Oie Feier des 9. November in Oberheffen
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allenendenkmal an der Kirche zu Kirch- e r g statt, wo sich die SA.. SAR. und viele Ge-
Spenden für das Winterhilfswett
Sämtliche Zahlungen für den Kreis Gießen, die das Dinlerhilfswerk 1934/35 betreffen f Spenden. Straßenfammlungen, Haussammlungen, Eintopfgerichte usw.), sind nur auf Konto der
Bezirkssparkasse Gießen, 71r. 4600 oder auf
Postscheckkonto Frankfurt a. 2R. Jlt. 5979 einzuzahlen bzw. zu überweisen.
Walter Ende, Rüsselsheim, Wilhelminenstraße, und Johannes Schnell L, Rüsselsheim, Waldstraße 31, auf die Dauer von drei Tagen polizeilich geschlossen, da in beiden Metzgereien in den letzten Tagen Blut- und Leberwurst verkauft wurde, die als minderwertig a n - Fusehen war und in ihrer Qualität dem ge- forderten Verkaufspreis in keiner Weise entsprach. In der Metzgerei Schnell wurden außerdem bei der Revision Zustände angetrosfen, die in gesundheitspolizeilicher Hinsicht zum Einschreiten Anlaß gaben.
Keine unbedachte Entrümpelung!
Wahrt altes Kulturgut!
Landkreis Gießen.
D Ruttershausen, 12. Nov. Der 9. Nove m b e r, der immer mehr ein e r n st e r Tag des deutschen Volkes wird, wurde auch hier würdig und feierlich begangen, lieber die Feier in Mainzlar ist bereits berichtet. Nachzutragen ist, daß am 9. November, um 18 Uhr, sämtliche Formationen Lollars mit der SA.-Kapelle (Stabführer D e i n e s) auf den Friedhof zogen, wo die beiden Gesangvereine je ein passendes Lied sangen, Bürgermeister Wagner als Ortsgruppenleiter der NSDAP, hielt eine zündende Ansprache, und das Lied vom guten Kameraden über die stille Stätte erklang. — Um 19 Uhr fand dieselbe Feier vor dem G e -
Geschlechts vernichten? Nein, hegen und pflegen mußt du sie! Sie lassen Jahrhunderte wieder erstehen; willst du da undankbar fein? Ordne einmal all das, was Keller und Boden dir verraten! Einsehen wirst du, daß du leichtsinnig unersetzbare Werte und Kulturgut vernichten wolltest!
Drum nochmals: Sammle und erhalte die Schätze, die dir überliefert sind! kannst du die allen krausen Schriften selbst nicht lesen, zeige sie dem Lehrer oder dem Leiter des Heimat- vereins! Er wird dir gern helfen und sich mit dir deiner Schätze freuen!
** Semester-Eröffnungsfeier der Universität. Am heutigen Mittwoch, 14. November, 18 Uhr c. t, findet in der Neuen Aula der Universität die Semester-Eröffnungsfeier statt. Es werden sprechen: der bisherige Rektor, der neue Rektor und der Führer der Studentenschaft.
** Sitzung des Prooinzialausschus. s e s. Am nächsten Samstag, 17. November, 8^ Uhr, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen, Landgraf-Philipp-Platz 3, eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen statt mit folgender Tagesordnung: 1. Be- schwerde des Händlers Ludwig Schäfer in Gießen gegen den ^Bescheid des Kreisamts Gießen vom 18. Juli 1934 wegen Versagung der Erlaubnis zum Kleinhandel mit unedlen Metallen. 2. Klage des Bezirksfürsorgeverbandes Landkreis St. Goar gegen den Bezirksfürsorgeverband Kreis Friedberg wegen Erstattung von Fürsorgekosten für Hermann Hilter- mann aus Bacharach. 3. Klage des Paul Zimmermann in Alsfeld gegen die Entscheidung des Krois- amts Alsfeld vom 5. März 1934 wegen Versagung der Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein.
Unter dieser Ueberschrift schreibt Karl H a g e - b ö cf in den Mitteilungen des Reichsnährstandes:
Deutscher Bauer! Dein Hof ist dir ans Herz gewachsen. Die Scholle und die Gebäude hast du gepflegt, um das Vieh hast du gesorgt. Hast du dich aber auch schon hinreichend gekümmert um die Geschichte deines Hofes und derer, die vor dir seine Scholle brachen? Wohl weißt du noch dies und das aus den Erzählungen der Alten, und das hat dir meistens genügt.
