Schimpf und Schande zugrunde gehen. Nur wer im unerschütterlichen Glauben an Deutschlands Zukunft pflichttreu kämpfend mitwirkt und schafft an der Umgestaltung unseres Vaterlandes, hat An- jpruct; darauf, ein wertvolles Glied der Volks^e- meinjchaft zu sein und den Schutz und die Segnungen des neuen Staates zu genießen. Was an staatsbürgerlicher Gesinnung der Soldatenkönig einst in unserem Volke erweckt und Friedrich der Große zur Entfaltung und Entwicklung gebracht hat, soll nun im dritten Reich zur Reife gelangen.
Aus parteiamtlichen Bekanntmachungen
Der RSLV. des Kreises Gießen teilt mit, daß der Schulungsabend der Ortsgruppen- Schulungsobleute am morgigen Freitag, 19 Uhr, im Hotel Hopfelü, Wetzlarer Weg, stattfindet.
Die Ortsgruppe Gießen-Mitte der NS. - Frauen fchaft hält ihren Ortsgruppen» abend (mit Lichtbilder-Dortrag) am heutigen Donnerstag, 20.15 Uhr, im Botanischen Institut, Brandplatz ab.
NSLB., Kreis Gießen.
Geschichtliche Fachschaft.
Heute, Donnerstag, nachmittag 5 Uhr, im Semi- narzimmer der Oberrealschule.
Dr. K. Glöckner.
Elternabend der Hitler-Jugend.
Die Hitlerjugend ruft!
„Darf ich Ihnen vielleicht ein Programm zu unserem Elternabend verkaufen?", oder „Nehmen Sie doch bitte ein Programm und kommen Sie zu unserem Elternabend!" Mit diesen Worten kommen dieser Tage die Jungens der Hitlerjugend zu Ihnen, um Sie zu bitten, durch den Kauf eines Programms zum Elternabend (Samstag, 16. Juni, im Caf6 Leib) zu kommen. Wir Jungens in der Hitlerjugend, wir fühlen das Bedürfnis, vor unseren lieben Eltern einmal zu zeigen, was bei uns eigentlich alles gemacht wird, was wir außer dem Marschieren und Exerzieren noch alles können. Und, meine lieben Eltern, freut Euch auf diesen Abend! Ihr werdet Eure helle Freude daran haben, wie die Jungens fingen: die altdeutschen Lieder und die neuen Lieder in mehrstimmigen Sätzen. Ihr hört ferner den Musikzug des Unter« bannes einige flotte Märsche spielen. Am Schluß des Abends wird ein kleines Laienspiel zur Aufführung gelangen. Und nun noch eine Ueber- raschung für Euch: „Die große Verlosung!" Kurzum: Ein reichhaltiges Programm haben wir zu- sammengestellt, um Euch die Sorge des Alltags für wenige Stunden abzunehmen.
Und nun kommt doch zu uns und seid auch einmal unter uns! Schickt die Jungens, die zu Euch kommen, um Euch ein Programm zu verkaufen, nicht weg, sondern nehmt freudig! Wir freuen uns dann auch.
Heil Hitler!
Der Führer des Unterbannes 1/116. gez. Clarins, Scharführer.
Ausgepaßt Hitlerjungs!
Wie ihr wißt, findet am letzten Sonntag im August der große Gebietsaufmarsch des Gebiets 13 in Frankfurt a. M. statt. Dieser Aufmarsch soll nicht nur Tausende und aber Tausende deutscher Jungen im Gleichschritt durch die Straßen marschieren sehen, sondern es soll auch einen Ueberblick über das politisch-kulturelle Wirken der Hitler-Jugend geben.
Deshalb ist der Aufmarsch verbunden mit einer großen Ausstellung,
auf der alle Arbeitsgebiete der HI., auf der sie tätig ist, gezeigt werden. Ganz besonders soll auf dieser Ausstellung das künstlerische und handwerkliche Schaffen der HI. zum Ausdruck kommen.
