Oie Schnuffelrutscher
Vorläufer der^egiment-musik de- ehem. ^ZN.rrr.-Bratsche und.Selberübe
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Ansprache ein, die mit dreimaligem Sieg-Heil auf den Führer und Dolkskanzler Adolf Hitler endete. Dann wurden ein Kolonialfilm, ein Bildbericht über die Beisetzung des Feldmarschall-Reichspräsi- denten von Hindenburg und ein Marinefilm oor- geführt. Anschließend wurden zwei neue Mitglieder der Partei feierlich verpflichtet. Mit einer Ansprache des Ortsgruppenleiters und mit dem gemeinsamen
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Was das Regiment und das Bataillon nicht kann, das kann vielleicht die Kompanie. Und so marschierte eines schönen Tags zum Erstaunen des Herrn Bataillonskommandeurs und des Herrn Re- almentskommandeurs die 3. Kompanie 222 mit Musik aus. Klarinette, Flügel, Waldhorn, Trompete, Tuba, Piston, Trommel usw. waren allerdings nicht in diesem „Musikkorps" vertreten, dafür aber marschierte die erste Gruppe mit umgehängtem Gewehr mit 8 Mundharmonikas aus. Die „Künstler" bestanden aus „Wandervögeln", ein Dirigent war nicht nötig, der Regiments-Etat wurde nicht belastet, und die Gewehre fielen im Gefecht nicht aus, denn die Instrumente konnten im Brotbeutel verstaut werden. Stolz und stramm und leuchtenden Auges zog die Kompanie hinaus nach dem Exerzierplatz oder zum Felddienst, und wenn sie müde und verstaubt heimzog und die alten herrlichen Soldaten- und Zupfgeigen-Hansel-Lieder ertönten, da richteten die frohen Weisen die Herzen wieder auf und verliehen den müden Knochen wieder neue Kraft.
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Die Gemeinde Glosberg im Frankenwald rourbi in einer der vergangenen Nächte von einem großen Brandunglück heimgesucht. In der Scheune eines Landwirtes war Feuer ausgebrochen, das. begünstigt durch den Wind, in rasender Geschwindig. keit um sich griff. Insgesamt sind sieben Scheunen, zwei Wohnhäuser und zahlreiche Nebengebäude den Flammen zum Opfer gefallen. Weitere Häuser wur. den durch Feuer und Wasser schwer beschädigt. Di, gesamten Erntevorräte, Fahrzeuge, Motoren usw. sind verbräunt, auch Federvieh, Schweine und Ka- ninchen kamen in den Flammen um.'
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„Mundharmonika" ist aber kein schönes Wort. Als man diese Instrumente in Bischweiler auf Grund einer milden Stiftung kaufen wollte, verstand die Verkäuferin nicht, was eine „Mundharmonika" sei, und als man ihr durch eine entsprechende Handbewegung die Anwendung klar machte, da sagte sie: „Ei Sie meine e S ch n u f f e l r u t s ch". Ja, das meinten wir, und so nannten wir die erste Gruppe der 3/222 die „S ch n u f f e l r u t s ch e r", und diese Bezeichnung übertrug sich auf die ganze Kompanie. Wir wurden also die „Schnuffelrutscher",
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Oktober 1914 dachte man noch, man könnte zu Weihnachten wieder zu Hause sein — noch unsere Musik
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und so heißt der Rest der 3. Kompanie auch heute nD§on den acht Schnuffelrutschern deckt über die Hälfte der grüne Rasen, wenn aber die alten Sol. daten- und Wandervogel-Lieder wieder ertönen, dann tauchen die acht langen Kerls der ersten Gruppe vor unserem geistigen Auge wieder auf da wird es wieder hell in uns, und wir durchleben nochmals die Stunden jugendlicher Begeisterung, die uns damals in Bischweiler, im Schützengraben und auf dem Vormarsch in Rußland beseelte. Die „Schnuffelrutscher" werden niemals vergessen werden. r v e „
