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Eine weiße Königin der Zulus

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mbes in der Gegend von Groß-Bade-1 Linien ----------------------------------

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Wieder einmal geht das Gerücht von einem weißen Kind um, das unter S ch w a r z e n aufwächst und dereinst ihre Königin werden soll. Diele Eingeborene und südafrikanische Tramps wollen das kleine blondhaarige Mädchen bei einem Zulustamm gesehen haben, und jetzt hat die Gattin des Maschineningenieurs Johnson aus Johannisburg einen ausführlichen Bericht über ihren Besuch bei jenem Stamm abgegeben, bei dem sie tatsächlich das weiße Kind angetroffen haben will. Frau Johnson hörte ganz zufällig von dem Borhandenfein dieses Kindes. Ihre Dienerin er­zählte, daß die Zulus an eine alte Prophe­zeiung glaubten, nach der ihnen eine weihe, blonde Frau zu einer mächtigen Herrschaft verhelfen sollte. Frau Johnson, die ihren Mann oft auf Reisen begleitete und sehr gut die Zulusprache versteht, beschloß, einen Abstecher zu jenem Stamm zu machen. Sie mußte viele Kilometer kreuz und quer reisen, ehe sie den Standort des Stammes erfuhr. Dann'packte sie ein paar Geschenke ein, ließ, um die Stammesangehörigen nicht mißtrauisch zu machen, ihre Waffen zurück und ging mit ihrer schwarzen Dienerin in das Lager.

Zunächst wollte man gar nicht nut der Sprache herausrücken. Man hatte Angst, daß das Kmd dem Stamm weggenommen werden könnte, trotzdem man gleich betonte, es gehöre dem Stamme recht­mäßig und sei nicht etwa geraubt. Frau Johnsons Redekunst und der Anblick einiger Pakete Tabak beseitigte aber alles Mißtrauen, und als der Pflege­vater des weißen Kindes gar ein blitzblankes ; Taschenmesser in der Hand hielt, holte er sofort ; seine Frau und das kleine weiße Wefen herbei.

Auf der Autostraße Köln Bonn in der Nähe der Bonner Stadtgrenze stieß ein mit fünf Personen besetzter Kraftwagen m i t e i n e m L a st- k r a f t w a g e n zusammen. Die fünf Insassen des Personenkraftwagens wurden schwer verletzt, einer von ihnen, der Kraftwagenführer, ist kurz nach der Einlieferung in die Klinik ge- st o r b e n. Auch der Fahrer und der Begleiter des Lastkraftwagens trugen erhebliche Verletzungen da­von.

Abschied von Harry.

Regierung sind Verhandlungen über die Rege­lung der Mongoleifrage eingeleitet worden. Die japanisch-mandschurische Militärkonvention hat sich auf das mandschurische Gebiet beschränkt. Die mandschurische Regierung erstrebt jetzt eine Aus­dehnung dieser Konvention auf die innere Mongolei. Dieses Gebiet, das dem­nächst auch dem mandschurischen K a i s e r - reich angegliedert werden soll, soll im Falle eines sowjetrussischen Angriffs auf die mandschuri­sche Herrschaft durch die militärische Konvention geschützt werden. Wie verlautet, hat die japa­nische Regierung sich grundsätzlich bereit er­klärt, die Konvention auf die innere Mongolei auszudehnen, nachdem diese erneut an das dschurische Kaiserreich angeschlossen ist.

Tage dauern.

Durch Salzsäure getötet

Auf fürchterliche Art und Weise kam in Wald­hilbersheim (Saargebiet) das sechsjährige Söhn­chen eines Landwirts ums Leben. In einem unbe­wachten Augenblick trank das Kind aus einer mit Salzsäure gefüllten Flasche. Trotz sofortiger ärztlicher Hilfe starb der Knabe unter furchtbaren Schmerzen.

Schwerer Unfall der Familie des portugiesischen Staatspräsidenten.

Die Ansechibarkeil arisch-jüdischer Mischehen

Eine grundsätzliche Entscheidung des Reichsgerichts.