Nun aber sind die dir überlieferten Dokumente der Geschichte deines Hofes in Gefahr! Du sollst die Böden und Keller entrümpeln.
Gib acht dabei; vernichte nichts, ohne vorher genau zu prüfen, ob es nicht doch erhalten bleiben muß!
Da liegen auf dem Boden die verschiedensten Dinge, Zinngeschirr neben Spinnrädern, Truhen stehen dort und alte Möbel. Große Schätze, dir noch unbekannt, sind dort verborgen und harren ihrer Entdeckung! Sieh dir die alte Wiege dort an, schau genau zu! Da liest du eine Jahreszahl zwischen Buchstabengruppen. Jenen Schrank ziert ein Spruchband mit vollen Namen und Jahreszahlen. Die Truhe in der Ecke birgt fein Altpapier! Dokumente inb es, von denen das Bestehen des Hofes einst abhing! Sie wollen dir von den Sorgen und Nöten der Vorfahren berichten! Alte Prozeßakten, lieber- träge, Lehnbriefe, Verträge und Freibriefe findest du und vieles andere noch. Auf den Verschlußblättern der Postille dort hat mit schwerer Hand ein Vorfahr von Kriegsnöten, Mißernten und anderer Not berichtet, aber auch Nachrichten von seiner Familie hinterlassen. Selbst jener Kerzenleuchter aus Zinn trägt eine Inschrift und will dir von jener Zeit berichten, in der er den Brautwagen zierte. Achtlos willst du diese Zeugen der Geschichte deines
4. Klage des Bezirksfürsorgeverbandes des Kreises Gießen, vertreten durch die Bürgermeisterei Grünberg, gegen den Bezirksfürsorgeverband des Kreises Schotten, vertreten durch die Bürgermeisterei Ober- Lais, wegen Erstattung von Unterstützungskosten für Wilhelm Meyer aus Ober-Lais.
** Zur 20 Jahrfeier des Goethe- Bundes Gießen findet am kommenden Sonntag eine Vorlesung des Dichters Hans Friedrich B l u n ck statt. Hans Friedrich Blunck, Präsident der Reichsschrifttumskammer, ist einer unserer stärksten zeitgenössischen Dichterpersönlichkeiten und ein ausgezeichneter Interpret seiner Dichtungen. Mit biefer Veranstaltung, zu der die Vertreter der hie- igen Behörden und des Gießener Geisteslebens be- onders eingeladen wurden, wird der Goethe-Bund einer 20-Jahrfeier eine würdige Ausgestaltung geben. Die Dichter-Vorlesung findet bereits nachmittags 5 Uhr statt, worauf hiermit besonders hin- gewiesen sei. Abends ist im Hotel Schütz in Anwesenheit des DichLergastes eine zwanglose Zusammenkunft der Mitglieder und Gießener Literaturfreunde angesetzt. Die unermüdliche Tätigkeit des Goethe- Bun'des im Dienste der Pflege und Förderung deutschen Sckrifttums und Geisteslebens verdient es, daß die Gießener Bürgerschaft durch allseitigen Besuch dieser Veranstaltung des Goethe-Bund Anerkennung für die bisher geleistete Kulturarbeit bekundet. (Siehe heutige Anzeige.)
** Seinen Verletzungen erlegen. Der Bergmann Wilhelm Volk von Lützellinden, der am Montag im Bergwerk Großen-Linden verunglückte und mit schweren inneren Verletzungen in die Gießener Klinik gebracht werden mußte, ist gestern mittag den Folgen des Unfalles erlegen. Der Unglücksfall ist um so tragischer, als der bedauernswerte Mann jung verheiratet war.