In einem besonderen Wettbewerb werden die besten Leistungen ausgezeichnet und vom Gebiet 13 mit Preisen versehen werden. Für diesen Wettbewerb kommen in Frage: Zeichnungen, Karikaturen, Plakatentwürfe, Bastelarbeiten, Plastiken, kunstgewerbliche Arbeiten, architektonische Entwürfe, neue Lieder, Photographien usw., die ein Spiegelbild vermitteln aus der Kampfzeit, den Monaten des Durchbruchs.
Alle Arbeiten sollen eine lebendige Schau des Schaffens der jungen revolutionären Generation, ein Wegweiser ihrer kommenden Arbeit sein.
An euch, deutsche Jungens in der Hitler-Jugend, ergeht nun der Ruf, beteiligt euch an diesem Wettbewerb, zeigt, was in euch steckt, schafft eurem vielleicht noch ungewissen Sehnen nach neuer deutscher Kunst und neuen Begriffen Luft!
Die Arbeiten werden direkt an die Abteilung 8 des Gebietes Hessen-Nassau, Wiesbaden, Uhland- strahe, gesandt.
Alle eure Arbeiten sollen folgende Angaben tragen: Genaue Anschrift, des Urhebers und was die Arbeit darstellen soll.
Wir machen hiermit nochmals ganz besonders darauf aufmerksam, daß sich jeder Hitler-Junge an diesem Wettbewerb beteiligen kann. Unkosten entstehen für ihn nicht, ganz im Gegenteil!
Ans Werk!
Heil Hitler!
Der Führer des Bannes 116: Otto Häuser. Der Bannschulungsleiter: Willi Hanke.
NG Gemeinschast,,KraftdurchHreude" Der Groß-Fluglag in Wiesbaden. Freiflüge werden verlost.
Am Sonntag, 24. Juni, wartet „Kraft durch Freude" in Wiesbaden mit einer großartigen Leistung auf. Auf dem Flugplatz von Mainz-Wiesbaden in Erbenheim wird ein Groß-Fluglag veranstaltet, der alles, was im Flugwesen sehenswürdig ist, vorn Segelflug bis zum vollendeten Kunstflug, zeigen wird. Bei dieser Gelegenheit wird die Landesstelle des Luftschutzbundes alle Register ihrer noch so unbekannten Kunst aufziehen und dem Publikum alle erdenklichen Luftschutzübungen vorführen. Am Abend wird ein rheinisches Volksfest steigen, das jung und alt fröhlich Zusammenhalten wird.
Was „Kraft durch Freude" veranstaltet, ist volkstümlich. Jeder kann und soll hieran teilnehmen, deshalb sind die Preise auf 40 Pf. für Schaffende und 20 Pf. für Erwerbslose festgesetzt. Sonderzüge werden unsere Mitglieder aus allen Kreisen des Gaues nach Wiesbaden führen, wo vormittags zu Ehren unserer Kameraden ein großes Konzert mit Besichtigung des Kurhauses gegeben wird. Alles ist auf Preiswürdigkeit eingestellt. Ein Mittagessen wird sogar für 20 Pf. zu haben sein. Also fährt alles nach Wiesbaden per Flugzeug, per Bahn, per Omnibus! Eintritts- und Fahrkarten sind bei den Kreiswarten und Betriebswarten von „Kraft durch Freude" zu haben. Fahrpreis Gießen—Wiesbaden und zurück nur 3,70 Mark. Anmeldung bis spätestens Samstag.
Die nächsten Aufgaben derAS.-Dolkswohlfchrl.
Kinderlandverschickung, Echadenverhütung.
Am 15. Juni wird der erste Kinderferien- zug der NSV. aus Hessen-Nassau nach Oberschlesien gehen. Damit beginnt ein großzügiger Ferienaustauschdienst zwischen Ost und West. Im Juli und August werden bann weitere Ferientransporte nach Nordschlesien gehen; Nord- schleswiger Kinder werden dafür auf vier bis sechs Wochen in unserem Gau ihre Ferienerholung finden. Sieben Sonderzüge werden dem Austausch- dienst mit Thüringen und Westfalen dienen. Kreuz und quer werden die Ferienkinder in Deutschland ausgetauscht. Neben der Erholung wird dieser Austauschdienst das gegenseitige Kennenlernen und Verstehen unter den einzelnen deutschen Volksstämmen in wertvoller Weise fördern.