Der Berliner betrachtet seinen Zoo als seinen Hausstall, sein persönliches Eigentum. Die berühm­ten Exemplare dieser Wildnis in Berlin sind stadt- bekannte Lieblinge der in vielem kindlichen Mil­lionenstadt. Daher überall herzliche Trauer, als die Kunde kam, daß Harry, der riesige Elefant, vor der Eingangspforte am Bahnhof Zoo die Ber­liner Luft mit den Gefilden der Seligen vertauscht hat. Dieser etwas bösartige Trampel hat uns mit feinen Eigenschaften und mit seinem Familienleben manche Sorge bereitet. Er war eine Seltenheit in seinen Ausmaßen, und darum sollte er in einer Riesengeneration fortleben. Man beschaffte ihm eine liebenswürdige Dame aus Stellingen, bei der er sein Leiden vergaß und seinen Charakter sichtlich verbesserte. Groß und klein in Berlin nahmen an den Flitterwochen erregten Anteil, und es war schon fast eine Erlösung, als die hohen Herrschaf­ten, die Dickhäuter Harry und Toni, das ent­zückende Elefantenbaby Kalifa einem hochwohl, löblichen Publikum vorstellen konnten. Nun hat das Schicksal grausam eingegriffen und das gewaltige Tier durch eine Angina zur Strecke gebracht. Womit der Beweis erbracht ist, daß Dickfelligkeit und scheinbare Unverwüstlichkeit kein Schutz gegen die kleinen tödlichen Bakterien sind. 45 Jahre nur ist Harry alt geworden. Der Verlust ist schwer, denn er war mit seinen 120 Zentner wohl der größte und stärkste Dickhäuter, der jemals in Ge- fangenschaft gezeigt wurde. Als er um Toni freite konnte er ihr ein Herz von einem halben Zentner zu Füßen legen, und wenn er sich grämte, erzitterte seine Leber von 112 Pfund.

Don Jena kommend traf der siamesische König ; mit einer Gemahlin mit dem Kraftwagen in Nürnberg ein. Das Königspaar besuchte das Rathaus und trat dann die Weiterfahrt nach Stein - bei Nürnberg an, wo es die Bleistift f a b r t k A W. Faber-Castell besichtigte. Das Konigs- paar traf bann im Kraftwagen i n M und) e n ein und nahm im HotelVier Jahreszeiten Quar­tier. Eine große Menschenmenge hatte sich vor dem Hotel angesammelt und empfing die Gäste mit leb­haften Heilrufen. Der Aufenthalt in München wird voraussichtlich dis Mitte nächster Woche dauern.

Wiederaufnahme der Vorlesungen an der Freiburger Universität.

Die Studentenschaft hat unter der Leitung ihrer Dozenten die Universität wieder soweit auf­geräumt, daß am Freitagvormittag die Vorle­sungen in der neuen Universität im Hauptgebäude im vollen Umfange wieder au f g e n o m- men werden können. Auch die Menfa nimmt ihren Betrieb wieder auf. Am Mittwochnachmittag er­folgte eine Besichtigung der Brandstelle durch den Präsidenten der Badischen Landesversicherungsan- stalt Dr. Jung und die Vertreter des Kultusmini­steriums Dr. ©rüninger und Dr. H^r. Mit den Aufräumungsarbeiten im zerstörten Teil des Haupt­gebäudes kann erst begonnen werden, wenn die Feststellungen über die Schadenshöhe gemacht sind. Um eventuelle Witterungseinflüsse zu verhindern, plant man eine Notbedachung.

Brandstiftung Ursache des Waldbrandes bei Forst.

Unter dem Verdacht, den großen Waldbrand bet Forst gelegt zu haben, wurde der 29 Jahre alte geistesschwache Orts arme Richard L h mann aus Groß-Bademeusel fettg^nommen. U 5 sprünglich hatte man angenommen, daß oer -öra , durch den 3000 Morgen Kiefernwald vernichtet wor­den waren, durch den Funkenflug aus einer Lokomotive entstanden war. Diese Ver­mutung hatte man bald fallen gelassen, da bereits Tage und Wochen vor dem Au s b r u ch des Waldbrandes in der Gegend von Groh-Bade-

Aus dfler Wett.

Ein interessanter Filmgagenprozeß.

