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onbere Bequemlichkeit des Weges zur Arbeitsstätte
Hainbach, stellv. Kreisamtsleiter.
Kloß, Kreisamtsleiter.
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12. Fortsetzung.
Nachdruck verboten!
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ten. Er schloß mit einem dreifachen Sieg-Heil Führer und Vaterland.
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Wie schlecht mußte er von ihr denken! Er hatte sie vor wenigen Wochen arm und verlassen kennengelernt, und heute sah er sie so. Und wenn er erst wüßte, daß sie nur eine kleine Komparsin war, die die Laune einer gefeierten Diva heute hierher gestellt hatte, und die sonst immer einfach dahinlebte und zufrieden und glücklich war in dem kleinen bescheidenen Heim von Mama Kulick!
Wenn er das alles wüßte!
Mila Kranz aber plauderte fieberhaft. Sah dabei in seine großen, dunklen Augen und dachte traurig: Er ist weg von mir. Weit fort. Seine Gedanken sind mit irgend etwas beschäftigt. Kennt er dieses kleine schöne Mädel hier?
Sein undurchdringliches Gesicht ließ keinerlei Schlüsse aufkommen.
Es wurde zum Essen gebeten. Und die Berani lachte und sagte, Herr von Berken könne eigentlich die kleine Käthe Randolf unter seine Obhut nehmen. Sicherlich sei sie bei ihm gut aufgehoben.
Die Berani war in einer ganz ausgezeichneten Laune. So viel hatte sie niemals von ihrem heutigen Streich erhoffen können. So vjel, daß die Mila Kranz heute bekanntgab, daß sie sich vom Film zurückziehen wolle. Das hatte sie nicht zu hoffen gewagt. Und sie, die Berani, dachte ja nicht daran, diesem Beispiel zu folgen. Das kannte man ja. Do fam wieder einmal eine neue Schönheit zuüi Film; wenn sie aber nicht die langjährige Routine besaß, dann setzte das verwöhnte Publikum eben doch dies
kleine, luftige Else nicht gefunden hätte.
Sterne!
Schön, glänzend! Unerreichbar! Und es ist gut, wenn ihr unerreichbar bleibt! Ihr habt der Kunst treu zu sein! Dafür hat sie euch geadelt! Zweimal Treue kann man nicht verschenken! An einem geht man dann zugrunde! Und so ist es besser, ihr bleibt weiterhin schöne, unerreichbare Sterne! Das Ideal von Tausenden, die keine Ahnung haben, wie hart euer Weg sein kann!
Arndt von Berken aber sprach mit Käthe Randolf. Und die konnte es nicht fassen, daß sie hier wirklich neben ihm sitzen durfte. Daß er mit ihr sprach, als sei sie eine der Damen. Eine wirkliche Dame!
Sie wußte nicht, was sie aß, sie wußte nur, daß seine Hand sich einmal warm und schützend um die ihre legte, daß er sich dicht zu ihr beugte:
„Wie tarnen Sie hierher? Sie sind doch noch nicht lange in Berlin? Wir sahen uns vor Wochen in der Eisenbahn, und da — hm! —, da sah es nicht so aus, als ob Sie schnurstracks in einem Salon wie dem heutigen Aufnahme finden würden. Verzeihen Sie mir, aber ich möchte eine offene Antwort. Darf ich Sie heute abend nach Hause bringen?"
„Ich gehe mit meiner Freundin Olga Schieber. Ich gehe nie allein. Wir sind immer zusammen. Wenn es Ihnen recht ist, daß sie dabei ist?"
Ein weiches, nachdenkliches Lächeln lag um seinen Mund.
Die Situation war ganz anders, als er sie sich gedacht hatte. Was aber hatte die Berani bezweckt, daß sie diese beiden Mädchen heute hierher zitiert hatte?
Nun, das würde er ja noch erfahren!
Dieses kleine Mädel lier log nicht! Das würde ihm in allem die Wahrheit sagen.
Er wollte also die beiden Mädchen nach Hause begleiten. Und bann würbe er ja erfahren, wie sie hierher gekommen waren.
Er sprach von biesem und jenem mit ihr. Unb Käthe lächelte zu ihm auf.
