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deshalb eine Ablieferung vergessen zu haben. Unter Würdigung dieses Umstandes setzte das Gericht die Strafe des Vorgerichts auf 3 Monate herab.

als einziger anerkannter Fachverband für das ge­samte Männerchorwesen bezeichnet wurde, in die Praxis umgesetzt worden. Jeder Männergesangver­ein muß Mitglied des DSV. sein und erwirbt da­mit die indirekte Mitgliedschaft zur Reichsmusik-

SOjähriges Amtsjubiläum -es Pfarrers D. Fritsch zu Ruppertsburg

statt Dekan Widmann versah den Altardienst. Der noch sehr rüstige, im 76. Lebensjahre stehende Ju­bilar, hielt selbst die Predigt, der er den Text 1. Mose 32, V. 10Ich bin zu gering aller Barm- ber^iakeit und Treue, die du an deinem Knechte getan hast", zugrunde gelegt hatte. Ein Rückblick über die 50 Jahre seines Amtes klang aus in einem demütigen Bekenntnis und einem Lobpreis der göttlichen Gnade. Mächtig brausten die Klange des LiedesLobe den Herrn, den mächigen König der Ehren", gesungen von der Gemeinde und der Män-

' Professor Dr. Haushofer Präsident der Deutschen Akademie

sten geht man hlerbet so vor, daß man die Wasser- oberflächen in Tümpeln, Tonnen und dergleichen, vor allen Dingen auch die Wasserhaltungen in den Kleingärten, monatlich zweimal mit einer dünnen Schicht von Petroleum oder eines im Handel für diesen Zweck geführten Vernichtungsöles versieht. Die Schnakenbrut wird durch diese Oele abgetötet, ohne daß für andere Tiere oder Pflanzen irgend ein Nachteil dabei entsteht. Besonders sollte man auch darauf achten, daß Wasserfässer und andere zur Aufbewahrung von Mist, Kompost und der­gleichen dienende Behältnisse mit gut passenden Deckeln verschlossen sind.

Strafkammer Gießen.

Ein Mann aus Gunzenau war vom Amts­gericht in Herbstein zu 2 Monaten Gefängnis ver­urteilt worden. In der gestrigen Berufungsverhand­lung ergab sich, daß der Angeklagte bei der Staats­anwaltschaft Gießen einen Einwohner aus Gun­zenau wegen Diebstahls anzeigte, obwohl er wegen Beleidigung vom Amtsgericht Herbstein deshalb schon verurteilt worden ist. Die Kammer erkannte auf 150 Mark Geldstrafe.

Weaen verbotenen Sprengstoffbesitzes erkannte das Amtsgericht in Alsfeld gegen einen Mann auf 5 Monate Gefängnis. Der Angeklagte gab in der gestrigen Berufungsverhandlung an, von der Tat­sache eines Sprengstoffbesitzes nichts gewußt und

* Nieder-Bessingen, 12. April. Als Wiegemeister für die Gemeinde wurde Robert Walter von hier bestellt und verpflichtet.

> H o l z h e i m, 12. April. Am kommenden Sonntag, 15 Uhr, veranstaltet die Sturmbann­kapelle V/116 in unserem Orte ein Platz­konzert. Unsere Einwohnerschaft wird dieser dan­kenswerten Veranstaltung zweifellos großes In­teresse entgegenbringen.

Kreis Alsfeld.

st Kirtorf, 12. April. Am Sonntagabend scheute das Pferd des Frhr. Schenck zu Schweinsberg vom Rothenberg, der mit feinem Fuhrwerk von Schweinsberg kam, auf der Landstraße zwischen Lehrbach und Kirtorf vor einem entgegenkommenden Auto. Das Tier raste mit dem Wagen den steilen Abhang der Landstraße hinab, blieb aber noch vor dem Gleenbach stehen, nach­dem der Wagen umgestürzt war und den In­sassen unter sich begraben hatte. Die Autofahrer eilten schnell zur Hilfeleistung herbei und holten den Verunglückten, der einen Knöchelbruch und Hautver­letzungen erlitten hatte, unter dem Wagen hervor. Nach erster ärztlicher Hilfeleistuna wurde der Verun­glückte ins Kreiskrankenhaus zu Alsfeld übergeführt. Die hiesige Ortsgruppe der NSDAP, hielt in der GastwirtschaftZur Krone" eine Mit­gliederversammlung ab, in der von dem Ortsgrup­penleiter die Mitgliedskarten an eine Anzahl neuer Parteigenossen ausgegeben wurden. Ortsgruppen­leiter Bürgermeister L a t h e r und Pg. Lehrer Erdmann hielten hierauf Vorträge über die nationalsozialistische Aufbauarbeit im verflossenen Jahre. Die Versammlung wurde sodann mit drei­fachem Sieg-Heil auf den Führer geschloffen.