Vor dem Landesarbeitsgericht Berlin wurde ein Prozeß verhandelt, den der bekannte Filmschau­spieler Hans Albers gegen d i e Ufa auf Zahlung von 68000 Mark angestrengt hatte. Hans Albers war von der Ufa am 8. April vorigen Jahres für drei Filme verpflichtet worden. Für jeden dieser Filme erhielt er 70000 Mark zu gesichert, lieber die Zeitdauer der Filmaufnahmen war im Vertrag nichts vereinbart worden. Die Herstellung des FilmsEin gewis­ser Herr Gran" dauerte zwei und die des FilmsFlüchtlinge" 2V2 Monate, während die Fertigstellung des FilmsGold" fünf Monate m in Anspruch nahm. Hans Albers stellte fick auf den Standpunkt, daß die Fertigstellung eines Großfilms in der V? e g e l höchstens drei Monate dauere, und machte geltend, daß seine Arbeitskraft durch die Länge der Ausnahmen für den tfilm Gold" übermäßig in Anspruch genommen worden sei. Er hätte Anfang 1934 für andere künst­lerische Zwecke zur Verfügung stehen können, wenn er nicht so lange Zeit für den FilmGo.d hätte arbeiten müssen. Aus diesem Grunde verlangte Vertreter der Ufa erklärte dagegen, man müsse beim er die Zahlung von 68 000 Mark. Der Film immer mit Zwischenfällen rechnen, und gerade bei dem FilmGold" hätte sich eine Reihe von tech­nischen Schwierigkeiten ergeben, die die Herstellung verlängert habe. Das Arbeitsgericht stellte sich aus den Standpunkt der Ufa mid wies die Klage des Filmschauspielers ab.

Das siamesische Königspaar in Nürnberg und München.

Auch die westliche Strecke der nordmandschurischen Eisenbahn ist von den Fluten stark gefährdet Die in der Mandschurei periodisch austretenden Aus- b r ü ch e d e r P e st, die in diesem Jahre f r u h e r a 15 sonst sich bemerkbar machen, haben in den verschiedenen Teilen der Mandschurei insgesamt bereits 17Todesvpfer gefordert. Die Be­hörden haben alle Maßnahmen ergriffen, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Die Arlbergstraße durch Steinlawine gesperrt.

In den Abendstunden des Donnerstag sind über Graz und Umgebung heftige Gewit­ter und wolkenbruchartiger Regen mebergegangen. Das Dach des Sommertheaters wurde auf die Straße geschleudert. Ferner wurden die städtischen Gartenanlagen stark mitge­nommen. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt die Wege sind mit abgeschlagenen Heften uberfat. Die Feuerwehr mußte in den tiefer gelegenen Kel­lerräumen das Wasser auspumpen Auch über Teilen von Tirol gingen heftige Unwetter nieder. Am Nachmittag wurde durch eine Stein­lawine die Arlbergstraße bei Telfs ge­sperrt. Die Freilegung der Straße durste zwei

Rußland und die Mongolei.

Politik in Jnnerasien.

Moskau, 12. Juli. (DNB.) Der ehemalige Stellvertreter des Außenkommissars der Sowjet­union K a r a ch a n, der bekanntlich zum Botschaf­ter in Ankara ernannt wurde, ist in Ulan- Bator, der Hauptstadt der mongolischen Repu­blik, in Begleitung einer zahlreichen russischen diplomatisch-militärischen Mission eingetroffen. In Urga wurde der Botschafter Karachan von der mongolischen Regierung und der russischen Militär­mission feierlichst empfangen. In Ulan-Bator fand eine Feier zum zehnjährigen Bestehen der mongolischen Republik statt. Im Auftrage der Sowjetunion sprach Karachan über die große politische und wirtschaftliche Bedeutung des zehnjährigen Bestehens der Außenmongolei. Karachan und j)ie mongolischen Redner bekannten sich zur Verbundenheit der Mongolei mit der Sow­jetunion. Diese Bindungen seien unzertrennbar. Die Mongolei und die Sowjetunion hätten eine politische Ausgabe zu erfüllen, nämlich den poli­tischen Frieden zu sichern. Es fand dann eine Parade der mongolischen Armee statt, die unter der Führung eines russi­schen General st äblers ausgebildet ist. Es waren Truppen aller Waffengattungen vertreten, darunter auch mehrere Flugzeuge, die den mongo­lischen Luftstreitkräften angehören. Dem Vertreter der Sowjetunion wurden dabei besondere militä­rische Ehrungen erwiesen.

Japans Bestrebungen in derMongolei.

