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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Mittwoch, 12. Dezember (934

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Oberhessisches Schwurgericht

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Sir wenige Tage trennen uns noch von hössten aller Feste: Weihnachten. Das schönste Fest iw eines Anlasses und seines seelisch - aeistigen In- IrnJb willen, schön aber auch in diesen äußeren \ ionen, mit denen wir es umgeben. Weihnachten iJtb Geschenke beides gehört innig zusammen LDib, so nützlich oft ja meist die Gaben sind, mit t:?nm wir uns gegenseitig bedenken, es ist nicht der natirielle Wert, der dem Weihnachtsgeschenk seinen

geholt werden müssen, auf den Einfluß der Steuer­gesetzgebung auf das soziale Leben, auf die Wir­kungen verkehrter früherer Steuerpolitik brachten manchem Neues. Die zu mächtige Stellung des früheren Reichstages und die Anleihepolitik brach­ten schon vor 1914 Schwierigkeiten. Dann kam der Krieg und dann die ungeheure Arbeitslosig­keit. Die richtigen Maßnahmen Papens konnten noch nicht helfen; erst die neue Regierung unseres Führers Hitler konnte die Arbeitslosigkeit auf ein bescheidenes Maß herunterdrücken. Das Ar­beitsbeschaffungsgesetz vom Juni 1933 brachte natür­lich Vorbelastung bis zu einer Milliarde Mark, aber das Reinhard-Programm, Autostraßenbau, Gebäude­wiederherstellungsgesetz, Aenderung der Kraftwagen­steuer usw. haben die Arbeitslosigkeit stark gesenkt; die finanziellen Folgen waren gut, der Eingang der Steuern vermehrte sich in einem Vierteljahr um V2 Milliarde Mark. Der Redner wies dann darauf hin, daß keine Inflation drohe, daß die Währung stabil bleibe, nicht der Goldbestand sei maßgebend, sondern allein das Vertrauen. Und daß gehandelt werde, sei die Hauptsache, jedes Mißtrauen sei unbegründet.

Es war eine Freude, von sachkundiger Seite solche Worte zu hören, und alle Kameraden waren für die aufklärenden Ausführungen des Kameraden Schmidt aufrichtig dankbar, wie der lebhafte Beifall bezeugte. Solche belehrende Vorträge im Kamera­denkreife finden immer dankbare Zuhörer.

*

** Dienstjubiläum. Am heutigen Mittwoch, 12. Dezember, kann Herr Albrecht Jckler aus Bieber auf eine 25jährige Dienstzeit bei der Bieber­talbahn zurückblicken. Die Verwaltung und die Ge­folgschaft boten ihm zu diesem Ehrentag herzliche Glückwünsche und gaben der Hoffnung Ausdruck, daß es ihm noch lange vergönnt fein möge, seinen Dienst auszuüben.

** Straßensperren. Die Provinzialstraßen- trecke Gießen Reiskirchen, Bahnübergang bei <m 4,44, ist vom 17. bis 22. Dezember, die Straßen- trecke GießenRödgen, Bahnübergang bei km 5,49, ist vom 27. bis 31. Dezember gesperrt. Die Umleitung für die Strecke GießenReiskirchen erfolgt über RödgenGroßen-Bufeck, für die Strecke Gießen Rödgen über WieseckTrohe.

** Verkehrsunfall. Gestern gegen 20.30 Uhr fuhr an der Straßenkreuzung Bahnhofstraße- Horst-Wessel-Wall, in der Nähe von Hotel Schütz, ein Personenauto von hinten auf einen anderen Per­sonenkraftwagen seitwärts auf, wobei an dem auf­fahrenden Wagen einiger Materialschaden entstand. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

die Weihnachtstage begleiten soll. Tannenzweige, Silberband, bunte Kugeln in Schalen gelegt, Kiefern­zweige, Misteln in Vasen gestellt sie zaubern aus dem gewohnten Alltagszimmer einen ganz neuen Raum, dessen Stimmung sich auf uns über» trägt, dessen Duft nach Kerzen und Wald uns die schönsten Erinnerungen an Kindheitstage wachruft.