20 000 Kindern aus dem Gau wird durch diese großzügige Aktion der 3XST3. Gelegenheit zu Erholung gegeben.
Neben der Kinderlandverschickung läuft das Hilfswerk Mutter und Kind weiter. In Ansehung des zu erwartenden stärkeren Bevölkerungszuwachses während der nächsten Monate wird die NSV. überall Wäschesammlungen durchführen. Außerdem denkt man auch an eine großangelegte Aktion zur Milchverbilligung.
Um dem Hilfswerk Mutter und Kind in noch weiteren Kreisen Gehör und Beachtung zu verschaffen hat die Gauamtsleitung Hessen-Nassau der NSV. außerdem einen Lichtbildwettbewerb „Mutter und Kind" ausgeschrieben. Besonderer Wert wird auf Bilder gelegt, die Mutter und Kind in unserem Heimatgau und die Arbeit der NSV. in Einsatz für die Aktion Mutter und Kind zeigen. Die NSV. bittet, sich mit den Bedingungen dieses Wettbewerbs, die bei allen Ortsgruppen einzusehen sind, bekannt zu machen.
Mit der einaeleiteten Verkehrserziehungswoche ist außerdem die Durchführung der Aktion zur Schadenoerhütung ausgenommen worden. Schon in der nächsten Zeit wird auch in allen Betrieben für dieses neue Werk der NSV. geworben werden. Ueberall werden Zeitschriften ausgelegt und Aufklärungsvorträge gehalten werden. Das Ziel dieser Aktion ist es, einmal das deutsche Volk durch die Verhütung meist durch Gleichgültigkeit oder Leichtsinn entstehender Unfälle vor materiellen Schäden zu bewahren, die alljährlich in die hunderte Millionen gehen. Darüber hinaus soll aber auch Erziehungsarbeit im Sinne des Nationalsozialismus geleistet werden. Jeder, der gleichgültig oder
leichtfertig einen Schaden verursacht, schädigt damit die Dolksaemeinschaft. Jeder, der sich selbst leichtfertig in Gefahr bringt und dadurch Schaden erleidet, fällt der Volksgemeinschaft zur Last.
Das Ziel der Aktion Schadenverhütung ist es, durch erzieherische Beeinflussung das Verantwortungsgefühl zu steigern und jede Rentenjägerei, wie sie sich in den letzten Jahren zum Schaden der Allgemeinheit breit gemacht hat, in Zukunft auszuschalten.
Der Ruf der NSV. ergeht daher an alle. In jedes einzelnen Interesse muß es liegen, sich in den Dienst der Schadenverhütung zu stellen, bewahrt er doch damit die Allgemeinheit und unmittelbar mindestens auch' sich vor auf die Dauer untragbaren Belastungen.
Mutter und Kind im Bild.
Ein Photo-Wettbewerb der NS.-Volkswohlfahrk.
Photo-Freunde! Stellt eure Lichtbildkunst in den Dienst der großen NSV.-Aktion „Mutter und Kind". Dies vermögt ihr durch Beteiligung an dem Photo- Wettbewerb der NSV., Gauamtsleitung Hessen- Nassau, Frankfurt a. M., Mainzer Landstraße 42/44. Es gilt, den Gedanken der gigantischen Aktion der NSV. „Mutter und Kind" durch Bilder Ausdruck zu verleihen. Besonderer Wert wird auf Bilder gelegt, die „Mutter und Kind" in unserem Heimat- Gau und die Arbeit der NSV. im Einsatz für die Aktion „Mutter und Kind" zeigen. Als Preise werden ausgesetzt:
1. Preis 25 Mark
2. Preis 10 „
3. Preis 5 „
und 5 Preise zu je 2 „
Im Zusammenhang mit diesem Preisausschreiben wird auf die beiden bebilderten Druckschriften verwiesen, die unter dem Titel „Muter und Kind" (Preis 10 Pf.) und „O, Mutter zart, schütz meine Fahrt" (Preis 40 Pf.) bei allen Ortsgruppen der NSV. zu kaufen sind und über die Ziele der Aktion Mutter und Kind Aufschluß geben.
