Einzelbild herunterladen

Wirtschaft

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse

Berlin

jrannui u. jji.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt 0.21t

Schlußk. (CAinfi. ^chlußk.

OTcnb. OTlifog.

bSi-se tuf* börse

11.10. | 12-10.

27,75

28,13

95,13

104,75

105

80 I

133 I

80,25

Banknoten.

o

8

8,1

Sie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt

5 v. H.

95,75

92,9

100-25

95

93

93,5

0 0

6 6

143,5

215

93,5

41,25

30,13

190

30

190

104,9

93

93

93

93,5

94,25

95

93

93,25

94,25

101,75

104

92,5

92,9

93

93,75

1,35

7,65

7,1

7

14,5

96

93,25

100,7

28,75

145,25

104,5

119

76,75

110,75

99,5 94

143

123

118,5

78,13

76,65

30,9

80,75 96

72

76

78.5

147,5

. o . 0 . 0

. 0

. 0

, 7

. 0

0 0 0

10 0 0

ä

7

-J 0 o 0

63,25 66,5

48-13 65,75

51

59

33,25

217

166 132,25

63,25

66,5

48

66,5

51,25

59

32,75

218

167,5

132

80

114,5

133

144,25

93,5 40-5

118,5

77

75,75

30-25

80,5

95,5

71,25

75,5

78,25

146,5

30,4

189,75

108

63,25

129

48,5

66.25

124

51

59

88

32,65

216

166

28,5

145,4

105

118,5

77,25

110,13

99-75

94

142,25

123,25

4,75

7 4,05 36,25

27,75

25

30,25

80,5

96 70,75

75

77,75 146

144,25

216

93,5

41,5

95,75

93

100 ,75

eiferet Rückgang Der Arbeitslosigkeit im Landesarbeitsamtsbezirk Hessen.

96

93

100,13

30,9

80,5

96

72

76,25

78,5

147

4,9

4,3

36,1

28,5

dem Ausgleich von bisherigen Interessengegensätzen unter Wahrung der Interessen der Verbraucher­schaft.

Das Gaststättengesetz verfolgt u. a. das Ziel, den Verwaltungsbehörden ein Instrument an die Hand zu geben, um eine Verminderung der allzu zahl­reichen Gast- und Schankstätten zu erreichen. Die nötige Handhabe hierzu bietet u. a. die Verkürzung der Karenzzeit. Während früher nach den Bestim­mungen der Reichsgewerbeordnung dem Inhaber einer Gast- oder Schankstättenkonzession, der seinen Betrieb eingestellt hatte, die Wiederaufnahme in­nerhalb von drei Jahren erlaubt war, sofern er auf seine Konzession nicht verzichtet hatte, beträgt die Karenzzeit heute nur noch ein Jahr, andern­falls gilt die Konzession von Gesetzes wegen als erloschen. Es besteht nur noch die Möglichkeit, daß im Einzelfalle durch einen entsprechenden Antrag eine Verlängerung erreicht wird. Diese Bestimmung des Gesetzes ist besonders für den Hausbesitzer von Bedeutung, da sein Grundstück durch Erlöschen der Konzession entwertet werden kann.

109-75 63,5

130 48,75

67 124,25 51,25 59-25

88 32,4

218 167,75 132,25

101-75

28,75

1,3

7.65

7

7,13 14-25

A.E.G..

Bekula.

86,25

108,5

64,5

106

86,25

107,65

64,5 106

76,65

119,25

77,25

76,5

28,75

145,13

104,75

118,25

77,4

110,75

101,5

94.75

140,75

123

87,5

107,5

64,65

106,13

77

152

118,5

77,5

76,75

143,4

93,5

41,13

87 I

80 I

LPD. Frankfurt a. M., 12. Okt. Die Presse­stelle des Landesarbeitsamtes Hessen teilt mit:

Die Zahl der bei den Arbeitsämtern im Landes­arbeitsamtsbezirk Hessen gemeldeten Arbeitslosen hat bis Ende September gegenüber dem Stand von Ende August um 1739 oder 1,2 v. H. abge­nommen.

