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Aus der Provinzialhauptstadt

Rüstzeug zum Erntefest

e i m a t eine willkommene

Volkstum un

4.

5.

6.

Gruß an Hans Sachs und Aufzug der Zünfte ausMeistersinger" von Wagner.

Schwäbische Rapsodie Nr. 4 von Kaempfert.

Hesse-Darmstädter sein mir", Marsch, Krauße.

Sie Berechtigung zum Angem und ihre Doraussehungen.

Der Reichsverband Deutscher Sport- a n gj e r e. V., Bezirksleitung Hessen, Hessen-Nas- sau-Süd, teilt zum hessischen Fischereigesetz ergän­zend mit:

Mit dem Datum des 22. August 1934 zu Nr. St. lb 31851 des Hessischen Staatsministerium, Mini- sterialabteilung lb Innern, geben wir die Ver­fügung im Wortlaut wieder: Fischereikarten zum Fischen mit der einfachen Handangel in schiffbaren Strömen und Flüssen (Art. 48 des Gesetzes, die Ausübung und den Schutz der Fischerei betreffend, vom 27. April 1881) dürfen in Zukunft grundsätz­lich nur an solche Personen ausgestellt werden, die dem Reichsverband Deutscher Sportangler e. V. an­gehören. Als Ausweis der Angehörigkeit gilt das mit dem Lichtbild versehene Mitgliedsbuch des Reichsverbandes Deutscher Sportangler.

Personen, die den Angelsport nur vorübergehend ausüben, wie Badegäste, Erholungssuchende, Fe­rienreisende u. a. dürfen Fischereikarten zum Angeln mit der einfachen Handangel ausgestellt werden, auch wenn sie dem Reichsverband nicht angehören. Jedoch darf in solchen Fällen die Fischereikarte auf nicht längere Zeit als vier Wochen ausgestellt wer­den.

Ausländern, die zur Ausübung des Angelsports Deutschland besuchen, dürfen Fischereikarten für die ganze Dauer ihres Aufenthaltes ausgestellt wer­den, ohne daß sie Mitglieder des Reichsoerbandes Deutscher Sportangler zu sein brauchen. Der Reichsoerband Deutscher Sportangler wird Er­werbslosen und Wohlfahrtsunterstützungsempfän­gern, Sozialrentnern, Kriegsbeschädigten, Opfern der Arbeit und anderen wirtschaftlich schlecht ge­stellten Volksgenossen in der Bemessung der Bei­träge an den Reichsverband und seine Unterver­

nimmt vom 1. Oktober 1934 ab die noch verbliebenen Aufgaben des bisherigen Evangelisch-Kirchlichen Landesjugendamtes der ehemaligen hessischen Lan­deskirche.

Der Tag des deutschen Bauern, der Erntefesttag, s rückt heran. Viele Tausende werden sich an diesem Tage wieder auf dem Bückeberg um unseren Füh- rer scharen. Aber Millionen werden das Fest in ihrer Heimat feiern, in ihrem Dorf, auf dem Markt­platz ihres Städtchens oder im Schrebergarten der Großstadt.

Würdig soll der Tag des Erntedankes gefeiert werden; Essen, Trinken, Tanzen und Johlen, das allein macht den Sinn der Erntefeier nicht aus, es muß ein Fest der Gemeinschaft werden, der Gemeinschaft von Stadt und Land, der Gemeinschaft des täglichen Brotes.

Allen, denen die Ausgestaltung bei Erntefeiern in den Gemeinden obliegt, bietet das R e i ch s a m t

Aus parteiamtlichen Bekanntmachungen

Die Ortsgruppen Gießen-Nord und Gie- ß e n - O st der N S. - H a g o, Betriebsgemeinschaft Handel und Handwerk, halten am morgigen Freitag um 20.30 Uhr im Cafe Leib eine Mitglie­derversammlung ab, zu der die Mitglieder voll­zählig erwartet werden. U. a. werden Mitglieds­karten ausgegeben.

