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Die Radfahrervereine der Wetterau haben die Stra­ßenbesetzung durchgeführt und die durch Keßler- Friedbe'rg mustergültig geleitete Streckenmarkierung waren dazu angetan, dem Rennen einen glatten Verlauf zu geben. Steinmetz- Fulda und Schweitzer- Friedberg wurden als recht hoff­nungsvolle Fahrer erkannt.

Oie Siegerliste.

1. Preiß, Hrch., Germania Gießen, 3:14.45 Std.; 2. Becker, Jos. Wilh., R.-Verg. Cransberg, 3:15.00 Std.: 3. Horn, Karl, RV. Steinbach, 3:16.10 Std.: 4. Schweitzer, Heinrich, Radtourenklub Friedberg, 3:16.15 Std.; 5. Möbus, Albert, RV. 1885 Gießen, 3:17.00 Std.; 6. Schmidt, Georg, Wölfersheim, 3:18.25 Std.: 7. Göbel, Walter, RV. 1930 Rieder- Girmes, 3:19.50 Std.; 8. Sommer, Erich, RV. 1885 Gießen, 3:20.00 Std.: 9. Muhl, Emil, RV. 4885 Gießen, 3:27.40 Std.; 10. Lecke, Karl, RV. Wöl­fersheim, 3:27.42 Std.: 11. Klappert, Siegfried, RV. 1885 Gießen, 3:29.45 Std.; 12. Weber, Ewald, RV. 1885 Gießen, 3:33.45 Std.

OeuischerBergabendaufdemIeldberg.

Das Feldbergfest, das nächsten Samstag und Sonntag zum 81. Male auf der Taunushöhe be­gangen wird, ist immer schon ein Volksfest im wahrsten Sinne des Wortes gewesen. Es soll in diesem Jahre in besonderem Maße im Zeichen von Volkstum und Heimat stehen. Ein neudeut- sch^s Laienspiel:Dus Wölsungerhorn", verfaßt von Oberstudiendirektor W. Philipps (Fried­berg), dem Leiter der Fachschaft Laienspiel in der Landschaft Rheinfranken-Nassau-Hessen des Reichs­bundes Volkstum und Heimat, gelangt am Sams­tag bei Eintritt der Dunkelheit am Brunhildisfelsen zur Uraufführung. Anschließend wird im Feldberg­hof ein Deutscher Bergabend begangen, der

im Dienste von Volkstum und Heimat steht und von Fachschaftsleiter W. Philipps vorbereitet wird.

Die enge Verbundenheit der Turnerschaft mit dem Reichsbund Volkstum und Heimat wird bei dem Deutschen Bergabend zum Ausdruck kommen. Füh­rende Männer des Reichsbundes werden erwartet; ihre Anwesenheit wird dem diesjährigen Feldberg­fest eine ganz besondere Note geben. Ihr Erscheinen zugesagt haben bereits: Ministerialrat Rings- hausen (D a r m st a d t), der Führer der Land­schaft Rheinfrnnken-Nassau-Hessen, ferner Prof. Dr. S p i l g e r (Darmstadt) und Reichsdietwart Kurt Münch (Berlin), der als Vertreter der Turner­schaft, der Reichsleitung des Reichsbundes Volks­tum und Heimat angehört. Das Erscheinen dieser Männer wird von der Turnerschaft lebhaft be- grüßt.

Iugendentscheidungsspiel um den dritten Tabellenplatz.

Die Jugendmannschaften von FC.Teutonia" Watzenborn-Steinberg und Sportverein 1920 Heu­chelheim kämpfen am kommenden Samstagabend um den dritten Tabellenplatz der Jugendgruppe Gießen des Deutschen Fußball-Bundes. Beide Mann- fchaften sind pünktlich und strafpunktfrei aus den Pflichtspielen der Jugend im Spieljahr 1933/34 her­vorgegangen. Ihre Führung war mustergültig. Es märe zu wünschen, daß dem Spiel dieser Mann­schaften etwas mehr Beachtung geschenkt würde, als es bisher geschah, denn gerade die Jugend ist es, die sportlich gefördert werden sollte. Spielerisch stehen beide Mannschaften auf beachtlicher Stufe. Ueber den Spielausgang kann man nichts voraus­sagen, man sollte Heuchelheim ein Plus zusprechen, da es der Jugendmannschaft am vergangenen Sonn­tag gelungen ist, Watzenborn-Steinberg mit 5:0- Toren abzufertigen. Das Spiel leitet der Jugend­gruppenführer der Gruppe Gießen.