** Verstöße gegen das Zugabever- b o t durch Zugabe von Kasfeedosen. Der Verein Deutscher Kaffee - Groß - Händler und -Röster — Sitz in Köln — teilt uns mit: Wie in letzter Zeit festgestellt werden konnte, gewähren Lebensmittelgeschäfte beim Verkauf von Kaffee eine große Blechdose als Zugabe. Der Konsument erhält diese Zugabe, wenn er nach und nach 12 Viertelpfund Kaffee gekauft hat. Die Zugabe dieser Kaffeedosen verstößt gegen das von der Reichsregierung ausgesprochene Zugabeverbot und ist daher strafbar. Alle Verstöße werden künftig unnachsichtlich verfolgt werden, wobei darauf aufmerksam zu machen ist, daß nicht nur der Lieferant des Einzelhändlers, sondern auch der Einzelhändler selbst sich straffällig macht, wenn er die Dosen zugibt.
** Monatsversammlung des Krie - g e r d e r e i n s Gießen. Der K r'i e g e r v e r e i n Gießen hielt am Montag feine Monatsverfamm- lung ab. Nach kurzen geschäftlichen Mitteilungen gedachte der Vereinsführer, Landgerichtsrat T r ü m- p e r t, des vor kurzem im 92. Lebensjahre verstorbenen Kameraden Mayer, der vor 60 Jahren den Verein hatte gründen helfen, Ehrenvorsitzender des Vereins und des Hassiabezirkes Gießen war, und des Ehrenmitgliedes E m i g, der jetzt im 93. Lebensjahre abgerufen wurde. Nach der Begrüßung des Kameraden Siegel aus dem Saarland, der feine alte Garnisonstadt besucht, durch den Vereinsführer, hielt Kamerad Dr. Kaufmann, der 15 Jahre in Aegypten und im Orient im deutschen Schuldienst gewirkt und nach dem Kriege die Stätten feiner früheren Wirksamkeit wiederholt besucht hat, einen sehr spannenden Vortrag über das ewige Stromland des Nils, feine landschaftlichen Eigen- tümlickkeiten, feine Bedeutung für unseren Außenhandel, die freundliche Gesinnung der Bevölkerung Ebie ehrbaren Deutschen dort, deren Zahl in
,pten etwa 5000 beträgt. Der Redner sprach auch von den Gewalttaten der Engländer, die bis 1923 deutschen Besitz beschlagnahmt hielten, den dann das sozusagen selbständig gewordene Königreich Aegypten den Deutschen zurückgab, die dort die beliebtesten Europäer sind. In ebenso klarer Weise schilderte Kamerad Kaufmann die gänzlich anderen Verhältnisse in Palästina, das jetzt, von den Engländern modernisiert, das Land der Autostraßen ist, während es früher nur schmale, unfahrbare Wege gab, ferner die Bedutung der deutschen „Schwaben", die sich seit den 60er Jahren dort angesiedelt haben, für unseren Handel sehr wichtig sind und uns die feinen Jasfa-Orangen liefern. Schöne Lichtbilder erläuterten dann den Vortrag, reicher Beifall zeigte dem Vortragenden den wohlverdienten Dank der Zuhörer. — Dann schilderte ein z. Z. in Gießen wohnender Saarländer die Zustände im Saarland, die Stimmung, die dort herrscht und die Zuversicht der deutschen Volksgenossen für die Abstimmung, die mindestens 95 Prozent Stimmen für Deutschland bringen werde.
** Sorgt für eure Hunde! Der Eintritt der kalten und nassen Jahreszeit gibt Anlaß, die Hofhundebesitzer zu bitten, der Haltung und Pflege dieser Geschöpfe jetzt besondere Aufmerksamkeit zu schenken Die Hütte muß unbedingt dicht fein, ihr
ss. Grebenau, 13. Nov. Der 9. November war auch in unserer Gemeinde der Ehrung der Oe* aUenen des Weltkrieges und der gefallenen Frei' heitskämpfer der nationalsozialistischen Bewegung gewidmet. Fast von sämtlichen Häusern wehten die mit Trauerflor versehenen Fahnen des neuen Deutschland. Auf dem Friedhof am Kriegerdenkmal stand den ganzen Tag SA.-Ehrenwache. Mittags legte Truppführer Steuernagel in Anwesen- heit einer Abordnung der SA. einen Kranz für die gefallenen Helden nieder. Abends versammelten sich sämtliche- Mitglieder der NSDAP.^ SA., BdM. und HI. im Saale der Gastwirtschaft Reibt. Der Saal war würdig geschmückt. Ortsgruppenleiter Konrad Habermehl gedachte zunächst der 16 Helden der Freiheitsbewegung, die von 11 Jahren an der Feldherrnhalle in München ihr Leben lassen mußten. Anschließend spielte die Kapelle das Lied vom guten Kameraden. Dann hielt Ortsgruppenleiter Haber-
vom Stützpunkt veranstaltete Gedächtnisfeier statt. Unter den Klängen eines Trauermarsches wurden die Fahnen in den Saal gebracht. Die Schüler fangen Lieder und trugen Gedichte, sowie einen Sprechchor vor. Pg. Blockwart Bergen gedachte in einer eindringlichen Rede zuerst der beiden Kämpfer Horst Wessel und Albert Leo Schlage t e r, die den Märtyrertod für das Dritte Reich starben. Hierauf trug der Gesangverein Flensungen zwei Lieder vor. Pg. Blockwart Bergen schloß die denkwürdige Feier mit einem dreifachen „Sieg- Heil!" auf unseren Führer und Volkskanzler Adolf Hitler. Gemeinsam wurden die ersten Verse des Horst-Wessel-Liedes und des Deutschland-Liedes gesungen. Im weiteren Verlauf des Abends versam- melte sich die Gefolgschaft der HI. auf dem Sport« platz zu einer kurzen Gedächtnisfeier.
