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Dienstag, 13. November 1934

Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

D. 266 Drittes Blatt

Die Brandstätte in der Seisensabrik Mobs

Neue Rentenbankscheine.

kommt der rollende Stall und das lange schreckliche

en

drin in einem Gewirr von

Titus wir- Soldat

Bon Walter Bloem

Das verheerende Feuer, das in der Nachr zum Montag das Betriebsgebäude der Seifenfabrik Mobs an der Rodheimer Straße in Schutt und Asche legte, hat eine grauenhafte Stätte der Zer­störung geschaffen. Unsere beiden Bilder vermitteln einen Eindruck von dem Ausmaß der Zerstörung.

Ueberall ragen die kahlen Mauern empor, ver­kohlte Balken liegen kreuz und quer, verbeulte und verrußte Tonnen liegen da und dort, verbogene Leitungsrohre liegen in wirrem Durcheinander.

auf der Heide. Diesmal klingt es schärfer, durch­dringender. Man kommt an einer Stelle vorbei, da stehen diese seltsamen Wagen aufgefahren mit nur einem Räderpaar, und es liegen lange baum­stämmige Rohre darauf, die zuweilen plötzlich einen fürchterlichen Ton von sich geben, wie das Aufbellen eines Dorfköters aber ins Riesenhafte verstärkt und dann fährt eine Flamme heraus, ein weißer

höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichtsan­stalten, sowie den Stadt- und Kreisschulämtern fol­gende Abschrift einer Bekanntmachung des Reichs­ministers des Innern mit:

Im Einvernehmen mit dem Stellvertreter des Führers ist die Frage des Eintritts von Beamten in Organe von Konsumgenossenschaften künftig nach folgenden Gesichtspunkten zu behandeln:

Sofern es sich um eine bloße Zugehörigkeit zu Verbrauchergenossenschaften handelt, die nicht mit

wüste weiße, von schwarzen Schwaden und grellen Blitzen durchzuckte Wolke türmt sich auf, es kreischt, entsetzliche Töne winseln und heulen durcheinander, daß Titus entsetzt sich aufbäumt und sich Herum­werfen will, um besinnungslos auszureißen.

Der Herr hält ihn mit unwiderstehlichem Knie­druck und straffgespannter Kandare fest, zwingt ihn, in ruhigem, beherrschtem Schritt geradeaus weiter-

zwischen ihnen hastet ein Hin ....

tenen, rasche Befehle flattern, jeden Augenblick ver-

Titus begreift das alles nicht. Immer und immer wieder brauft's und orgelt's von vorn in den Lüf­ten heran, prasselt der eiserne Regen, schleudert Mann um Mann, oft ein halbes Dutzend zugleich, in die Stoppeln. Warum wirft der Herr seinen Titus nicht mit den Schenkeln herum, in tollster Karriere diesem Schrecknis zu entrinnen?

Titus fühlt: es muß fein. Es ist wichtig, daß mir hier sind, wo es so abscheulich ist, an diesem strah­lenden Spätsommertage viel ungemütlicher und be­drohlicher als früher bisweilen im Regentreiben, im Hagel, im Schneesturm. Es ist wichtig, daß es

ändert sich in der gleichen Richtung, quer i Aecker, Wiesen, wacholderstruppiges Oedland

nen regungslosen Herren liegen, steif und starr, eines seiner Beine steckt eingeklemmt unter des Titus Rumpf. Die Gefolgschaft ist verschwunden nur daß ringsum zahlreiche andere Männerkör­per liegen, regungslos oder unter Schmerzenslauten sich krümmend. Und immer noch streben dichte Marschkolonnen nach vorwärts, an den Hingestreck­ten vorbei, über sie hinweg.

Titus fühlt, wie Wärme, Gefühl, Wollen, Er­innern langsam aus seinen Gliedern, seinem Hirn hinwegrinnt. Er weiß jetzt auf einmal, wohin der Weg seiner Kameraden führte, wenn sie aus dem Stalle weggeholt wurden auf Nimmerwiedersehen. In ihm ist ein letzter Dank, eine letzte ruhige, ver­söhnte Zufriedenheit, daß er nicht von einem rohen, stiernackigen fremden Kerl mit Fußtritten aus der Box gezerrt worden ist, um einem unwürdigen Ende entgegengeschleift zu werden nein, daß er bis zuletzt feines edlen Blutes würdig leben durfte, aufrecht und stolz einen aufrechten, stolzen RÄter tragen, den er liebte, dem er freudig gedient «at bis zuletzt, um sein Schicksal zu teilen. Titu» rer» steht es nicht, aber dunkel empfindet er, daß efc kein alltägliches und gemeines Schicksal war, son­dern wert, in versammelter, hochgereckter Haltung, leuchtenden Auges erduldet zu werden.

kleinste Spende ist auf 5 Reichspfennige festgesetzt, für höhere Spenden werden entsprechend mehr Scheine verabfolgt. Der Erlös aus der Sammlung fließt dem Winterhilfswerk des deutschen Volkes zu.