Der Rückgang der Arbeikslofigkeik ist um so beachtlicher, als er nicht durch die öffentlichen Arbeitsbeschaffungsmahnahmen, sondern durch die fortgesetzte Aufnahmefähigkeit der freien Wirtschaft verursacht worden ist.

Die Zahl der Maßnahmen, die mit Mitteln der Reichsanstalt mit Grundförderung gefördert wer­den, hat sich im Laufe des Berichtsmonats sogar um 10, die Zahl der bei diesen Maßnahmen be­schäftigten Notftandsarbeiter um rund 700 ver­mindert.

Die Zahl der Arbeitslosen betrug Ende Sep­tember noch insgesamt 147 043, davon waren 19 070 oder 13 v. H. Frauen. Sie liegt damit um rund 87 000 oder 37,1 v. h. unter dem Stand vom gleichen Stichtag des Vorjahres und ist um rund 185 500 oder 55,8 v. h. niedri­ger als zur Zeit der Machtübernahme durch den Führer.

Besonders erfreulich ist der Rückgang der Arbeits­losigkeit in den großstädtischen Bezirken Frank­furt (minus 1231 oder 2,8 v. H.) und Kassel (minus 818 oder 4,8 o. H.). Auch andere Bezirke haben einen zum Teil erheblich über dem Durch­schnitt liegenden Rückgang aufzuweisen, u. a. der überwiegend industrielle Arbeitsamtsbezirk Offen­

28.75 145,25

104,25

118,5

77,65

111

101,25

94,75 142 123

87,25 107

64,4

106

titat befriedigend, Im übrigen traten keine Verände­rungen ein. Aepfel! 12 bis 16, II 8 bis 10, Wirt- Ichaftsäpfel 7 bis 8, Goldparmänen I 12 bis 16, II 8 bis 10, Boskop I 12 bis 16, II 9 bis 11, Schaf- nafen 7 bis 8. Birnen I 10 bis 15, II 6 bis 9, Koch- birnen 4 bis 6, Mollebusch 7,5 bis 10, Bananen, Rijte 12,5 Kilo, 7 bis 8 Jam., Feigen, 25-Kilo-Sack, ch5 bis 9, Haselnüsse 30 bis 33, Kastanien 8 bis 10, ?r^eIb*eren 25 bis 26, Quitten 6 bis 8, Trauben Lu* 12' bulg. 19 bis 20, ital. 15 bis 16, span.

Z-S ??' Walnüsse 16 bis 20, franz. 40, Zwetschen 15 bis 18, Zitronen, lose, 50 Kilo, 24 bis 25.

Frankfurter Buttermarkt.

, }J..ra- M- 12. Okt. In deutscher sowie holländischer Butter ist das Angebot sehr knapp. Seitens der Reichsstelle werden jedoch in größerem Umfange Zuweisungen oorgenommen, die zumeist aus dänischer Butter bestehen. Auf Grund dieser knappen Zufuhren war das Geschäft bei der regen Nachfrage des Konsums gut, und auch Kühlhaus- butter wurde flott abgesetzt. Die Preise haben auch weiterhin keine bemerkenswerte Veränderung er­fahren, Spitzenqualitäten werden allerdings höher bezahlt. Es notierten in RM. pro 50 kg frei Frnnk- surt a. M.: Deutsche Markenbutter 145 bis 148 feine deutsche Molkereibutter 143 bis 145, deutsche Molkereibutter 140, Landbutter 125 bis 130, dänische Butter 145.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 12. Okt. Im Frankfurter Eiergroßhandel beschränkt sich das Geschäft infolge der außerordentlichen Knappheit an frischer Ware hauptsächlich auf Kühlhauseier. Auch aus Holland, Dänemark, Belgien bleiben die Zufuhren an frischer Ware sehr klein, lediglich aus den Balkanländern sind die Anlieferungen etwas reichlicher. Obwohl die Preise eine weitere Erhöhung erfahren haben, war das Geschäft gut, so daß die angelieferten Men­gen glatt plaziert werden konnten. Es notierten in Pf. pro Stück frei Frankfurt a. M.: Holländer Kl. S 12V2, Kl. A 12, Kl. B IIV2. Dänen Kl. S 12Vt, Kl. A IIV2 bis 12, Kl. B 11 bis IIV2. Bulgaren IOV2, Jugoslawen IOV2 bis 11. Deutsche Markeneier (Kühlhausware) Kl. S IOV2 bis IIV2, Kl. A 10 bis 11, Kl. B 10 bis IOV2. Kl. C 9V2 bis 10, Kl. D 8V2 bis 9.