Auf den Ortsgruppen der NSV. sind auch die näheren Bedingungen für die Teilnahme an dem Wettbewerb durch Anschlag bekannt gemacht, denen sich jeder Teilnehmer mit der Einsendung seiner Bilder restlos unterwirft.
Lichtbildkünstler, auf an die Arbeit!
Gebührenfreie Ausstellungen von Kirchenbuchauszügen.
EPH. Nach Mitteilung des Reichsrninisteriurns des Innern an die Kanzlei der deutschen Evangelischen Kirche besteht Gebühren-, Stempel- Abgabe- und Portofreiheit für alle standesamtlichen und kirchlichen Urkunden und Bescheinigungen, die zum Nachweis der arischen Abstammung ausgestellt werden:
1. bei Durchführung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums, entsprechend auch bei Angehörigen des Heeres und der Marine
2. bei Durchführung des Erbhofgesetzes
3. bei Erlangung des Ehestandsdarlehens
4. bei Dersorgungsanwärtem zur Erlangung einer Beamtenstelle
5. bei Anforderungen von den ministeriellen Sachverständigen für Rafseforschung.
Gebühren und Auslagen sind zu entrichten, wenn die Urkunden über die Abstammung benötigt werden:
1. zu Gesuchen um Erlangung einer Anstellung im öffentlichen Dienst
2. von Angehörigen freier Berufe und zu persönlichen Zwecken.
Im Zweifelsfalle kann eine amtliche Bescheinigung über den Zweck verlangt werden. In einer Reihe von anderen Fällen, so namentlich, wenn die Urkunden für parteiamtliche Zwecke ausgestellt werden sollen, sind die Verhandlungen über die Fragen der Gebührenpflicht noch nicht abgeschlossen.
Oie Neuorganisation im Baugewerbe.
Der Führer der gewerblichen Wirtschaft, Keßler, hat unter dem 4. Mai 1934 im Einvernehmen mit dem Führer der Gruppe IV. Dr. Vögler und der Gruppe VIII Reichshandwerksführer Schmidt, sowie mit Zustimmung des Reichswirtschaftsmini- sters die nachstehende Durchführungsbestimmung zur Anordnung über die Regelung der Organifations- oerhältniffe im Baugewerbe vom 11. April 1934 getroffen:
1. Die bauausführenden Unternehmer, die nach Anordnung über die Regelung der Organifations- verhältniffe vom 11. April 1934 zur Hauptgruppe VIII der Deutschen Wirtschaft „Handwerk" (Bauhandwerk) gehören, haben sich innerhalb 4 Wochen beim Reichsbund des deutschen Baugewerbes, Berlin W 35, Margaretenstraße 7, soweit es sich um Unternehmer des Steinsetz-, Pflasterer- Und Straßenbaugewerbes handelt, beim Reichsverband für bas Deutsche Steinsetz-, Pflasterer- und Straßenbaugewerbe e V., Leipzig C 1, Thomasiusstraße 28, zu melden.
Die bauausführenden Unternehmer, die nach der Anordnung vom 11. April 1934 zur HauptgruppeIV der Deutschen Wirtschaft „Bauindustrie" gehören, haben sich innerhalb der gleichen Frist beim Reichs- oerband des Ingenieurbaues, Berlin W 35, Lützow- ufer la, zu melden.
Die bauausführenden Unternehmer, die mit ihrem Hauptbetrieb zur Hauptgruppe IV gehören, die aber einen handwerklichen zur Hauptgruppe VIII gehörenden Nebenbetrieb unterhalten, melden den Hauptbetrieb beim Reichsverband des Ingenieurbaus e. 93., den handwerklichen Nebenbetrieb beim Reichsbund des deutschen Baugewerbes e. 93., bzw. (wenn der Nebenbetrieb zum Steinsetz-, Pflasterer- und Straßenbaugewerbe gehört) beim Reichsverband für das deutsche Steinsetz-, Pflasterer- und Straßenbaugewerbe e. 93.
