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Inneren Mission gehalten. In der Stadt werden am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag Abzeichen zum Besten der Inneren Mission ver­kauft, außerdem wird zwischen dem 14. und 50. April eine Haussammlung erhoben werden. Jeder Evangelische muß es als seine Pflicht an­sehen, zum Gelingen des Volkstages der Inneren Mission nach besten Kräften beizutragen! Jeder Evangelische helfe der Inneren Mission, damit auch sie Helsen kann! Man beachte die heutige Anzeige.

Bolksmissionarisches Amt in der Landeskirche Ilasiau-Heffen.

Der Landesbischof der Landeskirche Nassau-Hessen, Lic. vr. Dietrich, hat ein volksmissionarisches Amt errichtet, das im Gebiete der Landeskirche Nassau-Hessen alle volksmissionarische Arbeit zu­sammenfassen und regeln soll. Zum theologischen Sachberater wurde Pfarrer Professor Lic. All- wohn, zum praktischen Berater Pfarrer Röh­richt- Darmstadt berufen.

Gottesdienst zum Schulbeginn.

Der Herr Landesbischof für Hessen-Nassau hat an- geordnet, daß zu Beginn des Schuljahres für die in die Schule neu aufzunehmende Kinder besondere Gottesdienste zu veranstalten sind. Demgemäß fin­den am nächsten Montag um 9.15 Uhr in der S t a d t k i r ch e für die Mädchen und in der J o ° h a n n e s k i r ch e für die Knaben Gottesdienste statt, an denen auch die Lehrer teilnehmen. Die El­tern werden gebeten, die Kinder, die jetzt schulpflich­tig werden, den Gottesdiensten zuzüsühren und selbst daran teilzunehmen.

Soldatenspende für das Winterhilfswerk.

Unsere Gießener Garnison, das 1. Bataillon Infanterie-Regiment 15, hat in der Zeit vom Oktober v. I. bis einschließlich März d. I. insgesamt 7036,16 Mark für das Winter­hilfswerk gespendet. Im einzelnen wurden fol­gende Beträge für den guten Zweck abgeführt:

Oktober 1933 989,30 Mark

November 1933 891,43

Dezember 1933 891,43

Januar 1934 961,15

Februar 1934 1 151,40

März 1934 1 151,45

Diese Opferbereitschaft unserer Garnison, die ja auch durch Speisung von Kindern und Spenden zu Weihnachten in schöner Weise die enge Verbunden­heit unserer Soldaten mit den deutschen Volksge­nossen bekundet hat, verdient dankbare Anerken­nung aller Volksgenossen.

50 Jahre im Seedienst.

Man schreib! uns: Am 4. April beging Kapi­tän a. D. und Oberregierungsrat im Reichswehr- Ministerium Karl Schmehl, ein geborener Gießener, die 50. Wiederkehr des Tages, an dem er, der in wenigen Tagen Fünfundsechzigjäh­rige, in den Dienst der Schiffahrt getreten ist.

Der alteSeebär" ist in weitesten Kreisen nicht zuletzt durch seine zahlreichen Vorträge dekannt ge­worden, die er über seine Kriegsfahrten auf dem HilfskreuzerWolf" gehalten hat. Im Weltkrieg zu­nächst Navigationsoffizier auf Linienschiffen, war er von 1916 bis 1918 Erster Offizier an Bord des HilfskreuzersWolf", eine Zeit, an die sich natur­gemäß seine packendsten Erinnerungen knüpfen.

In der Handelsschiffahrt hatte sein Name bereits vor dem Kriege guten Klang, als seine Rettungstat im Hafen von Bombay von Mund zu Mund ging. Auf Dynamitkisten liegend, die jeden Augenblick in die Luft gehen konnten, hielt er, buchstäblich halb gebraten, vier Stunden lang heldenmütig die Was­serspritze, bis die Hauptgefahr vorüber war, die sonst einfach unabsehbares Unheil angerichtet hätte. Er erhielt damals für sein heldenhaftes'Verhalten den Roten Adlerorden.

