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Sitze im Vorhof füllen sich mit Jung und Alt. In einer Südwestecke der Mauerung, etwas erhöht, begrüßt der Veranstalter und Ausgestalter dieses Treffens, Gewerbelehrer Peter N i e ß - Büdingen, unser aller lieber VHC.-Bruder, namens des Südostgaues die derzeitigen Burginsassen, VHC.-Ver- eine und Besucher aus nahem Land. Wie vor Jahren, so soll auch heute ein Stück H e i m a t g e - schehen vor Jahrhunderten hier szeniert und damit ein Stück Volks- und Heimatgeschichte vor Augen geführt werden, das zeigt, wie die Altvorderen auch zu ihrem Teil dazu beigetragen, das Volkstum erhalten, deutsche Kultur verbreitet, gute Sitte und Recht und Freiheit gewahrt und gefestigt werde.
Das Fe st spiel nahm seinen Anfang. Vergangenheit wird Gegenwart. Aufstieg alte Kultur, alte Sitte, alte Gebräuche, die Zeit des zu Ende gehenden 16. Jahrhunderts, wie sie sich in einem Geschehen auf der Burg, an der gleichen Stelle der Darstellung, damals dokumentierte. Lauschend und schauend saß die Menge im weiten Dreiviertelrund des Hofes. Auf Bänken, auf der Erde sitzend, liegend halb. Aus der Kulisse der Zuschauer rechts und links kamen und gingen die Darstellenden. Die Szenerie war links begrenzt von der Architektur eines Gesindebaues, anschließend das Mauerwerk eines Wehrganges mit seiner Kurzbogenstützung, rechts hinübergehend zur Schmiedewohnung und Werkstatt als Abschluß. Auf der erhöhten Naturbühne Tische und Bänke, eben Gestühl wie es sich einfach gestaltet und Freiraum auf steiniger Erde.
Hier spielte sich ab das Geschehen um Anna, des sichtigen Henn Koch Tochter von Hailer. Hauptperson der Schmied der Burg, Hans Weigler und dessen Familie. Nebenakteure die Burginsassen und gräfliche Familie Heinrich zu Isenburg-Ronneburg. Der Inhalt: Anna wollte auf Rat des Schmieds, ihres zukünftigen Schwiegervaters, im nächtlichen Tun die Heilursache für ihren gichtigen Vater suchen, wurde erwischt und von ihrer Nebenbuhlerin der Hexerei bezichtigt. Die Gerichtshandlung, die szenisch ganz trefflich aufgezogen ist, besonders in Verbindung mit dem Narrenspiel, erbringt einen Aufschub für die Beweiskraft ihrer Aussage. Eine weitere Szene bringt diese Wahrheit in Gestalt des geheilten Vaters. Das Schlußbild zeigt die Lossagung der Schuld und die Verlobung. Ein fürtrefflich Spiel in historischem Rahmen, in historischem Gewand, mit ihre Rolle wahrhaft tragenden Laienschauspielern.
Diesen, den Büdingern, galt der lebhafte Beifall und war der. gute Eindruck und das Sinnen in die Vergangenheit der Zuschauer zu danken. Nicht minder aber dem, der dies Schauspiel erdacht und niedergeschrieben, dem geschätzten VHC.-Bruder Peter N i e ß. Kräftige Mitwirkung in diesem Stück hatte der Türmer, der, und das hörte sich wirklich stets festlich an, den Turmruf als Wächter blies, sobald sich auf der ankommenden Straße odsr vor dem Tor Volk zeigte. Auch sein Solo, das Lied des Hochzeitsreigens, tönte er lustig hinaus in die Lande und die aufmunternden Narrenworte kamen ergötzlich am Ende heraus: „Ist noch jemand da, der verlobt sein will?"
Schade, daß die Zeit mit solchen Festtagsgaben schnell zerrinnt. Eine weitere „Bühnenbelebung" nahm die Büdinger „Jugend der Sängervereini- gung" mit ihrem ebenfalls jugendlichen Dirigenten Rausch vor. Mit ganz vorzüglichem Quartett, einem stimmlich auserlesenen Gesangsmaterial, war- teten die Sänger auf und regten zu dankbarem Beifall an. Zwei Hanauer Mädels führten einen Zigeunertanz vor. Herr Metz- Salmünster, ein Wetterauer Kind, ließ den Humor zu Wort kommen und besorgte das auf sächsisch, bayerisch und oberhessisch auf solch köstliche Art und Weise, daß man ihm dankbar klatschte.
