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Wirtschaft

R-ichsbankant-ile und Bank für Brauindustne blie-

rund 533 Mill. Mark verwaltet. Ein Vergleich

rund 533 Mill. Mark verwaltet. Ein Veraleich 94,40, fiom-

mit dem Barjahre zeigt, daß bereits im ersten ®PaV^\t^una minu5 013!,o ^ dagegen lagen Halbjahr 19 3 4 derselbe Einlagenzuwachs zu munal^-umichuloung j

verzeichnen ist, wie für das ganze Jahr 1933. 2'n-^rsutung Ich। H^n(X weiter um 0,25

Die Zunahme des Gesamtemlagenbeftandes der Elanoswerr n g g

heffen-nastauijchen Sparkassen betrug im Jahre "'^Nerlauf blieb das G-Ich-M van wenigen Aus- 1 rnnh SR Mill Mrirk mnhrpnh im ersten *>enuuI , . , Lu-- hia

Preußen

Arbeitsbeschaffung günstig

75, Gelsenkirchen 60,50, Harpener

Dresdner Bank

Devljenrnarkl Berlin - Franksurl a.lU.

26,5

26,75

25'3

26,25

80,5

80,25

80,5

109,5 110,75

127,5

127,5

Berlin, 12.September

27,5 1 27,65

79,5 -

187 I 190 I

8

7,8

8

5 d. 5).

Die hinter den

87 116,5 60,5 104,25

I

1474

92,25

42,75

88,25

27,65

190

63,88

81,49

34,18

0 o

o 4

0 0

0

6

6

0

0

87,4

116

61

104,5

131,5

78,5

71,5

27,4 147,75

102,5

115 76,75 112,5

96,4 148,75

126

131,75

77,75

71,75

29 72,5

95

67

71,5

75 154,5

27,25

147,75

102,5

115,25

76,25

112,4

96,25

149

123,75

87,75

116,5

60,5

105

72,25

131,9

78

71,75

9 0 0

0

66,9

70,5

48,75

65

48,75

58,25

28,5

213,5

180,5

130,75

146,5

218,5

91

42,65

91

67,9

71

48,5

65,75

48,85

58,25

27,75

215

131

115,25 66,9

141

48,75

66 126,25 49,25 58,13

85,5 28,4

214 180,5

130

114,5

67,5

142,25

48,5

65,5

126

48,9

58,5

87,25

28

214.5

180

130,75

146,4

92,75

42,65

91

0,662

58,545

0,184

3,047

55,52

82,02

12,435

5,485

16,50

169,73

21,63 0,744 5,714

62,49

48,95

11,29

64,11

81,67

34,32 10,44

2,490

58,545 0,184

3,047

55,46

82,02

12,42

5,48

16,50

169,73

21,59 0,736

5,714

62,42

48,95

11,275

64,05

81,67

34,32

10,44

2,484

2,456

58,625

55,53

12,425

16,52

169,99

21,55

62,50

27,4 147,75 102,75

116

77,5

112,5

103,5

97,5

124,75

29,9 72,75 96,25

67,5

74 77 154

147

219

92,25

42,75

88,13

87,4 116,25

61 105,25

73 172,25 131,75

78,5 71,5

29

72

96,25

66,5

72,25

75

154,75

64,14

81,81

34,32

vorgerufene Belebung diesem Jahre für die auswirken dürfte.

29,75

72,5

95

67,5

73,75

77

153,75

A.E.G.

Bekula

Buenos Aire- Brüssel.....

Rio de Jan. . Sofia......

Kopenhagen.

Danzig.....

London .....

Helfingf ors..

Paris ......

Holland ...

Italien.....

Japan ......

Jugoslawien

Oslo..... :

Wien.......

Lissabon .... Stockholm... Schweiz ...

Spanien Prag.......

Budapest .

Reuyorl ...