Daß der alte Haudegen auch auf dem Lande sei­nen Mann steht, bewies er bei den Spartakuskämp­fen, bei denen er an der Weidendammer Brücke in Berlin beinahe erschossen worden wäre. Fast ohne Erstaunen hört man, daß Kapitän Schmehl neben­bei auch noch siebenfacher Lebensretter ist es paßt, wie selbstverständlich, zu dem Bilde dieses prächtigen alten Seemanns, daß er, wie einst Bis­marck, sagen kann:Ich pflege von Zeit zu Zeit einem Menschen das Leben zu retten." In Wann­see, wo er seine Jacht liegen hat, heißt es schon scherzhaft, Selbstmordversuche hätten keinen Zweck, Schmehl hole einen doch wieder heraus!" Kann man sich vorstellen, daß dieser Seemann, der alle Ozeane befuhr, beinahe im Wannsee ertrunken wäre? Und doch ist es so. Lassen Sie einmal von ihm selber erzählen, wie er, des Havelbootstyps ungewohnt, rückwärts vom Waschbord fiel, deshalb die Richtung unter Wasser verlor und unter die Jacht geriet! Halbabgesoffen" erwischte ihn ein Freund dann auch noch ausgerechnet am Schlips und erwürgte ihn fast ein aufregendes Erlebnis in Schmehls erlebnisreicher Laufbahn.

Kapitän Schmehl ist im Reichswehrministerium Referent für das Rote Meer, den Indischen und den Stillen Ozean. Der ebenso geachtete, wie be­liebte Seemann ist in diesen Tagen Mittelpunkt herzlicher Glückwünsche und viel freundlichen Ge­denkens.

H6er=$reffen in Gießen.

Der Verband ehemaliger 116er hat in der Ver- ireterversammlung in Lauterbach beschlossen, im Jahre 1934 in Gießen wieder einen 116er-Tag abzuhalten, und zwar am 28. und 29. Juli. An der Wiedersehensfeier beteiligen sich die Kameraden des ehemal. aktiven Jnf.-Reats. Nr. 116, Res.-Regt. 116, Landwehr-Rgt. 116, Rgk. 186, 222, 254, 392, 418, sowie der Ersatzbataillone. Die Vorbesprechungen zwischen dem Verband und den hiesigen Vereinen haben bereits stattgefunden. Die Arbeitsausschüsse sind gebildet. Denkwürdige Feierstunden, die von wehmutsvollem Ernst, aber auch von frohgestimm­ter Kameradschaft erfüllt sein werden, sollen Tau­sende lieber Gäste in unserer alten Garnisonstadt vereinigen

Die Wiedersehensfeier gilt der Vertie­fung der alten Kriegskameradschaft, wobei das Band gemeinschaftlicher Erlebnisse und Erinnerun­gen an schwere und große weltgeschichtliche Zeiten die Festteilnehmer innig umschlingen wird, sie soll auch gleichzeitig ein Gedenken sein für die gefalle­nen Brüder, die in treuer Pflichterfüllung für das Wohl des Vaterlandes und der Volksgesamtheit kämpften und ihr Leben lassen mußten.

Durch einen Feldgottesdienst am Sams­tag, 28. Juli, 18 Uhr, an dem 116er-Denkmal auf dem Landgraf-Philivp-Platz wird der 116er-Tag er­öffnet. Um 20 Uhr soll einDeutscher Abend" in der Dolkshalle die alten Soldaten mit der Bür­gerschaft, den Angehörigen der Traditionskompanie und 116er des Dritten Reiches bei Klängen der hie­

sigen Regimentsmusik und sonstigen Darbietungen vereinigen.

Die am Sonntagvormittag noch eintreftenden auswärtigen Gäste begeben sich in die Standlokale. Um 12 Uhr Antreten zum Festzug durch die Stadt nach der Volkshalle auf dem Trieb. Hier wird der Derbandsführer Oberst a. D. Koettschau vom östlichen Balkon der Volkshalle zu den Kame­raden sprechen. Anschließend Konzert in der Volks­halle. Auf dem Festplatz kameradschaftliches Bei­sammensein u. a. m.

Da aus allen Richtungen starker Andrang zu er­warten ist, hauptsächlich auf den oberhessischen Strecken, sollen Sonderzüge, die gleichzeitig Anschlüsse zu den Nebenstrecken haben, in den Fahrplan eingeschoben werden.