Wirtschaft.

OerdeutscheAußenhandekimMail934

42 Millionen Reichsmark Einfuhrüberschuß.

Nach den soeben zur Veröffentlichung gelangen­den Außenhandelsziffern für den Monat Mai be­trug die Einfuhr 379,6 Millionen Mark gegen 398,2 Millionen Mark im April. Der Rückgang um fast 5 v. H. ist ausschließlich mengenmäßig bedingt. Der gewogene Einfuhrdurchschnittswert hat sich auf dem Stand des Vormonats gehalten. An der Ver­minderung der Gesamteinfuhr, die im ganzen der jahreszeitlichen Tendenz entspricht, sind alle Hauptwarengruppen beteiligt. Aus­schlaggebend war jedoch die Entwicklung der Roh­stoffeinfuhr, die zum erstenmal seit November v. I. wieder abgenommen hat. Sie ging von 253 Mil­lionen im Vormonat auf 240 Millionen Mark zu­rück. Es ist vor allem die Einfuhr von Wolle so­wie in geringerem Umfang die Einfuhr von Flachs, Hanf, Jute und Oelfrüchten zurückgegangen. Bei den übrigen Rohstoffen, insbesondere auch bei sol­chen, für die Einkaufsverbote erlassen sind, sind nennenswerte Rückgänge nicht eingetreten. Die Einfuhr von Lebensmitteln und Getränken er­mäßigte sich von 79 Millionen Mark im Vormonat auf 75,8 Millionen Mark und die von fertigen Waren von 63,3 auf 61,5 Millionen Mark. An dem Rückgang der Lebensmitteleinfuhr war aus saison­mäßigen Gründen die Einfuhr von Südfrüchten und von Fischen und Fischzubereitungen beteiligt.

Die Ausfuhr stieg von 315,8 Millionen Mark im Vormonat auf 337,4 Millionen Mark, also um fast 7 v. H. Die Zunahme beruht im wesentlichen auf einer Steigerung der Ausfuhrmengen. Bei den Fertigwaren waren die Durchschnittswerte weiter­hin rückläufig, ein Ausgleich wurde jedoch durch erhöhte Durchschnittswerte bei der Ausfuhr von Rohstoffen und Lebensmitteln herbeigeführt. Die Steigerung der Ausfuhr entfällt lediglich auf fertige Waren, deren Ausfuhr von 239,5 im Vormonat auf 265 Millionen Mark stieg. Wahrscheinlich ist, daß die Steigerung im Mai wenigstens teilweise jahres­zeitlicher Natur ist. Darüber hinaus ist die Zu­nahme vermutlich als eine Rückwirkung auf den starken Rückschlag im April zu betrachten. An der Steigerung der Fertigwarenausfuhr sind in erster Linie Maschinen (+ 6,6 Millionen Mark), chemische und pharmazeutische Erzeugnisse (+ 5,9 Millionen Mark), Textilfertigwaren (+ 3,3 Millionen Mark), Eisenerzeugnisse (+ 3 Millionen Mark), Papier und Papierwaren (+ 1,3 Millionen Mark) beteiligt. Die Rohstoffausfuhr ging von 65,7 auf 61,1 Millionen Mark zurück. Die Verminderung entfällt in der Hauptsache auf schwefelsaures Ammoniak (1,7 Millionen Mark) und nichtölhaltige Sämereien (1,1 Millionen Mark).