58,665 0,186 3,053 55,58

82,18

12,45

5-49

16,54

170,07 21,63 0,738 5,727 62,54

49,05

11,295

64,17 81,83

34,38 1046

2,488

27,4 147,5 103,25

115,5

77 112,75 102,25 97,75

150 124,6

31,25 1,1 7,4

7 12,65

1933 rund 36 Mill. Mark, während im ersten Halbjahr 1934 eine Zunahme von 36,7 Mill. Mark ausgewiesen wird. Auch diese Zahlen beweisen wieder die zunehmende Gesundung und die starke Belebung des Wirtschaftslebens, an dem die Spar­kassen durch die bei ihnen zu verzeichnende Kapital-

anschaulichen Erziehung und der körperlichen Er­tüchtigung unserer jungen bäuerlichen Generation. Der erste und zweite Kursus wird Jungbauern und Junglandarbeiter erfassen, der dritte Kursus Jung, bäuerinnen. In der Teilnahme der Junglandarbeiter an der Bauernhochschule kommt wiederum die unbe­dingte Verbundenheit der Landarbeiterschaft mit dem Bauerntum zum Ausdruck.

7,7

7,1

7,1

11,75

Starker Einlagenzuwachs bei den heffen-naffauischen Sparkassen. Don den Sparkassen der Provinz Hessen-Nassau wurde Ende Juli ein Gesamteinlagenbestand von

4% Oesterretchtsche Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% desgl. von 1913..........

6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

Serie I.....................

Eleklr. Lieferungsgesellschaft... 6

Licht und Kraft ............. g

Selten & Guilleaume o

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........5

Schuckert L Co...............5

Siemens L Halske 7

Lahmeyer L Co io

31

1,1

7,5

7

7,1 11,75

Roch heute erwirb das Zeichen der Sportflieger!

Jeder deutsche Volksgenosse kann es besitzen, wenn er Mitglied einer Flieger - Ortsgruppe wird.

Anmeldungen an die Geschäftsstelle der Flie­ger-Ortsgruppe Gießen, Kreisamt Gießen.

frankfurter Börse.

Vlittagsbörse: widerstandsfähig.

Frankfurt a. M., 12. Sept. An der ruhigen Gesamthaltung der Börse hat sich auch heute kaum etwas geändert. Indessen war die Stimmung nicht unfreundlich und die Haltung recht widerstandsfähig im Vergleich zu der außerordentlichen Geschäftsstille. Die Beteiligung der Kundschaft ist immer noch mi­nimal, wodurch auch die Unternehmungslust der Kulisse stark gehemmt wird. Infolgedessen konnten sich auch einige günstige Nachrichten aus der deut­schen Wirtschaft nicht auswirken, sie verliehen der Börse aber einen gewissen Rückhalt. Die Kursoer­änderungen nach beiden Seiten hielten sich wie­derum in engen Grenzen, einige Spezialgebiete tra­ten indes mehr hervor.

So lagen beispielsweise Kaliaktien um 1,50 bis 2,50 v. H. fester, ferner erhielt sich für Lahmeyer und Metallgesellschaft Spezialinteresse bei um 1,25 bzw. 2 v. H. festeren Kursen. Farbenindustrie gaben auf kleines Angebot hin um 0,65 v. H. nach, auch Th. Goldschmidt bröckelten weiter ab, während Deutsche Erdöl und Rütgerswerke um 0,50 bzw. 0,25 v. H. gebessert waren. Am Elektromarkt lagen die Kurse meist etwas niedriger, so Licht & Kraft, Elektr. Lie­ferungen, Gesfürel, Siemens, Lechwerke und Schuckert, nur AEG. zogen um 0,13 v. H. an. Mon­tanaktien konnten sich etwa behaupten, Gelsenkir­chen, Klöckner, Mansfeld und Stahlverein aller­dings lagen von 0,25 bis 0,50 v. H. leichter. Schiff­fahrtswerte lagen bis 0,25 v. H. ermäßigt, Reichs­bahn-Dorzugsaktien verloren 0,40 v. H. Im einzel­nen eröffneten Deutsche Linoleum 0,25 v. H. AKU. 0,50 v. H., Cement Heidelberg 0,50 v. H., Zellstoff Aschaffenburg und Gebr. Junghans je 0,75 fester.

31,5

1,1

7,6

7

12,13

Kirche und (Schule.