Mainzer Getreidemarkt.

Mainz, 12. Okt. Es notierten (Großhandels­preise je 100 Kilogramm loko Mainz) in Mark: Weizen 20,80, Roggen 16,80, Hafer 15,20 ab (Sta­tion, Braugerste 19,50 bis 20, Jndustriegerste 19, Malzkeime 15,50 bis 16, Weizenkleie 10,60 (Müh­lenpreis), Roggenkleie 9,84 (Mühlenpreis), Weizen- futtermehl 12,90, Biertreber 17,25 bis 17,35, Soya- schrot 13 (Fabrikpreis ab Station). Allgemein­tendenz: Brotgetreide stetig, Gerste ruhig, Oelhal- tige Futtermittel gesucht.

Buderus ...................0

Deutsche Erdöl .............. 4

Gelsenkirchener.............. 0

Harpener...................o

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 0

Ilse Bergbau ...............6

Ilse Bergbau Genüsse........ 6

Klvcknerwerke ...............c

Mannesmann-Röhren........0

Lleserungsgesellschäst Licht und Kraft ... gelten & Guilleaume u

»hKS!S;fre,e^:URletne6munfl- 5 Rheinische Elektrizität ..... 6

Echuckert LCo......... 5

SiemensSHalske.....7

LahmeyerLEo............. 10

0 30,13

< 80

8

Viele Konzessionsinhaber sind auf den Ausweg verfallen, das Gewerbe durch einen Stellvertreter ausüben zu lassen, nachdem die Konzessionsbehörde die Erlaubnis hierzu erteilt hat. Wenn eine solche Erlaubnis erteilt ist, so kann diese leicht den Cha­rakter eines Pachtvertrages annehmen. Solches würde vorhanden fein, wenn das in der Wirtschaft ausgeschänkte Bier nicht vom Konzessionsinhaber selbst bestellt und bezahlt wird (ebenso Zigarren, Zigaretten usw.), und wenn der Konzessionsinha- der nicht die Ausschankpreise selbst bestimmt. Wenn das alles der Stellvertreter macht, liegt ein Pacht­verhältnis vor, so daß die Konzession schon nach einem Jahre erlischt. Diese Tatsachen sind in einem Reichsgerichtsurteil klar ausgesprochen worden, so daß alle Konzessionsinhaber, die sich eines Stell­vertreters bedienen, ihre Verträge dementsprechend überprüfen müssen auch im Interesse des Haus­wirts, wenn sie nicht Gefahr laufen wollen, daß ihre Konzession nach einem Jahre erlischt.

Am Kassamarkt blieben Großbankaktien weiter gefragt bei noch leicht erhöhten Kursen. Tagesgeld unverändert 3 v. H.

Abendbörfe: ruhig.

Im Hinblick auf den bevorstehenden Wochenschluß herrschte an der Abendbörse auf fast allen Markt- Sebieten weitgehendste Geschäftsstille, zumal der rberetngang klein war und auch sonstige Anregun­gen fehlten. Die Grundhaltung blieb unverändert freundlich, die Berliner Schlußkurfe konnten sich zumeist gut behaupten. In Nachwirkung der erhöhten Farbenausfuhr erhielt sich für Farbenindustrie etwas mehr Interesse, einzelne Papiere lagen auch um Bruchteile eines Prozentes niedriger. Groß- bankaktien lagen ruhig und unverändert, nur DD- Vank (76,25) noch 0^25 v. H. höher. Hypotheken­bankaktien hatten zu Mittagskursen noch einiges Geschäft.