VHC.-Bruder Dem- Offenbach knüpfte an den Text des Liedes der Büdinger an: „Die alten Straßen noch, die alten Häuser noch, die alten Freunde ' aber sind nicht mehr". Damit gedachte er der Alten im DHC., des allbekannten Gq. Bender und des Gestalters des vormaligen Ronneburg-Festspieles ,„Jm Glauben stark — in Treue fest", Carl Steiniger, die beide heute der grüne Rasen deckt. V8UWNN
Römern von Anny von panhuys.
Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.)
! 17 Fortsetzung. Nachdruck verboten!
Er hatte neben dem Telephon Platz genommen, «und der andere meinte lächelnd:
„Sie wollten ole ich die Polizei anrufen, falls ich ;Sie irgendwie belästige!? Machen Sie sich keine ^Sorge — ich nehme mich schon in acht, denn ich 3bin kein Freund der Polizei."
Er setzte sich bequemer.
„Suse Beßler brachte mir die fünf Taler und, Lenken Sie, wie sonderbar: ich kenne jemand, der much so einen Taler besitzt. Wenn Sie den noch Lrwerben würden, hätten Sie gerade das halbe Dutzend voll."
Werner Olden fuhr ihn ärgerlich an:
„Ich besaß früher sechs Taler. Den einen trug «ich an der Uhrkette — er wurde mir im Messe- Zedränge am Main-Kai gestohlen. Der jetzige Besitzer ist also wohl der Dieb. Er wird jedenfalls an- igeben müssen, woher er den Taler hat."
Er wollte schon nach dem Hörer des Telephons flreifen.
„Haben Sie es aber eilig!"
Spöttisch rief es der Besucher und meinte kopfschüttelnd:
„Sie handeln wirklich zu impulsiv, Herr Olden! Das erschwert leider unser Geschäft. Denn ein Geschäft wollte ich Ihnen vorschlagen. Kurz und gut — ich wollte Ihnen den sechsten Taler besorgen and Ihnen dann das große Geheimnis der sechs Taler entschleiern. Die bergen nämlich ein großes Geheimnis. Aber für nichts ist nichts, und ohne meine Hilfe dürfte Ihnen die Lösung schwerfallen, !>hne meine Hilfe und ohne den sechsten Taler. Der gerade ist mit ausschlaggebend. Der gerade ist mit teer wichtigste."
Werner Olden versetzte scharf:
„Sie haben nur irgendeinen Schwindel mit mir :oor. Ich falle aber auf nichts herein."
Merten seufzte ergeben.
„Schade um die schöne, kostbare Zeit, die wir ver- ;fle*tjrern."
Er wurde lebhaft.
„Ich will nichts weiter von Ihnen als eine ver- költnisrnäßig geringe Belohnung — vielleicht fünf- tiufenb Mark —, nachdem ich Ihnen au einem lichtmäßigen, jetzt brachliegenden Vermögen Der» tonen ijabe
Werner Olden schüttelte den Kopf.
„Was bezwecken Sie nur mit dem Mumpitz? Sgre bisherigen, um bestimmte Erklärungen geschickt
Tag zu gestalten — nun aber- weiter, vorwärts!
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„So, Herr und Ihnen eben von Fremden mit den eine Art Vorspiel und Rätseltalern, fernen soll, werde
VHC.-Bruder N i e ß ließ dies als Ansporn gelten l der DHC.-Sache,
Fräulein Olden, das, was ich meinem Großvater und dem sechs Talern erzählte, war nur zu dem Stück von Ihren Erb-
Ob sie die 800 gewinnen können, ist fraglich. Ein großes Plus hat der VfB.-Reichsbahn in Luh.
Volksturn-Mannschastskampf in Lollar.
Am vergangenen Sonntag wurde — wir berichteten bereits kurz darüber — zum zweiten Male der Mannschaftskampf im Volksturnen zwischen den Turnvereinen Heuchelheim, Kinzenbach und Lollar auf dem Waldfportplatz in Lollar ausgetragen. Auch dieses zweite Treffen wurde von Lollar mit 10975,76 Punkten vor Heuchelheim mit 9312,28 Punkten und Kinzenbach mit 9184,74 Punkten gewonnen. Turnverein Lollar hatte die Veranstaltung gut organisiert, der Kampf in den einzelnen Sparten konnte glatt abgewickelt werden. Nur die Laufbahn war nicht fo beschaffen, wie sie der Leichtathlet wünscht.