Beamte und Lehrer

in Verbraucher-Genossenschosten.

Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kul­tus, Kunst und Volkstum teilt den Direktionen der

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58-29 0.206 3-053 55-50 8b uS 16-42 I66,j4 91-34 0-726 5,70 62-44 49-Oj 11- 64- 81-0?

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gerufen. . r,

Unter Hinweis auf die Ihnen mit Ausschreiben vorn 12. September 1934 bekanntgegebenen Richt- Knien für die Zusammenarbeit von Schule und Be­rufsberatung verbieten wir, amtliches Material für Zwecke der Berufsberatung an andere Stellen als an die amtlichen Berufsberatungsstellen abzugeben."

Pfundsammlung

in der Ortsgruppe Gießen-Nord.

Donnerstag, 15. November, findet eine Pfund- fammlung im Vereid) ber Ortsgruppe !Gießen-Nord statt. Alle Volksgenossen bitten wir, die uns zugedachten Spenden verpackt bereit­zuhalten, damit sie von den Sammlern ohne Zeit­versäumnis in Empfang genommen werden können. Weiterhin bitten wir, den Inhalt und das Gewicht der Pakete auf die Verpackung zu schreiben, weil für jede Spende eine Quittung ausgestellt wird.

Jeder gebe nach seinen Kräften!

Iieichsberufsgruppen der Angestellten in der OA§.

Fachgruppe Banken.

Die nächste monatliche Zusammenkunft findet nicht am Mittwoch, 14. November, sondern am IDonnerstag, 15. November, im Orts­gruppenheim der Reichsberufsgruppen der Ange- I stellten in der DAF., Lonyftraße 18, statt. Es spricht Pg. Dr. Kruse überAußenhandel und I Transferlage."

Ehrenabend beim Postverein 1906.

Der Postverein 1906 Gießen unter dem Vorsitz von Vereinsleiter Postsekretär Pg. Adam Lotz, ver­anstaltete am Sonntagabend imHotel Kobel" einen Ehrenabend für zehn Postbeamte, die ihr 25jäh- riges Dienstjubiläum begehen tonnten. Während früher nur untere Postbeamte diesem Ver- 1 ein angehörten, ist es jetzt dank der nationalsozia- : listischen Revolution möglich geworden, daß, wie es an diesem Abend in schönster Harmonie erfolgte, alles, vom jüngsten Postschaffner bis zum Post­direktor in wahrer Volksgemeinschaft vereinigt war.

Der Vereinsleiter, Pg. Adam Lotz, ein alter Kämpfer, begrüßte die mit ihren Frauen erschiene- i nen Berufskameraden und sagte u. a., daß es bei der Post nicht üblich sei, die Dienstjubilare ähnlich : wie bei der Reichsbahn oder in andern Betrieben i1 durch Anerkennungsschreiben der oberen Dienststellen

Zeitschriften.

Das Inselschiff" (Herbst 1934) wird eingeleitet durch einen Aufsatz von Max Sidow zum Gedächtnis von Theodor Däubler: ein Bild des verstorbenen Dichters, seinHerbstgesang an Hellas" und zwei Gedichte aus demNordlicht" runden das von Sidow entwickelte Bild charakteristisch ab. Adolf von Grolman schreibt über StiftersWitiko" (aus der Vorrede zu einer Volksausgabe des Insel-Ver­lages). Karl Heinrich Waggerls Freunde werden mit Vergnügen dessen ErinnerungenAus der Kindheit" lesen. Als neuester Band derDeutschen Meister" erschien Arthur Burkhards Monographie über Hans Burgkmair; das vorliegende Heft bringt eine Probe aus den Schlußbetrachtungen und das Bildnis der Barbara Schellenberger. Ferner lesen wir hier einen Abschnitt aus dem chinesischen Aben­teuerromanDie Räuber von Liang schon Moor"; Gedichte von Mühlberger und Meckel; eine Würdi­gung Rilkes von Fritz Dehn; und ein Gedicht Sankt Christofforus" aus dem kürzlich erschienenen neuen Band derSpäten Gedichte" von Rilke. Die Mitteilungen des Verlages am Schluß des von Karl Weißer mit gewohnter Sorgfalt und Liebe redigierten Heftes unterrichten über die neue Pro­duktion der Jn^eU

Aas -er provinzialhauptsia-t.