Am Rentenmarkt war das Geschäft bei kaum ver­änderten Kursen ebenfalls nur klein. Zertifizierte Dollar-Bonds und Reichsmark-Anleihen bröckelten eher etwas ab. Von fremden Werten gaben 4 v. H. Schweizer Bundesbahn von 1912 um 3,50 v.H. auf 188 v. H. nach.

U. a. notierten: Altbesitz 100,75, 6 v. H. Stahl­verein 80, Schutzgebietsanleihe 9,65, 6 (7) v. H. Stadt Frankfurt 83,75, 6 v.H. Stadt Frankfurt wertbeständige Anleihe von 1926 80,50, ADCA. 52,50, Commerzbank 72, Dresdner Bank 78,50, Pfalz. Hypotheken-Bank 83, Reichsbank 147, Bude­rus 87,25, Gelsenkirchen 64,40, Harpener 106, Ilse Genuß 118,40 bis 118,50, Mannesmann 76,65, Rheinstahl 91, Stahlverein 42,75, Bekula 145,25, Bemberg 66,50, Zement Heidelberg 114,50, Scheide- anstalt 216, Licht und Kraft 118,50, IG. Farben 144,25, Hokzmann 80, Lahmeyer 123, Rheag 101,25, Schuckert 94,75, Thüringische Lieferung 103, Reichs- bahn-DA. 112,65, AG. für Verkehr 80,50, Hapag 28,13.

Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.

Frankfurt a. M., 12.Okt. Am Gemüse- markt blieb das Angebot in allen Gemüseärten stark, insbesondere aber für Blumenkohl, Kopfsalat, Wirsing und Weißkraut. Bei kaum veränderten Prei­sen war die Nachfrage unbefriedigend. Blumenkohl 10 bis 35, Buschbohnen 12 dis 15, Stangenbohnen 16 bis 18, Eskarol 4 bis 8, Feldsalat 25 bis 30, Salatgurken 15 bis 30, Karotten 3,5 dis 5, Kopfsalat 4 bis 9, Lauch 2 bis 6, Meerrettich 30 bis 35, Pfifferlinge 45, Steinpilze 40, Rosenkohl 18 bis 20, Rote Rüben 3,5 bis 4,5, Rotkraut 4 bis 5, Sellerie, je nach Größe, 5 bis 25, Spinat 4 bis 5, Schwarz­wurzeln 15 bis 18, Tomaten I 8 bis 10, II 4 bis 6, Weißkraut 2,5 bis 3, Weiße Rüben 4 bis 5, Zwie­beln 5,5 bis 6.

Am Ob ft markt blieben die Zufuhren in Aep- feln und Birnen stark, auch für Trauben haben sie sich wieder verstärkt. Bei leicht ansteigenden Preisen war die Mchsrage nach Aepfeln und Birnen 1. Qua-

<% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 (% ehem.7°/o Dt. Neichsanl. v. 1929 1%% Doung-Anleihe von 1930 ..

! rutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten .............

' esgl. ohne Auslos.-Rechte......

(% ehem.8°/« Hess. Bolksstaat 1929 102%)............

m Landesbank Darmstadt Gold M. 12..................

Ass. Landes-Hypotheken-

Pr°»'nz-Anlethe mit Auslos.-Rechten .............

Sammeläbl. Än>

l eilte Serie 1 mit Auslos.-Rechten

8Z° Franks. Hyp.-Bank OQwlöpfe. 15 unkundbar bis 1935

7X° Franks. Hyp.-Bank Gotdpse. 16 unkundbar bis 1936 &i°/o ehem. 4Vt% Franks. Hyp_. Bank-Liqu.-Psandbriefe..

