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mann an und überreichte ihm eine Zeitung mit den Worten:hier ist das Organ der TNaffia". Als der Hauptmann ihn aufforderte, ihn in Ruhe zu lassen, stürzte sich der Rechtsanwalt auf ihn, ohrfeigte und bespuckte ihn. Der Tobsüchtige wurde schließlich mit Hilfe eines Polizeibeamten überwäl­tigt und ins nach sie Polizeirevier gebracht, wo er alle Fensterscheiben und Stühle zerschlug und einem höheren Polizeibeamten einen so heftigen Fußtritt vor den Rauch versetzte, daß dieser zusammenbrach. Endlich gelang es meh­reren Polizeibeamten den Tobsüchtigen in einen Sanitätswagen zu sperren und in eine Rer- venheilanstall zu über führen.

Ueberblick über die gesamte Entwicklung, von ersten Anfängen bis zu den MeisterLeistungen heutigen Elfenbeinkünstler.

Japanischer Zerstörer gekentert. 113 Wann umgekommen?

u. a. auch das Elfenbeinschnitzen mit in die Hei­mat gebracht. Selbst nach Familiensitte in einem Handwerk ausgebildet und später Obermeister der Drechslerzunft, brachte er es in der Kunst des Elfen­beinschnitzens zu beachtlicher Fertigkeit. Jrn Laufe des Jahrhunderts Odenwälder Elfenbeinschnitzkunst kam es zu verschiedenen Blüteperioden, so als die Elfenbeinrosen und die Hirschbroschen große Mode wurden. Das jetzt eröffnete MuseumoerOden-

Die Reichsbahn beschleunigt den Verkehr durch Einstellung von 40 Schnelllriebtvagen.

Auch die Strecken von Frankfurt nach Berlin, Hamburg, Nürnberg und Basel werden berücksichtigt werden.

" ' ' 7 7 der Stavisky-Affäre

Ein Rechtsanwalt wird tobsüchtig und greift den Untersuchungsrichter an

wälder Elfenbeinschnitzkunst gibt einen

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Ein Mett des Mißvergnügens

Das Ergebnis der schweizerischen Volksabstimmung.

Paris, 13. Rlärz. (DRV. Funkspruch.) In der an Ueberraschungen so überaus reichen Stavisky- Angelegenheit kam es am Wonlag zu einem neuen aufregenden Zwischenfall. Ein junger Rechts- a n w a l l wie sich bald herausstellte, derselbe, der seinerzeit die Amtsrobe des ehemaligen Innen­ministers Frot in den Wandelgängen des Justiz­palastes verbrannt und am Tage nach den blutigen Slraßenkämpfen in Paris die Flagge auf dem Justizpalast auf halbmast gesetzt hatte drang am Wontagnachmiltag unangemeldet in den Ar­beitsraum des Untersuchungsrichters in der Stavisky-Angelegenheit ein. Lr unterbrach dort das Verhör der früheren Winister Durand und Dalmier, sowie von Frau Stavisky und Romagnino, redete den Untersuchungsrichter mit beleidigenden Ausdrücken an und soll ihn sogar tätlich ange­griffen haben. Der Rechtsanwalt, der politisch rechts­gerichteten Kreisen angehört, mußte schließlich ge­waltsam aus dem Zimmer entfernt werden. Auf dem Wege vom Justizpalast in seine Wohnung, wohin er von zwei Kollegen gebracht werden sollte, erlitt er mehrere Tobsuchts- an fälle. Lr sprach auf der Straße einen haupt-

Die Reichsbahn hat mit demFlieoenden hamburge r", der jetzt bald ein Jahr im regel­mäßigen Betrieb ist, so gute Erfahrungen gemacht, daß fte fick zu einem großen Bauprogramm ür Schnelltriebwagen entschieden hat. Das Programm sieht den Einsatz von Schnelltrieb-

Fräulein T a r d s, die den Gerichtsarzt P r i n c e vor seiner tragisch verlaufenen Reise auf dem Pariser Bahnhof gesehen und festgestellt haben will, daß ihm eine verdächtige Person folgte, hat Montag versucht, sich in einen Seitenkanal der Seine zu stürzen. Sie konnte rechtzeitig an ihrem Vorhaben gehindert werden. Auf der Polizeiwache sand man in ihrer Handtasche ein Schreiben, in dem sie ankündigt, daß sie aus dem Leben scheiden wolle.

als Stimmungsbarometer für die Volks Meinung gewertet werden konnte. Und die Regierung hat keinen Anlaß, mit dem Ergeb­nis sonderlich zufrieden zu sein.

