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Aeltag, 14-Dezember 1934

184. Jahrgang

< 2 Erstes Blatt

viehmarkt.

Memel, den 11. Dezember.

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lt^DAP. e s ab gelehnt hat und auch

in Zukumi lablehnt. sich irgendwie in die Angelegen- feiten d: iberer Staaten einzumischen. Die me- - "wt ' mMfXnSiU.n sfirtvinifln hnhon nitr+i n i p hnrnn

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Milländischer Parteiangehöriger zu Reichs-

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ttiägltd), außer 9 und Feiertags in Die Illustrierte « Familienblätter irBild Die Scholle al-vezugspreir:

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Bundesrat Minger Bundespräsident der Schweiz.

Bern, 13. Dez. (DNB.) Die vereinigten Bunde» Versammlungen schritten zur Neuwahl des Bundes- Präsidenten und zur Wahl des Vizepräsidenten des Bundesrates für das Jahr 1935. Mit 139 von 164 gültigen Stimmen wurde der gegenwärtige Bize-

ifg: Mkl^unkt i^Anklage das Memelgebiet in einem Aufstand von Litauen los-

)en'' Vornahmen gegen die Memeldeutschen er- " . Ü!an werde sich auf Ueberraschungen ge°

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags

Grundpreise für 1 mm höhe

ganze Klasse acht- und neunjähriger Kinder stunden- lang von der politischen Polizei vernommen, weil in der SchülerzeitschriftHänsel und Gretel" ein­mal ein Hitler Bild gewesen sein soll. Sogar das Braune Buch" des im Weltkrieg gefallenen deut­schen Dichters Hermann Löns wurde als na- tionalsozialistische Propagandaschrift beschlagnahmt!!

Monsterprozeß gegen 426 Memeldeutsche.

Litauen sucht die Weltöffentlichkeit vom Bruch des Memelstatuts abzulenken

Zdeenwettbewerb für d»e deutschen Bildhauer.

Die Lau des st eile Hessen-Nassau des Neichsministeriums für Volksaufklä­rung und Propaganda teilt mit:

Der Rclchsminister des Innern hat als Bauherr der Olympiabauten auf dem Reichs- fportfeld in Berlin einen Ideenwellbewerb für die Gestaltung der T o r p f e i l e r am Haupteingang der Dielrich-Lckart-Areilichtbühne ausgeschrieben. Zugelassen sind alle der Reichs- kammer der bildenden Künste, Fachvcrband der Bildhauer, angehörenden Künstler. An Preisen und Ankäufen sind insgesamt 4750 Mark ausgesetzt. Außerdem wird der Auslober dem Verfasser eines der preisgekrönten oder angekauften Entwürfe den endgültigen Auftrag erteilen.

Das Preisgericht besteht u. a. aus den Herren Staatssekretär P f u n d t n e r (Relchs- ministerium des Innern), Prof. Eugen h ö n i g (Präsident der Reichskammer der bildenden Künste), Regierungsbaumeister March, Prof. Schultze- Raumburg, Prof. M a ck e r l e und Bildhauer Isenbeck. Linlieferungstermin ist der 28. 3 a- nuar 1935. Die Wettbewerbsunterlagen werden auf schriftliche Anforderung von der Reichskammer der bildenden Künste, Berlin W 35, Blumeshof 6, kosten­los abgegeben.

Ser Mmellandiag wieder beschlußunfähig.

Sabotage der litauischen parteien.-protest gegen das Direktorium Bruvelaitis.

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Und derartigeBeweise" haben ausgereicht, 126 Mcmelländer eines Umsturzversuchs anzuklagcn und die große Mehrzahl von ihnen f a st ein Jahr lang in litauischen Gefängnissen ge- halten. Der englische Rechtsanwalt Sir

ieh, 8704 .Für Schck' - cherung, M l Gerung, 738'1/ ^rung, 104

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LandMü,,. ^'4 rtschaft nobnnjJ

daß es den Litauern bei dem Prozeß lediglich darauf ankomnrt, Unschuldige zu verurteilen, um die Memelländer von der Verteidigung ihrer Rechte abzuhalten.