Gleich zu Beginn des Kampfes konnte sich Lollar durch zwei gute Leistungen im Weitfprung einen Vorsprung von nahezu 200 Punkten sichern. Klinke! sprang 6,32 Meter, Großhaus 6,27. Die übrigen Teilnehmer kamen knapp an die 6 Meter. Das Kugel st oßen entschied Lollar ebenfalls für sich. Die beste Leistung erzielte Diez mit 11,54 Meter. Auch im Hochsprung waren die beiden Lollarer überlegen und konnten den Vorsprung weiter vergrößern. Einen weiteren Punktgewinn brachte für Lollar der 100-Meter-Lauf. Großhaus und Klinkel durchliefen die Strecke in 11,7 Sekunden, in Anbetracht der schlechten Bahnverhältnisse hervorragende Leistungen. Im Speer- w u r f waren die Leistungen ziemlich gleichwertig. Diez-Lollar warf 45 Meter, Weller-Heuchelheim 42,02 Meter und Leib-Kinzenbach 40,42 Meter. Den Stabhochsprung konnte Kinzenbach für sich entscheiden. Bepler sprang 3,10 Meter, fein Vereinskamerad 3 Meter. Der 800-Meter- Lauf wurde von Heuchelheim durch die Brüder Neide! sicher gewonnen. Trotzdem sich die beiden Lollarer und Kinzenbacher Läufer tapfer hielten, konnten die beiden Heuchelheimer, die die Strecke in 2:4,8 Min. bzw. 2:14 Min. durchliefen, für ihren Verein ca. 500 Punkte aufholen und Kinzenbach dadurch vom zweiten Platz verdrängen. Auch im Diskuswerfen und im Schleuderballwurf zeigte sich Heuchelheim etwas überlegen, während Kinzenbach den Keulenwurf für sich verbuchen konnte.
Die mit Spannung erwartete 4X100-Meter- Staffel wurde von Lollar in 48,9 Sek. vor Heuchelheim in 50 Sek. und Kinzenbach in 50,8 Sek. gewonnen. Die Zeiten sind in Anbetracht der Bahn- Verhältnisse noch befriedigend.
Im ganzen betrachtet, war die Veranstaltung ein schöner Erfolg.
2Rabfport=3ugenb triff an!
Die Jugend des Bezirks Gießen im „Deutschen Radfahrer-Verband" trifft sich am Sonntag, 23. September, in Gießen, um zum erstenmal seit dem Bestehen des DRV. und des Bezirks Gießen die Kräfte zu messen und zu zeigen, was sie in allen Sparten des schönen Radsportes zu leisten vermag. Die Meldungen sind so zahlreich eingegangen, daß die Straßenfahrer bereits am frühen Morgen auf die Reise geschickt werden, während mit den Vorwettbewerben (wahrscheinlich sogar auf zwei Flächen) ebenfalls vormittags begonnen werden muß.
Oie Meisterschaftsspiele der Bezirksklaffe Gießen-Oill. Spielanfehungen für den 16. September.
Am kommenden Sonntag gelangen in der Bezirks- flaffe Gießen-Dill folgende drei Spiele zum Austrag:
Frohnhausen — SpielDereinigung 1900 Gießen, VfB./Reichsbahn — Dillenburg, Wetzlar Bissenberg.
Sonntagsprogramm der deutschen Leichtathleten. Zum ersten Male gegen Finnland.
.’unbgebung beschlossen. Noch ein kleines Weilchen, und dann wurde der Platz licht,
Wenn ich mich jetzt noch ent- . . ich es sofort tun, so ungern ich auch auf ein Geschäft mit Ihnen verzichten würde, Herr Olden. Ich bitte freundlichst um Ihre Entscheidung."
AsB.-Reichsbahn-Leichtathletik.
VfB.-Reichsbahn
gegen „Kraft durch Freude^. Kreis Alsfeld.