Weihnachten darf nicht nur eine Gelegenheit fein. Zu schenken und sich bestimmter Verpflichtungen zu entledigen. Weihnachten muß bis in die kleinste Aeußerlichkeit ein Fest fein, das Fest der Tanne, der Kerzen, der bunten Kugeln, ein Fest, das jedes Herz mit feinem Glanz erfüllt.

Oie Hundesteuer in Hessen.

Es dürste vielen Hundebesitzern willkommen sein, wenn daraus aufmerksam gemacht wird, daß die im Laufe des Jahres abgeschafften Hunde bis s p ä t e - stens zum 31. Dezember laufenden Jahres bei der zuständigen Bürgermeisterei abzu­melden find. Erfolgt die Abmeldung nach Dem 31. Dezember, so ist die Hundesteuer auch für das neue Kalenderjahr zu entrichten.

Wer am 1. Januar selbstgezüchtete junge Hunde im Alter von unter 3 Monaten besitzt, wird ent­weder gleich, oder nachträglich zur vollen Hunde­steuer für das kommende Kalenderjahr heran­gezogen.

Eine Befreiung von der Hundesteuer tritt nur bann ein, wenn nachgewiesen wird, daß ein Jung- hund vor Erreichung des Alters von 3 Monaten Zugrunde gegangen, entlauben oder veräußert ist.

Diejenigen Hunde, die im Laufe des Kalender­jahres ihren Besitzer wechseln, unterliegen jeweils der nochmaligen Versteuerung, da nicht der Hund als solcher, sondern der Hunde besitz besteuert wird.

Deutsche Arbeitsfront.

NS.-GemeinschaflKraft durch Freude-.

Fahrt ins Erzgebirge

vom 25. Dezember 1934 bis 2. Januar 1935.

Arbeitskameraden, achtet auf die günstige Gelegen­heit! Verbringt eure Freizeit in den Winterwäldern des Erzgebirges! Schöpft in den letzten Tagen des alten Jahres . rast zum neuen.

Die Feiertage zwischen den Jahren ermöglichen es manchem, sich für acht Tage frei zu machen. Mit Schnee können wir in dieser Zeit bestimmt rechnen, so daß auch der Wintersportler auf seine Kosten kommt.

Die Abfahrt in Frankfurt erfolgt am 25. Dezember, abends. Die Rückfahrt beginnt am 1. Januar, nach­mittags. Am Spätnachmittag ist ein mehrstündiger Aufenthalt in Chemnitz vorgesehen. Die Weiterfahrt erfolgt nach dem gemeinsamen Abendbrot. Ankunft am 2. Januar, früh.

Die Anmeldefrist ist bis zum Samstag, 15. De­zember, verlängert. Die Kosten betragen einschließlich Fahrt, Verpflegung und Unterkunft nur 33, RM. Anmeldungen werden auf der Geschäftsstelle der NSG.Kraft durch Freude", Schanzenstraße 18, Zimmer 10, entgegengenommen.

Die OperDer Freischütz" am Sonntag, 6. Januar.

Wir bitten besonders die Betriebe um Meldung, wieviel Karten noch benötigt werden. Es sind noch Plätze zum Preise von 2, und 2,50 RM. vor­handen, die aber bald vergriffen sein dürften. Man beachte, daß dies die besten Plätze des Theaters und die Preise für eine Oper äußerst niedrig sind. Die Karten können sofort bei uns abgeholt werden.

Bastel-Ausstellung.

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Dürer". NS.-GemeinschastKraft durch Freude", 15 bis 19 Uhr, Haus der DAF.: Bastel-Ausstellung. Stadttheater, 19.30 bis 21.45 Uhr:Das Spiel von den heiligen drei Königen". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Fürst Woronzeff". Reichs­kammer der bildenden Künste, Turmhaus am Vrand, 16 bis 18 Uhr: Weihnachts-Ausstellung. Deutscher und Oesterreichischer Alpenoerein, Sektion Oberhessen: Monats-Versammlung. BO. Gießen, 20.15 Uhr,Hindenburg": BO-Abend.

Stadttheater Gießen. Heute, 19.30 Uhr, Das Spiel von den heiligen drei Königen" nach der Weihnachtslegende von Felix Timmermans. Spielleitung Intendant Hanns König.

