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onniagspflichi - Eintopfgericht!
Am Sonntag, 14. Oktober, gibt's wieder 6 i n t o p f g e r i ch t!
„Wer Großes will, muß sich zusammenraffen: in der Beschränkung zeigt sich erst der Meister." Goethe.
Es bedarf eigentlich gar keiner Mahnung mehr, uril die vom Führer gewünschte Einrichtung des Sntopfgerichtes schon gut deutsche Sitte und recht Mischer Brauch geworden ist. Der Masse gegen- fiter steht das Volk. Die Verbindung der Menschen in Volk ist innerlich gegeben. Das Zusammengehö- ri'keitsgefühl schafft eine Gemeinschaft. Ein Volk hat <iit historisches Ziel, einen Lebenszweck, eine Masse cker niemals.
Jede Propaganda für eine Weltanschauung ist zr ecklos, wenn sie nur durch Worte erfolgt.
Taten sprechen klarer und eindringlicher. Wenn unsere Bewegung für alle Zeiten leben und liegen soll, dann muh jeder Träger der Bewegung diese Weltanschauung vorleben.
fit r sind heute dabei, einen neuen deutschen Men- fct-n zu schaffen. Von dem neuen Standpunkt, den Br einnehmen, darf nicht nur unser Empfinden, ur er Verstehen neu bestimmt werden, sondern es m ß das auch ebenso unser Wollen, unser Tun und Huideln sein.
Der Dienst für diese Weltanschauung steht nun« »nhr im Brennpunkt unserer ganzen Erziehungs- vr eit, und von dem Ergebnis dieses Wirkens wird
es abhängen, ob der Nationalsozialismus mit unterem kämpferischen Geschlecht ins Grab steigt, oder ob er wirklich, so wie wir glauben, den Beginn eines neuen Zeitalters darstellt.
„Sie predigen immer noch ,hoch< und .nieder* Wir sind ein Volk und wissen es wieder.
Sie kommen nicht weiter als bis zur Partei. Wir sind uns einig: .Deutschland wird frei*."
Richard Euringer.
Nachdem die NS.-Volkswohlfahrt die Führung der freien Wohlfahrtspflege übernommen hat. schwebt uns als Ziel eine einzige volksgenofsen- fchaftliche Einrichtung vor Augen. Ihre Aufgaben fordern den letzten Einsatz unserer Persönlichkeit. Aus dieser Einstellung heraus spart auch jede deutsche Familie in ihrem haushalt mit dem Eintopfgericht zugunsten des Winterhilfswerkes. Alle diejenigen, die in Not sind, sollen das Gefühl haben, dah die anderen Volksgenossen, denen es besser geht, mit ihnen fühlen und bereit sind, freiwillig ein Opfer für sie auf sich zu nehmen.
Durch allgemeine und restlose Teilnahme an der vorbildlichen Einrichtung des Eintopfgerichts wollen wir den deutschen Glauben nicht zuschanden werden lassen und beitragen an derGroßtatdesdeut- s ch e n Volkes im Winterhilfswerk.
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Die Aushebung des Ortsbürgernutzens am Allmendgut.
5.) 2.1
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JL Das durch die Aufhebung der Nutzungsrechte rezewordene Allmendgut ist, soweit dasselbe nicht |Ui unentgeltlichen oder verbilligten Nutzung an jttärffige Ortsbürger zu überlassen ist, in erster Sine zur Schaffung neuer selbständiger Bauern- ielnmgen und zur Abrundung bestehender Bauern« oilschäften auf eine volle Ackernahrung zu Der» »eiben.
[onu btieitm. x»unn yeigr es:
™e5 |J1 Die von dem Staatsminister im öffentlichen Un9 o i fresse verfügte völlige oder teilweise Aufhebung worh )c« am Allmendgut bestehenden Ortsbürgernutzens wirts i n ?iner Gemeinde ist den Berechtigten von der »germeifterei in ortsüblicher Weise bekanntzu-
>ie Ministerialabteilung Ib (Innere Verwaltung) ..n9r iNccht die vom Herrn Staatsminister gemäß Artikel Wch t Iss Gesetzes über die Aufhebung des Ortsbürger- itir, ens am Allendgut erlassenen Richtlinien über xö öi |> k Verwendung des freigewordenen Allmendgutes »elinnt. Darin heißt es:
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II. Die Bürgermeisterei hat zunächst ein Verzeich- Hfiber bedürftigen Ortsbürger aufzustellen, denen re gewordenes Allmendland zur unentgeltlichen iidc verbilligten Nutzung überlassen werden soll. In dien Verzeichnis sind die Vermögensverhältnisse der betastenden Ortsbürger kurz darzustellen, und es ist Herbei anzugeben, ob die Gewähr dafür besteht, llaß das zu überlassende Allmendland in wirtschaft- 1 Ichir Weise genutzt wird, hierbei darf zur lieber« I Ging keine größere Fläche vorgesehen werden, als liefern einzelnen Ortsbürger vor der Aufhebung LesDrtsbürgernutzens zugestanden hat. Die für be- fclurtige Ortsbürger auszu sondern de Fläche soll im ciGmeinen % des freigewovdenen Allmendlandes nd)i überschreiten.