Allmählich geht die Saison der Leichtathleten zu Ende. Der VfB.-Reichsbahn erledigt am kommenden Sonntag einen Mannfchaftskampf gegen die Kreismannschaft der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" Alsfeld. Die Alsfelder Mannschaft setzt sich aus Leichtathleten sechs verschiedener Vereine zusammen. Außerdem stellt das Arbeitslager Sickendorf einige Teilnehmer. Bei den Alsfeldern heben sich besonders hervor der 3000-Meter-Läufer Meyer, der Weitspringer Fischer, sowie die 400-Meter- ßäufer. Die Gießener, die diesmal mit Ersatz antreten müssen, stehen vor einer schweren Ausgabe. Es sollte ihnen aber trotzdem gelingen, den Kampf zu gewinnen. Die Mittel- und Langstreckler P s a f f und Sobezak haben den guten Meyer- Paderborn (zur Zeit Arbeitslager Sickendorf) gegen sich. I
Der hatte ganz nachdenkliche Augen und sah feine Tochter an.
«Was meinst du zu der Geschichte, Kind?" Donatas Gesicht war blaß vor Erregung.
„Ich meine, Vater, es muß etwas Wahres an der Geschichte sein. So was saugt man sich nicht aus den Fingern."
„Wozu auch?" warf Merten ein. „Was hatte ich denn davon. Ihnen ein Märchen aufzubinden?!"
Er zuckte die Achseln.
„Mir liegt daran, zu Geld zu kommen — die Gelegenheit ist heutzutage sehr karg, und man muß sie nützen, wenn sie sich bietet. Erst beabsichtigte ich, das Geschäft allein zu machen, aber die Taler sind wieder zu Ihnen zurückgekehrt."
Er bekannte offen:
«Ich wollte allerdings versuchen, die Taler nochmals in meinen Besitz zu bringen. Aber dergleichen ist immer ein Risiko, und wenn's wahrscheinlich auch gelungen wäre, hätte ich weiterhin noch sehr schwere Arbeit. Außerdem liegt alles weit zurück — wer weiß, ob man noch was findet."
„Was findet?" fragte Donata. „Mann, reden Sie doch nicht so gewunden, daraus wird ja kein Mensch klug."
„Sollen Sie ja auch nicht, Fräulein Olden, ehe mir Ihr Vater das Versprechen gegeben hat, die Polizei aus dem Spiel zu lassen und mir fünftausend Mark zu geben, wenn er durch mich zu so viel kommt, daß die Summe dagegen gar nicht mehr besonders hoch erscheint."
Werner Olden nickte. Er spürte auch Erregung. Bis in die Fingerspitzen spürte er sie.
«Also gut, ich verspreche Ihnen, die Polizei aus dem Spiel zu lassen — und so weiter. Ich werde mein Wort bestimmt halten, auch ..."
Er brach ab, und der anhere ergänzte lächelnd:
„Auch einem Gauner gegenüber — wollten Sie wahrscheinlich sagen. Doch gut — ich habe Ihr Wort. Also, Herr Olden, ich kann Ihnen das Rätsel der Taler lösen. Als Großvater nämlich etwas kindisch wurde, verriet er mir ein paar Tage vor feinem Tod, auf welche Weife man die Inschriften der Taler lesen müsse, um Sinn hineinzubringen, und verriet mir auch, daß sein Auftraggeber ein reicher Bornheimer gewesen, ein Juwelenhändler namens Olden, der eine Mordswut auf feine schöne, junge Frau gehabt, die er auf sonderbare Weise enterbt hätte.
Die Jungens werden tm 30-Kilometer-Straßen« fahren, im Einer- und Zweier-Kunstfahren um die Siegespalme streiten, wahrend die Mädels versuchen werden, im Wander- und Reigenfahren „ihren Mann" zu stehen.
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Prüfung für das Deutsche Turn - und Sportabzeichen. Am kommenden Sonntag um 8 Uhr findet in Gießen mit dem Start am Schützenhaus die letzte diesjährige Prüfung der Gruppe 5 für das Deutsche Turn- und Sportabzeichen (Radfahren über 20 Kilometer) statt.
648-km-Fernfahrt Basel—Cleve.