unter Leitung von Lehrer Eucken schön vorge­tragen, wurde der Gottesdienst beendet.

Es folgte dann um 16 Uhr eine öffentliche Jubiläumsfeier im geräumigen Saale des Gastwirts S ch l ö r b , der nicht alle Teilnehmer fassen konnte. Das Dank- liedNun danket alle Gott" bildete den Grundton dieser Feier, die der Leiter, Dekan Widmann- mit einemSieg-Heil!" auf die großen Führer unseres Reiches eröffnete. Bei den sich anschließen­den Gratulationsreden tarnen zuerst die Vertreter der örtlichen Organisationen, dann die der Kirche und die des Staates zu Worte. Als erster Redner sprach Bürgermeister Lind für die Gemeinde ihrem Pfarrer Worte innigsten Dankes, beglück­wünschte ihn und überreichte ihm ein sinnvoll zu­sammengestelltes Photographiealbum mit etwa 40 Ansichten von Ruppertsburg. Im Namen des Kir­chenvorstandes Ruppertsburg gab Lehrer Debus einen kurzen Ueberblick über die Tätigkeit des treuen Seelsorgers und die sichtbaren Denkmäler seiner Wirksamkeit, um ihm bann zum Zeichen des Dankes ein Bild von SteinhausenDer Aufbruch vom Abendmahl" zu übergeben. Die Schulknaben Karl und Hermann Diehl trugen ein Jubilaums- gedicht vor. Frieda Willa gratulierte im Namen der Schüler, die ihrem Pfarrer eine Palme schenk­ten. Krieger- und Gesangverein, deren langjähriges Mitglied der Jubilar ist, ließen durch ihre Vor­sitzenden Wilhelm Seipp II. und Wilh. Port II. in längeren, schönen Worten ihre Glückwünsche und Geschenke in Form von wertvollen Büchern aus der nationalen Erhebung unseres Volkes über-

Tageskalender für Freitag: Stadt- theater: 20 bis 22.30 Uhr,Schneider Wibdel". , , Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Gold". Aftoria- Lichtspiele, Seltersweg:Rivalen der Luft". Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 16 bis 17 Uhr, Ausstellung.

*

** Goldene Hochzeit. Das Fest der golde­nen Hochzeit begehen am morgigen Samstag, dem 14. April, der Modellschreiner Berthold Goß und Frau, Landmannstraße 15 wohnhaft. Der Jubilar ist 73 Jahre, die Jubilarin 72 Jahre alt. Beide er­freuen sich noch bester körperlicher und geistiger Frische. Das Jubelpaar ist auch feit 50 Jahren treuer Bezieher desGießener Anzeigers".

** Das Fundjachen-Verzeichnls. Die Polizeidirektion Gießen teilt mit: Das Verzeichnis über die im Monat März gefundenen bzw. abge­lieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur der Polizeidirektion, Landgraf-Philipp-Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten wer­den aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb zwei Monaten beim Fundbureau während der Dienftstunden geltend zu machen.

** Katzenfangen- und Strafen nach Gebühr. In unserer landwirtschaftlichen Beilage Die Scholle" war bei der Beantwortung der Frage Nr. 120 über die Vertreibung von Katzen aus dem Garten u. a. gesagt worden, man solle die Katzen in Katzenfallen fangen, nach Gebühr strafen und ihnen dann die Freiheit wiedergeben. Eine lang­jährige Mitarbeiterin der Tierschutzsache gibt in einer Zuschrift an uns der Meinung Ausdruck, daß die Redewendung von derStrafe nach Gebühr zu Tiermißhandlungen veranlassen könne. Im Ein­vernehmen mit unserem hier in Betracht kommen­den Mitarbeiter fei daher mitgeteilt, daß es natür­lich nicht im Sinne der Fragebeantwortung liegt, Tiermißhandlungen das Wort zu reden, ober gar etwa zum Töten der Katzen aufzufordern. Die Aeu- ßerung ist vielmehr nur so aufzufassen, daß emp­fohlen wird, den Katzen durch irgendeine Art der Abschreckung oder einer leichten Züchtigung das Betreten des Gartens zu verleiden, keinesfalls aber etwa einenKatzenmord" zu begehen.