1 Er aber mar weit bavon entfernt, an ihr Ge- 1 »ollen zu finben. Er buchte nur: Wenn sie wieber 1 heraus will aus bem allem hier, bann will ich ihr , babei helfen.
1 Später würbe getanzt.
; Unb Berken tanzte auch mit Mila Kranz.
, Sie lehnte sich leicht an ihn, tanzte wundervoll. 1 Der Duft ihres Haares stieg zu ihm auf. Aber sie
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Oie Kosten der Krafiwagenhaltung als Werbungskosten.
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berauschte ihn nicht mehr, ble schone Frau mit ihrem geheimnisvollen Leben.
„Brigitte hat recht. Ganz recht hat sie. Nach Berkenhofen gehört ein liebes, einfaches Frauchen, bem es in ber länblichen Stille gefällt. Ein kleiner, tapferer Kamerab, ber mit mir burch biet unb dünn geht. Dann ist auch das Glück da. Diese schönen Frauen hier gehören mitten ins Leden. In Ruhm, in Glanz!"
Und da durfte man sie nicht herausnehmen. Es würde fein wie mit einem schönen, schillernden Vogel, an dem sich alle Welt erfreute, und den man plötzlich für sich allein einsperren wollte. Er würde auch zugrunde gehen, nachdem er sich krank gesehnt hatte nach Sonne und Freiheit!
Frau von Rankenbühl!
Die war anders gewesen!
Die hatte ihren Mann lieb genug, um auf alles verzichten zu können. Und er hatte hier in Berlin noch andere Künstler kennengelernt, die in glücklichster Ebe lebten. Es kam eben doch immer wieder auf den einzelnen Menschen selbst an.
Diese beiden schönen Frauen hier waren besondere Menschen. Die durfte man niemals einsperren in die Stille eines Landsitzes. Die würden sich auch krank sehnen nach Freiheit unb Licht unb Ruhm.
Mila Kranz fragte leise:
„Sie fragen mich nicht, wohin ich reife?"
„Oh, es interessiert einen boch wohl, wenn Freunbe Weggehen. Ich werbe mich immer freuen, Ihnen wieder einmal im Leben zu begegnen."
Da senkte Mila Kranz den schönen blonden Kopf ganz tief, und er ruhte jetzt fast an feiner <Bd)ul» auf? "S nid)t ein schluchzender Atemzug zu ihm
Es war Mitleid in ihm. Ein großes, echtes Mitleid. Aber er war über sich selbst erstaunt, daß er eben nur noch Mitleid empfand.
Nach diesem Tanz erklärte Mila Kranz, daß sie heute nicht mehr tanzen werde. Sie fühle sich zu müde. Und man verarge es ihr auch gewiß nicht wenn sie sich nicht allzu spät von diesem Fest enb ferne. Es fei köstlich gewesen. Ein Fest so zu gestalten, verstände eben nur die schöne Liane Berani'
Die Berani war auf so viel Liebeswürdigkeii nicht gefaßt gewesen. Sie drückte ber Kollegin Herz- sich die Hande. ' 0
"Wer hätte denn das gedacht, liebste Kranz? Und wollen Sie wirklich abreisen?"
„Ja! Dringende Familienangelegenheiten'"
Aber die blauen, verschleierten Frauenaugen ruh- ten bet diesen Worten - auf Arndt von Berken! ’
Und die Berani dachte: Aha! Darum Abreise meine Liebe! Aber der Grund ist gleich Ganz gleich ist mir dein Grund, wenn du nur gebff Denn du wurdest mir auf der ganzen Linie gefährlich' k Asm in Arm gingen die beiden Künstlerinnen burch die Räume. Und man wußte wirklich nicht was man denken sollte, wenn — man eben die Berani nicht kannte!