Die vor. 40 Jahren ausgefahrene und von Fritz Opel (Rüsselsheim) gewonnene Fernfahrt Basel— Cleve wird in diesem Jahre wieder ausgefahren. Die erste Etappe führt di» Teilnehmer, Ländermannschaften aus Deutschland, der Schweiz und Belgien, von Basel nach Rüsselsheim, der Sonntag bringt die zweite Teilstrecke von Rüsselsheim nach Cleve. Jede Nation hat zwölf Fahrer gemeldet, aus denen drei Vierer-Mannschaften gebildet werden. Deutschland ist an dem Wettbewerb mit feinen besten Amateuren vertreten, die erst vor zwei Wochen die Fernfahrt Berlin—Warschau erfolgreich überstanden haben.
SA.-Radfernfahrt
Berlin—München—Berlin.
Die im letzten Jahre mit so großem Erfolge durchgeführte SA.-Radfernfahrt Berlin—München—Ber- lin erlebt in diesem Jahre vom 18. bis 30. September ihre Wiederholung. Zum diesjährigen Wett- bewerb haben 18 Manschaften und 162 Fahrer gemeldet, darunter befindet sich auch die SA.- Standarte Offenbach (168), die im vergangenen Jahre eine der erfolgreichsten Mannschaften war. Im übrigen ist zu sagen, daß die Fahrer im Gegensatz zum Vorjahre diesmal auch Frankfurt a. M. passieren.
Fußball im Turnverein Wieseck.
wieseck III — Atten-Bufeck I 2:3.
3m ersten Spiele der diesjährigen Verbandsrunde standen sich beide Mannschaften in Wieseck gegenüber. Beide Gegner, unvollständig, ergänzten sich erst während des Spieles. Das Spiel selbst zeigte auf beiden Seiten schwache Leistungen. Durch die Ungeschicklichkeit des Ersatzhüters der Gastgeber kam Alten-Buseck bald zum Führungstreffer. Auf der Gegenseite verhinderte eine sehr stabile und harte Abwehr vorerst Erfolge. Bis Halbzeit konnten die Gäste auf 3:0 erhöhen. Nach dem Wechsel war Wieseck etwas im Vorteil und holte zwei Tore auf. Das verdiente Ausgleichstor blieb der Mannschaft versagt.
Sportverein 1928 (Harbenteich.
Garbcnteich I — Allendors I 9:2 (7:1).
3um ersten Verbandsspiel der Runde 1934/35 empfing die 1. Mannschaft des Sportvereins Garbenteich die 1. Elf von Allendorf. Beide Mann- schäften lieferten sich einen zähen, aber doch schönen Stampf, in dem sich die Elf von Garbenteich als die bessere, erwies. Besonders in der ersten Halb- zeit war sie vorzüglich und vermochten zur Pause bereits mit 7:1 Toren zu führen. Nach der Pause ließ das Spiel etwas nach, blieb aber doch stets interessant. Die Allendorfer wehrten sich bis zum Schluß sehr tapfer, sie konnten aber gegen den tech- nisch besseren Gegner nicht aufkommen. Der Schiedsrichter leitete sehr aufmerksam.
VfB. Krofdorf-Gleiberg.
Heuchelheim! — VfB. Krofdorf-Gleiberg I 3:2 (1:2).
Zum ersten Verbandsspiel weilte am Sonntag die erste Elf von Krofdorf-Gleiberg in Heuchelheim. Im Krofdorf-Gleiberger Lager war man sehr ge- spannt auf das Abschneiden des Neulings der ersten Kreisklasse gegen den vorjährigen Meister dieser Klasse. Daß Kofdorf-Gleiberg in der ersten Kreis» klasse bestehen kann, besagt das erzielte Ergebnis. Die zweite Mannschaft trat in Kinzenbach unvollständig an und mußte eine hohe Niederlage hinnehmen. Ebenfalls mußte die Jugend eine Nieder» läge in Heuchelheim hinnehmen. Resultat 5:2.
Jetzt fing Werner Olden erst an, richtig zu verstehen.
Der elegante Herr Merten lächelte.