1L Das nach Aussonderung für die bedürftigen Eteürger verbleibende freigewordene Allmendland s ill zrundsätzlich an die in der Gemeinde ansässigen filM-rn nach Maßgabe von Ziffer II abgegeben »erbten. Die Abgabe erfolgt unentgeltlich und bis auf r>dl res gegen eine Zinszahlung von 3 v. h. und e tncMgung von 1 bis 2 v. h. Der Wert der abzu- (finden Grundstücke wird durch eine Kommission
abgeschätzt. Dieser Kommission gehören an: Der Landesbauernpräsident, der Sachbearbeiter für das Meliorationsarbeits- und Siedlungsprogramm, der Kreisbauernführer, der Landwirtschaftliche Ortsfach- berater der betreffenden Gemeinde, der Bürgermeister und der Beigeordnete der betreffenden Gemeinde.
V. Grundsätzlich soll die Ueberführung des Allmendlandes im Rahmen des Meliorationsarbeitsund Siedlungsprogramms vorgenommen werden. In diesem Falle unterliegt die Zuteilung des frei» gewordenen Allmendfeldes an die Bauern der Abteilung le des hessischen Staatsministeriums unter Zuziehung der vorbenannten Kommission. Die Abgeltung für zugeteiltes Land seitens der Landnehmer erfolgt an die von der hessischen Regierung zu bezeichnende Kassenstelle. Diese stellt im Verrechnungswege über die Abteilungen le und Ib des hessischen Staatsministeriums den betreffenden Gemeinden, in denen das Verfahren durchgeführt wird, die jährlich anfallenden Beträge sicher.
VI. Eine Entschädigung an die bisher nutzungsberechtigten Ortsbürger am Allmendgut der Gemeinden erfolgt nicht. Soweit den wirtschaftlichen und sozialen Bedürfnissen der durch Aufhebung der Nutzungsrechte Betroffenen nicht bereits durch eine Zuteilung nach Ziff. III Rechnung getragen ist, kann von der Gemeinde und nötigenfalls durch Anordnung des Kreisamts in besonderen Fällen von Bedürftigkeit ein Härteausgleich gewährt werden. Der Beschluß und die Anordnung bedürfen der Zustimmung der Ministerialabteilungen Ib und le.
VII. Die nach Ziffer III aufzustellenden Derlei« lungspläne und Verzeichnisse über Abgabe von freigewordenem Allmendland an bedürftige Orts- büraer sind dem zuständigen Kreisamt einzureichen. Diese Unterlagen sind nach eingehender Prüfung im Benehmen mit dem zuständigen Kreisbauernführer der Ministerialabteilung Ib (Innere Verwaltung) weiterzugeben. Die Ministerialabteilung Ib (Innere Verwaltung) hat die Befugnis, Änderungen im Einvernehmen mit der Ministerialabteilung le (Landwirtschaft) vorzunehmen.
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Die Deutsche Gteuographeuschast und ihre Arbeit.
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Oie Ortsgruppe Gießen.
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3r.imer und immer kehren die Klagen wieder, daß k n igsfäfjige Stenographen gebraucht werden, daß
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it nur 100 Silben. 3m Maschinenschreiben
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der Deutschen Stenographenschaft, Orts- Gießen, wird uns geschrieben:
rcjjrenb 409 überhaupt keine Vorkenntnisse im Maschinenschreiben besahen.
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atU er jrrt ’idjfen nur 375 Prüflinge 120 Anschläge, letan > e* - ' .....