&!=% ehem. 4'/-°/<» Rheinische Hyp.-Bank-Lmu.-Goldpse. .

i'» ehem. 8% Pr. Landespsanl» »riefanstakt, Pfandbriefe R. 19 ehem. 7% Pr. Landespfand.

"nefanstalt, Pfandbriefe R. 10 . b-uergutsch. Verrechnungskurs..

[l Oesterreichische Goldrente....

Oesterreichische Silberrentc C Ungarische Gvldrente .......

«X Ungarische Staatsrente v. 1910 desgl. von 1913..........

14 nbgcst. Goldmexikaner von 99 U Tlirkische Zollanleihe von 1911 '« Türkische Bagdadbah»«Anleihe

12-10-

8,1

4,6

4-3

36

Schultheis Patzenhofer .....

Aku (Allgemeine Kunslseioe) Bemberg.................

Zellstoff Waldhof..........

Zellstoff Aschaffenburg .....

Dessauer Gas .............

Daimler Motoren..........

Deutsche Linoleum.........

Orenstein & Koppel ........

Leonhard Tietz............

Ehade ....................

Accu mulatoren-Fabrik......

Cvnti-Gummt.............

Grihner..................

Mainkraftwerke Höchst a.M.. Süddeutscher'Zucker.......

Der Beginn des Winterhilfswerks und der da­mit in Verbindung stehende Eintopfgericht-Sonntag machte sich am Schafrnarkt in einer lebhafen Nachfrage bemerkbar, so daß der merklich erhöhte Auftrieb von 477 (237) Tieren glatten Absatz fand. 1 Die Preise für Hümmel zogen etwas an, für Schafe : blieben sie ziemlich unverändert.

Der Schweinemarkt zeigt weiter stetige Haltung. Für beste fette Schweine besteht weiterhin rege Nachfrage, während geringe Tiere schwerer verkäuflich sind. Die Preise blieben unverändert, nach lebhaftem Handel wurde der um 381 auf 4942 Stück erhöhte Auftrieb ausverkauft.

Frankfurter Börse.

Attlkagsbörse freundlich.

Frankfurt a. M., 12. Okt. Die Börse zeigte eine weiter freundliche Tendenz, das Geschäft hat aber bisher keine nennenswerte Belebung erfahren. Die Auftragserteilung der Kundschaft blieb minimal, wodurch auch die Unternehmungslust der Kulisse kei­nen Austrieb erhielt. Indessen boten einige günstige Nachrichten aus der Wirtschaft weitere Anregung. So verwies man auf die deutsch-englischen Wäh- rungs- und Wirtschaftsbesprechungen. Auch der wei­tere Anstieg der ^deutschen Farbenausfuhr und die gut behauptete Roheisenerzeugung gaben eine Stütze.

Farbenindustrie hatten bei zunächst plus 0,25 v. H. etwas lebhafteres Geschäft, nach dem ersten Kurs zogen sie nochmals 0,25 v. H. an, dagegen gaben Deutsche Erdöl 1 v.H. und Goldschmidt 0,25 v. H. nach. Lebhafter lagen auch Schiffahrtswerte, Hapag 28 bis 28,25 (27,75), Nordd. Lloyd 30,40 bis 30,65 (30,25). Am Montanmarkt war das Geschäft zwar klein, die Kurse zeigten aber fast allgemein nach oben. So gewannen Buderus 0,50 v. H., Gelsen­kirchen und Mannesmann je 0,25 v. H., Harpener blieben zu 106 v.H. behauptet, nur Phönix bröckel­ten um 0,13 v. H. ab. Elektroaktien lagen zumeist fester, Felten mit plus 1 v. H. standen an der Spitze; Siemens erhöhten sich um 0,75 v. H., Schuckert um 0,50 v. H. Gesfürel um 0,25 v. H., AEG. lagen mit 28,75 unverändert, Licht und Kraft gingen 0,25 v. H. zurück. Ziemlich lebhaft und fest tendierten am Kunstseidemarkt AKU. (plus 1 v. H.), auch Bemberg setzten ihre Besserung um 0,50 auf 67 v. H. fort. Im einzelnen eröffneten Reichshankanteile 0,50. Braubank 1, Hanfwerke Füssen 0,75 v. H höher, Westdeutsche Kaufhof, Moenus Maschinen und Zell­stoff Waldhof lagen knapp behauptet. Am Renten­markt erhielt sich lebhafteres Geschäft in zertifizier­ten Dollar-Bonds, die auf sich erhaltende Umtausch­gerüchte in Reichsmark-Anleihen weiter anzogen. Höher, aber ruhig lagen außerdem Altbesitz (plus 0,13 v. H ), späte Schuldbücher (plus 0,25 v. H.), Kommunal-Umschuldung unv., während Stahlver­ein-Bonds auf die Vertagung der Gerichtsentschei­dung in der bekannten Streitsache bis zum Januar etwa 0,50 v. H. verloren. Von fremden Werten lagen Mexikaner bis 0,13 v. H. fester.