Die Handelsbilanz schließt demnach im Mai mit einem Einfuhrüberschuß von 42 Millionen Mark gegenüber 82 Millionen Mark im April. Im Mai des vergangenen Jahres betrug der Ausfuhrüber­schuß noch 89 Millionen Mark. Für die ersten fünf

Monate des Jahres 1934 beträgt nunmehr der Ein­fuhrüberschuß rund 178 Millionen Mark. An Gold und Silber wurden in den ersten fünf Monaten 1934 234 Millionen Mark mehr aus- als eingeführt.

Generalversammlungen der Edeka- Zentraigenoffenschaften.

Die diesjährigen ordentlichen Generalversamm­lungen der Edeka-Zentralgenossenschaften fanden im Anschluß an den Rostocker Edeka-Verbandstag am 12. Juni in Warnemünde statt. Die Edekazentrale e. G. m. b. H. konnte nach dem Bericht ihres ge- schäfisführenden Vorstandsmitgliedes, Direktor Otto Jlchmann (Berlin), im Jahre 1933 ihren Gesamt­umsatz gegenüber dem Vorjahre um rund 1 Mil­lion Reichsmark auf insgesamt 143 511308 RM. st e i g e r n. An diesem Umsatz hatten Anteil: Paket- Artikel aller Art mit 53 433 339 RM., Stapelwaren mit 28106 814 RM., Zucker und Landesprodukte usw. mit 47 202 762 RM., Import-Artikel mit 9 946 136 RM., Edeka-Markenartikel mit 4 822 257 Reichsmark. Der relativ geringe Anteil der Import- Artikel am Gesamtumsatz zeigt das Bestreben der Edekazentrale nach intensiver Absatzförderung der Produkte deutscher Scholle und deutscher Verarbei­tung. Der Generalunkostensatz konnte auf 1,32 v. H. gehalten werden.

Die Edekabank e. G. m. b. H. hatte nach dem Bericht ihres geschäftsführenden Vorstandsmitglieds, Fritz Godau (Berlin), 1933 eine Umsatzsteigerung von 991,3 Millionen RM. auf 1 093,5 Millionen Reichsmark. Die Gesamtgarantien stellten sich Ende 1933 auf über 6,66 Millionen RM. Das Sparkassen­geschäft zeigte Ende 1933 einen Spareinlagenstand von 16,8 Millionen RM. gegenüber 17,5 Millionen Reichsmark im Vorjahre. Die Liquidität der Edeka­bank ist günstig. Eine bedeutsame Funktion erfüllt die Edekabank in enger Verbindung mit der Spar­und Arbeitsgemeinschaft der Jungkaufleute, einer Zweigorganisation innerhalb des Edeka-Verbandes, in der selbständige Kaufleute, Kaufmannslehrlinge und -gehilfen sowie die Beauftragten der Edekabank Zusammenarbeiten, um eine Finanzierung des kauf­männischen Nachwuchses mit dem Ziele seiner Selb- ständigmachung vorzubereiten.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 13. Juni. Die Börse war aus allen Marktgebieten fester und bas Geschäft wies eine deutliche Belebung auf, da von der Kund­schaft zahlreiche Kleinaufträge vorlagen und auch die Kulisse sich mit Deckungen und Meinungskäufen anschloß. Das Hauptgeschäft hatte der Aktienmarkt, während Rentenwerte ziemlich vernachlässigt und meist nur knapp gehalten waren. Bei der Neu­besitzanleihe vermißte man weiterhin eine Markt­regulierung, der erste Kurs wurde hier 22,92 (22,95), während in Berlin ein solcher von 23 v. H. notiert wurde. Altbesitz und Stahlverein-Bonds lagen je 0,13 v. H. niedriger, «späte Reichsschuldbuchfovderun-