Die litauische Regierung hat mit dieser Rechts­beugung schwere Schuld auf sich geladen. Nicht die Memmelländer, sondern oie litauischen Drahtzieher dieses Prozesses, die die in den Gefängnissen zu Tode gemarterten und an Leib und Leben gebrochenen Unschuldigen auf dem Gewissen haben, gehören auf die Anklagebank! Der Kownoer Prozeß muß, den einhelligen Protest der gesamten kultivierten Welt Hervorrufen.

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Erster Augenzeugenbericht Lord Aochermeres.

London, 14. Dez. (DNB. Funkspruch.) Unter der UeberschriftWenn ich ein stimmberechtigter Saarländer wäre ...!" veröffentlicht Lord Rother- mere in derDaily Mail" seinen ersten Bericht aus Saarbrücken. Er sagt, die britischen Soldaten könn­ten sich auf eine angenehme Ueberraschung gefaßt machen. Weihnachten in der Hauptstadt eines deutschen Kohlenbezirkes klinge nicht sehr anhei­melnd: aber die englischen Soldaten könnten auf ein Willkommen rechnen, das sie für den Verlust ihres Weihnachtsurlaubs zu Haufe voll entschädigen werde. Ihre Aufgabe werde leicht sein. Die Abstimmung sei eine bloße Formalität. Das Ergebnis st ehe von vornherein fest. In ganz Deutschland gebe es kein deutscheres Ge- biet als die Saar. Die Stimme des Blutes werde unbedingt alle politischen Meinungsverschieden­heiten, die zwischen einer Minderheit der Saar­länder und ihrem Vaterlande bestehen, übertönen. Wenn die Schaufenster ein Anzeichen für die Stirn­

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Das Ergebnis des 43. Januar steht schon fest.

Saarbrücken so nationalsozialistisch wie irgend eine andere deutsche Stadt.

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

mung der Käufer seien, so sei die Bevölkerung von Saarbrücken ebenso nationalsozialistisch gesinnt, wie die irgendeiner anderen deutschen Stadt. Ueberall würden Hitlerbücher und Hitlerbildnisse verkauft. Sogar die Kinder­puppen seien als SA.-Männer gekleidet.

Unter Leuten von so bewiesenem Patriotismus wie der deutschen Rasse wird der Instinkt der Stammeszugehörigkeit unwidersteh- l i ch sein. Wir können die gegenwärtige Geistesver­fassung der Männer und Frauen des Saargebietes am besten begreifen, wenn wir uns vorstellen, daß die Insel Wight von England abgelöst und fünf­zehn Jahre unter einer internationalen Herrschaft gehalten worden wäre. Wenn ich ein stimmberech­tigter Saarländer wäre, so würde ich mit Begierde der Rückkehr meines Bezirkes zu seinem natürlichen Heimatlande entgegenblicken. Nach einem Besuch des Saargebietes ist es mir deutlicher denn je zu­vor, wie schwer die Gefahren waren. Besonders würde die Verwendung franzö­sischer Truppen im Saargebiet unter irgend­einem Vorwand zu einer unberechenbaren Katastrophe geführt haben. Die fremden

id)n müssen.

äizerlich gesehen handelt es sich in der Tat -ii'stiesenprozeß, wie er nicht oft vorgekom- n mrfte. Außer den 126 Angeklagten, von e In a achtzig in den litauischen 1 griffen gefangen gehalten wurde, sind 5 *0 Zeugen und zwanzig Sach- /r i g e geladen. Zwölf litauische Anwälte i t-ö Verteidiger auftreten, und da man

MemelM^es Waffenscheine ausgegeben hatte! N!<!e!ibei wurden noch einige Kinderteschings, verrostete Irommelrevolver, uralte Vorderlader und fogaiC*;tudentenschläger beschlagnahmt, so daß 1'iriclfamt etwa 1000Waffen" zusammen­kamen. das litauische Kriegsgericht wirklich im Ernst atit-limen, die Memelländer hätten mit die­sen gegen die vorzüglich ausgerüstete

Mächte haben keine Rolle mehr aus deut­schem Boden zu spielen.