Kann soll das Obst gegeffen werden?

I len Leser mag diese Frage souberbar anmuten ntJ ihre Beantwortung als selbstverständlich er= che nen lassen. Doch dem ist nicht so. Wann aber 1 st das Obst genutzreif?

Dir wissen, daß die Entwicklung des Obstes bei ' )et Ernte keineswegs beendet ist sondern die - itn chte leben weiter, wie man zu sagen pflegt. Die b L-Zrverdunstung - das Obst schwitzt bald nach hen Abmachen regelt sich in den Fruchten, L, erden, wird die Stärke in Zucker verwandelt, i. Abnahme der Säure ift 3u tonftaheren u. a. m. cir dem Augenblick, wo das Obst dieses Stadium erricht stellt es seinen Höchstwert dar. Dann muß »5 verzehren, sofern es an Gute nicht einbußen svl Genau so, wie etwa der Wein nach der Er­regung des Höhepunktes nach und nach an Ge- hal- verliert, so ist es auch beim Obst; nur noch mii dem Unterschiede, daß das Obst in viel kürzerer iieir als der Wein seiner Vollwertigkeit verlustig

Titus ist ein isabellenfarbiger ostpreußischer Hald­ol t-Wallach mit schneeweißer Blässe, mattweißen Isc sein, ungekürztem Schweif. Er war lang seines Achters Reitpferd. Aber eines bitteren Tages ist ^hus an den Tattersall einer benachbarten Groß- iQt verkauft. Er schleppt, was sein neuer Chef hn aufpackt Schlanke Jungen von sechzehn, die och zwei Stunden im Sattel kleben wie drin ge- l0-en und Dickbäuche, die sich hinaus und hinunter mn lassen müssen. Beim Trab schaukeln sie. Die eOten sind immer noch die steifbeinigen alten Her- die einmal richtige Reiter waren, nur daß die Wochen morsch bis zum Zerbrechen geworden sind.

Titus weiß, daß das Schönste vom Leben vor- üter ist. In die geliebte Weite der Walder und L efen kommt er nur noch zur guten Jahreszeit urD bei schönem Wetter hinaus.

And doch: gänzlich unerwartet kommt etwas, ia» Titus sich niemals hatte vorstellen können Plötzlich ist alle gewohnte Ordnung auf den Kopf Mellt Es kommen keine Schüler zum Retturtter- icvt. Die Stallmeister, die Reitknechte treten spat jtd hastig an sie sehen ganz anderes aus als lauft, tragen seltsame Röcke, Hosen, Mutzen von ir gleichen stumpfen Farbe und den gleichen Schnitt. Ein Kollege nach dem anderen wiro aus k- Bor geholt und gesattelt, ein Stallknecht sitzt Hilf, hinaus mit den Zweien.

Es liegt etwas Großes in der Luft, es scheint, -- wird noch einmal wieder eine Lust sein Au

Erfreulicherweise können wir, nach Mitteilung der Geschäftsleitung der Firma M ö b s, berichten, daß durch das bedauerliche Brandunglück keine Ar­beiter und Angestellten der Firma ar­beitslos werden. Im Hinblick auf die volkswirt­schaftliche Bedeutung der Arbeitsbeschaffung hat sich die Firma, trotz erheblicher technischer Schwierig­keiten, entschlossen, alle ihre Arbeitskräfte weiter zu beschäftigen, und zwar zum Teil auf dem Werk in Aßlar, zum Teil bei den in Gießen notwendigen Aufräumungsarbeiten..

le:i en ... .

Dann geht's Schlag auf Schlag. Titus ist wieder D-jied einer großen Gemeinsamkeit. Zwar ist sie ingft nicht so bunt und blinkend wie damals, alle s rben sind glanzlos und gedämpft. Aber das Ge- des großen, machtgeschwellten Zusammenhan- se'S ist da, die Ahnung eines gewaltigen, sinnvollen Iyns, das wundervoll erhöhte Daseinsgefühl .. -

Zs ist alles so wie damals. Ein einziger Herr ist ic^bem Titus mit Wonne gehorcht. Ein Knecht ist ic der Titus striegelt und füttert. Und wir werden nihr und immer mehr, in den ummauerten und 3CT hohen Gebäuden umstandenen Hof, in dem mir II vt daheim find, strömen immer neue Wogen von || Zinnern und Pferden herein. Nach wenigen Tagen irb wir fcheint's, alle beisammen, es geht mit |b nq und Klang durch die Straßen zu dem lang | i igeftreeften Gebäude mit den vielen blinkenden Wkhensträngen, den Hallen und Rampen. Dann