Landkreis Gieren.

I A l l e n d o r f a. d. L d a., 12. Sept. Am Sonn­tag fand die Einführung der näch st jäh­rigen Konfirmanden unserer Gemeinde 17 Knaben und 10 Mädchen, ein Mädchen konnte leider wegen Krankheit an der Feier nicht teilneh- men in den Konfirmandenunterricht im Vormit­tagsgottesdienst statt. Es hatten sich hierzu die El­tern und Verwandten der Kinder sowie die Ge­meindemitglieder zahlreich eingefunden. Pfarrer Andres wies in seiner Predigt auf die Wichtig­keit des Konfirmandenunterrichts hin und richtete ernste Mahnworte an Eltern und Kinder. Verschönt wurde die Feier durch einige von den Konfirman­den unter Leitung von Pfarrkandidat Andres Sohn des hiesigen Pfarrers recht stimmungs­voll vorgetragenen Chören.

Kreis Friedberg.

= Münzenberg, 12. Sept. Der Evange­lische Landesjugendtag wurde in unserer Gemeinde mit einem liturgisch reich ausgestalteten Festgottesdienst begangen. Die Evangelische Mäd­chenschar bereicherte den Gottesdienst durch eine große Zahl im Wechsel mit dem Pfarrer gesproche­ner Sprechchöre, die sehr gut gelangen und von starkem Eindruck waren. Dazu sang die Gemeinde viele unserer kämpferischen, wuchtigen Choräle. Am Nachmittag nahmen sehr viele Gemeindeglieder bei­der Gemeinden an der K i r ch w e i h e der im Innern hergestellten Kirche zu G a m b a ch teil, wo sich im ganzen 2000 Evangelische zu einer großen Festgemeinde versammelten und sich unter Gebet, Lob- und Dankliedern unter die Verkündigung des Wortes Gottes stellten.

Kreis Alsfeld.

st. Kirtorf, 12. September. Am Sonntag fand im Beisein des Kirchenvorstandes die feierliche Einführung der Konfirmanden statt. Der Konfirmandenunterricht begann dieser Tage im Konfirmandensaale des Pfarrgebäudes. Es sind in diesem Jahrgang 10 Knaben und 8 Mädchen, die konfirmiert werden.

der Braunkohlen-

F r a n k f u r t a. M., 12. Sept. (LPD.) ' Die Pressestelle des Landesarbeitsamts Hessen teilt mit:

Die Arbeitsämter melden weiterhin eine s e h r rege Vermittlungstätigkeit. Im August wurden 14 765 Arbeitssuchende in Dauerstellen und 5746 in kurzfristige Beschäftigung vermittelt. Da mit der Beendigung der Getreideernte Kräfte aus der Landwirtschaft naturgemäß wieder frei wurden und infolge weiterer Einschränkungen der Notstands­arbeiten wiederum 410 Notstandsarbeiter in Zugang kamen, hat die Arbeitslosigkeit in den Außenberufen etwas zugenommen. In den Produktions- und Kon­sumgüterindustrien, so besonders im Bergbau, in Eisen- und Metallerzeugung und -Verarbeitung, in der chemischen Industrie, Ledererzeugung und -Ver­arbeitung, Spinnstoffgewerbe und im Bekleidungs­gewerbe nahm die Arbeitslosigkeit, wie bisher, wei­terhin ab. Ein erheblicher Rückgang war auch noch im Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe, in den

AmerikanischeJloten Belgische Noten..................

Dänische Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten .....

Ungarische Noten................

nahmen °bg°s°h°n,chr klein! aber auch die Kurst erfuhren kaum Aenderungen. Weiter beachtet blie- den Metallgesellschaft offenbar im Zusammenhang mit der Zinnüberwachung. Farbenindustrie bewegten sich zwischen 146,25 bis 146,75 (146,65). Siemens 6- Halske lagen schließlich 1,25 d.S). unter gestern.

