Spielvereinigung 1900 Gießen.
1900 I gewinnt in Lollar 3:0 (2:0).
Ein auswärtiger Sieg wiegt doppelt. Die Spiel' Vereinigung 1900 hat damit wieder Anschluß nach oben gewonnen und das auch insofern, als zwei der Spitzenreiter Niederlagen erlitten. Lollar ist keinesfalls so spielschwach, wie es im Tabellenstand zum Ausdruck kommt. Jedenfalls war diese Elf ein ganz achtbarer Gegner, kämpferisch gut aufgelegt, jedoch infolge technischer Mängel vor dem gegnerischen Tor wenig erfolgreich. Bei 1900 klappte es diesesmal gut. Schnelleres Abspiel und entschlossener Einsatz im Sturm ließe die Trefferausbeute bestimmt größer werden. Diesmal verhinderten aber auch die Pfosten zwei sichere Erfolge. Der Lollarer Platz hatte unter dem vorhergehenden Spiel der Reserven sehr gelitten. Der Boden stellte an die Spieler außeroroentliche Anforderungen. Die Blauweißen haben aus dem Verlauf der seitherigen Kämpfe die Erfahrung gewonnen, härter zu kämpfen und machten sich dies auch jetzt zunutze, ohne jedoch die Grenzen des Erlaubten zu überschreiten. Die Begegnung in Lollar war durchweg fair. Die Spielleitung lag in Händen von Schiedsrichter Kirsch (Friedberg Fauerbach), der recht gut leitete.
Der Spielverlauf sah 1900 sofort in forschen durchdachten Angriffen. Die Läufer spielten die Stürmer tadellos frei. Aber immer wieder konnte Lollars Abwehr retten oder die Bälle blieben im Schlamm stecken. Die Flügel, die noch auf einigermaßen gutem Felde spielten, trieben Angriff auf Angriff nach vorne. Außer zu zwei Eckbällen und einem Pfostenschuß über den gefallenen Hüter hinweg reichte es aber zu nichts. Dann taute Lollar auf und kam zu drei Ecken direkt hintereinander, aber auch zu keinem Treffer. Die Gießener wurden für den Rest der ersten Halbzeit feldüberlegen und erzielten auch in schneller Reihenfolge bei erneuten Vorstößen zwei Treffer durch Grünewald und Jäger. Ein halbes Dutzend Ecken für 1900 beendete die erste Spielhälfte.
Nach Wiederbeginn ging Lollar zum Angriff über. Die Gießener Hintermannschaft war aber dem Gegner immer gewachsen. Heinbach war überragend. Dann nahm 1900 das Heft in die Hand und gab das Kommando nicht mehr ab. Schmelz hob über den herauslaufenden Torwart den Ball zum 3:0 ins Netz. Heilmann wechselte jetzt mit Schmelz den Platz und ging in den Sturm. Angriff auf Angriff rollte vor des Gastgebers Tor. Noch einmal traf Heilmanns Scharfschuß den Pfosten, weitere verdiente Treffer blieben aber versagt. Das Eckenverhältnis lautete am Schluß 12:6 für Gießen. 1900 hatte folgende Vertretung: Schlarb; Zeiler, Lippert; Langsdorf, Heilmann, Heinbach; Koch, Grünewald, Schmelz, Jäger, Roth.
Lollar II — 1900 II 1:0 (1:0).
1900s 2. Elf ließ sich von einem Gegner die Punkte nehmen, der im ganzen Spiel fast nichts zu bestellen hatte. Wohl stellte auch hier der schwere Boden an die Spieler große Anforderungen, aber wenn eine Stürmerreihe ein Dutzendmal dem gegnerischen Torwart allein gegenübersteht und selbst aus ein und zwei Meter Entfernung den Ball nicht über die freie Linie bringen kann, dann hat dies andere Ursachen. Zum Unglück ließ der kaum beschäftigte Torwart einen weiten leichten Ball durch die Beine. Da dies noch zu Beginn war, nahm dies niemand tragisch. Alle Anstrengungen und auch das hervorragende Spiel von K. Schneider, Gath und Blum konnten die Lage nicht mehr retten, da sich der Sturm unfähig erwies, Treffer zu erzielen. Lollar war auch hier ein sehr eifriger Gegner.
