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184. Jahrgang

Eichener Anzeiger

Nr. 2^4 Erstes Vlatt_____ 184. Jahrgang Donnerstag, 15. September 1934

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SM General-Anzeiger siir Gberheffen DM

zranttnr, am Main 11886 Druck und Verlag: vrühl'sche Unioerfitälrvuch- und Stetnbnidcrci «.Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 Mengenabschlüsse Staffel B

Minderheiten in Not.

Die X. Minderheitentagung in Bern.

Kündigung aller deutschen Beamten im Memelgebiet Durch Mandatentziehungen Landtagssitzung unmöglich gemacht Vernichtung des weiß-russischen Schulwesens in Polen Erbitterte Bekämpfung der baskischen Auto- nomiebwegung durch Spanien Unter­drückung der ukrainischen Schulen im tsche­chischen Karpathenland Rigorose Entnationa­lisierungsmethoden Italiens scharfe Erlasse gegen slawische Kirchengesänge und und sla­wische religiöse Inschriften in der Julifchen Mark diese Ereignisse der Entrechtung der Minderheiten spielten die Ouvertürenmusik zu der Eröffnung des europäischen Nationa- l i t ät e n k o ng r e s f es , der eben in B e rn zu Ende gegangen ist. Ouvertürenmusik, jawohl, und nicht etwa länger zurückliegende oder wahllos her­ausgegriffene Ereignisse aus dem Kampf gegen die Minderheiten stellen die oben nur schlaglichtartig anaedeuteten Unterdrückungsmaßnahmen dar. Ereig­nisse, von deren plötzlichem Hereinbrechen beein­druckt die Delegierten der betroffenen Nationali­täten nach Bern kamen.

Es ist nicht weiter verwunderlich, wenn die De­batten leidenschaftlicher und erregter waren, die Entschließungen in Ton und Form härter als einst. Man soll in der europäischen Oeffentlichkeit auch eines nicht außer acht lassen, daß der Nationali­tätenkongreß keine Veranstaltung von mehr oder weniger beschwerten Berufspolitikern ist, sondern idas Ausspracheforum für Männer, die, von leiden­schaftlicher, hingebungsvoller und opferbereiter Liebe zu ihrem Volkstum getrieben, ihr Leben und ihre Arbeit oft unter bewundernswerter Hintansetzung der Sicherheit, geschweige denn der ffonstigen materiellen Interessen der eigenen Person, rin den Dienst der Erhaltung ihres Volks- ttums und seiner Kultur gestellt haben.

Es ist unter diesen Umständen auch ganz selbst- iverständlich, daß gerade von der deutschen Oeffentlichkeit gesehen der Berner Tagung ein ganz besonderes Interesse zukommt. Das deutsche Volk, Las seine tiefen Kräfte aus den unversiegbaren Duellen echten, unoerfälschbaren Volkstums schöpft, das die fundamentale Bedeutung der Erhaltung des Volkstums für das Leben der Nation erkannt hat, dessen Kanzler das stolze Wort ausgesprochen hat, nur der trage wahrhafte Liebe zum eigenen Volkstum in sich, der auch das fremde achte, dieses deutsche Volk weiß um die seelische und kör­perliche Qual, um die demütigende Tragik der ge­waltsamen Unterdrückung. Und darum versteht es Die Bedeutung und den Wert all derjenigen Be­mühungen richtig einzuschätzen, die darauf hinzielen, was schwere Los der Minderheiten aller Völker zu bessern. Kein Wunder, daß dann die deutschen Ver- ireter im Nationalitätenkongreß mit die mutigsten and tatkräftigsten sind. Kein Wunder aber auch, daß tors Einvernehmen unter diesen Männern, die wie t ine große Liebe zu Volkstum und Heimat trotz oft jo gewaltiger Verschiedenheiten von Rasse und Re­ligion zusammenschweißt, das denkbar beste ist, und )> ihre Kongresse stets in einer tatsächlich vor- i ildlichen Harmonie verlaufen.