ll. Merlau, 11. Nov. Der Tag des 9. November wurde in unserem Orte in würdiger Weise begangen. Das Straßenbild war belebt von reichem Flaggenschmuck der Gebäude. Am Ehrenmal der Gefallenen wurde am Morgen durch den Stütz- punktleiter im Namen der NSDAP, ein Kranz nie- dergelegt, während gleichzeitig eine SA.-Ehrenwache aufzog. Am Abend fand im Saale Hörle eine Gedenkfeier zu Ehren der grauen Helden des Weltkrieges und der braunen Helden vom 9. November 1923 statt. Nachdem die SA. unter den Klängen des Badenweiler Marsches einmarschiert war und bei den Fahnen Aufstellung genommen hatte, eröffnete Amtswalter Kaufmann die Feier. Pg. Lehrer Dönges ließ bann in feiner Rede die Vorgänge von 1914 und 1923 noch einmal lebendig werden. Er gedachte der Männer, die unter bem Vorsatz gefallen seien „Deutschland muß leben und wenn wir sterben müssen". Ernste Worte richtete er an die Jugend. „Wer später einmal befehlen will, muß erst gehorchen gelernt haben", dieses Wort Hindenburgs habe heute wie damals feine volle Berechtigung. Zwischen der Rede wurden vaterländische Lieder gesungen, die ganz der Würde des Tages angepaßt waren. Stützpunktleiter Münch schloß die Feier. Anschließend fand noch eine Heber- tragung der Münchener Feierlichkeiten statt.
Nieder-Ohmen, 10. Nov. Gestern abend hielt die hiesige Ortsgruppe der NSDAP, eine G e - denkfeier für d i e Helden des 9. No- vember 1923 im Saale von Ziegenhain ab. Hieran nahmen sämtliche Formationen der Bewegung, sowie die übrigen Ortseinwohner teil. Mit einer kurzen Ansprache leitete Ortsgruppenleiter Erb die Feier ein. Hierauf hielt der Ortsgruppen- schulungsleiter Lehrer Döll die Gedenkrede Er gedachte der Toten des Weltkrieges, sowie derer die für den Aufstieg der Bewegung ihr Leben ließen. Zur Verschönerung der Feier wirkten der Ge- sangverein „Eintracht" und die NSBO.-Kapelle mit —Homberg, 12. Nov. Dieser Tage hielten in unserem Städtchen Brüder und Schwestern von der Saar Einzug. Die Einwohnerschaft bereitete ihnen einen herzlichen Empfang. Am Sportplatz empfingen die SA., HI., BdM. und sämtliche Der- eine mit ihren Fahnen die Saarländer. Unter Öen «längen der SA.-Kapelle marschierte man zM Marktplatz. Der Gesangverein begrüßte die Gäste zunächst mit dem Saarlied. Herr Götz von der NSV. Alsfeld hielt die Begrüßungsansprache, in der er der herzlichen Verbundenheit des Mutterlandes mit den Saardeutschen Ausdruck gab. Der Ortsgruppenleiter H. Damm hieß die Saardeut- chen im Namen der Stadt willkommen. Er betonte, daß wir alles tun wollten, um sie im Kampf um den Anschluß an unser deutsches Vaterland zu un- terstützen. Der Sprecher der Saarländer dankte für die freundliche Aufnahme und versprach im Namen aller, daß sie am 13. Januar 1935 restlos ihre Schuldigkeit tun würden. Schließlich hielt noch der Arbeitsdienstmann L e f f e I, ein Saardeutscher, eine kurze Ansprache. Nach dem feierlichen Empfang wurden die Gäste in ihre Quartiere gebracht. Ein Teil begab sich nach Ober-Ofleiden.