Es ist damit zu rechnen, daß sich an diesen Ver­anstaltungen auch die übrigen hiesigen Militär- und Regimentsvereine in kameradschaftlicher Verbunden­heit beteiligen. Näheres wird demnächst noch be­kanntgemacht.

Deutsche Kurzschrist-Volksschrist.

Daß derjenige ungebildet ist, der nicht lesen und schreiben kann, gilt seit langem als Selbstverständ­lichkeit. Daß aber auch derjenige als ungebildet gelten muß so schreibt man uns der nicht k u r zschreiben und lesen kann, wollen viele immer noch nicht glauben. Und doch müßte es längst jedem Deutschen klar geworden sein, daß die Kurzschrift eine Fertigkeit ist, die jeder Mensch, mit Ausnahme der nur körperlich tätigen, beherrschen muß. Wenn man bedenkt, daß die NSDAP, sich u. a. zur Auf­gabe gestellt hat, die Kurzschrift zu einer Volksschrift zu machen, so müßte jeder sich sofort daran machen, die Kurzschrift zu erlernen bzw. sich darin zu ver-

hofstraße:Gold", Astoria-Lichtspiele, Selters­weg:Rivalen der Luft". Reichstreubund ehem. Berufssoldaten, 20.15 Uhr,Aquarium", Kamerad­schaftsabend mit Vortrag über:Aufbau des natio­nalsozialistischen Staates".

Tageskalender für Sonntag: Stadt­theater, 19 bis 21,30 Uhr,Frau ohne Kuß". Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand­platz, 11 bis 13 Uhr, Ausstellung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Gold". Astoria - Lichtspiele, Seltersweg:Rivalen der Luft". Stadtkirche und Johannesfaal, 20 Uhr, Lichtbilder-Vorträge:Die Innere Mission das Glaubenswerk der evange­lischen Kirche" aus Anlaß des Volkstages der Inne­ren Mission. Heimatoereinigung Schiffenberg, 16 Uhr, Hauptversammlung auf dem Schiffenberg. Caf6 Leib, 16 Uhr, Fachschafts-Frisieren mit Preis-Frisieren der Friseur-Pflichtinnuna Gießen. Spielvereinigung 1900,Frankfurter Hof", 20.30 Uhr, Familienabend. Gießener Turnerschaft, 15.30 Uhr, Universitäts-Sportplatz, Gaumeister­schaftsspiel (Handball) Kassel Wetzlar.

Stadttheater Gießen. Morgen, Sonn­tag, 15. April, das musikalische LustspielDie Frau ohne Kuß" von Walter und Willi Kollo. Diens­tag, 17. April, das heitere StückRobinson soll nicht sterben" von Friedrich Forster. Mittwoch, 18. April, das LustspielDie Frau ohne Kuß". Donnerstag, 19. April,Robinson soll nicht sterben". Freitag, 20. April, das vaterländische Schauspiel Katte" von Hermann Bürte. Samstag, 21. April, Robinson soll nicht sterben". Sonntag, 22. April, OperetteDie gold'ne Meisterin" von Cyßler. (Siehe heutige Anzeige.)

D i e Heimatvereinigung Schiffen­berg hält am morgigen Sonntag, von 16 Uhr ab,

Oie Zeitungswerbung

hatte im Wettbewerb einzelner Zeitungen Formen angenommen, die sich zu einer unerträglichen Belästigung der Bevölkerung ausgewachsen hatten.

Zur Beseitigung dieser Auswüchse hat die Michspreffelammer verfügt, daß jeder zugelassene Werber eine auf seinen Namen lautende grüne Ausweis- tarte bei der Werbung mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen hat.