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jinen,uc=> ^^urz,u^l,lunrerricyrs eniroiaeu er i"f j.urii immer mehr verfeinert, im Laufe der Iahr- ^r Zzetznc haben sie Tausende und Abertausende von -er^-Kmschriftlehrern ausgebildet. In ihre Fußtapfen tiit \ ist' i Deutsche Stenographenschaft als Erbe ge= «plan ^trdifci
a?er nicht aufzutreiben sind. Aus allen Berichten t Arbeitsämter tönt das gleiche Lied. Die kauf. N'M ischen Stellenvermittlungen führen in ihren Dergtl ßife-.i einen verhältnismäßig großen Teil stellungs- •l. lcVr'Gehilfen, die über gänzlich unzureichende Aus- ('„jbuütng in grundlegenden Fertigkeiten ihres Berufes v wvjen, denen also schwerlich eine Stellung Der« ir™ ”wi werden kann.
-----V •!*' ^in[iunu |ie UUU) uuv ociuuuucii, aiflf über 60jährige Tradition, auf ebensolange - r.»,,« ih'ungen auf ihrem Fachgebiet zurückblicken M/ckÄ cn. Diese Verbände haben erst den Gedanken de Kurzschrift großgezogen und in selbstloser Weise bifür eingesetzt. Im Laufe der Zeit haben sie Methoden des Kurzschriftunterrichts entwickelt
I* le kürzlich abgehattenen kaufmannsgehilfen- s Kap'I ^tifungen hatten von 793 Prüflingen 410 es lustl Grrhaupt keine kurzschriftkenntnisse, 278 schrie- ebenslu1 e .........
Kk»oberstes Ziel ist die Heranbildung tüchtiger »e-ographen und Maschinenschreiber, ihr Ziel X Itiie Schärfung der Waffen für den Berufs-
i'ind erschütternde Zahlen, wenn man bedenkt, ^'sB d^iß Kurzschrift und Maschinenschreiben das Rüst- > WastM'für den Kaufmann sind, ohne das er seinen nicht ausüben, geschweige denn ausfüllen Köse *c'-nL Leiter angesehener kaufmännischer Betriebe hlr tja« besorgt zu, daß es schwer sei, freiwerdende ' Fü r rstellen zweckentsprechend zu besetzen, und auch - /inael der mittleren und niederen Stellen sehe
11 0 y err vmig erfreulich aus.
Nisse Tatsachen sind wieder ein Beweis dafür, „ fid?1 r ^ufklärungs- und Schulungsarbeit noch von Offner A^eutschen Stenographenschaft als der berufenen es. Fah-ürganisation zu leisten ist. Wenn die Deutsche die Gj xWraphenschaft als Organisation auch noch sehr d er, ,jiH N'lich ist, so entstand sie doch aus Verbänden, ' nmf über fiOinhrmo ^..k
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kämpf, damit ihn der Einzelne besser bestehe, damit er vorwärts komme.
Denn der Stenotypist ist für die meisten der Durchgang im beruflichen Aufstieg. Der gute Unterricht ist also die vornehmste Aufgabe der Deutschen Stenographenschaft. Er kann gut sein, weil die Lehrer gut geschult sind, er kann für jeden Volksgenossen erschwinglich sein, weil sie aus ihm keine (Gewinne erzielen will.
In welch großem Umfange die Deutsche Stenographenschaft die Schulung ihrer Mitglieder durchführt, zeigt die Statistik des Unterrichts vom 1. Okto- ber 1933 bis 30. Juni 1934. Von der Deutschen Stenographenschaft wurden unterrichtet:
Anfängerlehrgänge:
Lehrgänge
Teilnehmer
in Ortsgruppen
2275
39596
in Schulen
789
21660
für Beamte
821
27812
Sonstige
522
10348
zusammen
4407
99416
^ortbilbungslehrgänge:
Fortbildungslehrgänge
Lehrgänge 1898
Teilnehmer 33245
Redeschriftlehrgänge
1061
13690
Diktatlehrgänge
1731
38408
Praktikerlehrgänge
245
2840
Lehrerausbildungslehrg,
43
355
Maichinenschreiblehrgänge 285
4047
zusammen 5263 92585
Es wurden also in 9670 Lehrgängen 192 001 Teilnehmer unterrichtet.
Außerdem zehn fremdsprachliche Lehrgänge in Englisch und Französisch.
Indem die Deutsche Stenographenschaft auf ihrem biird) mustergültigen, lebensnahen Unterricht ihre Mitglieder schult, indem sie durch ihre Wett- bewerbe und Leistungsschreiben ihren Eifer anregt und ihr Können mit Preisen lohnt, ist sie in der Lage, Handel und Industrie, Behörden und Der- waltungen die Kräfte bereitzustellen, die sie brauchen. Damit ist dem einzelnen Volksgenossen und der Gesamtheit gedient.