Die Börse war im Verlaufe auf allen Marktgebie­ten sehr still und die Kurse wiesen im allgemeinen keine nennenswerte Veränderungen auf, überwie­gend ergaben sich leichte Erhöhungen. Siemens kamen später mit 140,75 (143,75) zur Notiz, zogen aber wieder auf 142 o. H. an. Farben schwankten Zwischen 143,75 bis 144.

2lm Rentenmarkt zogen Altbesih, späte Reichs­schuldbuchforderungen und Kommunal-Umschuldung bis 0,25 v. H. an, Dagegen lagen Dollar-Bonds und Reichsmark-Anleihen später wesentlich ruhiger. Am Pfandbriefmarkt gaben sowohl Gold- und Liqui- bationspfanbbriefe als auch Kommunal-Obligationen von 0,25 bis 0,50 v. H. nach. Stadtanleihen no­tierten zumeist unverändert, 6proz. Mainz v. 28 aber zirka 1. v. H. höher. Staatsanleihen lagen still. :

dach (minus 747 ober 6,6 v. H.). In ber Land- wirtschaft bot die Kartoffelernte in ganz erheb­lichem Umfange Beschäftigungsmöglichkeiten auch für Arbeitslose aus nicht landwirtschaftlichen Be­rufen. Die Metallindustrie konnte im allgemeinen ihren Beschäftigungsstand behaupten. Eine gani erhebliche, saisonmäßig bedingte Abnahme der Zahl der Arbeitslosen, und zwar um 636 ober 13,1 v. H., hatte die Lederinbustrie (Portefeuille-Industrie) auf­zuweisen. Auch im Baugewerbe hat die Beschäfti­gung durch Belebung ber staatlichen und privaten Bautätigkeit zugenornmen. Das Bekleibungsgewerbe unb bie Angestelltenberufe haben ebenfalls eine überburchfchnittliche Abnahme ber Arbeitslosigkeit zu verzeichnen.

Ban den am 30. September bei den Arbeits­ämtern gemeldeten 147 043 Arbeitslosen er­hielten 24 184 Arbeitslosenunterstützung und 47 060 krisenunlerslühung. Die Zahl ber an­erkannten Wohlfahrtserwerbslosen ist ganz er­heblich, unb zwar um 3469 auf 48 113, gesunken. Die Zahl der in der wertschaffenben Arbeitslosen- fürforge beschäftigten Notstanbsarbeiter betrug Enbe September 16 089 gegenüber 16 797 Enbe August dieses Jahres.

Der Naubüberfall iu Mainz.

Zwei Täter bereits verhaftet.

LPD. Mainz, 12. Okt. Der Raubüberfall auf die Kontoristin der Sparkasse in Mainz-Mom- bach hat durch die Ermittlungen der hiesigen Krimi­nalpolizei bereits seine Aufklärung gefunden. Als Täter konnten drei junge Leute ermittelt wer­den, von denen zwei inzwischen f e ft g e n o m men wurden, während der andere noch flüchtig ist.

Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.

