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Lungjuristen-Lager auf dem Gleiberg
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Zeuge A. will nichts gehört und nichts gesehen haben. Der Angeklagte nahm außerdem an, einzig und allein von dem Erstochenen und nicht von dem Zeugen A. beschimpft worden zu sein. Diese Annahme des Angeklagten konnte nicht widerlegt werden.
Der Zeuge A. gab in der gestrigen Hauptverhandlung zu, daß er diesen, dem Erstochenen zum Verhängnis gewordenen Zuruf gegeben habe.
In seinem Plädoyer geißelte der Vertreter der Anklage die von dem Zeugen A. eingenommene Haltung. Die Frage, ob im fraglichen Falle der Tatbestand der Notwehr vorliege, wurde von der Staatsanwaltschaft verneint, weil der Angeklagte die zur Abwehr des gegnerischen Angriffs erforderlichen Verteidigungsmaßnahmen erheblich überschritten habe. Es liege vielmehr eine strafbare Überschreitung der Notwehr, ein sog. Notwehrexzeh, vor. Unter Würdigung der geistigen Konstitution
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Der Redner gab zunächst einen Ueberblick über die geschichtliche Entwicklung der Wirtschaft. Man könne drei Stadien unterscheiden, die gebundene Wirtschaft bis zum 19. Jahrhundert, daran habe sich die Zeit der freien Verkehrswirtschaft angeschlossen, die heute von der geordneten Wirtschaft abgelöst werde. Der Vortrag erörterte sodann die verschiedenartigen wirtschaftlichen Zusammenschlüsse, der Trusts, Konzerne und Kartelle. Der Gesetzgeber habe die Umfassung der beiden ersten verschiedentlich versucht, jedoch ohne Erfolg. Anders sei es bei den Kartellen gewesen, deren Bedeutung in der sog. Kartelloerordnung von 1923 und der Verordnung von 1933 betr. die Aenderung der Kartellverordnung gewürdigt sei. Der Redner kam weiter auf unsere heutige Wirtschaftskonstitution zu sprechen, z. B. auf die Maßnahmen der Reichsregierung auf dem Gebiete der Preisüberwachung, deren letzte Folge darin liegt, daß der einzelne dazu erzogen werden muß, zu verstehen, daß er seine eigenen Interessen mit denen der Allgemeinheit in Einklang bringt, weil er schliehlich sein Leben, sein Dasein I der Allgemeinheit verdankt.
Die Ausführungen wurden von den Zuhörern
Klinik an.
c>O Eberstadt, 11. Dez. Die Viehzählu: in unserer Gemeinde ergab folgende Zahlen: Pser 98, Kühe und Rinder 553, Schweine 651, Siegen’ Kaninchen 149, Federvieh 2262 Stück, Dienenv ter 15. I
= Muschenheim, 11. Dez. In der Turnhalle, die sehr schön geschmückt war, wurtt dieser Tage die Mitglieder der beiden Zellen b NS.-Frauenschaft Muschenheim und W Hausen, verpflichtet. Pg. Dr. R ö d e r war erschiene Seinen Darlegungen lauschten die Frauen ff großem Interesse.
$) u n g e n , 10. Dez. Mit einem außerordenw fesselnden Vortrag, dessen Wirkung durch selbst^ gestellte Lichtbilder des Vortragenden gestei»
Gemeinderat in Grünberg.
t Grünberg, 8. Dez. Bürgermeister Dr. Mildner gibt zunächst Kenntnis von dem Dankschreiben des Führers vom 12.November d. I., das er aus Anlaß der Ernennung zum Ehrenbürger gesandt hat und das folgenden Wortlaut hat: „
„An den Stadtrat, Grunberg m Hessen.
Die Verleihung des Ehrenbürgerrechtes von Grünberg erfüllt mich mit aufrichtiger Freude.
Ich nehme die Ehrenbürgerschaft an und bitte, dem Gemeinderat meinen ergebensten Dank sowie meine besten Glückwünsche jur das Blühen und Gedeihen von Grünberg ausiprechen zu dürfen. _
Mit deutschem Gruß!
Adolf Hitler.
Anschließend brachte der Bürgermeister ein Sieg- Heil auf unfern Führer aus.
Der hiesigen Gefolgschaft der Hitlerjugend, die um Ueberlaffung eines Geschäftszimmers bat, wurde ein Raum im 1. Stock des Rathauses zugewiesen, der auf Kosten der Gemeinde instandgesetzt werden soll. , „ _ _ ..