Tschangtschun, 12. Juli. (DNB.) Zwischen der mandschurischen und japanischen

meusel zahlreiche kleinere Brandherde entdeckt worden waren. Da man L e Jmannmie- h o r h n f t in der Nähe dieser Brand- Herde gesehen hatte, richtete sich der Verdacht aus ihn. 3m Kreuzverhör leugnete er zuerst-die Tat ab. Als man aber bei einer L e i b e s v l s l t o 11 o n Streichholzschachteln, Papier usw. gefunden hatte bequemte sich Lehmann zu «meini Geständnis Al- Grund für seine Tat gab er an, daß eres gern brennen seh e". Im Bruchgelände der ehema­ligen Providentia-Gruben wurden durch den star- Een Funkenflug Braunkohlenschachte a n ­gezündet, deren Ablöschung noch nicht möglich mar 70- hie 80iäbrige Baumbestände fallen den Fkunmen zürn Ops-r?da sich das Feuer tief in das Erdreich einaefresjen hat. Langsam b r e n n e n d > e Baum wurzeln ab und krachend stürzen dann die" Baumrtefen in die Glut. Eine Bekämpfung mit ^nd ist nLt durchführbar eben owenig em« er- folgreiche Bekämpfung mit Wasser Nur a n h a l tender Regen wäre in der Lage, den gefähr­lichen Brand zu ersticken.

Großer Moorbrand vor den Toren Hannovers.

Eigen Woche in Brand geraten war, steht nun- * 'DerBran"ha1t° sich'trotz"de/umfa?greichen

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Ä @beV ÄXVein » Bran- bert Mo r g en hat? feinem Schicksal überladen mprhln Die einzige Rettung waren anhaltende starke Niederschläge di- das Lafchwerk vollbringen könnten, zu dem M-nsch-nkrast nicht ausreichll , lleberschwcmmungcn und Pest in der Mandschurei.

, Di- riesigen Ueberschwemmungen im "°rdüchen : kkh r kst ° 'U h »°'chi-d-ne

' | Zk^die^on C^arbch°°Ü°^nach Süd" " geh°n° I Krankenhaus gebr'acht

der vom Anfechtungskläger behauptete Irrtum be- tehe in der Unkenntnis der Folgen des Eingehens einer solchen Mischehe. Diesen Ausfüh­rungen vermochte das Reichsgericht nicht zu folgen. Es genügt hervorzuheben, daß das Programm der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei durch Punkt 4 und 5 bereits die Verschiedenheit der deutschen und der jüdischen Rasse mit allem Nachdruck betont hat.. Diese Leh­ren sind auch unzweifelhaft ins Ver­ständnis des Volkes gedrungen. Unter diesen Umständen ist der Fall eines Irrtums seit Veröffentlichung dieses Programms in den mit dem Programm bekannt gewordenen Bevölkerungskrei­sen, zu denen unstreitig der Anfechtungskläger ge­hört, nur selten noch anzunehmen. Die Anfecht­barkeit der arisch-jüdifchen Mischehe kann a u ch i m Hinblick auf das Berufsbeamteng e- s e tz nur in dem von diesem Gesetz selb st gezogenen Rahmen gegeben sein. Die Ge­richte sind nicht befugt, über diesen Rahmen der nationalsozialistischen Gesetzgebung hinaus den na­tionalsozialistischen Anschauungen Geltung zu ver­schaffen. Nach dem Berufsbeamtengesetz treffen aber die mit jüdischen Frauen bereits verhei­rateten Beamten keine Nachteile. Nur wer eine solche Mischehe neu eingeht, kann nicht mehr Beamter bleiben.

Dieser Standpunkt entspricht auch dem Schrei­ben des Reichsmini st ers des Innern vom 17. Januar 1934, in dem darauf aufmerksam gemacht wird, daß die Schranken, die die Reichsregierung selbst bei der Ariergesetzgebung ge­zogen hat, beachtet werden mußten. Hinsicht­lich der Bestimmungen des § 1333 gilt nach wie vor die Bindung des Richters an das Gesetz. So­lange die Bestimmungen des § 1333, und zwar mit rückwirkender Kraft, nicht abgeändert sind, ist eine ; Anfechtung arisch-jüdischer Mischehen wie im vor- , liegenden Falle nicht möglich.

Es hatte wirklich ganz blondes Haar und blaue Augen, sprach aber nur Zulu.