Zunächst sachlich nicht: Das Bundesgesetz zum Schutze der öffentlichen Ordnung war parlamentarisch schon im vorigen Herbst ver­abschiedet. Sozialdemokraten und Kommunisten aber beantragten dagegen das Referendum, und mit ihrem Widerstand haben sie sich durchaesetzt. Die Vorlage gibt nach ihrem sachlichen Inhalt im Grunde keinen Anlaß für eine Opposition um jeden Preis, denn daß ein Staat, der sich nicht selbst auf­geben will, die öffentliche Ordnung gegen ueber- fälle schützen muß, ist eigentlich nur eine Selbst­verständlichkeit. Und wenn die Bewachung den einzelnen Kantonen entzogen wird un­ter Zuweisung an die Zentralgewalt, dann läßt sich auch dagegen nicht allzu viel einwenden. Es hat gerade in den Großstädten in den vergangenen Jah­ren schwere Reibungen gegeben, die bei der politi­schen Machtverteilung die Einschaltung der Bundesverwaltung erforderten. Deshalb sollten nach dem Gesetz Eingriffe in das Dereins- und Versammlungsrecht möglich fein bei Organi­sationen, die mit ungesetzlichen Mitteln arbeiten, deshalb sollten auch Hochverrat und Landfriedens­bruch, die bisher nur mit Ausweisung bestraft wer­den konnten, unter schwere Ahndung gestellt wer­den, und endlich wollte man das Heer gegen alle Versuche der Untergrabung der militärischen Disziplin schützen.

Für eine Partei, die sich zum Staat bekennt und das Vertrauen zu einer unparteiischen Handhabung der Gesetze hat, konnte also die Entscheidung nicht schwer fallen. Man hatte auch allgemein damit ge­rechnet, daß das Referendum mindestens eine knappe Mehrheit bringen würde. Statt dessen haben die Gegner mit rund 5 0 0 0 0 Stimmen gesiegt, das Schutzgesetz ist also abgelehnt wor­den, und der zuständige Ressortminister, der Bundes­rat H ä b e r l i n, hat daraus die Folgerungen ge­zogen, indem er ein ganz ungewöhnlicher Fall! von seinem Posten zurückgetreten ist.

Das politisch Interessante aber ist darüber hin­aus, daß die ablehnende Mehrheit sich zusammen­setzte aus Sozialdemokraten und Kom- m u n i st e n auf der einen Seite, sowie den nationalen Verbänden auf der anderen Seite. Denn die Verbände hatten das Vertrauen nicht, daß die neuen Bestimmungen nur gegen die Sozialdemokratie angewandt würden, sie fühlten sich selbst davon mindestens ebenso bedroht und stimmten deshalb trotz ihrer scharfen Bekämpfung der Sozialdemokratie dagegen. Den Ausschlag aber haben wohl die ewig Unzufriedenen gegeben, die ihre Stimmzettel nicht allein gegen das Gesetz, sondern gegen d i e ganze Regierung ab- gaben. Denn gerade die rein bäuerlichen Kantone haben die stärksten Mehrheiten gegen die Vorlage. Ein Beweis, wie kritisch auch von der wirtschaft­lichen Seite her die Lage in der Schweiz geworden ist. Man hat sich bisher damit getröstet, die faschi­stischen Strömungen einfach wegzuleugnen. Die Abstimmung hat gezeigt, wie innerlich zerbröckelt auch das Schweizer System unter dem Widerstand gerade der jungen Generation schon geworden ist. Sie hat bewiesen, daß auch in der Schweiz der große Umformungsprozeß begonnen hat, der sich von den überholten Formen einer parteipolitischen Hierarchie, nachdem sie in kritischen Zeiten versagt hat, lösen möchte.