Die Deutsche Stenographenischaft schlägt aber auch Brücken über alle Stände und Berufe, über jung und alt, arm und reich. Sie ist keine Organisation
für bestimmte Berufe ober Interessentengruppen, für Beamte ober Lehrer, Kaufleute ober Schüler. Nein, sie schließt alle ein, faßt alle unter den großen Gesichtspunkten der Berufsausbildung zusammen. Keiner wird bevorzugt. Nicht der Geldbeutel, nicht das Alter, nicht der Beruf entscheidet über die Zuerkennung von Preisen, sondern einzig und allein die persönliche Tüchtigkeit, die Leistung. So ist die Deutsche Stenographenschaft eine Organisation wahrer Volksgemeinschaft und des sozialen Ausgleichs.
Die Ortsgruppe Gießen.
In den 9 Lehrgängen der Ortsgruppe Gießen werden gegenwärtig nicht weniger als 240 Mitglieder unterrichtet, ungerechnet die Zahl derjenigen, die von den staatlich geprüften Lehrern der Ortsgruppe in Lehrgängen der Deutschen Angestelltenschaft und den Behörbenangestellten und -beamtenkursen geschult werden.
Nach wie vor ist das Hauptziel der Unterrichtstätigkeit, die Masse der Kurzschriftler zu einer höheren Geschwindigkeitsslufe zu fördern, mindestens soweit, daß die Geschäftsstenographenprüfung über 150 Silben ohne Schwierigkeiten abgelegt werden kann.
Daß an her Richtigkeit dieser These nicht zu zweifeln ist, beweist die obenerwähnte Tatsache, daß von zirka 800 Kaufmanngehilfenprüflingen 700 überhaupt nicht, ober nur unzureichenb stenographieren konnten. Wenn das Verhältnis bei den Gehilfen« Prüfungen in Gießen auch etwas günstiger war, lo kann doch kein Zweifel darüber herrschen, daß hier noch eine ungeheure Arbeit zu leisten ist. Daß sehr viele eingesehen haben, daß ihr Können auf stenographischem Gebiet unzureichend ist und aus dieser Einsicht heraus um ihre Weiterbildung bemüht sind, beweist die Zahl: 240 Lehrgangsteilnehmer.
Neben dieser Hauptaufgabe der stenographischen Schulung will die Ortsgruppe durch Pflege der Geselligkeit die Mitglieder einander menschlich näherbringen.
Die allmonatliche Zusammenkunft der Mitglieder, die für diesen Monat auf der „Karlsruhe" stattfand, war zu einem Oktoberfest ausgestaltet worden. Im Hinblick auf die Ueberfüüung des Saales an» läßlich des Bunten Abends vom Vormonat waren sämtliche Räume der Karlsruhe vorgesehen und trotzdem war alles mehr als besetzt. Die Karlsruhe war nicht wieder zu erkennen, sie war in einen Rummelplatz verwandelt worden, auf dem weder Schießstand, Ballwerfer, das Glücksrad, noch die Oberbayrische bzw. Oberhessische Bierhalle und die Seppl-
3um 90. Geburtstag Znedrich Nietzsches.
Am 15. Oktober jährt sich zum 90. Male der Tag, an dem der große Philosoph Friedrich Nietzsche geboren wurde. Anfänglich Anhänger Schopenhauers und Wagners, ging er nach einer Periode positivistisch begründeter Kritik der gegenwärtigen Kulturgrundlagen über zu einer entschiedenen Verurteilung der Moral des Christentums und der Demokratie, der er die auf heroischen Werten beruhende Kultur des Uebermenschentums gegenüber« stellte in den Schriften „Also sprach Zarathustra", „Jenseits von Gut und Böse", „Zur Genealogie der Moral".
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Halle fehlten. Der Clou des Abends: Zirkus Tom mit seinen Künstlern. Es ist unmöglich, all bas aufzuzählen, was geboten würbe. Es sei nur einzelnes herausgegriffen: Der Typ eines Zirkusdirektors, Clown, zwei Tanzballetts, Vorführung eines dressierten Kamels ufw. Drei Musikkapellen gaben dem Ganzen das Leben. Alles sprühte Vergnügen und gute Laune.
Obecheffen.
7lSL8. Bezirk Schotten.
Eine Konferenz des NSLB. Bezirk Schotten findet am Mittwoch, 17. Oktober, 15 Uhr, in Schotten in der Mealschule mit einem Lichtbilder- Vortrag statt.