Reichsbund Volkstum und Heimat.

Kreisring Gießen.

Ich weise die Ortsringführer auf den Aufsatz in dieser NummerRüstzeug zum E r n t e f e st" hin und bitte für eine würdige Ausgestaltung des Erntetags in den Gemeinden Sorge zu tragen.

Bis 15. Oktober bitte ich mir über das Erntefest in Ihrer Gemeinde zu berichten. Zeitungsberichte sind möglichst in 2 Exemplaren beizufügen.

Gg. Heß, Leihgestern.

Letzter Termin im landwir.schastlichen Entschuldungsverfahren.

Von der Landesbauernschaft Hessen-Nassau wird uns mitgeteilt:

Am 30. September läuft die Frist ab, zu der die Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe den Antrag auf Eröffnung des landwirtschaftlichen Entschul- dungsverfahrens stellen können.

Das landwirtschaftliche Schuldenregelungsgesetz ist eines der wichtigsten agrarpolitischen Gesetze. Es dient dazu, die Landwirtschaft wieder auf eine ge­sunde Grundlage zu stellen. Allen Bauern und Landwirten, die sich aus eigenen Mitteln nicht ent­schulden können, kann deshalb nur geraten werden, rechtzeitig einen Entschuldungsantrag einzureichen. Nach dem Ablauf des 30. September ist die Frist für die Einreichung von Entschuldungsanträgen ab­gelaufen, und eine durchgreifende Hilfe für ver­schuldete Betriebe ist dann nicht mehr möglich.

Der Terminablauf gilt auch für Erbhofbauern und diejenigen Betriebsinhaber, welche die Selbstent­schuldung beantragen wollen.

Alle Bauern und Landwirte können nicht ein­dringlich genug auf die Bedeutung des Fristablaufes aufmerksam gemacht werden.

Neuordnung der Inneren Mission in Nassau-Hessen.

ELP. Die drei Landesverbände der Inneren Mission in Nassau (Evangelischer Landeswohlfahrts­dienst), Hessen und Frankfurt a. M. haben sich zu einem Landesverband der Inneren Mission in Nassau-Hessen zusammengeschlossen. Der Verband umfaßt alle Anstalten, Verbände, Vereine und Ein­richtungen der Inneren Mission im Gebiet der Landeskirche Nassau-Hessen. Zum Landesführer wurde, im Einvernehmen mit dem Landesbischof und dem Reichsführer der Inneren Mission, der Direktor des Hessischen Landesvereins, Pfarrer Röhricht, berufen. Die Geschäftsstelle des Lan­desverbandes der Inneren Mission befindet sich in Darmstadt, Bismarckstraße 55 (Fernruf 1364).

Der Landes verband der Inneren Mission (nicht der Landesverein für Innere Mission) über«

Vas Deutsche Volk muß ein Volk ßcrmann ©dring vonZliegern werden!

die Hausgemeinschaft. Und alle Unterschiede sind aufgehoben, wenn Herr und Gesinde am gleichen Tisch das gleiche Gericht genießen, wenn alle aus demselben Gefäß denselben Obstwein trinken. Das Tischgebet soll an diesem Tage erst recht zur Be­sinnung mahnen.

Uno oann nach kurzer Pause: Antreten zum F e st z u g ! Hier kann alles gezeigt werden, was mit dem Leben des Bauern zusammenhängt: von der Saat bis zur Ernte, vom Frühling bis zum Herbst, von der Jugend bis zum Alter. Eine Schau der Arbeit! Das beste Vieh, das beste Geflügel, die besten Früchte werden vorgeführt. Pflug, Egge und Maschinen ziehen geschmückt mit im Festzug, dazwischen Gruppen von Kindern, Burschen und Mädchen, Männern und Frauen mit geschmückten Erntegeräten.

Auf dem Festplatz wird die Erntekönigs« wähl vorgenommen

Nun bringet her die schönsten Aehren, Es ist jetzt Erntekönigswahl!