.st. Kirtorf, 13. Nov. Der Gedenktag für die gefallenen Helden der Freiheitsbewegung des Nationalsozialismus und des großen Weltkrieges wurde hier in einer schlichten Feier begangen. Vom Morgen an standen am Kriegerdenkmal auf dem Friedhof Doppelposten der SA. Ehrenwache. Am Abend versammelten sich alle Darteigliederungen mit ihren Fahnen und die Einwohnerschaft vor dem Knegerehrenmal zur gemeinsamen Feier. Hier prach Ortsgruppenleiter Pg. Lather über den hohen Sinn der Feier und den uns verpflichtenden Opfertod der Gefallenen. Daran folgte die Totenehrung, bei der sich die Fahnen senkten und Ehren« alpen abgefeuert wurden. Währenddem spielte der Bläserchor das Lied vom guten Kameraden. Von einem BdM.-Mitglied wurde ein Gedicht vorgett» gen, dem ein Mahnruf der Hitler-Jugend folgt». Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und mit dem Horst-Wessel-Lied wurde die Feier ge- chlossen.
SA.-Männer die Ehrenwache gehalten, abends versammelten sich alle Gliederungen der Partei, nebst zahlreichen Gemeindegliedern, um das Denkmal. Nach einem Musikstück, gespielt von der Mo- tor-SA., und dem Chor „Morgenrot" des Gesangvereins „Germania", unter Leitung von Wilhelm Dem, sprach Ortsgruppenleiter Wenzel über die Ereignisse am 9. November 1923 in München und schilderte noch einmal die Vorgänge dieses denkwürdigen Tages. Mit großen Buchstaben seien die Namen der Helden, die damals ihr Herzblut für die deutsche Freiheitsbewegung gaben, in das Gedächtnis des deutschen Volkes eingeschrieben. Darauf spielte die Kapelle das Lied vom guten Kameraden, Ortsgruppenleiter Wenzel legte im Namen aller Formationen einen prächtigen Kranz am Denkmal nieder. Ein Chor des Gesangvereins „Germania", „Nun schweige jeder ..." schloß die Feier am Denkmal. Im Parteilokal wurde sodann eine Nachfeier abgehalten, bei der der Ortsgruppenleiter darauf hmwies, daß diese Nachfeiern immer mehr ausgebaut und mit dazu beitragen sollten, echte Kameradschaft zu pflegen. Gemeinsame Lieder („In München sind viele gefallen ..." --Volk ans Gewehr ..."), Stücke der Kapelle, Ge- dichte und gesprochene Szenen von Mitgliedern der NS.-Frauenschaft gaben dem Abend einen würdigen Abschluß.
§ Bellersheim, 13. Nov. Am Abend des 9. November fand hier im Saale Angermüller eine würdige Gedächtnisfeier für die gefallenen Helden statt. Die Gliederungen der NSDAP, mar- fchierten vom Sammelplatz aus zum Kriegerdenkmal, an dem der Ortsgruppenleiter einen Kranz meberlegte. Am Kriegerdenkmal war den ganzen Tag über Ehrenwache gehalten worden. Im Verlaufe der Feier am Abend schilderte Ortsgruppen» leiter Karl Mü11 er dett Kampf des Führers Adolf Hitler und seiner Getreuen. Das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied beschlossen die Feier. „T-' Nodheim a. d. Horloff, 12. Nov. Anläß- lichdesGedenktagesderGefallenendes 9. November und des Weltkrieges wurde durch unsere -Zelle in feierlicher Weise am Kriegerdenk- mal ^in Kranz niedergelegt. Die zahlreich erschienenen Volksgenossen fangen zur Einleitung der Hel- dengedenkseier das Lied vom guten Kameraden. Ortsgruppenleiter Heinrich Rudel gedachte bann der Gefallenen ber nationalsozialistischen Bewegung und der Kameraden der grauen Armee des Welt- krieges. Im Anschluß an diese Totenehrung fand eine Kranzniederlegung am Grabe des verstorbenen Ortsgruppenleiters Ludwig Rudel statt. Schu- lungsleiter Pg. Roth- Rabertshausen sprach im Schulungsabend über Innen- und Außenpolitik.