Gegen separatistische Schmähungen.

Die Saargeistlichkeit hält zu ihren Bischöfen.

Saarbrücken, 13. Dez. (DNB.) Mit aller Entschiedenheit haben führende Dechanten des Saar­gebietes, unter ihnen der bekannte Prälat Dr. Schlich, als Vertreter der Saargeistlichkeit und der katholischen Saarbevölkerung gegen einen geschmacklosen H e ß a r t i t e l des berüchtig­ten feparatistischenGeneralanzeigers" Stellung genonnnen, der unter der UeberschriftBischöfe als G o e b b e l s - A g e n t e n" unglaubliche Aus­fälle gegen die Ober Hirten der Diö­zesen Trier und Speyer enthielt. Die un­terzeichneten Dechanten verurteilen und bedauern auf das tiefste die Verleumdungen und unge­rechten Angriffe auf die Bischöfe von Trier und Speyer. Sie erklären, daß die beiden Oberhirten stets in besonderer Liebe ihre Hirten­sorgen dem Saargebiet zuge wandt haben und daß sie in voller Uebcreinstimmung mit den Anschauungen des hochseligen Bischofes Dr. K o r u in von Trier stets die Zugehörigkeit des Saargebietes $ u den angestamm - ten deutschen Diözesen Trier und Speyer entsprechend der geschichtlichen Entwick­lung und dem klaren Ausdruck des Volkswillens vertreten und verteidigt haben.Zwi­schen den Bischöfen und dem katholischen Volk", so erklären die unterzeichneten Dechanten,galt und gilt stets der GrundsatzTreue um Treu e". Wir weisen daher die Schmähungen desGeneral­anzeigers" entschieden zurück und erklären, daß wir fest und treu zu unseren Bischöfen stehen."

Englische Quartiermacher in Saarbrücken.

Saarbrücken, 13. Dez. (DNB.) Am Donners­tagvormittag sind In Saarbrücken sechsenglische Offiziere unter Führung des Obersten Camp- bell cingetroffen. Sie werden die Ankunft des eng­lischen Truppenkontingents technisch u o r be­reiten und besonders für die Quartierbefchaffung sorgen. Aller Voraussicht nach werden die inter- nationalen Polizeitruppen nach Saarbrücken, Saarlouis, Neunkirchen undHomburg gelegt werden. Für ihre Unterbringung an diesen Orten sind noch keine genaueren Vorkehrungen ge­troffen. Die heute eingetroffencn Offiziere wurden am Bahnhof vom Chef der saarländischen Polizei, ihrem Landsmann H e m s l e y, abgeholt. Sie traten sogleich eine Rundfahrt durch das Saargebiet an.

Auch der Oberbefehlshaber der inter­nationalen Polizeitruppen, der englische General­major Brind, ist in Saarbrücken e i n ge­troffen und hat beim Präsidenten der Saar­regierungskommission Aufenthalt genommen.

Die italienischen Polizeitruppen für die Saar.

Rom, 13. Dez. (DNB.) Die als internationale Polizei ins Saargebiet abgehenden 1300 Mann des italienischen Heeres werden aus einem Grena­dier-Regiment (Regimentsstab und zwei Ba­taillone) und einem Bataillon Karabinieri be­stehen. Das Kommando führt General P r a s e a , der seinerzeit als Oberst bereits bei den italienischen Truppen in Oberslylesien stand.

Mtzmnkt

22, DbenioulRemaffrei.