"Ein Fachschafts-Frisieren, verbun­den mit Preis-Frisieren, veranstaltet die Friseur- Pflichtinnung Gießen am kommenden Sonntag nach- mittag im Caf6 Leib. Man beachte die Einladung im

wirk- mit an her Schnaken-Vertilgung I Um ber für: bie Sommermonate während der h°'ben /<chresz-> leicht austretenden Schnakenplage

es notwendig, daß jetzt schon mit der Befampjunfl der Schnakenbrut eingesetzt wird, Am^zweckmaßig^

tammer. Es heißt in der Verfügung:

Der Nachweis für den Erwerb der Mitgliedschaft wird durch eine Mitgliedskarte erbracht, welche der Deutsche Sängerbund e. 93. der einzelnen Vereini­gung zu Händen ihres gesetzlichen Vertreters im Auftrage der Reichsmusikkammer ausstellt. Der gesetzliche Vertreter jeder dieser Vereinigungen, ober eine von biesem beauftragte Person hat beim öffent­lichen Auftreten einer solchen Vereinigung bie biefer ausgestellten Mitgliebskarte stets bei sich zu führen unb auf Verlangen jebem Polizeibeamten ober ben von ber RMK. zur Kontrolle befonbers bestellten Personen vorzuweisen. Eine Männeraesangvereini- gung, welche ben Nachweis ber Zugehörigkeit zum Deutschen ©ängerbunbe e. 93. nicht erbringen kann, wirb an ihrem öffentlichen Auftreten verhinbert."

Der Reichsmusikkammer bzw. ber Kulturkammer steht nach ihrer Satzung bie Polizei zur Durchfüh- rung ber von ihr erlassenen Anordnungen zur Ver­fügung. Es liegt daher im Interesse jedes Männer­gesangvereins, ber noch nicht Mitglied des DSB. bzw. eines seiner Unterbände ist, bie Anmelbung sofort zu tätigen. Die Reichsmusikkammer hat ben 15. Mai als Stichtag für bie Anmelbung festgesetzt. Ist bie Anmelbung bis bahin nicht erfolgt, so hat der Verein bie oben erwähnte Maßnahme zu ge-

zu versehen. Diese soll mit der denkwürdigen Jah­reszahl 1933 und dem Hakenkreuz versehen werben unb ihre Anbringung am 1. Mai erfolgen. Die Her­stellung wurde Schlossermeister A m e n b übertra­gen. Als Aufgaben für dieses Jahr sind roieber vor­gesehen: Erneuerung ber Wege in den Anlagen, Aufstellung einiger neuer Ruhebänke unb Beschot­terung ber Wege mit Basaltkleinschlag. Etwa 300 Zentner sollen mittels Fuhrwerk aus Geilshausen für letzteren Zweck beschafft werben.

Der Präsibent ber Deutschen Akabemie, Geheim« rat Professor Friebrich von Müller, ist am 1. April 1934 von seinem Posten als Präsibent der Deutschen Akabemie, ben er 6Vi Jahre un­unterbrochen befleibet hatte, zurückgetreten. Der Senat ber Deutschen Akabemie hat ihm in An­erkennung seiner unvergänglichen Verbienste um bie Entwicklung ber Deutschen Akabemie das Grohs Ehrenzeichen der Deutschen Akademie verliehen. Der Kleine Rat hat ihm einen lebenslänglichen Ehrensitz zur Verfügung gestellt, um seine wert­vollen Erfahrungen für die Deutsche Akademie auch künftig nutzbar zu machen. Auf Vorschlag des Kleinen Rates hat der Senat der Deutschen Aka­demie den bisherigen stellvertretenden Präsidenten und Leiter der praktischen Abteilung, Universitäts- Professor Dr. Karl Haushofer, Generalmajor a. D., zum Präsidenten der Deutschen Akademie ge­wählt. Der bekannte Münchener Geopolitiker darf als einer der besten Kenner der weltpolitischen Probleme der jüngsten Zeit angesehen werden.