Am Rentenmarkt traten spater kaum Abweichun- aen ein. Am Pfandbriefmarkt lagen die Kurse meist unverändert, vereinzelt traten für Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen Erhöhungen bis 0,25 v H ein Auch Stadtanleihen waren teilweise noch gesucht und von 0,25 bis 0,75 v. H. fester, während Staatsrenten ruhig lagen. Mexikanische Anleihen waren auf der ermäßigten Basis spater gesucht und zogen bei verhältnismäßig lebhaften Umsätzen um 0 25 bis 0,50 v. H. an. Im Freioerkehr nannte man folgende Kurse: Growag 63,50, Adler Kleyer 38, Pokorny 69, Neue Wayß und Freytag 85,50.

Tagesgeld war zu 3 v. H. unverändert.

Am Einheitsmarkt lagen Großbankaktien erneut schwach, es verloren Dresdner Bank 2 v. H., DD= Bank 1,50 v. H., Commerzbank 1 v. H. und ADCA. 1,50 v.H. Von Jndustriepapieren kamen Grün und Bilfinger nach eintägiger Pause mit 232 um 6,50 v. H. niedriger zur Notiz, ferner lagen Deutsche Ver­lagsanstalt mit 63 um 6 v.H. schwächer. Anderer­seits lagen einige Brauereien etwas fester. Im wei­teren Verlauf waren einige Spezialpapiere noch

0,666

58,665 0,186

3,053

55,64

82,18

12,465

5,495

16,54

170,07

21,67

0,746

5,726

62,61

49,05

11,31

64,23

81,83

34,38

10,46

2,494

Banknoten.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. S

* Sanierung Schwelkraftwerk

Am Rentenmarkt war das Geschäft bei meist knapp gehaltenen Kursen ebenfalls minimal, Reichs­altbesitz blieben ohne Umsatz mit 96,65 v. H. unver­ändert, bröckelten aber später etwa 0,25 v. H. ab. ... . < r , 44 40. jtOTTl'

Hessen - Frankfurt AG. (H e f r a g), Wölfersheim. Die Gesell­schaft beruft die ordentliche Hauptversammlung aus den 27. September ein. Es soll Beschluß über die Herabsetzung des Aktienkapitals in erleichterter Form von 7,5 auf 0,5 Mill. Mark gefaßt werden.

Buderus

Deutsche Erdöl Gelsenkirchener Harpener...................

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. Ilse Bergbau ...............

Ilse Bergbau Genüsse Klöcknerwerke ...............

Mannesmann-Röhren

* Weitere Wechselkredite für die öf­fentlichen Bausparkasse n. Die öffentlichen Bausparkassen sind in Fortführung der im vergan­genen Jahre veranlaßten Derbilligungsaktion wie­derum mit einem größeren Kreditbetrag in die Kre­ditunkostenoerbilligung aus Mitteln der Reichsan­stalt einbezogen worden. Es ist nach einer Mittei­lung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes dafür Sorge getragen, daß die Durchführung dieser neuen Aktion unverzüglich erfolgt. Als spätester Termin für den Baubeginn wurde der 30. Septem­ber 1934 festgesetzt, so daß sich die durch die Kredit­gewährung an die öffentlichen Bausparkassen h-er- ' des Baumarktes noch in

Oie Arbeitsmarkttage in Hessen

Weitere Aufnahmefähigkeit der freien Wirtfchast.

104,25, Phönix 46,50, Rheinstahl 90, AKU. 67,90, Bekula 147,75, AEG. 27,40, Daimler 48,85, IG. Farben 146,50, Goldschmidt 91, Holzmann 80,50, Schuckert 96,40, Norddeutscher Lloyd 29.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 12. Sept. Weizen ist weiter mehr als ausreichend angeboten, während Roggen weniger offeriert wird, ebenso wie das Angebot von Hafer und Futtergerste bei relativ guter Nach­frage klein blieb. Braugerste nach ryie vor schwerer verkäuflich. Bei unveränderten Preisen liegt das Mehlgeschäft anhaltend ruhig. Mühlennachprodukte haben nach der Festpreisregelung noch wenig Ge­schäft, die Mühlen geben Ware kaum ab. Oelhaltige Artikel sind hin und wieder zur Herbstlieferung gefragt. Die Preise blieben allgemein völlig unver­ändert zum Montagsmarkt.