Bieber I — 1900 III. Dieses Spiel wurde auf einen späteren Termin verlegt.
VfB.Heichsbabn.
Die dritte Mannschaft des VfB-Reichsbahn gegen Lollar III konnte durch einen 3:0-Sieg ihre führende Position in der Tabelle behaupten. Die gleiche des Sportvereins Lollar konnte, mit stärkstem körperlichen Einsatz kämpfend, den Sieg der Grünweißen nie gefährden. War das Spiel in der ersten Halbzeit noch offen, so wurden die Gäste in der zweiten vollkommen einaeschnürt. Die knappe Niederlage verdanken die Lollarer ihrem ganz ausgezeichneten Tormann, der die schwierigsten Bälle meisterte.
Die erste Jugend wartete vergeblich auf die Lollarer Jugend. Die Schüler erreichten in Großen- Buseck ein Unentschieden.
Gauliga-Pflichtspiele in Südwestdeutschland.
Gau Südwest: SV. Wiesbaden — Wormatia Worms 1:1; Phönix Ludwigshafen — Sportfreunde Saarbrücken 3:1; Eintracht Frankfurt — Kickers Offenbach 2:2; FC. Kaiserlautern — Borussia Neunkirchen 4:1; FC. Pirmasens — A. O. Worms 4:0.
Gau Bayern: FC. Schweinfurt 05 — 1860 München 0:0; FV. Würzburg 04 — Bayern München 1:4.
Handball der Sp.-Dg. 1900.
1900 n — OSL. I 5:4.
Auf dem 1900-Sportpjatz kam, da das Gesellschaftsspiel gegen Pohlgöns abgesagt werden mußte, am Sonntag nur das Verbandsspiel von 1900s zweiter Mannschaft gegen den hiesigen Olympischen Sportklub zum Austrag. Der Boden war stark aufgeweicht, worunter die Flüssigkeit des Spieles sehr litt. Im großen und ganzen hielten sich die Gegner die Waage. Allerdings muß dabei berücksichtigt werden, daß die 1900er nur zehn Mann im Feld hatten. Bis zur Halbzeit hatten sich die Spielvereinigungsleute eine 3:2-Führunq gesichert. Kurz nach dem Wechsel konnten sie sogar auf 5:2 erhöhen. Dann strengten sich jedoch die OSCer nochmal mächtig an und holten zwei Tore auf.
Kurze Sportnotizen.
Bei den dänischen H a l l e n - T e n n i s - Meisterschaften besiegten im Endspiel des Herren-Doppels v. C r a m m / U l r i ch die schwedisch-österreichische Kombination Schröder/Metaxa mit 7:9, 6:1, 6:4. Der Sieg im Damen-Doppel fiel an Hilde Sperling/Marielouise Horn. Auch in den Einzel-Endspielen am Sonntag gab es deutsche Siege, v. (Tramm schlug den Schweden
Schröder in vier Sätzen und Hilde Sperling wurde kampflos Siegerin, da Frau Schomburgk wegen einer Fußverletzung nicht mehr antreten konnte.
*
Einen neuen Weltrekord erzielte die Holländerin Willie den Ouden. Sie durchschwamm am Freitag in Kopenhagen die 150 Parbs Freistil in 1:39,5 Minuten und unterbot damit den von der Amerikanerin Helen Madison mit 1:40,4 Minuten bisher gehaltenen Rekord.
Argentinische Fechter gastieren am 18. Februar unter Führung des italienischen Weltineisters Nedo Nadi in Ofsendach, wo sie ein Turnier gegen die Offenbacher Fechterschafs aus tragen.
*
Oesterreich kam im Fußball-Länderspiel gegen Italien zu einem neuen großen Erfolg, die Wiener siegten in Turin mit 4:2. Mit dem gleichen Resultat gewann Rom das Städtespiel gegen Budapest.
*
Der Reichssportführer von Tschammer und Osten hat die Führer der 16 deutschen Turngaue zum 17. Februar nach Berlin zusammenberufen.