So auch der diesjährige, der zehnte. Das Völker- iiemifd) war dabei in diesem Jahr besonders bunt: Katalanen, Basken, Ungarn, Russen, Ukrainer, Qolen, Jugoslawen, Bulgaren, Tschechen, Litauer, Deutsche und Vertreter aller übrigen europäischen Volksgruppen waren anwesend. Allerdings war nuch die Tagesordnung dazu angetan, weltpoliti- iches Interesse zu wecken und die Vertreter auch I (»er letzten und kleinsten Volksgruppe auf den Plan . ju rufen. Denn in Verbindung mit dem Antrag Molens auf Verallgemeinerung des internationalen Minderheitenfchut- . j,e s durch den Völkerbund war eine vorherige Stellungnahme der Volksgruppen unerläßlich. Zu ism Antrag schreibt zwar die offiziöseGazeta Molska", er verfolge kein taktisches Ziel und sei auch rid)t an den Eintritt Rußlands in den Bund ge­funden. Trotzdem hat dieser Antrag feinen Pferde­fuß, den auch eine noch so euphemistische Betrach­tungsweise nicht übersehen kann. Wie die Dinge rümlich augenblicklich liegen, ist eine Ablehnung büs Antrags in seiner heutigen Fassung zu erwar- t-m. Der polnische Antrag will den Minderheiten- f(Iutz auf alle Länder der Welt ausdehnen. Aus der begreiflichen Auffassung aber, nur das in Angriff i zu nehmen, was realisierbar ist, vertritt der ' öwtionalitätenkongreß die Ansicht, die Verallgemei- |Irrung müsse auf den europäischen Raum beschränkt bleiben, da die Daseinsbedingungen dir europäischen Völker von denen außereuropäi- : faoer völlig verschieden sind. Die Gefahr für den Minderheitenschutz überhaupt man muß sich fra­g'! n, von wem und wieweit sie nun absichtlich hiraufbeschworen ist liegt darin, daß die mög­liche Ablehnung dazu benützt werden könnte, d i e Geltung der bestehend en Minderhei- I nrechte und die sich daraus ergebenden Ver- s>lichtungen der Staaten überhaupt in Frage ja {teilen. Gegen solche Versuche mußte sich der Ingreß schon im Vorhinein energisch zur Wehr je^en.

än diesem Zusammenhang wurden auch die IDeifeitigen Schutzverträge behandelt. D. r Vertreter der deutschen Minderheit in Estland,

E) a ff e [blatt, vertrat die eben so einfache neuartig-geniale These einer Art M e i st b e - :nstigungsklausel, so daß künftig ein 5:tnat, der der Minderheit eines anderen Volkes - aus welchen Erwägungen auch immer be- inmte Vergünstigungen gewährt, gezwungen ist, tHe auch jeder anderen Minderheit zu- kommen zu lassen

Deutschland, ein fester Hort des Friedens."

Der Führer und Reichskanzler an das zum ersten Empfang versammelte Diplomatische Korvs.

Berlin, 12. Sept. (DNB.) Im Reichspräsiden- tenpalats fand Mittwoch mittag der erste große Empfang der Missionschefs aller in Berlin akkredi-1 tierten Länder statt Schon gegen 11 Uhr wies das | Aussehen der Wilhelmstraße auf ein Ereignis be­sonderer Art hin. Zu Tausenden hatten sich hier die Berliner vor der Reichskanzlei und dem Reichspräsidentenpalais eingefun- < den, um dem Führer auf feiner Fahrt durch die Wilhelmstraße zu huldigen und der An- und Ab-' fahrt der Diplomaten beizuwohnen. Der Andrang der Bevölkerung war so groß, daß sogar berittene: Schutzpolizei eingesetzt werden mußte, um den Fahr­weg freizuhalten.