gen eine Nuance höher. Fest tendierten Reichsbahn- VA. mit plus 0,75 v. H. bei größeren Umsätzen. Angesichts der öffentlichen Konversionsbemühungen, tauchte erneut die schon früher erörterte Frage, wie der Zinsfuß ermäßigt werden kann, auf. Der Rückzahlungskurs errechnet sich eben mit 120 v. H., die heutige Notiz lautete 111 v. H. Für den Aktien­markt stimulierten einige günstige Jndustrieab- schlüsse. Mit Interesse erwartet man auch die Aus­führungen des Zentralausschusses der Reichsbank, der offenbar zu Besprechung der Transfer- und Devisenlage für morgen Vormittag einberufen worden ist. Farbenindustrie waren zu 146 (145) etwas lebhafter. Deutsche Erdöl dagegen 1,25 v. H. schwächer. Elektrowerte überwiegend vo 1 bis 1,50 v. H. fester, nur AEG. um 0,75 o. H. nachgebend. Montanaktien gewannen durchschnittlich 0,25 bis 0,75 v. H. Lebhafter waren Kohlenwerte, wie Har- pener (plus 2,25 v. H.) und Ilse Genuß (plus 2,50 v. H.). Schiffahrtsaktien zogen erneut bis 0,40 v. H. an, Allg. Lokal und Kraft gewannen 2,25 v. H. Gut erholt waren Conti Gummi plus 3,25 v. H. Linoleum-, Zellstoff- und Cementwerte lagen von 0,50 bis 1 v. H. fester, wogegen Autoaktien weiter nachgaben, Daimler minus 0,25, Adlerwerke minus 0,50 v. H.

In der zweiten Börsenstunde ließ das Geschäft etwas nach und die Kurse bröckelten überwiegend leicht ab. Farben stellten sich auf 145,50. Daimler Motoren gingen bis auf 48,50 (minus 1 v. H.) zu­rück. Sehr fest lagen Rheinische Braunkohlen mit 244,50 bis 248 (gestern 241,50). Höher waren noch­mals Cement Heidelberg (plus 0,50 v. H.)' und Schiffahrtswerte (plus 0,25 v. H.). Der Renten­markt lag auch später sehr still. Neubesitz waren behauptet, Altbesitz 0,13 v. H. niedriger. Weiter fest lagen Reichsbahn-DA. mit 111,25 bei lebhaftem Geschäft. Pfandbriefe und Stadtanleihen lagen un­einheitlich bei kleinen Abweichungen. Don Aus­landaktien und -Renten gaben sämtliche schweizeri­schen Werte nach, auch Anatolier verloren 0.75 v. H., während Türken Bagdad 0,50 v. H. und Mexikaner bis zu 0,13 v. H. anzogen. Tagesgeld blieb zu 3,25 o. H. unverändert.

Frankfurter Abendbörse fester.

Frankfurt a. M., 13. Juni. Die Abendbörse zeigte nach dem leichten Rückgang im Mittagsschluß- verkehr wieder eine festere Tendenz. Die Umsätze nahmen allerdings im Hinblick auf die morgige Sitzung des Zentral-Ausfchufses der Reichsbank kein größeres Ausmaß an, lediglich einige Spezial­papiere waren lebhafter-. Im Vordergrund des Interesses stand der Aktienmarkt, an dem u. a. Farben 1 v. H., Gesfürel 0,75 v. H., Bemberg 1 v. H. gewannen. Auch Montan- und Elektroaktien sowie Schiffahrts- und Zellstoffpapiere und einige Neben­werte zeigten gegen den Berliner Schluß Befesti­gungen von 0,50 bis 1 v. H. Schwach waren da­gegen Deutsche Erdöl, die auf den enttäuschenden Abschluß von nur wieder 4 v. H. Dividende um 4 v. H. auf 118 zurückgingen; man hatte fast all­

gemein mindestens. 5 v. H. erwartet. Auch Elektr. Lieferungen setzten ihre Abwärtsbewegung auf Dividendenbefürchtungen gegen den Berliner Schluß um 2 v. Sy, gegen Frankfurt um 6 v. H., fort. Im Verlaufe und bis zum Schluß blieb die Börse fest.