Wirtschaft.
* Zur Neuregelung des Eiermarktes. Durch eine im „Reichsanzeiger" erschienene Bekanntmachung ist für jene Gebiete, bei denen die neue Erfassung noch nicht voll durchgeführt ist, hinsichtlich der Üebernahmescheine bestimmt worden, daß im Zollinland erzeugte Eier, die vom 16. Februar bis 31. März 1934 in den Verkehr gebracht werden, als von der Reichsstelle übernommen gelten, wenn bis zum 10. April 1934 die Ausstellung eines Uebernahmescheines beantragt wird. Eines Uebernahmescheines bedarf es bis auf weiteres nicht, soweit die in den Verkehr zu bringende Tagesmenge 10 000 Stück nicht überschreitet.
* Regelung von Preisen und Preisspannen für Vaumschulerzeugnisse. Der Reichsnährstand wurde ermächtigt, Preise und Preisspannen für den Absatz von Baumschulerzeugnissen festzusetzen, die dem Reichsernährungsminister oder der von ihm bestimmten Stelle unverzüglich mitzuteilen und bei Beanstandung nichtig sind. Der Reichsnährstand kann Zuwiderhandlungen unter Ordnungsstrafen bis 10 000 Mark stellen; hierbei ist ein Schiedsgericht vorgesehen. Bei der Preisfestsetzung ist auf die Belange der Gesamtwirtschaft und das Gemeinwohl Bedacht zu nehmen.
$ranffurfer Börse.
Mitlagsbörfe fest.
F r a n f f u r t a. M., 12. Febr. Die Börse lag auch zum Wochenbeginn fest. Die Bankkundschaft neigte gegen Tauschoperationen von Renten zu Anlagen am Aktienmarkt. Dabei sind aus der Wirtschaft zahlreiche Anregungen von Einfluß, so verschiedene Dividendeerklärungen und vor allem die Hoffnung auf ein rasches Absinken der Arbeitslosenziffer infolge der milden Witterung.
Es führten einige Spezialbewegungen des Chemie-, Elektro- und Montanmarktes. Fardeninduftrie nach unverändertem Beginn 1 v. H. fester, Goldschmidt gewannen 1,38 v. H., Rütgerswerke 1 v. H. und Metallgesellschaft 0,75 v. H. Trotz der kürzlichen Warnung der Verwaltung zogen AEG. bei größeren Umsätzen 1 v. H. an, daneben Siemens um 2,25 d. Sy, Schlickert um 0,75 v. Sy, Elektr. Lieferungen um 0,38 v. H. befestigt. Am Montanmarkte setzten sich die Kursbesserungen um 0,25 bis 0,50 v. Sy bis auf Stahlverein fort. Schiffahrtswerte lagen uneinheitlich. Schwächer lagen u. a. Daimler (minus 1 v. Sy), Reichsbank (minus 0,75 v. Sy), L. Tietz (minus 0,65 v. Sy), dagegen AG. für Verkehr (plus 0,65 v. Sy), Zellstoff Waldhof (plus 0,50 v. Sy). Wesentlich ruhiger waren die Umsätze am Rentenmarkt. Reichsmark-Obligationen lagen 0,25 bis 0,50 v. Sy höher. Von Reichsanleihen war Neubesitz kaum verändert, Altbesitz 0,13 v. Sy leichter. Späte Reichsschuldbuch- forderungen lagen bei 94,25 v. Sy unverändert.
Im Verlaufe war die Grundhaltung zwar steundlich, auf Grund der Nachrichten aus Oesterreich herrschte aber starke Zurückhaltung, und die Kursbildung war uneinheitlich. Die Veränderungen nach beiden Seiten gingen jedoch kaum über 1 v. H. hinaus, nur Siemens büßten 1,50 v. Sy ein, anderseits zogen Akkumulatoren 1,38 v. Sy an. Gegen Schluß war die Börse wieder überwiegend etwas fester, besonders AEG. (31,50 d. Sy). Am Rentenmarkt neigte die Tendenz zur Schwäche. Altbesitz lagen voll behauptet, dagegen verloren Neubesitz 2Ö Pfennig, späte Schuldbücher und Stahlverein-Bonds je 0,25 d. Sy Reichsmark-Anleihen weiter freundlich. Staats-, Länder- und Stadtanleihen bei ruhigem Geschäft gehalten. Pfandbriefe bröckelten vielfach weiter ab, Nass. Liquid, nach Minus-Ankündigung
etwa 1 v. H. schwächer. Fremde lagen sehr still und größtenteils kaum behauptet. — Tagesgeld unverändert 3,25 d. Sy
Abendbörse: knapp gehalten.