Vorläufig tarn der Film ohne sie nicht aus! Sie
tinb. Die hier, diese Olga Schieber, bie war frieben, baß er sich ihr widmete, unb er, er tcc-- ohne jeben Hintergebanken hierher gekommen Etwas Ernstliches fing er nirgenbs an. Wozu zen brechen? Er war ein Seemann, blieb Zeit fort, war in allen Erbteilen baheim! Di'.' leicht kam er auch einmal überhaupt nicht zurück Wer konnte bas wissen. Er liebte seinen schönes gefährlichen Beruf über alles, unb er hielt fltf; Freunbschaft mit vielen Frauen; aber er verspraÄ feiner etwas! Keiner. Im Gegenteil — er hielt ff* damit hinter bem Berge, wie er buchte. Auf tj konnte sich niemand Hoffnung machen. Man weiffein paar Tränen um ihn, wenn er ging — «Jj1* man wußte genau: er kam nicht mehr wieder! wenn man sich vielleicht einmal zufällig im Lek J wieder traf, bann würde er freundlich grufte' . Würde im Augenblick nicht einmal gleich wisM 11 oi, wann unb wo er ba einmal Freunbschaft geholt hatte! (Fortsetzung folgt-)'
** Aufgehobene Straßensperre.
ber Prooinzialstraßenstrecke Klein-Linben bis zur Lanbesgrenze bei Dutenhofen ist bie Straßensperre wieber aufgehoben worben.
** Kreisvertretertag ber Sänger in
unb jenes aus unb verlangte nach feinem gewohnten Liebling. Alle Rollen konnte man ja nun auch nicht spielen; aber immerhin hatte man die Genugtuung, baß Mila Kranz verschwand.
Und bie Berani war so entzückend an diesem Abend, daß Udo von Bodenstein lächelnd dachte: Du Katze! Du böse Wildkatze du! Wenn du gereizt bist! Ich kenne dich nun! Gott sei Dank, daß ich dick kenne. Geheiratet hätte ich dich wahrscheinlich nicht; aber immerhin hätte es sein können, daß ich bann meine
Programm. In rascher Folge zogen w;.. den Teilnehmerinnen des Abends die welen Mogsichkeiten der sportlichen unb turnerischen Betätigung sur bie Frau vorüber. Man sah bie weibliche Äugenb bes Turnvereins 1846 in einer Uebungsstunbe bei einfachen Hebungen am Barren, bann traten bie Fechterinnen bes Turnvereins 1846 auf unb zeigten Schulfechten unb einige rassige Kämpfe. Eine besonbere Bereicherung erfuhr ber Abenb burch einen lebenbigen unb feinen Vortrag bes DSV.- Skilehrer Althaus-Gießen, der in beredter Sprache die Schönheiten des Schneefchuhlaufes schilderte, von ber Zweckmäßigkeit ber urgefunben Bewegung in ber klaren winterlichen Luft, von der ibealen Verbindung des sportlichen Lebens unb Treibens mit bem Naturerlebnis sprach unb an Hanb einer Anzahl ausgezeichneter eigener Licht- bilber bie Schönheit unserer heimischen Berge im Winter unb bie Erhabenheit ber winterlichen Alpenwelt zeigte. Der Rebner verstanb es, bie Zuhörer zu begeistern. Das Skigebet an Petrus, von Skihasen im Sprechchor gesprochen, beschloß ben kurzen unterhaltsamen Vortrag. In rascher Folge brachte bas Programm bas rhythmisch-tänzerische Keulenschwin- gen ber Turnerinnen bes Turnvereins 1846, man sah einen Ausschnitt aus ber Trainingsstunbe ber Frauen- unb Mäbchenabteilung ber Spielvereinigung 1900, bie auch mit unterhaltsamen Ballspielen aufwartete, ferner bie feinen unb sehr ästhetisch wirkenben Stabübungen der Sportlerinnen unb Turnerinnen aus bem VfB.-Reichsbahn unb schließliche noch sehr exakt unb schön burchgeführte rhythmische Freiübungen ber Turnerinnen bes Tv. 1846. Sehr bemonftratio waren bie Hebungen ber Frauen, die unter ber Leitung bes Ehrenobertumwartes Wilhelm Will turnten unb anschaulich zeigten, wie sich auch bie Hausfrau unb Mutter turnerisch betätigen kann. Sämtliche Vorführungen würben mit großer Aufmerksamkeit verfolgt unb fanben dankbaren Beifall.
Dberturnroart Erb gab zum Schluß der Hoffnung Ausdruck, daß der Werbeabend seinen Zweck erfüllen unb recht viele Frauen unb Mäbchen ben Weg zum Turnen unb zum Sport finben möch-
l.Lintopfgencht am 6omM14.Ofi.1034
Nach dem Willen des Jührers soll da- Winterhilfswert ein Werk der ganzen ^Di-Mtthilfe jede- Einzelnen ist erforderlich und ein-selbstverständliche Pflicht.