Wir können langen Streits entbehren, Entscheidend ist der Körner Zahl! Die Bauern mit den größten Aehren treten vor, die Körner werden sorgfältig ausgezählt, und wer die körnerreichste Aehre hat, der wird vom -out* germeister zumErntekönig" ausgerufen, er be­kommt die Erntekrone, die im Festzug "^geführt worden ist und darf sie bis zum nächsten Erntefest behalten. ,. , . r .

Dann werden die bäuerlichen -o ejt l et stungen auf allen Gebieten der bäuerlichen Ar« beit bis hin zur besten Leistung des Hütejungen im Peitschenknallen bekanntgegeben.

Nach der Kaffeepause wird im Freien getanzt. Gute Erntetänze bietet das HeftHessische Tänze" im Bärenreiter-Verlag Kassel. Lied uno Sprechchor füllen die Tanzpausen:

Wer den wuchtigen Hammer schwingt, Wer im Felde mäht die Aehren, Wer ins Mark der Erde dringt, Weib und Kinder zu ernähren, Wer ftroman den Nachen zieht, * Wer bei Woll' und Werg und Flachse Hinterm Webstuhl sich bemüht, Daß ein blonder Junge wachse: Jedem Ehre, jedem Preis! Ehre jeder Hand von Schwielen! Ehre jedem Tropfen Schweiß, Der in Hütten fällt und Mühlen! Ehre jeder nassen Stirn Hinterm Pfluge Doch auch dessen, Der mit Schädel und mit Hirn Hungernd pflügt, sei nicht vergessen.

Ferd. Freiligraty- Die Kinder messen ihre Kraft und feit im Hindernislaufen, Wurstschnappen, schlagen und Karrenschieben. Das Durchfressen v einen Zwetschen- oder Apfelmuskuchen, in o l . Mitte ein blankes Geldstück steckt, ist nahrhaft um, belustigend zugleich.

Die hersinbrechende Dunkelheit und die no digen Hausarbeiten setzen dem Tag des Bauern Ende. Sorgt dafür, daß eure Feier uicht unw . endet! Rechte Erntedankfeier gibt Kraft für euren Lebenskampf, bringt euch nahe den Werten und t e n unseres Volkstums und unser Heimat.

Wir haben das große Glück gehabt, vor dem Führer aufzufallen, das heißt, angenehm aufzufal­len. Das war schon bei den Soldaten der Stolz und ein seltenes Glück. Dem Gruppenführer ist vom Stabschef gesagt worden, daß die Gruppe Hessen von der ganzen SA. am besten ausgefallen ist und er hat den Dank des Stabschefs uns übermittelt. Diesen Dank gebe ich weiter an Euch!

Wir sind als Vertreter des Standortes Gießen nach Nürnberg gefahren. Dieses Lob trifft auch die SA. des ganzen Standortes. Wir wollen nicht aus­ruhen, sondern in selbstverständlicher Treue uns an die Arbeit machen, denn wir wissen, was wir sind und was wir sein wollen: bie SA. Adolf Hitlers!

Indem wir pflichtgetreu an uns weiterarbeiten, geloben wir Unterordnung und Treue unserem obersten Führer Adolf Hitler! Sieg-Heil!

Nach dem dreifachen Sieg-Heil spielte der Musik­zug den ersten Vers des Horst-Wessel-Liedes.

Die aus Nürnberg eingetroffenen Kameraden kehrten dann zu ihren Stürmen zurück, und im gemeinsamen Marsch begaben sich die Formationen bann in ihre Lokale, wo die Teilnehmer des Reichs- parteitages von ihren Erlebnissen in Nürnberg er­zählen mußten.

eine soweit entgegenkommen, daß sie für jeden tragbar sind. .