Nachdem schon die Mittagsbörse infolge der Feiertagsstimmung im Rheinland und Süddeutschland nur kleine Umsätze aufzuweisen hatte, lag der Abendbörsenverkehr nahezu geschäftslos. Die Kulisse hielt sich vollkommen zurück; lebhafte Erörterung löste die Situation in Oesterreich aus. Die Stimmung war zwar nicht unfreundlich, unter dem Druck der herrschenden Geschäftsstille lagen die Berliner Schlußkurse aber meist nur knapp gehalten. Auch im Verlaufe blieb die Geschäftslosigkeit in vollem Umfange bestehen, und Kursveränderungen traten nur selten ein. Die Farbenaktie bröckelte weiter leicht ab, während Phönix um Bruchteile eines Prozentes höher notierten.
Am Rentenmarkte gaben Altbesitzanleihe 0,25 v. Sy, Stahlverein-Bonds 0,65 v. H. nach, dagegen blieben Neubesitzanleihe und späte Reichsschuldbuchforderungen behauptet. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 19,45, Altbesitzanleihe 97,25, 6proz. Stahlverein-Bonds 70,40, Schutzgebietsanleihe 9,50, Dresdner Bank 67,50, Reichsbank 165,40, Gelsenkirchen 61,75, Mannesmann 63,75, Phönix 48,25 bis 48,50, Stahlverein 41,65, AEG. 31,90, Bekula 124,75, Conti Gummi 153, Daimler 44,75, Licht & Kraft 102, IG. Farben 128,90 bis 128,75, Goldschmidt 55, Metallgesellschaft 74,50, Schuckert 102,25, AG. für Verkehrswesen 66,50, Reichsbahn-Vorzugsaktien 112,13, Nordd. Lloyd 32,50.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 12. Febr. Der Getreidegroßmarkt lag weiter still und preismäßig kaum verändert. Nur Futermittel neigten weiter zur Schwäche. Das Angebot war auf allen Märkten mehr als ausreichend, besonders Weizen und Gerste fanden kaum Absatz. Es notierten in Mark: Weizen 195 bis. 196, Roggen 172,50 bis 173, Braugerste 175 bis 177,50, Hafer 146 bis 148, Weizenmehl Spez. 0 mit Austauschweizen 29,40 bis 29,95, do. ohne 27,90 bis 28,45, Roagenmehl 0 bis 60 Prozent 23,50 bis 24, do. füdd. Spez. 0 24, Weizenkleie 10,35, Roggenkleie 10,50 bis 10,60, Weizenfuttermehl 11,45, Soya- fchrot 14,90 bis 15,15, Palmkuchen 15,15, Erdnußkuchen 16 bis 17,20, Treber 16,50, Trockenfchnitzel 9,80, Heu füdd. 6,50 bis 6,75, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt und gebündelt 1,90 bis 2.
Kartoffeln: Bei anhaltend ruhiger Tendenz und ausreichenden Zufuhren zeigte sich nur wenig Bedarf. Der Preis bröckelte weiter ab, Industrie hiesiger Gegend 2,50 Mark (in der Vorwoche 2,50 bis 2,60 Mark) per 50 Kilogramm bei Waggon- bezug.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 12. Febr. Auftrieb: Rinder insgesamt 1402 (gegen 1348 am letzten Montagsmarkt), darunter befanden sich 410 Ochsen, 116 Bullen, 494 Kühe und 382 Färsen. Kälber 499 (445), Schafe 70 (84), darunter 63 (62) Hämmel, Schweine 3845 (4410). Notiert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 32 bis 33, b) 29 bis 31, c) 26 bis 28, d) 22 bis 25. Bullen a) 29, b) 27 bis 28, c) 25 bis 26, d) 22 bis 24. Kühe a) 28, b) 24 bis 27, c) 18 bis 23, d) 12 bis 17. Färsen a) 32, b) 30 bis 31, c) 27 bis 29, d) 23 bis 26. Kälber Sonderklasse nicht notiert, andere a) 43 bis 45, b) 36 bis 42, c) 30 bis 35, d) 23 bis 29. Lämmer und Hämmel: bl) Stallmaft 33 bis 34, c) mittlere 31 bis 32, d) geringere 28 bis 30.