Stadtvorstandssitzung in Alsfeld.
-§- Alsfeld, 11. Okt. In der jüngsten Sitzung des Stadtvorstandes gelangte der Voranschlag der Oderrealsch u l e Alsfeld für das Rechnungsjahr 19 35 zur Vorlage. Darnach beträgt der Zuschuß der Stadt zu der Anstalt 26 980 Mark, gegenüber 25 404 Mark im vorjährigen Voranschlag. Der Mehrbetrag ist auf den Umstand zurückzuführen, daß der Anteil der Stadt an den persönlichen Kosten der Schule infolge Zunahme der einheimischen Schüler auf 40 v. H. gestiegen ist. Der Voranschlag wurde in der vorgelegten Form genehmigt.
Voranschlag der Gewerbeschule für das Rechnungsjahr 1935. Dieser bewegt sich ungefähr in derselben Höhe wie im Vorjahr. Die von der Stadt zu tragenden sachlichen Kosten betragen 3850 Mark, der Anteil der Stadt an den persönlichen Kosten 3725 Mark. Nach Abzug des Kreiszuschusies hat die Stadt insgesamt einen Zuschuß in Höhe von 5746 Mark 3u leisten. Der vom Kuratorium begutachtete Voranschlag wurde genehmigt.
Die Abrechnung über den Prämienmarkt 1934 ergab einen Zuschuß der Stadt zu der Veranstaltung in Höhe von 1341 Mark; er wurde in dieser Form genehmigt.
Im Anschluß an die Alfred-Klostermann- Siedlung wurde der Anschluß des Grünen Wegs an die Wasserleitung erforderlich. Die Ausführung in Normal-Muffenröhren von der Firma Buderus wird der Firma 5) & 21. Rößner in Alsfeld zu ihrem Angebot von 2698 Mk. übertragen. Die freihändige Vergebung einer Reihe von Lieferungen und Arbeiten für die Alfred-Klostermann-Siedlung und die darüber vorgelegten Rechnungen wurden genehmigt.
Die vorgelegten Verträge mit dem Siedlungsverein Alsfeld über Verpachtung des Geländes der Bärenwiese, unter -der Hortgasse und am Völsingsberg wurden zu den vereinbarten Bedingungen, 1 Pfennig für den Quadratmeter, genehmigt. Der Pachtvertrag läuft auf unbestimmte Zeit.
Der auf Grund erfolgter Kündigung neu abgeschlossene Vertrag mit der Orgelbaufirma Förster & Nicolaus in Li ch über das Stimmen und Unterhaltung der Orgel in der Dreifaltigkeitskirche für 34 Mark jährlich wurde gutgeheißen.
Auf ein Gesuch des Hessischen Landesvereins für Blinde wurde diesem ein einmaliger Beitrag von 20 Mark bewilligt.
Unter Mitteilungen gab der Vorsitzende ein Schreiben des Reichsinnenministers an die Innenministerien der Länder bekannt, in dem darauf hingewiesen wird, daß die finanzielle Lage der meisten Gemeinden auch heute noch derart schwierig sei, daß ihnen andere als lebenswichtige Aufgaben nicht zugemutet werden könnten. Dieser Grundsatz müsse auch gelten, wenn einzelne Gemeinden oder Ge- mcinb*’nerbnnhe glaubten, zur Durchführung besonders wichtiger Feiern oder zur Förderung bedeutender Einrichtungen, denen sie überörtliche Bedeutung zumessen, die Unterstützung anderer Gemeinden und Gemeindeoerbände erbitten zu müssen. In besonderen Fällen ersucht der Minister, ihm die Angelegenheit zur Entscheidung vorzulegen.
Nach Erledigung der Tagesordnung der öffent« lichen Sitzung schloß sich eine nichtöffentliche Sitzung an.
Landkreis Niesten.
♦ Wieseck, 11. Okt. Die 12jährige Tochter des Tagelöhners Becker von hier kletterte in Trohe auf einen D b ft b a u m, stürzte ab und mußte, da der Verdacht bestand, daß das Kind innere Verletzungen erlitten hat, in ärztliche Behandlung gebracht werden.