Am Rentenmarkt war das Hauptgeschäft in Reichsbahn-VA., die 0,50 o. H. gewannen und im freien Markt bei lebhaftem Geschäft bis auf 111,90 v. H. stiegen. Neubesitz waren ruhiger, Altbesitz nach unverändertem Beginn im Verlaufe um 0,25 v. H. erhöht. Am Auslandsrentenmarkt setzten Schweiz. Bundesbahnen ihre Abschwächung fort: 4 o. H. 160 (163), 3,50 v. H. 150 (152,50), ferner waren neue 7,50 d. Sy Türken im Freiverkehr niedriger: I.Tran- che 100,50 (102), II. 96 (97), III. 97 (98). U. a. notierten: Neubefitz 22,97V-', Altbesitz 93,75 bis 94, 6 v. Sy Stahlverein 74, Reichsbank 154, Gelsen­kirchen 63,75, Harpener 103, Klöckner 71,50, Man­nesmann 68, Phönix 50,25, Rhein. Braunkohlen 248, Stahlverein 43,25, AKU. 63, Bekula 136,50, Bembera 71,50, Chade 187,50, Deutsche Erdöl 118, Elektr. Lieferungen 83, IG. Farben 145,50 bis 146, Gesfürel 103,50 bis 104,25, Metallgesellschaft 84,75, Schuckert 92,50, Siemens 143, Zellstoff Aschaffen­burg 46,75, Reichsbahn-VA. 111,65, Hapag 28,50, Norddeutscher Lloyd 34,90.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 13. Juni. Der Markt zeigte eine weiter feste Haltung, insbesondere Futter­mittel aller Sorten zogen weiter im Preise an. Das Angebot blieb sehr knapp, aber auch die Nachfrage ist zu den hohen Preisen zögernder geworden. Im­merhin besteht noch guter Bedarf. Von Brotfrucht blieben Roggen knapp und gesucht, Weizen lag ruhiger. Am Mehlmarkt beschränkt sich das Ge­schäft nur auf die Deckung des notwendigsten Be­darfs. Es notierten: Weizen 207, Roggen 183 bis 185, Hafer 187,50, Weizenmehr Type 563 Fest­preisgebiet W X 28,90 plus 50 Pf. Frachtausgleich, do. Festpreisgebiet W VII 28,60 plus 50 Pf. Fracht­ausgleich, Roggenmehl Type 610 Festpreisgebiet R VIII und R VI je 25,25 plus 50 Pf. Frachtaus- gleich, Weizenmehl IV B 16,25 bis 16,50, Weizen­nachmehl 15,75, Weizenfuttermehl 11,75, Weizen­kleie fein 10,75, mittel, grob 11,15, Roggennach­mehl 16,50, Roggenfuttermehl 12,25, Roggenkleie 11,50, Soyafchrot 16,40, Palmkuchen 15,10, Erd­nußkuchen 17,90, Treber 15 bis 15,25, Trocken­schnitzel 11,65 bis 11,85, Heu, Weizen- und Rog­genstroh drahtgepreht oder gebündelt 2,30' Mark. Tendenz: fest.

Frankfurter SchlachtvieHmarkt.

Frankfurt a. M., 14. Juni. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 123 Rinder (32 Ochsen, 12 Bullen, 31 Kühe, 48 Färsen), 1092 Kälber, 105 Schafe (darunter 56 Hämmel), 636 Schweine. Es kosteten: Kälber 26 bis 50 Mark, Hämmel 32 bis 36, Schafe 24 bis 35, Schweine 35 bis 41 Mark. Marktverlauf bei allen Vichgattungen ruhig.

Die erste Verordnung über den Verkehr mit Schlachtvieh.