Schafe nicht notiert. Schweine a) 46 bis 50, b) 46 bis 49, c) 45 bis 49, d) 43 bis 48, e) 36 bis 45, g) Sauen 38 bis 44. Im Preisvergleich zum letzten Montagsmarkt blieben Rinder ziemlich unverändert, Kälber, Hämmel und Schweine waren etwa 1 bis 2 Mark teurer. Marktverkauf: Rinder ruhig, lieber» stand. Kälber, Hämmel und Schafe ruhig, ausverkauft. Schweine ruhig, geringer Ueberftanb.
Fleifchgroßmarkt. Beschickung: 624 Viertel Rindfleisch, 85 ganze Kälber, 31 ganze Schafe, 238 Schweinehälften. Preis für ein Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 48 bis 52, II 42 bis 50. Bullenfleisch 45 bis 50. Kuh- fleisch II 34 bis 40, III 24 bis 30. Kalbfleisch II 60 bis 68, III 48 bis 60. Hammelfleisch 60 bis 68. Schaffleisch nicht notiert. Schweinefleisch I 60 bis 68. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes: ruhig.
Schweinemarkl in Lich.
♦ Lich, 13. Februar. Anläßlich des gestrigen Schweinemarktes in unserer Stadt (Licher Fastnachtsmarkt) waren 153 Ferkel zum Verkauf aufgetrieben. Bei gutem Geschäft wurde der Markt ausverkauft. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 15 Mark, bis 8 Wochen alte 20 Mark, bis zu 10 Wochen alte 22 Mark.
Mannheimer Getreidebörse
Mannheim, 12. Februar. Weizen (inländischer, 76/77 kg, frei Mannheim) 19,85 bis 19,90 RM., per Februar Bezirk 9 19,35, Bezirk 10 19,55, Bezirk 11 19,85; Roggen (süddeutscher, 71/72 kg, frei Mannheim) 16,90 bis 17, per Februar Bezirk 8 16.60, Bezirk 9 16,30 (ruhig); Hafer (inländischer) 15,75 bis 16 (stetig); Gerste (Pfälzer, Ausstichware über Notiz) 18 bis 19 (ruhig); Futtergerste 17; Mais (La Plata, im Sack) 19,50; Erdnußkuchen (prompt) 16,75 bis 17; Sojaschrot (prompt) 15 bis 15,25; Rapskuchen 14,50; Palmkuchen 10,25 bis 10,50, Kokoskuchen 17,25; Sesamkuchen 17; Leinkuchen 17,25 bis 17,50; Biertreber (mit Sack) 16,75 bis 17; Malzkeime 14 bis 14,50; Trockenschnitzel (ab Fabrik) 10; Rohmelasse 8,50; Wiesenheu (loses) 6,40 bis 6,80; Rotkleeheu 6,80 bis 7; Luzernekleeheu 8 bis 8,20; Stroh, Preßftroh, Roggen-Weizen 2,20 bis 2 40, Hafer-Gerste 1,80 bis 2; geb. Stroh, Roggen- Weizen 1,40 bis 1,60, Hafer-Gerste 1,20 bis 1,40; Weizenmehl (Spezial 0, mit Austauschweizen) per Februar 29,70, per März 30; Weizenmehl (Spezial 0 aus Jnlandweizen) per Februar 28,20, per März 28,50; Roggenmehl (70/60 v. H., norddeutsches, (prompt) 22,50 bis 24; Roggenmehl (Pfälzer und füdddeutsches, prompt) 23,25 bis 24,25; Weizenkleie (feine mit Sack) 10,50, (grobe, mit Sack) 11; Roggenkleie 10,50 bis 11,25; Weizenfuttermehl 11,75; Rog- genfuttermehl 11.50 bis 12,50; Weizennachmehl 15,30 bis 15,50; Weizennachmehl IVB 16,50 Mark. Tendenz: ruhig.