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5ei sehr vielen Obstsorten ist dieser Zustand der Kosten Güte, den wir als Genußreife bezeichnen, chm an der hellen gelblichen Farbe zu erkennen. Mere wieder einige Birnarten zeigen hin- sichlich ihrer Färbung zwischen Baum- und Ge- ngreife kaum einen Unterschied. In diesem Falle sin! die Erkennungsmerkmale in dem Weichwerden )ei Birnen vom Stiele und dem der Aepfel vom MSlche her zu erblicken. Aus diesem Grunde wird chii beim Lagern des Obstes empfohlen, die Bir- icr möglichst mit dem Stiele und die Aepfel mit H)ett Kelche nach oben zu bringen. Die beschleunigte Stjtr verzögerte Genußreife des Obstes hängt ; int ft von dem Aufbewahrungsraum ab. Je Heller uni wärmer das Obst gelagert ist, desto rascher ich die Umwandlung der Stärke in Zucker usw. )o- sich, um so früher sind die Früchte eßreif, und chl gesundheitlicher Wert ist am höchsten. In küh­let 'und dunklen Räumen verlangsamt sich der

1 Rtfevorgang beträchtlich.

Angesichts dieser Tatsache läßt sich die Zeit der - Werreife einigermaßen regeln und, wenn ge- ! Mischt, um Wochen hinausschieben, was gerade |ifii den Verbrauch des Obstes im Haushalte von grfcer Wichtigkeit ist. Trifft man nun die Auswahl ta Obstes so, daß sich immer die Lagerreife der fcften Sorte an die verbrauchte anschließt, so hat

einem Entgelt zugunsten der Beamten verbunden ist, greift die Anordnung des Stellvertreters des Füh­rers sinngemäß Platz, nach der wegen Zugehörigkeit zu Verbrauchergenossenschaften kein Partei- ' oder Volksgenosse angegriffen oder benachteiligt werden darf. In den Fällen aber, in denen Beamte in Or­gane von Verbrauchergenossenschaften eintreten und dafür eine Entschädigung erhalten, darf gemäß § 11, Ziffer 4 des Gesetzes zur Aenderung von Vorschrif­ten auf dem Gebiete des allgemeinen Beamten-, des Besoldungs- und des Derfolgungsrechts vom 30. Juni 1933 eine Genehmigung nicht erteilt wer- 1 den, weil Konsumgenossenschaften nicht gemein­nützige, sondern auf Erwerb gerichtete Gesellschaften sind.

Ich ersuche, dementsprechend die vorliegenden Fälle einer Nachprüfung zu unterziehen und gemäß dieser Anordnung zu behandeln."

Schule und Berufsberatung.

I Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kul- I tus, Kunst und Volkstum teilt in einem Schreiben an die Direktionen der höheren Schulen, der ge­werblichen Unterrichtsanstalten, an die Kreis- und Stadtschulämter folgendes mit:

Die Beratung der Entlaßschüler des Jahres 1935 hat in engster Zusammenarbeit zwischen Schule und Berufsberatung in allen Arbeitsämtern des Bezirks des Landesarbeitsamtes Hessen begonnen. Aus Krei­sen der Berufsberater wie auch der Schulleiter werden Klagen darüber laut, daß auch andere Stel­len als die amtlichen Berufsberatungsstellen sich an die Schulen wenden, um für Zwecke der Berufs­zuführung der Schulentlassenen amtliches Adressen­material usw. zu erhalten. Für die Schulen wird dadurch eine Störung und Beunruhigung hervor-

MB Die Deutsche Rentenbank macht bekannt, da! ab Ende November 1934 neue Rentenbank- diiane über 50 Rentenmark (3. Ausgabe) mit dem Ausstellungsdatum 6. Juli 1934 ausgegeben wer- )n_ Die neuen Scheine treten an die Stelle der )j<eer ausgegebenen Rentenbankscheine über 50 leitenmarf (2. Ausgabe) vom 20 März 1925; die nor) umlaufenden Scheine der 2. Ausgabe behalten obir bis auf weiteres ihre volle Gültigkeit.

Die lieichspost unterstützt das WinterhilfSwerk.