113 Offizieren und Mannschaften tatsächlich nie­mand mehr am Leben ist. Der Zerstörer trieb be; Eintreffen der Hilfsschiffe kieloben in der See. Ein Teil der Mannschaft befand sich lebend im Schiffsraum, da auf Klopfsignale noch geant­wortet wurde. Am Montagabend verstummten die Zeichen, obwohl die Rettungsmannschaften Luft in den Schiffsraum pumpten. Das Wrack wurde in die Bucht von Sasebo geschleppt, wo man versuchen will, die Toten und die etwa noch am Leben Ge­bliebenen zu bergen.

Einem Funkspruch aus Tokio zufolge gelang es inzwischen, drei Angehörige der Besatzung noch lebend zu bergen. Allerdings war ein Vor­dringen in den Schiffsraum nicht möglich, so daß die Arbeiten erst forgesetzt werden können, wenn das Wrack aufgedockt worden ift

Vollstreckung dreier Todesurteile in Berlin.

Auf dem Hofe des Strafgefängnisses Plötzenfee wurden heute um 7 Uhr der 24jährige kommunistische Mordbrenner Richard Bahr, ferner die beiden Mörder der Obsthändlerin Kömcke, der 30 Jahre alte Friedrich Mann und der ebenfalls 30 Jahre alte Alfred Schulz von dem Magdeburger Schars­richter hingerichtet. Bahr hatte am 1. Oktober vor. Js. in Tarnow eine mit Ernteoorräten gefüllte Scheune und zwei Wochen später in Linum bei Aehrbellin eine Scheune und einen Kuhstall in Brand gesetzt. Es handelt sich bei diesen Taten um planmäßige kommunistische Terroraktionen, die

Wie Reuter aus Tokio meldet, ist das japanische TorpedobootTornotsuru", das mit seiner Flottille zusammen aus dem Kriegshafen Sasebo zu Ma- növern ausgelaufen war, nichtzurückgekehrt. Wie eine spätere Meldung ergänzend berichtet, ist das Torpedoboot inzwischen in völlig hilflosem Zu­stande in der Nähe der Insel Shijukischima aufge­funden worden. Der Marineminister hat es abge­lehnt, vor der amtlichen Untersuchung Einzelheiten über die Verluste an Menschenleben be­kannt zu geben. DieTomotfuru" gehörte zum modernsten Schiffstyp und war erst im vergangenen Monat wahrend eines Schneesturmes vom Stapel gelassen worden. Man befürchtet, daß von der Be­satzung des gekenterten Zerstörers in Stärke von

Die durchschnittliche Reisezeit der schnellsten Züge, die heute 96,5 Kilometer in der Stunde be­trägt, soll dadurch auf 102,5 Kilometer erhöht werden. Man will von vornherein für ede der Strecken zwei Wagen, also einen in Be­trieb befindlichen und einen Reservewagen, zur Verfügung haben, so daß für die 22 Strecken mehr als 40 Schnelltriebwagen ge­baut werden müssen. Im einzelnen kommen die Schnelltriebwagen neben der Strecke BerlinHam­burg, die bereits befahren wird, folgende andere Linien in Frage: BerlinLeipzig, BerlinDresden, weiter BerlinKöln, KölnHamburg, Frank-

Die Schweiz hat am Sonntag eine große Volks­abstimmung burchexerziert. Das ist in den einzelnen Kantonen, wo nach Urväter Brauch eigentlich jede kleinere ober größere Frage den Wählern zur Ent­scheidung unterbreitet wird, keine Seltenheit, für das ganze Land aber doch eine Ausnahme. Sie hat diesmal besondere Beachtung gefunden, einmal wegen des Streitobjektes, um das es ging, dann aber auch, weil die Entscheidung der Eidgenossen

Der Führer der Rei chsschaft der Stud le - re Hb en an ben beutschen Hoch- unb Fachschulen Dr. Städel hat an ben Reichsinnenminister solgenbes Telegramm gerichtet:

Die Gtubenten ber beutschen Hoch- und Fach­schulen gedenken am heutigen Tage Ihrer, hoch­verehrter Herr Reichsminister, in Dankbarkeit für die Schaffung der Verfassung der studentischen Selbstverwaltung und entbieten Ihnen die herz­lichsten Glückwünsche.