G öße Ausgaben gilt es noch zu erfüllen, deshalb gebe Jeder das, was er vor « «Z ab Deutscher und als Nationalsozialist verantworten kann, denn £%übH>erer für die wir sorgen müssen, ist trotz der unbestrittenen Erfolge gegen
ba ten daß auch in diesem Winter niemand hungern und sneren darf! ©7r Führe,' weis, daß bei dem Winterhiisswerk 1933/34 gerade d.e.en.gen Mollen und Wirken verstanden und unterstützt haben, die m,t Glucksgutern chcht^gerade schrS gesegnet waren. Diesmal richtet sich sein dringender Appell „„ 6i, di- bis jetzt noch keine Not kennengelernt haben!
^eigt am Sonntag Eure Verbundenheit mit dem Führer des deutschen Volkes! Nur wenn wir zusammenhalten und alle unsere Pflicht erfüllen, wird Oeuffch-
Helft Ihr den Armen, so fragt 3^ zu Deutschlands Aufstieg bei.
Laßt unsere freiwilligen Helfer nicht umsonst an Eure Türen klopfen!
Heil Hitler!
NSV., Kreisamisleiiung Gießen
In ben vom Wirtschaftsprüfer Herrn. Will zu Gießen herausgegebenen „Aktuellen Steuerfragen" (Runbfchreiben Nr. 15) lesen wir:
Ein Steuerpflichtiger hatte aeltenb gemacht, baß er bie Kosten Der Kraftwagenhaltung insoweit als Werbungskosten abziehen tonne, als er ben Kraftwagen zu Fahrten zwischen Wohnsitz unb Arbeitsstätte benutze (§ 16 Abf. 5 Yiff. 4 EinkStG.). Der Reichsfinanzhof hat ben Abzug biefer Ausgaben nicht zugelassen. In einem Urteil vorn 8. Juni 1934 spricht ber Reichsfinanzhof aus, bah ber Abzug ber Fahrgelber als Werbungskosten gemäß § 16 Abs. 5 Ziff. 4 EinkStG. nur insoweit zulässig fei, als es sich um notroenbige Ausgaben hanbele. Der Steuerpflichtige könne an sich in ber Regel mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf erheblich billigere Weise zu seiner Arbeitsstätte gelangen. Wenn er sich einen Kraftwagen halte, so fei es in ber Regel eine Sache einer persönlichen Lebenshaltung. Für bie be-
Kilometer um Mainz Sonntagsrückfahrkarten aus. Gültigkeit: Hinfahrt: 13. Oktober 0 Uhr bis 14. Oktober. Rückfahrt: 13. Oktober 12 Uhr bis 16 Oktober 9 Uhr (Antritt ber Rückreise). Als Ausweis gilt bas Festabzeichen ober ein Einlabungsschreiben. Fahr, ?reis ab Gießen für Hin- unb Rückfahrt 2. Kl. 8,10 Mark 3 Kl. 5,60 Mark. Bei Benutzung von Schnell- unb Eilzügen ist außevbern ber tarifmäßige Zuschlag zu zahlen Eilzugzuschlag: 2. Kl. 1 Mark, 3. Kl. 050 'M;.2. Kl. 2 Mk 3. KI. 1 ckk.
** Fahrpreisermäßigung ber Reichs- bahn zur K ° ch k u n st ° u - st - ll u n g in Frankfurt. Zur 6. Int-rn°twnal-n Kochkunst, ausst-lluna in Frankfurt gibt bie Reichsbahn von allen Fahrkartenausgaben im Umkreis von 100 Kilometer um Frankfurt Sonntagsrückfahrkarten aus. Die Karten gelten: am 13. bis 14. Oktober von Samstag 0 Uhr bis Montag 12 Uhr (Antritt ber Rückreise), am 17. Oktober von Mittwoch 0 Uhr bis Donnerstag 12 Uhr (Antritt ber Rückfahrt). Weiterhin werben am Freitag, 12. Oktober, Montag, 15. Oktober, unb Dienstag, 16. Oktober, Sonntagsrückfahrkarten ausgegeben. Die Karten gelten jeweils von 0 bis 24 Uhr (spätester Antritt ber Rückreise). Die Karten gelten nur bann zur Rückfahrt, wenn sie auf ber Rückseite von ber Aus- stellungskasse abgestempelt finb.