„Als Tobias Olden in der Bornheimer Spillingsgasse gestorben war, hinterließ er außer dem Haus, das ja erfreulicherweise bis jetzt im Besitz der Familie geblieben ist, und außer dem Hausrat nichts weiter als sechs Silbertaler mit abgeschliffener Rückseite und unverständlichen Gravierungen. Seine Frau hat sich anscheinend nicht weiter um die Taler gekümmert, ebensowenig sein Sohn. Großvater hat ein bißchen geschnüffelt und gemerkt: die beiden ahnten nicht, was er vor langen Jahren auf die Rückseite der Taler hatte eingravieren müssen. Als Großvater starb, waren Sie, Herr Olden, schon lange verheiratet — Großvater starb mit neun- undneunzig Jahren. Ich habe dann manchmal hierher geäugt und gemerkt: auch Sie wußten nicht um das Geheimnis der Taler, sonst hätten Sie sich wohl nicht als schlichter Musiklehrer durchs Leben zu schlagen brauchen. Ich brachte auch heraus, daß Sie die Taler noch besaßen. Den Taler von der Uhrkette knipste ich selbst Ihnen ab im Messegedränge. In solchen Dingen bin ich nicht gerade ungeschickt. Leider nützte mir gerade der Taler wenig — auf 'hm stand nicht, wo die Hinterlassenschaft des Tobias Olden zu suchen wäre.
Um das herauszubekommen, dazu brauchte ich noch die anderen Taler. Ich tauchte vor einem halben Jahr, nachdem ich Sie hatte fortgehen sehen, als Münzensammler bei Ihrer Frau auf — natürlich in Verkleidung. Sagte dreist, ich hätte gehört. Sie hätten alte Taler zu verkaufen, und das wäre meine Spezialität. Ihre Frau erwiderte kurz: Die Taler find nicht verkäuflich! Aber ich hatte dadurch die Gewißheit erlangt: die Taler befanden sich noch in Ihrem Besitz."
Er zuckte die Achseln.
„Wozu noch weiter erzählen, Herr Olden! Jetzt bin ich gekommen, um Ihnen für eine Bagatelle, sogar erst nach Erfolg zahlbar, zu helfen, die Erbschaft anzutreten, die Ihrer Großmutter und Ihren Eltern verlorengegangen ist."
Donatas Augen blitzten.
Sie haben Vaters Wort — nun los! Jetzt haben Sie uns alles genügend und glaubhaft klingend erklärt. Wenn's nicht stimmt ober Sie sonst etwas vorhaben, müßten Sie schon ein ganz schlimmer Halunke sein."
Erich Merten lachte.
„Soraen Sie dafür, daß wir nicht gestört werden, und holen Sie Ihre fünf Taler. Den sechsten habe ich bei mir."
Da ging Donata die Taler holen, die man jetzt sorgsam aufbewahrte.
'Fortsetzung folgt.)
herumgehende Redereien riechen stark nach Bauernfängerei."
Donata, die sich bis jetzt noch nicht eingemischt hatte, rief ärgerlich:
„Redde Se doch net so viel Stuß — die Sprach is doch zur Verständigung da."
Der Besucher nickte.
„Sehr richtig! Deshalb will ich Ihnen eine kleine Geschichte aus meiner Jugend erzählen. Neunzehn war ich damals und in einer Buchhandlung am Dom angestellt, die längst nicht mehr existiert. Ich hatte einen Großvater. Ein lieber, uralter Mann war und seines Zeichens Graveur. Er verstand fein Handwerk noch im Alter wie kaum ein zweiter. Jedenfalls hatte er ein Leben voll Fleiß und Arbeit hinter sich. Meine Eltern waren früh gestorben, und ich wohnte mit dem Großvater zusammen hinter der Schmiedstube, so genannt, weil einst die Zunft der Schmiede hier ihre Zusammenkünfte ab- gehalten. Ich war ein Altstadtkind, dort in allen Gassen daheim, und noch heute fühle ich mich nur in der Altstadt wohl."
Werner Olden hatte ihn anfangs unterbrechen wollen, doch das Wort „Graveur verhinderte ihn daran. Jetzt erst war er richtig bei der Sache.