Dom Altan des Palais grüßte eine riesige Hakenkreuzfahne, während auf dem Dach die ruhmreiche deutsche Kriegsflagge, das Schwarzweißrot mit dem Adler, flatterte. Inzwischen war im Vokgarten ein verstärktes Wachkommando der Reichswehr einmarschiert, um den Diplomaten die Ehrenbezeugungen zu erweisen. Ein Heer von Pressephotographen und Kinooperateuren belagerte die Einfahrt zum Palais. Gegen 12 Uhr rollte ein Wagen nach dem anderen in den Vorhof ein. Das starke Wachkommando präsentierte jedesmal beim Eintreffen der Diplomaten das Gewehr und bei den Botschaftern sowie dem Doyen des Diplomati­schen Korps, Nuntius Orsenigo, ertönte Trommel­wirbel.

Die Auffahrt der Diplomaten.

Kurz vor 12.30 Uhr hatte sich das Diplomatische Korps im festlich geschmückten großen Empfangs­saal in der oberen Etage des Palais versammelt und in einem großen offenen Halbkreis Aufstel­lung genommen Zur Rechten standen die Bot­schafter, geführt vom Doyen des Diplomatischen Korps, dem Vertreter des Heiligen Stuhles Nun­tius Orsenigo; ihnen schlossen sich die Ge­sandten an, dann folgten die ständigen und in­terimistischen Geschäftsträger. Hinter diesen nahmen die höheren Beamten des Protokolls Auf­stellung. Annähernd 50 Diplomaten waren ver­sammelt, um dem Führer durch den Mund des Doyen ihre Glückwünsche aussprechen zu lassen. Um 12.30 Uhr meldete der Chef des Protokolls Graf von Bassewitz dem Führer, daß das Diplo­matische Korps versammelt sei. Gleich darauf er­schien der Führer im Empfangssaal und schritt nach der Mitte des Saales. Ihm folgten der Reichs-, minifter des Auswärtigen Frhr. o. Neurath, der Staatssekretär der Präsidialkanzlei Dr Meiß­ner, der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes v. Bülow, der Staatssekretär der Reichskanzlei Lammers, der Referent für innere Angelegen­heiten der Präsidialkanzlei, Ministerialdirigent Dr. D o e h l e, der Referent für auswärtige Angelegen­heiten der Präsidialkanzlei, Legationsrat Baron von P l e s s e n , der militärische Adjutant Major H o ß b a ch , sowie der persönliche Adjutant des Führers, Gruppenführer Brückner.

Der Dopen

des Diplomatischen Korps, der Apostolische Nuntius Monsignore Cesare Orse­nigo, richtete an den Führer eine französische A n- sprach e, die in Uebersetzung wie folgt lautet:

Herr deutscher Reichskanzler!

Das Diplomatische Korps freut sich, vor Ihrer Person zu erscheinen, um dem unmittelbaren Nachfolger des hochverehrten Reichs­präsidenten Generalfeldmarschall von Hin­denburg, dessen Andenken unauslöschlich in unse­ren Herzen eingeprägt ist, feine aufrichtige Gratulation und die besten Wünsche darzubringen. Durch unser heutiges Erscheinen möch­ten wir Eurer Exzellenz zum Ausdruck bringen, daß ein jeder von uns dem neuen Oberhaupt d e s Deutschen Reiches gegenüber die­selbe Bezeugung der Ehrerbietung und die gleiche Versicherung der gegenseitigen Zu­sammenarbeit, die er bereits anläßlich der Ueberreichung feines Beglaubigungsschreibens aus­gesprochen hat, heute erneuert.

Wir sind der Ueberzeugung, daß Eure Erzellenz alle Bemühungen bei Erfüllung der edlen Mission, die unsere Staatsoberhäupter uns anvertraut haben, angelegentlichst unterstützen werden, um die guten Beziehungen zwischen Deutschland und unseren Län­dern aufrecht zu erhalten und zu festigen und so zur Erhaltung des Friedens in der Welt beantragen.