Das Getreidegroßmarktgeschäft hielt sich auch wäh­rend dieser Berichtswoche in engen Grenzen. Es trat kaum stärkerer Bedarf auf, soweit Brotge- treibe in Frage kam. Obwohl bie Landwirtschaft in den letzten Tagen infolge der Beschäftigung mit der Hackfruchternte aus dem hiesigen Gebiet Wei­zen nur in geringem Umfange abliefert, blieb das Angebot hierin doch weiter ausreichend. Die Nach­frage der Großmühlen blieb sehr klein, da alle Lagerungsmöglichkeiten ausgenutzt sind. Es verblieb daher auf den Lagerstationen eine große Menge unverkauft, wobei sich das Angebot in mitteldeut­schem Weizen mit recht hohen Naturalgewichten ver­stärkt hat.

In Roggen blieb das Angebot normal, b. h. die abgelieferten Mengen mürben von ben Provinz- niühlen glatt ausgenommen, wogegen die Großmüh- len auch hierfür nur wenig Kaufneigung bekundeten, zumal diese über recht schleppenden Roggenmehl- absatz klagten.

Zum Unterschied von Weizen war für Futter - getreide immer Bedarf vorhanden, der das kleine Angebot schlank aufnahm. Futtergerste ist weiter­hin nur vollkommen unzureichend angeboten, so daß Umsätze hierin so gut wie ausfallen. Auch das nur mäßige Haferangebot wird vom Konsum gern gekauft, vielfach wurden auch Aufgelder für hohe Hektolitergewichte bezahlt, zumal dieses eine Ermä­ßigung von 2 RM. auf 1,50 RM. erfahren hat.

Braugerste hat weiterhin nur sporadische Um­sätze aufzuweisen, auch Jndustriegerste war seitens der Kaffeebrennereien nur schwach gefragt

Die Erhöhung sowohl der Weizen-, als auch der R o a g e n m e h lpreise bewirkte vorübergehend eine bessere Konsumnachfrage, später wurde aber von neuen Abschlüssen nichts mehr bekannt.

Am Futtermittelmarkt blieben ölhaltige Artikel bei sehr knappen Zuteilungen seitens ber Mühlen stark begehrt, auch Biertreber unb Malz­keime waren in den letzten Tagen gesuchter. Von Mühlennachfabrikaten begegnete Weizennachmehl größerem Interesse, während Kleie etwas reichlicher angeboten war, aber nur wenig Kauflust bestand.

Von Rauhfuttermitteln haben die Stroh­preise eine weitere Erhöhung erfahren: Weizen- unb Roggenstroh brahtgepreßt ober gebündelt stellt sich nunmehr auf 3,75 bis 3,85 RM.

Wochenbericht vom Frankfurter Echlachtviehmarkt. Die erfreuliche Besserung im Schlachtviehgefchäft, Ibie seit einigen Wochen zu verzeichnen ist, machte lin der laufenden Wochen weitere Fortschritte. Auf .allen Marktgebieten wurde von recht lebhaftem Ab- ssatz berichtet, so daß, von kleinen Ausnahmen ab­.gesehen, die Märkte ausverkauft wurden. Auch für {geringere Tiere zeigte sich in dieser Woche etwas lbessere Nachfrage, wenn auch Qualitätsware nach nvie vor hoch im Kurs steht und nur relativ wenig Angeführt war.

H^rJinbermarft ^igte mit 1418 (gegen 0433) Tieren nur eine geringe Veränderung in ber Zufuhr; bei anhaltenb fester Stimmung würbe der Markt nahezu ausverkauft. Für Ochsen hielten sich Vie Preise auf der Höhe ber Vorwoche, währenb Dullen, Kühe unb Färsen um je 1 bis 2 Mark an- ßogen.

Für Kälber war bie Nachfrage lebhaft; die um ??8 Tiere auf 1351 Stück verminderte Beschickung wurde geräumt. Gute Kälber erzielten einen Preis- Auftrieb von 5 Mark, auch geringe Tiere erfuhren em Donnerstagsrnarkt eine Besserung um 3 bis 4 Mark. .