Es notierten: Weizen W IX 198, W XIII 202, W XVI 206; Roggen R IX 158, R XIII 162, R XV 166; Futtergerste G IX 160, G XI 163, G XII 165; Hafer H XIII 158, H XIV 160; Weizenmehl Type 790 W 13 und 16 je 26,90; Roggenmehl Type 997 R IX 23, R XIII 23,35, R XV 23,75, alle Preise verstehen sich plus 0,50 Mk. Frachtausaleich; Wei­zenkleie W XIII 10,30, W XVI 10,50; Roggenkleie R XIII 9,48, R XV 9,72; Sojaschrot 12,80; Palm­kuchen 13,10; Erdnußkuchen 14,30; Treber 17; Heu 11; Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreht oder gebündelt) je 3,40 bis 3,50. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 13. Sept. Vorbericht. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 131 Rinder (55 Ochsen, 9 Bullen, 26 Kühe, 41 Färsen), 1187 Kälber, 130 Hämmel, 88 Schafe, 584 Schweine. Es kosteten: Kälber 25 bis 47 Mark, Hämmel 25 bis 34, Schafe 22 bis 32, Schweine 46 bis 53 Mark. Marktverkauf bei allen Viehgattungen ruhig, aus- . verkauft.

Raubüberfatt V\

im Schwanheimer Wald. '

Spaziergängerin niedergeschlagen und beraubt.

LPD. F r a n k f u r t a. M., 12. Sept. Gestern wurde gegen 18 Uhr im Schwanheimer Wald i ein dreister Raubüberfall verübt. Eine allein spazierengehende Frau wurde von einem Mann angefallen, niedergeschlagen und beraubt. Der Täter stand plötzlich vor der Spa­ziergängerin und bat sie um ein Almosen. Nachdem diese ihre Geldbörse gezogen hatte, um dem Mann etwas zu geben, riß der Unbekannte die Geldbörse, die glücklicherweise wenig Geld enthielt, an sich. Gleichzeitig stieß der Mann die Ueberfallene mit dem Kopf gegen einen Baum, so daß sie zur Erde fiel. Diesen Augenblick benutzte der Räuber dazu, ihr mit Gewalt zwei Trauringe und einen anderen Ring vom Finger zu ziehen und ihr eine Perlenkette vom Halse zu reißen. Nach der Tat floh der Täter auf einem Fahrrad. Die Ueberfallene wurde kurz darauf von einem anderen Spaziergänger in ein nahegelegenes Forsthaus gebracht. Die sofort herbeigerufene Po- lizoi konnte des Täters bisher nicht habhaft werden.

Trachtenhochzeii im Kleebachtal.

Niederkleen, 12. Sept. In unserem Orte fand dieser Tage eine Hochzeit statt, die ein außerordentliches Gepräge trug. Katharina Jung und Otto Krill traten im Schmuck der alten prächtigen Tracht vor den Altar. Am Vor­mittag des Hochzeitstages waren viele Hände damit beschäftigt, die Braut für ihren Hochzeitstag würdig zu schmücken. Sie trug den kostbaren Trachten- Brautschmuck, den schon Mutter, Großmutter und Urahne getragen hatten. Der Bräutigam trug einen kleinen Blumenstrauß auf der Brust seines Hoch­zeitsanzuges. Der Ortsgeistliche ging in seiner Pre­digt von der Tracht der Braut aus, die die Verbin­dung herstelle mit der Vergangenheit, mit der Mutter und der Großmutter, die die alten Sitten wahrten und in wahrer Gottesfurcht lebten. Die sinnvollen Bibelsprüche an den zahlreichen Balken­verzierten Fachwerkhäusern legten beredtes Zeugnis dafür ab. Wenn die jungen, vor dem Altar stehen­den Brautleute auch ihre Lebensweise und Gottes­oerehrung mit der ihrer Ahnen in Einklang zu bringen vermöchten, dann werde Gott ewig ihre Sonne und ihr Schild sein. Im Gefolge des Braut­paares gingen viele Frauen, die ebenfalls die malerische Tracht angelegt hatten.