17 87, Dorier e i ß em wollen.

en 110,02 A Mit ilwt,Geheimorganisationen" sind die beiden 2. Dez. Die vm Mcli >gw. Juni 1933 gegründeten memel- iritat buch ä n dnW« n Parteien, die Christlich-soziale )üe ben Mrbeitsitzirninschaft des Pfarrers Saß und die neben. SozialiMre Volksgemeinschaft des Deterinärrats ° , Le. rna n n gemeint. DieseGeheirnorganisa- üonen" |coen aber nicht nur ihr Programm i n

i Im brlh Iler prfff entlichkeit bekanntgegeben, Große Migndernkl k litauische Kriegskommandant selbst hat umannttbie PamÄiili unmittelbar nach ihrer Gründung offi- ->aussriebc^;iell a r.1 rannt und ihre Satzungen b e st ä - MonaÜ'l'gtk Äldem Programm sowohl der einen wie \ unter er Partei wird ausdrücklich als Ziel die

5 u Erhalttziim Mr memelländischen Autonomie im Rah- .. flU6 fernen bet; international garantierten Memelstatuts > lids^und miH ^Anerkennung der Souveränität des ^EMb'litauischl^ Staates angegeben. Es ist-also eine be- e ^in wußte Ulmahrheit, wenn man jetzt vonGeheim- ,Drganitilio;en" und von derstaatsfeindlichen Tä­tigkeit' Meer Parteien spricht.

NichtLc.il«rs verhält es sich mit der Behauptung, die meiMlllmdischen Parteien seien Bestandteile der ..ZZZ !«s Reiches gewesen. Der Stellvertreter des FüiMs, Rudolf Heß, hat gemäß der Er- ftärungpi ronn 17. Juni 1933 ausdrücklich festgestellt,

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und roe:n iier und da vielleicht Beziehungen ein- Äl seiner r-rlllländischer Parteiangehöriger zu Reichs- ß deutscheßtrbistanden haben, so handelt es sich dabei 0. lediglich!! m private Verbindungen, die g'i bei der Meren Zugehörigkeit des Memelgebietes zum R^!>,und der' sich daraus ergebenden ver- isj ' wandtfckh stächen und volklichen Verflechtung M durchs, verständlich sind!

Don in:r geradezu unglaublichen Unoerfrorcn- heit zeuWbie Behauptung, die Memelländer hätten kiZ 1 einen libina f f n e t e n A u s st a n d vorbereitet. Ä i Diese Ullrtfteüung stützt sich in der Hauptsache auf Ä die B effs:agnahme angeblich geheimer ßI W a f f ft ilia ger. Die Waffenfunde sind jedoch auf die naEichste Weise von der Welt zustandege- fommenm. Cne litauische Polizei holte einfach alle Jagd Wil ten und Pistolen ab, für die kein anderer il.' der Kriegskommandant des

Memel, 13. Dez. (DNB.) Die mit außerordent­licher Spannung erwartete Sitzung des Memel- lündifchen Landtags brachte eine Ueber­raschung, die nach der Voraussagung im Organ des Gouverneurs nicht zu erwarten gewesen war. Wäh­rend hier erklärt war, daß das Direktorium Bruvelaitis das Vertrauen des La nb- tages erringen würde, da es den Ausgleich der Gegensätze anstrebe, und die Landwirtschafts­gruppen, mit denen zweifellos die Vertreter der Landwirtschaftspartei gemeint waren, Bruvelaitis und feinen Männern das Vertrauen aussprechen würden, blieben auch diesmal die Abgeordneten des litauischen Blockes der Sitzung fern, um diese beschlußunfähig zu machen. Bruve- laitis war sich anscheinend klar darüber, daß er a u f keinerlei Unter st ützung von selten der Landwirtschaftspartei rechnen könnte. So trat wieder die Tatsache in Erscheinung, daß gerade dieRegierungspartei" bei der Einfüh­rung ihrer Männer nicht zugegen war. Bruve­laitis' Direktoren fehlten ebenfalls bei der Sitzung, und so mußte ohne weiteres das Ergebnis eintreten: die Beschlußunfähigkeit.