* Annerod, 12. April. Zum Rechner der vangelischen Kirche in unserem Orte wurde 1 ig Pfeffer VII. bestellt und verpflichtet.

-r Grünberg, 12. April. Gestern fand die Hauptversammlung des Verkehrs-Vereins ' tatt. Der Vorsitzende, Kaufmann S ch w e i ß g u t h, erstattete ben Jahresbericht. Die Arbeiten im ab- gelaufenen Jahre bestanden in ber Unterhaltung der Wege in den Anlagen im Brunnental. Durch das Entgegenkommen ber Gemeinbe, sowie durch die Mithilfe des hier bestandenen Arbeitsdienstlagers konnte ein Teil der Arbeiten ohne Belastung des Vereins ausgeführt werden. Hierdurch war es mög­lich, die Ausgaben niedrig zu halten, sie betrugen nur 177,34 Mark, denen eine Einnahme von 526,91 Mark gegenübersteht, so daß ein Barvorrat von 349,57 Mark verbleibt. Dem 93erein ist ein größeres Grundstück, das an seinen Grundbesitz im Hain grenzt, zum Kauf angeboten worben. Die Versamm­lung ist mit bem Erwerb einverstanden, da hier­durch eine Erweiterung des Wegenetzes der An­lagen geschehen kann. Der Vorsitzende soll die 93er- kaussverhandlungen führen. Weiter wurde beschlos­en, den Diebsturm wieder mit einer Wetterfahne

allzeit hilsbereiten unb eifrigen Amtsgenossen Dank unb herzliche Glückwünsche aus unb übergab ihm zur Anerkennung bas von ben Geistlichen bes De­kanats gestiftete große Lutherbilb von Bauer. Der Rebner fchilberte bann in längeren, aus bem Her­zen fommenben Worten bie vielseitige Tätigkeit bes Jubilars im Dekanatsausschuß, in ber früheren hes- fischen Lanbessynobe, im hessischen Pfarrverein, in )em er lange Jahre als Schriftleiter bes Kirchen­blattes im Segen gewirkt hat unb im deutschen Pfarr- verein. Durch eine künstlerisch ausgestattete Ehren- urkunbe würbe er zu feinem Ehrenvorstanbsmitglied ernannt. Auch ber Wingolf ließ burch ben Rebner bem 93erbinbungsbruber Glückwünsche überbringen. Pfarrer Ausfelb, Gießen, gratulierte im Fla­men ber lutherischen Konferenz für Oberhessen und überreichte zwei Bücher.

Als Vertreter bes Kreisamts Schotten sprach nun Regierungsrat Denzer Worte bes Dankes für alles, was Pfarrer D. Fritsch für die Volks­gemeinschaft unb bas Vaterlanb geleistet hat. Kreisleiter K r o m m , Schotten, beglückwünschte den geraben, aufrechten beutschen Mann unb seine Fa­milie als Vorkämpfer ber nationalen-fozialen Sach« unb Kreisschulrat Dr. Meuer bankte im Namen bes Kreisschulamts für bie Tätigkeit bes Jubilars im Dienste ber Schule.

Nach bem Deutfchlanblied unb bem Horst-Wessel- Lieb erroiberte ber Jubilar mit herzlichen Dankes- warten für alle Glückwünsche, Geschenke und Ehrun­gen, die er sich habe gefallen lassen müssen. Seine Worte klangen aus in bem Gesang ber britten Strophe bes LiebesNun banket alle Gott!" Die Ansprachen waren umrahmt von Liebern bes Ge­sangvereins unb Darbietungen bes Posau­ne n ch o r s.

Eine befonbers große Ehre war es für unseren Pfarrer, baß er am eigentlichen Tage bes Jubi­läums, am Karfreitag, 30. März, vom Reichskanz­ler Aböls Hitler ein in herzlichen Worten gehal­tenes Glückwunschtelegramm erhielt.

Bestrafter Emigrant.