Wir wissen wohl, daß man nur durch das Erstarken des Geistes derWahrheit, der Gerechtigkeit und der Nächsten- liebe in der Welt zur Befriedung der Völker gelangen kann. Und wir sind glücklich darüber, daß Eure Exzellenz zu wiederholten Malen die Erklärung abgegeben haben, daß Deutschland, im Herzen Europas gelegen, fest entschlossen ist, ein wirksamer Faktor des Friedens zu sein. Wir können bereits feststellen, mit welcher hingehen­den Sorge Euere Exzellenz in Ihrem neuen Amte daran arbeiten, Ihrem Vaterlande wie­der über die schmerzlichen Folgen der Arbeits­

losigkeit hinwegzuhelfen und die Wohlfahrt des deutschen Volkes herbeizuführen.

So geben wir dem Wunsche Ausdruck, es möge Ihrem Vaterland unter der nunmehr in Ihren Händen vereinigten obersten Regierungsgewalt ge­gönnt fein, eine Wohlfahrt zu erreichen, die die in­nere Ruhe Ihres Landes gewährleisten kann. Wir wünschen auch, daß Deutschland den Besitz arrer Güter einer höheren Ordnung, die den roah n Schatz einer jeden Nation bilden, immer mehr be­festige.

Möge göttliche Vorsehung diesen Wünschen uni) Hoffnungen Verwirklichung verleihen für die Größe Ihres teuren Vaterlandes, das Ihnen soeben bis höchste Amt des Deutschen Reiches übertragen hat."

Wechselseitige Achlmu und Anerkennung die Grundlagen deutscher Außenpo itik.

Der Führer und Reichskanzler antwortete hierauf mit folgenden Worten:

Herr Nuntius!

Euerer Exzellenz danke ich aufs herzlichste für die Glückwünsche, die Sie mir im Namen des Diplomatischen Korps aus Anlaß der Uebernahme des bisherigen Amtes des Reichspräsidenten aus­gesprochen haben. Mit besonderem Dank.erfüllt es mich, daß Sie dabei noch einmal des verewig­ten Herrn Reichspräsidenten General­feldmarschall von Hindenburg gedachten. Die Erinnerung an ihn wird unauslöschlich im Herzen aller Deutschen weiterleben.

Sie haben, Herr Nuntius, der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß ich Sie in Ihrer Aufgabe, die guten Beziehungen zwischen Ihren Ländern und Deutschland aufrechtzuerhalten und zu festigen, unterstützen werde.

Es ist mein Dille, enge und aufrichtige Verbindungen zwischen Deutsch­land und den fremden Mächten zu erhalten und dadurch ein gegenseitiges Ver­stehen und kennenlernen zu fordern, das zur Zeit noch vielfach fehlt und das die Grund­lage wechselseitiger Achtung und Anerkennung ist. Die großen Aufgaben, die wir uns gestellt und wie Sie, Herr Nuntius, selbst sagen mit Erfolg in Angriff genommen haben, kön­nen wir nur losen, wenn uns und der Welt der Frieden erhalten bleibt.

Auch heute und vor Ihnen, meine Herren Ver­treter der fremden Staaten, erkläre ich, daß es das unverrückbare Ziel meiner Politik ist, Deutschland zu einem festen hort des Friedens zu machen. Nicht Macht und Gewalt sollen die Beziehungen unter den Völ­kern bestimmen, sondern der Gei st der Gleichberechtigung sowie die Achtung vor der Arbeit und Leistung eines jeden anderen Volkes. Unter dem Schuhe dieses Friedens werden ich und mit mir die Reichsregierung alle Kräfte der seeli­schen Wiederaufrichtung unseres unter den Noten des Krieges und der Nachkriegszeit fast zusammengebrochenen Volkes, der inneren Neuordnung unseres Reiches und der Ueber- windung feiner wirtschaftlichen und sozialen Not widmen. Wenn wir diese Aufgaben zu losen vermögen und w i r werden sie lösen so dient Deutschland nicht nur sich selbst, sondern der ganzen Welt, und es trägt damit zu seinem Teil bei zum Wohle und zum Fortschritt der Menschheit.