Heil Hitler! Dr. Stadel.

Die Verantwortung des Sauern bei der Frühjahrsbestellung.

Der 3eitungsbienft des Reichsnährstandes schreibt: Die Frühjahrsbestellung steht vor der Tur. Es gilt jetzt für den Bauern, die letzten Vorberei­tungen zu treffen und dabei noch einmal zu über­legen, ob seine Anbaupläne auch mit den volks­wirtschaftlichen Interessen überein­stimmen. Das deutsche Bauerntum ist durch die Agrargesetzgebung des abgelaufenen Jahres bevor­zugt behandelt worden, sein Bestand wurde durch bas Reichserbhofgesetz und die Rährstandsgesetz- gebung für alle Zeiten gesichert. Für den Bauern folgt daraus, daß er alle seine Entscheidungen stets mit den allgemeinen Interessen der Volkswirtschaft in Einklang bringen muß. Die deutsche Landwirt­schaft stellt sich unter nationalsozialistischer Fuh- rung immer mehr auf die Deckung des Be­darfes ein, das bedeutet eine Ausdehnung der Erzeugung bei denjenigen Produkten, in denen ein Zuschußbedarf besteht, und eine Verringerung der Erzeugung auf ben Gebieten, in denen Überschüsse erzeugt werden. In der Weizenwirtschaft ist während der letzten Jahre dank der zähen und fleißigen Arbeit der Bauern die Selbstversor­gung aus eigener Scholle erreicht worden. Im letzten Jahr wurde infolge günstiger Witte­rungsbedingungen eine außergewöhnlich gute Erntt eingebracht, so daß wir mit Weizen reichlich versorgt sind. Das Festpreissystem ermöglicht es, daß der Bauer für diejenigen Mengen, die dem volkswirtschaftlichen Bedarf entsprechen, einen ge­rechten Preis erhält. Die starken Einkäufe von künstlichen Düngemitteln durch die Landwirtschaft während der letzten Monate lassen erwarten, daß die Steigerung der Hektarerträge im Getreidebau noch nicht zum Abschluß gekommen ist. Es entsteht daher die Ge-fahreinerUeberschußerzeu- gun g, wenn eine weitere Vergrößerung der Som­merweizenfläche vorgenommen wird. Im Interesse der Volkswirtschaft muß sogar eine gewisse Ein- schrän kung des So m m erweizenbaues erstrebt werden, lieber die Früchte, in denen eine Ausdehnung des Anbaues erwünscht ift, wurde in letzter Zeit in den Fachzeitschriften sehr viel ge- schrieben. Jeder Bauer sollte sich diese Dinge noch einmal durch den Kopf gehen lassen, bevor er sich endgültig mit seinen Entscheidungen festlegt.

Anwendung des Arierparagraphen in der Wehrmacht.

Berlin. 12. Wärz (DRV.) Rach Vortrag beim Herrn Reichspräsidenten hat der Reichswehr­minister verfügt, daß die Bestimmungen des Ge­setzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 Paragraph 3 (Arlerparagraph) sinngemäß Anwendung auf die Offi­ziere. Deckoffiziere. Unteroffiziere undMannschaftenderWehrmacht finden. Die Durchführung der Verfügung wird bis zum 31. Wai 1934 beendet sein.

wegung begünstigten und damit meine Arbeit ermöglichten, bis heute kommt Ihrer Tätig­keit als Reichstagsabgeordneter, thüringischer Innen­minister und Führer der nationalsozialistischen Reichstagsfrattion ein hoher Anteil am Sieg der nationalsozialistischenRe- Dotation zu. Ihr Wirken als Reichsinnenminister wird für immer verbunden bleiben mit der Liqui­dation ber politischen Zersplitterung unseres Volks in ber Vergangenheit und dem Neuaufbau eines starken und einigen Reichs.