Der Preußische Landwirtschaftsmmlster hat die­selbe Verfügung am 9. Mai 1934 herausgegeben und verfügt:

Sofern bei domänenfiskalischen Gewässern dem Fischereipächter vertraglich die Ermächtigung zur Ausstellung von Erlaubnisscheinen zum Angeln unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Erlaub­niserteilung durch die verpachtende Behörde über­lassen ist, ist diese Genehmigung davon abhängig, daß der Erlaubnisscheininhaber dem Reichsverband Deutscher Sportangler angehört.

Zu weiterer Auskunft sind der Bezirksfuhrer Georg K e i l und dessen Stellvertreter der Vereins- sichrer des Angelsportverein Gießen e. 23., Ludwig Fischer, Gießen, Riegelpfad 20, gerne bereit.

Gietzener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 13. Sept. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,45 bis 1,50 Mark, Landbutter 1,35 bis 1,40, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische), Klasse S 11, Klasse A 10%, Klasse B 10, Klasse C 9%, Klasse D 8%, Wirsing, das Pfund 15, Weißkraut 10, Rotkraut 15, Gelbe Rüben 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen (grün) 15 bis 20, (gelb) 20 bis 25, Erbsen 30 bis 40, Feldsalat 70 bis 80, Tomaten 15, Zwie­beln 10 bis 12, Meerrettich 50 bis 60, Rhabarber 8 bis 10, Kürbis 8 bis 10, Pilze 40 bis 50, Kar­toffeln 5 Pf., der Zentner 4,50 bis 5 Mark, Früh­äpfel, das Pfund 8 bis 12 Pf., Falläpfel 3 bis 3%, Pfirsiche 15 bis 30, Brombeeren 30, Preißelbeeren 30 bis 35, Birnen 6 bis 10, Zwetschen 6 bis 8, Nüsse 30, junge Hähne 80, Suppenhühner 60 bis 70, Tauben, das Stück 50, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 8 bis 10, Salatgurken 15 bis 20, Einmachgurken,' 100 Stück 50 bis 70, Endivien, das Stück 10 bis 15, Oberkohlrabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 15 bis 25, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bund 10.

rtii) tuen.

Tageskalender für Donnerstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Was bin ich ohne Dich."

** Eine Neunzigjährige. Am morgigen Freitag, 14. September, wird Fräulein Emilie Hahn, Kaiserallee 14 wohnhaft, 90 Jahre alt. Die alte Dame erfreut sich noch bester Gesundheit und größter geistiger Frische.

** Die Personalien festgestellt. Der gestern morgen auf der Strecke GießenWeklar in der Nähe des Allendorfer Wäldchens tot aufgefun­dene Mann wurde als der 26 Jahre alte Karl Wil - helmi aus Hainchen (Kreis Büdingen) ermittelt, der hier in der Heil- und Pflegeanstalt untergebracht war und sich am Abend vorher heimlich entfernt hatte.

** Verkehrsunfall im Gießener Bahnhof. Im südlichen Teile des Gießener Bahn­hofs wurde am Dienstagabend ein von Wetzlar kommender Personenzug von einer entgegenkom­menden Lokomotive in der Flanke leicht angefahren, wobei einige Personenwagen und die anscchrende Lokomotive gering beschädigt wurden, Personen er­freulicherweise aber keinen Schaden erlitten. Die Ursache des Unglücksfalles ist noch nicht bekannt. Betriebsstörungen traten nicht ein.

** A u t o z u f a m m e n st o ß. An der Ecke Bleich- straße/Ludwigstraße ereignete sich gestern gegen

Sie Herbstzeitlose.