2. Ein Verwaltungsverfahren zwecks Streichung in der Handwerksrolle oder Streichung bei der Industrie- und Handelskammer darf frühestens ab 1. September 1934 betrieben werden.
Berlin, den 24. Mai 1934.
Für Gruppe IV: gez.: E. Sögeler. Für Gruppe VIII: gez.: Dr. Schild.
Gez.: Keßler.
Vereinfachung
im Genossenschaftswesen.
Infolge der Rationalisierung im süddeutschen und fudweftdeutschen ländlichen Genossenschaftswesen ergaben sich Verschmelzungen mehrerer Reoisionsoer-
bände sowie genossenschaftlicher Geld- und Waren- anstalten, die eine Verminderung des gesamten aenofsenschaftlichen Apparates ermöglichten. Wie wir hören, hat diese Vereinfachung und Zusammenfassung weiter zur Folge, daß die seit geraumer Zeit bestehende Absicht, die Zweigniederlassung Frankfurt a. M. der Deutschen Zentralgenossenschaftskasse einzuziehen, verwirklicht werden kann.
Nachdem es gelungen ist, für sämtliche in der Zweigstelle Frankfurt a. M. beschäftigten Kräfte zum allergrößten Teil in Frankfurt a. M. selbst, zu einem geringeren Teil in Berlin Stellungen zu finden, ferner den Verkauf des Grundstückes an eine befreundete Organisation zum Abschluß zu bringen, wird die Zweigstelle Frankfurt a. M. alsbald eingezogen werden können. Voraussetzung ist, daß, wie der Herr Reichsfinanzmini- fter, auch der Herr Treuhänder der Arbeit feine Zustimmung zu dieser Regelung gibt.
Diese Maßnahme bedeutet eine weitere Vereinfachung, die den Genossenschaften und damit letzten Endes der Landwirtschaft sowie dem gesamten gewerblichen Mittelstand in der vorbildlichen Zinssen- kungspolitik der Deutschen Zentralgenossenschaftskasse zugute kommt.
Oie Frühkartoffelpreise.
Auf Grund der Verordnung vom 12. Februar 1934 und weiterer Anordnungen ist für das Gebiet der Landesbauernschaft Hessen-Nassau für die Tage von Donnerstag, den 14., bis Samstag, den 16. Juni, der Großhandelsmindestpreis für Frühkartoffeln auf 7 Mark je Zentner (ohne Sack) festgelegt. Für deutsche Frühkartoffeln gilt dieser Preis ab Verladestation des Anbauers, für ausländische Frühkartoffeln ab deutsche Grenze.
Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß dieser Preis nicht unterschritten werden darf und Zuwiderhandlungen mit hohen Geldstrafen belegt werden, lieber jeden Verkauf, von der Bezirks- oertriebs-fteUe für inländische Kartoffeln, in den geschloffenen Anbaugebieten, bzw. vom Anbauer in den offenen Anbaugebieten, bzw. vom Importeur für ausländische Kartoffeln ist ein Schlußschein auszustellen, für den Vordrucke von der Landesbauernschaft Hessen-Nassau, Hauptabteilung II, ausgegeben werden, und von denen eine Durchschrift umgehend nach Abschluß des Geschäfts an diese Stelle eingereicht werden muß.
Der Reichsbeauftragte für die Regelung des Absatzes von Frühkartoffeln. — Der Gebietsbeauftragte für Hessen-Nassau
Graeber.
Neue Erleichterungen für Gesellschaftsfahrten der Neichsbahn.