V 0 l kshocbfchule. Der zweite Abend des Kurses über Rassenkunde, Vererbungslehre usw. findet heute statt. Siehe heutige Anzeige.

Berufshauptgmppen in der OAK.

Berufsgemelnfchasi der Büro- und Behördenangestellten.

Die diesmonatliche Zusammenkunft findet am Donnerstag, 13. Dezember, abends 8 Uhr, im Orts« gruppenheirn der Berufshauptgruppen in der DAF. Gießen, Lonystraße 18, statt. Es spricht Referendar Reitz überDie geschichtliche Entwicklung der öffentlichen Verwaltung".

Berufsgemeinschaft der weiblichen Angestellten, Gießen.

Samstag, 15. Dezember (nicht Freitag), 20.15 Uhr, Lonystraße 18, großer Saal: Eine weihnachtliche Abendstunde.

Vortrag im Kriegerverein Gießen.

Dieser Tage hielt wie man uns berichtet der hiesige Kriegerverein seine Monatsversammlung ab. Nach Begrüßung neuer Vereinsmitglieder ge­dachte der Vereinsführer, Landgerichtsra't T r ü m - p e r t, des Saargebietes und des 85. Geburtstages des Generalfeldmarschalls von Mackensen, dann erinnerte er an die vorhandenen Stiftungen in der alten KriegerkameradschaftHassia", die'nach wie vor eine Unterstützung notleidender Kameraden er­möglichen. Ferner dankte er der immer gerne mit­wirkenden Musikkapelle des Vereins und forderte zu reger Teilnahme an der für 12. Januar vorge­sehenen Stiftungsfestfeier auf.

Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag des Vereinskameraden Finanzamtsvorsteher Ober­regierungsrat Schmidt, der unter größter Auf­merksamkeit der Kameraden über Finanz- und Steuer­fragen des Reiches sprach. Sehr lehrreiche Hinweise auf unseren Reichshaushalt von sieben Milliarden Mark, die aus der deutschen Wirtschaft heraus-

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Unter dem Vorsitz von Landgerichtsrat Heid tagte gestern das Oberhessische Schwurgericht.

Vor den Schranken des Gerichts hatte sich der 43 Jahre alte Richard Jung aus Espa bei Butz­bach zu verantworten, dem die Anklage schwere Körperverletzung mit tödlichem Ausgang zum Vor­wurf machte. Der Angeklagte ist ledig und das jüngste von 10 Kindern der Familie Jung in Espa. 3n der Schule zeigte er wenig Verständnis und konnte deshalb wiederhdlt das Klassenziel nicht er­reichen. Es handelt sich, wie der Sachverständige an- gibt, um einen schwachsinnigen, geistig nicht voll- wertigen Menschen.

Am 8. Juni 1934, an einem Sonntag, begab sich der Angeklagte in das in der Nähe von Espa ge­legene und als Ausflugsort bekannte Forsthaus. Er bestellte sich ein Glas Bier, das er am Tische einiger Bekannten zu sich nahm. Unterdessen kamen einige junge Leute von Espa, die den Nachmittag und auch den Abend mit Gesang und Tanz vergnügt zubrach ten. Zu ihnen zählte auch der Angeklagte, der an der Unterhaltung aktiv teilnahm. Gegen 24 Uhr brach die Gesellschaft auf, um nach Espa zurückzu­gehen. Man legte den Weg in verschiedenen Grup­pen zurück. Der Angeklagte ging allein zwischen den Paaren. Plötzlich rief ein junger Bursche, der Zeuge A., dem Angeklagten einen Spitznamen zu, unter

dem dieser in dem ganzen Ort bekannt war. Der Angeklagte zog daraufhin sein Taschenmesser aus der Tasche, öffnete es, hielt es versteckt in der rechten Hand und näherte sich dem Wagner Karl Schäfer aus Espa, in dem er den Zurufer vermutete. In diesem Zusammenhänge sei betont, daß der Ange­klagte lange Zeit in der Landwirtschaft der Familie Schäfer tätig war, und erst im Frühjahr d. I. aus unbekannten Gründen dem Hause Schäfer den Rücken kehrte. Im Laufe des bei dem Zusammen­treffen des Angeklagten mit Schäfer sich entspinnen- den Wortwechsels stach der Angeklagte auf Schäfer ein, so daß dieser zusammenbrach. Der sofort herbei­gerufene Arzt konnte nur noch den Tod des Ge­stochenen feststellen. Der Angeklagte hielt sich noch eine Weile, ohne jedoch helfend einzugreifen, bei seinem Opfer auf, steckte sich sodann eine Zigarre an, ging nach Hause und legte sich zu Bett. Einige Zeit daraus wurde er von der Butzbacher Gendar­merie aus dem Bette heraus verhaftet.