D armstabt, 12. April (LPD.) Vor bem Sonbergericht hatte sich heute ber 25jährige frühere Anarchosynbikalist Gustav L e i n a u aus bem Magbeburgischen zu verantworten. Wegen Unter­schlagung hatte ber Angeklagte im vergangenen Jahre bie Grenze überschritten unb sich nach Paris begeben, von wo aus er an seine Schwester in Deutschlanb unglaubliche Briefe geschrieben hat. In einem Briefe schrieb er, er wäre stvlz, ein ßanbesoerräter zu sein, unb er schäme s i ch immer, wenn er fagen müsse, baß er Deut­scher fei. Im Frühjahr biefes Jahres war er nach Deutschlanb zurückgekehrt unb würbe zunächst einmal wegen ber Unterschlagung feftgenommen. Heute stand er vor dem Sondergericht wegen seiner Emigrantenbriefe. Er erklärte vor Gericht, daß er seine Ansichten gewandelt habe und am Aufbau mitarbeiten wolle. Das Gericht verurteilte ihn zu der gesetzlichen Höchststrafe auf Grund der Ver­ordnung des Reichspräsidenten zur Abwehr heim­tückischer Angriffe auf die Regierung, zu zwei Jahren Gefängnis.

Großfeuer in Gambach.

OO Gambach, 12. April. Heute mittag gegen 12 Uhr entstand in dem Anwesen des Landwirts Georg Alt, Obergasse, Groß feuer, welches in wenigen Minuten auf die Hosreite des Wilhelm 93 erd, Ecke Holzheimer Straße, übersprang. In beiden Anwesen brannten bie Stallungen unb bie Scheunen, in benen sich noch reiche Er nteoorräte befanben, bis auf bie ©runbmauern nieber. Die hiesige Feuer- wehr bekämpfte in außerorbentlich tatkräftiger Weise ben Branb unb konnte das Uebergreifen ber Flammen auf bie beiben Wohnhäuser verhinbern. Eine angrenzenbe geräumige Gerätehalle bes Lanbwirts Heinrich Düringer würbe mit zwei Schlauchleitungen unter Wasser gehalten, so baß ein weiteres Ausmaß bes Branbes verhinbert wer- ben konnte. Beibe Anwesen sinb versichert. Man vermutet, bah ber Branb burch Kurzschluß ent­stauben ist.

Landkreis (Rieften

preuheu.

Kreis Wetzlar.

<DKrofbors-Gleiberg,12. April. An dem Reichsberufswettkampf beteiligten . sich hier zahlreiche Jungarbeiterinnen ber beiben Zigar­renfabriken von Rinn & C l o o s. In je einem Raum ber Fabrikgebäube in Krofborf unb Gleiberg konnte bie Wettkampfleitung eine freubig bewegte Mäbchenfchar an langen Tischreihen, eingeteilt in brei Leistungsklassen, Die vorgeschriebenen Arbeiten erlebigen lassen, nachbem zuvor von jeder Teil­nehmerin 10 Zigarren bzw. Wickel zu Prämiierungs- zwecken angefertigt worden waren. Mit Lust und Liebe unterzogen sich alle der Vielseitigkeit des Kampfes, der, in einen allgemeinen und einen be­rufspraktischen Teil gegliedert, mancherlei Anforde­rungen an das Wissen und die Geschicklichkeit der einzelnen stellte. Einwandfrei wurden die Fach­schaftsfragen hinsichtlich der Tabakverarbeitung be­antwortet. Je ein Aufsatz aus dem täglichen Leben unb aus bem Arbeitsbetrieb sowie schriftliche Nieber- legung hauswirtschaftlicher Themen (z. 93.:Wie kochst bu Schokolabenpubbing",Spinat";Wie pflegst bu blaue Wollsachei? usw.) stauben im Wechsel mit technischen Arbeiten (Loch im Strumpf stopfen, Nähen von Knopflöchern, Sticken von Lese­zeichen, Blumenmustern in Platt- unb Stilstich für ein Kiuberkleib, Monogramm in Dickstich usw.). Diel Freube bereiteten Klebearbeiteu mit Buntpapier, bei benen Herstellung von Teppich- unb Torten­verziermustern ber Phantasie weitesten Spielraum gaben. In ber Krofborfer Fabrik hielt Ortsgruppen- (eiter W. Schmibt eine Ansprache an die Teil­nehmerinnen, in ber er bie Bebeutung ber beutschen Qualitätsarbeit einer Würbigung unterzog unb Den Zweck bes Berufswettkampfes ins rechte Licht ruckte. Dieses friebliche Messen ber jugenblicheu Kräfte bürste starke Impulse für eifrige 9Beiterbetahgung im Haushalt unb Betrieb bei ben Mabchen geweckt haben.