Die erste Verordnung über den Verkehr mit Schlachtvieh vom 9. Juni 1934 beschränkt sich auf die Ordnung der größeren Schlachtviehmärkte, die den Beschränkungen nach dem Gesetz über den Ver­kehr mit Tieren und tierischen Erzeugnissen vom 23. März 1934 bereits unterliegen oder künftig unterworfen werden. Aehnlich wie bei der Eier­regelung werden an den größeren Schlachtvieh­märkten die Verkäufer und Verkaufsoermittler von Schlachtviel sowie die Käufer, insbesondere die Schlachter, zu einer Marktvereinigung für Schlachtviehverwertung zufammen- geschlossen, deren Befugnisse der Vorsitzende der Marktvereinigung ausübt. Er kann insbesondere

1. vorschreiben, daß die Mitglieder der Käufer­gruppe ihren voraussichtlichen Bedarf an Schlachtvieh gemäß feiner näheren Anord­nung zu melden und Schlachtvieh im Rah­men des angemeldeten Bedarfs abzunehmen haben,

2. vorschreiben, wieviel Tiere die Mitglieder der Verkäufergruppe zum Schlachtoiehmarkt bringen dürfen, und

3. die Verrechnung und Bezahlung der Schlacht­viehlieferungen regeln.

Die Marktoereinigungen an den Schlachtvieh­märkten, die im Gebiet eines Milchwirtschaftsver­bandes liegen, find zu Bezirksvereinigungen für Schlachtviehverwertung zusammengeschlossen.

Zur Sicherstellung einer einheitlichen Leitung sind die Bezirksvereinigungen zu einer Hauptvereini­gung für Schlachtviehverwertung zusammengeschlof- sen. Bei ihr liegt das Schwergewicht der künftigen Gestaltung der Schlachtoiehmärkte. Ihr Vorsitzender kann deshalb den Bezirks- und Marktvereinigungen bindende Weisungen erteilen. Es war notwendig,

neben der Marktvereinigung noch Marktbe­auftragte mit entsprechenden Befugnissen vor­zusehen. Die Vorsitzenden der Marktvereinigungen sind zugleich Marktbeauftragte. Ebenso sind die Vorsitzenden der Bezirksvereinigungen zugleich Be­zirksbeauftragte. Der Vorsitzende der Hauptvereini- gung kann den Bezirks- und Marktbeauftragten Weisungen erteilen.

Der Reichskommissar für die Vieh-, Milch- und Fettwirtschaft erhält die Befugnis, mit Zustimmung des Reichsministers für Ernährung und Land­wirtschaft

Preise und Preisspannen für Schlachtvieh und Schlachivieherzeugnisse festzusehen.

Soweit keine Preise festgesetzt werden, erfolgt die Feststellung an den Schlachtviehmärkten durch die Marktbeauftragten nach Anhörung eines Preisfest- stellungsausschusses.

Zur Beseitigung der ungeregelten Verhältnisse an den Schlachtviehmärkten mußte ferner dafür ge­sorgt werden, daß künftig nur zuverlässige Verkäufer und V e r k a u f s v e r m i t t l e r von Vieh tätig sein können. Diese bedürfen nun­mehr einer Zulassung zum Schlachtviehmarkt. Die an den Schlachtviehmärkten bereits tätigen Ver­käufer gelten weiter als zugelassen; ihre Zulassung kann aber widerrufen werden.

Die Verordnung tritt erst am 1. 21 uguft in Kraft, um ausreichend Zeit für die Errich­tung der neuen Organe zu haben. Da sich die Not­wendigkeit zu baldigen Eingriffen ergeben kann, hat der Reichskommissar bis zur Bestellung der Organe der Bezirks- und Marktoereinigungen um­fassende Vollmachten erhalten.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt velchlossenen Dtoidende an. Relchsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. Sy

Franktur! a. 2)1

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß fur<

Schlußk. Mittog- börse

Datum

12-6. |

13.6-

12-6.

13.6.

% Deutsche Retchsanlethe v. 1927

96,4

96,4

96,75

96,9

6% ehem.7°/o Dl. Reichsanl. v. 1929

99,6

99,5

99,7

99,7

5y*% Doung-Anlelhe von 1930 ..

91,65

90,75

91

90,75

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

93,75

AuSlos.-Rechten .............

94

93,75

93,9

DeSgl. ohne Auslos.-Reckite......

22,95

22,975

23

23

6% cbem.8% Hess. Dolksstaat 1929

92,5

92,5

(rückzahlb. 102%) ...........

92,5

92

6% Hess. Landesbank Darmstadt

Gold R. 12.................