Die Deutsche Reichsbahn hat mit sofortiger Wirkung die Tarifbestimmungen über Gesellschaftsfahrten wesentlich günstiger gestaltet. Wurden bisher bei einer Teilnehmerzahl von 12 bis 50 Erwachsenen 33,33 v. H. und bei mindestens 51 Erwachsenen 40 v. H. Fahrpreisermäßigung gewährt, so beträgt die Ermäßigung jetzt a) bei einer Teilnehmerzahl von 12 bis 24 Erwachsenen 33,33 v. H., b) bei einer Teilnehmerzahl von mindestens 25 Erwachsenen 40 v. H., c) bei einer Teilnehmerzahl von mindestens 100 Erwachsenen 50 o.H. Außerdem ist für kleine Sonderzüge der Mindestbetrag für den Tarifkilometer von 2,50 auf 2,00 herabgesetzt worden.
Monatsversammlung des MTV. Gießen.
Wahl eines neuen Vereinsführers.
—o— Der Männerturnoerein Gießen hielt am Montagabend in feinem Vereinsheim feine gutbe-- suchte ordentliche Mitgliederversammlung ab. Der stellvertretende Bereinsführer Wilh. Georg erstattete unter lebhaftem Dank für feine Mühewaltung den Jahresbericht und gab auf Anfragen erläuternde Zusätze. Stehend und in tiefer Ergriffenheit hörte die Versammlung den Nachruf für ihren verstorbenen Dereinsführer Rektor Georg Kling, zu dessen Geburtstag Mitte Juli der Verein eine Gedenkfeier veranstalten wird.
Die Rechnung, mit eingehenden Erläuterungen vorgetragen, weist eine Besserung der wirtschaftlichen Lage aus und brachte ihrem Betreuer Georg
für die
” die deutsche Muttersprache
am16,u.17, Juni
fiousvStrossensümrnlung UuH
Dreher auf Antrag der Prüfer dankbare Entlastung. Auf Vorschlag des seitherigen Vorstandes wird nunmehr Reichsbankinspektor Wolfgang Lotze in schriftlichem Wahlgang einstimmig zum Vereinsführer gewählt. Mit ernsten, verantwortungsbewußten Worten erklärt er sich bereit, das Vermächtnis seines vollwertigen Vorgängers Gg. Kling weiter zu verwalten. Kreisoertreter D a u p e r t (Wieseck) verwandelte sein Bestätigungsrecht in einen herzlichen Glückwunsch an den Verein, der mit überlieferter Einmütigkeit zugleich die innere Bedeutung dieser Wahl eines der vertrautesten Freunde aus dem Kreise um Gg. Kling wohltuend herausgestellt habe.
Unter lebhaftem Beifall und Heilrufen übernimmt W. Lotze den Vorsitz. Wertvolle Anregungen erhält die weitere Aussprache insbesondere durch die bewährten alten Turner Karl Müller und Hußke. In turnbrüderlicher Opferfreudigkeit bringt die Versammlung einen namhaften Geldbetrag auf für ihre am nächsten Sonntag ausziehenden Feldbergturner. Ein herzliches Grußtelegramm an den Mitbegründer des Vereins, Ehrenmitglied Konrad Stein hä u f e r, zu feinem 85. Geburtstag beschloß den vereinsgeschichtlich bedeutungsvollen und erhebend verlaufenen Abend.
Gießener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 14. Juni. Auf dem fjeutigem Wochenmarkt kosteten: Süßrahmbutter, das Pfund 1,40 Mark, Landbutter 1,30 bis 1,35, Kochbutter 1,20 Mark, Matte 20 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) Klasse S 10^, Klasse A 10, Klasse B 9^2, Klasse C 9, Klasse D 8, ungestempelte 1XA, Wirsing, das Pfund 15, Gelbe Rüben, das Bund 10, Spinat, das Pfund 20, Römischkohl 10, Bohnen (grün) 25, Spargel 10 bis 40, Erbsen 25, Tomaten 35 bis 40, Zwiebeln 15, Rhabarber 8, Kartoffeln, alte, das Pfund 3% bis 4 Pf., der Zentner 3,50 bis 4 Mark, neue, das Pfund 12 Pf., Kirschen 20, Heidelbeeren 35, Stachelbeeren 15, Erdbeeren 40 bis 50, Suppenhühner 70 bis 80, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 10 bis 40, Salat 5 bis 8, Salatgurken 30, Oberkohlrabi 8, Lauch (Suppengrünes) 5, Rettich 10, Radieschen, das Bund 10 Pfg.