Zu diesem Werke, das hoffen wir zuversichtlich, wird uns der Segen der göttlichen Vorsehung, den Sie, Herr Nuntius, in so warmen Worten für uns anrufen, nicht versagt sein!

Ich bitte Sie, meine Herren, zugleich für Ihre Staatsoberhäupter, Regierungen und Länder meine

Der Führer und Reichskanzler bei feiner Ansprache an das Diplomatische Korps und dessen Sprecher, den päpstlichen Nuntius Monsignore Orsenigo (links). Rechts hinter dem Führer Reichsaußenminister Freiherr von Neurath.

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lieber den oben bereits angedeuteten, mehr theo­retischen Rahmen hinaus wandte der Kongreß auch dem in Aussicht gekommenen Eintritt Ruß­lands in Öen Völkerbund feine besondere Aufmerksamkeit zu. Wenn der Kongreß in lei­denschaftlicher Weise sich dafür einsetzte, es fei vom Bund zu fordern, daß er von jedem neuemtretenöen Mitglied die feierliche Verpflichtung auf die bestehen­den 'Minderheitenschutzbestimmungen entgegennehme, dann bedeutet das, auf Rußland ausgedehnt, nackt und klar nicht mehr und nicht weniger als die Uebernahme der Verpflichtung, die Ukrainer und die Wolgadeutschen nicht dem siche­ren Hungertode preiszugeben und sie nicht kulturell und seelisch verkümmern zu lassen.

Es ist dem Kongreß zu danken, daß er mit Entschie­denheit die Sache der Völker, die über Minderheiten in Rußland verfügen, zu der {einigen gemacht hat. In einer Zeit, da man in den westlichen Staaten

] den Bolschewismus zwar verdammt, mit dem Sow- I jetstaat aber Geschäfte abschließt, da man die Unter­drückung von Moral und Gottesglauben in Ruß­land zwar verurteilt, aber ausallgemein - politi­schen Erwägungen" den Sowjetstaat unter die Zahl von kulturell gleichberechtigten Nationen aufnimmt, verdient es gerade in Deutschland Erwähnung, wenn über die Hungerkatastrophe in Ruß­land erschütterndes Material veröffentlicht wird, das von dem Hinsterben von Millionen Volksgenossen der am Kongreß beteiligten Nationen berichtet. Un­parteiische Beobachter haben Mitteilungen von vier dis fünf Millionen Opfern im Hungerwinter 1933/34 gemacht, an denen die kaum eine Million zählende Minderheit der Wolga­deutschen mit über 140 000 beteiligt ist. Die Basler Nachrichten" fragen mit Recht: Soll sich derartiges auch in diesem Winter wiederholen? In dem Dank an den Kardinal Erzbischof von Wien

und den Erzbischof von Canterbury für die von ihnen unternommenen Hilfsaktionen, die Rußland nunmehr verboten hat, drückte der Kongreß erneut seine uns Deutsche so sympathisch berührende Ver­bundenheit und sein Mitgefühl,mit dem Schicksal der Betroffenen aus.

Es ist dem Kongreß zu danken, daß er ein­hellig diese Frage dem Völkerbund anläß­lich des geplanten (Eintritts Sowjetrußlands zu läsen aufgegeben hat. Mit kühlem politischem Ver­stand, aber heißer menschlicher Anteilnahme und unlöslicher Verbundenheit mit den Volksgenossen an der Wolga und ihren nichtdeutschen Schicksals­gefährten wird das deutsche Volk die Regungen ver­folgen, nach denen die Staatsmänner Europas und der Völkerbund bei der Behandlung dieser grund­sätzlichen Frage ihre Entschlüsse treffen und ihre folgenschweren Entscheidungen fällen werden.