Für die Zeitungswerbung

hat die Neichspressekammer folgende Anordnungen für alle deutschen Zeitungen getroffen:

a) Oie Werbung soll in höflicher, taktvoller Form dem zu werbenden Äezieher die Leistungen und Vorzüge der angebotenenOruckschrist darlegen.Oer Werber hat genauen Aufschluß über Preis, Ver­pflichtungsdauer und Kündigungsfristen zu geben.

b) Oer Werber muß alle an ihn gerichteten Fragen, die mit der Bezugs-Beste»!ung Zu­sammenhängen, gewissenhaft und erschöpfend beantworten. Er darf keinerlei unwahre Be­hauptungen aufstellen oder den an ihn ge­stellten Fragen ausweichen.

c) Oer Werber hat den vorgeschriebenen Ausweis stets bei sich zu führen und auf Verlangen vor­zuzeigen. (Es handelt sich um die grüne Aus­weiskarte der Reichspressekammer.)

d) Dem Werber ist untersagt, bei der Werbung andere Zeitungen und Zeitschriften oder im Wett­bewerb stehende Unternehmungen im Ansehen herabzusetzen. Es ist ihm femer untersagt, zur Ab­bestellung eines anderen Blattes aufzufordem oder Abbestellungen zu sammeln.

e) Dem Werber ist untersagt, in irgendeiner Hin­sicht auf den zu werbenden Bezieher einen Zwang oder Druck auszuüben, insbesondere dürfen nicht irgendwelche Nachteile, zum Bei­spiel persönlicher,wirtschafilicher,bemflicher oder sonstiger Art, für den Nichtbezieher einer Zeitung oder Zeitschrift angedroht werden.

f) Oer Werber ist verpflichtet, dem Besteller eine Durchschrift des Bestellscheins auszuhändigen.

Niemand, der für eine Zeitung wirbt, darf gegen diese gesetzliche Vorschrift handeln. Kein Zeitungsleser darf in der freien Wahl seiner Zeitung durch irgendwelchen Zwang oder sonstige Druckmittel beeinflußt werden.

vollkommnen. Aber ganz abgesehen davon, daß die Kurzschrift in Zukunft Allgemeingut jedes Deutschen sein muß, müßte allein schon die Tatsache zur Er­lernung der Kurzschrift führen, daß heute ihre Kenntnis direkt Voraussetzung für den Eintritt in zahllose Berufe ist (alle kaufmännischen oder sonstwie wirtschaftlichen Berufe, alle akademischen Berufe, alle Lehrer- und Beamtenberufe usw.). Darum sei auch an dieser Stelle auf die am kom­menden Montag beginnenden Kurse hingewiesen, die die hiesige Ortsgruppe der Deutschen Steno­graphenschaft in der Pestalozzi schule abhält. Sämt­liche Kurse liegen Montags und Mittwochs von 19 bis 22 Uhr, also in einer Zeit, die jedem den Besuch der Stunden ermöglicht. Man beachte die heutige Anzeige.

Wohl die größte kurzschriftliche Veranstaltung, die jemals stattfand, war so schreibt man uns das soeben abgeschlossene 1. Deutsche Reichs- Schüler - Leistungsschreiben, das mit Unterstützung des Reichsministers des Innern und der deutschen Länderministerien durchgeführt wurde, lieber 100 000 Angehörige von mehr als 3000 deut­schen Lehranstalten lieferten freiwillig über 85 000 Arbeiten. Auch deutsche Auslandschulen nahmen teil: die deutschen Schulen in Istanbul (Türkei), Rust- chuk (Bulgarien), Im Haag (Holland). Der Zweck der Veranstaltung, den Schülern Freude am eige­nen Können zu vermitteln, wurde überall erreicht. Die Begeisterung war groß, sogar Linkshänder und Einarmige schrieben mit. Besonders hervorgetan haben sich die Volksschulen, die damit aufs neue den Beweis erbrachten, daß die Deutsche Kurzschrift ass Unterrichtsfach aller Schulgattungen vorzüglich i geeignet ist. Eine neue Kurzschriftgeneration wächst heran, die Staat und Wirtschaft nützen wird.

Gießener Wochenmarktpreise

* Gießen, 14. April. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,30 bis 1,35 Mark, Kochbutter 1,10 bis 1,15, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 9, Weißkraut, das Pfund 15, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Rüben 12 bis 15, Rote Rüben 10, Spinat 15, Unterkohlrabi 6 bis 8, Feldsalat 80 bis 100, Zwiebeln 10, Meerrettich 35 bis 40, Schwarz­wurzeln 20 bis 25, Rhabarber 15 bis 20, Kartoffeln, das Pfund 3Vz Pf., der Zentner 2,80 bis 3,20 Mark, Aepfel, das Pfund 15 bis 25 Pf., Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 30 bis 50, Salat 20 bis 25, Lauch 5 bis 10, Rettich 15, Sellerie 10 bis 30, Radieschen, Bündel 15 bis 20.