00 Klein-Linden, 11. Okt. Gestern abend tagten in der Wirtschaft „Zur Burg" die Amtswalter der NSDAP., die Amtswalter der NSV. und die Führer sämtlicher Vereine der Ortsgruppe Klein- Linden, einschließlich der Zelle Allendorf (Lahn), um über die Durchführungdes Winterhilfswerks zu beraten. Ortsgruppen-Amtsloi.ter Hof von der NSV. sprach über die geplante Sammeltätigkeit und deren Organisation und teilte u. a. mit, daß im kommenden Winter neben den Amtswaltern vor allem auch die Mitglieder der Ortsvereine zur Sammeltätigkeit herangezogen werden sollen. Amts« (eiter Hof und Ortsgrupppenleiter Dr. Cröß- m a n n teilten ferner mit, wer im kommenden Winter Unterstützung haben solle und welche Maßnah- -men ergriffen werden sollen, damit keine unberechtigten Anträge Genehmigung finden. Der Ortsgruppenleiter bat namentlich die Vereinsführer, bei ihren Mitgliedern aufklärend auf diesem Gebiet zu wirken und gab noch Richtlinien bekannt, die für die kommende Winterhilfsarbeit bemerkenswert find. Ferner gab er die wichtigsten Punkte aus der Rede des Führers bei Eröffnung des Mnterhilfswerkes bekannt. Für nächsten Sonntag ist die Eröffnung des Winterhilfswerks mit einer Gemeindefeier im Saale des Gasthauses „Zur deutschen Eiche" geplant, bei der fast sämtliche Ortsvereine mitwirken werden.
> Allendorf (Lahn), 11. Okt. Der Turn« verein Allendorf (Lahn) leitete die in dieser Woche in ganz Deutschland zur Durchführung kommende Reichswerbewoche „Gesunde Frauen durch Leibesübungen" mit einer Veranstaltung am vergangenen Sonntag ein. Am Samstagabend und am Sonntagmorgen fanden volkstümliche Wett« kämpfe der Turner und Turnerinnen statt. Für nachmittags war ein großes Schau- und Werbeturnen angesetzt, bei dem die Turnerinnen in der Hauptsache die Ausgestaltung des Programms übernommen hatten. Die Leistungen der jungen Abteilung unter ihrem rührigen Leiter Wilhelm L u h standen auf beachtlicher Höhe und fanden wohlverdienten Beifall. Auch die Einlagen der Turner und Iugendtumer legten Zeugnis davon ab, daß im Turnverein Allendorf gut gearbeitet wird. Im vollbesetzten Henkelmannschen Saale fand am Abend eine Wiederholung der Vorführungen der Mädchen statt, die stärksten Beifall fanden. Nachdem bereits am Nachmittag der Führer des Vereins, Faber, auf Sinn und Zweck der Veranstaltung hingewiesen hatte, verstand es Dietmar! Albert Luh, alle jene aufzurütteln, die der Sache noch fernstehen. Die Veranstaltung war in allen Teilen wohlgelungen.
* Lich , 12. Okt. Stiftspfarrer Draudt von hier ist mit Wirkung vom 1. November ab zum Pfarrer der Pfarrei Sonnenberg, Dekanat Wiesbaden-Wallau, ernannt worden.
Kreis Büdingen.
tz. Nidda, 11. Okt. Heute wurde hier, wiederum am Ende der unteren Bahnhofstraße beim lieber- gang zur Schiller- und Adolf-Hitlerstraße, ein bedrohlicher Zusammenstoß zwischen einem vom Bahnhof kommenden Auto und einem Motorradfahrer, der von der Gegenseite um die Ecke zu kurz einbog, im letzten Augenblick dadurch verhindert, daß Der Motorradfahrer soviel Geistesgegenwart besaß, gerade noch vor dem Zusammenprall in den engen Hof zwischen dem Gasthaus „Zum Gambrinus" und dem Nachbarhaus hineinzufahren, ohne Personen dort auf dem Fußsteig zu scha- digen. Es ist dies einer der vielen Fälle, die sich an dieser sowohl engen, als auch unübersichtlichen Stelle wiederholen. Man hat sich in maßgebenden Kreisen deshalb schon öfters mit dem Gedanken befaßt, das dem bezeichneten Gasthaus gegenüber« liegende Eckhäuschen, feit Auto und Motorrad im Verkehrsleben eine bedeutende Rolle spielen, niederzureißen, um einerseits dort mehr Uebersicht zu schaffen, anderseits den Fuhrleuten die Einfahrt mit ihren schwer mit langen Fichtenstämmen behobenen Wagen aus der 2ldolf-Hitlerstraße in die Bahnhofstraße zu erleichtern.
* Ober-Widdersheim, 11. Okt. Mit einer schweren Brandverletzung am rechten