Wenn der spätsommerliche und der herbstliche Wind über die Stoppelfelder streichen, am Weg­rand noch die Röslein der Wegwarte blühen, dann erscheint auf den Wiesen förmlich über Nacht die Herbstzeitlose. Sie ist für uns Menschen der letzte Gruß der Blumenwelt. Mit großer Härte scheint die sonst so gütige Mutter Natur dieses zarte Blümchen zu behandeln. Wenn nämlich im ab­sterbenden Herbste die kalten Nebel oft tagelang die Sonne verschleiern, wenn der Herbstwind über die Felder und Wiesen fegt, dann kommt die nackte Blüte aus dem Boden hervor. In chrer blaßroten, violett angehauchten Farbe erscheint sie wie vor Kälte erstarrt. Wo ist ihr schützendes Laubdach? Vergebens ist nach ihm zu suchen. Noch nicht ein­mal ein Kelch schließt sie ein. Nur eine nackte sechs­zipfelige Blumenkrone, in der sich ebensoviele Staub- gefäße und drei bis zur Knolle reichenden Stempel entfaltet haben, reicht über die Erde. Ihr Dasein ist nur kurz bemessen. In ihrer zarten Gestalt strahlt sie zwar in leuchtender Farbe, und dennoch gelingt es ihr nicht, Insekten zum Zwecke der Bestäubung und Befruchtung anzulocken. Bekanntlich ist die Herbstzeitlose in allen ihren Teilen giftig. Das Vieh verschmäht die großen fetten Blätterbüschel, die im Frühjahr auf den Wiesen in Menge wachsen. Die Kinder, die von der Prachtentfaltung dieser Blume leicht angelockt werden, sind zeitig auf diese Giftpflanze hinzuweisen und dadurch vor Schaden zu bewahren. Und dennoch ist sie feit alten Zeiten ein Freund und Wohltäter der Menschen geworden. Das der Herbstzeitlose innewohnende Gift, Colchicin genannt, wird in der Hand des Arztes zu einem wirksamen Heilmittel gegen dasPodagra", jene hartnäckige Fußgicht. In Zeiten, da die furchtbare Pest wütete und hauste, trug man die Knolle der Pflanze an einer Schnur um den Hals, wodurch man sich vor der schrecklichen Krankheit geschützt glaubte. Auch der Volksglaube spricht heute noch davon, daß ein recht strenger Winter zu ermatten sei, wenn die Herbstzeitlosen in großer Zahl auf den Wiesen blühen.

Welch eine Pflanze trägt im Frühling ihren Samen, Da ihre Blüten erst hervor im Herbste tarnen?

Die Zeitlos' ist hierin der Blumen Widerspiel, Daß sie am Anfang ist, wo jene sind am Ziel.

(Rückert.)

Werde Mitglied im deutscheo Euftfportr Verband I

ausgesehen hat, mußte das deutsche Volk in schwer­sten 14 Jahren erfahren: es mußte seinen Willen zum Frieden und sein Vertrauen an die Aufrichtig­keit und Gerechtigkeit der anderen schwer büßen.

Der Friede der Welt wird stets als höchstes Ziel der Menschheit proklamiert. Deutschland gab und gibt immer wieder Beweise seiner Friedensliebe, seit Adolf Hitlers Machtübernahme in besonderem Maße, weil es zur Achtung vor sich selbst zurückgefunden hat, aus der die Achtung vor anderen Nationen erwächst.

Der Weltfriede ist stets nur durch gleichbe­rechtigte starke Nationen gewährleistet und nie­mals durch eine Verewigung des Unterschiedes zwi­schen Siegern und Besiegten. Nichts wird das deutsche Volk davon abhalten können, mit unver­minderter Stärke seinen Kampf gegen die Auf­fassung von Weltfrieden" der anderen fortzusetzen.

Deutscher Volksgenosse! Der anerkannte Ein- sprach Deutschlands auf Gleichberechtigung gilt auch für die deutsche Fliegerei. Solange die deutsche Regierung durch Versailles, Paris und London sie nicht selbst unterhalten kann, muß es für dich ernste Pflicht bedeuten, sie durch deine Mitgliedschaft im Deutschen Luftsport-

Verband tragen und fördern zu helfen!

Meldungen bet Fliegerortsgruppe Gießen (Kreis­amt), Fernruf 2951, 2952.

plahmusik unserer Militärkapelle.