Sie waren der Vorläufer der Regimentskapelle, die dann endlich in Metz, dank der Bemühungen unseres tüchtigen Kameraden K a st e n , zusammen- gestellt wurde, und nachdem die Hälfte verwundet und gefallen war, im Jahre 1915 unter dem tatkräftigen Kommando des Bataillonstambours Off.-. Stellv. Mank zu neuem Leben erwachte und auch! in Gießen Proben ihres Könnens ablegte. Die Regimentskapelle entwickelte sich unter seiner Leitung zur besten des XXIV. RK. Unser Regimentsschreiber Karl Weber berichtete einmal, wie schwer es im Verlaufe des Krieges war, die nötigen Ersatzleute zu bekommen. „So wurde einmal von der Division unserer Regimentsmusik ein Mann zugeteilt mit dem ausdrücklichen Befehl, diesen bei der Musik zu verwenden. Der Befehl war selbstverständlich heilig, und auf die Frage M a n k s, was er (der Ersah, mann) für ein Instrument spiele, kam prompt die Antwort: „Braatsche". Damit kam man im Kriege allerdings keine Marschmusik blasen, erklärte Mank und gab dem Mann eine B-Klarinette in die Hand zum Heben. Er flötete dann auch jeden Tag hinter irgendeinem Busch wie eine Nachtigall und brachte es schließlich nach einiger Zeit so weit, daß er seine „Gelberübe" (so nannte man die Klarinette) im Musikkorps ganz gut mitspielen konnte. Hin und wieder kam es vor, daß sein Instrument, besonders in hohen und schwierigen Lagen, ausrutschte. Es gab dann stets einige Mißtöne, die Mank mit einem bösen Blick wieder wegzuwischen verstand.
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Unterschenkel mußte die 14jährige Hausangestellte Paula M ö b u s in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.
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Gesana des Deutschland-Liedes fand der Abend seinen^Abschluß. — Die gleiche ^Um^ranstaltung wurde auch in dem Nachbarorte Ober Gleen geboten, wobei der dortige Ortsgruppenlelter Ludw. D.e-er die ten in
der Scheune stürzte ein diesiger Landibirt so •«ft*Ä
Schnittwunden am Bein zuzog, die ärztliche Hilfe erforderlich machten.
Kreis Lauterbach.
^Lauterbach, II. Okt. In der städtischen Sandgrube ereignete sich gestern ein s ch w e r e r Betriebsunfall. Dort kam -IN beladener Kipp- wagen ohne Führer auf dem abfallenden Geländes S-mdb-rg-s in Fahrt und faust- gegen -m°n and-ren Kippwagen, auf dem zwei Arbeiter standen. Nnem der Männer gelang es, sich rechtzeitig m Sicherheit zu bringen, dagegen kam der andere unter die umfallenden Wogen, wöbe, er emen komplt- z i e r t ° n u n t - r f ch - n k - l b r u ch erlitt. der f-m- Uebersührung in das Krankenhaus zu Fulda erfor- derlich machte.
Als die 222er in B i s ch w e i l e r zum Regiments- ererzieren vereinigt wurden, trat in den Kreisen des I. Batl. der Wunsch nach einer Regimentskapelle auf. Woher aber das Geld nehmen? Es fehlte ja so schon an den nötigsten Ausrüstungs- acaenständen, da war natürlich für Noten und Instrumente erst recht nichts im Etat vorgesehen. Aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg, und Soldaten sind immer findige Kerle gewesen. Es wurde alio ein „Fonds" gebildet, in den Offiziere und Mannschaften „nach Belieben" zahlten. Einige hundert Mark waren schnell zusammen, aber es wollte immer noch nicht langen. Auch hatte unser Oberst Bedenken, so viele Leute aus der Front zu ziehen. .Jedes Gewehr ist da vorne notwendig", hieß es, und 20 Mann wurden benötigt. Die Väter des Gedankens ließen aber nicht locker. „Das Geld werden wir schon kriegen", meinte Feldwebel Kasten, „ich schreibe mal nach Gießen, und den Widerstand des Herrn Oberst werden wir schon brechen", „gutta cavat lapidem, non vi, sed saepe cadendo“ sagt der Lateiner, der Tropfen höhlt den Stein, nicht durch Gewalt, sondern durch häufiges Niederfallen. Beides konnte noch lange dauern, und wir wollten doch vor Beendigung des Krieges — damals im
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