Bornottzen.

Tageskalender für Samstag. Ober- hessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung. Lichtspielhaus, Bahn-

I ihre Hauptversammlung auf dem Schiffenberg dJ. Die Tagesordnung umfaßt z. B. Eingliederung in den ReichsbundVolkstum und Heimat", Voran­schlag und Veranstaltungen im Jahre 1934/35, Rech­nungsablage und Tätigkeitsbericht für 1933 usw. Für Hin- und Rückfahrt steht passende Fahrgelegen­heit mit dem Postauto zur Verfügung. (Siehe An­zeige vom Donnerstag.)

** Dienstjubiläum bei der Bezirks­spa r k af s e. Am 15. April kann der Sparkassen- Jnspektor Hermann Weigel auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Bezirkssparkasse Gießen zurück- blicken. Während dieser Zeit hat Herr Weigel es verstanden, sich die Wertschätzung und Achtung seiner Vorgesetzten, seiner Mitarbeiter und auch des Publikums zu erwerben. Verwaltungsrat und Vorstand der Sparkasse, sowie die Mitarbeiter des Herrn Weigel gedachten heute des Tages in ehrender Weise.

** Straßensperre. Wegen Vornahme von Gleisarbeiten wird die Bahnhof st raße zwi­schen Liebigstraße und Alicestraße in der Zeit vom 16. bis 21. April für jeglichen Fährverkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Horst-Wessel-Wall und Liebigstraße.

** Eine umfangreiche Störung in der Elektrizitätsversorgung trat gestern etwa von 21 Uhr ab im größten Teile der Stadt ein. Die Ursache der Betriebsstörung war ein größerer Ka­belbrand, der an der Unterführung der Wieseck un­ter dem Bahnkörper (zwischen Bahnhofstraße und Hammstraße in Richtung nach dem Elektrizitäts- ! werk) entstanden war. Dabei wurden mehrere Hauptzuleitungskabel betroffen. Der Brand war er­heblich, fo daß vom Elektrizitätswerk die Feuer­wehr zur Löschung herbeigerufen werden mußte. Die Störung in der Stromzufuhr dauerte zum Teil längere Zeit.

** Die Aufnahme der Schulkinder in d i e Volksschule findet am nächsten Dienstag um 10 bzw. 11 Uhr statt. Näheres ist aus der heu­tigen Bekanntmachung des Stadtschulamtes ersicht­lich.

** Durchgehende Dienstzeit bei der Handwerkskammer-Nebenstelle und der NS.°Hago°Kreisamtsleitung, ent­sprechend der Regelung bei den staatlichen Behör­den, wird vom kommenden Montag ab Platz greifen. Interessenten seien auf die heutige Bekanntmachung besonders hingewiesen.

** Viehmärkte in Gießen. Am Dienstag nächster Woche findet hier Rindoieh-(Nutzvieh-) Markt statt, am Mittwoch wird Schweinemarkt ab­gehalten.

** Das Museum i m Alten Schloß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.

Rundfunkprogramm.

Sonnlag, 15. April.