Der monatliche Zuschuß von 5 Mark an die Hitlerjugend bleibt weiter bestehen, da diese als Staatsjugend von dem Verbote Zuschüsse .aus! Gemeindemitteln an nationalsozialistische Verbands zu zahlen, nicht berührt wird.
In diesem Winter kommen 4800 Festmeteck Holz zur Fällung, das sind 150 Prozent bed vorjährigen Hiebsatzes. Damit die dadurch bedingte größere Summe an Holzhauerlöhnen stets pünftj lich gezahlt werden kann, nimmt die Stadt mil kreisamtlicher Genehmigung bei der hiesigen Be- zirkssparkasse einen Kassenkredit von 12 000 Marl auf, der bis 30. November 1935 rückzahlbar ist. Zur- Sicherung werden Wechsel der Holzabnehmer über! geben.
Der Firma Friedrich Dahmer wird das gesamte anfallende P a p i e r h o l z für 62 v. H. ded Landesgrundpreises überlassen. Dahmer hat außerdem den Schälerlohn und 10 v. H. Ersatz an sozialen Beiträgen zu zahlen. Das F i d) t e n ft a m m ] holz wird wie folgt verteilt: die Firma Friedrich Dahmer erhält die Lose 4 und 5, die Firma Georck Haas & Co. die Lose 1, 2, 3, 6 und 7. Der Preid hierfür beträgt 62 v. H. des Landesgrundpreises Außerdem haben die beiden Firmen den Schäler lohn und 10 v. H. Ersatz für soziale Beiträge ztt tragen.
Die Anbringung eines Entstvrungsappas rotes beim elektrischen Geläute de- Kirchenglocken wurde beschlossen. Stadt und evangelische Kirchengemeinde tragen die Kosten ge meinsam. .....
Die Vergütung des seit 1. September 1934 tätigen Organisten Karl Frank wurde von 300 Mark au 360 Mark jährlich erhöht.
Der Besitzer der unteren Ziegelhütte bat um Eri Mäßigung der Kosten für Legung der Wasserleitung nach feiner einige hundert Meter außerhalb bei Stadt liegenden Hofreite. Aus Billigkeitsgründen wurden die zu zahlenden Kosten endgültig auf 200 Mark festgesetzt. Unter den gleichen Bedingungen wie der seitherige Friedhofswärter wurde mit Wir hing vorn 1. April 1935 Karl Frank VI. ange nommen. Es soll ihm gestattet sein, kleinere Unter Haltungsarbeiten an Gräbern gegen Bezahlung übernehmen, während ihm die Ausführung vor Steinmetzarbeiten, sowie größere (Särtnereiarbeited untersagt ist.
Am 17. August 1932 erfolgte auf Anregung bed bamaligen Ministeriums ein Gemeinderatsbeschlun wonach die gemeindliche Sonderge bäudesteuer erlassen wurde, wenn infolg schlechter Wirtschaftslage der Hauseigentümer ge
ten, heute vor den Rechtsberatern zum Austrag kommen und im Gegensatz zu früher zu keinen Spaltungen, sondern zur Zusammenführung der Streitteile führt.
Die vortrefflichen Ausführungen des Vortragenden wurden von den Zuhörern mit größtem Interesse verfolgt. In einer anschließenden Aussprache hatten die Lagermitglieder reichlich Gelegenheit, über noch unklare politische und wirtschaftliche Fragen Aufschluß zu bekommen.
Am Nachmittag sprach Unioersitätsprofessor Dr. Eger über das Thema t
Wirtschaft und Recht.
zwungen war, Hausräume zu einem unter der gesetzlichen Miete liegenden Preis zu vermieten. Au Anregung des hessischen Staatsministers wurde der Beschluß jetzt auch auf die Rechtsnachfolger der Eigentümer (Erben, Käufer u. a.) ausgedehnt.
Obst- und Gartenbauverein Wieseck.
- W i e s e ck, 11. Dez. Der O b st - u n d G a r t e n - bauoer ein Wieseck hielt gestern abend in der Roten Schule seine erste Wintertagung ab. Nach der Begrüßung gab der Vereinsleiter, Lehrer B e p p - l e r, den Arbeitsplan für die nächsten Monate bekannt. Während im Sommer mehr die praktische Unterweisung der Mitglieder durch Gemarkungsrundgänge, Demonstrationen und durch die Vorführung der neubeschafften Fruchtsaft- und Süßmostapparate durchgefuhrt wurde, sollen die Vortragsabende im Winterhalbjahr der allgemeinen Schulung dienen. Für die Iahresschlußversammlung ist ein Vortrag von Dr. Tempel, dem Leiter der Hauptstelle für Pflanzenschutz in Gießen, vorgesehen.
Den Höhepunkt der Tagung bildet ein Vortrag des Vorsitzenden über das Thema: „Vom Pflänzling
sprach Zellenleiter Pa. Mensel noch einige schiedsworte. Gemeinsam wurde das Saarlied । jungen. Die eindrucksvolle Feierstunde konnte 6 die Mutter eines Saarkindes miterleben. Das Wessel- und das Deutschlandlied beschlossen Feier. Blockwart Pg. A l b a ch brachte ein faches „Sieg-Heil" auf den Führer aus.
* Ettingshausen, 10. Dez. Am Tage Nationalen Solidarität herrschte au^ der Ortsgruppe Ettingshausen eine rege S tätigfeit. Die Sammler gingen von Haus zu Keine Haushaltung wurde vergessen, und le schloß sich beim Geben aus; denn alle wollen i helfen, die Not unserer ärmsten Volksgenoss lindern. Und nur diesem Bestreben aller Do nassen unserer Ortsgruppe ist es zu verdanken, in den Orten Ettingshausen, Münster und bom 31,25 RM. gesammelt worden sind.
> Beltershain, 11. Dez. Der hiesige Kl gerverein beging am Samstag die Wei seiner neuen Kyffhäuserfahne. Präsident des Vereins eröffnete die Feier mit kurzen Ansprache. Bezirksführer Lehrer hielt ebenfalls eine Ansprache, in der er das des verstorbenen Reichspräsidenten von Hind schilderte und dann im Geiste des Generalfe jchalls die Fahne weihte. Der Gesangverein jchönte die Feier mit einigen Liedern. Das D land- und das Horst-Wessel-Lied beschlossen die, — Am Tag der Nationalen Solidari wurden gespendet: in Beltershain 30,20 RM., hardshain 26,25 RM., Stangenrod 42,70 RM.
* Lang-Göns, 11. Dez. Bei den f)i Hauerarbeiten im hiesigen Gemein verunglückte gestern der Arbeiter Otto Rudo^ Ein stürzender Baum traf ihn so stark am FußÜ er mit dem Auto zum Arzt gebracht werden in. Dieser stellte schwere Verletzungen t Unterjchenkel und einen Knöchelbr« fest und ordnete die Ueberführung in die Gieh^
des Angeklagten, auf den nach dem Gutachten des Sachverständigen der Tatbestand des § 51, Abs. II, Anwendung finden muß, beantragte der Anklage- Vertreter eine Gefängnis ft rase von drei Jahren sechs Wochen unter Anrechnung von fünf Monaten erlittener Untersuchungshaft.
Das Gericht erkannte, nachdem der Verteidiger gesprochen hatte, entsprechend dem Antrag des Staatsanwaltes. Strcrfmindernd kam vor allem in Betracht der Geisteszustand des Angeklagten, daß er außerdem von der Dorfjugend ständig gehänselt wurde und sein Verhalten einer gewissen Gereiztheit entsprang. Für den Angeklagten sprach ferner sein umfassendes Geständnis. Auf der anderen Seite mußte jedoch die rohe, gewalttätige Art des Angeklagten, der sich in schwerster Weise gegen das Leben eines Mitmenschen verging, als sttaserschwe- renb berücksichtigt werden.
In der Einleitung widerlegte der Vortragende die viel vertretene falsche Auffassung, die DAF. sei nichts anderes als die früheren Gewerkschaften mit umgekehrten Vorzeichen. Die DAF. sei, so betonte der Redner, in gar feiner Beziehung die Fortsetzung der alten marxistischen Gewerfschaften. Sie fei vielmehr die Treuhänderin des ge- jamten deutschen schaffenden Volf es und umfasse alle am Arbeitsprozeß Beteiligten, also Angestellten, Arbeiter und Unternehmer. Der 9tebner ging dann auf die Unrichtigfeit der Ausdrücke „Arbeitgeber", „Arbeitnehmer" ein. Es gäbe in Wirklichkeit feine Arbeitgeber. Der Arbeitgeber fei in allen Fällen nur der Staat. Der Nationalsozia- lismus setze an Stelle dieser beiden Begriffe Ge- folgschaftsführer und Gefolgschaft. Wir tragen, so erklärte der Redner, ganz bewußt den Führergedanken auch in die Wirtschaft, in den Betrieb hinein. Der Vortragende gab weiter in prägnanten Sätzen einen Ueverblick über die Entstehung der DAF., vor allen Dingen über deren Aufbau in 18 Reichsbetriebsgemeinschaften, über ihre Bedeutung und Aufgaben in der Zukunft, über den Wert und die Bedeutung der NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" als einer Einrichtung, die dazu angetan fein soll, den Arbeiter in die ewige deutsche Kultur einzuführen und ihn während seiner Freizeit von volkszerjetzenden und volksschädlichen Unterhaltungen abzuhalten. Der Redner kam sodann auf die Bedeutung der von der DAF. eingerichteten Rechtsberatungsstellen zu sprechen, dank derer 95 v. H. der Fälle, die früher vor den Ar- beitsgerichten nicht selten zu unerträglichem Propa- p ganbamaterial für ben Klassenfampfgebanken bien-1 beifällig aufgenommen.
von ben Schulkinbern Gebichte unb Singspiel dr, tragen. Die Saarkinber bankten ihren Pflege gemeinsam in einem Sprechchor. NSV.-Zellen (eiter Hahn gab in einer Ansprache ber Hof Ausbruck, baß bas Saarlanb halb roieber mit Mutterlande oerbunben fein möge. Anschli
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in ber Anfertigung von nützlichen Äleibungsftüden Werte geschaffen. Die Hilfe von kleinen Händen auf diesem Gebiete zeigte sich auch bei ber Durch, führung bes Winterhilfswerkes, wofür bie Schule, rinnen unter Anleitung ihrer Lehrerin Frl. Dej, mar aus unscheinbaren Resten hübsche Säche!^ herstellten, bie burch Verlosung einen schönen trag für bie Winterhilfe einbrachten. Die Aius^, lung bewies roieber einmal, baß ber Hanbarb^ unterricht an ber hiesigen Volks- und Fortbildung schule bei Frl. Weimar in besten Händen liegt.
♦ Hattenrod, 11. Dez. Im vollbesetzten des Pg. Dörr fand eine Abschiedsfeiersj die hier weilenden Saarkinder statt. Zwei m Dorgetragene Lieder des Gesangvereins „Eintrag leiteten den Abend ein. Dann lieh Lehrer Drau
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Zu den Jungjuristen in dem Jungjuristen-Schu- lungslager auf dem Gleiberg sprach am Montag vormittag der Kreisamtswalter der NSBO. Pg. Wagner über bas Thema:
Die Deutsche Arbeitsfront.
ten alle Volksgenossen zum volkhasten Denken hin- ; geführt werben, zumal mehr Stammesbrüber ’ außerhalb ber Reichsgrenzen wohnten, als Frankreich reine Franzosen habe. Alsbann sprach Lehrer i Roth von der Pestalozzischule in Gießen über bas 1 Bohmerwalb- unb Egerlänberbeutschtum. Selbst „Wälberbeutscher" von Geburt, zeigte er an Hanb einer Karte bie Sprachengrenze im Bohmerlanb auf, bie überall weit über ben Kamm ber Grenzgebirge immer bis in bie beginnenbe Ebene verläuft unb teilweise 60 bis 80 Kilometer von ber Reichsgrenze entfernt ift Der Vortragende schil- berte bann bie Verhältnisse aus der Zeit seiner Jugend, wo im äußeren Gepräge der Dörfer diesseits und jenseits der politischen Grenze keinerlei Interschied bejtanb unb bie Zustände aus ber Nachkriegszeit, wo seitens ber tschechischen Regierung planmäßig auf die Verdrängung alles Deutschen aus Post-, Forst- und Polizeioerwattung hingewirkt werde. Besonders zu leiden hat unter diesen Bestre- bungen das deutsche Schulwesen. Schon bei einem tschechijchen Schülerbestand von mehr als 20 v. H. werden tschechische Staatsschulen eingerichtet. Die bestehenden deutschen Schulen gelten dann als Pn- oatschulen, die ohne staatlichen Zuschuß ganx von ben Deutjchen zu unterhalten sind. Besonders schwer sei ber Kampf in ben Sprachinseln, wie Bubweis unb Jglau u. a. Nur noch in ben weltbekannten Kurorten bes Egertales, wie Karlsbab, Franzens- bab unb Teplitz lasse bie tschechische Regierung mit Rücksicht auf bie aus aller Herren ßänbern kommen- ben Kurgäste wenigstens äußerlich bas beutsche Wesen unangetastet. An Hanb einer großer Anzahl guter Lichtbildern wurden die Versammelten noch mit Sitten und Bräuchen der „Wälder" bekannt- gemacht und dabei auch auf die Schönheit der unermeßlichen Waldgebiete hingewiesen. Nach herzlichen Dankesworten des Schulgruppenobmanns an ben Rebner würbe bie Tagung in üblicher Weife geschloffen.
£ Wieseck, 11. Dez. Bei Gastwirt Georg Keller fanb gestern abenb bie Herbst-Generalversammlung bes Lanbwirtschaftlichen Konsumvereins eGmbH Wieseck statt. Der Vorsitzenbe bes Aufsichtsrates, Karl Daupert, erstattete ben Geschäftsbericht, aus dem hervorging, bah ber Geschäftsbetrieb auch im letzten Jahre sehr rege war. Die vorgenommenen Revisionen haben keine Beanstandungen ergeben. In ben Vorstanb würbe Karl Pausch wiebergewählt. Die Ersatzwahl für ben Ausichtsrat ergab bie Wieberwahl von Otto Jung, Karl Scherer, Reinharb Kling unb Lubwig Völzel. Im Anschluß hieran fand eine geschäftliche Aussprache statt.
O Rödgen, 10. Dez. Der hiesige Ortsring des Reichsbundes Volkstum und Heimat veranstaltete am Sonntagabend in Balsers Saalbau einen Heimatabend, der überaus gut besucht war und allen Teilnehmern ein tiefes Erlebnis gewesen ist. Der Lichtbildervortrag des Herrn Dr. Heidt vom Botanischen Institut in Gießen wurde eingestimmt durch den Vortrag zweier dreistimmiger Chore, eines Sololiedes und eines Gedichtes, in dem die Heimatsehnsucht ergreifend ihren Ausdruck fanb. Der Heibt behanbelte von ben Pflanzen unserer Heimat bie Arznei- unb Giftpflanzen unb biejenigen Planzen, bie unter Naturschutz stehen. Er wußte ungemein anregenb barzustellen unb fanb feine Worte über bie Wechselbeziehungen zwischen Mensch unb Pflanze. Die gezeigten Silber waren schon unb klar. Der zweite Teil Teil bes Abenbs würbe burch zwei wohlklingende Volkslieber bes Rodgener Männergesangoereins eingeleitet, benen zwei Solovorträge des Junglehrers Kraushaar, leicht unb reif gesungen, folgten. Dann eroberte sich ber Heimatbichter Georg Heß in seiner echten humorvollen Art bie Herzen ber Versammlung. Er war gekommen als Kreisringleiter unb fanb als solcher ernste, aufmunternbe Worte für den Ortsring; aber er hatte auch den Dichter Georg Heß ■ mitgebracht, unb bas würbe ihm herzlich gebankt. : Man sang fleißig unb schmetterte sogar einen Kanon. Als ber Nachtwächter mit seinem „Hört ihr : Herrn unb laßt euch sagen ..." zur Nachtruhe : mahnte, wären alle gerne noch geblieben. An ber ; Ausgestaltung bes Abenbs waren außer ben ge- I nannten Herren noch beteiligt: ein Mädchenchor, ber Männergesangverein, Lehrer Paul am Kla- • vier. Ortsringführer Lehrer Leifenheimer \ hatte ben Abenb vorbereitet.
Heil!" auf ben Führer Abolf Hitler und fa. Reichsbauernführer Darrs bie Versammlung.
T Lollar, 10. Dez. Am Sonntag hatte bi« technische Lehrerin Frl. Weimar im hiesig Schulhause bie Hanbarbeiten ber Schule, rinnen der Volks- undFortbildungg. schule ausgestellt. In übersichtlicher Anordnun« konnte man die Technik der einzelnen Iahrgünq,, :r. sorgfältiger, geschmackvoller Ausführung an beD verschiedensten Gebrauchsgegenständen bewundern 1: Reger Besuch der Ausstellung zeugte von dem grOl '' ßen Interesse, das man mit Recht dieser Arbeit bet Schule entgegenbringt. Selbst die Kleinsten hatten
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