** Fahrpreisermäßigung der Reichs- bahn zur Weihe bes Denkmals für bit Gefallenen bes ehern. 1. Raff. Feld. artillerie-Regiments Nr. 27 „Ora. n i e n". Zur Weihe bes Denkmals für bie Gefalle, neu bes ehern. 1. Naff. Felbart.-Regts. Nr. 27 am 20. unb 21. Oktober in Wiesbaben gibt bie Reichs, bahn Sonntagsrückfahrkarten von allen Fahrkar. tenausgaben im Umkreis von 150 Kilometer um Wiesbaben aus. Gültigkeit: Hinfahrt 20. Oktober 0 Uhr bis 21. Oktober; Rückfahrt 20. Oktober 12 Uhr bis 22. Oktober 24 Uhr (Antritt ber Rückreise). Aus. weis: Besonberer Ausweis bes Festausschusses. Fahrpreis ab Gießen: Hin- unb Rückfahrt über Frankfurt a. M. 2. Kl. 8,40 Mark, 3. Kl. 5,80 Mark; Hin- unb Rückfahrt über Friebrichsborf (Ts.) 2. Kl. 8.10 Mark, 3. Kl. 5,60 Mark. Bei Benutzung von Schnell- unb Eilzügen ist außerbem ber tarifmäßige Zuschlag zu zahlen.
* Regelung ber Erzeugung unb des Vertriebs von Fu 11 e r r ü b e n f a m en. Vom Verwaltungsamt bes Reichsnährstands ist eine Anorbnung zur Regelung von Erzeugung und Vertrieb von Futterrübenfamen erlassen worben. Sie soll ben Bedarf bes Bauern unb Lanbwirts an Futterrübensamen in hochwertigem Saatgut zu an« gemessenem Preise sicherstellen unb bie häufig üblich gewesene Spekulation unb bie bamit oerbunbenen Preisschwankungen ausschalten. Den bisherigen Er« zeugern von Futterrübensamen soll weiterhin er« möglicht werben, biefen für ihre Wirtschaft wichtigen Anbauzweig zu einem gerechten >Preis zu erhalten. Schließlich ist beabsichtigt, bem Züchter bie not- roenbige Weiterarbeit zu ermöglichen. Alle bisher zum Zwecke ber Bereinigung des Futterrüben. Marktes eingeleiteten Maßnahmen werben in dieser Anorbnung zusammengefaßt. Soweit frühere Maß- nahmen ober Anordnungen Gegenteiliges besage/!, werden sie aufgehoben.
JRunDfunfprogramm.
Samstag, 13. Oktober.
6 Uhr: Bauernfunk. 6.30: Don Stuttgart: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 7: Frühkonzert. 8.30 bis 8.45: Gymnastik. 10: Nach, richten.. 11: Werbekonzert. 11.45: Sozialbienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saarbienst. 13.10: Nach richte aus bem Senbebezirk. 13.15: Mittagskonzert (L 14.15: Nachrichten. 14.30: Quer durch die Wirtschaft. 15: Von Donaueschingen: Jugend-Stunde. Neue Musik für die Iugenb. 16.15: Zum Wochenend — luftige Musik. Ein bunter Nachmittag. 18: Stimme ber Grenze. 18.25: Stegreifsendung. 18.45: Unterhaltung. 19.45: Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.05: Saarländische Umschau. 20.15: La Traviata. Oper in 3 Akten von G. Verdi. 22: Nachrichten.
ei ber Abzug nicht gegeben.
Eine anbere Beurteilung sei nur in besonberen Fällen zulässig, wenn z. B. öffentliche Verkehrsmittel nicht ober nur in sehr unbequemer Weise zur Erreichung ber Arbeitsstätte benutzt werben könnten.
Werbeabend für Leibesübungen der Frau.
Die bem Reichsausschuß für Leibesübungen angeschlossenen Turn- unb Sportvereine in Gießen veranstalteten gestern Abend in ber Turnhalle an der Steinstraße, im Zusammenhang mit ber Werbewoche „Gesunbe Frauen burch Leibesübungen , einen Werbeabenb, ber einen recht anregenben -verlauf nahm. Leiber war ber Besuch ber Veranstaltung nicht so gut, wie es wünschenswert gewesen
Die Turnlehrerin Frl. Vaupel hieß die Teil- Nehmerinnen herzlich willkommen, begrüßte ms- besonbere bie Gäste unb gab bem Wunsche Ausdruck, baß bie anwesenben Frauen halb nicht mehr nur Gäste, sonbern aktiv Mitwirkenbe fein mochten. In ben Schulen habe sich schon seit vielen Jahren bie verantwortungsbewußte Erzieherin sur Leibesübungen so einstellen müssen, baß ber Körper tüchtig burchgeturnt würbe, baß alles getan würbe für gute Haltung, leichten Gang und Stärkung der Muskulatur. Leiber fei bie Zahl ber Mädchen, bie nach ber Schulentlassung Leibesubungen betreiben, sehr gering. Die Zahl ber ßeibe5Übung treibenben Frauen sei im Verhältnis zur Anzahl der deutschen Hausfrauen kaum nennenswert. An diese wende sich bie Reichwerbewoche für Leibesübungen ber Frau ganz besonders. Das Dritte Reich schätze die deutsche Frau als Hausfrau unb Mutter im besonberen Maße, bem hohen Wert ber Bewegung durch Hausarbeit gebühre alle Beachtung, Leibes- übung unb Körperschule seien jedoch etwas ganz anberes. Der Körper werbe babei ganz anders durchgearbeitet, unb bie fegnenbe Wirkung setze sofort ein. fieibesübung ber Frau, verstänbmsvoll betrieben, erleichtere ben Lebenskampf. Die Mutter solle nicht vergessen, ihre heranwachsenben Töchter in bie Leibesübung treibenben Vereine zu schicken, um so mehr bann, wenn sie selbst bie Segnungen einer geregelten Leibesübung an sich verspürt habe. Vor allem müsse sich aber bie berufstätige Frau bie Leibesübung angelegen fein lassen. Wie viele Frauen, bie spät zum Turnen kamen, bebauerten stets sehr, baß sie nicht schon viel früher bamit begonnen Haden. Nachdem bie Rednerin noch kurz von ihren Einbrücken beim Stuttgarter Turnfest gesprochen unb eindringlich aufgeforbert hatte, sich turnerisch unb sportlich mit Ausbauer zu betätigen, schloß sie mit bem geflügelten Wort biefer Werbewoche: „Gesunbe deutsche Frauen unb Mäbchen burch Leibesübung" ihren beifällig aufgenommenen Vortraq.
Der weitere Verlauf bes Abenbs brachte ein auherorbentlich aufschlußreiches unb anregenbes
Ein Mädchenschicksal, das sich vollzog wie tausend andere auch! Daheim burchgebrannt! Zum Film! Keinen anberen Gebauten mehr als ben: Ich will Äum Film. Unb bann kam eben ber Weg, ben Menschenkinder gehen, die alles auf eine Karte setzen.
Immer war es nicht so!
Es gab auch edle Kunstmäzene, bie einem Menschenkind, bas begabt war, in bie Höhe halfen. Ader diese kleine Käthe hier, die schien boch ben Weg zu schreiten, ben ein Mäbchen nicht beschreiten sollte! Selbst bann nicht, wenn alle Träume zerschellten! Alle heißen Wünsche sich nicht erfüllten.
„Bitte, nehmen Sie Platz, lieber Berken! Fräulein Ranbolf, barf ich vorstellen? Herr Arnbt von Berken!"
Käthe neigte ben blonben Kopf. An feinen finsteren Augen sah sie, baß er nicht gut von ihr dachte. Unb sie schämte sich plötzlich entsetzlich ber geschenkten Kleiber. Sie unb Olga waren ja doch nur zwei Puppen ber Berani, bie diese Puppen heute hier tanzen ließ, weil sie sie gerade heute brauchte.
streute ihre Launen! Unb sie würbe sich noch langt halten, bie schöne Berani, weil ihr eben doch feine gleich kam von bem jungen Nachwuchs! Einzig bit Kranz war gefährlich gewesen. Unb sie ging ja nun! Die Bahn war wieber frei! Unb Liane Seram blieb als Siegerin auf bepi Platze.
Käthe Ranbolf aber ftanb still ba. Man HM auch mit ihr getanzt! Sehr viel sogar. Unb nut Arnbt von Berken hatte es nicht getan!
Unb sie hatte sich doch so gefreut, gerade mit ihm tanzen zu können. Es war aber sicherlich ein vermessener Wunsch von ihr gewesen. Jetzt zog er eben doch eine Grenze zwischen sich und dem kleinen, ärmlichen Mädchen aus der Eisenbahn!
Olga Schieber hatte einen Kavalier gefunden. Sie amüsierte sich glänzend, unb sie hatte vielleiÄ: zuweilen bie kleine Käthe ein bißchen vergessen. Aber trotzbem sah sie ab unb zu nach ihr.
„Käthe, wir geyen zusammen nach Hause — M! wahr?" sagte sie einmal hastig im Vorübergehen.
Unb Käthe nickte.
„Ja, Olga — ja! Aber vergiß es nicht."
Olgas Kavalier war kein anberer als KapitL leutnant von Bobenstein, ber Vetter bes luftige Ubo. Der war nicht minder froh unb lebensluM, unb mit ber schwarzen Olga Schieber hatte er ar« gebanbelt, weil ihm bas Mäbel leib getan hallt«, als es am Anfang bes Festes still unb unbeachtil! neben ber Berani geftanben unb sich bie Bli<dt aller auf bas kleine blonbe Mäbel gerichtet hatte»
Er machte sowas ganz gern. Warum sollte f$ ein Menschenkind» zurückgefetzt fühlen? War M nicht nötig?
Unb er hatte sich Olga ohne jebe böse Abs^ genähert, einzig mit bem Gebauten, für bas t‘,; tige Fest ihr Kavalier zu fein.
Ganz diskret hatte er sich bie Berani angeftty1. Hm!
Ein Prachtweib!
Aber — nichts für ihn! Herrscherinnen liebte <;I nicht. Er liebte ba eher ein verlassenes Mensche
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Vornan von Gert Rothberg.
Urheberrechtsschuh: Fünf-Türme-Verlag, Halle 05.).
Gießen. Am tommenben Sonntag finbet in unserer Stabt, im „Aquarium" ein Vertretertag des Sängerkreises Gießen im Gau XII bes Deutschen Sängerbunbes statt. Der Arbeitstagung ber Vertreter ber Gesangvereine geht eine Chormeister-Besprechung voraus.
"Der UeberfaU bei Klein-Linben. Der wegen Beteiligung an bem UeberfaU auf ein Auto bei Klein-Linben verhaftete Zigeuner Peter Klein von hier hat ein umfassendes Geständnis abgelegt. Er gibt an, daß nicht etwa bie Absicht eines Raubüberfalles vorgelegen habe, vielmehr wollen bie beiben Verhafteten betrunken gewesen sein unb ben UeberfaU lebiglich aus Unfug verübt haben.
** Preußisch-Süddeutsche Staats- lotterie. Die Ziehung ber 1. Klasse ber neuen Lotterie findet am 19. unb 20. Oktober statt.
** E i n Fahrrabanhänger vermißt. Der AngesteUte einer hiesigen Firma stellte gestern abenb auf ber Straße Gießen — Lollar den an seinem Fahrrad befestigten Anhängerwagen ab, um sich eine Fahrt nach Daubringen etwas zu erleichtern. Auf dem Rückweg wollte er ben Anhänger wieber mitnehmen. Als er jeboch nach einer halben Stunbe zurückkehrte, war der Anhängewagen ver- fchwunben. Ob ein Diebstahl vorliegt ober ob ein Vorübergehenber glaubte, bas Fahrzeug als Funb sicherstellen zu müssen, steht noch nicht fest. Sachdienliche Angaben erbittet die Oenbarmerie.
** Fahrpreisermäßigung derReichs- b ah n zur Wie der sehensfeier ehern. 3. F u ß a r t i 11 e r i st e n. Zu ber am 13. unb 14. Oktober in Mainz ftattfinbenben Wiedersehensfeier ehern. 3. Fußartilleristen gibt die Reichsbahn von allen Fahrkartenausgaben im Umkreis von 200