6.35 Uhr: Von Hamburg: Hafenkonzert auf dem MotorschiffH. C. Horn" der Horn-Linie. 8.15: Uebertraguna nach Stuttgart: Nachrichten. 8.25: Stuttgart: Morgengymnastik. 8.45: Stuttgart: Ka­tholische Morgenfeier. 9.30: Stuttgart: Sonntag­morgen-Musik. 10: Uebertragung nach Stuttgart: Festgottesdienst aus der St. Paulskirche, Frankfurt am Main. 11: Stunde des Chorgesangs. 11.30: Von Leipzig: Erwünschtes Freudenlicht'. Kantate von Johann Sebastian Bach (G. A. Nr. 184). 12: Mittagskonzert I. 13: Stuttgart: Kleines Kapitel der Zeit. 13.15: Mittagskonzert II. Humor am lau­fenden Band. 14.20: Zehnminutendienst der Land­wirtschaft:lieber die Kontingentierung des Tabak­anbaues in Baden." 14.30: Von Karlsruhe: Stunde des Landes. Ein Gang über die Felder. 15: Trier: 15. Gautagung des Saarsängerbundes (Gau 14, Nahe, Mosel, Saar). 15.30: Stuttgart: Kasperl- stun.de:Kasperl in der Türkei." Von Reinh. Frey- berg. Leitung: Reinh. Freyberg. 16: Königs­berg: Nachmittagskonzert. Kapelle Eugen Wilcken und kleines Funkorchester. 17: Stuttgart: Handhar- monika-Musik, gespielt von der Kindergruppe Gei- pel. 17.45: Mannheim:Die Tierliebe im Charak­terbild des Menschen", Vortrag von Professor H. Schmiedel (Heidelberg). 18: Bei den Elfenbein­schnitzern im Odenwald, Hörfolge. 18.30: Fröhliches Zwischenspiel: Frank Brown. 19: Volksmusik. 19.35: Vom Deutschlandsender:Das deutsche Anrudern", Hörbericht. 20: Ausländsdeutsche; Hörspiel von W. Anna Lehner. 21: Wagner-Konzert. 22: Stuttgart: Nachrichten. 22.30: Vom Deutschlandsender: Schluß­runden der Europa-Meisterschaften im Amateur­boxen in Budapest; Hörbericht. 22.50: Von Ham­burg: Hamburg spielt zum Tanz. 24 bis 2: Stutt­gart: Nachtkonzert.

Montag, 16. April.

6.05 Uhr: Stuttgart: Gymnastik I. 6.30: Stutt­gart: Gymnastik II. 6.55: Stuttgart: Frühmeldun­gen. 7.10: Stuttgart: Frühkonzert. 8.25 bis 8.45: Stuttgart: Gymnastik. 10: Stuttgart: Nachrichten. 11.50: Sozialdienst. 12: Stuttgart: Mittagskonzert I. Promenadekonzert vom Schlohplatz Stuttgart, aus­geführt vom Trompeterkorps des 18. Reiter-Regi­ments. 13: Stuttgart: Nachrichten. 13.20: Stutt­gart: Mittagskonzert II. Aus Opern. 13.50: Stutt­gart: Nachrichten. 14: Mittagskonzert III. Frauen, von denen man spricht... 14.40: Stunde des Liedes:Der Frühling im deutschen Volkslied". 15.50: Wirtschaftsbericht. 16: München: Nachmit- tagskonzert. 17.30: Kassel:Zum Opfertag der Inneren Mission", Vörtrag von Pfarrer D. Happich, Direktor der Anstalten Hephata bei Treysa. 17.45: Kleine Unterhaltung. 18: Stuttgart: Jugendstunde. Wie wir Jungen den Krieg daheim erlebten", ein Dreigespräch zwischen einem Hessen-Nassauer, einem Württemberger und einem Pfälzer. 18.25: Stutt­gart: Französischer Sprachunterricht. 18.50: Griff ins Heute. 19: Stuttgart:Blinder Alarm", Hör­spiel von Hannes Frisch und Tilla Küchler. 19.40: Paul Laven: Stegreiferzählungen. 20: Stuttgart: Nachrichten. 20.15: Köln: Reichssendung: Stunde der Nation. Volkslieder der Saar. Bearbeitung und Leitung: Gustav Kneip; verbindende Worte: Rudolf Eich; Sprecher: Hermann Probst, Rudolf Rauher. 21.05:Trommeln und . Fanfaren", etwas über und von dem Dichter Heinrich Anacker. 21.20: Stuttgart: Mozart-Konzert. Serenade für 13 Blas­instrumente in 6-Dur (K.-V. Nr. 361). 22: Stutt­gart: Nachrichten. 22.15: Stuttgart: Du mußt wissen... 22.40: Trier: Zwischenprogramm.