Gouverneur N a v a k a s ging auf das Verbot der Sozialistischen Volksgemeinschaft und der Christ­lichsozialen Dolkspartei ein und auf den am Frei­tag i n Kowno beginnenden Prozeß, in dem die Gerechtigkeit ihren Lauf.nehmen würde. Er unterstrich die angebliche Staatsfeindlich­keit dieser Parteien, die das Direktorium Schreiber unterstützt habe, so daß er es habe absetzen müssen. Er habe als oberste Behörde des autonomen Memelgebietes und der Zentral­regierung das Memelstatut stets loyal durchgeführt und niemals verletzt. Der Landtag habe nach dem Statut nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Diese müsse er jetzt erfüllen. Nava- kas übersah dabei, daß gerade die fünf l i

"iM|l Mnni,HM,üaß auch die internationale Presse infolge «*er (Man Uauifcher Seite angekündigtenEnthül- » 34 m ^ungJi'a linrf vertreten fein wird, so muß der Wliehen. loustrip-Pozeß im litauischen Justizpa­ar. i ft ieirl)(ibelt werben, weil sich alle anberen Kow-

tauischen Abgeordneten diese Pflicht durch ihr Fernbleiben von der Sitzung verletzten.

Nach Feststellung der Beschlußunfähigkeit verließ auch Bruvelaitis den Sitzungssaal. Der Abgeordnete R i e ch e r t verlas eine Erklärung der Memelpartei, die Bruvelaitis ebenso wie seinem grohlitauischen Vorgänger Reizgys das Vertrauen ver­sagte. In dieser Erklärung heißt es: Der Landtag erhebt nach seiner heutigen Sitzung vor aller Dcffent- lichkeit s ch ä r f st e n P r o t e st gegen die untrag­baren und statutwidrigen Veryältnisse und verlangt ein Direktorium, das das Vertrauen des Landtages besitzt und das geschehene Unrecht wieder gutmacht. Bruvelaitis und fein Direk­torium besitzen nicht das Vertrauen des Landtages.

Auch die beiden Mitglieder der Arbeiterpartei, die anwesend waren, Surau und Galeiva, sind die­ser Erklärung beigetreten, so daß von den 16 an­wesenden Abgeordneten nur der sozialdemokratische 2(bgeorbnete K i s l a t bie Erklärung nicht unterzeich­net hat. Dem Abgeorbneten Galeiva war ein gefälschtes Telegramm zugegangen, in bem es heißt:Erscheinen nicht erforberlich, wir nehmen nicht teil Surau." Dieses Tele­gramm hat Surau nicht abgesanbt. Der britte Abgeorbnete ber Arbeiterpartei Heß war ebenfalls zur Lanbtagssitzung aufgebrochen, ist aber i n M e - mel nicht eingetroffen. Die Abgeorbneten bes litauischen Blocks haben sich, soweit sie nicht in Memel wohnhaft finb, ebenfalls in Memel b e f u n b e n. Daraus schließt man, baß bas Direk­torium Bruvelaitis bis zum letzten Tag gehofft hat, ein Vertrauenvotum zu erhalten. Die vier Ab georbneten, bie automatisch hätten nachrücken müs­sen, nachbem ben vier anberen Mitgliebern ber Mehrheitsparteien bas Manbat entzogen war, finb vom Gouverneur nicht geloben worben, so baß also nur 25 Abgeorbnete Einlabungen erhielten.

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, .... »er Glerchtsräurne als zu klein erwiesen haben. HierW/»pfed iiuxre Aufwanb ist ober nur Mittel ck, um bie Öffentlichkeit über ben wah- m # TÜoesrmd und das Ziel, das die litauische Re- MDMllrungj^U der Inszenierung dieses Prozesses ver- j um Wgte, iiroegzutäuschen. Dieser Prozeß steht im tl ahrst Sinne bes Wortes auf tönernen w w.i:ü ß e |ii !!®r dient nicht der Gerechtigkeit, sondern 'inlau|etc 2£ntn|ag gegen die Memelländer ist nichts ande- ' M 5 als j'cii großes politisches Manöver, be balch«nt, die litauischen Vertragsverletzungen

'«QM» V nb tvbrüche im Memelgebiet zu bemänteln ^tiurüinb di fsentlichkeit irrezuführen.