Der Luchs.
Aus Marburg geht uns die nachstehende Zuschrift zu. D. Red.
Am 10. Juni 1933, vormittags gegen 9 Uhr, hatte ich mit meinem Bruder auf einer Wanderung über den Kamm des Rothaargebirges auf der Hauptwan- berftretfe 6 des Sauer!. Gebirgsvereins, ungefähr auf halbem Wege zwischen Jagdhaus und Kühhude — Großer Kopf — folgendes Erlebnis:
Auf einem breiteren, fchneifenartigen Waldwege tauchte aus leichtem Nebel und Regendunst in — schätzungsweise — 50 Meter Entfernung vor uns einsamen Wanderern ein Tier auf, langsam uns, die wir sofort ftebenbüeben, entgegenkommend. Zuerst schien es ein Hunv zu sein. Dann waren wir — das Tier kam indes langsam und gemächlich näher — im Zweifel, ob es nicht eine besonders große Wildkatze sein könne. Doch dazu schien es uns zu hoch und zu schlank gebaut. Schließlich war es bis auf — schätzungsweise — 20 Meter Abstand non uns nähergekommen. Da erst bemerkte uns das Tier: es hob seinen Kopf, blieb für Sekunden stehen, wandte sich um und machte sich dann in ganz sonderbarer Weise davon: wie gelähmt oder „betrunken" oder wie in bestimmter Weise verwundet, torkelte und taumelte das Tier für 10 bis 15 Meter fort; dann aber, ganz plötzlich, rannte es davon, bis es im Nebel verschwand.
Das Tier, das zu beobachten wir ja gute Gelegenheit hatten, sah etwa so aus:
Nicht viel kleiner als ein mittelgroßer deutscher Schäferhund, nicht ganz so hoch, aber doch hoher als eine Wildkatze gebaut, recht grazil, mit gelb- grau-braunem, kurzhaarigem Fell. Der Kopf' wie der einer Katze, kurz gedrungen. An den Ohren deutlich erkennbare Haarbüschel. Der Schwanz mäßig lang, dick und knollig.
Dieses Tier — das war uns, die wir in jagdlichen Dingen absolute Laien sind, damals ganz klar — war ein Luch s, jedenfalls genau solch ein Tier, wie wir es als Luchs aus Zoologischen Gärten wirklich und aus Tierbilderbüchern und zoologischen Werke im Bilde kannten. E. G.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt belchlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o Sy Lombardzinsfuß 5 v. H.
Franttur u. 2)1
Berlin
Schluß» kurs
Echlußk. Abend» börse
Schluß» kurS
Schlußk. Mittag» börse
Datum
10.2. 1
12.2.
10.2.
12.2»
6% Deutsche RetchSanIethe v. 1927
95,25
95,25
95,5
95,5
6% et)em.7% Tt. Reichsanl. v. 1929
100,1
100,13
100,1
100,13
6Vi% Doung-Anlethe von 1930 ..
Deutsche Anl.»Adlöi.»Schuld mit
95,13
94,13
94,75
93,9
AuSlos.-Liechten ..........
97,5
97,25
19,45
97,75
19,65
97,5
19,45
Desgl. ohne üluslos.»Rechte......
6% ehem.8% Hess. BolkSstaat 1929
19,75
(rückzahlb. 102%) ..........
6% Hess. Landesbank Darmstadt
94,5
95
95
95
(Sold N. 18 .......
6Vi% Hess. LandeS^ypotheken» bank Darmstadt Liqui......
92
91,75
—
92,25
91,4
91,4
—
Oberhessen Provinz-Anleih« mit
Auslos.»Rechten
Deutsche Komm. Sammelabl. An»
93,25
93
—
—
leihe Serie 1 mit AuSlos.»Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank
95,9
95,9
95,65
95,65
Eoldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank
92
91,75
—
—
Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 6¥i% ehern. 4ft% Franks. Hyp.»