Indem ich Ihnen zu dem heutigen Taa meine aufrichtigen Glückwünsche ausspreche, verbleibe ich in treuer Verbundenheit und herzlicher Freund-

unter ber Bevölkerung Angst und Schrecken erregen unb so ben bewaffneten Aufstand vorbereiten soll­ten. Die beiden anderen Hingerichteten waren zu einer Zeit, als die 75 Jahre alte Frau Könicke allein zu Hause war, in ihre in ber Lutherstraße gelegene Wohnung eingebrungen. Die ahnungslose Frau wurde von den Tätern plötzlich zu Boden ge­rissen, durch ein vorgehaltenes Taschentuch am Schreien gehindert unb mit einem in Streifen ge­rissenen Bettlaken gefesselt unb aufs Bett geworfen. Währenb Schulz Der völlig wehrlosen ein Kopf­kissen ins Gesicht brückte, raubte Mann aus bem Schreibtisch etwa 3000 Mark. Den brel Hinge­richteten würbe gestern um 19 Uhr bas Ur­teil verlesen. Heute früh würbe als erster Bahr und nach ihm Schulz unb Mann burch bas Beil hinge­richtet.

Grauenhafte Wordtat auf einem kurländischen Bauernhof.

Auf einem Bauernhof bei Platon in Kurland hat sich eine grauenhafte Mordtat ereignet. Im Verlaufe eines heftigen Familienstreites erschoß dort der Bauer seine Schwiegermutter, bann richtete er ben Revolver auf seine flüchtenbe Frau, bie Zeugin ber ersten Morbtat war, unb jagte ihr zwei löbliche Kugeln in ben Kopf. Hierauf eröffnete er bas Feuer auf feine beiben Schwager, von denen er einen verletzte. Nachbem er ben Diehstall unb eine Scheune seiner Schwiegermutter a n g e zünbet hatte, machte er feinem Leben burch Er­hängen ein Enbe.

Großfeuer an der Wasserkante.

In Nordenham (nahe der Wesermündung in Oldenburg) brach aus bisher noch unbekannter Ur­sache auf dem Midgard-Pier ein Feuer aus, das schnell um sich griff; die alte, aus Holz errichtete Lloydhalle stand bald in Hellen Flammen. Die Feuerwehr griff das Feuer mit fünf Rohren an. Ihre Arbeit wurde anfangs dadurch sehr behindert, daß unmittelbar neben bem in Branb geratenen Gebäude das riesige Transformatorenhaus steht, dessen eine Wand dauernd unter Wasser gehalten wurde. Nach einigen Stunden war die größte Ge­fahr beseitigt unb das Feuer niebergetämpft. Die Arbeiten an ber großen Labebrücke, die vorüber- gehenb eingestellt werben muhten, konnten wieder ausgenommen werben. Wie hoch sich der Brand­schaben beläuft, kann im Augenblick noch nicht über- sehen werben.

Funkintenbant Veumelburg verabschiedet sich morgen von seiner Hörerschaft.

Jntenbant Walther Veumelburg, ber bis­herige Leiter bes Sübwestbeutschen Runbfunks Frankfurt a. M., ist, wie bereits gemelbet, von Reichsminister Dr. Goebbels als Jntenbant ber Funkstunbe nach Berlin berufen worden. Walther Veumelburg wird sich am Mittwoch, 14. März, 18.50 Uhr, in einer kurzen Ansprache, die über sämtliche Sender des Südwestfunks-Gleichwellen- netzes geht, von der Hörerschaft seines bisherigen Sendergeoiets verabschieden.

Gespannte Lage in Spanien.