Der Angeklagte legte ein umfassendes Geständnis ab und gab an, in Notwehr gehandelt zu haben, da er sicb durch die erhobene Hand des Verstorbenen und dessen aggressive Haltung, die er gegen den Angeklagten eingenommen fyabe, bedroht fühlte. Diesem Augenblick der Tat wohnten leider keine Zeugen bei, der in nächster Nähe sich aufhaltende

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Tageskalender für

NSLB., Arbeitsgemeinschaft für ^uiq^^^.yung, 15.30 Uhr, Physiksaal der Goetheschule: Vortrag überDie Entwicklung der Körperformen bei

Aus der Provinzialhauptstadt

Mener Einzelhändler werben!bie ,°a.

i.urütf in die Zeit um 1820 führt die Bildbar- [teimng auf der heutigen Sonderfeite mit Anzeigen oenrauensroürbiaer Unternehmungen des Gießener Linelhanbels. Ausnahmsweise wird einmal ein »irtiger Handwerksbetrieb auf dem Bekleidunas- (tcl et aufgezeigt, dessen Entwicklung in der Folge ui einem der bedeutendsten Geschäftszweige des Ttzielhandels geführt hat. Handwerklicher Fleiß lnJ bodenständiger Handel schufen damals die Di:iidlage eines gefunden Mittelstandes. Nicht jnlTS wird es heute und in der Folge fein. Es ist jeiialb Pflicht jedes Verbrauchers, den einheimischen fyaM und das eingesessene Gewerbe zu unter- tii| n. Das bevorstehende Weihnachtsfest mit seiner iutz rordentlichen Steigerung der Gebefreudigkeit ; jictlt reiche Möglichkeiten dazu. Darüber hinaus . rjrbert eine gesunde Volkswirtschaft dort zu !m»n, wo neue Kaufkraft im Kreislauf der Wirt«

3 bis 7 Uhr geöffnet.

Bornotizen.

Hochschulnachnchten.

Professor Dr. Hugo Wilhelm Knipping, Extra- ordinarius an der Universität Hamburg, ist zum ordentlichen Professor an der Medizinischen Aka­demie und zum Leiter der Medizinischen Poliklinik in Düsseldorf als Nachfolger von Professor Dr. Boden ernannt worden.

Die Bastel-Ausstellung der NSG.Kraft durch Freude" vom 9. bis 16. Dezember

ist täglich von

flugeln anrennen. Die Liebe, die leicht zwischen freudigem Hoffen und düsterem Zweifeln schwankt, verlangt offenbar immer wieder nach Proben, die die Stärke und Ausdauer der Neigung erweisen sollen. Zuweilen ist es die Frau selbst, die solche Liebesbeweise fordert. So verlangte einmal eine junge Amerikanerin von ihrem Bräutigam, einem tüchtigen Juristen, daß er seine Kenntnisse daran wende, ihren vor vielen Jahren verschwundenen Bruder ausfindig zu machen. Erst wenn er ihr Aufschluß über das Schicksal des Verschollenen gebe, werde sie einwilligen, seine Frau zu werden. Der Verliebte reifte noch denselben Abend, an dem ihm diese Eröffnung gemacht wurde, nach dem Ort Calgary, an dem der Bruder zum letzten Male auf­getaucht war, um dann für immer zu verschwin­den. Ein an spannenden Abenteuern reicher Roman entwickelte sich nun; der Rechtsanwalt arbeitete mit allen Mitteln neuester Detektivkunst, verfolgte die wenigen Anhaltspunkte, die ihm gegeben werden konnten, mit größter Genauigkeit, und nachdem er ein Jahr lang in den Staaten bis nach Neuorleans allen Kreuz- und Querwegen des herumvagabun dierenden Bruders nachgeforscht hatte, fuhr er nach der alten Welt, um hier endlich nach unsäglichen Mühen den Langersehnten in einem Londoner Droschkenkutscher zu entdecken. Manchmal will aber auch der Liebende selbst die Zuneigung seiner Er­wählten durch eine Tapferkeitsprobe erringen, ohne daß sie ihn dazu auffordert. In New Jersey ver­