zrnimA^ Hierum einige Feststellungen, die nicht nur die osdorssMi-öuige iLilHaltbarkeit der 21 n klage, son- . mt mich i ine Tragödie enthüllen, wie man sie in 3n beinern (ü'itrina von heute eigentlich für unmöglich onalen ciiaiten tjclis. Man wirft den Angeklagten vor, sie Minde mUattcn 1 u tionalsozialistische Geheimorganisationen i Kreise Wn Mein« nebiet gegründet, sie hätten staatsseind- von W'che VErkundungen mit Organisationen im Reich >ren AmckuterhaM, und sie hätten das ist der Haupt-

melländisim Parteien haben auch nie daran ' " >, ssich ihrer Selbständigkeit zu begeben,

|°®T d itt'ylmpesTäuWngSmanöver

'Üm unserem Br.-Äerichterstaüer.

fangen zu l, - ,

Alexander Lawrence hat in aller Oeffentlichkeit festgestellt, daß diese Opser litauischer Willkürjustiz in der g r a u s a in st e n Weise g e q u ä l tu n d gemartert worden sind, um ihnen G e st ä n d - nise zu erpressen. Mindestens zwei der Gefange­nen sind dabei zu Tode gefoltert worden, während ein Dritter der geistigen Umnachtung verfiel. Rechts- anwalt Lawrence hat weiter darauf hingewiesen,

litauische Armee, gegen Tanks und Bombenflieger zu Felde ziehen wollen, ober was noch grotesker ist bie Memellänber hätten bie für ben Aufstanb benötigten Waffen sozusagen beim Kriegskomman- banten beantragt?

So riesenhaft wie bie Zahl der Angeklagten, Zeugen und Sachverständigen, so umfangreich ist auch bie Anklageschrift. Auf nicht weniger als 528 Druckseiten werden bieVerbrechen" ber Angeklagten eingehend bargestellt. Ganze Berge vonBeweismaterial" sollen, wie man behauptet, vorhanden sein. Man weiß aber, daß die Litauer eigentlich nichts weiter aufgestöbert haben als einen harmlosen Schriftwechsel der einzelnen Parteistellen im Memelgebiet untereinander, Ausschnitte aus reichsdeutschen Zeitungen, deutsche Bücher usw. Bei einem großen Teil der Angeklagten sind lediglich völlig legal a u s fl e ft e 111 e Mitglieds­karten einer der beiden memelländischen Parteien gesunden worden. Bei manchen reichte sogar schon der Besitz von Manschettenknöpfen mit Hakenkreuz aus, um sie ins Gefängnis zu bringen! Andere wieder wurden in den Prozeß verwickelt, weil bei ihnen eine Hitler-Postkarte, der Text des Horst- Wessel-Liedes, eine deutsche Zeitschrift ober Zeitung ober ber Brief eines Bekannten aus Deutischlanb gefunden wurde.

Ein Lehrer hat sich nichts weiter zuschulden kom­men lassen, als daß in seiner Schule zwei Schüler­hefte gefunden wurden, auf denen ein paar Haken­kreuze von irgendwelchen Hosenmätzchen ausgezeich­net worden waren. In einem anderen Fall wurde auf der Suche nach staatsfeindlichem Material eine

. /q- I JJI t: III t i, utrn 11. X'vjvinuci.

ae- Ni , - Mit MÜfter Spannung sieht die Bevölkerung Kuk 1?"' $tmigebiets dem Prozeß der 126 M e - mpinV rtQI1i e '^ull d) e n entgegen, der am 14. Dezember »i SV. ** r »e r Kownoer Kriegsgericht eröff- toirb.ioeit Monaten bemüht sich die litauische i nS' "'ess» !ie[en wiederholt angekündigten und " V i mk tr d i e b c r verschobenen Prozeß als ie eurcäische Sensation hinzustellen. Die $er= nbliiig 3)erbe, so behauptet man in Kowno, ben iroefce st' bie nationalsozialistischen Umtriebe im eme«H"t unb für bie Notwenbigkeit ber litau-

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