Bank-Liqu.-Bsandbrtese.......
91,75
91,75
—
—
90,9
91
—
6Vi% ehern. 4y,% Rheinische
Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpse.
6% ehern. 8% Pr. LandeSpsank»
briesanstalt, Psandbriese R. 19
91,75
92
—
—
94
94
94
94
6% ebcm. 7% Pr. Landespfand.
briesanstalt, Psandbrtese R. 10
94
94
94
94
Steuergutich. Verrechnungskurs
97,1
97,13
97,1
97,13
*% Oesterretchlsche Goldrente. .
19,25
19
19,75
19,13
4,20% Oesterretchische Stlberrentr
4% Ungarische Goldrente......
1
6,5
6
1 6,75 6,6
1,05
6,6
6,1
1,05
6,85
6,6
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
4/t% deSgl. von 1913 ......
6
6,2
6
6,13
5% abgest. Goldmerikaner von 99
7,75
8
8,1
8,1
4% Türkische Zollanlcihe von 1911
*% Türkische Bagdadbahn-Anlethe
6,13
6,13
6,15
Leikt.....................
6,2
6,2
6,25
6,3
Frankturi a.M.
Berlin
Schluß- kurs
Schlußk. Abend» börse
Schluß» kure
Scklußk. Mittag, börse
Datum
10-2-
12-2»
10.2»
12.2.
4% desgl. Serie 11 .............
6,25
6,25
—
6,3
6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
4,8
4,5
4,75
4,65
4^%Rumän.vereinh.Renkev.l913
7 25
7,5
<% Rumänische vereinh. Rente ..
4,05
4,05
4
3,95
2%% Anatolier ...............
27,9
28,4
28
28,25
pamdurg-A mertkoP akel .....O
Hamburg-Südam. Dampfschiff. O
29,4
29,25
29,4
24
29
Hanja-Dampffchtff.........o
Norddeutscher Lloyd ......... o
M.®. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 4
32,65
66,5
94
32,5
66,5
94
32,5
66,5
94
32,25
66,65
94
Sommerj» und Privat-Bank .. o Deutsche Bant und Dis conto»
52,75
52,75
52,75
52,75
Gesellschaft............ n
Dresdner Bank............. 0
66,5
67,5
67
67,5
66,5
67,5
67
67,5
167,5
165,4
166
165,5
«-EG................. 0
........... U
30,25
31,9
30,75
31,9
SÄ1, Liefernngsgesellichaft... 6
Ltcht und Kraft .....6
Helten & Guilleaume......... n
Unternehmung. 6
Rheinische Elekttizität ... 8 ß
Schurken «Co.......... »
Siemens & Halske ,
124,9
97,75
103,4
60,75
96,75
93
101,75
124,75
98,13
102
61
96,9
102,25
124,75
97,25
103
61,25
96,9
93
101,4
124,75
97,5
102
60,75
97,4
93,25
101,75
LahmeyerLLo..........
145,25
114
146
145,75
114
146
116
Buderus ........ o
Deutsche «rbfll ............** <
Gelsenkirchener ..............
75
106,9
62
74,25
107
61,75
75
106,75
61,5
71,75
107,5
61,75
Harpener.................. n
Voesch Eisen—Köln-Reuessen .. o
Ilse Bergbau g
Ille Bergbau Genüsse.........
Klocknerwerke .......... q
Viaaorsmaua-Rö txm q
91
z
110,5
61,5
64
91,5 -
111,25
62
63,75
91,65
73.25
145
110,75
61,5
63,75
91,25
74,65
112
61,75
64
Franktun a. M.
Berlin
Gchluß- kurs
Echlußk. Abend» börse
Schluß» kurs
Schlußk. Minag« bürfe
Datum
10-2-
'12-2.
10.2.
12-2-
Mansfeld«, Bergbau.......
.. 0
33,75
35,25
33,75
34,5
Kokswerke ..........
.. 0
—
—
88,65
89,65
Phönix Bergbau...........