Kreis Büdingen.
tz. Nidda, 12. Nov. In würdiger Weise wurde hier der Tag zum Gedenken des 9. No - vember 1923 begangen. Don den Häusern weh- ten die Fahnen der Bewegung auf Halbmast. Am Abend stellten sich alle Formationen der NSDAP, auf dem Marktplatze auf. Unter Marschmusik der hiesigen Feuerwehrkapelle marschierte man zum ©e- fallenen-Denkmal am Johanniterturm, wo bereits
seit den Morgenstunden eine Ehrenwache ber SA. Aufstellung genommen hatte. Ortsgruppenleiter, Küfermeister Philivpi, gedachte in kerniger Worten sowohl der Im Weltkrieg Gefallenen als auch derjenigen, die am 9. November 1923 und fpä« ter ihr Leben für die Partei hingegeben haben. Un. ter dem Klange des Liedes „3d) hakt' einen Karne, raben" würbe zur Ehrung ber Gefallenen ein Kranz ntebergelegt. Nach der Abgabe von drei Ehrensalven, bem Gesang des Deutschlandliedes unü des Horst-Wessel-Liedes ging man in geschlossene^ Zuge zur Kirche, die bis zum letzten Platz gefüllt war. Pfarrer S c r i b a hob in eindrucksvoller Rede die Verdienste der für die nationalsozialistische Be. wegung Gefallener hervor und gedachte auch bei toten Helden bes Weltkrieges.
Kreis Alsfeld.
* Flensungen, 12. Nov. Am Freitagabend stand unser Dorf im Zeichen der Trauer um b i e Märtyrer der nationalsozialisti. scheu Bewegung und die Gefallenen des Weltkrieges. An allen Häusern war halbmast geflaggt. Vormittags versammelten sich die Schulkinder zu einer kurzen Feier am Kriegerdenkmal. Abends fand im Saale von Gastwirt Becker eine
Schau dich um auf deinem Hof! Am Gebälk, selbst der Scheuer, außen und innen, findet du Inschriften und Zeichen. Zeichne sie mit Angaben des Fundortes genau auf! Auch bei den Geräten und sonstigen Möbeln achte auf sie und vermerke auch, was Herdsteine und Grabplatten dir erzählen. Manches wird dir unverständllch sein, trotzdem aber zeichne es auf.
Tu auch hier deine Pflicht, deutscher Bauer! Sie kostet dich nichts, und Kind und Kindeskinder danken dir die geringe Mühe. Zeichne alles auf, was du findest, auch wenn es dir unverständlich ist. Gerade dann mußt du besonders sorgfältig fein. Da findest du an irgendeiner Stelle vielleicht ein „Wort" wie Mdxxi. Du findest es in keinem Wörterbuch. Schreib es aber einmal etwas anders, MDXXI und du hast die Jahreszahl 1521 in lateinischen Ziffern vor dir.
Gib Obachl, deutscher Dauer! Wahre altes Kulturgut und rette auch hier deinen Besitz!
Vieles ist schon verloren, rette den Rest! Heimat- und Geschichtsvereine, Archive und Sippenforscher beraten dich gern.
Eingang ist mit einem alten Sack oder ähnlichem Material zu verhängen. Eine warme Unterlage darf nicht fehlen. Das Fressen muß angewärmt werden. Zur Frostzeit ist das Trinkwasser öfter zu erneuern, damit der Hund seinen Durst nicht durch Eislecken befriedigen muß. Laßt den Hund, der seiner Natur nach an Freiheit gewöhnt ist, auch einige Male am Tage von der Kette und nehmt ihn nachts, wenn es möglich ist, ins Haus. Mangelhafte Unterbringung und Verpflegung der Tiere ist nach dem Gesetz strafbar.
und bleibe unerläßlich für den Wert und die Wirkungskraft der Arbeit des Propagandisten der Bewegung.
