa 250 verschiedene Gerichte hergestellt, die jede Araberfrau beherrschen soll. Der Mensch lebe nicht i n, sondern a n der Oase. Die feuchte, warme Luft in der Oase berge mancherlei Gefahr für die Gesundheit. Die Städte und Dörfer — in kriegerischen Zeiten immer wieder zerstört und ebenso oft wieder aufgebaut — liegen rings um die grüne Insel. Diese Städte und Dörfer vermittelten in ihrem Gesamtanblick wohl einen märchenhaften Eindruck, in ihnen sei aber viel Schmutz, der dem Europäer den Aufenthalt schwer möglich mache. Wasser dürfe man nur abgekocht trinken.
Mit besonderem Interesse hörte man dann von den Ausflügen des Redners auf die Schotts, jene Salzflächen im' nördlichen Afrika, die oft große Räume einnehmen und von Straßen und Wegen durchzogen sind, die aus reinstem Kochfalz bestehen. Schließlich führte der Vortragende im Geiste aus der Steppe in die Wüste. Er schilderte die unendliche Monotonie der Steppenlandschaft mit ihrer spärlichen Vegetation und stellte dem die großartig erscheinende Weite und Einsamkeit der eigentlichen Wüste gegenüber. Eine falsche Vorstellung sei es, wenn man glaube, daß die Wüste nur aus Dünen bestehe. Die Dünenlandschaft fei vielmehr selten, sie werde nur immer wieder im Bilde gezeigt und sei deshalb bekannter als die Felslandschaft der Wüste, die nichts besonderes zeige. Auch Die unwirtlichste Wüste sei nicht menschenleer, vielmehr sei an verschiedenen Stellen nach Grundwasser gegraben und dadurch die menschliche Ansiedlung ermöglicht worden, ja, es sei u. a. auch eine Stadt entstanden, die von Menschen bewohnt werde, die von den rechtgläubigen Moslemen vertrieben worden seien und nun als Sekte in ihrer Stadt lebten.
Zum Abschluß des Vortrages hörte man noch von der Insel Canaria. Der Redner wies an Hand von schönen Lichtbildern nach, wie die Wüste auch vor dem Meere nicht Halt mache, sondern sich bis auf die Canarischen Inseln fortsetze. Der Vortragende erntete für seine vielfältigen, formvollendeten Ausführungen, wie auch für die ausgezeichneten photographischen Aufnahmen, herzlichen Beifall.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
<£ Rodheim a. d. Bieber, 13. Dez. Die Ortsgruppe Rodheim a. d. B. der NSV. im Verein mit dem Männer gefangverein „Eintracht" veranstaltete einen Gemeinschaftsabend. Der geräumige Mancksche Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der stellvertretende Ortsgruppenleiter Gewerbelehrer Pg. Karl R e e h eröffnete den Abend mit einer Ansprache, in der er auf den Zweck der Veranstaltung, weitere Mittel für das große Winterhilfswerk des deutschen Volkes zu beschaffen, hinwies. Nach ihm ergriff der Kreisbeauftragte für das WHW. im Kreise Wetzlar, Pg. von M o s s a k o w s k y , das Wort, um einmal der Bevölkerung Rodheims Anerkennung auszusprechen für den in bisherigen Sammlungen gezeigten Opfersinn, andererseits zu mahnen, in dem guten Werk nicht zu ermüden und zu erlahmen. Denn unser Führer kann feine gigantischen Pläne nur m i t und niemals gegen das deutsche Volk verwirklichen, darum muß auch der letzte Volksgenossen zur Mitarbeit herangezogen werden, die einstweilen vorwiegend im Opfern besteht. Der dringende Appell des Redners wird in Rodheim nicht wirkungslos verhallen. Das zeigte auch der Erfolg dieses Abends: es konnte ein ansehnlicher Betrag an die NSV. ab- geliefert werden, fand auch eine Büchsensammlung statt, die erneut die Gebefreudigkeit der Rodheimer Einwohnerschaft unter Beweis stellte. Im Anschluß an die offizielle Veranstaltung blieb man noch einige Stunden in wahrer Volksgemeinschaft beieinander. Dem Gesangverein, der den Abend mit zahlreichen Darbietungen bestritt, gebührt dankbare Anerken-
* nung.
0 Lützellind en, 13. Dez. Im Saale des Gastwirtes Franz fand dieser Tage durch die NS.- Dolkswohlfahrt eine Veranstaltung zu Gunsten der Winterhilfe statt. Ein Marsch und eine kurze Ansprache von Lehrer Goubeaud leiteten den Abend ein. Sodann gelangte ein Theaterstück zur Aufführung, das starken Beifall fand. Im weiteren Verlaufe kam außerdem eine humorvolle Szene zum Vortrag. Der Kreisamtsleiter der NSV. v. Mofsakowsky (Wetzlar) hielt eine Ansprache über die große Aufgabe des Winterhilfswerkes. Anschließend fand eine Verlosung statt. An der Veranstaltung wirkten außer der SA. auch der Mannergesangverein Lützellinden und die Musikkapelle des Marine-Sturmbanns Gießen mit, die mit ihren Vorträgen den Abend verschönten. Mit einem Schlußwort und mit dem Gruß an den Führer fand der Abend feinen Abschluß. An das Winterhilfswerk konnten 74 Mark abgeführt werden.
0 Groß-Rechtenbach, 13. Dez. Die hiesige Ortsgruppe der NSDAP, veranstaltete am Sonntag zu Gunsten des Winterhilfswerks einen Deutschen Abend. Viele Volksgenossen füllten den Saal. Nach dem Fahneneinmarsch begrüßte der Ortsgruppenleiter, K. Lang, die Teilnehmer und gedachte kurz des vierjährigen Bestehens der Ortsgruppe. Der Verlauf des Abends brachte Musikstücke der Kapelle des Arbeitsdienstes Wetzlar, Sprechchöre der HI. und Gedichtvorträge des Jungvolks. Kreisleiter O h l (Diez) kennzeichnete die Stellung des Nationalsozialismus im heutigen Staat und wies auf die Pflichten jedes Partei- genossen, wie jedes Deutschen hin. Es konnte ein Betrag von 102 Mark an das Winterhilfswerk abgeführt werden.