100000 Madrider Arbeiter im Streik.

Madrid, 12. März. (DNB.) Obwohl sich ber Innenminister bemüht hatte, ben Ausbruch bes Druckerstreiks zu vermeiben, haben sämtliche Arbeiter bes graphischen Gewerbes die Arbeit in Mabrib niebergelegt. Es befinben sich nunmehr in ber Hauptstadt allein drei große Berufszweige, die Metallarbeiter, bie Bauarbeiter unb Die Drucker, mit ben übrigen An- gehörigen ber graphischen Gewerkschaft im Streik, insgesamt weit über 100000 Mann. Die Motive dieses Streiks sind rein politisch. In Madrid ist am Montagabend keine Zeitung erschienen. Für Dienstagfrüh haben die katholische Zeitung Debate" und das Organ der Sozialistischen Partei El Socialista" ihr Erscheinen angekündigt. Die erstgenannte Zeitung wird in den Polizeikommissa­riaten der Stadt zum Verkauf ausgeboten werden. Die Berufszeitungsverkäufer versuchten, den Ver­kauf des ' halbamtlichenM o n t a g s b I a 11 s", der von polizeilich bewachten Kraftwagen erfolgte, zu verhindern. Kraftwagen und Straßenbahn­wagen wurden mit Steinen b e w orf en. In den Vororten plünderten die Arbeitslosen mehrere Läden und einen Markt. Demonftrations« züge der Arbeiter konnten von der Polizei ohne Schwierigkeit aufgelöst werden.

Aus oller Wett.

von der Odenwälder Elfenbeinschnihkunsk.

Weit über die Grenzen des Reiches hinaus ist der Odenwald durch die Kunstfertigkeit feiner Elfenbeinschnitzer bekannt. Das KuNsthand- werk, bas in Erbach, Michelstabt, Höchst unb König mit den Heimbetrieben ber umliegenden Ortschaften seinen Sitz hat, verdankt seine Entstehung bem Gra­fen Franz zu Erbach, der vor 110 Jahren ge­storben ist. Zu seinem Gedächtnis hatte sich dieser Tage aus bem Kreis Erbach alles, was mit bem Elfenbein zu tun hat, im Rittersaal bes Erbacher Schlosses versammelt. Graf Konrad zu Erbach, ein Urenkel bes Grasen Franz, konnte mit Stolz auf fehlen tüchtigen Ahnen bie Versammelten, dar­unter einen Vertreter ber hessischen Regierung, be­grüßen. Graf Franz hatte von seinen vielen Reisen

Kunstflieger tödlich abgestürzt.

Bei einer Segelflugzeuglause in Lüben (Nieder- schlesien) ereignete sich ein tödlicher Unglücks- fa l l. Der Rechtsanwalt und Notar Förster (Goldberg), der zu einem Kun ft f lug gestartet war, stürzte plötzlich aus 80 Meter Höhe ab unb war sofort t o t. Der Absturz ereignete sich vor ben Augen bes ber Taufe beiwohnenden Dberpräfiben- ten und Gauleiters Helmut Brückner. In einer Ansprache feierte der Ob er Präsident das Andenken seines alten Mitkämpfers Förster unb taufte eines der Segelflugzeuge auf den NamenHermann Förster".

Hitzewelle In Kalifornien Schneesturm über Reuyork.

In den Vereinigten Staaten konnte man in den letzten Tagen ganz außerordentlich starke Tem­peraturgegensätze feststellen. Während die Bewohner von Los Angeles bei 33 Grad Celsius Wärme und San Franzisko bei 28 Grad Celsius Wärme aus der Gluthitze der Städte ins Freie flüchteten unb zahlreiche Personen beim Baben ertranken, herrschte in ben Norboststaaten roieber ft r e n g ft e r Winter, so in Neuyork, bas wieberum von einem heftigen Schnee st urm heimgesucht würbe unb wo mehrere Personen burch Erfrieren ben Tob fanben. In Newhaven (Connecticut) versagte infolge bes Schneesturmes bie elektrische Beleuchtung, so baß bie ganze Stabt für längere Zeit in Dunkel gehüllt war. Die Dunkel­heit mürbe von 200 Insassen bes bärtigen Ge­fängnisses zu einer Meuterei benutzt. Die Ge­fangenen steckten einen Teil ihrer Zellen in Branb, konnten aber von ben Wärtern halb überwältigt werben.