DNB) Bekanntlich vertreibt die Deutsche Reichs- auch in diesem Winter wieder Wohlfahrtswert- zethen zugunsten der Deutschen Nothilfe, und be­lfert die Sendungen des Winterhilfswerkes unter cHdjterten Bedingungen als Postgut. Zur weite- n Unterstützung des Winterhilfswerkes hat jetzt dl Reichspostminister zugelassen, daß die Führer bi Kraftposten an Sonn- und Feiertagen bis Ende Wrz 1935 Geldspenden von den Fahrgästen sam- Mn. Die Kraftwagenführer geben an solchen Tagen 1 Liendenscheine über je 5 Reichspfennige aus. Die

Koloß, der sich aufbäumte bis ins Himmelsblau. zuqehen. ,

Heut lastet über dem ganzen Tun ein finsterer! Titus begreift: hier lese efahr a er,

verbissener Ernst. Titus spürt's am Sitz des Herren,! diese muß bestanden werden. Der Herr ift ent- der achtlosen, heftigen Weise, wie er die Hülsen schlossen, sie zu besteh . innerlich immer

gibt, als dächte er gar nicht an das atmende, herz-; Titus suhlt, wie de H sch ch klopfende Stück Leben zwischen seinen Schenkeln, starker versammelt s 3 _

Die Schar von Männern, bie genau so achtsam und bestehen zu konnem Sem Stolz und seine Freude willig den Befehlen des Herren folgt, wie Titus sei- strömen mTitus-über. Gr weife es meinem ner bloßen Willensregung gehorsam ist, zeigt auf wundervolles Bild H 4-1 - 9 «npfpn

allen Gesichtern den gleichen grimmigen, gesammel- - sein Augenblick, b mifnprirhtpt in nnfnhpriaer

ten, angespannten Ausdruck. Noch stecken wir mitten sarnrnengewachsen, ^nb fein

~ Männerhaufen Aber 1 Haltung, der ewige deu sche Rettersmann und sein

und Her von Berit- ewiges Roß, ein Vorbild den Gefolgsmannen die 0 " ' - * ver- an ihrem Anblick sich aufrichten zum adligsten

über Mannestrotz und Mannesstolz: das Leben emsetzen ______i zu dürfen für höchster Pflichten opferselige Bewab- dorthin, wo 'bas unheimli^UKe brodelt, nach i rung a[k5 au5. Wie ein Blitzschlag ist-,

°°Ünd nun geschieht etwas Unbegreifliches. Unserm chineingesahren in^ben^Sjcrrn unb JRof! o^nr

Marsch entgegen schwillt ein scharfer, gurgelnber > datz es einem non ihnen noch zum Lewusi^ein g Ton. Dann kracht's in den Lüften, drei-, viermal kommen wäre. miprfpffhinhe maa oeraanaen blitzt's, weiße Bällchen von Qualm stehen in der; Roch einmal, em iPrfdimetter'tem Schädel blauen, sonnendurchgoldeten Luft, jetzt prasselt etwas sein, flackert m des Tttu^^.^^chmettertem Sch ö l auf uns nieder, ein Regen, ein Schloftenhage, glüh, der Funke des Lebens d°npfln!)en, auf. Lr

[fim stets das nötige Quantum Obst zur Hand. Tre­te! aber dennoch einmal anormale Verhältnisse Tv. d h. verspätet sich die Genußreife einer Obst- ar so kann man selbst die Reife regulieren, indem mn aus einem kühlen, dunklen Raum die Fruchte in #inen helleren und wärmeren bringt. Im allge- mmen reifen Birnsorten auf dem Lager mehr zu glücher Zeit als Apfelarten, weshalb man schon bii ersteren möglichst dunkel und kühl aufbewahrt.

Geschaukel im Halbdämmer.

Schließlich geht auch das zu Ende. Ein endloses Marschieren beginnt, tagelang, halbe Nächte lang. Es ist sehr ermüdend und stumpfsinnig; gut, daß man so viele Gefährten um sich sieht, die genau so scharf herangenommen werden.

Doch jetzt kommt ein Tag, da wird es wieder anders. Die Marschkolonnen verlassen die Straße und versammeln sich zu mächtigen Gevierten, es ist ein gewaltiges Sichstrafsen und Aufrecken in jedem fZS ift schr°"err°gt,^er i »Ä'gM Zwischen sich noch anbere Getöse

Ruhe und Haltung also tut Titus es auch, obwohl dazwischen: es zwitschert am Ohr vorüber wie gÄÄÄ Nerven auflhn llber- ros°nber^,u^°°^ Hummeln unb^ormsfen, wie

Gebrumm ärgerlicher Käfer, nun saust etwas

Ein Getöse klingt auf wie es auch bamals Schwarzes, Rouchumfchweltes oom Himmel nieder, «8 ÜS*J5C-S. Ä2