Kreis Wetzlar.

* Hochelheim, 11. Sept. Der Maurer Karl Müller von hier erlitt heute einen Beinbr u ch , der seine Überführung in di? Chirurgische Klinik Gießen notwendig machte.

* H o l z h a u s e n, 11. Sept. Der 30jähr. Scklosser Wilhelm Schmidt von hier erlitt bei der Arbeit durch einen unglücklichen Sturz einen Bruch des linken Armes. Er mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

Neue Bauernhochschule der Landesbauernschast Hessen-Nassau.

LPD. Michelstadt i. O., 11. Sept. Anfang . Oktober wird in Michelstadt i. O. die neue Bauernhochschule der L a n d e s b a u e r n- . schäft Hessen-Nassau eröffnet. Die Kurse dauern jeweils drei Monate und dienen der Welt-

Geld 2,436 58,385 55,31 12,385 16,46 169,31 21,47 62,26

'.Datum

Mansselder Bergbau

Kokswerke..................

Phönix Bergbau ....

Rheinische Braunkohlen :

Rheinstahl ..................

Vereinigte Stahlwerke

Ltavi Minen ...........

Kaliwerke Aschersleben

Kaliwerke Westeregeln

Kaliwerke Salzdetfurth 7

I. G. Farben-Jnvustrie

Scheldeanstalt...............

Goldschmidt Rütgerswerke Metallgesellschaft.............

Philipp HoUmann

Zementwerk Heidelberg

Cementwerk Karlstadt.........

Hamburg-Amerika-Paket o Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Hansa-Dampfschiff...........0

Norddeutscher Lloyd o A G. für Verkehrswesen Akt. .. o Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Prlvat-Bank ... o Deutsche Bank und $ iS conto-

Gesellschaft................g

Dresdner Bank o Reichsbank ................ 12

bildung besonderen Anteil haben.

Große japanische Turbinenaufträge für die AEG.

Nachdem schon vor einigen Monaten gegen schärfste internationale Konkurrenz ein Auftrag auf einen 35 000 KW Turbosatz für Toho Denryoku hereingeholt werden konnte, erhielt die AEG. jetzt eine neue Bestellung auf ein noch größeres Aggre­gat für Tokyo-Dento. Dieses stellt mit einer Tur­binenleistung von 53 000 KW die größte bisher in Deutschland für Ueberfee bestellte Turbine dar. Zu der oben genannten'35 000 KW Turbine wird ferner noch eine 3000 KW Werktubine geliefert. Ueberbies befinden sich gegenwärtig für japanische Kunden in der Mandschurei eine 12 500 KW Turbo­gruppe (Showa-Stahlwerke) und eine 4000 KW Anzapf-Gegendruckturborgruppe (Südmandschurische Eisenbahn) in der Montage. Die der AEG. erteilten Aufträge zeugen von dem Vertrauen, das das Aus­land nach wie vor in die Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie setzt.

*

häuslichen Diensten und in der Gruppe der Ange­stellten zu verzeichnen.

Die Zahl der Arbeitslosen betrug Ende August 1934 insgesamt 148 793, gegenüber 248 201 zur gleichen Zeit des Vorjahres. Das bedeutet eine Abnahme der Zahl der Arbeitslosen innerhalb Jahresfrist um 99 408 oder 40,1 v. h. Seit Be­ginn der Arbeitsschlacht Ende Januar 1933 sind insgesamt im Landesarbeitsamtsbezirk Hessen rund 185 000 Volksgenossen wieder in Arbeit und Brot gebracht.

Von den am 31. August bei den Arbeitsämtern gemeldeten 148 793 Arbeitslosen erhielten 23 630 Arbeitslosenunterstützung und 47 380 Krisenunter­stützung. Anerkannte Wohlfahrtserwerbslose wurden insgesamt 50108 gezählt. Die Zahl der in der wert­schaffenden Arbeitslosenfürsorge beschäftigten Not­standsarbeiter betrug Ende August 16 797.