Bornonzcn.
— Tageskalender' für Donnerstag. NS.-Frauenschaft Gießen-Ost: 20.15 Uhr, Haus der Deutschen Arbeitsfront, Frauenschaftsabend. — NS.- Frauenschaft Ortsgruppe Gießen-Mitte: 20.15 Uhr, Botanisches Institut, Ortsgruppenabend mit Licht- bilderoortrag. — Ortsgruppe Gießen-Nord, Amt für Volkswohlfahrt: 20.30 Uhr, Caf6 Leib, Mitglieder- Dersammlung. — NSLB., Bezirk Gießen, geschichtliche Fachschaft: 17 Uhr, Seminarzimmer der Oberrealschule, Fachschaftsversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Inge und die Millionen".
*
* * Straßensperre. Wegen Ausführung von Brückenumbauarbeiten wird die Prooinzialftraße Ober-Bessingen — Horstenburg vom 25. Juni 1934 für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Nonnenroth und Rieder-Bessingen.
** Aufgehobene Straßensperre. Die Sperrung des Hachborner Wegs in der Gemarkung Staufenberg ist aufgehoben. Die Arbeiten am Hachborner Weg sind beendet.
** D i e Sprechstunde des Beigeordneten Bartholomäus fällt am Samstag, 16. Juni 1934, aus. Die nächste Sprechstunde findet am Mittwoch, 20. Juni 1934, von 10 bis 12 Uhr im Stadthaus Bergstraße 20, Zimmer Nr. 8/9, Erdgeschoß, statt.
** Schutzinsel und neue Sperrtafel a u f dem Marktplatz. Im Laufe des heutigen Vormittags wurde an der Zufahrt zum Marktplatz von der Schulstraße bzw. dem Kirchenplatz her, ein Sperrschild aufgerichtet, das die Sperrung der Zufahrt für den Fährverkehr zum Marktplatz, zur Mäusburg und zur Marktstraße völlig eindeutig anzeigt. Das bisherige Sperrschild das an einem der Häuser auf der rechten Marktseite angebracht war, wurde häufig übersehen. Das Sperrschild befindet sich auf einer Schutzinsel, die dem Fußgängerverkehr dienen soll. Die Schaffung der Schutzinsel und die Aufrichtung des Sperrschildes ist vorläufig nur versuchsweise.
** Drittes M i l i t ä r k o n z e r t in der Bergschenke. Das prächtige Sommerwetter, das gestern herrschte, hat viele Spaziergänger zur Bergschenke hinausgeführt, in der gestern abend das dritte Militärkonzert stattfand. Die Reichswehrkapelle unter der bewährten Leitung von Obermusikmeister E. K r a u ß e konzertierte und bereitete den zahlreichen Zuhörern einige Stunden reiner Freude. Das abwechslungsreiche und sehr fein auf den Sommerabend abgestimmte Programm brachte wieder ausgezeichnete Musik. Man hörte einige schneidige Märsche, verschiedene Charakterstücke, deren eines durch gesangliche Untermalung (Mitglieder der Kapelle) besonders gewann und lebhaften Beifall auslöste. Beschwingte Musik von Johann Strauß (aus dem „Zigeunerbaron"), ein flottes Potpourri Kalmanscher Melodien, Szenen aus der Oper „Freischütz" und verschiedenes anderes mehr gaben dem Konzert Leben und Farbe. Die Wiedergabe der einzelnen Darbietungen geschah untadelig und sand jeweils verdienten Beifall. Ein Marschlieder-Potpourri beschloß den unterhaltsamen Abend. Die Kapelle mußte sich zu verschiedenen Zugaben verstehen.
EPH.' Hauptversammlung der evangelischen Männervereinigungen. Der hessische Landesverband evangelischer Männeroer-