maß sich so ein junger Bursche namens Fuller, langsam durch ein umzäuntes Feld zu gehen, in dem ein wilder gefährlicher Bulle weidete. Das wütende Tier stürzte sogleich mit gesenkten Hornern

auf ihn zu, und der Unglückliche lief um fein Leben, um nicht aufgespießt zu werden. So kam er,

von dem Bullen verfolgt, vor das Haus des Mäd­

chens, das ihm mit einer Heugabel zu Hilfe kam und sich mutig dem Stier entgegenstellte. Durch ihre Angst und die wackere Tat bewies sie dem Verehrer deutlich ihre Liebe, während sie vorher sehr abweisend gewesen war, und so endete die Liebesprobe mit einer Verlobung.

Citjirufter gibt, sondern es ist uns Ausdruck der fcacb, die ein Sinnbild sucht. Auch der Aermste M l,n diesem Gefühl erfüllt und sucht seinen An- gchr igen einen Wunsch abzulauschen und ihn, wenn vir irgend möglich, zu erfüllen. Und weil unsere Veimachtsgeschenke etwas anderes sind, als die mlcherne Uebermittlung gekaufter Werte, fo muß ilcnc auch äußerlich etwas von der frohen Weihe Festes anhaften. Der Gabentisch, den wir uns türcEen, hat etwas von einem häuslichen Altar aai ifltf), an dem in den Weihnachtstagen Brot und 03er der gegenseitigen Liebe gespendet wird. Da» r m soll dieser Tisch, sollen bie Gaben, bie wir auf i immieberlegen, der festliche Mittelpunkt der weih- vLÄlichen Häuslichkeit sein.

Tmnengrün und Silberband, bunte Farben: grün, rillt,gold, die uns helfen, diese festliche Stimmung z i Haffen. Nie sollte ein Geschenk den Eindruck c ne; in 5)aft gekauften Lückenbüßers machen, nie stillt man feine Gabe in der lieblosen Papierhülle, mit Her sie im Geschäft verpackt wurde, auf einen Lkilnachtstisch legen. Auch die Pakete und Paket- chrn, bie wir zu verschicken haben, müssen unter itjirer rauhen Packpapierhülle ein weihnachtliches Klleid tragen, wenn sie dem Empfänger das geben soslm was wir mit ihnen sagen wollen: ich denke DÜinir in Liebe.

Es ist aber nicht unbedingt nötig, daß wir jedes ©fr|in nF auf dem Gabentisch in buntes Papier wik- keiln and es mit Silberband undTannen"grün urnbh ben, wir können sehr wohl Gebrauchsgegen- fti|.nl): offen hinftellen und sie in dem Sinne be» iellien, in dem sie benützt werden sollen: eine schöne K-^iAikschale füllen wir mit roten Aepfeln und 9Wm, in einen Leuchter stecken wir eine schöne Asvt-ikerze, und ähnliches. Immer sollte man dem prvlojschen Geschenk dem nicht sehr beliebtendas hcOeich sowieso haben müssen" eine kleine freund­lich? Nebensächlichkeit beifügen und das Ganze HW verpacken und mit ihr die Nüchternheit des

andes verklären. Nur wenn der Beschenkte fietyt,!Dafj die Gabe, so zweckmäßig sie an sich auch seiiil nag, durch ein wenig Poesie erhöht, festlich alst ist, wird ihm ein Weihnachtsgeschenk mehr

£s etwas Gekauftes.

der Raum, in dem der strahlende Weih»

aum steht, der Gabentisch, der Eßtisch, muß -^»ihiiachtlich" hergerichtet sein, wenn die richtige FeMiitimmung uns gefangen nehmen und durch