Schultheis Patzenhofer 0

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................0

Zellstoff Waldhos 0

Zellstoff Aschaffenburg 0

Dessauer Gas............... 7

Daimler Motoren 0

Deutsche Linoleum 0

Orenstein L Koppel 0

Leonhard Tietz ..............0

Chade......................io

Accumulatoren-Fabrik 0

Conti-Gummt...............0

Grihner o

Mainkrastwerke Höchst a.M.... 4

Süddeutscher Zucker.........8

etwas höher.

Abendbörse: ruhig.

Die Abendbörse war gleich dem Mittagsverkehr uninteressant. Infolge Ausbleibens von Kunden­orders hielt sich die Kulisse vom Geschäft weiterhin zurück. Die Umsätze waren bei im allgemeinen un­veränderten Kursen klein. Im Zusammenhang mit einem großen Auslandsauftrag waren AEG. etwas beachtet, während Farbenindustrie von der Mittei­lung der Sachtleben AG., die über guten Geschäfts­gang im Farbengeschäft berichtet, völlig unberührt blieben. Am Rentenmarkt stagnierte das Geschäft ast vollkommen mit Ausnahme von Mexikanern, die weiterhin etwas gesucht waren. Schweiz. Bun­desbahnen blieben dagegen nur knapp gehalten. Von Großbankaktien büßten OO-Bank erneut 1 v. H. ein, die übrigen lagen unverändert, Commerz­bank sogar 0,50 v. H. fester. U. a. notierten: Alt­besitz 96,50, 4,50 v. H. Oesterr. Schatz 45, 5 v. H. Mexikaner 5,75, 4 v. H. Mexikaner Gold 8,40, ADCA. 52,50, Commerzbank 67, vv-Bank 71,50,

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ci Quicgi

Berlin

Schluß« kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß- kurü

Schluß!. Mittag« börse

Datum

11.9-

12-9

11-9.

12.9.

4% desgl. Serie 11 .............

8

8

6% Rumün. vereinh. Rente v. 1903

4,25

4,25

4%%Rurnän.vereinh.Rentev.l913

7

7

6-9

4% Rumänische vereinh. Rente ..

4

4

4

4,1

2 *4% Anatolier...............

36,4

37,25

36,75

37,3

Sranffurt a.M. |

Berlin

Schluß« kurs

Schluß!. Abend» börse

Schluß« kurs

Gchlußk. Mittag« börse

|11-9.

12.9.

11.9.

12.9

0

77,5

77,25

77,5

77

0

102

100,9

0

47

46,5

47,25

46,4

10

246,5

246,5

247

247

0

89,75

90

90,13

90,25

0

40,65

40,25

40,5

40,25

0

14,5

14,25

14,25

14,13

5

128

129,75

128

130

128

129

126,25

129,65

| 162,5

159

-

tfrau.'ur, a. M.

Öen.

Schluß« fürs

Schluß!. Abend­börse

Schluß« fürs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

11-9.

12-9.

11.9.

12-9.

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927

94,75

95

95

6%ehem.7%Tt.RcichSanl.v.l929

6'/t% Doung-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rechten .............

93,5

93,25

93,4

93,25

96,65

96,5

96,65

Desgl. ohne Auslvs.-Rechte......

6% ehe in.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............

93

93

92,9

93,4

6% Hess. Landesbank Darmstadt

Gold R. 12..................

90

90

90

6/?% Hess. LandeS-Hypotheken, bank Darmstadt Ltqui.........

89,75

_

Oberhesscn Provinz-Anleihe mit

Auolos.-Rechten .............

97,25

97,25

_

Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

97,75

98,5

98,5

98,13

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

90,75

90,75

89,75

90,5

6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936

90,75

90,75

6y2% ehem. 4%% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......

90,75

90,75

6/z% ehem. 4%% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe.....

91,25

91

_

6% ehem. 8% Pr. Landespfand.

briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

93

93

93

93

6% ehem. 7% Pr. Landcspfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10

93

93

93

94

Eieuergutsch. Verrechnungskurs..

101,65

101,7

101,65

101,6

11. September

12-September

Amtliche Notierung

Geld | Brie-

Amtliche Notierung

Geld | Brie