Dann legte der schwarze Pftegepapa los: Vor zwei Jahren, als der Stamm noch in der Nähe der Minen gehaust habe, seien sie beide, er und seine Frau, im dichten Gehölz eines Abends einer weißen Frau begegnet, die habe fürchterlich gemeint und sei ganz verzweifelt gewesen. Das Baby, das sie auf dem Arm trug, habe sie schließlich auf die Erde ge­worfen und es unter lauter Stöhnen erwürgen wollen Als die beiden Zulus jedoch herangetreten seien, habe die Frau die Flucht ergriffen und dasKind z u r ü ck g e la ss e n. Das Zulu- Ehepaar habe sich seitdem des weißen Kindes ange­nommen und ziehe es wie ein eigenes auf. Ja, sie sähen in ihm sozusagen ein höheres Wesen aus das sie lehr stolz seien. In der Tat war das hellhäutige Kind geistig viel weiter entwickelt als seine gleich­altrigen schwarzen Spielgenossen.

Frau Johnson überzeugte sich davon, daß das kleine Mädchen gut gepflegt und von allen Stam- mesangehörigen mit großer Hochachtung behandelt wurde. Es mochte drei Jahre alt sein. Als Frau Johnson wieder nach Johannisburg zurückkam, ließ sie sofort die Behörden nachforschen, wo das Kmd vermißt wurde. Bis zum heutigen Tage hat sich in­dessen noch niemand gemeldet, der Ansprüche auf das Kind machte. Solange man dem Stamm auch nicht nachweisen kann, daß er das kleine Mädchen geraubt hat, kann man es ihm nicht nehmen, und so wird denn das kleine Wesen weiter unter den Schwarzen aufwachsen und vielleicht einmal wirk­lich ihre Königin werden.

Die Tapete bekommt ein Museum.

Eigentlich ist das nicht ganz richtig, denn fi e hatte schon eins. Das wurde in der Jnfla- tionszeit begründet, es stellte sich aber als nicht ausreichend genug heraus. So zogen die Tapeten im R-fid-nzfchlvß in Kassel m das zweite Stockwerk um, wo sie nun m dreißig Nau. men Platz haben werden. DasDeutsche Tape- ten-Museurn" steht in der Welt einzigartig da. Kunstgewerblich interessierte Männer aus dem Kreise der Tapetenindustrie und des Tapetenhan- dels sammelten die ersten wertvollen Stucke. Ihr Ziel war eine möglichst vollständige Sammlung der noch vorhandenen kostbaren Papiertapeten des 18. und 19. Jahrhunderts. Natürlich war das eins erkleckliche Arbeit. Wer achtet schon auf den Wert der Tapeten seiner Vorfahren! Die alten Wandbe- kleidungen kommen in den Mülleimer oder sie wer­den einfach überklebt. Greift man zu der Methode des Ueberkltzdens, dann sind die wertvollen Tape­ten immer noch zu retten, denn ein geschickter und geduldiger Museumsrestaurator versteht es, diswei- len viermal oder fünfmal überklebte Stücke aus der Zeit des Rokoko oder des Empire vorsichtig abzu« lösen. Ost muß er sie auch aus unzähligen Fetzen wieder aneinderfügen, das ist dann das reinste Puzzle-Spiel. Nicht immer wurden die Tapeten aus Papier hergestellt, und die Museumsverwaltung bemüht sich auch, die Vorgänger der Papier« tapete zu sammeln und sie anschaulich, /utturge» schichtlich geordnet, darzustellen. Wundervolle Wand- bekleidunaen aus echtem Leder, aus bemal- tem oder" bedruckten Wachstuch, Tapeten au 4 B a u m w o l l st o f f e n , auch herrliche Stucke exo« tischer WandbekleidunSskunst werden jetzt dem Pu,

Leipzig, 12. Juli. (DNB.) Der 4. Zivilsenat des Reichsgerichtes hat eine grundsätzliche Entschei­dung über die Frage der Anfechtbarkeit arisch- nichtarischer Mischehen auf Grund des § 1333 BGB. wie folgt bekanntgegeben: Eine solche Ehe ist nur anfechtbar, wenn bei Abschluß i der Ehe dem einen Teil die Zugehörig - leit des anderen Teiles zur jüdischen Rasse nicht bekannt war. Im vorlieaenden Falle aber (im Falle Nies gegen Nies, Entscheidung des Oberlan­desgerichtes Karlsruhe) kann die Ehe nicht an­gefochten werden. Der anfechtende Teil hat die Zugehörigkeit des anderen Teiles zur jüdischen Rasse gekannt. Dem Reichsgericht ist auch die Möglichkeit genommen, das bestehende Recht zu erweitern. Solange der § 1333 in seiner derzeiti­gen Fassung bestehen bleibt, ist die Anfechtbarkeit einer Ehe nur aus Öen im § 1333 festge - legten Gründen möglich. Die Entscheidung des Oberlandesgerichtes Karlsruhe wurde auf die Revision der Beklagten hin aufgehoben und das die Anfechtungsklage abweisende Urteil des Landgerichts Heidelberg wurde wiederhergestellt.

Die Begründung der Entscheidung enthält u. a. folgende Gesichtspunkte:Die Anfechtbarkeit der Ehe nach § 1333 BGB. ist gegeben, bei einem Irrtum des einen eheschließenden Teiles über solche persönliche Eigenschaften des anderen Teils, bei deren Kenntnis dieser eine Teil unter vernünftiger Würdigung des Wesens der Ehe diese Ehe nicht geschlossen haben würde. Vor allem muß dabei der nach § 1333 anfechtende Teil den vollen Beweis für seine Be­hauptungen führen. Hat etwa ein arischer Ehe­gatte bei der Eheschließung nicht gewußt, daß der andere eheschließende Teil der jüdischen Rasse angehört, so ist das ein Irrtum über wichtige persönliche Eigenschaften. Im vorliegenden Falle aber war dem anfechtenden Teil die Abstammung der Ehepartnerin von jüdischen Eltern bekannt. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat angenommen,

Bei einem schweren Verkehrsunfall in der Nähe

m nr! mit VusfÄn bk,°ht°r Krastw" sich gemach? in Len mit den Tapeten de- BaraZ

schwere Kopfverletzungen, daß sie bewußtlos in em | wird. I Krankenhaus gebracht werden mußte.

3m Schlaf beraubt

In Fischbach-Kamphausen wurde ein dreister Ein- brach in der Privatwohnung des Inhabers eines Konsumgeschäftes verübt. Der Inhaber des Ge­schäftes beabsichtigte, größere Einkäufe zu tätigen. Den Betrag von 20 000 Franken, den er zur Ver­fügung hatte, legte er während der Nacht i n feiner Brieftasche auf den Nacht­tisch, dazu einen Revolver, um gegebenen­falls Einbrechern entgegentreten zu können. Als er am Morgen aufwachte, stand die Haustür und Schlafzimmertür weit offen. Zu feinem Schreck mußte der Geschäftsinhaber feststellen, daß das Geld geraubt war.

Errichtung von Runbfunfanlagen für die Führerrede frei von Postgebühren.

Die Errichtung und der Betrieb von Rundfunk- cmpfangsanlagen zur Aufnahme derReichs» tagsreöe des Führers am 13. Juli ist allen Volksgenossen ohne besondere Genehmigung gestattet. Gebühren werden von der Deutschen Reichspost nicht erhoben, wenn die Anlagen nach Beendigung der Rede sogleich abgebaut werden.

Sechsmotoriges Flugboot für 50 Fluggäste.

Ein großes sechsmotoriges Passagier-Flugboot, das 50 Fahrgäste befördern kann, wird demnächst von der englischen Blackburn-Flugzeug-Gesellschaft in Bau genommen. Jeder der sechs Motoren wird 650 PS. besitzen. Die Maschine wird ein Hoch­decker sein. Die Bauart ähnelt derjenigen des Short-Flugbootes, das von der englischen Luftflotte für Versuchszwecke benutzt wurde.

11/« Stunden im Segelflugzeug.

Dem Segelflieger Otto Croissant aus Landau in der Pfalz gelang es mit einer Frunau-Baby die bisherige HöchstleistungimDauerflug auf . dem Hesselberg um 4V< Stunden zu überbieten. Croissant blieb mit seinem Segelflugzeug von 14,30 t bis 2.15 Uhr, also IVA Stunden, in der Luft. Die > Leistung ist um so beachtlicher, als ein großer Teil ' des Fluges bei Nacht ausgeführt wurde.

Schweres Autounglück bei Bonn.