I. G. Farben-Industrie Scheideanstalt........

Goldschmidt .........

RütgerSwerke........

Metallgelellschaft......

Philipp Hohmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt..

___________ Ootum

4% deSgl. Serie II .............

5% Siu man. vereinh. Rente v. 1903 t«?^umnöerein6-8^nted.l913 SwA^«Inänifrf'e verrinh. Rente ..

8 ¥*% Anatolier...............

Hamburg-Amerika-Paket .....o

Hamburg-Südam. Dampfschiff. o ........... o

Norddeutscher Lloyd ........ n

»P?r<fÜt Verkehrswesen Akt. .. o Berliner Handelsgesellschaft ... * Commerz, und Prwat-Bank ... o unb Disconto-

Gesellschaft............ 0

Dresdner Bant.... ;

Reichsbank .......

Schluß- kurs

11-10- T 4,6 7J

36

ivranfun o.

Berlin

Schluß- kurs

Echlußl. Abend« börh-

Schluß« kurs

Schlußk. Mittag, börle

v?atum

11-10-

'12-10-

11-10-

12-10.

Mansfelder Bergbau ..

......0

80-5

81

80,65

81

Kokswerke...........

......0

>

98,25

97,5

Phönix Bergbau......

......0

50

50,13

49,9

49,75

Rheinische Braunkohlen

..... 10

225,5

228,25

227,5

228

Rheinstahl...........

...... 0

91,13

91

91

90,5

Bereinigte Stahlwerke.

...... 0

42,75

42,75

42,65

42,75

Otavi Minen ........

......0

13

13

13,25

13,4

Kaliwerke Aschersleben.

......b

117

118

116,25

118

Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth

......5

117,13

116,5

116,25

118

.... 7'/.

154

155

155

155,75

Kran.'kurc a. J»|.

Lteru .

Schluß- kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß, kurs

Schlußk. Mittag- börse

Oatum

11.10.

12-10-

11-10-

12-10.

11 .Oktober

12-Okto ber

Amtliche .Notierung

Neid | Srie>

Amtliche Dotierung

Geld | Brie'

Buenos Aire».

0,642

0,646

58,29

0,644

0,648

Brüssel.....

58,17

58,17

58,29

Rio de Jan.

0,204

0,206

0,204

0,206

Sofia......

3,047

3,053

3-047

3,053

Kopenhagen.

53,98

54,08

54,03

54-13

Danzig.....

81,20

81,36

81-18

81,34

London .....

12,09

12,12

12,10

12,13

Helsingfors..

Paris ......

5.34

5,35

5,345

5-355

16,39

16,43

16 39

16.43

Holland ....

168-50

168,84

168,50

168,84

Italien.....

21,45

21-49

21,45

21,49

Japan ......

0.7Q5

0,707

0,707

0,709

Jugoslawien

5,694

5,706

5,694

5.706

OSlo.....:

60-74

80,86

60,79

60,91

Wien.......

48,95

49,05

48-95

49,05

Lissabon....

10,97

10,99

10,98

11,00

Stockholm...

62,34

62,46

62,40

62,52

Schweiz ....

81,09

81,25

81,07

81,23

Spanien....

34,00

34,06

33,97

34,03

Prag.......

10,37

10,39

10,37

10,39

Budapest ...

»

Reuyork...

2,474

2,478

2,460 1

2-464

3erlln,l2. Oktober

Geld

Amerikanische Rvleu..............

2-412

2,432

Belgische Roten..................

58,01

58,25

Dänische Noten .................

53,87

54,09

Englische Noten .................

12,065

12,105

Französische Noten...............

16,35

16,41

Holländische Noten...............

168,08

168 76

Italienische Noten................

21,33

21,4)

Norwegische Noten ..............

60,63

Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

62x24

Schwerer Noten.................

80,89

Spanische Noten.................

33JJ3

Ungarische Note»................

94,25

94,25

101,75

101,75

29,5

1,3

1,4

7-8

7-8

7,05

14,4

14-1

8,1