chöre entstanden sind, beim DSB. verbleiben"'. Auch die Gemischten unb Frauenchöre gehören zum DSB., es sei denn, baß sie regelmäßig große Chor­werke mit ober ohne Orchester (Oratorien) zu kon­zertmäßiger Ausführung gebracht haben unb noch bringen. Damit ist grunbsätzlich gesagt, baß nur bie großen Oratorien-Vereine, von benen es in ben Stäbten meist nur einen gibt, aus bem DSB. ausgegliebert werben, währenb bie Vereine, bie volkstümliches Liebgut pflegen, zum DSB. gehören. Daraus ergibt sich, baß ber DSB. bis auf bie Ora- torien-93ereine sämtliche beutschen Chöre umfassen wird. Als Zeitpunkt ber Ausglieberung ber Ora­torien-Vereine ist ber 15. Mai festgesetzt worben. Der zahlenmäßige Bestanb bes DSB. wirb baburch nicht berührt, im Gegenteil, burch ben Anschluß ber noch außenstehenben Chöre ist mit einer erheblichen Erhöhung ber Mitgliebsvereine zu rechnen.

Scharfe Kontrolle der Gesangvereine.

SBK. Die Reichsmusikkammer hat eine für bas öffentliche Auftreten ber Männergesangvereine grunblegenbe Bestimmung erlassen, wonach ein Verein, ber nicht bem DSB. angehört, am öffent­lichen Auftreten verhinbert werben kann. Damit ist bt Vereinbarung zwischen Reichsmusikkammer unb Deutschen Sängerbunb (DSB.), in ber ber DSB.

Ruppertsburg, 11. April. Einen Feier­tag höchst seltener Art hatte heute unsere Gemeinbe zu begehen. Galt es boch, bas 50jährige Amts- jubiläum unseres Ortsgeistlichen Pfarrer D. Fritsch, ber nahezu 38 Jahre lang in großem Segen in unserer Gemeinbe wirkt, zu feiern. Welcher Ehre sich ber Jubilar, welcher Wertschätzung sich ber Trä­ger bes geistlichen Amtes hier erfreut, bewies bie Anteilnahme aller Kreise ber Bevölkerung an ben Feierlichkeiten. Das Dorf trug Fahnenschmuck, bie Werktagsarbeit ruhte. Aus ber Nähe unb ber Ferne waren sie herbeigeeilt, bie Amtsbrüber, Bekannte unb Freunbe, unter ihnen auch Oberkirchenrat D. Wagner, ferner ehemalige Schüler bes Jubilars, um ben Ehrentag mit ihm zu begehen. Als Ver­treter ber Behörben waren erschienen Propst K n o b t, Gießen, Kreisleiter Kromm aus Schot­ten Dekan Wibmann, Kreisschulrat Dr. Meuer, Regierungsassessor D enz er, sowie bie Mitglieder des Dekanatsausschusses, Bürgermeister Ruhl, Ober-Seibertenrob, unbLokomotivführer Schmibt, Gebern.

Um 14 Uhr fand in der festlich geschmückten, überfüllten Kirche, in ber selbst bie Gänge besetzt waren, ber

Iubilaumsgollesdienst

reichen.

Darauf ergriff der Propst der Propstei Ober­hessen, Pfarrer Knodt, Gießen, das Wort, Er n,limaen non oer UHU überbrachte die Glück- und Segenswünsche der Kirche

nerchor' Preis und Anbetung sei unserm Gott" Hessen-Nassau und ihres Larckiesb,schoss. Der Leiter durck das weite Gotteshaus dahin. Mit der Bach- der Versammlung, Dekan Widmann^ Schotten, Eins ist not", vom Posaunenchor ein treuer Freund des Gefeierten, sprach nun dem

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