Arn morgigen Freitag von 18 bis 19 Uhr findet am ßiebigbenhnal (Hitlerwall) Platzmusik des Musik­korps unseres Bataillons unter Leitung von Ober­musikmeister Krauße mit nachstehender Vor- tragsfolge statt:

1. König-Ludwig-U.-Marsch von Seifert.

2. Ouvertüre zur OperStradella" von Flotow.

3. Blumen-Walzer aus dem BallettDer Nuß­knacker" von Tschaikowsky.

16.15 Uhr ein Verkehrsunfall. Ein Kraftwagen aus Berlin, der von einer Dame gesteuert wurde, fuhr die Bleichstraße in der Richtung nach der Gnauth- straße zu und wurde an der Straßenkreuzung von einem Kraftwagen aus Gedern, der die Ludwig- straße in der Richtung nach dem Studentenheim zu passierte, angefahren. Das linke Vorderrad des Gederner Wagens geriet gegen den Hinteren Kot­flügel des anderen Autos. Der Anprall war so heftig, daß der Berliner Wagen umgeworfen und schwer beschädigt wurde, so daß er abgeschleppt werden mußte. Die Führerln des Wagens erlitt einen Bluterguß, ferner Schnittwunden und Knochen­splitterungen am rechten Unterarm. Die Ver­unglückte wurde sofort in 2)ie Chirurgische Klinik gebracht, konnte aber nach ^Behandlung ihrer Ver­letzungen wieder entlassen werden. Die Polizei leitete sofort die Ermittlung der Ursache des Unfalles ein.

** An der Dreschmaschine tödlich ver­unglückt. Gestern nachmittag kam der 41 Jahre alte Friseur Julius Adolf P l e g e r in Lang-Göns bei Arbeiten an der Dreschmaschine dem Getriebe zu nahe, so daß er von der Maschine erfaßt und schwer verletzt wurde. Der bedauernswerte Mann wurde sofort der Chirurgischen Klinik in Gießen zu- geführt, wo er heute früh an den schweren Der. letzungen gestorben ist.

** Hessische Trachten beim Winzer­fest. Unter Führung von Georg Heß (Leihgestern) wird die hessische Trachtengruppe vom Reichspartei­tag in Nürnberg am kommenden Sonntag an dem Winzerfest in Bensheim teilnehmen, das unter dem Protektorat von Ministerialrat Rings- hausen stattfindet.

* Drei - Mark - Stückewerden außer Kraft gesetzt. Mit Ablauf des September wer­den die Drei-Mark-Stücke aus dem Verkehr ge« zogen. Die bis dahin noch nicht an das Reich zu- rückgeflofsenen Geldstücke werden bis Ende Dezem- ber bei den öffentlichen Kassen eingelöst.

** Ein Staufenberg - Verein soll am nächsten Samstag gegründet werden. (Siehe heutige Anzeige.)

Kein schöner Land in dieser Zeit, Als hier das unsre weit und breit, Wo wir uns finden, wohl unter Linden Zur Abendzeit.

Da haben wir so manche Stund' Gesessen da in froher Rund', Und taten fingen, die Lieder klingen Im Eichengrund.

Daß wir uns hier in diesem Tal Noch treffen soviel tausendmal, Gott mag es schenken, Gott mag es lenken. Er hat die Gnad'.

Nun, Brüder, eine gute Nacht.

Der Herr im hohen Himmel wacht, In seiner Güte uns zu behüten Ist er bedacht.

Der Sonntagmorgen weckt die Schläfer mit Glockenläuten und Blasen in frühester Morgen­stunde. Morgenchoräle erklingen vom Turm. Die Fahnen werden gehißt. Es geht zum Gottesdienst. Die Ehrung der Gefallenen soll der Ausklang des Vormittags sein.