90,5

90,75

90,25

90,5

6%% Hess. Landes-Hypotheken­bank Darmstadt Ctqul........

89

89

Oberhessen Provinz-Anleihs mit

95,5

95,5

Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An-

94,25

leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

94

94

94

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank

90,5

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

90,25

90,25

90,25

1% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank

Goldpse. 16 unkündbar bis 1936

90

90,25

*

6y*% ehem. iya% Franks. Hyp^ Bank-Ltqu.-Pfandbriese......

88,75

89

Wi°/0 ehem. 4/t% Rheinische

Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpse.....

90,5

90

6% ehem. 8% Pr. Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

94

94

94

6% ehem. 7% Pr. LandeSpfand-

briefanstalt, Pfandbriefe R. 10

94

94

94

94

Steuergutsch. Verrechnungskurs.

99,8

99,9

99,8

99,9

4% Oesterrelchlsche Goldrente...

28

_

27,6

_

4,20% Oesterreichtsche Silberrente

1,1

1,1

1,1

1,2

4% Ungarische Goldrente .......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

8,25

8,13

8,25

8,1

7,5

7,5

7,5

7,45

4y,% desgl. von 1913.........

7,5

7,65

7,6

7,6

6% abgest. Goldmexikaner von 99

8,75

8,75

8,9

8,9

4% Türkische Zollanlethe von 1911

7,25

7,75

4% Türkische Baqdadbahn-Anleihe

7,1

7,6

8

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Miltag- börse

Datum

12-6-

13.6-

12.6.

13.6.

4% bcftfll. Serie 11 .............

5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4y,%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente ..

8^% Anatolier ...............

vamvurg-Ämertka-Pakei ..... O

Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Hansa-Dampsschifs .......O

Norddeutscher Lloyd .......o

öl.®, für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz- und Privat-Bank .. . O Deutsche Bank und SD ts conto-

Gesellschaft................ 0

Dresdner Bank..............o

Reichsbank ..................

A-C.G.......................

Bekula................ Q

Elektr. LteferungSgesellschaft... 6 Licht und Kraft g

Felten & Guilleaume ......... o

GeseUsch.f.Elekkr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ....... 6

Schuckert S Co.............ß

Siemens L Halske........... ?

Labmeyer L Co............. io

Buderus .......... o

Deutsche Erdbk ...............

Gelsenkirchener..............0

Harpener ..................0

Hoesch EisenAVIn-Reuesseo .. O

Ilse Bergbau ............... 6

Ilse Bergbau Genüsse........6

Klöcknerwerke .......... O

Kann-Swann-Röhren........O

7,2

4,65

3,85

36,25

29

-

34,9

65

87,5

52,75

59,5

64,5

154

26,65

137,5

92,5

109

63,13

102

100

91,25

141,5

118

76,5

123,25

64

101,5

123

71,25 68

7,75

4,5 7

3,95 35,5

28,5

34,9

64,5

87,5

52,25

59,13

64,5 154

25

136,5

83

108,5

63,75

104,25

100,75

92,5 143 120

77 118

63,75 103

159

125

71,5 68

7,75

4,25

7,05

3,9

35,9

28,75

25

35

65,25

88

52,75

59,5

64,5

154,9

27

137,5

93

108,5

62,65

102

100,5

91,75

141,5

118.5

76,75

122,75

63,5

101,4

75,25

156,75

124,5

71,25

67,65

8,25 4,25

7 3,85 35,5

28 26,5

34,4

64,25

88 52,25

59,13 64,5

154,5

24,75

136,13

85 108,5 62,9 103,65 100,75 92,75 142,5 119,65

76,65 121

63,25 103,75

75,5 159,5 124,4

71

1 67,65

1

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß« lurs

Schlußk. Mina^ börse

Datum

12.6

13.6.

12-6-

13-6.

Mansselder Bergbau ..

0

77,5

77

77,9

77

Kokswerke ...........

e e e e e e

0

99,65

99,9

Phönix Bergbau......

0

50

50,25

50

49,75

Rheinische Braunkohlen

LO

241,5

248

240,75

248,25

Rhetnstahl .......

O

98,25

97,65

97,75

Bereinigte Stahlwerke.

O

44

43,25

43,25

42,9

Otavi Minen .......

O

15,25

15

14,75

15

Kaliwerke Aschersleben.

.......

b

117,5

119,5

118,5

119,25

Kaliwerke Westeregeln.

5

118,5

122

120

121,5

Kaliwerke Salzdetfurth

.....1Yi

156

156

156

158,5

I. G. Farben-Jnvustrie

7

145

146

145

145

Scheideanstalt........

9

201,5

203

Goldschmidt .........

O

67

68,5

67

67,4

RütgerSwerke ........

O

41,25

40,75

41,25

40,75

Metallgesell schäft......

0

83,5

84,75

84

85

Phtltpv Holz mann ....

O

62,5

61,5

63

61,9

Zementwerk Heidelberg Zementwerk Karlstadt..

0

105

126

106,5

126,25

=

-

Schultheis Patzenhoser

0

108,13

108,13

Aku (öniflcmetne Kunstseide) ..

0

63,75

63

63,13

63,25

Bemberg............

0

71,25

71,5

71

70,5

Zellstoff Waldhof .....

0

49,5

49,5

49,25

49,5

Zellstoff Aschaffenburg

0

46

46,75

46,5

46

Dessauer Gas ......

7

128,75

131,75

Daimler Motoren.....

O

49,5

48

49,65

48,5

Deutsche Linoleum ....

.......

0

64

64,65

64,5

64,75

Oren stein & Koppel ...

0

64,4

65

Leonhard Tietz.......

0

21

21

21,4

20,13

Thade ...............

10

193,5

187,5

195,75

188

Lerumulatoren-Fabrü.

0

180

181

179,5

182

Tonlt^Guwwt........

0

135

138,75

135,25

138,75

Gritzner.............

0

-

23,5

Mainkraftwerke Höchst a.M-..

4

72

72

Süddeutscher Zucker ..

8

I 179,5

1 180

I 179

181

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. Hl.

12-Juni

13-Juni

Amtliche Dotierung c^eld | Brie

Amtliche .Notierung

Geld | Brie

Buenos Aires Brüssel.....

Rio de Jan. . Sofia ......

Kopenhagen. Danzig.....

London .....

Heljingfors.. Paris ......

Holland .... Italien.....

Japan......

Jugoslawien

Oslo..... :

Wien.......

Lissabon.... Stockholm... Schweiz ....

Spanien....

Prag.......

Budapest ...

Neuyork...

0,607

58,57 0,159

3,047

56,54

81,60

12,665

5,604

16,50

169,73

21,64 0,751

5,664

63,66

47,95

11,53

65,33

81,42

34,32

10,44

2,505

0,611

58,69 0,161

3,053

56,66

81,76

12,695

5,616

16,54

170,07

21,68 0,753

5,676

63 78

43,05

11,55

63,47

81,58

34,38

10,46

2,511

0,610 58,55

0,159

3,047 56,34

81,60

12,615

5,594 16,50

169,73

21,61 0,751

5,664

63,44 47,95

11,49 65,08

81,38 34,29

10,44

2,507

0,614 58,67 0,161

3,053 56,46

81,76

12,645 5,606 16,54

170,07 21,65 0,753 5,676 63,56 48,05

11,51

65,22 81,54

34,35 10,46

2,513

Banknoten.

Berlin, 13-Juni

Geld

Brief

Amerikanische Roten..............

2,46

2,48

Belgische Roten..................

58,39

58,63

Dänische Noten .................

56,19

56,41

12,57

12,63

Französische Noten...............

16,46

16,52

169 3]

1£<L99

2i ,57

Norwegische Noten ..............

63*27

63,53

Deutsch Oesterreich, t 1OO Schilling

Rumänische Noten..............

Schwedische Noten............

64,92

65,18

§1,52

Ungarische 9tote»**««

34,15

34,29