KreuzerKarlsruhe" auf großer Fahrt.

KreuzerKarlsruhe" unter bem Kommanbo bes Fregattenkapitäns Freiherrn von Harsborf hat am 5. März nach längerem Aufenthalt Honolulu auf ben Hawaiinfeln planmäßig verlassen. Pearl- Harbour bei Honolulu ift bekanntlich ber größte amerikanische Flottenstützpunkt im Stillen Ozean. So ergab sich für ben beutschen Kreuzer bie Ge­legenheit, zu einem freunbschaftlichen Verkehr mit ben Kameraben ber amerikanischen Marine unb ber bort stationierten Truppen. Diese veranstalteten zu Ehren ber beutschen Kreuzerbesatzung eine Regi­mentsparabe. Die Aufnahme burch bie Behörben ber Stabt und die Bevölkerung war äußerst ent­gegenkommend und herzlich. Das Schiff befindet sich zur Zeit auf dem Wege nach Tacoma, einem Hafen im Puget-Sund, der am 15. März an­gelaufen wird. Als letzter amerikanischer Hafen an der Westküste wird Balboa in der Panama-Kanal- Zone besucht.

Wettervoraussage.

Das Tiefdruckgebiet flacht sich langsam ab, doch be­fördert es fortgesetzt milde ozeanische Luft nach Deutschland. Der Witterungscharakter bleibt daher wechselhaft, bei oorüberziehender Bewölkung treten schauerartige Niederschläge auf. Die Temperaturen erfahren vorerst wenig Aenderung, dürsten jedoch in ber Nacht bei aufElarenbem Himmel teilweise wieder Gefrierpunktsnähe erreichen.

Aussicht e.n für Mittwoch: Wechlelb wol­kig mit Aufheiterung, Temperaturen schwankenb, ein­zelne Schauer.

Aussichten für Donnerstag: Noch kein beftänbiges Wetter.

Lufttemperaturen am 12. März: mittags 9,1 Grad Celsius, abenbs 6,1 Grab; am 13. März: morgens 5,5 Grab. Nlaximum 9,4 Grab, Minimum 5 Grab. Srbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 12. März: abenbs 5,5 Grab; am 13. März: morgens 4,3 Grad Celsius. Niederschläge 0,4 mm.___

Hauptschriftleiter: Dr. Friebrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friebrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für ben übrigen Teil: Emst Blumschein. Anzeigenleiterr Hans Beck, verantwortlich für ben Inhalt ber An­zeigen: Theobor Kümmel. DA. II. 34: 11 600. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- unb Steinbruckerei R. Lange, K. G^ sämtlich in Gießen-

furt a. M. Nürnberg, BerlinBremen, Frankfurt a. M. Basel, BerlinBreslau, BerlinMünchen, Berli nF r a n t f u r t a. M., Hamburg Frankfurt a. M., Berlin ErfurtStuttgart, HamburgMagbeburgLeipzig, BremenHamburgLeipzig, BreslauDresben Leipzig, DresbenNürnberg, BerlinKönigsberg, BerlinStettin, Köln Kassel Leipzig, KölnStuttgart unb schließlich StuttgartMün­chen-SalzburgBerchtesgaben.

Die Gesamtreisezeit auf allen biefen für Schnelltriebwagen in Aussicht genommenen Strecken einschließlich ber Linie BerlinHamburg beträgt zur Zeit 7998 Minuten. Nach ber Voll« enbung bes Schnelltriebwagenprogramms wirb bie Gesamtreisezeit auf biefen Strecken aber a u f 5426 Minuten heruntergebrückt werben können, was eine auherorbentliche Berkehrsbeschleu- nigung bebeutet.