Und dann vereinigt ein einfaches Mittags­mahl, das selbstverständlich nur auf deutscher Scholle gewachsene Erzeugnisse auf den Tisch bringt,

waren in großer Stärke erschienen, so daß sich der Marsch der SA. zu einer eindrucksvollen Kund­gebung nationalsozialistischen Willens gestaltete. Die Straßen waren von vielen Menschen gesäumt. Aus vielen Fenstern wurde die SA. gegrüßt, und man­cher Blumengruß fiel in die marschierenden Ko­lonnen.

Auf dem Landgraf-Philipp-Platz, der ebenfalls von einer großen Menschenmenge gesäumt war, fand ein Vorbeimarsch vor dem Standartenführer Lutter statt. Nachdem die Standarte und die Fahnen feierlich in das Gebäude der Standarte ein­gebracht waren, traten die Nürnberg fahrer noch einmal im Hofe der Standarte an.

Standartenführer Lutter

hielt hier eine kurze Ansprache, in der er folgendes sagte:

Kameraden der SA.!

Die Tage großer Anstrengungen, aber auch Tage großen Erlebens sind hinter uns. Wir haben dem Führer ins Auge sehen und zeigen können, wie die SA. in Oberhessen steht und wie er es haben will. Wir haben erlebt, daß der Staat und die Bewegung eins sind und daß die SA. der Garant des Staates ist!

Rundfunkprogramm.

Freitag, 14. September.

5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 9.45: Eigene Sendung. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. Bei Suppä zu Gast. 13: Saardienst, Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Senbebezirk. 13.20: Mittaas­konzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten. 15.10: Für die Frau. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Nur bei klarem Wetter gibts volle Netze. Zwiegespräche. 17.45: Lieder von Franz Schubert. 18: Stunde der Jugend. 18.25: Woher kommt die Sprache der Gau« ner und Strolche? Ein Zwiegespräch. 18.50: Unter­haltungskonzert des Stadttheaterorchesters. 19.45: Politischer Kurzbericht. 20: Nachrichten. 20.15: Reichssendung: Stunde der Nation: Schwäbische Bauernkirchweih. 20.45: Instrumental - Kabarett. 22.20: Nachrichten. 22.35: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.40: Sportvorschau. 23: Mathis, der Maler. Sinfonie von P. Hindemith. 23.30:Kerwe in ber Pfalz". Eine heitere Hörfolge von Paul Ginthum. 24 bis 1: Werke von Robert Schumann.

»Weltfrieden..."

Am 8. Januar 1918 proklamierte Wilson in seiner Kongreßrede die 14 Punkte des Weltfriedens, die Grundlage sein sollte für den mit der Regierung Deutschlands zu schließenden Frieden. (Mitteilung an Deutschland v. 5. Nov. 1918).

Im Vertrauen auf die Aufrichtigkeit der feind­lichen Mächte unterwarf sich Deutschland diesen Programmpunkten, um schon kurz danach zu erfah­ren, daß der Begriff Weltfrieden erst eine Aus­legung erfahren würde. Wie diese Auslegung

Handreichung in dem soeben herausgegebenen Heft Erntefeste, Rüstzeug zur Festgestaltung". Das Heft können die Ortsringführer des RDH. unentgeltlich von der Reichsführung des RDH., Berlin NW 40, Herwarthstraße 4, beziehen.

Vom Vorabend, über die Morgenfeier, den Fest­zug und die Abendfeier werden in diesem Büchlein Anweisungen gegeben, die, leicht faßlich dargestellt, alles bringen, was zu einer rechten Erntefeier ge­hört.

Am Vorabend sammeln sich die Burschen und Mädchen und erledigen die letzten Vorbereitungen für den Erntetag. Dabei werden die alten Lieder vom Bauernstand, von Lieb und Leid gesungen. Walter Hensel hat eine Fülle solch bodenstän­digen Liedguts zusammengetragen in seinen Lieder­büchernDer singende Quell" undSpinnerin Lob und Dank", beide erschienen im Bärenreiterverlag in Kassel.

Und bevor das junge Volk am Vorabend des Erntetags auseinanderaeht, reichen sie sich die Hände und fingen das schöne alte geistliche Volks­lied: