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1900 Gandballgauliga) schlägt Tura Kaffel 8:6!

Wen Sie schon?-Interessantes vom Skisport

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Von Karl Althaus, DSV.-Lehrwart, Skiklub Gießen.

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Bei noch einigermaßen erträglichen Platzverhält­nissen, allerdings vor nur wenigen Zuschauern, wurde gestern auf dem Sportplatz der Spielvereini­gung 1900 der Kampf gegen die Ligamannschaft von Tura Kassel ausgetragen. Man erwartete einen harten und spannenden Kampf, der denn auch nicht ausblieb. Leider vollzog sich das Spiel aber nicht ganz so, wie man es gerne gesehen hätte. Der Schiedsrichter trug daran einen großen Teil der Schuld, wenn man auch die Manschaften nicht ganz freisprechen konnte, denn wenn eben der Schieds­richter nicht die Gewalt über das Spiel Hat, sollte man von den Spielern eben um so mehr Disziplin erwarten dürften. So vollzog sich der Kampf beson­ders in der zweiten Halbzeit an den Grenzen des Erlaubten. Die Zuschauer verfolgten den Verlauf mit größter Aufmerksamkeit, zudem während des ganzen Spieles, ja fast noch bis in die Schluß­minuten, die Frage nach dem Sieger nicht als be­antwortet angesehen werden konnte.

Das Spiel begann zunächst einmal mit einer großen Ueberraschung. Nach dem Antvurf der Gäste kam der Ball sofort vor das Tor der Platzbesitzer und der Halbrechte der Kasseler konnte für seine Mannschaft bereits 10 Sekunden nach dem Anpfiff den ersten Erfolg buchen. Zn der Folge drängte auch Tura etwas, das Spiel blieb aber doch offen. Die Kasseler waren in der Ballabgabe weitaus ge­nauer, stellten immer mehr und immer bewußter einen Mann frei, der zum Schuß bereitstand. Die Gießener spielten sehr engmaschig und kamen da­durch bei der Gästeverteidigung nur sehr schwer zum Schuß. Außerdem hielt der Tormann der Kasseler vorzüglich und bewahrte seine Mannschaft vor einer höheren Niederlage. In der 11. Minute fiel durch Krüger der Ausgleich. Schüler vermochte dann bereits zwei Minuten später auf 2:1 zu er­höhen. Zn der 19. Minute erhöhte Krüger aus 3:1 und stärkte dadurch seiner Mannschaft zunächst mo­ralisch den Rücken. Leider wurden aber die Angriffe der Gießener nicht zielbewußter. Die Situation wurde kritischer, als die Gäste auf 3:2 aufrücken konnten. Enders war der Ball entglitten und in das Tor gerollt. Die Kasseler verteidigten in der Folge mit aller Energie, wollten weitere Erfolge

O st e n eine

Ordnung für den deutschen Skilauf" aefchaffen hat, die folgenden Wortlaut hat: 1 Der Deutsche Ski-Verband (DSV.) ist die für den deutschen Skilauf allein zuständige Fachsäule. Er ist allein berechtigt, skiläufe­rische Veranstaltungen durchzuführen ober zu überwachen. Allen anderen Organisatw- nen ist dies untersagt.

der Halbrechte plaziert in die äußerste Torecke chießt, sind die Gießener endgültig geschlagen. Sechs Minuten vor Schluß stellt der Bissenberger Links­außen das Endresultat durch unhaltbaren Schräg- chufe her. Der Schlußpfiff geht im Jubel des Bis­enberger Anhangs unter.

VfB.R. HL Steinbach I 3:3 (1:2).

Mit Lettow-Vorbeck im Kampf um Deutsch-Ostafrika

Ein wirkliches Freundschaftstreffen, das unter Leitung eines Schiedsrichters vom Platzverein tand. Das Endergebnis entspricht dem Spielver­lauf. Der morastige Boden ließ allerdings einwandfreies Spiel nicht aufkommen.

Oie Ergebnisse der Bezirksklasse der Gruppe Gießen-Oill.

VfB.-Reichsbahn Bissenberg 2:5 (1:3); Dillen­burg Steinberg 3:4 (1:3); Naunheim 1900 Gießen 4:1 (3:0); Sinn Frohnhausen 1:2 (1:0).

VfB.-ReichSbahn

verliert gegen Biffenberg I. 2:5 (1:3)

Unter lebhafter Anteilnahme des Publikums wurde dieses Spiel ausgetragen. Nicht ganz schuld­los an der Niederlage der Hiesigen war der Tor­mann, der drei Tore hätte vereiteln müssen. Dazu kam, daß das Glück eindeutig auf der Seite der Gäste stand. Die Bissenberger spielten einen ratio­nellen vollkommen auf Erfolg eingestellten Fuß­ball, ohne die Linie eines technischen Spiels ver­missen zu lassen. Die Gießener kämpften bis 3ur letzten Minute ein aufopferndes Spiel. Abgesehen von kleinen Fehlern konnte man mit der Leitung des Schiedsrichters zufrieden sein.

Die Gießener betreten mit zehn Mann das Spiel­feld. Dies sollte sich rächen, denn schon in der ersten Minute fällt nach Flankenlauf des Rechtsaußen und zu spätes Eingreifen des Gießener Torwarts das erste Tor für Bissenberg. Auf der Gegenseite schießen Ritter und Birkenbiel knapp daneben. Wieder ist der Rechtsaußen am Ball und kann stark bedrängt eine kurze Flanke zu dem Halb­rechten geben, der über den herauslaufenden Becker einköpft. Die VfBer drängen. Knaufe schießt mit unheimlicher Wucht einen Strafstoß, der an der menschlichen Mauer, die sich vor dem Bissenberger Tor aufgebaut hatte, abprallt. Sauer nimmt den Ball auf, leitet ihn zu dem Rechtsaußen, dessen Flanke von der Torlatte ins Aus springt. Eine Kombination schließt Birkenbiel mit scharfem Schuh ab, aber auch dieser Ball fliegt von der Latte ins Feld zurück. Eine, durch den Gießener Torwart her- vorgerufene kritische Situation war gerade geklärt, und schon kommen die Bissenberger zu ihrem drit­ten Tor. Wieder hatte Becker den Ball verfehlt, und Mattern konnte ein sicheres Tor nur noch durch Handabwehr verhüten. Der fällige Elfmeter, auf den Mann geschossen, landet, von dem Fuß des Tormanns abspringend, unter der Latte. Unent- mutigf greifen die Hiesigen an, können aber ben gegnerischen Tormann nicht schlagen. Endlich fuhrt ein gutes Zusammenspiel der linken Seite durch Ritter zum ersten Tor der Gießener. Dann ist Halbzeit. Nach Wiederbeginn schnüren die Hiesigen ihren Gegner vollkommen ein, können aber erst durch Lehrmund, der den dritten hintereinander ge­tretenen Eckball mit Kopfstoß unhaltbar verwandelt, zu einem zweiten Erfolg kommen. Die Bissenberger, nur mit drei Stürmern spielend, tragen durch ihre schnellen Außen gefährliche Angriffe vor. Als

wurde. Das war, wie der Vortragende selbst in einer Bescheidenheit als Mitkämpfer nicht weiter betonte, wie aber der Zuhörer feststellen darf, eine

Oie Spiele

der Fußball-Gauligamannschasten.

Borussia Fulda unterlag in Hanau.

Nordhessens letztjähriger Meister Borussia Fulda hat am Sonntag seinen Nimbus eingebüßt. Borussia Fulda, bisher ungeschlagen, und in letzter Zeit auf einsamer Höhe thronend, verlor im Kampfe gegen Hanau 93 sein erstes Spiel in dieser Saison. Klar und unzweideutig ist der Sieg der Hanauer mit 2:0 (1:0). Hanau hat sich durch diesen Erfolg naturgemäß viel erworben, während die Fuldaer mit 13 Gutpunkten bei acht Spielen noch in Füh­rung liegen, haben die Hanauer bei 7 Spielen elf Punkte äufzuweisen. Der Spielverein Kassel trotzte dem VfB. Friedberg ein 1:1 Unentschieden ab. während Hessen Hersfeld über den Tabellenletzten Sport Kassel sicher mit 3:0 die Oberhand behielt. Der Neuling Spvgg. Langenselbold weilte beim SC. 03 Kassel und ging hier 0:10 ein.

Fußball-Meisterschaftsspiele im Gau XIII Südwest.

Im Fußballgau Südwest kann anscheinend kein Sonntag vorübergehen, ohne daß es nicht wenig- stens einepfundige" Ueberraschung gibt. Diesmal war es dem vorigjährigen Gaumeister, den Offen­bacher Kickers, vorbehalten, den Vogel abzufchießen. Mit einem Siege in Pirmasens wurde mcht ge­rechnet Es kam aber doch so und die Offenbarer haben sich mit einem 4:2- (l:l)-Siege zwei wert- volle Punkte gesicherte Die Frankfurter Eintracht kam zu Hause mit Glück zu einem knappen 2:1 über den 1. FC. Kaiserslautern, dagegen konnte die Union Niederrad auf eigenem Platze Borussia Neunkirchen nicht besiegen. Mit 1:1 wurden die Punkte geteilt Der tzSV. Frankfurt überraschte in Saarbrücken bei den Sportfreunden durch ein aus­gezeichnetes Stürrnerfpiel. Das 3:3 Unentschieden entspricht vollkommen dem Spielverlauf. In der Tabelle nimmt Phönix Ludwigshafen nach wie vor unangefochten die erffe Stelle ein.

Unentschiedene Lokal-Großkampfe in Bayern.

Zn Bayern beanspruchten an diesem Sonntag die beiden Lokal-Großkämpfe 1860 gegen Bayern Mün­chen und ASV. gegen 1. FC. Nürnberg das meiste Interesse. Beide Spiele endeten 2:2 Unentschieden. Der ASV. hat damit seinen Ruf als äußerst gefähr­liche Mannschaft erneut bewiesen und dieBayern" haben gezeigt, daß sie noch lange nicht zum alten Eisen zu werfen sind. Der Tabellenführer, die Spielvereinigung Fürth, umschiffte die Weidener Klippe glücklich, aber etwas knapp mit 2:0 Toren und Schweinfurt 05 fertigte den BC. Augsburg mit 3:1 ab. Schwaben Augsburg und Wacker Mün­chen trennten sich in Augsburg 1:1 unentschieden.

Turnerschaft übertragen, da sie auf Grund ihres jahrzehntelang erprobten Helferstabes am schnellsten auch die kleinsten Kreise erfassen kann. Im Turn- kreis Lahn-Dill ist die Führerin der Turnerinnen Else R ö m p f (Herborn) mit der Durchführung betraut.

Am 17. und 18. und am 24. und 25. November werden sich geeignete Frauen aus allen Vereinen des Reichsbundes zunächst in Wetzlar und dann in Gießen zu Wochenendlehrgängen zusammenfin­den. Der erste Lehrgang beginnt am Samstag, 17. November in Wetzlar, um die Gewähr zu haben, daß nur verantwortungsbewußte Menschen an die neuen Aufgaben herankommen, ist zunächst das Mindestalter der Teilnehmerinnen auf 21 Jahre festgelegt.

Die Lehrstunden werden nicht nur den Stoff zur Ausgestaltung der Frauenturnstunde barbieten, fern« gern sollen in erster Linie der methodischen Schu­lung der zukünftigen Leiterinnen dienen. Es ist schließlich ein großer Unterschied, ob man einer Piege geschulter Jungturnerinnen vorturnt, oder ob man einem Kreis von Hausfrauen und berufstäti- aer Frauen die ersten Turnstunden leb en Ma und froh gestalten soll. Daneben wird auch auf eine Grundschulung in der Dietarbeit hingearbeitet wer­den, die heute zu einem festen Bestandteil in der I Ausbildungsarbeit der Turnerinnen gehört.

Wissen Ste schon

daß der älteste, in Schweden gefundene Ski auf ein Alter von rund 4000 Jahre geschätzt wird und daß der erste Skiläufer im Vogelsberg im Winter 1889/90 der Förster Dillmuth ge­wesen ist. Dieser fertigte sich gemeinsam mit dem Bürgermeister Jost aus Bermutshain nach einem illustrierten Blatt aus Fichtenholz Schneeschuhe an.

daß derungekrönte König der Ski- und Faltboot­fahrer, C. I. Luther, München, (genannt Cil), in Gießen auf der Pulvermühle geboren ist und daß Luther, der vor dem Kriege einer der besten Läufer der Welt war, seine ersten Er­folge für den Skiklub Gießen errang?

daß ein Gießener Arzt im Jahre 1920 den Weg vom Hoherodskopf nach Gießen in einem Tage auf Schneeschuhen zurücklegte (damals im Alter von 54 Jahren), und daß derselbe heute noch

eifriger Skiläufer ist?

daß der weiteste Sprung mit Schneeschuhen auf der Schanze von Ratece-Planica in Jugoslawien erzielt wurde, wo im März d. I. der Norweger Birger Ruud 92 Meter stand und daß der weiteste Sprung auf der Hoherodskopfschanze im Vogelsberg mit 24,5 Meter von dem Ober- Hessen Baumgarten (Bad Salzhausen), Akademischer Skiklub Darmstadt, erreicht wurde?

" die höchste auf Schnee erzielte Geschwindigkeit beimkilometre lancö, einem Abfahrtsrennen bei St. Moritz, von dem Oesterreicher Gasperl mit 136,3 Stöhn, gefahren wurde und daß die Mehrzahl der deutschen Skiläufer diese reinen Geschwindigkeitsrennen als ungesunde Aus­wüchse und Rekordjägerei ablehnt?

daß man in den nordischen Ländern, der Heimat des Skilaufes, schmale Schneeschuhe von drei Meter Länge au Langläufen in der Ebene benutzt, wühreno man in den Alpen im Som­mer sogenannteSommerskier" von 1,30 bis 1,50 Meter fährt. . .

man im letzten Winter eine Ammoniak-Koch­salzlösung erfunden hat, die durch einfaches Aufstreuen den Schnee selbst bei Witterungs­umsturz drei Tage lang konserviert, d. h. der Schnee gefriert bei einer Eigentemperatur von etwa8 Grad bis zu 30 cm Tiefe durch. Durch diesenSchneezement" könnnen Sprung­schanzen innerhalb weniger Minuten in guten Zustand versetzt werden.

der Reichssportführer von Tschammer»

OaS Frauenturnen in der OT.

Ausbildung von Lehrkräften.

Die WerbewocheGesunde Frau durch Leibes­übung" Hot erfreulicherweise überall einen neuen tarken Zustrom zu den Uebungsstunden der Vereine «. Jedoch konnten sich die Neuen nicht in estehendes eingliedern; manche ältere Frau möchte begreiflicherweise nicht gemeinsam mit der Jugend die ersten Versuche wagen, sie wünscht sich eine gesonderte Uebungsstunde.

Aus dieser Erkenntnis führt der Reichsbund für Leibesübung in den nächsten Wochen in allen Krei­sen Lehrgänge zur Heranbildung geeigneter Vor­turnerinnen durch. Die Arbeit wurde der deutschen

menschliche und militärische Großtat ersten Ranges, die den deutschen Ostafrika-Kämpfern das Recht > gibt, auf die volle Anerkennung ihrer deutschen 1 Volksgenossen jederzeit Anspruch machen zu können.

Es läßt sich im Rahmen dieser zusammenfassen­den Betrachtung des überaus interessanten Vor­trags nicht ermöglichen, auf die vielfältigen fesseln­den Einzelheiten der etwa zwei Stunden währen­den Schilderungen näher einzugehen und dabei die Kämpfe, Märsche und sonstigen Kriegsbegebnisse je ür sich zu beleuchten. Zusammenfassend kann man nur sagen, daß, ebenso wie in der Friedensarbeit in den Kolonien, auch in diesen Kriegsjahren der deutsche Mann und Soldat den vollen Beweis da- ür geliefert hat, wie wert und berechtigt er ist, vor allen Völkern der Welt den Anspruch auf Kolonien erheben zu können, wie ungeheuerlich die Lüge der ehemaligen Feindbundmächte von der an­geblichen deutschen Unfähigkeit zur Verwaltung von Kolonien ist, wie sehr unser Volk das Recht für sich in Anspruch nehmen kann, den Wiederbesitz seiner geraubten Kolonien zu verlangen.

Nachdem Pg. Heß durch schwere Krankheit (Malaria und Typhus) vor Kriegsende aus der kämpfenden Truppe ausfcheiden mußte und nahezu als sterbender Mann in englische Kriegsgefangen­schaft geriet, mußte er die traurige Erfahrung machen, daß die Behandlung der Kriegsgefangenen durch ihre Gegner unmittelbar an der Front zwar ritterlich war, später in der Etappe allerlei zu wün­schen übrig liefe, dennoch aber auch hier wieder ein­zelne Menschen (namentlich Schwestern) das rem menschliche Empfinden mit dem krank und siech in ihre Hände gefallenen Gegner nicht verloren hat­ten. Nachdem der Vortragende mehrere englische Lazarette in Deutsch-Ostafrika passiert hatte, wurde er auf einem Hospitalschiff nach Indien gebracht, wo er wiederum in Lazaretten in verschiedenen Städten behandelt wurde. Dann transportierte man ihn mit anderen deutschen Kriegsgefangenen zu­sammen nach Aegypten, wo er bis zum Kriegsende in einem Lager bei Port Said gefangen gehalten wurde und auch hier wieder eine Behandlung er­fuhr, die der gefangenen deutschen Soldaten nicht würdig war, vor allem aber ein Dokument der Schande für England selbst darstellt. Von diesem Lager aus wurde er mit seinen Kameraden nach Friedensschluß nach Deutschland Aurückgeholt.

Am Schlüsse seines Vortrages betonte Pg. Heß in eindrucksvoller Weise das Recht des deutschen Volkes auf Kolonien und forderte tätige Mitarbeit aller deutschen Volksgenossen im Rahmen der Ver­einigung für koloniale Wiedergewinnung zur Gel­tendmachung dieses unseres Anspruches. Als wirk­samste Waffe zur Durchsetzung unseres Rechtes au Kolonien empfahl er vollstes, rückhaltloses Ver­trauen zum Führer und Reichskanzler Adolf Hit- [ e r, der zur gegebenen Zeit mit den richtigen Mit­teln und Wegen auch diese Frage in Angriff neh­men und dem deutschen Volke sein Recht verschaf­fen wird, wenn es in Einigkeit und Geschlossenheit auch in dieser Frage hinter ihm steht. Mit begei­stert aufgenommenen dreimaligen Sieg-Heil-Rufen auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler als Gelöbnis zu treuer Gefolgschaft schloß der Red­ner seinen mit langanhaltendem starken Beifall be­lohnten Vortrag.

Mit einem kurzen Schlußwort des Leiters des Abends, Dr. Coburger, fand die Versammlung

Auf Einladung der Reichsberufsgruppen der An­gestellten in der DAF., Berufsgememschaft der Tech­niker, hielt am Samstagabend im Gasthaus Hin­denburg Oberzollinspektor Pg- H ß emen außer­ordentlich fesselnden Vortrag über ferne Erlebnisse in Deutsch-Ostafrika während des Weltkr eges

Pg. 5) gab zunächst m ferner anschaulichen und lebendigen Schilderung, die er m freier Rede auf Grund seines überaus reichen Erlebens in Deutfck-Ostaftika bot, eine kurze Beschreibung des Landes an sich, um damit den Zuhörern einen Maßstab zu geben; an Hand dessen sie sich ungefähr eine Vorstellung machen konnten von den unge­heuren Schwierigkeiten, die unsere Kampfer m Deutsch-Ostafrika im Ringen mit dem zahlenmäßig unö hinsichtlich der Ausrüstung weit überlegenen cteinbe aber auch im Ringen mit der Unwirtlichkeit unö den Gefahren des Landes zu überwinden hat­ten Der Vortragende führte feine mit größter Spannung lauschende Zuhörerschaft zunächst in das Erleben der Stunde hinein, die das Bekanntwerden des Kriegsausbruches brachte und die der Redner als Beamter der Kolonialverwaltung in Morogoro erlebte. Dann hörte man, mit welcher erfindungs­reichen und aufopferungsvollen Hingabe die Vorbe­reitungen und die Maßnahmen der Schutztruppe zur Verteidigung der von Feindeskräften mit ge­waltiger Uebörmacht angegriffene Kolonie getroffen wurden. Hierauf erlebte man im Geiste die schwe­ren, an Weiße und Farbige ungeheuerliche Anfor­derungen stellenden militärischen Operationen, die sich zunächst im Norden des Landes abfpielten, dann immer weiter nach der Mitte und nach dem Süden Deutsch-Ostafrikas, nach dem Küstengebiet und auch auf das Hochland Übergriffen. Was man in diesem Zusammenhang von Pg. H e ß in seiner überaus schlichten, lebensnahen unö dadurch so außerordent­lich eindrucksvollen Erzählung hörte, war ein ge­waltig hohes Lied der Größe, Hingabe, Opferbe­reitschaft, Ausdauer und Zähigkeit, sowie vielseitiger Erfindergabe deutscher Menschen, die allesamt der höchsten Bewunderung und der dankbarsten Aner­kennung wert sind v v ...

Man begleitete im Geiste an Hand der Erzäh­lung des Vortragenden die verschiedenen Ab­teilungen unserer deutschen Brüder in dieser schonen Kolonie auf ihren gewaltigen Märschen und tn ihren von vornherein ungleichen Kämpfen, in Denen sie aber dank der großen militärischen Tüchtigkeit und der ausgezeichneten Führung, sowie der Opfer­freudigkeit der weißen Kämpfer und der Askans oft die große feindliche Uebermacht schlugen und in die Flucht jagten, es aber schließlich doch nicht verhindern konnten, daß sie durch die riesige Ueber­macht an Menschen und Kriegsmaterial einerseits, wie durch den Mangel an Waffen und Gerat, Munition und Verpflegung anderseits immer mehr in Bedrängnis und schließlich in die hoffnungslose Lage gerieten, die mit dem Verlust der schönen Kolonie endete. ~ri .. .......

Wenn auch die Kämpfe tn Dftafnta hinsichtlich des Materialeinsatzes und der Stärke der Heeres- förper nicht mit denen in Europa zu vergleichen waren, so konnte aber doch unsere deutsche Truppe unter L e 11 o w - V o r b e ck und seinen Unter­führern General Wahle und Major Wint- ge ns, sowie den mit unauslöschlicher Treue fol­genden Eingeborenen es erreichen, daß eine große feindliche Kriegsmacht von etwa 120 bis 150 000 Mann samt allem Material durch die zahlenmäßig und auch in der körperlichen und technischen Ver­fassung unendlich schwächere deutsche Kampftruppe _ ,

während der ganzen Zeit des Krieges gebunden, ihren Abschluß, und den Schlachtfeldern Europas ferngehalten |

2. Für den deutschen Skilauf ist nur die Wett­laufordnung und die Laufschule des Deut­schen Ski-Verbandes maßgebend.

3. Die Führung des deutschen Skilaufs unter­steht dem Führer des Deutschen Skiverban- bes. Sämtliche deutschen Vereinigungen, Ab­teilungen, Riegen usw., die Skiläufer zusam­

menfassen, sind seinen Anordnungen unter­worfen.

4. An skiläuferischen Veranstaltungen können sich nur Mitglieder des Deutschen Ski-Ver- banbes beteiligen.

5. Jede skiläuferische Gemeinschaft innerhalb Deutschlands hat sich dem Deutschen Ski- Verband anzuschliefeen.

6. Veröffentlichungen über den deutschen Ski- betrieb sind ohne Unterschrift der zuständigen DSV.-Fachwarte ungültig.

7. Skilaufunterricht untersteht im Gebiete des Deutschen Reiches der Aufsicht und der Wei- sung des Deutschen Ski-Verbandes.

8. Nur die dem Reichsoerband Deutscher Turn-, Sport- und Gymnastiklehrer im National­sozialistischen Lehrerbund angeschlossenen ge­prüften Berufsskilehrer dürfen gegen Entgelt Skilaufunterricht erteilen.

9. Zur amateurmäßigen Unterrichtserteilung im Skilauf, sind nur die vom DSV. geprüf­ten Lehrwarte (Amateurfkilehrer) berechtigt.

Sie sind an die vom DSV. ausgegebenen Weisungen und Amateurbestimmungen ge­bunden.

Oer (Siebener Eisverein eröffnet die Wintersporiwerbewoche.

Leider sind beide Wintersportarten, Eis- und Schneelauf, in unserer Heimat darauf angewiesen, für sich durch Darbieten ihrer vorbereitenden Hebun­gen und durch Vorträge zu werben. Schnee und Eis fehlen noch, so daß die Anhänger auf diese vorteilhafte Unterstützung bei ihrer Werbung ver­zichten müssen. Am besten kommen noch die Eis- läufer weg, da sie im Rollschuh ein Gerät haben, das den Schlittschuh fast ganz ersetzen kann. Es fehlt eben beim Laufen nur die Flüssigkeit, die durch das leichte Gleiten auf dem Eis heroor- gerufen wird

So wird heute abend die Sportabteilung des Eis- uereins in der Volkshalle ihre vorbereitende Arbeit auf Rollschuhen zeigen (Man beachte die Anzeige). Da erst zwei Uebungsstunden Dorausgegangen sind, werden allerdings noch keine besonderen Leistungen zu sehen sein Der Besucher wird sich aber ein Bild davon machen können, daß man auch auf Roll­schuhen eine ganze Reihe von Eislaufübungen aus­führen kann, ja sogar werden diese Hebungen das Können der meisten Gießener Eisläufer schon voll umfassen. Wer also auf dem Eis sich mit diesem Üebungsumfang begnügt und seine Freude daran hat, der wird auch auf Rollschuhen ganz auf seine

der Gießener verhindern, brachten aber auch immer , wieder ihren Sturm durch ausgezeichnetes Kombi- nationsfpiel nach vorne. Es gab manchen gefähr-- i lichen Angriff, Enders mußte öfter eingreifen und meisterte verschiedene sehr gefährliche Bälle. Bei Halbzeit stand das Spiel 3:3.

Im Kampf um die Entscheidung gewann bas Spiel an Härte. Der Schiedsrichter griff anderer- feite nicht durch. Die Gießener spielten in der Folge etwas offener, meist aber nicht genau genug, um den Kasselern nicht immer wieder Gelegenheit zum Eingreifen zu geben. Schüler vermochte seine Mannschaft wieder mit einem Tor in Führung zu bringen. Krüger erhöhte dann die Differenz mit einem weiten Schuß, der sehr gut plaziert in der rechten unteren Ecke und unhaltbar für den Tor­mann landete, auf 5:3 Tore. Die Blauweißen tonn­ten gar noch nach einem tadellosen Zuspiel von Schott (der sehr uneigennützig und geschickt wirkte) zu Krüger auf 6:3 erhöhen. Unmittelbar daraus fiel aber ein viertes Tor für die Gäste. Bei wei­teren Angriffen verkürzten sie dann gar auf 6:5 und die Situation spitzte sich immer heftiger zu. Die Verteidigungen arbeiteten mit der Aufbietung aller Kräfte, allerdings auch nicht immer fair. Die Chance auf den Sieg wandte sich aber wieder den Platzbesitzern zu, als Steines durch einen Straf- rourf aus großer Entfernung überraschend zum 7. Tor verwandeln konnte. Krüger verwandelte, nach­dem Schott heftig angegangen worden war, den ver­hängten Strafstoß zum achten Tor. Die Kasseler gaben aber trotz der drei Tore Unterschied in den letzten Spielminuten den Widerstand nicht auf, son­dern verkürzten kurz vor dem Schlußpfiff auf 8:6 Tore.

1900'5 Gauligamannschast konnte sich mit diesem Sieg, wenn auch nach Minuspunkten, weiter an der Spitze der Tabelle behaupten. Für die kommenden Spiele wird es aller Anstrengungen bedürfen, wenn die günstige Position behauptet werden soll. Die Mannschaft muß damit rechnen, daß sie allenthalben auf gleichwertige Gegner stößt und kaumleichte Spiele" zu erwarten hat. Sie wird aus diesem Grunde auch noch etwas an sich arbeiten müssen.