.. 0
48,75
48,5
48,25
48,4
Rheinische Braunkohlen ....
. 10
——
200
200,9
200,9
Rheinstahl ............
.. 0
.9,5
89,75
38,65
89,25
Bereinigte Stahlwerke......
.. 0
41,65
41,65
41,25
41,5
Otavt Minen ..........
.. 0
14,5
15
14,75
15
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
115
117
115
117,5
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
117
117
116,75
117,5
Kaliwerke Salzdetfurth.....
iVt
154
155
154,5
155
I ®. Farden-Jnoustrte.....
.. 7
128,5
128,75
128
129
Scheideanstalt.............
.. 9
178
178,25
—
Goldschmidt ..............
.. O
54
55
54,25
55,25
Rütgerswerke .............
.. O
54,5
55,4
54,75
55,75
Metallgesellschaft...........
.. 0
74
74,5
74,5
74,9
Philipp Holz mann .........
.. 0
67,5
67,5
68
68
Zementwerk Heidelberg ....
.. 0
86,75
86
Zementwerk Karlstadt.......
.. 0
98
98
Schultheis Payenhoser .....
.. 0
—
—
97,5
97,75
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. 0
46,25
44,5
45,75
44,75
Bemberg............
.. 0
45
45,65
45,25
45,65
Zellstoff Waldhos ..........
.. 0
46,5
46,75
46,5
47,25
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
37
37,75
37,75
38
Dessauer Gas ..........
.. 7
—
—
117,13
118,5
Daimler Motoren..........
.. 0
46
44,75
45,13
45,13
Deutsche Linoleum.........
.. 0
47
47,65
47,5
47,25
Orenstetn & Koppel........
.. 0
—
——
66
66
Leonhard Dietz ............
.. 0
23,65
23
22
22,9
Lbode ...................
Aerimulatoren-Fabrü......
..10
—-
156,5
162,5
156,5
.. 0
178,5
180,4
178
179,65
Louth-Gummi.............
.. 0
154
153
154
153,75
Gritzner..................
.. 0
25,5
25,5
25,5
26,5
Mainkraftwerke Höchst a-M..
.. 4
72,75
72,75
-
Süddeutscher Sude*
- fr
185
184
165
18W
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
10- Februar
12-Feviuar
Amtliche Notierung l^eld | Brie
Amtliche Notierung
Geld | Brie
Helsingfor»..
Wien.......
5,664 47,20 12,44
3,047
168,08 64,44
57,24 66,13 12,81 0,655 2,552 58,16
21,98 16,43
80,82
. 33,97 81,32
0,762 0,214 5,664 11,69
5,676 47,30 12,46
3,053 168 42
64 c6 57 36
66 27 12 84 0,659 2,558 58,28 22,02 16,47 80,98 34,03 81,48 0,764 0,216 5,676
11,71
5,624 47,20 12,44
3,047
167,93 64,04 56,99 65,73
12,745 0,653 2,532 58,17 21,93
16,44 80,72
33,87 81,32 0,759 0,214 5,664 11,64
5,636 47,30 12,46
3,053
168,27 64,16 57,11
65,87 12,775
0,657 2,538 58,29 21,97 16,48 80,88 33,93 81,48 0,761
0,216 5,676
11,66
Prag.......
Budapest ...
Sofia......
Holland ....
C6lo.......
Kopenhagen. Stockholm... London .....
Buenos Aires Neuvork.... Brüssel.....
Italien.....
Paris ......
Schwei, ....
Spanien....
Danzig.....
Japan ......
Rio de Jan. . Jugoslawien. Lissabon ....
Banknoten.
Berlin, 12-Februar
Geld
Brief
Amerikanische Noten..............
Belgische Noten..................
Dänische Noten ................
Englische Noten .................
2,485
58,01
56,74
12,70
16,40
167,51
21,81
63,87
65,57
80,54
33,73
2,505
58,25
56,96
12,76
16,46
168,19
21,89
64,13
65,83
80,86
33,87
Hollärndtsche Noten...............
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, i 1OO Schwing
Rumänische Noten ...............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
Ungarische Kotts »..m.m.Mw.