Dienstag, 17. April:

6.05 Uhr: Stuttgart: Gymnastik I. 6.30: Stutt­gart: Gymnastik II. 6.55: Stuttgart: Frühmeldun­gen. 7.10: Stuttgart: Frühkonzert. Musizierte Mor­genzeitung. 8.25 bis 8.45: Stuttgart: Gymnastik. 10: Stuttgart: Nachrichten. 10.45: Praktische Rat­schläge für Küche und Haus. 11: Werbekonzert. 12: Stuttgart: Mittagskonzert I. Was wir fetten hören (IV). 13: Stuttgart: Nachrichten. 13.20: Stuttgart: Mittagskonzert II. 13.50: Stuttgart: Nachrichten. 14: Stuttgart: Mittagskonzert III. 14.40: Stunde der Frau. Deutsche Frauenbilder: 1. Gabriele von Bülow, 2. Johanna Schopenhauer. 15.50: Wirt- chaftsbericht. 16: Stuttgart: Nachmittagskonzert des philharmonischen Orchesters. 17.30: Freiburg: Schmetterlinge im Frühjahr. Naturkundliche Studie von Friedrich Schnack. 17.45: Kleine Unterhaltung. 18:Was bedeutet die Feldbereinigung?" Ein Be­richt von Dr. L. Neundörfer, Heidelberg. 18.15: Stuttgart: Aus Wirtschaft und Arbeit. 18.25: Stutt­gart: Italienischer Sprachunterricht. 18.50: Sozial­bericht. 19 bis 20: Köln: Unterhaltung^ und Tanz­musik. 20: Stuttgart: Nachrichten. 20.15: Stuttgart: Reichssendung: Stunde der Nation. Schwäbischer Bilderbogen. Eine Reise durch Schwabens Ver­gangenheit und Gegenwart. 21.15: Deutschlandsen­der: Fronleichnam 1916 ... 120 Tote. Kurzhörspiel von Werner Pluecker. 21.40: Deutsche Volkslieder. 22: Stuttgart: Nachrichten. 22.15: Stuttgart: Du mußt wissen ... 22.40: Kassel: Zwischenprogramm. 23: Stuttgart, Königsberg und Deutschlandsenderr Nachtmusik. 24 bis 1: Stuttgart: Nachtmusik: 1. Serenade für Streichorchester op. 48 (Tschaikowsky). 2. Opernfantasien. 3. Streifzug durch sämtliche Jo- hann-Strauß-Operetten.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Entschuldung. 1. Sondervorschriften für Fälle Ihrer Art gibt es nicht; daher ist auch hier Entschuldung möglich. 2. Die Entschuldung ist auch bei den klei­nen Betrieben möglich. Doch fehlt für Hessen bis­lang die Festsetzung der Betriebswerte von Seiten der Regierung. 3. Zur Schuldübernahme muß Ihr Gläubiger unb Ihr Schuldner zustimmen. Ihre Forderung dagegen können Sie ohne Zustimmung Ihres Schuldners an Ihren Gläubiger abtreten. 4. Ein Urteil wegen der Zinsen können Sie erwir­ken. Es wird Ihnen aber nichts helfen, da Sie nach Eröffnung der Entschuldung nicht vollstrecken können. 5. Schadensersatz können Sie ebenfalls ein­klagen, aber nicht vollstrecken. 6. und 7. Sie können Ihrem Schuldner eine angemessene Frist zur Be­wirkung der fälligen Leistung mit der Erklärung bestimmen, daß Sie die Annahme der Leistung nach dem Ablauf der Frist ablehnen. Danach kön­nen Sie vom Vertrag zurücktreten, oder Schaden­ersatz verlangen; ein Anspruch auf Erfüllung ist jedoch dann ausgeschlossen.

6. 0., Gießen. Der Erlaß einer Steuer aus Bil­ligkeitsrücksichten kann ausnahmsweise bann ge­währt werben, wenn durch die Ablehnung des Er­laßantrags die Bestreitung des notwendigen Un­terhalts vorübergehend ober dauernd gefährdet würde, bei Gewerbetteibenden außerdem, foferil die Fortführung des Betriebes erheblich gefährdet würde. In den meisten Fällen soll die Steuer je­doch nur zinslos gestundet und in Teilzahlungen abgetragen werden. Für den Erlaß sind die Finanz­ämter zuständig, die auch nähere Auskunft erteilet