Eine Bäckerei in Marburg polizeilich geschloffen.
LPD. Marbura, 13.Nov. Gestern morgen wurde gelegentlich einer polizeilichen Nachprüfung der Bäckereien in einem hiesigen Betrieb Mindergewicht des Brotes fest gestellt. Es erfolgte die polizeiliche Schließung der Bäckerei.
Zwei Mehgereien in Rüffelsheim geschloffen.
LPD. Darmstadt, 13.Nov. Das Staats- Presseamt teilt mit: Die Preisüberwachungsstelle des Hessischen Staatsministeriums hat auf Antrag des Kreisamtes Groß-Gerau die Metzgereien
Gauleiter Sprenger bei den Propagandisten des Gaues. GPA. Frankfurt a. M., 13. Nov. Zum Abschluß des dritten in Frankfurt a. M. laufenden Lagerkursus der Propagandisten der NSDAP, im Rhein-Main-Gebiet sprach der Gauleiter heute im Haus der Jugend zu den Schulungsteilnehmern über Grundsätzlichkeiten der Propagandaarbeit. Der Gauleiter betonte hierbei besonders, daß die Er» Iolge und bekannten Bewährungsnachweise unserer eiterigen Propaganda den einzelnen Propaaan- ■iftcn Der Bewegung keineswegs dazu verführen dürfte, sich in bequemen, weil ausgetretenen Wegen in einer Form zu bewegen, welche auf eigene schöpferische Anteilnahme verzichten zu können meine. Lebendige eigene Initiative im Rahmen der von der Führung festgelegten Richtlinien sei
meindeangehörige, jung und alt, von Ruttershausen eingefunden hatten. Auch hier sprach Ortsgruppenleiter Wager (Lollar) und die SA.- Kapelle wirkte mit. Der erste Vers des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes, gemeinsam ge- ungen, beschloß die Feierstunde. Am Tage hatte die SA. von Hachenberg und Ruttershausen Ehrenwache am Denkmal gehalten.
+ Treis a. d. Lda., 10. Nov. Gestern abend wurde dahier der 9.November als Erinnerungstag an die vor der Feldherrnhalle in München Gefallenen in einfacher aber würdiger Weife in Mills Saal begangen. Neben dem Rednerpult war ein Transparent aufgeftellt, von dem die Worte: „Und sie haben doch gesiegt" den Anwesenden entgegenleuchteten. Nach dem Einzug der SA. und der HI. eröffnete der hiesige Zellenleiter, Bürgermeister Euler, die Feierstunde mit kurzen Begrüßungsworten an die zahlreich Versammelten, unter denen ast alle Parteimitglieder, die NS.-Frauenschaft und der BdM. und viele Einwohner waren. Darauf verlas Pg. stud. med. Hederich einen kurzen Stimmungsbericht über den Verlauf und den Eindruck des 9. November 1923 und schloß mit dem Vortrag eines Kampfliedes. Auch die Vorsitzende der Frauenschaft, Frau Bing, erfreute mit einem paffenden Gedichtsvortrag, worauf der Vorsitzende
T*:~“ mit einem Sieg-Heil auf den Führer schloß. Der hiesige Posaunenchor verschönerte die Stunden durch Musikvorträge und Begleitung der gelungenen Lieder. Nach dem Deutschlandlied löste ich die Versammlung gegen 22 Uhr auf.
> Beltershain, 13. Nov. Am Tage des 9. November wurde auch in unserer Gemeinde der Toten vor der Feldherrnhalle in München gedacht. Am Abend bewegte sich ein stattlicher Zug vom Hause des Pg. Erb nach dem Kriegerdenkmal vor der Kirche. SA., SAR., die Schulkinder und viele Volksgenossen nahmen daran teil. Die Gedächtnisansprache hielt Pg. Erb, der besonders die Jugend ermahnte, derer zu gedenken, die ihr Leben für uns ließen. Das Lied vom guten Kameraden, das Deutschland-, das Horst-Wessel- und das Saarlied umrahmten und vertieften die würdige Feier.
in. Lang-Göns, 11. Nov. Am Freitagabend fand zur Erinnerung an den 9. November 19 2 3 eine schlichte Feier am Ehrenmal ber im Weltkrieg Gefallenen statt. Tagsüber hatten