Erich Merten fuhr nach kurzer Pause fort:
«Also Großvater war ein geschickter Graveur, und die vornehmsten Bürger gaben ihm Aufträge. In wie viele Trauringe Alt-Frankfurter Patrizier hat er die Initialen eingraviert, und in wieviel Schmuck- und Silberbesteckstücke! Er hat noch als alter Mann tüchtig geschafft und erzählte mir manchmal Vorkommnisse aus seinem langen Leben, die meist mit seinem Beruf zusammenhingen. So erzählte er mir aelegentlid)- Als er noch jung war und unverheiratet gewesen, hätte er einmal einen sehr sonderbaren Kunden gehabt. Er hätte gerade beim Frühstück gesessen, als ein älterer Herr zu ihm gekommen wäre, dessen böser, harter Gesichtsausdruck ihm besonders aufgefallen fei. Der Herr brachte ihm Arbeit. Und während man sich darüber besprach, mußte mein Großvater auf Geheiß des Fremden das Zimmer verriegeln, was er nur ungern getan, weil ihm die Bitte sehr sonderbar vorkam. Der Fremde hielt sich ziemlich lange bei meinem Großvater auf, doch nachdem er gegangen, hatte Großvater die Aussicht auf eine sehr gute Einnahme. Auf feinem Schreibtisch aber lagen sechs Taler, die keinen Kurswert mehr hatten. Großvater schmunzelte noch in der Erinnerung: Eine nette und eigenartige Arbeit hatte ich bekommen. Mein Auftraggeber war allerdings ein etwas sonderbarer Herr, aber das ging mich ja schließlich nichts an!"
Erich Merten lächelte.
„So hochdeutsch wußte Großvater natürlich nicht zu reden, denn er war ein echter alter Frankfurter."
Er erhob sich.
Deutschlands Leichtathleten bestreiten im liner Poststadion ihren 28. Länderkampf. Diesmal geht es gegen Finnland, das erstmals unser Gegner ist. Ein prächtiges Rahmen wird diesen in ganz Europa mit Spannung erwarteten und verfolgten Kamps umgeben. Der Ausgang der Europameisterschaften in Turin, der beide Nationen mit gleicher Punktzahl auf den ersten Plätzen sah, hat den Kampf noch interessanter gemacht. Hier geht es endgültig um die Frage, wer die beste Leichtathletiknation Europas ist. Das Programm umfaßt neunzehn Wettbewerbe und ist auf zwei Tage verteilt. Ein deutscher Sieg ist, gemessen an den jüngsten Ergebnissen aus beiden Ländern und der Ereignisse in Turin nicht ausgeschlossen. Finnlands Leichtathleten sind zum Teil schon in Berlin eingetroffen. Die nicht an den Europameisterschaften in Turin beteiligten Athleten, die aus Finnland kommen, werden am Donnerstag erwartet.
Das Programm der Leichtathleten ist mit diesem Kampf noch nicht erschöpft. In München wird in Verbindung mit dem „Ritter - von - Epp - Gepäckmarsch" die erste deutsche Gepäckmarsch- Meisterschaft ausgetragen, zu der 4500 Meldungen abgegeben wurden, allerdings für alle im Rahmen dieser Veranstaltung zum Austrag kommenden Wettbewerbe. Ein Städtekampf Kassel—Hannover geht in Kassel in Szene, ein weiterer Städtekampf führt Nürnberg-Fürth und Regensburg in der Noris zusammen. In Köln wird die traditionelle Kölner Ring- Staffel gelaufen.
gilt es Volksgemeinschaft und Volksverbundenheit
zu pflegen. In diesem Sinne wollen wir bleiben, Dazu ein Frischauf!
was wir waren: Heimatfreunde, Vaterlandsfreunde! So wurde die Ki........ ” '
Diesem Gedanken soll Ausdruck gegeben werden V ' ______________...
burd) ein Sieg-Heil dem Führer! Ihm alle unsere Gruppe um Gruppe sammelte sich zur Heimfahl Treue! Deutschland, Deutschland über alles! Die G. T.
^n™ 3°” ejn M-- Gedenken. Wie diesen aber Fahnen hoch! So Hangs, so fangs hier in der Me DHC.-Ziele oorgeschwebt, so erfüllt den DHC.- Runde ..
Geist diese Aufgaben. In diesem Sinne werden Hei- VHC.-Bruder N i e ß ließ dies als Ansporn gelten maqpiele rote au^ das gestaltet, das VHC.-Bru- zu weiteren internen Arbeiten an der VHC.-Sache, öer N i eß geschenkt. Unsere Ausgabe besteht nicht zum Werken und Unternehmen in gemeinsamer nur im Wandern, sondern von jeher und heute noch Pflichterfüllung. — Dank denen, die geholfen, diesen


